Die Auswirkungen des Rauchens auf die Gesundheit

Mann mit nacktem Oberkörper an Wand gelehnt raucht, Macho

Rauchen ist ungesund, das hört man immer wieder - doch wie genau wirkt sich der Nikotinkonsum auf den Körper aus?

Noch bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hatte sich die Ansicht, dass Rauchen schädlich für die Gesundheit ist, nicht vollständig durchgesetzt. Bis heute konnte dabei allerdings in zahlreichen Studien zweifelsfrei festgestellt werden, dass sich Rauchen in vielfacher Weise negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Doch was sind mögliche gesundheitliche Folgen des Rauchens, welche zum Teil lebensbedrohlich sein können?

Erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen

Zunächst einmal konnte nachgewiesen werden, dass regelmäßiges Rauchen die Entstehung einer Vielzahl von Krebsarten begünstigen kann. Hierzu zählt beispielsweise der

Auswirkungen auf die Mund- und Zahngesundheit

Neben den Krebserkrankungen im Mundbereich sind weitere, harmlosere Folgen möglich. So etwa Parodontalerkrankungen, Entzündungen des Zahnhalteapparetes. Die Bakerienbeläge, die sich zwischen den Zähnen sowie sowie am Zahnfleischrand befinden, führen zu einer Abwehrreaktion des Körpers; schließlich kommt es zum Abbau der Zahnknochen und Zahnhaltefasern.

Die Folge ist ein möglicher Zahnausfall. Erste mögliche Symptome, beispielsweise Zahnfleischbluten, treten bei Rauchern aber aufgrund der veränderten Blutgefäße nicht unbedingt auf.

Zu den weiteren möglichen Erkrankungen zählen Veränderungen der Mundschleimhaut durch eine andere Zusammensetzung des Speichels. Diese wiederum wird durch die krebserzeugenden Substanzen verursacht - je stärker der Konsum, desto mehr davon sind nachweisbar. Der weiße Fleck, die Leukoplakie, gilt als häufigste Folge; sie stellt eine Vorstufe des Mundhöhlenkrebses dar.

Weiterhin kommt es öfter zu

Auswirkungen auf Blutgefäße und Herz

Darüber hinaus führt das Rauchen dazu, dass sich die Blutgefäße innerhalb des Körpers verengen, da es zu Ablagerungen an den Innenwänden kommt. Dies kann wiederum zahlreiche und teils lebensbedrohliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Zum einen kann hier der Schlaganfall und Herzinfarkt als Beispiel genannt werden. Darüber hinaus steigt aufgrund dieser Gefäßverengungen noch das Risiko, eine arterielle Verschlusskrankheit zu erleiden, was zum Absterben des betroffenen Gewebes führen kann.

Verschlimmerung der Zuckererkrankung Diabetes

Die Veränderungen der Blutgefäße durch das Rauchen führen auch dazu, dass mögliche Risiken der Zuckerkrankheit Diabetes Typ 2 - dazu zählen mitunter Komplikationen wie Augenschäden, Nierenschäden sowie Durchblutungsstörungen - verstärkt werden. Durch die Störungen der Durchblutung sind nicht selten Amputationen möglich, beispielsweise des Fußes.

Menschen mit Diabetes haben wiederum ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfakt zu erleiden. Wer solche Folgen verhindern möchte, sollte also erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen.

Auswirkungen auf die Lunge

Des Weiteren kann sich Rauchen negativ auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Lunge auswirken. Anfangs äußert sich der Tabakkonsum lediglich in einem verringerten Lungenvolumen, was zu einer Reduktion der Ausdauerleistungsfähigkeit führt.

Später kann es allerdings zur Entstehung von Asthma und der chronischen obstruktiven Lungenkrankheit kommen. Letztere ist allgemein unter der Bezeichnung Raucherhusten bekannt. Ebenso begünstigt wird die Entstehung von Lungenemphysen und weiteren Lungenerkrankungen.

Erhöhtes Risiko für Multiple Sklerose und Leberzirrhose

In diversen Studien konnte zudem festgestellt werden, dass Rauchen das Risiko erhöht, um Laufe seines Lebens an Multipler Sklerose, Leberzirrhose und einer Erektilen Dysfunktion zu erkranken.

Raucherentwöhnung als Herausforderung

Umfrage unter Rauchern - trotz Ängsten um die Gesundheit will bloß jeder Dritte aufhören

Raucher sorgen sich um gesundheitliche Zukunft - aber nur jeder Dritte will aufhören

Vier Buchstabenwürfel bilden das Wort "STOP" auf einem Haufen Tabak und zwei Zigaretten
Rauchstopp © L.Klauser - www.fotolia.de

Auch Raucher denken gesundheitsbewusst, wie eine Umfrage zeigte. Demnach sind sie sich darüber im Klaren, dass pro Jahr 100.000 Menschen durch Krankheiten sterben, die jahrelanger Nikotinmissbrauch gefördert hatte. Inzwischen ist Rauchen auch alles andere als „Männersache“, denn Frauen greifen statistisch genauso häufig zum Nikotin.

Raucher sorgen sich um eigene gesundheitliche Zukunft

Ganze 63 Prozent sorgen sich dabei auch verstärkt um ihre eigene gesundheitliche Zukunft. Dennoch scheint die Angst nicht bei jedem dieser 63 Prozent zu reichen, um den Willen zum Nichtrauchen aufzubringen. Nur 36 Prozent nutzen diese Angst produktiv und versuchen, vom Glimmstängel wegzukommen.

Immerhin geht der Trend bei Jugendlichen zurück. Nur circa jeder fünfte Teenager raucht und unter diesen finden sich auch viele, die nur gelegentlich zur Zigarette greifen.

Nichtraucher wurden zum Thema Rauchverbot in Deutschland befragt

Die Nichtraucher sind ebenfalls befragt wurden, wie es mit der Zukunft der Raucher in Deutschland weitergehen soll. Jeder Dritte gab dabei an, dass er oder sie am Liebsten ein komplettes Rauchverbot hätte. Die Beschränkung auf Bahnhöfe und Restaurants ist ihnen noch nicht genug. Dabei denken viele auch an die Kinder, welche nachweislich unter dem Passivrauchen extrem leiden können. Traurigerweise rauchen Erwachsene mit Kindern mit 36 Prozent sogar öfter als Menschen ohne Kinder (28 Prozent).

Keine transkranielle Magnetstimulation bei Suchtpatienten - die Methode löst Rückfälle aus

Magnetstimulation stellt sich als ungeeignet für Suchtpatienten heraus und führt zu Craving

Mann beim Rauchen - er bläst Rauch einer Zigarette aus
Breathing smoke out © Photographee.eu - www.fotolia.de

Bei der transkraniellen Magnetstimulation (auch TMS genannt) wird das Gehirn des Patienten verschiedenen Magnetfeldern ausgesetzt. Diese bewirken, dass einzelne Areale stimuliert oder gehemmt werden.

Craving durch Magnetstimulation

Diese Methode hat sich aber als ungeeignet für Suchtpatienten heraus gestellt. Bei ihnen können die Magnetfelder heftige Rückfälle auslösen. Der Fachbegriff für das heftige Verlangen nach der jeweils süchtig machenden Substanz nennt man „Craving“, abgeleitet aus dem Englischen für „Verlangen“. Wieso führt eine transkraniellen Magnetstimulation zum Craving?

