1. Juli 2010
Durch die medizinische Forschung wurden zahlreiche Errungenschaften wie Impfungen, Antibiotika oder die Anästhesie ermöglicht. Auch in der heutigen Zeit ist sie nach wie vor unverzichtbar.
In der Geschichte der Medizin spielte die Medizinforschung stets eine bedeutende Rolle. Sie ermöglichte in der Vergangenheit zahlreiche große Errungenschaften und Fortschritte wie beispielsweise die Anästhesie, Antibiotika, das Röntgenverfahren, die Immunologie sowie die Entwicklung von Impfstoffen. Auch in den letzten 50 Jahren wurden durch die Medizinforschung etliche medizinische Fortschritte ermöglicht.
Als eine der größten medizinischen Errungenschaften der letzten 50 Jahre gilt die Antibabypille, die eine völlig neuartige Form von Empfängnisverhütung ermöglichte und dadurch in den 60er Jahren die Sexualität revolutionierte. Bei einer korrekten Einnahme der Pille, kann eine Schwangerschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent verhindert werden. Die erste Antibabypille wurde im August 1960 in den USA auf den Markt gebracht und trug den Namen Enovid.
Eine weitere bedeutende Errungenschaft der modernen Medizinforschung ist die Computertomographie (CT). Dabei handelt es sich um eine rechnerbasierte Auswertung von verschiedenen Röntgenaufnahmen, die aus unterschiedlichen Richtungen aufgenommen werden, wodurch ein dreidimensionales Bild erzeugt wird. Ermöglicht wurde die Computertomographie durch die Forschungsarbeiten des Physikers Allan M. Cormack (1924-1998) und den Elektrotechniker Godfrey Houndsfield (1919-2004), die beide für ihre Arbeit mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet wurden. Die erste Untersuchung eines Menschen durch die Computertomographie fand im Jahr 1971 statt.
Die Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Diagnoseverfahren, das in den 70er Jahren von dem Radiologen Paul Christian Lauterbur (1929-2007) und dem Physiker Peter Mansfield entwickelt wurde. Beide erhielten dafür den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Mithilfe der Magnetresonanztomographie, die auch Kernspintomographie genannt wird, können Struktur und Funktion von Organen und Geweben bildlich dargestellt werden.
Bei der oralen Rehydrationstherapie (ORT) handelt es sich um eine einfache Behandlung mit einer Salz-Zuckerlösung, die 1964 eingeführt wurde. Durch die Zufuhr von Flüssigkeit bei schweren Durchfallerkrankungen oder Cholera lässt sich ein lebensgefährliches Austrocknen des Körpers vermeiden. Zahlreiche Kinder der dritten Welt konnten durch die orale Rehydrationstherapie vor dem Tode bewahrt werden.
Als Evidenzbasierte Medizin (EbM) bezeichnet man eine moderne Richtung der Medizin. Dabei wird die Behandlung eines Patienten stets auf der Grundlage von aktuellen Forschungskenntnissen vorgenommen. Auch die individuellen Daten des Patienten und die Erfahrungswerte des behandelnden Arztes spielen eine wichtige Rolle. Geprägt wurde der Begriff Evidenzbasierte Medizin zu Beginn der 90er Jahre.
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