Schweiz - Lage, Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten

Die Schweiz ist ein beliebtes Reiseland, wenn es darum geht, Urlaub in den Bergen zu verbringen: im Sommer sowie im Winter gibt es unzählige Sport- und Wellnessangebote, vom Skifahren bis hin zum Wandern in einer malerischen Bergkulisse. Doch auch die Städte der Schweiz überzeugen mit einem ganz besonderen Charme und versprechen einen erlebnisreichen Aufenthalt. Lernen Sie das Reiseziel Schweiz kennen.

Sehenswertes im Reiseziel Schweiz

Die Schweiz - Geographie

Die Schweiz stellt einen Staat in Zentraleuropa dar. Zu finden sind hier deutsche, italienische, französische sowie rätoromanische Kultur- und Sprachgebiete.

Zu den angrenzenden Ländern zählen

Hauptstadt bzw. Sitz der Bundesbehörden ist Bern, auch wenn durch die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft keine Festlegung auf eine Hauptstadt erfolgt. Zu den weiteren großen Städte des Landes zählen

  • Zürich
  • Genf
  • Basel
  • Lausanne
  • Winterthur
  • Luzern und
  • St. Gallen.

Die Kantone der Schweiz

Die Schweiz wird in 26 Kantone, also Gliedstaaten der Schweizerischen Eidgenossenschaft, eingeteilt. Die folgende Tabelle gibt einen entsprechenden Überblick.

Die Kantone der Schweiz
KantonHauptortEinwohnerFläche in km²Amtssprache
GraubündenChur197.5507.105Deutsch
Rätoromanisch
Italienisch
BernBern1.026.5135.959Deutsch
Französisch
WallisSitten339.1765.224Französisch
Deutsch
WaadtLausanne784.8223.212Französisch
TessinBellinzona354.3752.812Italienisch
St. GallenSt. Gallen502.5522.026Deutsch
ZürichZürich1.487.9691.729Deutsch
FreiburgFreiburg311.9141.671Französisch
Deutsch
LuzernLuzern403.3971.493Deutsch
AargauAarau670.0501.404Deutsch
UriAltdorf36.1451.077Deutsch
ThurgauFrauenfeld269.731991Deutsch
SchwyzSchwyz155.863908Deutsch
JuraDelsberg73.122838Französisch
NeuenburgNeuenburg178.567803Französisch
SolothurnSolothurn269.441791Deutsch
GlarusGlarus40.147685Deutsch
Basel-LandschaftLiestal285.624518Deutsch
ObwaldenSarnen37.460491Deutsch
SchaffhausenSchaffhausen80.769298Deutsch
GenfGenf495.325282Französisch
NidwaldenStans42.556276Deutsch
Appenzell AusserrhodenHerisau, Trogen54.954243Deutsch
ZugZug123.948239Deutsch
Appenzell InnerrhodenAppenzell16.003173Deutsch
Basel-StadtBasel193.07037Deutsch
Schweizerische EidgenossenschaftBern (Bundesstaat)8.039.06041.285Deutsch
Französisch
Italienisch
Rätoromanisch
Geographische Lage der Schweiz in Europa
Geographische Lage der Schweiz in Europa

Naturräumliche Gliederung und Gebirge der Schweiz

In der Schweiz gibt es drei landschaftliche Großräume:

  • den Jura (10 %)
  • das Mittelland (30 %)
  • die Alpen (48 %) und Voralpen (12 %)

Die Schweiz ist bekannt für ihre Berge: es gibt mehr als 3.350 Gipfel, die eine Höhe von mehr als 2.000 Metern aufweisen. Die 16 höchsten davon befinden sich in den Walliser Alpen. Höchster Gipfel ist die Dufourspitze (4.634 m) im Monte-Rosa-Massiv.

Weitere hohe und bekannte Berge der Schweiz sind

  • das Matterhorn (4.478 m, Schweizer Alpen)
  • der Eiger (3.967 m, Berner Oberland
  • der Mönch (4.107 m) und die Jungfrau (4.158) aus dem Mitteland

Klima und Artenvielfalt der Schweiz

Das Klima innerhalb der Schweiz weist regional große Unterschiede auf. Im Norden der Alpen spricht man vom gemäßigten, mitteleuropäischen Klima, während es südlich der Alpen mediterran ist. Je nach Höhenlage gibt es zudem unterschiedliche Temperaturen.

