Ukraine - Lage, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten

Ein See inmitten zahlreicher Bäume, Waldlandschaft

Sehenswertes im Reiseland Ukraine

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Nicht wirlich klassisch als Reiseziel kommt die Ukraine in Osteuropa daher. Das wartet jedoch mit vielen unterschiedlichen Urlaubsmöglichkeiten auf - sowohl was historische Städte als auch unberührte Naturschönheiten angeht. Die Ukraine hat nicht nur herrliche Landschaften und interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten, sondern auch eine reichhaltige und facettenreiche Küche. Lernen Sie das Reiseziel Ukraine kennen.

Ukraine - Geographie

Der Staat Ukraine befindet sich in Osteuropa. Zu den angrenzenden Ländern bzw. Gewässern zählen

Hauptstadt - und größte Stadt - ist Kiew. Zu den weiteren Ballungszentren zählen

  • Odessa
  • Donezk
  • Dnipro und
  • Charkiw.

Etwa fünf Prozent der Ukraine liegen in Mitteleuropa; dazu zählen Lwiw und die Karpaten, sowie in Südosteuropa (die Halbinsel Krim und Odessa). In den östlichen Karpaten befindet sich der höchste Berg des Landes, die 2.061 Meter hohe Howerla.

Geographische Lage der Ukraine in Osteuropa
Geographische Lage der Ukraine in Osteuropa

Klima und Artenvielfalt

Ausgenommen der südlichen und südwestlichen Küstenregionen sowie der Berggebiete kann man die Ukraine in drei große Zonen einteilen, was Vegetation, Boden und Klima angeht. Man unterscheidet

  • die Prypjatsumpfgebiete mit eher schlechten Böden und viel Niederschlag, Durchschnittstemperaturen im Sommer: 17 bis 19 Grad Celsius
  • die Waldsteppenzone mit Lössebenen, guten Bedingungen für Landwirtschaft und etwas Niederschlag, Durchschnittstemperaturen im Sommer: etwa 20 Grad Celsius
  • die Steppenzone mit fruchtbarer Braun- und Schwarzerde und wenig Niederschlag, Durchschnittstemperaturen im Sommer: mehr als 23 Grad Celsius

Zur Vegetation der Ukraine zählen Urwälder (in den Karpaten), die als letzte Vertreter in Europa gelten. Weitere bedeutende Ökosysteme finden sich im Prypjat-Bassin und Dnepr-Bassin.

Es werden eine Gemüse- und Obstsorten angebaut; auch Getreide, besonders Weizen, spielt eine wichtige Rolle. Nationalblume ist die Sonnenblume.

Zur Tierwelt der Ukraine zählen je nach Region und Naturschutzgebiet beispielsweise

  • Affe
  • Afrikanischer Strauß
  • Pfau, Kranich und Fasan
  • Kamel
  • Schlange
  • Wolf, Bär und Hirsch
Geographische Lage der Ukraine auf der Weltkarte
Geographische Lage der Ukraine auf der Weltkarte

Lohnenswerte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Im Folgenden geben wir einen Überblick über empfehlenswerte Ziele in der Ukraine.

Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Kiew

Kiew, die Hauptstadt der Ukraine, gehört zu den größten und prachtvollsten osteuropäischen Städten. Die größte ukrainische Stadt hat 2,7 Millionen Einwohner und ist das wichtigste wirtschaftliche, religiöse und kulturelle Zentrum des Landes.

Zudem ist die Stadt am Dnjepr ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Von großer Bedeutung ist Kiew für die orthodoxen Christen wegen seiner unzähligen Klöster und Kirchen, die der Stadt den Beinamen "Jerusalem des Ostens" eingebracht haben.

Der Kreschatik

Schon im Mittelalter war Kiew eine bedeutende Stadt und als Hauptstadt der Kiewer Rus Zentrum der Vorläuferin des Russischen Reiches. Vergangene und gegenwärtige Größe wurde städtebaulich in Form einer Prachtstraße umgesetzt. Der Kiewer Kreschatik kann sich durchaus am Nevsky Prospekt in Sankt Petersburg oder an der Twerskaja in Moskau messen lassen.

