1. Juni 2010
Als Samen oder Sperma bezeichnet man die Flüssigkeit, die ein Mann bei einem Samenerguss ausstößt. Sie enthält Keimzellen und dient zur Befruchtung von weiblichen Eizellen.
Unter dem Samen, den man auch als Sperma oder Samenflüssigkeit bezeichnet, versteht man eine weiß-graue Körperflüssigkeit des Mannes, die während einer Ejakulation (Samenerguss) aus dem Penis ausgestoßen wird. Durch den Kontakt mit einer weiblichen Eizelle kann diese befruchtet werden, wodurch es zu einer Schwangerschaft kommt.
Die Samenflüssigkeit wird vom Mann während eines Orgasmus aus der Harnröhre (Urethra) ausgestoßen. Zusammengesetzt wird sie aus den Spermien, die man auch als Samenfäden oder Spermatozoen bezeichnet und dem Samenplasma oder Seminalplasma, einem Sekret der akzessorischen Geschlechtsdrüsen. In der Regel befinden sich mehrere Millionen Spermien in einem Milliliter Samenflüssigkeit. Wichtigste Aufgabe der Flüssigkeit ist der Transport der Spermien zur weiblichen Eizelle, wo die Befruchtung erfolgt.
Der überwiegende Teil der Samenflüssigkeit wird von den Samenbläschen und der Prostata produziert. Der Rest von etwa zehn Prozent wird von den Hoden und den Cowperschen Drüsen beigesteuert.
Das Ejakulat eines erwachsenen, gesunden Mannes hat eine milchig-trübe Farbe und glänzt leicht. Außerdem wird die Samenflüssigkeit von klebrigen glasigen Fäden durchzogen. Der ph-Wert liegt zwischen 7 und 7,8. In manchen Fällen können auch gelbe Pigmente, die als Flavine bezeichnet werden, enthalten sein.
Das Volumen eines Samenergusses liegt zwischen zwei und sechs Millilitern. Durch die Spermien ist der Samen leicht protein- und salzhaltig. Darüber hinaus sind in der Flüssigkeit Noradrenalin, Tyrosin, Dopamin, Pheromone, Östrogene, ß-Endorphin sowie die Bindungshormone Vasopressin und Oxytocin enthalten. Hauptbestandteil ist jedoch Wasser.
Während die Spermien sich während der Spermatogenese im Hoden entwickeln, entsteht der größte Teil der Samenflüssigkeit in der Samenblase (Vesicula seminalis). Dieser Anteil enthält auch Proteine, Fruktose, die als Nahrung der Spermien dient sowie Prostaglandine. Letztere bewirken, dass es nicht zur einer Immunreaktion des weiblichen Körpers kommt. Der Anteil, der aus der Prostata stammt enthält Zink, Zitronensäure sowie spezielle Proteine.
In der Regel beginnt beim Menschen die Produktion der Samenflüssigkeit erst im Verlauf der Pubertät. Das Sperma kann auch ohne sexuelle Stimulation während des Schlafens im Rahmen einer Pollution ausgestoßen werden.
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