Etwa ein Drittel des Landes besteht aus Wald. Die Alpenregionen weisen Nadelhölzer wie Lärchen, Tannen, Arven und Fichten auf; Laubwälder und Laubmischwälder findet man auf der Alpensüdseite unter 1.000 Metern, im Jura und im Mittelland.

Einige Palmen sowie Zierpflanzen wachsen in den Tallagen des Tessins. Auf über einem Drittel der Landesfläche wird Landwirtschaft betrieben.

Die Schweiz weist eine artenreiche Tierwelt auf; zu den Säugetieren zählen beispielsweise je nach Höhenlage Fledermäuse, Kleinsäuger und Luchse sowie vereinzelt auch Braunbären und Wildkatzen. Zu den Huftieren zählen vor allen Dingen Wisent und Elch.

Es gibt eine Vielfalt an unterschiedlichen Vogelarten, darunter

  • Reiher
  • Kolben- und Tafelenten
  • Haubentaucher
  • Turmfalken und
  • Steinadler

Auch Reptilien und Amphibien sind in großer Anzahl anzutreffen; zu diesen zählen beispielsweise diverse Schlangenarten, Frösche sowie der Alpensalamander.

Geographische Lage der Schweiz auf der Weltkarte
Geographische Lage der Schweiz auf der Weltkarte

Lohnenswerte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele ind er Schweiz

Die Schweiz hat viel zu bieten - lesen Sie, was Sie bei einem Urlaub dort nicht verpassen sollten.

Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Bern

Bern ist nicht nur die Hauptstadt der Schweiz, sondern auch eines der bedeutendsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentren des Landes. Jenseits des bunten Treibens einer Groß- und Hauptstadt hat sich Bern ein Stück Beschaulichkeit und seinen mittelalterlichen Charme bewahrt.

Die im 12. Jahrhundert entstandene Altstadt ist fast unverändert erhalten. Als Zentrum und Aushängeschild Berns gehört sie seit 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Die Altstadt von Bern

Die Altstadt ist unangefochten die Hauptsehenswürdigkeit Berns. Unterhalb der Zytglogge kann man die mittelalterliche Bauweise mit ihren Lauben aus Sandstein in unverfälschter Form bewundern. Die Kreuzungen der systematisch angeordneten Gassen werden von 11 Figurenbrunnen gesäumt, die aus dem 16. Jahrhundert stammen.

Das Zentrum bildet der Nydegghof, in dem sich die gotische Nydeggkirche und das Zähringerdenkmal befinden. Daran schließen sich zahlreiche beschauliche Häuser mit spätmittelalterlicher Bausubstanz an. Über die Untertorbrücke, einer der ältesten Brücken der Schweiz, gelangt der Besucher zum Läuferbrunnen und zur Felsenburg, ein ehemaliger Wehrturm, der im 13. Jahrhundert errichtet wurde.

Der Rathausplatz beherbergt den Vennerbrunnen und das spätgotische Rathaus, die beide aus dem 15. Jahrhundert stammen. Ebenso ist das imposante Münster auf dem Münsterplatz im spätgotischen Stil gehalten. An der Kirche wurde seit dem 15. Jahrhundert über 400 Jahre gebaut.

Blick auf die Stadt Bern in der Schweiz
Blick auf die Stadt Bern in der Schweiz

Der Bundesplatz

Als Hauptstadt der Schweiz präsentiert sich Bern auf dem Bundesplatz, der unweit der Altstadt in der Nähe des Käfigturms zu finden ist. Am Bundesplatz befinden sich das Parlamentsgebäude und die Bundeshäuser. Ebenso ist der Platz der Sitz der wichtigsten Schweizer Banken wie der Nationalbank und der Berner Kantonalbank.

Die Gebäude am Bundesplatz sind im Stile der Neorenaissance gehalten. Während man von der Kleinen Schanze, einer ehemaligen Befestigungsanlage, eine gute Aussicht auf den Bundesplatz hat, kann man die beste Aussicht auf die Altstadt vom Roisengarten oberhalb des Stadtzentrums genießen.

Einen Teil der ehemaligen Stadtbefestigung bildet der Bärengraben. In ihm wurden bis 2009 die Symboltiere Berns, nämlich Bären, gehalten. Mittlerweile sind die Tiere in einen modernen Bärenpark umgezogen.

