21. Juni 2010
Als Zehen bezeichnet man die Endglieder des Fußes. Sie sind wichtig für die Fußbeweglichkeit.
Die Zehen sind die Endabschnitte des menschlichen Fußes. Sie dienen der Beweglichkeit des Fußes und sind wichtig zum Gehen.
Ein gesunder Mensch ist mit je fünf Zehen pro Fuß ausgestattet. Genau wie die Finger der Hände, verfügen auch die Zehen über Nägel. Man unterteilt die fünf Zehen in den großen Zeh (Hallux) oder Digitus pedis I, Digitus pedis II, Digitus pedis III, Digitus pedis IV sowie den kleinen Zeh (Digitus minimus) oder Digitus pedis V. Während der große Zeh auf der Innenseite des Fußes liegt, befindet sich der kleine Zeh auf der äußeren Seite. Ähnlich wie der Daumen, besitzt der große Zeh nur zwei Zehenglieder, die man als Phalangen bezeichnet, während die restlichen Zehen mit drei Zehengliedern ausgestattet sind. Die Zehenknochen (Os digiti) sind also dem Aufbau der Fingerknochen sehr ähnlich. Unterteilt werden die Zehenglieder in das Grundglied (Phalanx proximalis), das Mittelglied (Phalanx media) sowie das Endglied (Phalanx distalis). Zwischen den Grundgliedern und dem Mittelfußknochen befinden sich Gelenke, die man als Zehengrundgelenke oder Metatarsophalangealgelenke bezeichnet. Das Gelenk, welches zwischen dem Grundglied und dem Mittelglied liegt, wird proximales Interphalangealgelenk (PIP) oder Mittelgelenk genannt. Das Endgelenk, das zwischen dem Mittelglied und dem Endglied liegt, trägt die Bezeichnung Distales Interphalangealgelenk (DIP).
Die Zehen, die bereits während der ersten Schwangerschaftswochen im Mutterleib gebildet werden, können unterschiedlich lang sein. In den meisten Fällen ist der große Zeh der längste Zeh des Fußes, was man als ägyptische Fußform bezeichnet. Wenn die zweite Zehe jedoch der längste Zeh ist, handelt es sich um eine griechische Fußform. Eine weitere Variante ist die römische oder quadratische Fußform. Dabei stehen die Zehen fast in einer Linie. Mit einem Anteil von 44 Prozent ist die ägyptische Fußform die am häufigsten vorkommende Variante, gefolgt von der römischen Form mit 36 Prozent und der griechischen Form mit 20 Prozent.
Die Bewegungen der Fußzehen zum Boden hin, bezeichnet man als Flexion oder Plantarflexion. Während für die Bewegungen des großen Zehs vor allem der kurze und der lange Großzehenbeuger verantwortlich sind, werden die restlichen Zehen vom kurzen und langen Zehenbeuger bewegt. Eine Streckung der Zehen zum Fußrücken hin bezeichnet man als Extension oder Dorsalextension. Werden die Zehen gespreizt, spricht man von einer Abduktion. Das anschließende Aneinanderziehen der Zehen wird Adduktion genannt.
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