25. Mai 2010
Die Muskeln ermöglichen dem Körper eine Vielzahl von komplexen Bewegungen. Die Gesamtheit aller Muskeln im menschlichen Organismus bezeichnet man als Muskulatur.
Unter der Muskulatur versteht man die Gesamtheit der Muskeln im Organismus. Insgesamt verfügt der menschliche Körper über 656 Muskeln. Diese sind von enormer Wichtigkeit, denn ohne die Muskeln wäre der Mensch nicht in der Lage Bewegungen auszuführen. Während die Haut das flächenmäßig größte Organ des Körpers ist, stellt die Muskulatur das massemäßig größte Organ dar.
Bei der Muskulatur unterscheidet man zwischen der quergestreiften oder willkürlichen Muskulatur, zu der die Herz- und die Skelettmuskulatur zählen und der glatten oder unwillkürlichen Muskulatur. Darüber hinaus verfügen auch die Organe über eine Muskulatur, die man als Organmuskulatur bezeichnet. Die Bewegungen der Muskeln finden in Verbindung mit dem Gehirn und dem Nervensystem statt. Durch die Sinnesorgane werden Empfindungen und Reize wahrgenommen, die über das Nervensystem an das Gehirn weitergeleitet werden. Das Gehirn erteilt dann entsprechende Befehle und leitet diese über das Nervensystem an die Muskeln weiter.
Zusammengesetzt wird ein Muskel aus mehreren Bündeln von Muskelzellen (Muskelfasern). Eine Muskelfaser enthält ihrerseits Myofibrillen, die sich aus Myosinfilamenten und Aktinfilamenten zusammensetzen. Die Aktinfilamente werden an den Z-Linien miteinander verbunden. Zwischen ihnen befinden sich die unverbundenen Myosinfilamente. Durch diese beiden Bestandteile wird die Hauptlast bei jeder Muskelkontraktion getragen. Geschützt wird die Muskelfaser von elastischem Bindegewebe. Darüber hinaus verbindet das Bindegewebe die verschiedenen Funktionseinheiten eines Muskels, sodass die Muskelbewegungen letztlich durch die Elastizität des Bindegewebes ermöglicht werden.
Wird ein Muskel aktiv, spannt er sich an, was man als Kontraktion bezeichnet, und übt eine Bewegung bzw. eine Kraft aus. Anschließend entspannt er sich wieder. Ausgelöst wird eine Muskelkontraktion von elektrischen Impulsen. Diese Impulse senden das Gehirn oder das Rückenmark über die Nerven aus. Eine Bewegung ist zumeist das Zusammenspiel von mehreren Muskeln. Man unterteilt die Muskeln bei ihrer Zusammenarbeit in Spieler (Agonisten) und Gegenspieler (Antagonisten), die eine zueinander entgegengesetzte Wirkung haben. Als Synergisten bezeichnet man dagegen Muskeln, die eine ähnliche oder sogar gleiche Wirkung haben und zusammenarbeiten.
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