Museen und Theater

Bern ist eine Kulturstadt von europäischem Format. Sein Stadttheater gilt als Aushängeschild für die Theaterszene der gesamten Schweiz.

Zahlreiche Museen und Theater verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Besonders bemerkenswert sind das Kunstmuseum an der Holderstrasse und das Zentrum Paul Klee, das sich den Werken des Berner Malers widmet.

  • Das Historische Museum
  • das Landesmuseum und
  • das Alpine Museum

vermitteln interessante Einblicke in die Geschichte der Stadt und des Alpenraumes. In der Kramgasse kann man zudem das Wohnhaus Albert Einsteins besichtigen.

Flagge der Schweiz
Flagge der Schweiz

Zürich erleben und Erholung finden

Zürich ist mit Sicherheit eine der schönsten Städte der Welt. Der besondere Charme der schweizer Stadt zeigt sich sehr deutlich, und das nicht nur in der Altstadt. Zürich bietet sehr viel Raum zum Entspannen und strahlt auch als Großstadt viel Ruhe aus.

Zürich liegt rund um einen wunderschönen See und zusätzlich fließt noch der Limmat durch die schweizer Großstadt, die rund um einen Blick auf die Züricher Alpen gewährt der unvergleichlich ist. Zürich als Großstadt mit Bergidylle birgt schon einen besonderen Reiz, den man nur versteht wenn man sich die Zeit nimmt und sich auf die Stadt einlässt.

Altstadtidylle und weltmännischer Flair verbinden sich in Zürich und machen es zu einer sehr liebenswerten Stadt, die sehr viel Wärme ausdrückt durch ihre architektonischen Highlights aus allen Jahrhunderten und auch durch die durchaus bodenständigen Menschen die Zürich bevölkern. Zürich als kulturelles Zentrum der Schweiz zeigt sich lebendig, weltoffen, multikulturell und natürlich tolerant.

Unzählige Angebote für Kulturfans

bieten Kulturfans unzählige Möglichkeiten. Die Universitätsstadt Zürich mit ihrer Altstadt, die das Herz mit ihrer architektonischen Vielfalt bildet, ist Anziehungspunkt vieler Touristen, und doch sind sie in dieser Großstadt kaum spürbar, denn in Zürich herrscht so viel Leben.

Eine der Sehenswürdigkeiten Zürichs sehen viele Touristen schon bei ihrer Ankunft in der Stadt, denn der 1871 erbaute Bahnhof ist einer ihrer Prachtbauten; dabei ist auch hier ist die Moderne eingezogen, und so befindet sich direkt unter dem Bahnhof eine moderne Einkaufswelt. Direkt hinter dem Bahnhof trifft man auf das Landesmuseum mit seiner großen Sammlung über die Schweizer Geschichte.

Die Bahnhofstraße führt mit 1,4 km direkt vom Bahnhof bis zum Zürichsee und ist von weltberühmten Ladengeschäften gesäumt. Auch befindet sich hier die Bankenmeile von Zürich und so sind die Grundstückspreise in der Bahnhofstraße in Zürich die teuersten der Welt.

Blick von einer Brücke auf Zürich (in der Schweiz) bei Abend
Blick von einer Brücke auf Zürich (in der Schweiz) bei Abend

Das Züricher Umland

All dies und noch viel mehr ist in Zürich zu entdecken, doch auch das Züricher Umland ist einen Besuch wert, denn die wunderschöne Landschaft rund um Zürich lädt zum Spazierengehen und zum Wandern ein. Die Romantik der Bergkulisse spiegelt sich in den Dörfern rund um Zürich auch in der Architektur nieder und so kann man hier von einer typischen Schweizer Landschaft sprechen, die wie aus dem Bilderbuch erscheint.

Gerade auch für Familien mit kleineren Kindern ist das Züricher Umland bestens als Urlaubsregion geeignet. Weite grüne Wiesen laden zum Spielen und Toben in freier Natur ein und auch die Hotels haben sich auf Familien eingestellt und bieten zahlreiche Extras für die kleinen Gäste.

Im Winter ist die Region zusätzlich sehr attraktiv für den Wintersport und so können Kinder hier zum Beispiel Rodeln und Schlittschuhlaufen; aber auch Skikurse für die kleinen Gäste werden angeboten. Das Züricher Umland zeigt sich als sehr naturbelassen und ist zusätzlich durch die Nähe zu Zürich eine Reise wert. Die zahlreichen Angebote der Hotels bieten für jeden das Richtige, denn die Pakete sind auf unterschiedliche Highlights ausgerichtet und sprechen ein breites Publikum an.

