Mögliche Gefahren beim Badeurlaub am See oder am Meer

Hand schaut aus Meer raus

Baden im See oder Meer - gefährliche Strömungen, Nesselgifte und Fußverletzungen vermeiden

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  • von Paradisi-Redaktion

Was gibt es eigentlich Schöneres, als einen Urlaub am Wasser? Sandige Strände, Sonnenstrahlen und das schimmernde Blau des Sees oder Meeres, soweit das Auge reicht. Doch Vorsicht, auch hier können einige riskante Situationen den Spaß am Baden beeinträchtigen. Es gibt einige Gefahren beim Badeurlaub, die zu Unfällen oder Verletzungen führen können. Informieren Sie sich über gefährliche Situationen beim Urlaub am Wasser und lesen Sie, wie Sie diese vermeiden können.

Mögliche Gefahren beim Badeurlaub

Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Ehrgeiz, aber auch Sicherheitsmängel gehören zu den Hautursachen gefährlicher Badeunfälle. Zahlreiche Urlaubsstrände werden zudem nicht ausreichend oder auch gar nicht bewacht. Um mögliche Gefahren einzudämmen, sollten einige Regeln beachtet werden.

Gleiches gilt in Sachen Gesundheit, denn auch diese kann Schaden nehmen, wenn man sich nicht an gewisse Regeln hält. Generell ist der Aufenthalt am Strand mit vielen positiven Effekten auf die Gesundheit verbunden. Die fast allergenfreie Luft kräftigt die Lungen und kann sogar die Beschwerden von Lungenerkrankungen mindern. Erholsam ist sie allemal.

Wer sich im Wasser bewegt, trainiert die Muskeln, schont die Gelenke und bietet seinem Körper Gelegenheit zur Regeneration. Der Sonneneinfluss auf die nur spärlich bekleidete Haut fördert die Vitamin-D-Produktion, wodurch das Immunsystem sowie der Aufbau der Knochenzellen gestärkt werden. Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung beugt der Osteoporoseentstehung vor.

Dennoch bergen alle drei Komponenten gewisse Risiken, die von Urlaubern nicht unterschätzt werden sollten. Wer entsprechende Präventivmaßnahmen unterlässt, muss mit gesundheitlichen Sofort- oder Folgeschäden rechnen. Dabei ist das Vorbeugen weder zeitaufwändig noch teuer.

Badesee, Meer oder doch Freibad? Der beste Ort für Wasserfrösche ist Ansichtssache

Junge beim Baden und Plantschen in einem See oder Fluss
the boy bathes in water. © Andrey Armyagov - www.fotolia.de

Wenn im Sommer die Sonne vom Himmel brennt, zieht es unzählige Menschen zum Abkühlen ins kalte Wasser. Allerdings wird längst nicht jeder im gleichen kühlen Nass glücklich und des Einen Paradies ist des Anderen Hölle.

Dies gilt vor allem für die Freibäder, die eigentlich einen gelungenen Mix aus Schwimmerbecken, Sprungtürmen und Kinderplanschbecken anbieten, sowie Liegewiesen, Spielplätze und einen Kiosk. Doch gerade an heißen Tagen ist das Freibad oft überfüllt und die Menschen drängeln sich dicht an dicht. Musik scheppert aus Abspielgeräten und über allem liegt eine Duftmischung aus Sonnenöl, Chlor und Frittenfett.

Besser ist da schon der Badesee, an dem alle Platz finden und es leicht ist, einfach hinauszuschwimmen und die Ruhe fernab des Rummels am Ufer zu genießen. Wer viel Glück hat, wohnt sogar an einem naturbelassenen See ohne Badebetrieb. Allerdings verbirgt sich hier oft Unheil im trügerisch stillen Wasser: In vielen Seen tummeln sich nicht nur Algen und harmlose Fische, sondern auch Schlangen.

Bleiben noch Strand und Meer als ultimatives Sehnsuchtsziel. Mit Glück ist der Strand menschenleer und sauber und das Wasser kristallklar. Eine nette Strandbar sorgt für kühle Getränke und Snacks zwischendurch. In der Hauptsaison kann dies jedoch schon ganz anders aussehen: Dicht an dicht drängen Sonnenanbeter dann am Strand. Und auch das Meer spielt nicht immer mit: Mal ist die Strömung zu gefährlich, mal ist das Wasser einfach zu kalt und mal tummeln sich eklige Quallen im Wasser.

Welche Gefahren der Urlaub am Wasser mitbringen kann, zeigen wir im Folgenden...

Erkältung

Der Wind weht am Wasser häufig sehr stark. Besonders Kleinkinder und Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem neigen dazu, sich leicht zu erkälten. Bei böigem Wetter empfiehlt sich das Tragen einer leichten Bekleidung, die vor dem Auskühlen schützt.

Auch nasse Kleidung sollte sofort gewechselt werden. Insbesondere Mädchen und Frauen leiden häufig an einer Blaseninfektion, wenn sie sich in nasser Badebekleidung trocknen lassen. Wer besonders empfindlich reagiert, schützt nach dem Bad auch sein nasses Haupthaar.

Sonnenbrand und Hautkrebsrisiko

Das Tragen luftiger Kleidung bewahrt außerdem vor Sonnenbrand. Dieser wird leider immer noch unterschätzt.

Spätere Hautkrebserkrankungen können die Folge sein. Und selbst, wenn es nicht zu solch dramatischen Folgeerscheinungen kommt, so fördert ein zu starker Sonneneinfluss die Austrocknung der Haut und somit frühzeitige Alterungserscheinungen.

Alle Körperstellen, die der Sonne unbedeckt Preis gegeben werden, sollten mit einem entsprechend hohen Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Bräunungszeit und Lichtschutzfaktor sind dabei dem Hauttyp anzupassen.