An dem zwei Kilometer langen und bis zu 100 Meter breiten Boulevard findet man jede Menge angesagte

Besonders angenehm sind die zahlreichen schattenspendenden Kastanienbäume, die eine gute Gelegenheit bieten, sich vom Einkaufsbummel und dem regen Treiben auf dem Kreschatik einmal auszuruhen.

Der Anfang des 19. Jahrhunderts angelegte Kreschatik verbindet die Stadtteile Lipki und Petschersk mit der oberen Stadt. Begrenzt wird er vom Schewtschenko-Boulevard und vom Europäischen Platz.

Der Montmartre von Kiew: Das Künstlerviertel Andreassteig ist bedroht

Malerisch zieht sich der Andreassteig vom Ufer des Dnjepr den Hügel hinauf zur Oberstadt von Kiew: Eine Lage, die seit vielen Jahren Künstler anzieht, die tagsüber die Aussicht malen und ihre Werke an Touristen feilbieten. Auch Liebespaare kommen gerne zum abendlichen Bummel durch das romantische Viertel, das deswegen auch als Montmartre von Kiew bekannt ist.

Benannt wurde der Andreassteig nach dem Apostel Andreas, der vor 2000 Jahren angeblich an dieser Stelle vom Dnjepr aus den Hügel hochkletterte und das Entstehen einer großen Stadt voraussagte. Später versammelten sich die Hexen angeblich zum Tanz in der Walpurigsnacht. Realer ist dagegen die jüngere Geschichte des Andreassteigs, der im späten 19.Jahrhundert zum Rotlichtviertel wurde, in dem der berühmte russische Autor Michail Bulgakov 1891 zur Welt kam.

Die Idylle des historischen Andreassteigs ist jedoch bedroht: Immer mehr alte Gebäude werden abgerissen um modernen Bürobauten und Hotels Platz zu machen. Wenn sich Hausbesitzer weigern, ihre Altbauten zu verlassen, helfen schon einmal Schlägertrupps bei der Räumung nach. Die Einwohner sind machtlos: Hinter den Neubauprojekten steht der Milliardär Rinat Achmetow aus Donezk, der die von ihm unterstützte korrupte Regierung in der Tasche hat.

Der Andreashang

Der Andreashang führt von der Unterstadt auf den Altkiewer Berg. Er ist nach dem Apostel Andreas benannt, der einst ein Kreuz auf dem Berg aufgestellt haben soll.

Daraufhin habe sich - der Legende zufolge - ein großes Meer unter den Berg zurückgezogen und nur den Dnjepr übrig gelassen. An dieser Stelle wurde später die Andreaskirche gebaut, auf deren Gelände eine Quelle entspringt.

Am Hang liegen außerdem die Desjatin Kirche und ein 800 Jahre alter Lindenbaum. Im Umkreis des Andreashangs lebten viele berühmte

und auch heute trifft man dort noch viele Maler und Kunsthandwerker bei der Arbeit an. Besonders sehenswert ist außerdem das Nationalmuseum auf dem Gipfel des Altkiewer Berges, das sich mit vielen Exponaten der wechselvollen Geschichte der Ukraine widmet.

Die Sophienkathedrale

Eine der schönsten Kirchen Kiews ist die Sophienkathedrale in der Nähe des Goldenen Tores. Name und architektonische Form des Gotteshauses erinnern nicht zufällig an die Haig Sophia in Istanbul. Der Kiewer Großfürst ließ die Kathedrale des damaligen Konstantinopel im 11. Jahrhundert nachbauen.

Über Jahrhunderte hinweg war die Sophienkathedrale der religiöse und politische Mittelpunkt der Ukraine. Vom Glockenturm der Kirche aus hat man eine herrliche Aussicht über die Kiewer Altstadt.

Flagge der Ukraine
Flagge der Ukraine

Odessa am Schwarzen Meer

Odessa zählt zu den schönsten Städten der Ukraine. Die Metropole am Schwarzen Meer hat rund eine Million Einwohner und verfügt über ein reiches kulturelles Erbe in Form von prachtvollen Bauwerken, Denkmälern, Kirchen und Parks aus dem 19. Jahrhundert.

Bauwerke, Denkmäler und Museen

Viele prachtvolle Bauten künden von der politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutsamkeit Odessas. Das 1887 erbaute Opernhaus bietet die Bühne für anspruchsvolle Ballett- und Opernaufführungen. Architektonische Meisterwerke sind außerdem

  • das Haus der Wissenschaftler
  • der Woronzowpalast und
  • das alte Rathaus.