Am Vierwaldstättersee einen herrlichen Badeurlaub verbringen

Bei der Schweiz denken die meisten an Bergsteigen oder Skifahren, aber kaum an einen Badeurlaub. Dabei bestehen in der Seenlandschaft der Zentralschweiz beste Voraussetzungen dafür. Der Vierwaldstättersee verfügt beispielsweise über ausgezeichnete Badestrände und das vor einer imposanten Alpenkulisse.

Lage und Klima

Der Vierwaldstättersee verdankt seinen Namen den vier Kantonen (früher Waldstätten) Schwyz, Uri, Unterwalden und Luzern, auf deren Territorium er liegt. Der See ist eiszeitlichen Ursprungs und liegt in einer Talsenke eingerahmt von gigantischen Alpengipfeln. Seine Fläche umfasst 114 Quadratkilometer bei einer Uferlänge von 161 Kilometern und einer Tiefe von 214 Metern.

Charakteristisch für den Vierwaldstättersee sind seine zahlreichen Buchten und Arme, die teilweise malerisch gelegen sind. Von Süden nach Norden gliedert sich der See in

  • den Urnersee
  • den Gersauer See
  • den Chrüztrichter
  • das Vitznauerbecken
  • den Stanser Trichter
  • den Luzernersee und
  • den Küssnachtersee.

Zum Baden günstige Temperaturen weist der Vierwaldstättersee vor allem im Bereich seine Zuflüsse Föhn und Reuss auf. Das Wasser aus den Zuflüssen erwärmt den Urnersee und schichtet seine Wassermassen um.

Im Sommer werden Wassertemperaturen von bis zu 22 Grad gemessen. Die Wasserqualität im Vierwaldstättersee wird regelmäßig überwacht und erreicht sogar Trinkwasserqualität.

Auch die Lufttemperaturen sind für die Alpenlandschaft ungewöhnlich mild. Dafür sorgen der Schutz der Berge und der Föhn. An den Ufern des Vierwaldstättersees wachsen sogar südländische Pflanzen wie

Zahlreiche große und kleine Bootsstege am Vierwaldstättersee
Zahlreiche große und kleine Bootsstege am Vierwaldstättersee

Tourismus am Vierwaldstättersee

Entlang des Vierwaldstättersees gibt es zahlreiche Bademöglichkeiten sowie Kur- und Badeorte wie Gersau und Weggis. Für Besucher bieten sich zahlreiche Aktivitäten an: Schwimmen, Baden und Tauchen oder einfach nur relaxen an einem der aufgeschütteten Sandstrände, den See per Segelboot erkunden oder auf einem der zahlreichen Wanderwege rund um den See die Umgebung kennenlernen. Der Schiffsverkehr auf dem See wird von einer historischen Dampfschiffflotte besorgt, die alle wichtigen Orte entlang des Ufers miteinander verbindet.

Die Schweizer Bergwelt

Aber auch für Ausflüge in die Umgebung ist der Vierwaldstättersee ein idealer Ausgangspunkt. Wegen seiner zentralen Lage erreicht man die bedeutenden Orte der Schweizer Geschichte und Mythologie wie

  • den Rütli
  • die Tellskapelle
  • die Tellsplatte oder
  • die Hohle Gasse

besonders schnell und unkompliziert. Natürlich lohnt sich auch ein Abstecher in die Schweizer Bergwelt.

Von Alpnachstad aus kann man mit der steilsten Zahnradbahn der Welt auf den Gipfel des Pilatus fahren...

Mit der steilsten Zahnradbahn der Welt auf den Pilatus hinauf

Wer eine Reise in die Schweizer Alpen unternimmt, sollte sich das imposante Bergmassiv Pilatus nicht entgehen lassen. Es liegt in der Nähe von Luzern auf dem Gebiet der Kantone Nidwalden, Obwalden und Luzern.

Auf dem Pilatus befinden sich

  • eine Aussichtsterrasse
  • zwei Berghotels und
  • eine Panoramagalerie.

Um auf den Pilatus zu kommen, muss man kein Bergsteiger sein, man kann den Pilatus-Kulm auf über 2.000 Metern Höhe mit einer Zahnradbahn erreichen.

Die Gipfel des Pilatus

Das Pilatusmassiv gehört zu den Luzerner Voralpen und zieht sich vom Risetenstock im Westen bis zum Matterhorn im Westen hin. Zum Massiv gehören vier Gipfel mit über 2.000 Metern Höhe.

An den Risetenstock schließen sich die Stäfeliflue und das Mittaggüpfi an. Dort liegt das Eigental, von dem aus sich die Bergkette mit dem Widderfeld, dem Tomlishorn und dem Oberhaupt, dem höchsten Gipfel des Pilatus, fortsetzt. Es folgt als letzter Gipfel der Kette der Esel und in südöstlicher Richtung das Matterhorn, das selbst nicht mehr zum Pilatus gehört.

Tierwelt und Meteorologie

Es erstaunt, dass es selbst in den schwindelnden Höhen des Pilatus noch eine ausgeprägte Tierwelt gibt. Vor allem die Steinböcke, die in den 60ern wiederangesiedelt wurden, zählen zu den großen Attraktionen des Pilatus. Von der Aussichtsplattform aus kann man sie gut beobachten.

Auf dem Pilatus wurden schon sehr früh Wetterbeobachtungen unternommen. Von den Wolken am Berg schloss man schon vor hunderten Jahren auf die Entwicklung des Wetters. Heute kann man auf dem Pilatus eine historische Wetterstation besichtigen.

Die Pilatusbahn

Ein perfektes Ausflugsziel am Pilatus ist der Luzerner Hausberg. Auf ihn gelangt man mit der steilsten Zahnradbahn der Welt, die Steigungen von bis zu 48 Prozent bewältigt.

Sie fährt von Alpnachstad auf den Pilatus-Kulm in über 2.000 Metern Höhe. Allein die Fahrt ist ein Erlebnis der besonderen Art, an das sich ein herrlicher Ausblick vom Kulm über den Pilatus anschließt.

Nicht weniger spektakulär ist eine Fahrt mit der Panoramagondelbahn, die von Luzern aus Touristen auf den Berg bringt. Bergsteiger erklimmen den Luzerner Hausberg vom Eigental aus und passieren dabei sagenumwobene Orte wie das Mondmilchloch oder den ehemaligen Pilatussee. Am Pilatus können zahlreiche Sportarten wie

ausgeübt werden.

Bergsteigen am Matterhorn

Für Bergsteiger ist das Matterhorn eine echte Herausforderung. Es zählt mit 4.478 Metern zu den höchsten Bergen in den Alpen. Wegen seiner spektakulären Form zählt das Matterhorn zu den bekanntesten Bergen weltweit und ist eines der Wahrzeichen der Schweiz.

Der Berg zählt zu den Walliser Alpen und liegt zwischen Breuil-Cervinia und Zermatt. Während die West- und Nordwand zur Schweiz gehören, liegt die südliche Wand auf italienischem Territorium. Das Matterhorn wurde nach zahlreichen Fehlversuchen erst 1865 von dem Engländer Edward Whymper zum ersten Mal erfolgreich bestiegen.

Aufstiege zum Matterhorn

Eine Komplettbesteigung des Matterhorns ist nur ausgebildeten Bergsteigern mit viel Erfahrung zu empfehlen. Außerdem bedarf es einer fachgerechten Ausrüstung.

Als Aufstieg aus Richtung Zermatt wird der Hörnligrat am häufigsten genutzt. Andere Routen führen über diverse Grate wie den Liongrat, den Nordwestgrat oder den Südostgrat. Von Spezialisten wird das Matterhorn auch durch die Wände aller vier Himmelsrichtungen bestiegen.

Aufstiege über die Grate

Für einen Aufstieg zum Gipfel des Matterhorns gilt der Hörnligrat als der einfachste und sicherste Weg. Bei einem Zeitaufwand von 5 bis 6 Stunden führt der Aufstieg über die Hörnlihütte auf 3.260 Metern bei Schwierigkeitsgraden von ZS+ und III+.

Auf 4.000 Metern Höhe ist eine Hütte für Notfälle vorhanden. Die Route über den Hörnligrat wählte auch Edward Whymper bei der Erstbesteigung.

Der Aufstieg über den Nordwestgrad startet auch bei der Hörnlihütte und dauert 6 bis 7 Stunden. Die Schwierigkeitsgrade sind S und IV.

Einen noch höheren Schwierigkeitsgrad bietet der Aufstieg über den Furggengrat von Bivacco Bossi auf 3.345 Metern Höhe aus. Während diese Route 7 Stunden in Anspruch nimmt, ist der Weg über den Liongrat mit 4 bis 5 Stunden etwas kürzer.

Dieser Aufstieg startet bei Rifugio J.A. Carrel auf 3.829 Metern Höhe. Die Schwierigkeitsgrade sind ZS+ und III+.

Aufstieg über die Wände

Profis können das Matterhorn auch über die Wände erklimmen. Dies ist allerdings mit mehr Zeitaufwand verbunden. Von der Hörnlihütte aus benötigt man über die Ostwand 14 Stunden bis zum Gipfel.

Von demselben Ausgangspunkt dauert der Aufstieg über die Nordwand 12 bis 14 Stunden. Die Westwand kann von der Schönbielhütte auf 2.694 Metern in 12 Stunden erklommen werden. 15 Stunden benötigt man für die Südwand von italienischer Seite aus.

Winterurlaub in der Schweiz

Die Schweiz ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Viele Urlauber zieht es gerade in den warmen Monaten des Jahres hierher, um die unzähligen Möglichkeiten in Sachen Wandern, Bergsteigen und Wassersport wahrnehmen zu können.

Doch besonders im Winter ist der Aufenthalt auch sehr zu empfehlen. Die Gebirge bieten einige Möglichkeiten, einen schneereichen Urlaub zu verbringen, sei es etwas gemütlicher mit Rodeln, Schneewandern und Co. oder richtig sportlich beim Skifahren - es gibt einige empfehlenswerte Abfahrten. Hier erhalten Sie weitere Informationen über die Skigebiete der Schweiz.

Sechs Ski-/Snowboardfahrer auf Sessellift unter blauem Himmel
Sechs Ski-/Snowboardfahrer auf Sessellift unter blauem Himmel

Weitere Highlights

Die Schweiz hat unzählige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ebenfalls einen Besuch wert sind etwa:

Schloss Chillon auf Felseninsel am Ufer des Genfersees in der Schweiz
Schloss Chillon auf Felseninsel am Ufer des Genfersees in der Schweiz
  • der Rheinfall bei Schaffhausen, Europas größter Wasserfall
  • Luzern mit der ältesten Holzbrücke Europas
  • die Rheinschlucht, den "Swiss Grand Canyon"
  • die Viamala Schlucht
  • die Triftbrücke über dem Trifttal
  • die Museumsstadt Basel
  • den Genfersee mit dem Schloss Chillon

Wellness in der Schweiz

Den Alltagsstress hinter sich lassen und sich einmal so richtig erholen - in der Schweiz ist dies inmitten einer tollen Bergkulisse an vielen Orten möglich. Lesen Sie in unserem separaten Artikel, wo Sie sich in der Schweiz besonders gut entspannen können.

Speisen und Getränke in der Schweiz

Das Alpenland Schweiz hat eine vielfältige Küche zu bieten, die deutsche, französische und italienische Einflüsse verbindet. Außerdem gibt es zahlreiche regionale Spezialitäten, die für die einzelnen Kantone typisch sind. Obwohl der so genannte "Röstigraben" angeblich die frankophone und die deutschsprachige Schweiz kulinarisch voneinander trennt, gibt es auch viele Gemeinsamkeiten, wie beispielsweise die Nutzung von Käse für die verschiedensten Gerichte.

Käse als kreatives Element

Käse-Fondue: Stück Brot mit geschmolzenem Käse wird aus dem Fonduetopf geholt
Käse-Fondue: Stück Brot mit geschmolzenem Käse wird aus dem Fonduetopf geholt

Käse gilt seit langem als das kreative Element in der Schweizer Küche. In den französischen Kantonen findet heißer Käse bei Raclette und Fondue Verwendung. Gerichte, die sich mittlerweile international durchgesetzt haben.

Aber auch in vielen anderen Gerichten stößt man immer wieder auf Käse als unabdingbare Zutat, so zum Beispiel beim so genannten "Cholera Kuchen" aus dem Wallis. Für den besonderen Genuss sorgen berühmte Käsespesorten wie

  • der Greyerzer
  • der Emmentaler
  • der Appenzeller oder
  • der Mönchskopf.