Forscher hatten die TMS einsetzen wollen, um Raucher von ihrer Sucht zu befreien. 15 Probanden hatten sich für die Methode freiwillig gemeldet. Doch statt die Nikotinsucht loszuwerden, wurde das Craving der Testpersonen noch verstärkt.

Erhoffte Wirkung bleibt aus

Beim Einsatz eines Magnetfeldes von 10 Herz wurde die Sucht für die Patienten übermächtig. Dies war erwartet worden. Dann senkte man die Frequenz auf ein Herz und wollte das Craving so abschwächen. Diese Wirkung stellte sich jedoch nicht ein. Nun sucht man nach der Ursache für das Ausbleiben der erhofften Wirkung.

Weniger Klinikaufenthalte durch Rauchentwöhnung bei psychisch Kranken

Viele psychisch kranke Menschen sind häufig auch Raucher. Durch das Rauchen wird aber auch oftmals die Wirksamkeit der verordneten Medikamente, den sogenannten Neuroleptika, beeinträchtigt. Trotzdem versuchen aber die behandelnden Ärzte ihre Patienten nicht zum Aufhören mit dem Rauchen zu bewegen.

An einer Studie nahmen jetzt 224 Patienten teil, die unterschiedliche psychische Erkrankungen hatten und Raucher waren. So hatten sich auch 16 Prozent der Teilnehmer entschlossen, innerhalb eines Monats mit dem Rauchen aufzuhören. Zuerst bekamen alle Teilnehmer Informationsmaterial zur Verfügung gestellt, aber Interessierte erhielten zudem auch Nikotinpflaster oder Kaugummis, die zur Rauchentwöhnung beitragen sollten. Zusätzlich nahm eine Gruppe noch an speziellen Schulungen teil, einmal an einem Computerprogramm sowie auch ein persönliches Gespräch mit einem Arzt.

Von dieser Gruppe hatten nach drei Monaten 13,9 Prozent der Patienten mit dem Rauchen aufgehört und nach eineinhalb Jahren waren es sogar 20 Prozent. Die Rauchentwöhnung hatte sich zudem positiv auf die Erkrankung ausgewirkt, so mussten weniger betroffene Patienten erneut zu einer klinischen Behandlung wiederkommen.

Vier unterschiedliche Zigarettendesigns, die bei der Entwöhnung helfen könnten

E-Zigarette, Verdampfer, Akku und Liquid
E-Zigarette - Verdampfer - Akku - Liquid © Pixelot - www.fotolia.de

Endlich mit dem Rauchen aufzuhören, ist der Wunsch zahlreicher Menschen. Ein Designer aus Taiwan hat sich diesbezüglich zur Entwicklung besonderer Zigaretten entschieden. Vier unterschiedliche Designs könnten dem Raucher damit bei der Entwöhnung helfen.

So gibt es zum einen das Design "Tobacco-Luck", bei dem sich der Filter von Zigarette zu Zigarette verlängert und die Rauchdauer somit vekürzt wird. "Tobacco-Sharing" hat einen Filter an jeder Seite, sodass diese Form von zwei Menschen geteilt wird.

"Tobacco-Trace" ist ein Glimmstängel, auf dem jeweils eine bestimmte Identifikationsnummer zu finden ist, mit der man den Raucher ermitteln kann - dies kann zum Beispiel in Zonen, in denen Rauchen verboten ist, hilfreich sein. Und schließlich gibt es mit "Tobacco-Day" durchnummerierte Zigaretten, die dem Raucher ins Bewusstsein rufen, wie hoch sein täglicher Nikotinkonsum tatsächlich ist.

Viel höhere Rückfallquote bei Rauchverzicht auf eigene Faust

Wer seinen Ausstieg aus der Nikotinsucht plant, erhöht seine Erfolgschancen enorm, wenn er auf ein kombiniertes Konzept setzt: Verhaltenstherapie in der Gruppe oder in Einzelbehandlung plus medikamentöse Unterstützung, empfiehlt Professor Dr. Anil Batra vom Arbeitskreis Raucherentwöhnung an der Uni Tübingen.

20 bis 30 Prozent der Aufhörwilligen sind nach diesem Konzept nach einem Jahr noch enthaltsam, erklärt er in der Apotheken Umschau. Von denen, die auf eigene Faust in das Nichtraucherleben starten, schaffen es dagegen nur drei bis sechs Prozent.

Wer die Ein-Jahres-Hürde nimmt, hat gute Chancen, dauerhaft ohne Zigaretten auszukommen. "Die meisten Rückfälle passieren innerhalb der ersten drei Monate", erklärt Batra.

Gesundheitsvorteile nur nach radikalem Rauchverzicht

Nur Raucher, die radikal mit dem Tabakkonsum brechen, dürfen langfristig mit handfesten Gesundheitsvorteilen rechnen, berichtet das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. Das Blatt stützt sich auf die Ergebnisse einer zwei Jahrzehnte dauernden Studie mit 51000 Teilnehmern.

Diese wurden in drei Gruppen eingeteilt: Eine verringerte ihren Zigarettenkonsum um die Hälfte, eine zweite rauchte unverändert weiter und die dritte Gruppe hörte mit dem Rauchen auf. Nach 25 Jahren war die Todesrate der Ex-Raucher um die Hälfte gesunken. Raucher, die ihren Konsum halbiert hatten, starben dagegen genauso häufig an Tabak-bedingten Krankheiten wie jene, die unverändert weiterrauchten.

Schonendere Behandlungsmethode von Nikotinsucht entdeckt

Frau zerknüllt eine rote Zigarettenschachtel in ihrer Hand
Junge Frau zerknüllt Zigarettenschachtel (weisser Hintergrund) © Knut Wiarda - www.fotolia.de

Neuesten Erkenntnissen aus den USA und Portugal zufolge entfaltet Nikotin seine suchtauslösende Wirkung nicht erst im menschlichen Gehirn, sondern stattdessen bereits auf der Zunge. Deren Geschmacksknospen enthalten Andockstellen für das Suchtmittel, die ein einzigartiges Geschmacksempfinden auslösen und eine wichtige Rolle im Rahmen der Entstehung der Nikotinabhängigkeit spielen.

Aufgrund der Tatsache aber, dass diese Erkenntnismoleküle unabhängig vom normalen Geschmackssinn arbeiten, können zukünftige Wirkstoffe gegen Nikotinsucht direkt auf die Zunge aufgetragen werden und diese somit schonender als mit herkömmlichen Methoden behandelt werden.

Während bislang verfügbare Wirkstoffe, die auf die Nikotinrezeptoren im Hirn abzielten, schwere Nebenwirkungen auslösen und nur eine geringe Erfolgsquote versprechen, könnten zukünftig die Rezeptoren auf der Zunge direkt mit dem Wirkstoff in Kontakt gebracht und somit die Effizienz erhöht und Nebenwirkungen reduziert werden.

Rauchen: Sucht mit zehn bis fünfzehn Minuten Sport eindämmen

Schwarzhaarige Joggerin in weißem Sport-BH
girl jog © Serguei Kovalev - www.fotolia.de

Als Raucher weiß man wie schwer es fällt den Griff nach dem Glimmstängel einzustellen. Je nach Konsum zeigt sich die Lust, sprich das Verlangen, nach einer neuen Zigarette relativ schnell nach der zuletzt gerauchten.