Besichtigen sollte man unbedingt das berühmte Palais Kinsky, ein Schauplatz der Konferenz von Jalta während des Zweiten Weltkriegs. Charakteristisch für Odessa sind zudem die zahlreichen Denkmäler für Persönlichkeiten aus Politik und Kultur, so für

  • Zarin Katharina II.
  • den polnischen Dichter Adam Mickiewicz
  • den Generalgouverneur Michail Woronzow und
  • den russischen Schriftsteller Alexander Puschkin, der aus Odessa stammt.

Über Leben und Werk von Puschkin kann man sich umfassend im Puschkinmuseum informieren. Darüber hinaus repräsentieren

  • das Literaturmuseum
  • das Museum für europäische und orientalische Kunst und
  • die Gemäldegalerie Sofiejewska Odessas Ruf als Kulturmetropole.
Kirchen und Parks

Die Kirchen und Parks von Odessa sind Orte der Ruhe und Einkehr. Die Sakralbauten zeugen außerdem von der einstigen ethnischen und religiösen Vielfalt der Stadt. Neben den armenischen, griechischen und russisch-orthodoxen Kirchen gibt es auch eine deutsche lutherische und eine polnische katholische Kirche und mehrere Synagogen.

Zu erholsamen Spaziergängen laden in Odessa einige große, gepflegte Parks ein, wie

  • der Botanische Garten
  • der Stadtpark
  • der Park des Sieges und
  • der Schewtschenko-Park.

Außerdem gibt es einen Zoologischen Garten.

Die Potemkinsche Treppe und die Katakomben

Die Potemkinsche Treppe ist das Wahrzeichen Odessas. Ihre 192 Stufen führen von der Innenstadt hinab zum Hafen am Schwarzen Meer.

Die 142 Meter lange Treppe ist oben deutlich schmaler als unten. Dadurch wird der optische Effekt erzielt, dass die Treppe von unten wesentlich länger wirkt und von oben überall gleich breit aussieht.

Anstelle der Treppe kann man auch eine Zahnradbahn benutzen, die zum Hafen hinab führt. Die 1841 erbaute Treppe wurde durch den Film "Panzerkreuzer Potemkin" von Sergei Eisenstein weltbekannt und wurde 1955 auch nach diesem Film benannt.

Unter Odessa erstreckt sich ein 2.500 Kilometer langes Tunnelsystem, das angelegt wurde, als man im 19. Jahrhundert Sandstein aus dem Untergrund förderte. Im Zweiten Weltkrieg nutzten die Partisanen die Tunnel als Verstecke. Heute können einige der Tunnel besichtigt werden.

Einen entspannten Strandurlaub auf der Halbinsel Krim verbringen

Die Krim wird von immer mehr Touristen als Urlaubsparadies entdeckt. Die im Schwarzen Meer gelegene ukrainische Halbinsel kann nicht nur mit einem angenehmen Klima, herrlicher Natur und beeindruckenden Sehenswürdigkeiten glänzen, sondern auch mit langen Stränden für einen ausgiebigen Badeurlaub.

Die Halbinsel Krim hat lange Strände für einen schönen Badeurlaub zu bieten
Die Halbinsel Krim hat lange Strände für einen schönen Badeurlaub zu bieten
Landschaft, Lage und Tourismus

Die Krim ist eine Halbinsel mit einer Fläche von ca. 16.000 Quadratkilometern im Süden der Ukraine. Sie ist vom Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer umgeben.

Während der Norden der Krim eine flache Ebene bildet, ist der Süden gebirgig. Besonders sehenswert ist die Hauptstadt Simferopol, deren Geschichte bis in die Antike zurückreicht.

  • Archäologische Stätten
  • altertümliche Bauten und
  • prachtvolle Denkmäler

wecken das Interesse von immer mehr Reisenden. Ein besonderes Renommee genießen die zahlreichen Sanatorien und Kureinrichtungen auf der Krim. Schon zur Zarenzeit fuhren die Adligen regelmäßig zu Kuraufenthalten auf die Halbinsel.

Heute hat sich das touristische Angebot auf den Kultur- und Strandurlaub ausgedehnt. Seit 2006 benötigen Reisende von Deutschland aus kein Visum mehr für die Krim.