Zur Verarbeitung in diversen Gerichten eignen sich innerschweizer Käsesorten wie der Berner Alpkäse und der Sbrinz besonders gut.

Verschiedene Schweizer Käsesorten als Delikatesse weltweit
Verschiedene Schweizer Käsesorten als Delikatesse weltweit

Herzhaftes und Spezielles

Typisch für die Schweizer Küche ist die Reichhaltigkeit an Suppen, Eintöpfen und herzhaften Kuchen. In Graubünden serviert man beispielsweise Pizzoccheri, einen Eintopf auf der Grundlage von Buchweizennudeln, Käse und Gemüse. Darüber hinaus gibt es diverse Fleischtorten und das Bündner Birnbrot, das mit einer Mischung aus Nüssen, Obst und Teig gefüllt wird.

Aber auch die Fleischspezialitäten sind nicht zu verachten. Das spezielle Bergklima der Schweiz wird für die Herstellung eines exzellenten Trockenfleisches genutzt.

Probieren sollte man

  • das Bündnerfleisch
  • das Walliser Trockenfleisch oder
  • das Mostbröckli.

Dabei handelt es sich um geräuchertes Pferde- oder Rindfleisch, das in vergorenem Apfelsaft eingelegt wird. Serviert werden die meisten Gerichte vor allem in der französischsprachigen Schweiz mit Rösti.

Regionale Spezialitäten

Die Anzahl der unterschiedlichen Spezialitäten in den einzelnen Regionen ist groß - im Folgenden kann somit nur ein kleiner Einblick gewährt werden.

  • aus Appenzell: Biber (Bild-Lebkuchen), Appenzeller Siedwürste, Appenzeller Käsefladen
  • aus Basel-Stadt: Basler Mehlsuppe, Käsewähe (flacher Kuchen mit Zwiebeln und Käse), Fasnachtskiechli (spezielles Fettgebäck)
  • aus Bern: die Berner Platte (Fleischgericht), Zibelechueche (Zwiebelkuchen), Meitschibei (Nussgebäck)
  • aus Graubünden: Pizzoccheri (Eintopf mit Buchweizennudeln), Capuns (Rouladen mit Spätzleteigfüllung), Pizokels (Spezialität aus Teigwaren, den Spätzle ähnlich)
  • aus St. Gallen: Schüblig (Wurstspezialität), Ribel (Maisbrei), Mandelfisch
  • aus der Zentralschweiz: Älplermagronen (Gericht mit Makkaroni), Luzerner Chügelipastete (Pastete mit Bratklößchenfüllung), Hafenchabis (ein Eintopfgericht)
  • aus Zürich: Zürcher Geschnetzeltes, Birchermüesli, Tirggel (ein Honiggebäck)

Kunst des Brotbackens

In der Schweiz wird die Kunst des Brotbackens groß geschrieben. Überall im Land gibt es eine ungeahnte Fülle an Brotsorten und selbst die kleinsten Bäckereien bieten ihre selbstgebackenen Brotspezialitäten an.

Zu beachten ist, dass man in der Schweiz beim Backen Hefe und keinen Sauerteig verwendet. Es werden daher kleinere Leiber angeboten, da das Brot nicht so lange haltbar ist. Kosten sollte man Spezialitäten wie

  • das knusprige Baslerbrot
  • das mit Öl gebackene Tessinerbrot
  • das Walliser Roggenbrot oder
  • die Berner Züpe.

Getränke

Zu den beliebten Getränken in der Schweiz zählen einige regionale Biersorten, und auch mehrere hochwertige Weine sind hier zu finden. Ebenso gerne wird Kaffee, oft in Form von Milchkaffee getrunken.

Natürlich sind auch diverse Edelbrände verbreitet. Spezieller sind zum Beispiel das Appenzeller Alpenbitter oder Flauder, ein kohlensäurehaltiges Getränk mit Melissen- und Holundergeschmack.

Quellen:

  • Rolf Goetz: ADAC Reiseführer Schweiz, ADAC Verlag, 2007, ISBN 3899055055
  • Susann Sitzler: Grüezi und Willkommen. Die Schweiz für Deutsche, Ch. Links Verlag, 2007, ISBN 386153455X
  • Anna-Katharina Rickert und Ralf Schlatter: Kultbuch Schweiz: Alles was wir lieben: vom Alphorn bis zum Rütlischwur, Komet, 2009, ISBN 3898368386

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