Wissenschaftler der Universität Exeter/Großbritannien fanden nun in einer Studie heraus, dass sportliche Aktivitäten das Verlangen einschränken kann. So genügen wohl bereits zehn bis fünfzehn Minuten Radfahren oder Joggen, um das Gehirn "abzulenken".

Vermutet wird von den Forschern, dass beim Sporttreiben vermehrt Dopamin im Körper ausgeschüttet wird, dass die Gelüste nach einer Zigarette reduziert. Empfehlenswert ist es deshalb beim Rauchen aufhören öfter Sport zu treiben. Gesundes Plus: Die Stimmung hellt sich auf, die Figur bleibt in Form und die Lungenfunktion wird gesteigert.

Bakterielle Infektionen

Generell wird durch das Rauchen das Risiko, an einer bakteriellen Infektion zu erkranken, erhöht. Es kommt zu Veränderungen in unterschiedlichen Geweben, da der Zigarettenrauch das Wachstum unterschiedlicher Bakterien beeinflussen kann - die natürlich vorkommenden Arten werden gehemmt, während sich mögliche schädliche Formen ausbreiten können. Zudem nimmt man an, dass die Giftstoffe, die von bestimmten Bakterienarten produziert werden, mit Nikotin und dessen Abbauprodukten in Wechselwirkung treten.

Der Verlauf von Bakterieninfektionen ist bei Rauchern in der Regel schwerer, da das Immunsystem schwächer ist. Zu den möglichen Infektionen zählen beispielsweise

Auswirkungen auf weitere körperliche Mechanismen

Neben all diesen ernsthaften und teils lebensbedrohlichen Erkrankungen hat das Rauchen noch Auswirkungen auf eine Vielzahl weiterer körperlicher Mechanismen, welche ebenso dem Feld der Gesundheit zuzuordnen sind. So kann es zu

kommen.

All diese Risikofaktoren für die Gesundheit führen letztlich dazu, dass die Lebenserwartung eines Rauchers je nach Konsumverhalten und Geschlecht durchschnittlich um sechs bis zehn Jahre reduziert ist. Zudem ist festzustellen, dass die Lebensqualität in den letzten Lebensjahren in der Regel deutlich sinkt.

Rauchen ist demnach eine Angewohnheit, deren Negativauswirkungen auf die Gesundheit nicht unterschätzt oder verharmlost werden dürfen. Dabei spielt nicht nur die Gesundheit des Rauchers eine Rolle - durch das Passivrauchen ist auch die Gesundheit der Mitmenschen gefährdert; in diesem Artikel gehen wir näher auf dieses Thema ein.

Stärkstes Wohngift: Zigarettenrauch

Graphik Rauch unter Rauchmelder an Decke
smoke detector and smoke © Bertold Werkmann - www.fotolia.de

Zigarettenrauch ist das weitaus gefährlichste Gift im häuslichen Bereich. „Nie rauchen, wo Kinder leben“, ist denn auch der Tipp des Apothekenmagazins BABY und die ersten Lebensjahre in einer großen Zusammenfassung über Schadstoffe im Haushalt.

Kein Wunder: Die Liste der Inhaltstoffe von Zigaretten ist Furcht erregend: Kohlenmonoxid und Blausäure, die Schwermetalle Cadmium, Nickel und Blei, die Krebserreger Benzol, Nitrosamine und Vinylchlorid und viele andere. Die wichtigsten nachgewiesenen Folgen bei Kindern: erhöhte Anfälligkeit für akute Atemwegsinfekte bis hin zur Lungenentzündung, häufiger Bronchitis und Allergien.

Asthma kommt bei Raucherkindern, einer neuen Studie des Münchner Kinderarztes Dr. Michael Kabesch an 3000 Kindern zufolge, nahezu doppelt so häufig vor. Auch das Risiko, am „plötzlichen Kindstod“ zu sterben, steigt.

Rauchen schadet der Denkkraft von Senioren

Wer im Alter raucht, riskiert geistigen Verfall, berichtet das Apothekenmagazin Senioren Ratgeber.

In einer Studie mit knapp 10.000 über 65-Jährigen bestimmte ein internationales Forscherteam wiederholt mit Fragebögen und Tests die geistige Leistungsfähigkeit der Teilnehmer.

Ergebnis: Raucher bauten schneller und deutlicher ab als Nichtraucher.

Jede Zigarette kostet acht Minuten Lebenszeit

Mann mit Bart zieht an einer braunen Zigarette
Fumo © chiarafornasari - www.fotolia.de

Jede einzelne Zigarette verkürzt das Leben durchschnittlich um acht Minuten. Raucher sterben daher im Schnitt vier Jahre früher als Nichtraucher.

"Die Schäden, die Sie Ihren Adern durch das Rauchen zufügen, können Sie auch durch mehr Bewegung oder gesünderes Essen nicht wettmachen", sagt Prof. Dr. Helmut Gohlke, Chefarzt am Herzzentrum Bad Krozingen, in der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau.

Raucher haben nicht nur ein höheres Risiko, am Herzinfarkt zu sterben, sie leben auch ständig in Gefahr, Krebs zu entwickeln.

Die gute Nachricht: Aufhören lohnt sich immer. Wer auf Zigaretten verzichtet, kann das Infarktrisiko innerhalb von zwei Jahren mehr als halbieren.

Acrylamid im Zigarettenrauch

Glas Aschenbecher mit glühender Zigarette auf schwarzem Tisch
Aschenbecher mit brennender Zigarette © Gerald Schittenhelm - www.fotolia.de

Acrylamid, der in vielen gerösteten Lebensmitteln wie Pommes frites und Chips nachgewiesene Giftstoff, befindet sich auch im Zigarettenrauch. Das berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau unter Berufung auf den Münsteraner Biochemiker und Ernährungswissenschaftler Professor Peter Fürst.

Zigarettenrauch sei eine wesentlich stärkere Acrylamidquelle als die einschlägigen Lebensmittel, sagt Fürst. Deshalb hält er es für wichtiger mit dem Rauchen aufzuhören, als auf Pommes zu verzichten.

Rauchen macht vergesslich

Junge Frau mit langen blonden Haaren und pinken Nägeln zieht an einer Zigarette
Young woman smoking © Edyta Pawlowska - www.fotolia.de

Starke Raucher haben wesentlich öfter Gedächtnislücken als Nichtraucher. Das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber berichtet über eine Studie englischer Forscher, die das Langzeitgedächtnis beider Gruppen untersuchten und verglichen.

Die Raucher schnitten beim Test um so schlechter ab, je mehr Zigaretten sie täglich konsumierten. Auch das alltägliche Gedächtnis funktioniert bei ihnen tendenziell schlechter.

Die Forscher vermuten, dass die Schwankungen des Nikotinspiegels bei Rauchern die Aufnahme, Speicherung und das Abrufen von Informationen beeinträchtigen.

Gelegenheitsrauchen schädlicher als angenommen

Norwegische Wissenschaftler haben in einer Studie bei 43.000 Menschen die Folgen des Gelegenheitsrauchens untersucht. Dazu zählt das Rauchen von einer bis vier Zigaretten pro Tag. Das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erkranken stieg schon bei diesem Konsum um das Dreifache an.

Des Weiteren stellten die Forscher fest, dass das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken bei Frauen um das Fünffache und bei Männern um das Dreifache erhöht war. Auch die Sterblichkeitsrate lag bei Menschen, die nur gelegentlich rauchen, deutlich höher als bei Nichtrauchern.