Erholungs-, Strandurlaub und mehr

Die Zaren und der russische Hochadel erbauten sich an der südlichen Küste der Krim im 19. Jahrhundert zahlreiche Sommerresidenzen und begründeten damit den guten Ruf der Halbinsel als Erholungs- und Urlaubsregion. Namhafte Einrichtungen für Kuraufenthalte entstanden und wurden zum Anziehungspunkt für die Reichen und Schönen.

Auch Schriftsteller und Künstler verbrachten den Sommer an der Krim oder ließen sich dort nieder. Die vielen Villen und prachtvollen Bauten künden von dieser Zeit. Besonders sehenswert ist das spektakuläre "Schwalbennest" bei Jalta.

Zu Sowjetzeiten wurde die Krim auch für den Massentourismus erschlossen und verzeichnete bis zu 10 Millionen Gäste jährlich. Heute wird die Schwarzmeerküste verstärkt auch von westlichen Urlaubern entdeckt. Ein beliebtes Reiseziel ist die Hafenstadt Sewastopol.

Weitere begehrte Urlaubsorte sind

  • Hursuf
  • Bachtschysssaraj
  • Jalta
  • Sudak und
  • Feodossija.

Für Rundreisen über die Krim nutzt man am besten die Trolleybuslinien, die Aluschta, Jalta und Simferopol miteinander verbinden und auch über das Krimgebirge führen. Auf den Gipfeln kann man herrliche Ausblicke auf das Schwarze Meer genießen.

Events

Der Eventtourismus gewinnt auf der Krim an Bedeutung. Immer beliebter werden die Kultur- und Musikfestivals auf der Krim.

Das legendäre Kazantip-Festival lockt jedes Jahr zehntausende junger Leute in die Südküstenorte der Krim. Reisespaß und echte Partystimmung sind dabei garantiert.

Mammutprojekt: Neue Stadt auf der ukrainischen Krim geplant

Die ukrainische Regierung plant neuartige, künstlich erbaute Touristenstadt auf der Halbinsel Krim

Künstlich erbaute Urlauberstädte kennt man zum Beispiel aus den Arabischen Emiraten, wo bereits 2001 mit dem Bau der "Palm Islands" begonnen wurde. Ein ähnliches Mammutprojekt plant jetzt die Ukraine - genauer gesagt, die ukrainische Regierung rund um Infrastrukturminister Kolesnikow.

Krim als neue Urlauberstadt

Als Standort für ihr Großprojekt haben die Politiker die Halbinsel Krim auserkoren. Hier schwebt ihnen eine völlig neue Urlauberstadt vor, die mit allen Annehmlichkeiten aufwartet, die das Herz moderner Touristen höher schlagen lässt.

Dabei hat Urlaubmachen auf der Krim Tradition, bereits seit Jahrzehnten zieht es die Menschen der Region in den Sommermonaten ans Schwarze Meer. Mit dem ehemaligen Sowjet-Tourismus aber soll diese Urlaubsstadt nichts mehr gemein haben.

Urlaubsort aus dem Bilderbuch

Yachthafen und Golfplätze gehören hier selbstverständlich ebenso dazu wie ein eigener Flughafen, der Gäste aus aller Welt schnell und bequem auf die Krim befördern soll.

Für das anvisierte Großprojekt hat sich die Ukraine gerade mal einige Jahre Zeit genommen. Der fertige Urlaubsort aus dem Bilderbuch soll schon bald ordentlich Geld in die klammen Kassen spülen - kostet jedoch zunächst einmal. Noch gibt es zu wenig Investoren, die ernsthaft an die Vision vom Luxus-Tourismus auf der Krim glauben.

Wissenswertes über die Krim – Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Bewohner

Flagge der Ukraine
Flagge der Ukraine © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

Der Name Krim stammt aus der Sprache der Tartaren und steht für Festung oder Felsen. Heute haben fast 60 Prozent der Bewohner eine russische Herkunft. Während Europäer das mediterrane Klima der Krim fast nur vom berühmten Krimsekt kennen, sind die Schwarzmeerstrände für Russen und Ukrainer ein beliebtes Reiseziel. Ihre Geschichte, ihre Bewohner und Landschaft unterscheiden die Krim vom Rest der Ukraine. Das macht die Provinz so einzigartig.

