1. Juni 2010
Die Schilddrüse kann von unterschiedlichen Erkrankungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dazu gehören vor allem der Kropf (Struma) sowie die Schilddrüsenüber- oder Unterfunktion.
Zu den häufigsten Beeinträchtigungen der Schilddrüse gehören die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Von einer Überfunktion der Schilddrüse spricht man, wenn die Schilddrüse zu viele Hormone bildet. Dies hat jedoch eine Überversorgung des Organismus mit Schilddrüsenhormonen zur Folge, wodurch die Stoffwechselvorgänge angekurbelt werden. Es kann zu zahlreichen unterschiedlichen Beschwerden wie Gewichtsabnahme, starkes Schwitzen, Wärmeintoleranz und Haarausfall kommen. Auch das Herz-Kreislaufsystem kann durch die Überfunktion beeinträchtigt werden. Häufige Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion ist die Erkrankung Morbus Basedow, bei der es sich um eine Autoimmunkrankheit handelt. Die Behandlung erfolgt zumeist durch Medikamente, eine Radiojodtherapie oder einen operativen Eingriff.
Im Falle einer Schilddrüsenunterfunktion werden von der Schilddrüse nicht genug Schilddrüsenhormone hergestellt. Dadurch kommt es einer Verlangsamung des Stoffwechsels und zur Abnahme der Leistungsfähigkeit. Zu den Beschwerden gehören u.a. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Leistungsschwäche, Konzentrationsstörungen, Verstopfung, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme und erhöhte Infektanfälligkeit. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann angeboren sein. In den meisten Fällen wird sie jedoch im Laufe der Zeit erworben. Zu den Hauptursachen gehören Entzündungen der Schilddrüse, Bestrahlungen, Schilddrüsenoperationen oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Thyreostatika. Die Behandlung erfolgt durch die Verabreichung von Medikamenten durch die die fehlenden Schilddrüsenhormone ersetzt werden.
Eine weitere Erkrankung der Schilddrüse ist der so genannte Kropf (Struma). Dabei handelt es sich um eine sichtbare Vergrößerung der Schilddrüse, die zumeist durch Mangel an Jod oder Selen ausgelöst wird.
Kommt es zu einer Entzündung der Schilddrüse, spricht man von einer Thyreoiditis. Diese wird oftmals durch Bakterien oder Pilze, die in die Schilddrüse gelangen, hervorgerufen. Zu den häufigsten Schilddrüsen-Entzündungen gehört die chronische Hashimoto-Thyreoiditis, eine Autoimmunerkrankung, bei der es zu einer Zerstörung des Schilddrüsengewebes kommt.
Schwerste Erkrankung der Schilddrüse ist Schilddrüsenkrebs (Schilddrüsenkarzinom). Diese eher seltene Krebsform tritt vor allem bei Menschen zwischen 30 und 60 Jahren auf. Als Risikofaktor gilt die Bestrahlung des Halses im Kindesalter. Zur Behandlung der Krankheit ist eine Kombination aus Operation und Radiojodtherapie erforderlich.
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