Durch Rauchen neue Krankheiten als Folgeschäden erkannt

Der ranghöchste Gesundheitsberater in den Vereinigten Staaten ist Richard Carmona. Er hat in seinem neusten Krankheitsbericht einige neue Leiden, an denen die Menschen durch das Nikotin erkranken können, aufgenommen. Vor 40 Jahren ist der letzte Bericht erstellt worden.

Durch die Nikotinsucht besteht nun auch erhöhte Wahrscheinlichkeit an Leukämie, Lungenentzündung oder Grauem Star, neben den bisherigen Krankheiten der verschiedenen Krebsvarianten wie Gebärmutter-Schleimhaut-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen- oder Nierenkrebs, zu erkranken.

Richard Carmona sagt weiterhin, dass die Nikotinsucht fast jedem menschlichen Organ Schaden zufügt, obwohl schon seit Jahrzehnten die negativen Folgen des Rauchens bekannt sind.

Vorzeitiger Zahnverlust bei Rauchern

Mann, der von Zahnarzt im Mund untersucht wird
dentist © Sandor Kacso - www.fotolia.de

Raucher haben eine 1,5-fach höhere Chance ihre Zähne vorzeitig zu verlieren, so erklärte dies Prof. Michael Noack, der Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie an der Universität Köln, weil sich Nikotin auf verschiedenste Weise auf Zahnfleisch und Zähne auswirkt. Das Nervengift stört auch die Warnsignale der Zähne und verzögert auch die warnende Blutung des Zahnfleisches.

Der Zahnarzt wird von Rauchern oftmals zu spät aufgesucht. Diese Folgeerscheinungen vom Rauchen treten auch bei optimaler Mundhygiene auf. Raucher, die aufhören mit dem Rauchen, können die Hoffnung haben, dass bei Parodontitis nach einem halben Jahr die gleichen Heilungschancen wie bei Nichtrauchern bestehen.

Zigaretten sind zehnmal schlimmer für die Luftverschmutzung als Dieselmotoren

Nahaufnahme ausgedrückte Zigaretten in Aschenbecher
Stubs in an ashtray © mashe - www.fotolia.de

Der Zigarettenrauch ist zehnmal schlimmer als die Abgase eines neuen Dieselmotors, wie Wissenschaftler vom Mailänder Krebsinstitut in einem Experiment jetzt feststellten.

In den italienischen Alpen, wo sich in der Luft nur sehr wenig Feinstaub wiederfindet, machten die Forscher ihre Versuche in einer Garage. Ein Dieselmotor lief 30 Minuten lang, danach wurden 3 Zigaretten abgebrannt. Das Ergebnis der Auswertungen zeigte, dass die Feinstaubkonzentration im Zigarettenqualm zehnmal höher war als die Dieselabgase.

Der Zigarettenqualm ist nur sehr kurzlebig und schadet somit hauptsächlich der näheren Umgebung, wie die Wissenschaftler weiter mitteilten.

Raucher erkranken doppelt so häufig an Diabetes

Hände eines Diabetikers, Bluttest in Fingerkuppe
Diabetic is doing a glucose level finger blood test. © evgenyb - www.fotolia.de

Raucher erkranken doppelt so häufig am Diabetes vom Typ 2 wie Nichtraucher, berichtet das Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber. Die lange gehegte Vermutung, dass der Tabakgenuss ein Risikofaktor für die weitaus häufigste Form des Stoffwechselleidens ist (in Deutschland sind rund sieben Millionen Menschen erkrankt), wurde jetzt in einer amerikanischen Studie bestätigt.

Die tägliche Zigarettenmenge spielte nur eine untergeordnete Rolle. Andere Faktoren, die das Diabetesrisiko ebenfalls beeinflussen, wie Körpergewicht, Alter, Geschlecht, Blutfette und Blutdruck, wurden bei der Auswertung berücksichtigt.

Die gute Nachricht: Aufhören lohnt sich. Das Diabetes-Risiko ehemaliger Raucher unterschied sich kaum von dem der Nichtraucher.

Alle Organe werden beim Rauchen beschädigt

Junge Frau zieht an Zigarette
Smoking woman © Stas Perov - www.fotolia.de

Rauchen ist noch viel schädlicher als bisher angenommen. Dies teilte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit und beruft sich dabei auf Erkenntnisse der Obersten Amerikanischen Gesundheitsbehörde.

Die BZgA schreibt, dass durch das Rauchen kaum ein Organ im Körper nicht beschädigt werden würde. Neben Magen- und Lungenkrebs kann es ebenso Leukämie, Nieren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs verursachen. Selbst das Risiko einer Augenerkrankung sei erhöht.

Seit Anfang des Jahres 2000 bis heute sind laut BZgA bundesweit knapp eine halbe Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens gestorben.

Rauchende Kids sind schlechter in der Schule

Gelangweilter Schüler drückt Gesicht zusammen, Augen geschlossen
Langeweile © Klaus Eppele - www.fotolia.de

Eine Studie der DAK hat ergeben, dass rund ein Drittel aller deutschen Schüler heute rauchen. Außerdem stellte sich heraus, dass qualmende Kids schlechtere Noten haben und öfter vor dem Fernseher sitzen als gleichaltrige Nichtraucher.

Jeder achte Junge macht morgens innerhalb der ersten fünf Minuten eine Zigarette an. Die Studie der Krankenkasse zeigt darüber hinaus, dass das Rauchen für 35 Prozent der Mädchen ein Ersatz fürs Essen sei. Eine andere Studie beweist zudem, dass Raucher auch zu höherem Alkoholkonsum neigen.

Schlechtes Gedächtnis im mittleren Alter durch Rauchen

Mann beim Rauchen - er bläst Rauch einer Zigarette aus
Breathing smoke out © Photographee.eu - www.fotolia.de

Auf allen Zigarettenpackungen steht "Rauchen schadet der Gesundheit", aber dass Rauchen neben dem Krebsrisiko und dem Herz-Kreislauf auch dem Geist schadet, haben französische Forscher in einer Studie festgestellt. So untersuchten sie die Daten von 10.000 englischen Beamten, die an der Whitehall-II-Studie in den Jahren 1985 bis 1988 teilgenommen hatten, und anschließend zwischen 1997-1999 erneut befragt wurden.

Bei dieser Befragung wurde auch das Thema "Rauchverhalten" angesprochen. Bei der zweiten Befragung haben sich auch 5400 Freiwillige zusätzlich einem kognitiven Test unterzogen, wobei die Gedächtnisleistung, das logische Denkvermögen und der Wortschatz, bzw. die Wortflüssigkeit untersucht wurden.

Fünf Jahre danach haben sich 4.700 von diesen Befragten nochmals einem neuen Test unterzogen, mit dem Ergebnis, dass besonders viele Raucher schlecht abschnitten. Bei denjenigen, die mit dem Rauchen aufgehört haben, lag das Risiko, schlecht abzuschneiden, um 30 Prozent niedriger.

Höheres Risiko bei Rauchern für Dickdarmkrebs

Bei Rauchern besteht um 20 Prozent höheres Risiko an Dickdarmkrebs zu erkranken als bei Nichtrauchern, wie auch die "Ärzte Zeitung" schreibt.

Das europäische Krebsinstitut in Mailand hatte 121 Studien ausgewertet und stellte fest, dass, je mehr Zigaretten geraucht werden, desto höher das Risiko einer Erkrankung ist. Ebenso liege die Todesrate bei Dickdarmkrebs bei den Rauchern um ein Viertel höher als bei den Nichtrauchern.

