18. März 2010
Als Biorhythmus bezeichnet man die innere Uhr des Körpers. Diese kann einen Einfluss auf die Tagesform des Menschen haben.
Unter dem Biorhythmus versteht man die so genannte innere Uhr des menschlichen Körpers. Nach Ansicht verschiedener Wissenschaftler unterliegt der menschliche Organismus einem individuellen Rhythmus, der sich in unterschiedliche Phasen einteilen lässt. So gibt es nach der Biorhythmik-Lehre einen körperlichen Rhythmus der 23 Tage dauert, einen geistigen Rhythmus von 33 Tagen und einen emotionalen Rhythmus mit einer Periode von 28 Tagen. Diese individuellen Rhythmen beginnen bereits bei der Geburt. Dabei verlaufen sie zunächst positiv. Nach der halben Periodenlänge überqueren sie die Null-Linie und gehen dann in eine negative Phase über. Zum Ende der Periode verläuft der Biorhythmus wieder positiv, womit sich der Kreis schließt. Die Übergänge zwischen den Phasen gelten als kritische bzw. schlechte Tage. Nach Meinung der Biorhythmik-Lehre kann es sogar schlimme Folgen haben, wenn alle drei Phasen an einem Tag ineinander übergehen. Umgekehrt kann das Zusammentreffen von positiven Tagen besonders gute Tage hervorbringen.
Entwickelt wurde die umstrittene Theorie zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem deutschen Biologen und Mediziner Wilhelm Fließ (1858-1928) sowie dem österreichischen Psychologen Hermann Swoboda (1873–1963). Fließ entdeckte in den Krankenakten seiner Patienten übereinstimmende Regelmäßigkeiten. Diese formulierte er in der so genannten Periodenlehre. Auf diese Weise sollte in den guten und schlechten Momenten des Lebens eine Gesetzmäßigkeit entdeckt werden. Spätere wissenschaftliche Studien konnten die Relevanz der Periodenlehre jedoch nicht bestätigen. Heutzutage wird sie sogar zur Pseudowissenschaft gezählt. Dennoch hat die Biorhythmik nach wie vor eine große Anhängerschaft, die ihren Biorhythmus mit Hilfe von verschiedenen simplen Programmen ausrechnet.
Fakt ist jedoch, dass der menschliche Körper und seine Funktionen verschiedenen rhythmischen Veränderungen unterliegen. Ein Beispiel ist der Tag- und Nacht-Rhythmus. Je nach individuellem Biorhythmus wird ein Mensch am Abend früher müde oder morgens später wach. Auch die Temperatur oder das Sonnenlicht beeinflussen die innere Uhr. Den eigenen Biorhythmus zu kennen ist durchaus von Vorteil, da man dann gut mit ihm in Einklang leben und seinen Tagesablauf nach ihm ausrichten kann. Wird man z.B. am Mittag häufig müde, ist es sinnvoll wichtige Arbeiten bereits am Vormittag zu erledigen. Spezielle Biorhythmische Beratungen, die oftmals gegen Geld angeboten werden, gelten jedoch als wenig hilfreich und unseriös.
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