Spätere Hautkrebserkrankung kann die Folge eines Sonnenbrandes sein
Spätere Hautkrebserkrankung kann die Folge eines Sonnenbrandes sein

Sonnenstich und Austrocknung

Besonders Kinder sollten sich niemals ohne Kopfbedeckung in der Sonne aufhalten. Die Gefahr eines Sonnenstichs ist am Strand besonders hoch.

Wenn es trotz vorbeugender Maßnahmen doch einmal zu ersten Anzeichen kommt, sollte sofort ein Schattenplatz aufgesucht werden. Die weitere Behandlung erfolgt durch einen Mediziner.

Der Gefahr des Austrocknens kann durch die Aufnahme von reichlich Flüssigkeit vorgebeugt werden. Alkohol ist dabei tabu. In Verbindung mit den hohen Temperaturen wäre nicht nur der Alkoholpegel schnell überschritten, auch die Gefahr des Ertrinkens wäre sehr hoch.

Der Gesundheit zuliebe sollte auf Getränke mit einem hohen Zuckeranteil verzichtet werden. Mineralwässer, verdünnte Fruchtsäfte und kühle Tees sind die bessere Alternative.

Es ist wichtig viel zu trinken bei hohen Temperaturen
Es ist wichtig viel zu trinken bei hohen Temperaturen

Fußverletzungen

So schön die Idylle auch sein mag, so schnell ist die Urlaubslaune verflogen, wenn sich die Badegäste noch vor dem ersten Kontakt mit dem Wasser böse am Fuß verletzt haben. An nicht wenigen Stränden lassen sich kleine Steine finden, die gerade barfüßigen Personen erhebliche Schmerzen zufügen können. Zu denken wäre aber ebenso an Schnittverletzungen.

Empfohlen sei es daher, solche Strände ausschließlich mit Schuhen oder Badelatschen zu betreten. Sinnvoll erweisen sich zudem die so genannten Schwimmschuhe, die auch im Wasser am Fuß verbleiben und während des Tauchens oder Schwimmens kein Hindernis darstellen. Denn auch auf dem Grund des Meeres oder Sees kann sich manch ungeahnte Gefahr befinden.

Heimtückische Wasserbewohner – unsichtbar, aber giftig

Ein weiteres Risiko für den Badeurlauber lauert in den Tiefen des Meeres. Wer schwimmt und plötzlich einen stechenden Schmerz wahrnimmt, wurde nicht selten von

Die Zahl solcher Wasserbewohner ist gerade in den tropischen Ländern relativ hoch. Besonders problematisch stellt sich die Lage aber vor allem dort dar, wo das Meer nur oberflächlich betrachtet werden kann – was sich in wenigen Metern Tiefe abspielt, kann meist nicht beurteilt werden.

Dennoch ist ein echter Schutz vor den Gewächsen und Tieren des Wassers nur selten einmal möglich. Stets gilt aber: Kommt es zu einer Wunde, sollte diese ärztlich begutachtet werden.

Vorsicht vor der Strömung

Ein weiteres Schauspiel lässt sich an jedem Meer beobachten: Der Wind weht von den Weiten des Horizonts herüber und sorgt für einen schön anzusehenden Wellengang. Doch gerade darin kann auch eine erhebliche Gefahr liegen:

Treffen die Luftmassen an Land auf Dünen, Felsen oder ähnliche Barrieren, so werden sie von dort zurück auf das Wasser getrieben. Dabei entsteht ein nicht zu unterschätzender Sog, so genannte Rip-Strömungen.

Jährlich verunglücken etwa 40.000 Menschen tödlich bei Badeunfällen. Häufig sind keine Warnhinweise angebracht oder keine Rettungsschwimmer vor Ort. Touristen, die einen Strandurlaub im Ausland planen, sollten daher die Risiken besonders im Auge haben, denn viele Küsten sind bei weitem nicht so gut gesichert wie in Deutschland. So verzeichnen die USA im Vergleich mit Deutschland eine doppelt so hohe Anzahl tödlicher Strandunfälle durch Ertrinken.

Gerät der Badende erst einmal in eine Strömung, die ihn auf das Meer hinaustreiben kann, so bedarf es bereits eines außerordentlichen Einsatzes, um ihn von dort zu erretten. Ratsam ist es daher, die Warnsignale an Land zu beachten und sich an ihre Vorgaben zu halten. Dies gilt auch für Seen, denn auch diese können gefährliche Strömungen aufweisen.

Bei Rip-Strömungen ist das Gegenanschwimmen zwecklos. Zahlreiche Badeurlauber wissen nicht, dass sie sich besser treiben lassen und parallel zur Küste aus dem Strömungssog herausschwimmen sollten. Die meisten geraten in Panik und verbrauchen ihre Kräfte, indem sie verzweifelt versuchen, gegen die Strömung auf direktem Weg zum Strand zu schwimmen.

Am Meer: nicht den Wellen trotzen

Doch nicht alleine die Strömung birgt echte Bedrohungen. Auch der auf das Ufer zutreibende Wellengang darf nicht falsch eingeschätzt werden. Sicherlich mag es ganz lustig sein, sich einmal vor den ankommenden Wassermassen aufzubauen und sich von ihnen mitreißen zu lassen.

Gerade größere Wellen können mit ihrer Wucht aber selbst einem ausgewachsenen Menschen starke Verletzungen zufügen. Treffen diese frontal auf den Oberkörper, lassen sich nicht selten Störungen der inneren Organe nachweisen, die bis hin zum Tode des Betroffenen führen können.

Ebenso sind Situationen bekannt, in denen selbst kleine Wellen in seichtem Wasser den Badegast zu Fall brachten und ihn auf einen Stein stürzen ließen. Vorsicht ist daher stets angeraten.