Dumm durch Tabakrauch?

Frau zerknüllt eine rote Zigarettenschachtel in ihrer Hand
Junge Frau zerknüllt Zigarettenschachtel (weisser Hintergrund) © Knut Wiarda - www.fotolia.de

Wir alle wissen, das Rauchen schädlich ist für die Lunge, aber ist auch der Verstand davon betroffen? Eine britische Studie behauptet, dass der Tabakrauch sich eventuell auf die Gedächtnisleistung negativ auswirken könne, wobei viele der Raucher genau das Gegenteil behaupten. Auf Dauer gesehen kann es durch den Tabakrauch zu einem Abbau kommen, der sogar bis zur Demenz führen kann, so dass auch die sogenannten "Passivraucher" davon betroffen wären.

Bei Testversuchen mit Nichtrauchern, stellten die Forscher fest, dass bei den 5.000 Teilnehmern öfters Personen, die schlechter bei den Tests abschnitten, diejenigen waren, die auch mehr Kontakt zu Rauchern hatten.

Als Erklärung gaben die Forscher bekannt, dass durch das Passivrauchens auch das Herzkreislaufsystem betroffen ist und somit auch eventuelle Durchblutungsstörungen im Gehirn die Folge sein könnten.

Mangelndes "WRN"-Protein lässt Raucher schneller altern

Mann mit Bart zieht an einer braunen Zigarette
Fumo © chiarafornasari - www.fotolia.de

Dass Raucherhaut wesentlich stärkeren Belastungen ausgesetzt ist als die von Nichtrauchern, ist hinlänglich bekannt. Auch dass Raucher zumeist früher sterben, wissen viele Menschen. Doch nun haben Wissenschaftler der University of Iowa herausgefunden, dass ein mangelhaft vorkommendes Protein mit Namen "WRN" grundsätzlich für eine frühere Hautalterung sorgt. Dieses Protein ist im menschlichen Organismus für die Behebung von Schäden in der Gensubstanz zuständig.

Bei den Untersuchungen fanden die Forscher heraus, dass die Fibroblasten sowohl weniger WRN aufwiesen als auch die Fähigkeit zur Zellteilung und damit Zellerneuerung verloren hatten.

Die Forschungen in Bezug des WRN-Proteins werden nun noch weiter betrieben, in der Hoffnung damit neue Behandlungsmethoden für erkrankte Raucher entwickeln zu können.

Raucher erhalten früher Stents in den Blutgefäßen

Rote 3-D-Grafik eines Blutgefäßes mit Stent
Blutgefäß mit Stent © psdesign1 - www.fotolia.de

Dass das Rauchen sicherlich nicht gerade der Gesundheit förderlich, ist mittlerweile bei den meisten vorgedrungen. Gerade in Sachen Blutgefäße sind Raucher etwa 13 Jahre früher von einem Einsetzen der so genannten Stents betroffen.

Mit Stents werden in der Medizin gitterförmige Implantate bezeichnet, die zur Unterstützung instabiler Blutgefäße und besonders der Herzkranzgefäße eingesetzt werden.

Anlässlich des am 31. Mai stattfindenden Welt-Nichtrauchertags weisen die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Nordrhein-Westfalen darauf hin, dass Raucher hier einem erhöhten Risiko erliegen wesentlich früher auf die Implantate angewiesen zu sein.

Zudem zeigt sich bei Menschen die auch nach der Operation weiter rauchen, dass sich deutlich mehr Komplikationen einstellen, die sehr oft lebensbedrohliche Formen annehmen und durchaus zu einem frühzeitigen Tod führen können.

Gene bei Rauchern entdeckt, die für Lungenkrebs verantwortlich zu zeichnen sind

Grafik eines Lungentumors (Lungenkrebs) im Körper eines Mannes, Tumor gelb-rot leuchtend hervorgehoben
Lung Cancer - Tumor detail © decade3d - www.fotolia.de

Drei Gene beim Raucher scheinen dafür verantwortlich zu sein, dass diese an Lungenkrebs erkranken. Zu dieser Erkenntnis kamen britische Wissenschaftler, die zu der Thematik Rauchen, Nichtrauchen und Genveränderungen eine entsprechende Studie durchführten. Hierbei konnten die Forscher an den Chromosomen 5, 6 und 15 Veränderungen entdecken, die nun als eine der Ursachen für die Entstehung von Lungenkrebs bei Rauchern fixiert werden konnten.

Allein schon dann, wenn sich nur zwei der drei Gene verändert aufzeigen, steigt das Lungenkrebs-Risiko bei Rauchern um sage und schreibe 80%. Nichtraucher, die zwar auch über diese genetische Veränderung verfügen, haben hier allerdings kein Risiko einer derartigen Erkrankung.

Langfristige Folgen beim Kind durch ein Rauchen in der Schwangerschaft

"Raucher-Kinder" weisen starke Mängel beim Sprachverständnis, Artikulation und Rhythmusgefühl auf

Weiße Schachtel mit Zigaretten, die Filter nach rechts zeigend
cigarettes © Djordje Korovljevic - www.fotolia.de

Rauchen an sich, bereits für denjenigen schädlich der es tut. Doch für ein Ungeborenes wiegen die Folgen noch weitaus schwerer, wenn die werdende Mutter raucht. Zu diesem wichtigen Thema fanden Wissenschaftler der Universität Bremen heraus, dass Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft geraucht hatten, selbst im Vorschulalter noch Defizite aufzeigen.

Untersucht wurde bei 100 Kindergartenkinder unter anderem der kognitive Entwicklungsstand, der die Fähigkeit zum Kreativ-Sein, Erinnern und Lernen beinhaltet. Als Vergleich wurden diese Fähigkeiten auch bei ebenfalls 100 Kindern untersucht, die im Mutterleib kein Nikotin abbekommen hatten.

Defizite bei "Raucher-Kindern"

Wie die Forscher herausfanden, zeigen die "Raucher-Kinder" gegenüber den rauchfreien Kindern deutliche Defizite beim Rhythmusgefühl, Artikulation, Sprachverständnis und auch der Psychomotorik. Noch wissen die Wissenschaftler nicht genau, welche biochemischen Mechanismen für diese Defizite aufgrund des Rauchens in der Schwangerschaft verantwortlich sind.

Sicher ist allerdings, dass das Nikotin im Mutterleib an das Ungeborene geleitet wird und es die Sauerstoffversorgung auch und besonders im Gehirn des Kindes blockiert, sowie die Plazenta in ihrer Funktion einschränkt.

Gefäße von ehemaligen Rauchern haben bleibende Schäden

Das Risiko von Gefäßverkalkungen verringert sich bei Ex-Rauchern, Gefäßschäden bleiben

Nahaufnahme männliche Hand drückt Zigarette in vollem Aschenbecher aus, daneben weitere Zigaretten
tabac © Tjall - www.fotolia.de

Wie eine Studie ergab wird das Risiko für Gefäßverkalkungen auch bei ehemaligen Rauchern vermindert, aber leider bleiben trotzdem Schäden an den Gefäßen bestehen. Dies stellte man im Rahmen einer Untersuchung auf Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen fest, wobei man feststellen wollte welche Rolle das Rauchen auch bei dem Eiweiß im Urin spielt, was im Fazit ein Hinweis auf eine Arteriosklerose ist.