Wechselvolle Geschichte

Nach der Bevölkerung der Tartaren, wurde die Krim Teil des russischen Reiches. Große Geschichte können Besucher im Liwada-Zarenpalast schnuppern, denn hier verlebte Zar Nikolaus den letzten Sommer vor der Oktoberrevolution. Nach dem zweiten Weltkrieg trafen Stalin, Churchill und Roosevelt in den Prunkräumen zur Konferenz von Jalta zusammen. Noch heute dient der Hafen von Sewastopol als Basis der russischen Schwarzmeerflotte, am Kai liegen die Kriegsschiffe dicht an dicht.

Land und Leute

Im Süden der Krim herrscht ein fast mediterranes Klima. Die Strände der Schwarzmeerküste sind das Ziel von Millionen Urlaubern, die Kurstadt Jalta gilt als ukrainisches Pendant zum Ballermann. Das "rote Nizza" ist dabei kein billiges Urlaubsziel. Schon die Zarenfamilie verbrachte hier luxuriöse Ferien, und auch heute müssen Touristen mit gehobenen Preisen rechnen.

Richtig voll wird es im August, wenn die imaginäre Partyrepublik "Kazantip" zum längsten Rave der Welt einlädt.

Seit ihrer späten Entdeckung im Jahr 1987 lockt die glitzernde Marmorhöhle auf dem Taschtyr-Dag-Plateau zahlreiche Besucher an.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Neben den bereits erwähnten Zielen zählen auch noch folgende Sehenswürdigkeiten zu den Highlights der Ukraine:

  • das Biosphärenreservat Donaudelta
  • die mittelalterliche Altstadt von Lemberg
  • die Buchenurwälder in den Karpaten
  • die Holzkirchen in den Karpaten
  • die Seehafenstadt Cherson
  • die Universitätsstadt Iwano-Frankiwsk
  • die Hafenstadt Sewastopol

Speisen und Getränke

Die ukrainische Küche wird vielfach unterschätzt, obwohl sie viele schmackhafte Spezialitäten zu bieten hat, die sich auch in anderen Ländern großer Beliebtheit erfreuen.

Charakteristische Eigenschaften der ukrainischen Küche

Einerseits ist die ukrainische Küche durch Elemente vieler anderer europäischer Länder geprägt. Russische, polnische und deutsche Essgewohnheiten treffen hier mit türkischen und ungarischen zusammen. Andererseits hat die ukrainische Küche durch Einwanderer auf dem nordamerikanischen Kontinent Fuß gefasst und mischt sich mit der dortigen Kochtradition.

Charakteristisch für die ukrainische Küche ist die Vielfalt der verwendeten Zutaten. Landestypisch sind vor allem

Besonders beliebt sind Suppen- und Sutgerichte wie Soljanka, Borschtsch oder Wareniki.

Die Mahlzeiten der ukrainischen Küche sind in der Regel sehr reichhaltig und deftig. Üblich sind Dreigangmenüs mit Suppe und Dessert. Zur Sommerzeit werden auch viele Grillgerichte aus Schweinefleisch, Geflügel und verschiedenen Gemüsesorten zubereitet.

Suppen und Salate

Das international bekannteste Gericht der Ukraine ist ohne Zweifel der Borschtsch. Es handelt sich um eine Gemüsesuppe, für die es kein einheitliches Rezept gibt. Kartoffeln, Kohl und verschiedene Gemüsesorten wie rote Bete werden meistens bei der Zubereitung verwendet.

Auch die Fleischsuppe Soljanka ist weltweit recht bekannt. Sie wird aus bis zu sieben verschiedenen Fleischsorten und Gemüse gekocht, so dass sich eine würzige und säuerlich schmeckende Suppe ergibt. Juschka ist eine ähnliche Suppe, in der statt Fleisch Fisch verwendet wird.

In der Ukraine wird viel Suppe gegessen
In der Ukraine wird viel Suppe gegessen

Darüber hinaus hat die ukrainische Küche viele schmackhafte saisonale Salate zu bieten. Empfehlenswert ist der Kapustianyi, der aus frischem Kohl oder Sauerkraut hergestellt wird. Verfeinert wird er mit Sauerkirschen und gerösteten Walnüssen.