Viele ältere Menschen überschätzen ihre körperliche Fitness

Nach Schätzungen des DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) verunglücken besonders häufig Menschen über 50 Jahren bei Badeunfällen. Sie trainieren regelmäßig, wandern, joggen, fühlen sich deshalb körperlich fit und überschätzen sich oft. Doch gerade das Schwimmen im Meer erfordert Kraft und Ausdauer.

Häufig geschehen Badeunfälle durch pure Überforderung, aber auch durch Unvernunft. Strömungen und wechselnde Wassertemperaturen belasten das Herz-Kreislauf-System und können zum Kollaps führen.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft warnt deshalb vor Fehleinschätzungen und empfiehlt, mit langsamen Schwimmaktivitäten zu starten und sich zunächst eine Weile im knietiefen Wasser aufzuhalten. Viele Senioren schlagen die Warnungen jedoch in den Wind und baden auch bei starkem Wellengang im offenen Meer. Laut DLRG ist altersgerechte Aufklärung dringend nötig.

Salzhaltiges Wasser und seine Gefahren

Ein etwas anderes Risiko lauert in solchen Gewässern, die über einen hohen Salzanteil verfügen. Wie etwa das Tote Meer, das zu einem Drittel aus Salz besteht und dafür sorgt, dass die Badegäste an der Oberfläche schwimmen können, ohne einzusinken.

Gerät dieses Wasser aber in kleine Wunden am Körper oder gelangt es in die Augen, sollte sofort ein Arzt kontaktiert werden. Gleiches gilt immer dann, wenn die Salzlösung in den Mund geraten ist und geschluckt wurde. Hierbei können nicht nur Schmerzen auftreten.

Auch ein Versagen der Organe ist denkbar. Derartige Meere eignen sich daher bestenfalls für einen kurzen Ausflug, nicht aber für ausgedehnte Schwimmabenteuer.

Besondere Gefahren am See

Wer der Ansicht ist, nur am Meer würden Gefahren lauern, der irrt: auch am See kann das Baden sehr gefährlich werden. Viele dieser Gefahren sind zahlreichen Menschen nicht bewusst.

Zu diesen zählt beispielsweise die Temperaturschichtung. In tiefen Gewässern kann es für diejenigen, die weit hinausschwimmen oder tauchen sehr gefährlich werden. Das Oberflächenwasser ist deutlich wärmer als die unteren Schichten; schlimmstenfalls kann es zu einem Kälteschock, der zu Herzversagen führt, kommen.

Gefährlich sind zudem tiefe Baggerseen mit steil abfallenden Ufern. Die Tiefe kann durchaus über 30 Meter erreichen.

In der Regel gibt es eine Badezone, die man keinesfalls verlassen sollte. Zudem sollte man auf Warnschilder achten, denn in Baggerseen kann es auch zu abstürzenden Stein- und Sandwänden kommen.

Ebenfalls tückisch ist der schlammige Boden, der dem Badegast in einer Gefahrensituation zum Verhängnis werden kann; denn möchte sich dieser aus einer misslichen Lage befreien, sinkt er in einem solchen Grund nur noch mehr ab.

Auch Wasserpflanzen können zur Gefahr werden. In diesen kann man sich verfangen, was besonders bei ungeübten Schwimmern und Kindern zu Panik und schlimmstenfalls zum Ertrinken führen kann.

Fließgewässer weisen gefährliche Strömungen auf, die den Badenden plötzlich erfassen können und von diesem kaum einzuschätzen sind. Dadurch, dass sich in größeren Flüssen Buhnen befinden, die die Strömung regulieren sollen, kann es zur Bildung von Strudeln kommen, welche sich kaum erkennen lassen.

Urlaub am Strand kann besonders bei Kindern Durchfall und Erbrechen zur Folge haben

Intensive Sandspiele am Strand können bei Kindern eventuell zu Durchfall und Erbrechen führen

Kleiner Junge mit Hut spielt mit Eimer und Schaufel am Strand
boy playing on the beach © Trutta - www.fotolia.de

So langsam nähern wir uns dem Sommer, auch wenn das Wetter zurzeit nicht mitspielt, und viele Urlauber zieht es dann ans Meer zum Strand.

Gesundheitliche Probleme durch intensiven Sandkontakt

Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler zirka 27.000 Urlauber, die am Meer und am Strand ihre Tage verbrachten, nach ihren Aktivitäten befragt und wie es ihnen gesundheitlich ergangen ist. Dabei wollten die Wissenschaftler besonders wissen, wie groß der Kontakt zum Sandstrand war.

So stellten sie bei danach fest, dass besonders Kinder, die verstärkt im Sand spielen, auch gesundheitliche Probleme, wie Durchfall oder Erbrechen hatten. Aber dies trat eigentlich nur bei sehr starkem Kontakt mit dem Sand auf, so beispielsweise beim Bauen von Sandburgen oder was auch sehr beliebt ist, das sich Einbuddeln im Sand. So waren von denen, die Sandburgen bauten nur 13 Prozent, aber bei denen, die unter dem Sand lagen, sogar 23 Prozent von den Problemen betroffen. Bei einem normalen Strandspaziergang stellten die Wissenschaftler keinerlei Auswirkungen fest.

Geringe Anzahl betroffener Kinder

Man vermutet, dass bestimmte Verunreinigungen von Fäkalien, obwohl bei allen getesteten Stränden die nächste Kläranlage mehr als zehn Kilometer entfernt war, aber dies durch die städtischen Regenabwasser oder auch durch umliegende Bauernhöfe möglich war. Das Wasser war aber nicht zu beanstanden und die Werte befanden sich innerhalb der Toleranzen. Aber es waren von den ganzen Befragten gerade einmal 10 Prozent betroffen, so dass man sich die wohlverdienten Ferien nicht vermiesen lassen sollte. Aber trotzdem empfiehlt es sich nach dem Spielen am Strand sich gründlich zu duschen.