Höhere Eiweißausscheidungen bei Rauchern

Hierbei stellte man einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Tabak und den Eiweißausscheidungen fest. So steigt die nicht erwünschte Eiweißausscheidung gegenüber zu den Nichtrauchern bei einem Konsum bis zu 20 Zigaretten täglich um 6,8 Prozent. Danach sogar auf 12,5 Prozent.

Bleibende Schäden

Aber auch, wer mit dem Rauchen aufhörte wies noch eine um 4,7 Prozent höhere Häufigkeit auf. Als Ergebnis gilt es festzustellen, dass durch nachträgliches Nicht-Rauchen das Risiko zwar gesenkt aber nicht normalisiert wird. Trotzdem sollte das Rauchen eingeschränkt werden, weil es neben der Gefäßschäden auch zu hohem Blutdruck, höhere Herzfrequenz und zu den bekannten Folgeerkrankungen führen kann.

Raucher benötigen bei Rheuma höhere Medikamentengaben

Mehrere Pillen auf Handfläche, weißer Hintergrund
Pillen © Ray - www.fotolia.de

Menschen, die von einer rheumatoiden Arthritis betroffen sind und zeitgleich rauchen, benötigen neuesten Studienergebnissen nach mehr antirheumatische Medikamente als es bei denjenigen der Fall ist, die nicht rauchen.

Verantwortlich ist hierbei wohl die Tatsache, dass der Zigarettenkonsum die Wirkung der Arzneimittel reduziert und somit höhere Dosierungen erforderlich werden. Diesen Hinweis gibt der Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen Edmund Edelmann, nicht ohne ergänzend anzuführen, dass zeitgleich auch die Aktivität der Krankheit eine Steigerung erfährt.

Zudem sollten betroffene Rheumatiker wissen, dass sich durch die Notwendigkeit der hohen Dosierungen Nebenwirkungen verstärkter aufzeigen können. Wird das Rauchen aufgegeben, dann sinkt auch der Bedarf der Antirheumatika langsam, aber deutlich und grenzt somit wiederum die Nebenwirkungen ein.

Raucher haben öfter Kopfschmerzen und Migräne

Alter Mann mit Kopfschmerzen fasst sich mit beiden Händen an die Stirn
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Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma - Rauchen ist schlecht für die Gesundheit und kann im schlimmsten Fall schreckliche Folgen haben. Auch Kopfschmerzen und Migräne-Attacken kommen bei regelmäßigem Tabakkonsum häufiger vor.

Julio Pascual vom Universitätskrankenhaus Santander fand jetzt zusammen mit seinem Team heraus, dass mehr als fünf Zigaretten pro Tag zu vermehrtem Auftreten von Migräneanfällen führt. Die Forscher belegten diesen Zusammenhang, indem sie 361 rauchende Medizinstudenten untersuchten. Auch Cluster- und Spannungskopfschmerzen traten häufiger auf. Wer Beschwerden dieser Art hat, sollte dringend darüber nachdenken, mit dem Rauchen aufzuhören.

Schmerztherapeuten fordern schon lange, dass bei rauchenden Patienten, die wegen chronischen Schmerzen behandelt werden, eine Nikotinentwöhnung in die Therapie integriert wird. Schmerzen, die durch Entzündungen oder Durchblutungsstörungen hervorgerufen werden, lassen sich deutlich verringern, wenn man den Glimmstängel links liegen lässt.

Makula-Degeneration: Rauchen kann im Alter zu Blindheit führen

Besonders Frauen sind von durch Rauchen bedingte Makula-Degeneration betroffen

Mund eines Mannes zieht an Zigarette, die er mit der rechten Hand hält
cigarette en bouche © ricky_68fr - www.fotolia.de

Die Makula liegt im Zentrum der Netzhaut und ermöglicht das abstufende Sehen. Wird der sogenannte gelbe Fleck beschädigt, können Betroffene irgendwann nicht mehr lesen oder Gesichter erkennen.

Tabakkonsum erhöht Risiko

Wissenschaftler an der University of California, Los Angeles haben jetzt herausgefunden, dass Tabakkonsum besonders im Alter das Risiko für eine solche sogenannte Makula-Degeneration erhöht. Die Forscher untersuchten die Netzhäute von 1958 Frauen, darunter 75 Raucherinnen, in fünfjährigen Abständen. Bei der ersten Untersuchung waren die Probanden 78 Jahre alt.

"Wir haben eine geringfügig höhere Rate von Makula-Degeneration bei Frauen, die älter als 80 Jahre alt waren, festgestellt. Aber die Rate war entscheidend höher, wenn die Frauen auch noch rauchten", so Studienautorin Anne Colemann.

Der Wissenschaftlerin zufolge sei es in diesem Zusammenhang nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören: "Wir haben herausgefunden dass sogar die Augen älterer Menschen davon profitieren". In den Industriestaaten ist die Krankheit bei Menschen über 50 Jahre eine der häufigsten Gründe für eine Erblindung.

Das schleichende Gift im Körper

Rauchen schadet nicht nur der Lunge - auch Haut, Herz und Knochen sind gefährdet

Mund eines Mannes zieht an Zigarette, die er mit der rechten Hand hält
cigarette en bouche © ricky_68fr - www.fotolia.de

Rauchen ist schädlich, keine Frage, und die meisten Menschen antworten auf die Frage "Welche Schäden richtet das Rauchen im Körper an?" mit einem Lungenkrebs oder Raucherhusten. Allerdings birgt das Rauchen noch weitaus mehr an schädigenden Faktoren im Organismus, da sich das Tabakgift regelrecht schleichend durch den Körper bewegt.

Neben den negativen Auswirkungen auf die Haut und Knochen, zeigen sich deutliche Beeinträchtigungen auf das Herz-Kreislauf-System, die wiederum einen Herzinfarkt ebenso forcieren können als auch einen Schlaganfall.

Durchschnittlich bis zu 12.000 unterschiedliche Inhaltsstoffe finden sich in Zigaretten und davon sind selbst nikotinreduzierte Tabakwaren nicht ausgenommen. Von dieser riesigen Zahl werden allein 40 als krebserregend betrachtet, so dass es kaum verwundert, dass Raucher sehr häufig an Kehlkopf-, Speiseröhren- oder auch Lungenkrebs erkranken.

Viele Argumente, die für den Rauchstopp sprechen

Dieses Wissen sollte ein Grund mehr dafür sein dem Rauchen auf Wiedersehen zu sagen, zumal sich bereits nach nur 48 Stunden nach der letzten Zigarette der Geruchs- und Geschmackssinn wieder zeigt und sich nach nur 20 Minuten viele wichtige Werte (Puls oder Körpertemperatur) auf ein normales Maß einpendeln.

Seminare können durch bewährte Methoden dabei helfen den Weg zum Nichtraucher besser bewältigen und vor allem einem neuen Griff nach dem Glimmstängel widerstehen zu können. Der Lohn ohne Zigaretten: Ein gesünderer Organismus, eine schöne Haut und gesunde Zähne, sowie eine allgemeine Steigerung der Lebensqualität.

Schutz vor Parkinson durch Rauchen

Studie: Langzeitraucher tragen geringeres Risiko, an Parkinson zu erkranken

Nahaufnahme glimmende Zigarette über Aschenbecher
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Wenn jemand lange geraucht hat, so stellte man bei verschiedenen Untersuchungen fest, dass dies vor der Erkrankung von Parkinson schützt. Dabei ist aber nicht die Anzahl der Glimmstängel entscheidend, sondern die Dauer der Nikotinsucht.