Mehlspeisen und Fleisch

Als landestypisch können außerdem Mehlspeisen gelten. Probieren sollte man unbedingt die Wareniki. Dies sind gekochte Teigtaschen, die mit verschiedenen Füllungen versehen werden. Üblich sind unter anderem Sauerkraut, Fleisch, Obst, Pilze, Früchte und Kartoffeln.

Angebratene Teigtaschen werden Piroggen genannt. Auch hier sind bei der Füllung der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Als Süßspeise sind Pampuschky zu empfehlen. Dabei handelt es sich um mit Marmelade gefüllte Krapfen.

Fast alle Fleischsorten werden in der ukrainischen Küche verarbeitet, am häufigsten Rind, Schwein, Huhn und Gans. Schweinespeck wird häufig als Würzfleisch eingesetzt. Es gilt als Geheimtipp, um die Folgen des Wodkakonsums zu mildern.

Getränke

Getrunken wird in der Ukraine besonders gerne Tee (zumindest mehr als Kaffee). Hinzu kommen Mineralwasser, Kompottgetränke sowie Kwas, ein durch aus Brot und mit Gärung hergestelltes Getränk. Zu den alkoholischen Getränken zählen Wodka, Hausbranntweine sowie Bier.

Unbekanntes Charkow: Fussball-Touristen betreten in der östlichen Ukraine Neuland

Die polnischen EM-Städte Warschau, Danzig oder Breslau kennt jeder. Auch von ukrainischen Städten wie Kiew und Odessa haben die meisten schon einmal gehört. Aber Charkow? Wo in aller Welt ist Charkow? Die zweitgrößte Stadt der Ukraine, im Osten des Landes gelegen, ist nicht nur für Fußballfans eine große Unbekannte. Auch touristisch ist Charkow ein noch unbeschriebenes Blatt.

Dass Charkow zur EM-Stadt wurde (und nicht etwa die bekannte Touristenstadt Odessa am Schwarzen Meer) ist vor allem dem ukrainischen Milliardär Alexander Jaroslawski zu verdanken, der außerdem als Präsident des örtlichen Fussballclubs Mentalist Charkow agiert und der Stadt mit ihren 1,5 Mio. Einwohnern ein hochmodernes neues Fußballstadion mit 35.000 Plätzen schenkte. Deutschland trifft hier am 13. Juni auf die Niederlande.

Touristen können sich die Zeit mit der Besichtigung der Charkower Museen vertreiben, zum Beispiel des bekannten Kunstmuseums. Auch die russisch-orthodoxe Maria-Himmelfahrt-Kathedrale und das Pokrowski-Kloster sind sehenswert. Das Erbe der Sowjetunion wird vor allem auf dem riesigen "Platz der Freiheit" deutlich, der vor einem Lenin-Denkmal und dem Haus der Staatlichen Industrie dominiert wird. Zur Fussball-EM soll hier eine Fan-Meile mit Public Viewing entstehen.

Leicht werden es die Touristen jedoch nicht haben: Nicht nur gibt es viel zu wenige Hotels in der Industriestadt, die sonst nie Besucher empfängt, auch eine Beschilderung in lateinischer Schrift ist Mangelware. Wer sich zum Spiel der deutschen Nationalelf auf den weiten Weg nach Charkow macht, sollte ein russisches Wörterbuch im Gepäck haben.

Kiew ist bereit für die EM - Die Hauptstadt der Ukraine wartet auf Besucher

Mit 3,3 Mio. Einwohnern ist Kiew nicht nur die Hauptstadt der Ukraine sondern auch mit Abstand die größte Stadt des Landes. Zur Fußball-EM will sie sich als moderne Brücke zwischen Ost und West präsentieren – da ändern auch die aktuellen politischen Kontroversen um die Ukraine als Gastgeberland nichts daran.

Die Stadt am Dnjepr wartet nicht nur mit einem nagelneuen Fussballstadion auf, in dem am 1. Juli das Finale der EM stattfinden wird, sondern auch mit einer Fanmeile, die auf fünf riesigen Leinwänden zum Public Viewing einlädt.