Beim Baden: Temperaturunterschiede durch gute Abkühlung ausgleichen

Fünf Jugendliche in Badehose und Bikini springen auf Sand vor blauem Himmel in die Luft
Energetic people © pressmaster - www.fotolia.de

Wer schwitzt, sehnt sich nach Abkühlung. Da kann so ein verlockend kühles Wasser schon eine große Versuchung sein. Trotzdem sollte man ihr nicht nachgeben und einfach so ins Wasser springen.

Die Wassertemperaturen liegen im Schnitt bei 17 oder 18 Grad, die Außentemperatur beträgt derzeit über 30 Grad. Die Temperaturunterschiede sind für den Kreislauf nur sehr schwer zu verkraften. Wer zudem nicht mehr der Jüngste ist und auch noch ein Herz-Kreislauf-System hat, das schon Schäden aufweist, der mutet seinem Kreislauf viel zu viel zu. Der Temperaturschock bewirkt einen sofortigen Blutdruckanstieg, bei gleichzeitigem Zusammenziehen der Gefäße kann ein Schlaganfall, oder Herzinfarkt die Folge sein.

Darum sollte man sich auf jeden Fall vor dem Baden gut abkühlen. Eine Dusche ist ratsam, dann langsam ins Wasser gehen, abkühlen indem erst der Oberkörper vorsichtig abgewaschen wird und erst danach sollte man untertauchen.

Auch auf die Länge des Bades sollte man ebenfalls achten. Allzu viel ist ungesund. Darum: Nicht auskühlen lassen, sonst geht Bewegungsenergie verloren, der Körper benötigt die Energie um die Organe zu versorgen, er ermüdet und der Schwimmer schafft es nicht mehr ans Ufer.

Vom Genuss alkoholischer Getränke wird dringend abgeraten. Alkohol macht unempfindlich gegen Kälte. Der Schwimmer bleibt möglicherweise zu lange im Wasser, oder er überschätzt sich selbst. Manchmal verliert er auch durch den Alkoholeinfluss die Orientierung.

Baden, schwimmen, planschen – mit diesen Tipps zum großen und gesunden Wasserspaß

Ansicht von oben: kleines Mädchen mit Hut am Strand vor Meer
maldives islands © jeancliclac - www.fotolia.de

Ob im Freibad, im Badesee oder im Meer – wenn der Sommer endlich die heiß ersehnten warmen Tage mitbringt, zieht es uns ins kühle Nass. Damit das Schwimmen auch zum Vergnügen wird, sollte man einige Dinge beachten, besonders, wenn man mit seinen Kindern planschen geht.

In Sachen Hygiene

Damit der Badespaß zur sauberen Sache wird, sollte man einige Hyigenehinweise beachten. Um die Verbreitung von Keimen, die durch Schweiß oder Schmutz auftreten können, zu verhindern, sollte man sich vor dem Sprung ins Wasser abduschen. Dass man nicht ins Schwimmbecken pinkeln sollte, versteht sich von selbst. Es schadet nicht, diese Regel seinen Kindern noch mal klar zu machen.

Wer krank ist und zum Beispiel an Durchfall leidet, sollte auf das Wasser verzichten. Beim Schwimmen ist darauf zu achten, das Wasser nicht in den Mund zu nehmen, geschweige denn zu schlucken.

In Sachen Sicherheit

Es gibt einige Regeln, die man befolgen sollte, um Unfälle zu vermeiden. Generell gilt es, sich nur ins Wasser zu begeben, wenn man sich auch wohlfühlt. Zudem sollte der Magen niemals völlig leer oder auch zu sehr gefüllt sein. Wenn man im Wasser friert, ist dies das Zeichen, um es zu verlassen.

Besonders bei Kindern, die nicht schwimmen können, gilt: Luftmatratzen und ähnliches bieten keinen ausreichenden Schutz für Nichtschwimmer. Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt im Wasser bleiben, selbst wenn sie schwimmen können.

Ein Aufenthalt in der Nähe von Booten und Schiffen sollte vermieden werden und sobald ein Gewitter aufzieht, besteht Lebensgefahr – dann sollte man das Becken oder den See schleunigst verlassen. Besonders in Badeseen, die einem unbekannt sind, sollte man nicht weit hinausschwimmen. Mögliche Abgrenzungen sollten niemals überschritten werden.

Ob am See oder Meer - es gilt, einige Regeln zu beachten, um Verletzungen und Unfälle zu vermeiden...

Tipps zum sicheren Baden

Generell gilt: viele der typischen Gefahren beim Badeurlaub lassen sich vermeiden, wenn sich der Urlauber an gewisse Regeln hält. Dazu gehört es auch, lediglich solche Strände aufzusuchen, die sich unter Beobachtung und Schutz befinden.

Diese müssen nicht alleine über einen Rettungsschwimmer verfügen, sondern gleichfalls Empfehlungen aussprechen, zu welchen Zeiten das Baden zulässig ist. Dennoch sollte jeder Strandbesucher nicht nur auf sich selbst achtgeben, sondern ebenso auf die umliegenden Touristen schauen. Wie schnell wird gerade in größeren Menschenmengen ein sich anbahnender Unfall übersehen?

Generelle Tipps

Generell gilt:

  • Man sollte nie zu weit hinausschwimmen, schon gar nicht alleine
  • Man sollte niemals da schwimmen, wo Boote und Schiffe fahren
  • Man sollte niemals da schwimmen, wo es Schleusen, Wehre, Brückenpfeiler oder Buhnen gibt
  • Wer friert, sollte das Wasser verlassen
  • Man sollte nur dort ins Wasser springen, wo es tief genug ist
  • Sumpfige sowie bewachsene Uferzonen sollten gemieden werden
  • Gerät man mit Schlamm in Kontakt, sollte man nicht in Panik geraten, sondern stattdessen kräftige Schwimmbewegungen ausführen, um sich lediglich durch Armkraft aus dem Morast zu befreien
  • Wer in eine Strömung gerät, sollte sich auch dann nur in Strömungsrichtung fortbewegen, wenn dies den längeren Weg zum Ufer darstellt; das Schwimmen gegen den Strom ermüdet auch erfahrene Schwimmer schnell
  • Man sollte nie mit vollem Bauch, aber auch nicht mit leerem Magen ins Wasser
  • Bei Gewitter sollte man das Wasser sofort verlassen

Verantwortungsbewusstes Schwimmverhalten

Beim Schwimmen sollte sich niemand überschätzen. Besonders Schwimmanfänger neigen dazu, ihre Grenzen zu überschreiten.

Die Gefahr des Ertrinkens besteht. Gleiches gilt für Schwimmer, die sich mit vollem Magen ins Wasser begeben. Der Stoffwechsel verkraftet die Doppelbelastung nicht. Durch Unachtsamkeit ausgelöste Rettungseinsätze können übrigens sehr teuer werden.

Wenn man mit dem Nachwuchs am See oder Meer Urlaub macht, ist besondere Vorsicht geboten...

Sicherer Badespaß für Kinder

Jedes Jahre verbringen Millionen Urlauber ihre Ferien an den schönsten Stränden der Welt. Vor allem Kinder sind beim Baden im Meer hohen Risiken ausgesetzt.

Eltern tragen die Verantwortung für ihren Nachwuchs und sollten sich nicht auf Rettungsschwimmer am Strand verlassen. Denn gerade an stark frequentierten Strandabschnitten werden Badeunfälle nicht immer sofort entdeckt. Wertvolle Zeit verstreicht und oft kommt die Rettung zu spät.

Information über Strandüberwachung

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört, dass sich die Eltern bereits im Vorfeld darüber informieren, welche Gefahren an einem Urlaubsstrand lauern könnten. Dabei muss besonders darauf geachtet werden, ob bestimmte Abschnitte des Strands bewacht werden oder nicht.

In einigen Ländern Europas werden Strände größtenteils nicht bewacht. Dazu gehören zum Beispiel die spanischen Steilküsten.

Aus diesem Grund raten Experten von der DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) sich bei Ortskundigen über Strömungen oder Unterströmungen, die eine mögliche Gefahrenquelle darstellen können, zu informieren. Da solche Strömungen sich nicht immer gleich erkennen lassen, gelten sie als besonders tückisch.

Im Gegensatz zu einigen anderen europäischen Ländern werden in Deutschland sämtliche Küstenstrände in den Sommermonaten beaufsichtigt. Dies ist normalerweise vom 15. Mai bis zum 15. September der Fall.

Im Ausland gelten vor allem die Strände der Niederlande und Großbritanniens sowie die Strände der italienischen Adriaküste als gut gesichert. Genaue Informationen über bewachte Strandzeiten bietet die DLRG im Internet an.

Generelle Tipps

Baden im Meer kann tückisch sein und ist ungleich gefährlicher als das Schwimmen im Pool. Gerade größere Kids schnorcheln gerne, lassen sich mit der Luftmatratze treiben oder wagen sich mit dem Surfbrett in die Fluten.

Neben gefährlichen Strömungen können auch von einigen Meerestieren und Pflanzenarten, die den Menschen nicht freundlich gesonnen sind, Gefahren ausgehen. Damit Kinder sicheren Badespaß erleben, sollten Eltern einige Regeln beachten:

  • nur an überwachten Stränden baden
  • Kinder beim Spielen am Strand oder beim Baden im Meer immer beaufsichtigen
  • Nichtschwimmer nur mit Schwimmhilfen und in Begleitung eines Schwimmers ins Wasser lassen
  • Badeverbote und Warnhinweise nicht ignorieren
  • regelmäßig über die Wetterbedingungen und Gezeiten informieren
  • beim Wassersport oder beim Schwimmen keinen falschen Ehrgeiz entwickeln
  • bei Rettungsschwimmern nach gefährlichen Unterströmungen erkundigen
  • informieren, welche Strandbereiche als potenziell unsicher gelten
Auch am Ufer ist Vorsicht geboten

Rettungsschwimmer raten grundsätzlich dazu, Kleinkinder bei stärkerem Wellengang nicht in die Nähe des Meeres zu lassen. Am sichersten sind Strandabschnitte, die ein gutes Stück hinter dem Brandungsbereich liegen, denn für kleine Kinder ist auch das Ufer gefährlich. Schon bei etwas stärkerem Wellengang werden Kinder sehr schnell umgeworfen, ins Wasser gezogen und tauchen unter.

Ebenso gefährlich sind Strandareale, an denen es viele Boote, Surfer und Jetski-Fahrer gibt. Kinder können von Wassersportgeräten getroffen und verletzt werden.

Auch Sandbänke bergen ein hohes Risiko für Badeunfälle. Oft plantschen kleine Kinder bei Ebbe im flachen Wasser und laufen weiter raus. Tritt die Flut ein, wird das Wasser in kurzer Zeit tiefer und hält Badende auf der Sandbank fest.

Ob Sandbank, starke Brandung oder Unterströmungen - Strandurlauber sollten immer alle Sicherheitsregeln beachten und sich eingehend informieren. Auf diese Weise schützen sich Badeurlauber bestmöglich vor den Gefahren des Meeres und können ungetrübten Ferienspaß an den Stränden dieser Welt genießen.