Bei der amerikanischen Studie wurden über 300.000 Menschen, die im Alter zwischen 50 und 71 Jahren waren, zu ihren Lebensgewohnheiten und der Ernährung über einen Zeitraum von zehn Jahren befragt. In dieser Zeit erkrankten auch 1.662 Menschen an Parkinson, wobei regelmäßige Raucher ein um 44 Prozent geringeres Risiko hatten an dieser Krankheit zu erkranken.

Bei längerem Nikotinkonsum sinkt das Parkinsonrisiko

Bei denjenigen, die irgendwann einmal geraucht und dann aufgehört haben, war das Risiko noch um durchschnittlich 22 Prozent niedriger. So fanden die Forscher weiter heraus, dass das Risiko, nicht an Parkinson zu erkranken, von der Anzahl der Jahre als Raucher abhängt. Als Beispiel: jemand, der länger als 40 Jahre Raucher ist, hat eine zu 46%ig geringere Wahrscheinlichkeit an Parkinson zu erkranken im Gegensatz zu einem Nichtraucher.

Bei einer Dauer zwischen 30 und 39 Jahren verringert sich das Risiko auf 35 Prozent. Wer nur in einem relativ kurzen Zeitraum von ein bis neun Jahren geraucht hatte, bekam die Krankheit mit um nur acht Prozent geringerer Wahrscheinlichkeit.

Aber die Forscher warnen davor, jetzt als Vorsorge gegen Parkinson mit dem Rauchen anzufangen, denn die Gefahren von anderen Erkrankungen liegen um einiges höher.

Täglich sterben in Deutschland 300 Menschen an den Folgen des Rauchens

Ausgedrückte Zigarette mit Asche auf weißem Hintergrund
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In Deutschland rauchen ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung, wovon wiederum ein Drittel auch über 20 Zigaretten täglich konsumiert, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Bundeszahnärztekammer in ihrem Bericht "Rauchen und Mundgesundheit" bekannt geben. Die Folge ist, dass auch mehr als die Hälfte der Raucher frühzeitig an den Folge-Erkrankungen durch das Rauchen stirbt.

In den letzten Jahren hat die Zahl der Raucher, besonders bei den jüngeren Menschen, abgenommen. Bei den Folge-Erkrankungen, neben den bekannten Risiken für Herz-Kreislauf und Schlaganfall, sowie auch Diabetes, ist auch die Mundhöhle mit den Zähnen zu erwähnen, denn wie auch in dem Report berichtet wird, besteht für Raucher ein doppelt so hohes Risiko für Zahnausfall, also durch Parodontose, als bei Nichtrauchern.

Auch an Mundhöhlenkrebs erkranken pro Jahr etwa 10.000 Menschen in Deutschland. Besonders die Zahnärzte könnten bei ihren Patienten, denn fast jeder geht einmal im Jahr zur Kontrolle zu seinem Zahnarzt, auf die Gefahren durch das Rauchen hinweisen.

Tabaksucht beeinflusst Gene - Zigarettenkonsum ist noch ungesünder als angenommen

Feuerzeug und zwei Zigaretten auf weißem Hintergrund
Feuerzeug und Zigaretten © Stauke - www.fotolia.de

Amerikanische Forscher an der Southwest Foundation for Biomedical Research (San Antonio) haben eine aktuelle Studie zum Thema Tabakkonsum veröffentlicht. Demnach könnte der blaue Dunst nochmal um einiges gefährlicher sein, als bis dato gemeinhin angenommen. Krebserkrankungen, Lungenleiden, Herzprobleme und ein schwaches Immunsystem sind die bekanntesten Nebenwirkungen von Tabak.

Wissenschaftler Jac Charlesworth und seine Mitarbeiter wiesen jetzt nach, wie das Rauchen diese Risikoerkrankungen hervorruft. Demnach beeinflussen die Wirkstoffe von Zigaretten sowohl einzelne Gene, als auch Gengruppen stark negativ und zwar besonders solche, die für die Immunabwehr verantwortlich sind. Auch genetische Prozesse, die das Auftreten von Krebs bewirken, werden durch die Qualmerei gefördert. "Niemals zuvor wurde eine so klare Verbindung zwischen dem Rauchen und der Erbgutaktivität hergestellt", resümierte Charlesworth. Es sei bemerkenswert, wie stark der Zusammenhang zwischen Rauchverhalten und Genaktivität sei.

Parodontitis - Regelmäßiger Check beim Zahnarzt ist für Raucher ein Muss

Offener Frauenmund bei Zahnarztuntersuchung
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Jeder sollte sich nach Möglichkeit einmal im Jahr vom Zahnarzt durchchecken lassen, um Erkrankungen im Mundraum vorzubeugen. Vor allem für Raucher ist die regelmäßige Kontrolle ein Muss, denn sie sind besonders anfällig für bakterielle Infektionen wie Parodontose.

Das Infektionsrisiko für Parodontitis ist bei Rauchern etwa fünf bis sechsmal so hoch wie bei Nichtrauchern, da ihr Immunsystem durch den ständigen Nikotinkonsum geschwächt und damit anfälliger für solche Infektionen ist. Zudem kann eine Parodontitis bei Rauchern schlechter erkannt werden, da ihre Mundhöhle weniger gut durchblutet ist und typische Parodontose-Symptome wie das Zahnfleischbluten nur schwer festgestellt werden können.

Die regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt ist damit unersetzlich, denn je früher die Parodontitis behandelt wird, desto besser liegen die Heilungschancen. Noch besser wäre es natürlich dem Rauchen ganz zu entsagen, dann liegt auch das Risiko, überhaupt erst an Parodontose zu erkranken, weitaus niedriger.

Rauchen gefährdet die Gesundheit - vor allem die der Frauen

Junge Frau in schwarzem Top steht an Bar und zieht an Zigarette, schaut nach oben
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Rauchen ist das Laster vieler Menschen. Damit aufzuhören kann schwierig sein, selbst wenn der Wille groß ist. Wie ein Sprecher des Bundesverbandes der Pneumologen in Berlin mitteilte, müssten die Ärzte sich mehr dafür einsetzen, dass ihre Patienten von ihrer Nikotinsucht loskommen.

Dabei sollten folgende Bedingungen da sein: ein Patient, der mit dem Rauchen aufhören will, ein ihn unterstützender Arzt, ein Programm zur Förderung des Patientenverhaltens sowie gewisse Medikamente - Rauchentwöhnungstabletten, die Vareniclin beinhalten, sollen eine sehr gute Wirkung zeigen. Dabei müssten sich vor allem Frauen dazu entschließen, aufzuhören, denn wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anhand mehrerer Studien festgehalten hat, sind vor allem Frauen anfällig für Krankheiten, die durch das Rauchen entstehen können. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt, Atemwegserkrankungen oder Lungenkrebs entstehen bei Raucherinnen viel wahrscheinlicher als bei Männern.

Neue Nebenwirkung des Rauchens entdeckt? Nikotin könnte Hirnstrukturen dauerhaft ändern

Dauerhafter und langjähriger Nikotinkonsum verändert vermutlich konstant die Hirnstrukturen

Grafik weiß, menschliches Gehirn von der Seite
gehirn von der seit © fotoflash - www.fotolia.de

Rauchen ist ungesund und hat verschiedene schädliche Einflüsse auf den menschlichen Körper, das ist schon lange klar. Doch nun glauben Forscher eine neue, bislang unbekannte Nebenwirkung des Nikotin entdeckt zu haben.