Neben der deprimierenden grauen Plattenbau-Architektur aus sowjetischer Zeit bietet Kiew den Besuchern auch viel Schönes aus früheren Zeiten, wie das prachtvolle Höhlenkloster aus dem 11.Jahrhundert mit der Maria-Entschlafens-Kathedrale und die gleichaltrige fünfschiffige Sophienkathedrale, die zum Weltkulturerbe der Unesco zählt. Sehenswert ist auch das mittelalterliche "Goldene Tor", das einst den Hauptzugang zur Stadt markierte, und der barocke Marienpalast aus dem 18.Jahrhundert, der heute dem Präsidenten als offizielle Residenz dient.

Ein beeindruckendes Monument aus Sowjetzeiten ist die kolossale 102 Meter hohe Mutter-Heimat-Statue, die einen Gedenkkomplex zum 2.Weltkrieg dominiert und die New Yorker Freiheitsstatue um ganze 10 Meter überragt. Dder Kreschtschatik, die alte Kiewer Prachtstraße, lockt heute wieder mit erlesenen Boutiquen Shopper aus ganz Europa an, während gepflegte Parkanlagen zum Verweilen und Erholen einladen.

Lwiw: Eine Stadt bereitet sich auf die EM vor

Wer die EM live erleben will, der muss in diesem Sommer Richtung Osten reisen: Polen und die Ukraine fungieren in diesem Jahr als Gastgeber. Dabei ist insbesodere letztgenanntes Land für viele Touristen noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Das könnte sich schon bald ändern: Viele Städte bereiten sich seit Jahren vor auf den kommenden Besucheransturm.

Einer jener Austragungsorte, die auch Touristen begeistern dürfte, ist Lwiw. Mit rund 730.000 Einwohnern bietet Lwiw die Infrastruktur einer echten Großstadt, hat aber doch an vielen Stellen ihren altehrwürdigen Charme bewahrt. Dazu tragen auch die zahlreichen Sehenswürdigkeiten bei, die sich in der als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Altstadt befinden.

Ein Streifzug durch die noch weitgehend unentdeckte Perle der Ukraine lohnt sich: Charmante Cafés und urige Geschäfte laden zu einem Einkaufsbummel, der so gar nichts mit dem Alltag moderner Shoppingmeilen zu tun hat. Zum Sightseeing bietet sich hier ebenfalls immer eine Gelegenheit - und die passende Information erhalten Besucher in der erst vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Touristeninformation. Wer sich schon Karten für eines der Spiele im modernen Lwiwer Stadtion gesichert hat, der kann seinen Aufenthalt vor Ort also ruhigen Gewissens um ein paar Tage verlängern...

Das EM-Gastgeberland Ukraine entdecken - zum Beispiel Donezk

Pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft wirbt das Gastgeberland Ukraine um Besucher aus aller Welt. Ziel der örtlichen Tourismusbehörden ist es, die bis dato vielfach unentdeckten Schönheiten des Landes einem breiten Publikum näherzubringen - zum Beispiel die der Millionenmetropole Donezk, im Osten der Ukraine.

Donezk ist einer von vier Austragungsorten der EM 2012, hat also gute Chancen auf hohe Besucherzahlen im Sommer. Ähnlich wie im Ruhrgebiet, so war auch hier einst der Bergbau zu Hause. Pottbewohner dürften sich hier dann fast auch wie zu Hause fühlen - mit riesigen Grünflächen, Seen und Co. bietet Donezk ausreichend Erholungsmöglichkeiten und Sportangebote mitten in der Großstadt. Gerade in den Randbezirken zeigt sich noch heute die typische Sowjet-Architektur - im hypermodernen Stadion hingegen ist hiervon längst nichts mehr zu sehen.

Modern statt altbacken präsentiert sich auch die Altstadt von Donezk: Zwischen historischen, teils wunderschönen Bauwerken sorgen Cafés und Luxus-Boutiquen für Abwechslung. Der perfekte Ort, um nach einem aufregenden Spiel noch einmal die touristischen Seiten der Ukraine zu genießen!

Grundinformationen und Hinweise zur Ukraine

  • Ukraine - Lage, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Kategorien:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Lake of the woods © Givaga - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Ukraine Geografische Lage 3 © Frank Optendrenk - paradisi.de
  • Bildnachweis: Ukraine Geografische Lage 1 © Frank Optendrenk - paradisi.de
  • Bildnachweis: Flagge der Ukraine © Jürgen Priewe - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Nudelsuppe mit Nocken © Torsten Schon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Beauty Relaxing on the Beach © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema