Gleichgeschlechtliche Ehe - Merkmale Eingetragener Partnerschaften und Neuerungen zur "Ehe für alle"

Die Hände zweier schwuler Männer mit dem Marszeichen am Handgelenk

Über die eingetragene Lebenspartnerschaft, rechtliche Grundlagen der Homo-Ehe und die Veränderungen durch das neue Gesetz der "Ehe für alle" von 2017

Liebe unter Gleichgeschlechtlichen gab's schon immer. Seit 2001 sind solche Partnerschaften gesetzlich anerkannt durch das Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft, kurz Lebenspartnerschaftsgesetz (LpartG), das seit dem 1. Januar 2001 inkraft ist. Damit können zwei Männer oder zwei Frauen untereinander heiraten. Die Lebenspartnerschaft orientiert sich an der traditionellen Zivilehe, wirkt sich aber nicht in allen Punkten wie eine Ehe aus – so zum Beispiel im Steuerrecht. 2017 hat der Bundestag ein neues Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe verkündet.

Um homosexuellen Menschen bessere Möglichkeiten zu geben, ihr Leben nach ihren Wünschen, Bedürfnissen und Vorstellungen führen zu können, ist viel getan worden. Nicht nur Künstler und Prominente, sondern mittlerweile auch viele Politiker befürworten die Akzeptanz der Homosexualität.

Das Outing unter Prominenten trägt viel dazu bei, die Situation zu entspannen und zu normalisieren. Homosexuelle Paare können heute offen zusammen leben und sich in der Öffentlichkeit miteinander als Liebespaar zeigen.

Eingetragene Partnerschaft

Um ihnen auch die gleichen rechtlichen Möglichkeiten zu geben wie heterosexuellen Paaren, wird die Homo-Ehe immer mehr propagiert. Auch homosexuelle Paare sollen heiraten dürfen und sich der gleichen Rechte und Pflichten erfreuen, wie andere Liebespaare auch.

Entwicklung

Die Kirche jedoch kann von ihren jahrhunderte alten Glaubenspraktiken nicht so einfach Abstand nehmen. Eine kirchliche Trauung homosexueller Paare kann es nach ihren Vorstellungen nicht geben.

So wurde vom Gesetzgeber eine andere Möglichkeit entwickelt: Homosexuelle Paare können - ähnlich einer standesamtlichen Trauung - eine so genannte Eingetragene Lebenspartnerschaft schließen. Dabei handelt es sich um einen Vertrag, der auf dem Standesamt unterzeichnet werden muss und im Wesentlichen fast dieselben rechtlichen Inhalte aufweist wie ein herkömmlicher Eheschließungsvertrag.

Das bedeutet, dass der homosexuelle Partner rechtlich als Ehepartner verstanden wird. Damit rückt er zum Beispiel in der Erbfolge an die erste Stelle und kann auch im Krankheitsfall Verantwortung für den Partner übernehmen und in seinem Sinne Entscheidungen treffen. Auch steuerlich ist die Eingetragene Lebenspartnerschaft von Interesse.

Rechte und Pflichten

Die Rechte und Pflichten auf einen Blick:

  • Die Lebenspartner können sich auf einen gemeinsamen Namen einigen.

  • Oder sie sind gegenseitig Pflichterben.

  • Wie in einer Zivilehe sind sie zum gegenseitigen Unterhalt verpflichtet

  • Es gilt zudem das Recht zur Witwenrente.

  • Dagegen ist die Lebenspartnerschaft im Steuerrecht nicht anerkannt. Das bedeutet beispielsweise, dass sie nicht als Partner veranlagt werden und eheübliche Steuerbegünstigungen genießen können.

Zusammengehörigkeit öffentlich demonstrieren

Mit dem Akt der Eheschließung haben die homosexuellen Partner - oder Partnerinnen - die Möglichkeit, ihre Zusammengehörigkeit nach außen zu demonstrieren.

Wird die Heirat allgemein als Akt der Übernahme von Verantwortung gesehen, so haben nun auch homosexuelle Paare die Möglichkeit, diesen entscheidenden Schritt zu gehen und sich zueinander zu bekennen. Dies fördert auch das Ansehen und die Akzeptanz homosexueller Beziehungen bei der heterosexuellen Bevölkerung und räumt mit alten Vorurteilen auf.

Öffentliches Händchenhalten oder gar Küssen wir immer noch nicht überall akzeptiert
Öffentliches Händchenhalten oder gar Küssen wir immer noch nicht überall akzeptiert
Legalisierung der Lebenspartnerschaft polarisiert weiterhin

Die Legalisierung der Lebenspartnerschaft war und ist politisch noch immer eine umstrittene Sache, der bislang im Bundestagsbeschluss von CDU/CSU und FDP nicht zugestimmt wurde.

Homosexuelle Politiker

Zwischenzeitlich plädierte die FDP für die Öffnung der Ehe, schließlich hat sich ihr Parteivorsitzender Guido Westerwelle öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Aber auch andere Politiker wie Klaus Wowereit, SPD-Politiker und Berlins Oberbürgermeister, der sich als einer der ersten politischen Prominenten zu seinen Homo-Neigungen ausdrücklich erklärte, stehen zu ihren gleichgeschlechtlichen Neigungen. Neben der gesetzlichen Anerkennung verhelfen solche öffentliche Bekenntnisse von Prominenten zur Sensibilisierung homosexueller Beziehungen auch unterhalb des Gesetzes – also in der Gesellschaft, unter den Menschen.

Erste richtige lesbische Hochzeit fand in Bayern statt

Bis zum ersten August dieses Jahres, war es gleichgeschlechtlichen Paaren im Bundesland Bayern nicht möglich richtig zu heiraten. Notariell beglaubigt, konnten jedoch bestehende Partnerschaften "verpartnerschaftlich" werden.

Nun jedoch sind standesamtliche Hochzeiten durchaus gesetzlich erlaubt, was den Leiter des Standesamtes in Erlangen freut, da er jetzt als Abwechslung die erste lesbische Hochzeit zwischen einer 48-Jährigen und 50-Jährigen bestätige durfte. Für die Beteiligten dieser gleichgeschlechtlichen Trauung ein wahrhaft historischer Moment, da es die erste seit dem Bestehen des neuen Gesetzes war.

Homosexuelle Paare haben auch ein Recht auf Vorteile der Erbschaftssteuer

Nahaufnahme Cd Steuererklärung neben Formular zur Einkommensteuererklärung
steuer © Maria.P. - www.fotolia.de

Da homosexuelle Paare trotz Heirat wie Fremde behandelt wurden, wenn es um die Erbschaftssteuer ging, hat das Bundesverfassungsgericht dieser Benachteiligung nun ein Ende gesetzt. In dem Beschluss heißt es, dass nach Artikel 3 des Grundgesetzes, das sich mit dem allgemeinen Gleichheitssatz auseinandersetzt, keine Benachteiligung der homosexuellen Paare vereinbar ist.

Grüne und FDP fordern jetzt auch zusätzlich die Gleichstellung heterosexueller und homosexueller Ehepaare in Bezug auf die Einkommenssteuer. Es sei nicht sinnvoll und keineswegs gerechtfertigt, dass Ehegatten den Lebenspartnern bevorzugt behandelt werden dürfen. Die ungleiche Behandlung dürfe nicht an der sexuellen Orientierung anknüpfen, so das BVG. Daher fordert es eine erneute Prüfung und gegebenenfalls auch eine Überholung der Steuergesetze. Es gäbe einfach keine Gründe dafür, warum für Ehegatten die Steuerklasse I gelte, für Lebenspartner aber nur Steuerklasse III, als sogenannte "übrige Erwerber".

Des Weiteren dürfe man die Privilegierung der Ehe nicht davon abhängig machen, ob Kinder vorhanden sind oder sein könnten.

Homosexuelle Beamten, die in einer ehelichen Gemeinschaft leben, bekommen mehr Rechte

Schwules Paar Arm in Arm im feinen Anzug und Fliege
close up of happy male gay couple holding hands © Syda Productions - www.fotolia.de

Auch wenn die gleichgeschlechtliche Ehe in Deutschland schon länger erlaubt ist, haben homosexuelle Ehegatten leider noch lange nicht die gleichen Rechte wie heterosexuelle Ehepaare. Doch das soll sich nun ändern. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat homosexuellen, verheirateten Beamten neue Rechte zugesprochen.

Zum Einen haben auch sie nun Anspruch auf einen Ehegattenzuschlag und die Hinterbliebenenversorgung. Zum Anderen sollen sie die gleiche Aufwandsentschädigung bei Auslandsaufenthalten bekommen wie heterosexuelle Eheleute. Nur die Frage, ob homosexuelle Beamtenpaare auch krankheitsbedingte Beihilfen erhalten sollen, konnte noch nicht geklärt werden. Über diese Frage soll demnächst der Europäische Gerichtshof entscheiden.

Schwule und Lesben sollen auch vor dem Finanzamt gleichgestellt werden

Die Richter vom Finanzgericht Köln haben vorläufig entschieden, dass homosexuelle Paare, die in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft leben, auch bei der Lohnsteuer nicht gleichgeschlechtlichen Eheleuten gleichgestellt werden müssen. Allerdings gilt dies nur bis der Bundesfinanzhof wegen der Tragweite des Entscheids endgültig darüber befindet.

Bislang wurden Lesben und Schwule in Partnerschaften von den Finanzämtern nämlich als ledig behandelt und mussten daher im Vergleich zu Verheirateten entsprechend mehr Steuern zahlen. Die Aussichten auf einen Erfolg für Homosexuelle stehen gut.

Neue Gesetze sorgen für Gleichstellung von homosexuellen Ehepaaren

Damit die Homo-Ehe in Deutschland endlich der gewöhnlichen Ehe zwischen Frau und Mann gleichgestellt werden kann, braucht es eine gesetzliche Anpassung. Die Gesetze dafür wurden gerade verfasst. Über 100 Paragrafen sind zu unzähligen bereits vorhandenen nun dazu gekommen bzw. verändert worden. Die Gesetze müssen nun aber noch verabschiedet werden.

Außerdem gelten auch weiterhin Nachteile für Homos. Ein Recht auf Adoption oder das für verschieden geschlechtliche Paare mögliche Ehegattensplitting sehen die Änderungen nämlich nicht vor.

Kurswechsel bei der Union: Konservativer Flügel gegen Ehegattensplitting für Homosexuelle

Der plötzliche Kurswechsel der CDU beim Thema Ehegattensplitting für homosexuelle Paare stößt im konservativen Flügel der Partei auf Widerstand.

Der hessische CDU-Fraktionschef Christean Wagner ließ verlauten, dass es bei der "unumstößlichen Linie" der Partei bliebe, gleichgeschlechtliche Partnerschafen zu tolerieren. Einen radikalen Schwenk zu einem Ehegattensplitting werde er nicht mittragen, da Ehe und Familie auch in Grundgesetz unter besonderem Schutz stehen.

Wagner bezeichnete die von Fraktionschef Kauder angedeutete Ausweitung des Ehegattensplittings als vorauseilenden Gehorsam vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Das BVG hatte kürzlich entschieden, dass Homosexuelle in einer eingetragenen Partnerschaft das Recht haben, ein vom Partner zuvor angenommenes Kind auch zu adoptieren. Ein weiteres Urteil zum Ehegattensplitting, das derzeit nicht für homosexuelle Lebensgemeinschaften gilt, steht noch aus.

Auch Katherina Reiche (CDU), ließ gegenüber der BILD-Zeitung Verärgerung durchklingen. Die Staatssekretärin im Umweltministerium sagte, sie würde sich freuen, wenn die gleiche Leidenschaft, die eine kleine Gruppe gleichgeschlechtlich orientierter Aktivisten an den Tag lege, in der Union für Debatten über eine bessere Familienpolitik genutzt würde.

Ähnlich äußerte sich Armin Laschet, Landeschef in NRW: Es wäre sinnvoller Kinder mit einem Familiensplittung zu fördern und nicht Lebensformen mit dem Ehegattensplitting.

Die Schwierigkeiten von Lebenspartnerschaften

Die Schwierigkeiten von homosexuellen Lebenspartnerschaften sind vermutlich genauso wenig pauschal aufführbar wie die von durchschnittlichen heterosexuellen Ehen. Welche Probleme Eheleute miteinander haben, liegt meist individuell in ihren Charakteren begründet. Doch bei den homosexuellen Lebensgemeinschaften kommt als erschwerender Faktor vermutlich noch eine mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz hinzu.

Probleme in ländlichen Regionen

In Großstädten sind homosexuelle Lebenspartnerschaften - genau wie viele andere unkonventionelle Lebensformen - meist etwas mehr toleriert als in ländlicher Umgebung oder in Kleinstädten. Hier lebt man etwas anonymer und hat viel mehr Möglichkeiten, Gleichgesinnte zu treffen und Freunde zu finden. Man fällt unterm Strich einfach weniger auf.

In einer sehr bürgerlichen Umgebung dagegen kann es schon vorkommen, dass Homosexualität auch heute noch skeptisch oder mit offener Feindseligkeit betrachtet wird. Damit muss das betroffene Paar umgehen können.

Schwächen in Stärken umwandeln

Doch was als Störfaktor von außen an die Beziehung heran getragen wird, kann auch eine Chance beinhalten. Durch die gemeinsam bewältigten Probleme kann ein Paar umso mehr zusammenwachsen und zusammenhalten. Freunde, die man "trotz" der vermeintlich unkonventionellen Lebensweise findet, sind unter Umständen bessere Freunde als so manche oberflächliche Bekanntschaft.

Brennpunkt Familie

Stress kann jedoch auch durch eine Ablehnung der Lebenspartnerschaft und des Lebenspartners durch die eigene Familie oder die Gegenfamilie verursacht werden. Zwar erfordert es gerade von der älteren Generation etwas mehr Toleranz, einen homosexuellen Partner zu akzeptieren, doch ist der Stress durch Familienkonstellationen auch in heterosexuellen Partnerschaften nichts Ungewöhnliches.

Problematisch kann auch die Familienplanung werden...

Familienplanung

Ein nicht zu vernachlässigendes Problem entsteht jedoch, wenn sich ein homosexuelles Paar Kinder wünscht.

Männliche Paare

Ist das Paar männlich, so kommt eigentlich nur eine Adoption in Frage, die aber in Deutschland noch nahezu unmöglich ist. Den wenigsten männlichen Paaren gelingt es tatsächlich, ein Kind zu adoptieren.

Die Kinder übrigens haben mit der ungewöhnlichen Verteilung Ihrer Bezugspersonen meist kein Problem. Wachsen sie in einer liebevollen Umgebung auf, so werden sie meist zu selbstbewussten und toleranten Menschen, denen es emotional an nichts mangelt.

Weibliche Paare

Ist das homosexuelle Paar weiblich, so lässt sich der Kinderwunsch - zumindest theoretisch - wesentlich unbürokratischer lösen. Schwierigkeiten treten dann auf, wenn entschieden werden soll, wer das Kind austrägt und wer sein Vater sein könnte.

Problematisch wird es auch dann, wenn zum Beispiel nur eine der beiden Frauen einen Kinderwunsch hat. Dies kann zwar auch bei einer männlichen Beziehung der Fall sein, führt dort aber meist zu weniger elementaren Problemen.

Aus der Sicht der Kinder: Aufwachsen in einer homosexuellen Lebenspartnerschaft

Die Bilanz lässt hoffen: Die meisten Kinder, die in einer homosexuellen Lebenspartnerschaft aufwachsen, empfinden ihr Umfeld als völlig normal und sind im Gegenteil eher durch die Skepsis und Ablehnung von außen befremdet. Wie in heterosexuellen Familien so gilt auch hier, dass nicht die sexuelle Ausrichtung der Eltern den Ausschlag für die emotionale Entwicklung der Kinder gibt, sondern die Art des liebevollen und respektvollen Umgangs miteinander.

Patchworkfamilien

Eine Familie mit homosexuellem Elternpaar ist meist in der einen oder anderen Form eine Patchworkfamilie. Eine sehr häufig vorkommende Konstellation ist die Variante, dass einer der Partner ein Kind oder mehrere Kinder mit in die Beziehung und Ehe einbringt.

Manchmal haben auch schon beide Partner Kinder aus früheren, heterosexuellen Beziehungen und finden erst später ihren tatsächlichen Weg in die Homosexualität. Besonders bei Frauen, die gesellschaftlich eher dazu neigen, den vorherrschenden Konventionen zu folgen als Männer, ist dies häufig zu beobachten.

Die gleichen Probleme

Für die Kinder ergeben sich aus einer solchen Familienzusammenführung vergleichbare Probleme wie dies auch bei heterosexuellen Patchworkfamilien der Fall ist: Sie müssen sich in erster Linie an den neuen Partner des Vaters oder die neue Partnerin der Mutter gewöhnen und diese menschlich akzeptieren.

Dies ist nicht immer ganz einfach. Als zusätzliche Schwierigkeit kommt hinzu, dass gesellschaftliche Schranken überwunden werden müssen. Gerade Kinder, die bereits selber in der Pubertät stecken, tun sich häufig damit sehr schwer.

Bei kleineren Kindern jedoch kann beobachtet werden, dass die Akzeptanz des neuen Partners nicht unbedingt von dessen Geschlecht abhängt. Sie sind anpassungsfähiger, haben aber ein sehr sensibel ausgeprägtes Gespür für echte und nicht ganz so echte Gefühle. Spüren sie, dass ihr Elternteil in der neuen Beziehung glücklich ist, und der neue Partner ihnen freundschaftlich gegenüber steht, so finden sie sich mit der neuen Situation meist rasch zurecht.

Fazit

In eine homosexuelle Lebenspartnerschaft adoptierte Kinder haben mit vielen Problemen gleichzeitig zu kämpfen. Wie alle adoptierten Kinder kommen sie aus schwierigen persönlichen Verhältnissen und sind meist verunsichert und häufig unglücklich.

Hinzu kommt dann noch, dass sie sich in einer nicht ganz so stereotypen Beziehung ihrer neuen Eltern erst einmal zurecht finden müssen. Doch auch dies scheint mit Liebe und Geduld möglich zu sein.

Wo die Homo-Ehe erlaubt ist müssen Homosexuelle seltener zum Arzt

Schwules Paar in grauen Pullovern küsst sich auf dem Boden vor weißem Hintergrund
A homosexual couple over a white background © pololia - www.fotolia.de

Mark Hatzenbühler arbeitet als Wissenschaftler an der Maliman School of Public Health innerhalb der New Yorker Columbia Universität. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "American Journal of Public Health" berichtet er über eine Studie, die zeigt, dass sich die Gesundheit Homosexueller dort bessert, wo die Homo-Ehe legal ist.

Hatzenbühler untersuchte die Situation homosexueller Männer im US-Bundesstaat Massachusetts. Dort ist die Homo-Ehe seit 2003 erlaubt. Innerhalb eines Jahres sank die Inanspruchnahme staatlicher Gesundheitszentren durch homosexuelle Männer um 13 Prozent. Die Gesundheitskosten für diesen Personenkreis sanken um 14 Prozent. Es spielte keine Rolle, ob die Männer mit Männern verheiratet oder Single waren, die Gesundheitskosten sanken in beiden Gruppen.

Vor allem bei Krankheiten, die als Folge mentaler Anspannung auftreten, sanken die Behandlungskosten, also etwa bei Bluthochdruck oder Depression. Bei HIV blieben die Beahndlungszahlen dagegen gleich.

Am 28. Juli 2017 wurde ein neues Gesetz, welches die "Ehe für alle" betrifft, verkündet - im Herbst 2017 soll es in Kraft treten.

"Ehe für alle" ab Oktober 2017

Ende Juli 2017 hat sich der Bundestag für die gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen. Während es bisher im § 1353 des Bürgerlichen Gesetzbuches hieß: "Die Ehe wird auf Lebenszeit geschlossen.", so wurde der Satz nun geändert in "Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen."

Dies bedeutet: während gleichgeschlechtliche Paare sich nach dem Gesetz für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften bislang "verpartnern" konnten, können sie zukünftig auch "verheiratet" sein, und zwar ab Herbst 2017, denn am 1. Oktober 2017 soll das Gesetz in Kraft treten. Bis dahin wird den Standesämtern Zeit gegeben, sich auf die neue Situaation einzustellen.

Dies erleichtert und ermöglicht den Paaren in Zukunft einige Punkte, wie zum Beispiel die Adoption eines Kindes. Jedoch wird durch die Gesetzesänderung aus einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft nicht eine Ehe - bestehende Partnerschaften dieser Art können weitergeführt werden oder durch Heirat in eine Ehe umgewandelt werden. Zudem ist die Schließung einer neuen Lebenspartnerschaft dann nicht mehr möglich.

Seitens konservativer Unionspolitiker gibt es zu diesem Thema Kritik, mit dem Argument, das Grundgesetz, welches den Wortlaut "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung" trägt, sei lediglich die Verbindung von Frau und Mann gemeint, da es das Verfassungsgericht auch bisher so gesehen hat. Entsprechende Klagen sind somit noch möglich; Fakt ist jedoch, dass keine abschließende Definition im Grundgesetz zu finden ist.

Gesetze auf der ganzen Welt

Für Heterosexuelle in Kanada keine Homo-Ehe

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In Kanada können heterosexuelle Männer und Frauen keine gleichgeschlechtliche Ehe schließen.

Die heterosexuellen Kanadier Bryan Pinn (65) und Bill Dalrymple (56) haben kürzlich eine Homo-Ehe geschlossen um von den Steuererleichterungen zu profitieren.

Sie planten gemeinsam ein Haus zu kaufen und zusammen zu ziehen. Die Ehe wurde nun im Nachhinein wieder annulliert.

Präsident der USA möchte gleichgeschlechtliche Ehen untersagen

Der Präsident der USA forderte in einer Ansprache über das Radio den Kongress auf, einen Verfassungszusatz zu verabschieden, durch den nur Ehen zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden können.

Bush spricht mit dieser Forderung wenige Monate vor den anstehenden Kongresswahlen die besonders konservativen Wähler des Landes an. Um den Verfassungszusatz durchzusetzen, ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in beiden Kammern notwendig, somit müsste der Zusatz in mindestens 38 Staaten ratifiziert werden.

Homosexuelle Ehen nun auch in New Hampshire erlaubt

Erstmals sind im US-amerikanischen Bundesstaat New Hampshire Partnerschaften zwischen Homosexuellen rechtlich anerkannt worden. Durch die Verabschiedung eines Gesetzes am Neujahrstag erhalten homosexuelle Paare dort nun das Recht, mit in der Erbfolge einbezogen zu werden, außerdem erhalten sie nun Rechte beim Sorgerecht für Kinder.

Dies ist das erste Mal, dass Homosexuelle dort solche Rechte haben. Allerdings werden die Lebensgemeinschaften nicht als Ehen anerkannt, sie erhalten lediglich die genannten Rechte. Verantwortliche der Kirche können es darüber hinaus ablehnen, die Partnerschaften als Ehen anzuerkennen.

Hochzeit für Homosexuelle jetzt auch in Norwegen erlaubt

In Norwegen werden jetzt auch homosexuelle Paare den anderen Ehepaaren gleichberechtigt, wie es in einem Gesetz im Parlament verabschiedet wurde. Homosexuelle Paare können jetzt heiraten und auch Kinder adoptieren. Bislang war es nur in Belgien, Holland und Spanien gestattet, dass Lesben und Schwule heiraten dürfen.

Des Weiteren können sich auch lesbische Frauen künstlich befruchten lassen, aber nur mit der Bedingung, dass der Samenspender bekannt ist, so dass die Kinder nach der Volljährigkeit, bei Interesse ihren "leiblichen" Vater kennenlernen könnten.

Kalifornisches Gericht legitimiert Homo-Ehen

Das Oberste Gericht in Kalifornien hat mit vier zu drei Stimmen entschieden, dass das bisherige Verbot von gleichgeschlechtlichen Ehen rechtswidrig ist. Damit hat das Gericht womöglich den Weg frei gemacht für eine landesweite Legitimierung der Homo-Ehe.

Nach Massachusetts ist Kalifornien erst der zweite Bundesstaat der die gleichgeschlechtliche Partnerschaft einer Ehe zwischen Mann und Frau gleichsetzt. Das Gericht reagierte mit dem Urteil auf eine Gruppe von Klägern, die das Verbot als diskriminierend und somit illegal bezeichnet hatte. Arnold Schwarzenegger, Gouverneur von Kalifornien, hatte sich zuvor gegen die Gleichstellung ausgesprochen.

Homosexuelle in USA kämpfen gegen gleichgeschlechtliches Eheverbot

Glückliches Schwulenpaar umklammert auf einer Straße
Happy gay couple outdoors © mangostock - www.fotolia.de

Im letzten Jahr in den USA erst eingeführt, steht nun das Verbot der gleichgeschlechtlichen Eheschließung wieder kurz vor dem Kippen. Innerhalb 90 Tage müssen nun die Richter des Obersten Gerichts des größten Bundesstaates Kalifornien zu einer Entscheidung über das Für oder Gegen gelangen, das von Homosexuellen vehement als Für gefordert wird.

Bis November letzten Jahres wurden bereits 18.000 Homo-Ehen geschlossen, deren Rechtsgültigkeit mittlerweile umstritten ist. Während der konservative Jurist Ken Starr dabei bleibt, "dass das Volk entschieden habe", treten die Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe dafür ein, "dass die Grundrechte der Bürger nicht durch eine Volksabstimmung verworfen werden könne".

Da in den meisten Staaten der USA die Homo-Ehe verboten ist, wird das kommende Gerichtsurteil mit Spannung erwartet, da es auch auf andere Bundesstaaten Auswirkungen haben wird.

Homosexuellen-Ehe nun im US- Bundesstaat Iowa legalisiert

Die USA zeigt sich in vielen Bereichen als sehr konservativ, so etwa auch, wenn es um das Thema der Legalisierung einer Ehe zwischen Homosexuellen geht.

Nun zeigt sich hier auch der dritte US-Bundesstaat als liberal: Das Oberste Gericht in Iowa hat nun nach den Bundesstaaten Massachusetts und Connecticut entschieden, dass die Ehe unter Gleichgeschlechtlichen legalisiert wird. Gegner dieser Entscheidung wollen nun, dass die Bürger des Bundesstaates Iowa über diese Entscheidung abstimmen sollen.

USA: Bald auch in New York Erlaubnis für gleichgeschlechtliche Ehen?

In den USA bewegt sich etwas für die homosexuellen Menschen. Wurden sie einst diskriminiert, zeigen sich nun immer mehr Bundesstaaten als liberal. Nach den Bundesstaaten Connecticut und Massachusetts, will nun auch der Gouverneur von New York das Gesetz durchbringen, welches für den Bundesstaat die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt.

Der Gesetzesentwurf wurde inzwischen vorgelegt und muss nun noch durch den Bundessenat gehen. Benötigt werden 32 Stimmen, wobei David A. Paterson vermutet das rund 25 der 32 Demokraten zustimmen werden. Da dass zu wenig ist, kommt es nun auf die Republikaner an. Bereits 2002 stimmten die Republikaner dem Gesetz gegen die Diskriminierung der Homosexuellen zu und halfen somit Paterson das Gesetz durchzubringen.

Homosexuelle schwedische Paare dürfen nun auch heiraten

Bis vor kurzem gab es noch die eine oder andere Regelung, die zwischen homosexuellen und heterosexuellen Paaren einige Unterschiede enthielt. Nun jedoch ist es auch in Schweden möglich, dass gleichgeschlechtliche Pärchen sich trauen lassen können.

Beginnend im Jahr 1987 mit der Möglichkeit einer amtlichen Eintragung und der erweiterten Regelung im Adoptionsrecht 2003, trat nun die Gleichstellung zum 1.Mai 2009 in Kraft. Für Paare, die von der einstigen amtlichen Eintragung Gebrauch gemacht hatten, bedeutet das, dass sie nun ihre Partnerschaft als Ehe umwandeln lassen können.

Homo-Ehe scheitert vor US-Gericht

Im US-Bundesstaat Kalifornien entschied sich eine Mehrheit des dortigen Obersten Gerichts gegen eine Eheschließung von gleichgeschlechtlichen Partnern. Stimmte das selbe Gericht im Mai 2008 noch mit knapper Mehrheit für die Homo-Ehe, votierten die Richter in dieser Abstimmung mit 6 zu 1 Stimmen gegen eine gleichberechtigte Lebensgestaltung.

Das damit, am vergangenen Dienstag, für gültig erklärte Referendum findet, zum Missfallen vieler Interessenverbände und Bürgerrechtsgruppen, Rückhalt in der Bevölkerung. Eine, von konservativen Gruppen angestoßene, Volksabstimmung, die im November letzten Jahres durchgeführt wurde, kam mit einem Ergebnis von 52,5 gegen 47,5 Prozent zu dem selben Entschluss wie das Gericht.

Die zwischen Mai 2008 und heute geschlossenen 18.000 Ehen bleiben allerdings gültig. In den USA wurde Homosexuellen, allein in diesem Jahr in 3 und insgesamt in 5 Bundesstaaten, erlaubt zu heiraten. Dem Referendum wird eine Signalwirkung zugesprochen, die über Kalifornien hinaus geht.

Im US-Bundesstaat Maine wurde zum 31. Mal über homosexuelle Ehen abgestimmt

Im US-Bundesstaat Maine fand vor Kurzem die Volksabstimmung hinsichtlich der Erlaubnis, homosexuelle Ehen eingehen zu dürfen, statt.

In dem an sich liberalen Bundesstaat war es landesweit die 31. Volksabstimmung zu diesem Thema. Leider hatten die gleichgeschlechtlichen Paare zu früh gehofft, dass im liberalen Maine ein "Ja" durch das Volk ergeht, denn insgesamt 53% der Einwohner lehnten diese Erlaubnis zur Schließung einer homosexuellen Ehe ab.

Bisher sind nur in den US-Bundesstaaten Connecticut, Iowa, Massachusetts Vermont und New Hampshire homosexuelle Eheschließungen erlaubt, allerdings stimmte in diesen Staaten nicht das Volk darüber ab.

Österreich genehmigt erste homosexuelle Verpartnerungen

Bunte Steine im Kreis
zen regenbogen kieselsteine kreis © Liddy Hansdottir - www.fotolia.de

Vier gleichgeschlechtliche Paare sind seit heute öffentlich und offiziell verpartnert.

Zum ersten Mal in der Österreichischen Rechtsgeschichte (abgesehen von einem Paar in Tirol) wurden nun in Wien vier Paare verpartnert. Bislang war dies nicht gestattet. Eines der Paare ist bereits seit 50 Jahren glücklich liiert und besiegelt die Beziehung nun noch mit der Verpartnerung und leben nun in einer eingetragenen Partnerschaft – das gleichgeschlechtliche Pendant zur Ehe.

Eigentlich waren nur drei Verpartnerungen vorgesehen, allerdings kam noch ein viertes Pärchen mit allen notwendigen Unterlagen, sodass die flexiblen Beamten noch ein Paar glücklich machen konnten. Es wird mit 300 bis 400 weiteren Verpartnerungen gerechnet.

Wien war die erste Stadt, in der dies möglich war; am 7. Januar findet in Graz, am 2. Februar in Salzburg die erste Verpartnerung statt.

Wirtschaftsboom durch Homo-Ehe in Washington?

Ein neues Gesetz soll homosexuellen Paaren in der US-Hauptstadt Washington bald das Heiraten ermöglichen. Wirtschaftsexperten reiben sich bereits jetzt die Hände: Da viele Heiratswillige schon im besten Alter sind, könnten sie für den "schönsten Tag ihres Lebens" sehr viel Geld ausgeben. Wenn Washington zum neuen "Hochzeits-Mekka" ehelustiger Lesben und Schwuler wird, dann lohnt sich das finanziell insbesondere für Blumengeschäfte, Party-Services, Juweliere, Fotografen und natürlich Schneider.

Nach den Prognosen des kalifornischen Thinktanks "Williams Institut" wird durch das neue Gesetz zur Homo-Ehe auch die Tourismusbranche einen Aufwind erleben. "Diese Paare haben teilweise 20 Jahre darauf gewartet zu heiraten", sagt der Fotograf Michael Kress aus Washington. "Jetzt wollen sie nicht noch mehr Zeit verstreichen lassen."

Homo-Ehe in Argentinien erlaubt

Es gilt als unermesslicher Durchbruch für die Rechte von Minderheiten: als erstes südamerikanisches Land führte Argentinien nach stundenlangen Debatten die Homo-Ehe ein. 90 Prozent der Agentinier sind Katholiken und entsprechend heftige Proteste gab es seitens der katholischen Kirche. Dennoch setzte sich das neue Gesetz im argentischen Senat mit 33 Fürstimmen, 27 Gegenstimmen und drei Enthaltungen durch.

Miguel Pichetto von der regierenden peronistischen Gerechtigkeitspartei spricht von einem "historischen Tag" und dem "ersten Gesetz für Minderheiten". Als die Entscheidung verkündet wurde, brach vor dem Senatshaus großer Jubel aus.

Kalifornien erlaubt wieder gleichgeschlechtliche Ehen

In gerade einmal fünf von 50 amerikanischen Bundesstaaten ist die Eheschließung zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren gesetzlich erlaubt. Auch der Bundesstaat Kalifornien gestattet Schwulen und Lesben nun doch wieder den Bund der Ehe einzugehen.

Im Mai 2008 hatte man im Obersten Gerichtshof in San Francisco beschlossen die gleichgeschlechtliche Ehe zu erlauben. Kurz danach im November 2008 nahm man den Beschluss auf Grund einer Volksabstimmung zurück. 52% der Bürger stimmten gegen die Homo-Ehe und diese wurde daraufhin gesetzlich verboten. Jetzt, fast zwei Jahre später, entscheidet man sich doch wieder dafür sie zu tolerieren, nachdem ihre Befürworter das Argument durchgebracht hatten, ein Verbot würde der Gleichstellung entgegenstehen.

In Großbritannien setzen sich immer mehr schwule Muslime für islamische Hochzeit ein

In England haben sich schwule Muslime dem globalen Kampf für Gleichberechtigung und das Recht einer islamischen Homo-Ehe angeschlossen. Die Anzahl der Homosexuellen in Großbritannien nimmt stetig zu, wenn sich viele auch noch sehr unsicher sind, was das Coming-Out angeht, vor allem gegenüber ihrer Familien.

Je mehr Schwulen und Lesben es gibt, desto größer wird auch der Wunsch, die Hochzeit nach islamischer Tradition zu feiern. Doch dies erweist sich als äußerst schwierig, stehen doch der islamische Glaube und Homosexualität sehr weit auseinander.

Europäischer Gerichtshof stärkt Rechte homosexueller Partnerschaften

Ein Grundsatzurteil der obersten EU-Richter hat die Rentenansprüche gleichgeschlechtlicher Lebenspartner gestärkt. Demnach haben Homosexuelle, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, die gleichen Ansprüche wie heterosexuelle Ehepartner.

Das Urteil richtete sich gegen die Stadt Hamburg: Der Kläger, ein ehemaliger Verwaltungsangestellter der Stadt Hamburg, lebte bereits seit 1969 mit einem Mann zusammen, 2001 ging er die Homo-Ehe ein. Als er daraufhin eine Zusatzversorgung unter Berücksichtigung der günstigeren Steuerklasse III beantragte, wurde dies von der Stadt Hamburg abgelehnt – mit dem Hinweise, dass diese Steuerklasse nur Ehepartnern vorbehalten sei.

Der Europäische Gerichtshof sah in dieser Verweigerung eine sexuelle Diskriminierung und sprach sich so für gleiche Rentenansprüche bei Homosexuellen aus.

Französische Frauen tricksen und umgehen Homo-Ehen-Verbot

Gesetzeslücke ermöglicht einem lesbischen Paar eine Hochzeit trotz Homo-Ehen-Verbot in Frankreich

Händchenhaltende Frauen am Strand
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Ein lesbisches Paar konnte nun erstmals in Frankreich heiraten – trotz des Homo-Ehen-Verbots. Genutzt haben die zwei Frauen eine kleine Lücke im Gesetz: Die 59-jährige Stéphanie Nicot kam als Mann zur Welt und unterzog sich später einer Geschlechtsumwandlung. Im Melderegister gab Stéphanie, die zuvor Stéphan hieß, diese Änderung jedoch nicht bekannt – so blieb sie auf dem Papier ein Mann. Dies ermöglichte Stéphanie und ihrer 27-jährigen Partnerin Elise eine Hochzeit.

Stéphanie und Elise wollten mit ihrer Hochzeit ein Zeichen für alle anderen Schwulen und Lesben setzen – nach der Trauung zogen sie gemeinsam mit rund 2.000 Homo- und Transsexuellen durch die Stadt Nancy.

Ähnlicher Fall Anfang des Jahres

Eine Art Protestzug für mehr Toleranz: Erst im Januar erklärte der französische Verfassungsrat das Homo-Ehen-Verbot für rechtmäßig, nachdem sich ein lesbisches Paar an jenen wandte. Die beiden Frauen leben seit 14 Jahren zusammen und haben vier Kinder – durch das Verbot der Homo-Ehe sah das Paar Probleme hinsichtlich des Sorgerechts und des Erbes im Todesfall der Partnerin.

Kalifornien: Ehegelübde von gleichgeschlechtlichen Paaren bald wieder möglich?

2008 wurde in Kalifornien ein Verbot für die Eheschließung für homosexuelle Paare erlassen. Das soll nun wieder aufgehoben werden. Denn das Bundesgericht San Francisco hält ein solches Verbot für verfassungswidrig. Die Homosexuellen in Kalifornien begrüßen diesen Beschluss und freuen sich über die Stärkung ihrer Rechte.

Die Gegner dagegen überlegen nun den Fall vor das oberste Gericht zu bringen, das dann darüber zu urteilen hat, ob die Ehe zwischen Gleichgeschlechtlichen in allen oder in keinem der Bundesstaaten der USA möglich sein wird.

Verfassungsgericht Spaniens erklärt Ehe zwischen Homosexuellen für rechtens

Sieben Jahre ließ sich das Spanische Verfassungsgericht Zeit. Nun erklärten die Richter die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern für verfassungsgemäß. Sie wiesen damit eine Klage der konservativen Volkspartei (PP) ab.

Vor sieben Jahren hatte die damalige sozialistische Regierung ein Gesetz erlassen, dass es homosexuellen Paaren erlaubte, standesamtlich zu heiraten und Kinder zu adoptieren. Spanien war damit eines der ersten Länder weltweit, das dies erlaubte.

Ministerpräsident Rajoy erklärte, dass er das Urteil trotz veränderter Mehrheitsverhältnisse im Parlament akzeptieren werde. Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes am 3. Juli 2005 haben mehr als 20.000 homosexuelle Paare von ihrem Recht Gebrauch gemacht. Dies entspricht rund zwei Prozent aller Eheschließungen im Land zwischen 2005 und 2011.

Auch Frankreich plant die sogenannte Homo-Ehe und ein Adoptivrecht für homosexuelle Paare zuzulassen. Die Regierung von Staatspräsident François Hollande setzt damit ein Wahlversprechen um. Widerstand gibt es von der konservativen Opposition und der katholischen Kirche.

Frankreich gegen die Homo-Ehe - Proteste in vielen Städten des Landes

Am vergangenen Wochenende demonstrierten über 100.000 Franzosen in mehreren Städten gegen die Einführung der Homo-Ehe und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Alleine in Paris gingen 70.000 Menschen auf die Straße, die Veranstalter sprachen sogar von über 200.000. Auch in Marseille, Nantes, Rennes und Lyon kam es zu größeren Kundgebungen, die u.a. von der katholischen Kirche organisiert wurden.

Zu einem Tumult kam es in der südfranzösischen Stadt Toulouse, wo etwa 5000 Menschen demonstrierten, ehe sie mit einer nicht angemeldeten Gegendemonstration mit 350 Teilnehmern zusammenstießen. Die Polizei musste Tränengas einsetzen um die beiden Gruppen voneinander zu trennen.

Die sozialistische Regierung von Francois Hollande hatte Anfang November ein neues Gesetz zur Homo-Ehe vorgestellt, das in der ersten Hälfte 2013 in Kraft treten soll. Dies sieht zum ersten Mal auch ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare vor, gegen das Vertreter der katholischen Kirche und die oppositionelle konservative Partei heftig protestieren. Eine weitere Kundgebung soll am 13.Januar stattfinden.

Großbritannien im Trend - gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt!

Flagge von England
Flagge von England © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

Es ist bereits das zehnte Land Europas, das sich für eine neue Freiheit ausspricht. Großbritannien hat mit einer klaren Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe abgestimmt. Premierminister David Cameron musste diese Niederlage hinnehmen. 400 Abgeordnete des Unterhauses stimmten für, 175 gegen die Homo-Ehe in England.

Die Konservativen unterlagen nicht zum ersten Mal bei einer Abstimmung von großer Wichtigkeit. Dies geschah zum Beispiel bereits bei einer Abstimmung zur Neustrukturierung des Oberhauses oder bei der Abstimmung zur Neuordnung der Wahlkreise.

Homosexuelle Paaren soll zukünftig sogar die kirchliche Trauung möglich sein, wobei die Kirchengemeinden entscheiden dürfen, ob sie derartige Eheschließungen durchführen möchten.

Das Gesetz verbieten einigen Hauptkirchen, wie der Church of Wales oder der Church of England, die Homo-Trauung vorzunehmen. Cameron selbst sprach sich dafür aus, dass Liebende die Möglichkeit haben sollten, eine Ehe zu schließen, ganz gleich welchen Geschlechts sie seien.

Das Gesetz zur Legitimierung der Homo-Ehe muss jetzt nur noch durch das Oberhaus bestätigt werden.

Frankreich erlaubt Homo-Ehe und räumt gleichgeschlechtlichen Paaren ein Adoptionsrecht ein

Nach monatelangen Diskussionen hat die französische Nationalversammlung mehrstimmig beschlossen, die Eheschließung zwischen homosexuellen Paaren zu erlauben. Zudem sollen gleichgeschlechtliche Paare ein Adopitionsrecht bekommen.

Im April will sich der Senat mit dem neuen Gesetzesentwurf befassen. Der Beschluss hat im ganzen Land hunderttausende Demonstranten auf die Straßen gerufen. Die konservative Opposition und die katholische Kirche stellen sich ebenfalls gegen den neuen Gesetzesentwurf.

In einem weiteren Schritt wollen die Sozialisten auch die künstliche Befruchtung für lesbische Paare zugänglich machen. Darüber muss aber erst noch der Ethikrat entscheiden.

Amerika - Regierung setzt sich weiterhin für die Legalisierung der Homoehe ein

In neun US-Bundesstaaten, sowie in der Hauptstadt Washington ist die Homoehe bereits legal. In 31 Bundesstaaten dagegen ist die Ehe nach wie vor nur Mann und Frau vorbehalten und in den übrigen Staaten ist die Regelung gesetzlich nicht eindeutig festgelegt.

Doch die US-Regierung möchte die Legalisierung der Homoehe nun endlich auf das gesamte Land ausweiten und hat den Obersten Gerichtshof offiziell dazu aufgefordert die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zunächst auch in Kalifornien zu erlauben und später über eine Legalisierung auf gesamter Bundesebene zu entscheiden.

Ein Verbot der Homoehe verletze die Verfassung, in der es heißt, dass alle Bürger Gleichheit vor dem Gesetz genießen dürfen, argumentiert das Justizministerium. Ab dem 26. März sollen sich die höchsten Richter mit einer Neuregelung befassen.

In Frankreich wird Gesetz für Homo-Ehe stattgegeben

Seit Monaten streiten in Frankreich Linke und Homosexuelle mit Rechten, Konservativen und der Kirche über die Einführung der Homo-Ehe. Nachdem bereits die Nationalversammlung einem entsprechenden Gesetzesentwurf zugestimmt hatte, hat am vergangenen Dienstagabend auch der Senat nach zehnstündiger Diskussion für die Einführung der Homo-Ehe gestimmt.

Schwule und Lesben in Frankreich dürfen sich freuen, denn insgesamt 179 Senatoren sprachen sich für die Homo-Ehe aus, 157 Senatoren hielten dagegen. Wann ein entsprechendes Gesetz zur Gleichstellung von homosexuellen Paaren, das auch ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben vorsieht, verabschiedet wird, steht noch nicht fest.

Legalisierung der Homo-Ehe in Uruguay

Basis der Gesellschaft ist die Familie und diese wiederum hat ihren Ursprung in der Liebe. Dies ist die These des Kongresses von Uruguay, welcher sich nun für die Legalisierung derHomo-Ehe ausgesprochen hat. Von 92 Mitgliedern im Abgeordnetenhaus waren 71 der Meinung, es sei demzufolge nicht von Bedeutung, ob es sich bei dieser Liebe um die gleichgeschlechtliche Form handeln würde.

Mit diesem Beschluss ist Uruguay nach Kanada und Argentinien das dritte amerikanische Land, welches die Homo-Ehe legalisiert; weltweit sind es aktuell 12 Länder. Kritik zu dem neuen Gesetz gab es unter anderem von der katholischen Kirche, welche der Ansicht ist, die Homo-Ehe würde die Familieninstitution gefährden.

Premiere in Südafrika: Zwei Männer feiern Homo-Ehe nach alten Stammesriten

Offiziell gibt es in Südafrika bereits seit 2006 die gleichgeschlechtliche Ehe, die es Homosexuellen erlaubt, ihren Partner zu heiraten. Für afrikanische Verhältnisse ist Südafrika damit eines der progressivsten Länder des Kontinentes. Doch bislang war die Homo-Ehe lediglich mit dem Gang aufs Standesamt verbunden. Ein Paar schnitt jetzt einen weiteren alten Zopf ab - und traute sich nach den uralten traditionellen Riten ihrer Stämme.

Thoba vom Volk der Zulu und Tshepo vom Volk der Tswana hatten sich vor fünf Jahren in Durban kennengelernt und waren später in Johannesburg ein Paar geworden. Die Riten ihrer Völker waren beiden jedoch sehr wichtig und so wollten sie mit ihrer Hochzeit ein Zeichen setzen: Auch die traditionellen Stämme seien zur Modernisierung fähig. So wurde bei der Hochzeit ein Bulle geschlacht und und zu afrikanischen Trommeln getanzt. Das Hochzeitsfoto zeigt Thoba und Tshepo ganz traditionell mit Gewändern aus Fellen und mit Speeren in der Hand.

Die Verwandten des Paaren hatten keine Probleme mit der Hochzeit - über 300 Freunde, Verwandte und Bekannte kamen zum großen Fest und selbst ein Fernsehsender berichtete unter dem Titel "My Big Fat Gay Zulu Wedding" über das Ereignis. Für Südafrika ein weiterer wichtiger Schritt der Gleichberechtigung, von der andere afrikanische Länder nur träumen können.

Schwulen-Ehe erstmals kirchenrechtlich anerkannt – Kritiker sind besorgt um Ökumene

Die meisten evangelischen Landeskirchen geben gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ihren Segen. Nun hat die erste Gemeinde einem homosexuellen Paar auch eine kirchenrechtliche Urkunde über die Trauung ausgestellt.

Für Außenstehende ist dieser formale Akt nur eine Nebensächlichkeit. Kirchenvertreter sehen darin jedoch einen gefährlichen Vorstoß. Vor allem katholische Geistliche nehmen seit langem Anstoß an der Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren.

Aber auch innerhalb der evangelischen Kirche ist die rechtliche Gleichstellung von homo- und heterosexuellen Partnerschaften strittig. Die Bibel sehe keinen besonderen Schutz für homosexuelle Beziehungen vor, und auch das Verhältnis zur katholischen Kirche werde unnötig belastet.

In Seligenstadt, wo die evangelische Pastorin zwei Männern den kirchenrechtlich beurkundeten Segen gab, sieht man den Vorgang gelassen. Auch die katholische Gemeinde feiert hier Dankgottesdienste, wenn zwei Männer oder Frauen sich trauen. Allerdings noch ohne offizielle Anerkennung der Ehe.

Gleichberechtigung für Homo-Ehen nun auch auf Hawaii

Immer mehr Staaten erkennen die Rechte gleichgeschlechtlicher Paare an und erlauben auch die Eheschließung in solchen Beziehungen.

Gouverneur muss noch unterschreiben

Auf Hawaii fehlt nur noch die Unterschrift von Gouverneur Neil Abercrombie, damit auch dort Homo-Ehen geschlossen werden können. Das Gesetz würde nach der Unterschrift bereits ab dem 18. November in Kraft treten.

Präsident Obama erfreut

Obama, der Präsident der USA, stammt gebürtig aus Hawaii. Er begrüßte die fortschrittliche Entscheidung der Insel. In den USA haben bereit 15 Bundesstaaten für die Gleichstellung homosexueller Paare entschieden.

Kroatische Bevölkerung stimmt mit großer Mehrheit für ein Gesetz gegen die Homo-Ehe

Eigentlich wollte die Mitte-Links-Regierung in Kroatien ein Gesetz auf den Weg bringen, dass die Ehe zwischen homosexuellen Paaren in dem eher konservativen Land endlich erlaubt. Doch ein Referendum der konservativen Bürgerinitiative "Im Namen der Familie" hat dies nun verhindert. In der Abstimmung sprachen sich insgesamt knapp 66% der kroatischen Bevölkerung für eine Verfassungsänderung aus, die die Homo-Ehe verbieten soll.

Die großen kroatischen Medien und zahlreiche Prominente kritisierten das Referendum und auch Regierungschef Zoran Milanovic spricht von einer sinnlosen und traurigen Abstimmung, die den persönlichen und familiären Bereich betreffen, in den eigentlich niemand eindringen sollte. Die Bürgerinitiative feierte indes ihren überraschenden Erfolg und kündigte noch weitere Projekte dieser Art an.

In Hawaii wurden die ersten Homo-Ehen geschlossen - Inselgruppe erhofft sich mehr Hochzeitstourismus

Mit Hawaii hat nun der 16. amerikanische Bundesstaat die Eheschließung zwischen homosexuellen Partnern legalisiert.

Nachdem das Gesetz im November in Kraft getreten ist, haben sich am vergangenen Montag bereits die ersten sechs homosexuellen Paare am Strand von Waikiki trauen lassen. Vor knapp 100 Gästen gaben sich dort unter anderem zwei pensionierte Professoren das Jawort, die seit 1977 ein Paar sind.

Hawaii begrüßt die Legalisierung der Homoehe und erhofft sich dadurch auch ein Wachstum beim Hochzeitstourismus.

Massenhochzeit von Homosexuellen in Brasilien: Homo-Paare kämpfen um rechtliche Gleichstellung

In Rio de Janeiro fand eine Massenhochzeit von Homosexuellen statt. Gleich 130 Homo-Paare gaben sich das Ja-Wort. Die Feier drückte gleichzeitig einen Schritt in Richtung gesellschaftlicher Anerkennung aus. Die Homo-Paare kämpfen um ihr Recht, heterosexuellen Paaren gleichgestellt zu werden.

Noch gibt es in Brasilien keine parlamentarische gesetzliche Anerkennung von Menschen, die sich mit einem Partner desselben Geschlechts vermählen möchten.

Es gibt allerdings eine Anweisung vom Nationalen Justizrat in Brasilien, die schon Mai erlassen worden war und die besagt, dass homosexuelle Paare einen Trauschein erhalten müssten. Der Nationale Justizrat überwacht die Unabhängigkeit der Justiz in Brasilien. Leiter ist der Vorsitzende des Obersten Gerichtshofes.

Oberster Gerichtshof in Australien kippt neues Gesetz zur Legalisierung der Homo-Ehe

Erst Ende Oktober hatte das Parlament des Australien Capital Territory ein Gesetz zur Legalisierung der Homo-Ehe in der Region der Hauptstadt Canberra verabschiedet.

Das neue Gesetz wurde nun jedoch vom Obersten Gerichtshof in Australien gekippt. Der Grund: die Anerkennung der Ehe schwuler und lesbischer Paare verstößt gegen das Bundesrecht. Es liege nicht im Ermessen der Behörden der jeweiligen Bundesstaaten zu entscheiden, ob die Homo-Ehe dort erlaubt ist oder nicht. Lediglich das australische Bundesparlament dürfe diese Entscheidung treffen, so die obersten Richter.

Durch die Kippung des neuen Gesetzes werden 27 Homo-Ehen, die nach dem Inkrafttreten geschlossen wurden, für ungültig erklärt.

Rechte für Homosexuelle nehmen in USA zu: Oklahoma kippt Gesetz gegen Homo-Ehen

Im US-Bundesstaat Oklahoma wurde über einen Verfassungszusatz geurteilt. Darin wurde die Ehe auf die Zweiergemeinschaft von Mann und Frau eingeschränkt. Der Richter Terence Kern kam zum Beschluss, dass dieser Zusatz gegen die US-Verfassung verstoße.

Auch in Utah war erst kürzlich ein Verbot für Paare, die in homosexueller Beziehung lebten und sich trauen lassen wollen, abgeschafft worden. Nun ist es jedoch der Oberste Gerichtshof, der aufgrund eines Eilantrags der Regierung alle weiteren Eheschließungen von Homopaaren stoppte.

Ehe-Recht auf Bundesstaaten-Ebene geregelt

In den USA unterliegt das Eherecht den einzelnen Bundesstaaten. In 30 Staaten gilt ein Verbot von Homo-Ehen, wofür extra die Verfassung geändert werden musste. Doch der Druck wächst, allen Bürgern dieselben Rechte einzuräumen, auch den Homopaaren. Im Juni letzten Jahres wandte sich das Oberste Gericht gegen ein Gesetz, das nur die Ehe zwischen Frau und Mann gelten ließ und seit Dezember ist die Homo-Ehe auch in New Mexico, als dem 17. Bundesstaat erlaubt.

Etappensieg für homosexuelle Paare - Gleichgeschlechtliche Ehen werden in Schottland rechtmäßig

Schottland tut es England und Wales nach und gibt die Ehe auch für homosexuelle Paare frei. Das Parlament segnete einen entsprechenden Entwurf nahezu einstimmig ab. Lediglich 18 Abgeordnete sprachen sich dagegen aus, 105 gaben bei der Wahl ihr ja.

Freie Entscheidungsmöglichkeiten für Homosexuelle

Ob Schwule und Lesben in Schottland eine zivile Partnerschaft oder aber eine Hochzeit eingehen, bleibt ihnen freigestellt. Im neuen Gesetz ist verankert, dass Religionsgemeinschaften diese Ehen schließen dürfen, es aber nicht müssen.

Damit läuft es vermutlich darauf hinaus, dass nur einige wenige Gemeinden der presbyterianische Church of Scotland und der katholischen Kirche gleichgeschlechtliche Trauungen durchführen.

Es bleibt aber zu hoffen, dass die Kirchenvertreter, die starke Proteste gegen den Gesetzesentwurf erhoben hatten, im Laufe der Zeit vielleicht umdenken.

Texas und Arizona müssen homosexuellen-feindliche Gesetze zurücknehmen

Rückansicht schwules Paar, einer umarmt den anderen
couple © Nabil BIYAHMADINE - www.fotolia.de

Die religiöse Freiheit hat in den USA einen hohen Stellenwert. Sie darf aber nicht zur Diskriminierung von Homosexuellen führen. So urteilte ein Bundesgericht, dass Texas sein Verbot der Homo-Ehe aufheben müsse. Und die Gouverneurin von Arizona stoppte ein Religionsgesetz, das es Geschäftsleuten erlaubt hätte schwule Kunden abzulehnen.

Die Ehe zwischen Homosexuellen ist bereits in 18 Bundesstaaten der USA erlaubt. In weiteren steht eine endgültige Entscheidung an. Nachdem der Oberste Gerichtshof im Juni 2013 den "Defense of Marriage Act" gekippt hatte, ist die Ehe nicht mehr allein als Zusammenschluss von Mann und Frau definiert.

Ultrakonservative Politikerin pocht auf Grundwerte Amerikas

In Arizona hatten Republikaner und Kirchenverbände ein Gesetz auf den Weg gebracht, das es gläubigen Christen erlaubt hätte, Homosexuelle als Kunden oder Geschäftspartner zurückzuweisen. Nachdem das Abgeordnetenhaus dem umstrittenen Entwurf bereits abgesegnet hatte, legte nun Gouverneurin Jan Brewer ihr Veto ein.

Die als ultrakonservativ geltende Politikern betonte zwar die Bedeutung der religiösen Freiheit, die Nicht-Diskriminierung sei aber ein ebenso wichtiger Grundwert Amerikas.

Homo-Ehe in England seit dem Wochenende erlaubt: Elton John heiratet Partner David Furnisch

Der bekannte Popstar Elton John und sein Lebensgefährte David Furnish haben schon seit Jahren eine Lebenspartnerschaft und sogar zwei Kinder über eine Leihmutter bekommen. Nun soll es auch noch eine Hochzeit geben.

Damit wollen sie ihre 2005 eingetragene Lebenspartnerschaft bekräftigen. Im Schwulen-Magazin „Attitude“ erklärte Furnish seine Freude über die bevorstehende Hochzeit und dass sie beide als „berühmtes Paar alle darauf aufmerksam machen wollen“, da „davon so viele schwule Männer in diesem Land lange nicht mal davon geträumt hätten“.

Hochzeit für homosexuelle Paare in England und Wales nun möglich

Die Möglichkeit, dass homosexuelle Paare heiraten können, gibt es in England und Wales erst seit dem letzten Wochenende. Diese Chance wurde von hunderten von lesbischen und schwulen Paaren zur sofortigen Hochzeit genutzt. Im Juli 2013 konnte die Gesetzesvorlage von Premierminister David Cameron gegen die konservativen Widerstände in seiner Partei im Parlament eingebracht werden.

Elton John bekundete schon damals in einer US-Talkshow, dass er es als Geschenk ansehe, dass es künftig dieses Recht gibt und er diese Möglichkeit „an den Hörnern“ packen wird. Seit 2005 gibt es das Recht zur eingetragenen Lebenspartnerschaft für homosexuelle Paare. Auch im Adoptionsrecht sind sie heterosexuellen Paaren gleichgestellt.

Italien: In New York geschlossene Schwulen-Ehe von italienischen Behörden anerkannt

Ein verbrieftes Recht, dass homosexuelle Paare heiraten können, gibt es in Italien nicht. Trotzdem hatte ein Homo-Paar den amtlichen Eintrag ins Eheregister erreicht.

Ehe ist in Italien gültig

Das 68-jährige und 57-jährige Paar hatte 2012 in New York geheiratet. Ein Gericht in Grosseto sprach ihnen nun zu, dass diese Ehe auch in Italien Gültigkeit haben müsse und beauftragte die Stadtverwaltung mit der Anerkennung.

Im Namen der Schwulenvereinigung Gay freute sich Fabrizio Marrazzo über das „revolutionäre Ereignis“ und setzte gleich die Forderung nach einer „politischen Reaktion des Ministerpräsidenten Matteo Renzi“ darauf.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: gay men © Carlos Caetano - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: In a park, a couple of young men holding hands in a summer day © loreanto - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Neubert - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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