Die Wahl des passenden Strandspielzeugs

Eine mögliche Gefahrenquelle für Kinder beim Baden stellen auch Strandspielzeuge, wie beispielsweise Schwimmflügel oder Luftmatratzen dar, denn diese können die Schwimmfähigkeit der Kleinen nicht ersetzen.

Experten empfehlen, dass Eltern ihre Kinder so bald wie möglich mit Bewegungen im Wasser vertraut machen. Auch das Schwimmen sollte frühzeitig erlernt werden. Grundsätzlich ist es jedoch wichtig, dass die Eltern ihre Kinder beim Baden nicht aus den Augen lassen, denn ein Badeunfall mit tragischen Folgen ist schnell passiert.

Vorsicht vor Quallen

Sehr unangenehm für die Kleinen kann zudem eine Begegnung mit Quallen sein. Diese können sich an manchen Stränden zu einer regelrechten Plage entwickeln und schmerzhafte Hautverletzungen hervorrufen.

Daher sollten Kinder den Kontakt mit den Quallen unbedingt vermeiden. Kommt es dennoch zu einer unangenehmen Begegnung mit den gallertartigen Meeresbewohnern, erhält man in Deutschland Erste Hilfe an den Wachstationen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft.

Gelingt es, die größten Risiken zu umgehen, kann der Urlaub am Meer sowie der Ausflug zum See im optimalsten Falle genossen werden. Und als Mitbringsel in die Heimat landen dann wundervolle Erinnerungen im Gepäck, statt mit manchem Wundmahl dauerhaft geschädigt zu sein.

Europäisches Badewasser ist unbedenklich

Frauenfüße laufen über den Strand am Meer
day at the beach © Lev Dolgatshjov - www.fotolia.de

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 21.000 Badegewässer in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf ihre Badequalität untersucht. Es zeigte sich, dass 96 Prozent der Meeresküsten und 89 Prozent der Binnenseen nach EU-Maßstäben hygienisch unbedenklich sind. Manche Mitgliedsstaaten hatten aber Gewässer von der Liste der Badeseen gestrichen.

Vertreter der EU vermuten, dass mit diesen Streichungen Ergebnisse verbessert werden sollten. Daher ermittelt die Europäische Union derzeit gegen elf Mitgliedsstaaten - unter ihnen Deutschland.

Mittelmeer: Massenvermehrung der Quallen

Junge Frau und zwei Männer rennen aus dem Meer auf den Strand
Splashing © EastWest Imaging - www.fotolia.de

In diesem Jahr haben Forscher eine außergewöhnlich hohe Population von Quallen verzeichnet. Dies liegt an dem milden Winter, da die Quallen im Normalfall während der kalten Jahreszeit verschwinden. Doch neben dem milden Winter haben Meeresbiologen noch andere Erklärungen für das massenhafte Auftreten der Quallen. So werden auch die globale Erderwärmung sowie der zunehmende Raubfischfang als Gründe angeführt. Raubfische gelten als natürliche Feinde der Quallen.

In Portofino hat man schon einen großen Schwarm von Feuerquallen gemeldet. Ein Mitarbeiter des dortigen Meeresforschungsinstituts erklärte, dass es noch nie "eine solche Invasion" gegeben habe.

Fischer sollen spanische Urlaubsinseln von Quallenplage befreien

Der spanische Fischereiverband und die Regierung haben sich darauf geeinigt, dass Fischer während der Urlaubssaison vor den Balearen-Inseln (Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera) Jagd auf Quallen machen sollen. In den vergangenen Jahren gab es regelrechte Quallenplagen, die für die Sperrung von ganzen Strandabschnitten verantwortlich waren.

Die spanische Regierung zahlt den insgesamt 16 Fischkuttern jeweils 600 Euro pro Tag. Für jedes gefangene Kilogramm gibt es zusätzlich 1,50 Euro. Laut Forschern ist die zunehmende Erwärmung des Mittelmeeres Schuld an der hohen Quallenpopulation.

Feuerquallen aus der Nordsee tauchen zurzeit öfters an den Ostseestränden auf

Durch starke Ostwinde, die für sommerliches Wetter an der Ostsee sorgen, werden aber auch vermehrt Feuerquallen aus der Nordsee und dem Kattegat an die Strände der Ostsee gespült.

Diese Feuerquallen verursachen bei Hautkontakt, im Gegensatz zu den durchsichtigen Ohrenquallen, Hautrötungen und brennende Schmerzen. An den Stränden von Rostock, dem Darß und auf der Insel Poel, vor Wismar, tauchen jetzt diese Tiere auf.

Dabei wurden 25 Badeurlauber verletzt, so dass die Rettungsschwimmer als Erste-Hilfe-Mittel Rasierschaum, ein bewährtes Hausmittel, bereithalten und zusätzlich bei Gefahr die gelbe Fahne setzen. Nach Angaben der Meeresbiologen ist aber keine größere Gefahr zu erwarten, weil nur bei Ostwind die Quallen in der Ostsee auftauchen.

Eine andere Qualle, die Ohrenqualle, ist in der Ostsee heimisch und dort eine Art "Wasserpolizei". Sie frißt Plankton und nach dem Absterben bleibt von ihr kaum etwas übrig.

Quallenplage in Thailand

Thailands Urlaubsstrände und auch Inselgruppen sind von einer Quallenplage befallen, so ein Bericht in der "Bangkok Post". Mehrer Menschen wurden bisher durch hochgiftige Würfelquallen verletzt. Warnschilder informieren die badenden Touristen über die tödliche Quallengefahr im Meer.

Man hofft das die Quallenplage sich nicht negativ auf den Tourismus auswirkt. 5.500 Menschen sind seit 1954 an Quallenvergiftungen gestorben. Eine schnelle und nützliche Selbstversorgung bei einem Quallenstich ist zum Beispiel die Wunde mit Essig zu behandeln und sich dann unverzüglich auf den Weg in ein Krankenhaus zu machen.

Sauberkeit in Deutschlands Meeren - ADAC gegen EU

Junge Frau am Meer streckt Arme in blauen Himmel
Pretty young woman with arms raised © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Vor Kurzem erst hieß es in einem EU-Bericht, dass Deutschlands Gewässer sehr sauber sind. Ein Test des ADAC aber zeigte, dass die Sauberkeit des Wassers an einigen Stellen jedoch sehr zu wünschen übrig lässt.

Der ADAC hatte an insgesamt 72 Stellen Messungen vorgenommen, die die Bakterienbelastung des Wassers aufzeigen sollten. An 17 Stellen war die Wasserqualität nicht so gut, wie sie die EU-Tests bescheinigt hatten, vier Badeorte wurden sogar als mangelhaft eingestuft, darunter Eckernförde und Kühlungsborn. Der ADAC machte seine Messungen nicht im offenen Meer, sondern an Stellen mit flachem Wasser. Hier war die Bakterienanzahl besonders besorgniserregend, wenn man bedenkt, dass an solchen Stellen hauptsächlich Kinder schwimmen.

Quallengefahr an der Nordküste von Spanien

An der Nordküste von Spanien sind in diesem Sommer vermehrt die "Portugiesischen Galeeren", eine giftige Quallen-Art, aufgetaucht, so dass die Touristen die Warnungen ernst nehmen sollten, wenn ein Strand deswegen gesperrt wird. So können diese Quallen, die bis zu 30 Meter lange Nesselfäden haben, auch für die Menschen sehr gefährlich werden.

Bei einer Berührung kommt es zu schweren Entzündungen und großen Schmerzen, auch Atembeschwerden und Herzprobleme können auftreten. Das Gift kann besonders bei kleinen Kindern zum Tode führen. Bisher wurden auch etwa 180 Menschen, die im Meer badeten, verletzt. Man sollte aber auch auf keinen Fall angespülte tote Quallen berühren, denn das Gift steckt auch hier noch in den Fangarmen. Als erste Hilfe helfen Essigwasser und ein Päckchen Backpulver.

Schwimmen an der französischen Mittelmeerküste verboten: Hai gesichtet

An der französischen Mittelmeerküste ist das Baden an den Stränden von Villeneuve-Loubet, Saint-Laurent-du-Var und Cagnes-sur-mer momentan verboten. Augenzeugen haben etwa 70 Meter vom Strand entfernt einen zwei Meter langen Hai gesichtet. Experten sind der Meinung, dass es sich dabei aber nicht zwangsläufig um einen Riesenhai, sondern auch einen harmloses Tier handeln könnte.

Weil dieses jedoch in Strandnähe gesehen worden ist, geht man von einem verletzten Fisch aus, der die Menschen durchaus angreifen könnte. Die Behörden haben daher einen bis heute geltenden Hai-Alarm gegeben. Erst vor zwei Jahren wurde das Schwimmen an manchen Stellen der Küste aufgrund eines ähnlichen Fundes verboten; dieses Tier erwies sich jedoch als völlig harmlos.

ADAC hat die Wasserqualität an den Küsten der Adria getestet

Der ADAC hatte im letzten Jahr die Wasserqualität an der oberen Adria-Küste in Italien untersucht und nur wenige Abschnitte sollte man besser meiden. Ansonsten kann man bedenkenlos dort zum Baden ins Wasser gehen.

Seit dem Jahr 2006 darf in Europa jedes Land seine eigenen Grenzwerte bestimmen, darum sollten sich nach Forderungen von Experten des ADAC die EU-Staaten wieder auf gemeinsame Grenzwerte einigen. Nun aber nochmals zu dem Test des ADAC, der insgesamt 62 Messstellen an 20 verschiedenen Stränden in beliebten Ferienorten untersucht hatte. Das Ergebnis ist sehr positiv ausgefallen, denn drei Viertel der Strände wurden mit "sehr gut" oder "gut" bewertet. Bei zwölf Stellen konnten die Prüfer noch ein "ausreichend" vergeben und nur an vier Stränden ist das Baden eher "bedenklich", so in Cattolica, Marina di Ravenna, Sottomarina sowie in Bellaria Igea Marina.

Frankreichs Küsten versinken im Quallenchaos

Nicht nur, dass das Wetter diesen Sommer stark zu wünschen übrig lässt, jetzt werden Frankreichurlaubern auch noch die einzigen warmen Tage vermiest, weil die gesamte französische Atlantikküste von Quallenmassen heimgesucht wird. Am vergangenen Montag musste zunächst ein Badeverbot am Lacanau-Océan verhängt werden, nachdem dort Scharen von "Portugiesischen Galeeren" angeschwemmt wurden.

Ein Kontakt mit den teilweise ein Meter langen Tentakeln der Quallen kann zu extrem schmerzhaften Hautreizungen und im schlimmsten Fall sogar zu Muskelkrämpfen und Atembeschwerden führen.

Bereits am Dienstag waren die Quallen schon wieder verschwunden, tauchten dafür aber in Le Porge auf. Bislang gab es in diesem Sommer bereits rund 1.000 Kontakte mit Portugiesischen Galeeren an Frankreichs Küsten.

Brasilien - Piranha-Angriff auf Badegäste

Nahrungskette der Piranhas gestört, nun greifen sie auch Menschen an

Beine mit Taucherflossen eines Tauchers über Wasseroberfläche, Meer
Tauchen © bilderbox - www.fotolia.de

Die Piranhas sorgen im Bundesstaat Piaui in Brasilien für eine verstärkte Beunruhigung der Badegäste. Die Überfischung ist dafür verantwortlich, dass die Piranhas nur noch sehr wenige natürliche Feinde haben und ihre Nahrung knapper wird. Als Folge haben die Piranhas nun ein paar Dutzend Badegäste im genannten Bundesstaat angegriffen.

Am Wochenende allerdings erlitten über hundert Badegäste im Urlaubsort Jose de Freitas teils schwere Verletzungen: Sie wurden an den Zehen und Fersen von den Raubfischen gebissen. Die verletzten Urlauber mussten in ein Krankenhaus gefahren und dort medizinsch versorgt werden.

Erneutes Gleichgewicht der Nahrungskette wichtig

Nach Angaben des brasilianischen Umweltinstitus Ibama hat die geringere Anzahl natürlicher Feinde und das sinkende Nahrungsangebot zu einer Steigerung der Angriffslust bei den Piranhas geführt. Das Gleichgewicht der Nahrungskette soll nun wiederhergestellt werden. Die örtlichen Behörden setzten daher in den Gewässern von Piaui über 100.000 Einheiten der Barschenart Tilapia aus.

Rund 200.000 weitere Fische zweier Bascharten sollen bis November in die Gewässer gelassen werden. Die Barsche fressen die Eier der Piranhas, sind aber zugleich auch eine Nahrungsquelle für die Raubfische.

Badeurlaub mit ruhigem Gewissen - Eurpas Strände sind bester Qualität

Der Wassertest hat es bewiesen, die meisten Badestrände können mit bester Qualität aufwarten. Beliebte Reiseländer wie Portugal, Italien oder Spanien haben sehr gute Wasserwerte und bieten Gästen somit gesunden Badespaß. In Deutschland ist es so, dass 95 % der Badegewässer auf jeden Fall die Mindestvoraussetzungen erfüllen. Wer in Binnengewässern baden möchte, hat ebenfalls gute Aussichten. Neun von Zehn können mit außerordentlich guten Werten glänzen.

Im Internet lassen sich die Untersuchungsergebnisse finden. Spitzenzreiter der Wasserwerte ist Zypern. In diesem Land haben alle Test exzellente Werte ergeben. Am Ende der Fahnenstange finden sich Bulgarien, Holland und Lettland.

Sauberkeit in europäischen Gewässern - Wo man laut EU-Kommission sorglos anbaden kann

Junge Frau schaut lächelnd nach oben, im Hintergrund Meer
summer 2 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Um die Qualität in europäischen Gewässern steht es relativ gut. Die EU-Kommission hat nun entsprechende Testergebnisse veröffentlicht. Die Studie umfasste dabei 27 Ländern der Union. Es wurden Proben aus über 22.000 Gewässern genommen, bei etwa zwei Dritteln handelte es sich um Meerküsten, der übrige Anteil entfiel auf Badeseen und Flüsse.

In 94 Prozent der Fälle erfüllte die Wasserqualität die Mindestanforderungen. 78 Prozent konnte sogar eine ausgezeichnete Qualität ausweisen. Deutschlands Küstengewässer haben sich im Vergleich zum Vorjahr in dieser Kategorie um 4,2 Prozent auf 79,5 Prozent verbessern können. Bei Binnengewässern sieht es noch besser aus, deutsche Flüsse und Seen enthalten zu 89,7 Prozent exzellentes Wasser. Besonders gut sieht es in Zypern und Luxemburg aus, hier sind jeweils restlos alle Badestellen top.

Nicht so gut sieht es in den Niederlanden, in Großbritannien und in Belgien aus. Insgesamt sei es schön zu sehen, dass es den Gewässern in Europa kontinuierlich besser gehe, so EU-Umweltkommissar Janez Potocnik. Nichtsdestotrotz gebe es noch viel zu tun.

Eklige Quallenplage - Urlauber in Spanien müssen am Strand gerade besonders aufpassen

Quallen müssen nicht gefährlich sein, um einem im Urlaub gehörig auf die Nerven zu fallen. Das gilt derzeit besonders für die Strände von Spanien, wo massenweise Quallen angespült wurden. Besonders von der Plage betroffen ist der Südosten des Landes. Die Behörden geben Entwarnung, denn die Nesseltiere seien ungefährlich.

Lediglich vor Mallorca werden teilweise auch giftige Arten angeschwemmt. Dennoch ist die Masse der glibbrigen Leiber am Strand derzeit keine besonders angenehme Angelegenheit. Wissenschaftlern zufolge ist es eigentlich noch viel zu früh für diese enorme Menge an Quellen.

Der kalte Frühling und bestimmte Meeresströmungen hätten jedoch dafür gesorgt, dass die Tiere in diesem Jahr früher dran sind als sonst. Der Meeresforscherin Verónica Fuentes zufolge sind die Quellen in diesem Jahr zusätzlich besonders groß. Da hilft nur die Augen aufzuhalten und am Strand an die Badeschlappen zu denken.

Perfekte Zeit für Walbeobachtungen - In Sylt halten sich gerade Schweinswale in Ufernähe auf

Wer schon immer mal Wale in ihrer natürlichen Umgebung beobachten wollte, der sollte kurzfristig nach Sylt reisen, denn dort können derzeit Schweinswale vom Ufer aus gesichtet werden. Die relativ kleinen Meeressäuger werden bis zu 1,60 Metern lang und 60 Kilogramm schwer und leben sowohl in der Nord- als auch in der Ostsee.

Am liebsten halten sie sich in flacheren Gewässern auf und tummeln sich in den Sommermonaten immer mal wieder vor der Küste Sylts. Durch die hervorragenden Wetterverhältnisse und die ruhige See auf Sylt können die Schweinswale dort momentan sehr gut beobachtet werden, wie sie zwischen den Badegästen umherschwimmen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: wave © olly - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: 4 Colored Stick Notes Colored Pins Mix © Jan Engel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: woman with bad sunburn - isolated © Amy Walters - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Woman drinking water on beach. © iofoto - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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