Abnahme von Hirnmasse in der Großhirnrinde

Es wäre möglich, dass der häufige Konsum des Giftes das Gehirn auf Dauer verändert. 22 Raucher und 21 Nichtraucher wurden in Berlin zu einer Studie gebeten. Die genaue Untersuchung der Testpersonen zeigte, dass ihre Gehirne sich auffallend voneinander unterschieden. Die Raucher hatten Veränderungen in der Großhirnrinde. Ein Areal darin war bei ihnen wesentlich dünner als bei den Nichtrauchern.

Intensität der Hirnstrukturveränderungen ist vom Konsumverhalten abhängig

Die Funktion dieses Areals ist der Medizin gut bekannt, denn es ist das Belohnungszentrum des Menschen und der Sitz seiner Impulskontrolle. Natürlich ist die Dicke des Areals von Geburt an bei jedem unterschiedlich, doch beide Gruppen wichen so voneinander ab, dass man den Zufall ausschließt. Zudem war es umso dünner, je höher der Nikotinkonsum der 22 Raucher war.

Wie genau die Abnahme des Hirnmasse aber mit dem Rauchen zusammenhängt, muss jetzt erst genauer erforscht werden.

Starkes Rauchen erhöht das Rheumarisiko

Röntgenbild einer Hand mit Rheumatoider Arthritis an Fingern und Handgelenk, rot hervorgehoben
Rheumatoid arthritis , Gouty arthritis ( Film x-ray hand of child with arthritis at multiple joint ) © stockdevil - www.fotolia.de

Eine schwedische Studie von Forschern des Karolinska Instituts zeigt, dass starkes und regelmäßiges Rauchen das Risiko einer rheumatischen Arthritis erheblich steigert. Selbst starke Raucher, die mit dem Laster aufgehört haben, haben noch ein deutlich höheres Rheumarisiko als Nichtraucher.

Die Forscher beobachteten 1.200 Patienten, die an Rheuma litten und verglichen deren Daten mit 870 gesunden Menschen. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt, je nachdem wie lange und wieviel sie geraucht haben oder immernoch rauchen. Es zeigte sich, dass die Probanden, die mindestens 20 Jahre lang rund 20 Zigaretten pro Tag rauchten, also als "starke Raucher" eingestuft wurden, ein 2,5 Mal höheres Risiko hatten an Rheuma zu erkranken als die Nichtraucher. Auch wenn diese bereits aufgehört hatten, war das Rheumarisiko bei ihnen noch erhöht.

Das Risiko nahm bei den ehemaligen, starken Rauchern mit zunehmender Abstinenz jedoch wieder ab.

Umweltschäden durch giftige Zigrarettenkippen

Zigaretten werden weiterhin gerne einfach weggeworfen - die Natur leidet unter dieser Unachtsamkeit

Zigarettenstummel, der ausgedrückt wurde, schwarze Krümel darum
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Viele Raucher werfen immer noch achtlos ihre Zigarettenkippen anstatt in die entsprechenden Behälter einfach auf die Straße, in Flüsse oder sogar in die Sandkästen auf den Spielplätzen. So sind die Zigarettenkippen der größte Müll, der in die Landschaft geworfen wird.

Giftige Zigarettenkippen in der Natur

Auf der ganzen Welt werden jährlich etwa 5,6 Billionen Zigaretten geraucht und davon etwa 4,5 Billionen in der Natur entsorgt. Dabei sind besonders die Filter giftig, denn dort befinden sich viele giftige Chemikalien und rund 50 Prozent des Teers aus dem Zigarettenrauch werden dort festgehalten.

Wissenschaftler stellten fest, dass schon eine einzige Zigarettenkippe in einem Liter Wasser für Fische tödlich ist. Aber auch ein Filter ohne Tabakrest und sogar nicht gerauchte Filter, die im Papier bestimmte Chemikalien enthalten, sind schädlich für unsere Umwelt.

So gelangen also viele Zigarettenreste, die auf die Straße oder sonst in die Natur geworfen werden, durch das Regenwasser in die Bäche, Flüsse und Meere. Umweltschützer stellten fest, dass an den Küsten mehr Zigarettenkippen herumliegen als irgendwelcher Plastikmüll.

Auch die Unsitte die "Kippen" im Sand auf den Spielplätzen zu entsorgen, hat sich leider noch nicht gebessert, doch durch kommunale oder landesweite Rauchverbote werden Verstöße weniger registriert. Am besten helfen dementsprechende Hinweisschilder, wie beispielsweise in Heidelberg, wo am Eingang zu den Spielplätzen die Eltern auf ihre Verantwortung und besonders auf das Recht der Kinder für "Gesunde Spielplätze" hingewiesen werden.

Tomaten sind gut für die Blutgefäße, schützen aber nicht beim Rauchen

Die Schutzwirkung von Tomaten auf Blutgefäße gilt nicht bei Rauchern

Frisch gewaschene Tomate, dahinter aufgeschnittene halbe Tomate
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Wissenschaftler von der Berliner Charité und der Universität Jena haben auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim am vergangenen Wochenende berichtet, dass der Verzehr von Tomaten sich gut auf die Blutgefäße auswirkt.

Auswirkung von Tomatenmark bei Rauchern

Aber wenn Raucher nun glauben, dass sie davon profitieren könnten, so werden sie enttäuscht werden, denn gegen das Rauchen bilden die Tomaten keinerlei Schutz, wie die Forscher weiter berichteten. Bei einer Studie hatte man dementsprechende Untersuchungen gemacht.

Von den 20 teilnehmenden Rauchern nahmen Teilnehmer der ersten Gruppe zwei Wochen lang täglich zusätzlich 70 Gramm Tomatenmark ein, die zweite Gruppe ernährte sich normal. Bei Blutuntersuchungen konnte man auch die Pflanzenstoffe der Tomate aufgrund eines höheren Lykopen-Spiegels nachweisen. Lycopin oder auch Lycopen gehört zur Klasse der Carotinoide und ist besonders in Tomaten und Hagebutten zu finden.

Diverse durch Nikotinkonsum mögliche Krankheiten

Aber die Blutgefäße wurden dadurch nicht positiv beeinflusst. Durch das Rauchen kommt es im Laufe der Zeit zu einer Verengung der Blutgefäße, so dass der Nikotinkonsum für Gefäßverkalkungen verantwortlich gemacht wird. Zudem führt das Rauchen auch zu einer chronischen Bronchitis, der chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und eventuell auch zu einer Krebserkrankung.

Arsenhaltiges Trinkwasser in Kombination mit Zigarettenkonsum sehr gesundheitsschädlich

Arsen und Rauchen bewirkt ein 300 Prozent erhöhtes Risiko an ischämischer Herzkrankheit zu sterben

Mund eines Mannes zieht an Zigarette, die er mit der rechten Hand hält
cigarette en bouche © ricky_68fr - www.fotolia.de

Der US-Amerikaner Yu Chen arbeitet am Departement of Environmental Medicine in New York. Er hat im aktuellen "British Medical Journal" seine neueste Studie veröffentlicht. Darin weist er nach, dass Raucher, die gezwungen sind, arsenhaltiges Trinkwasser zu konsumieren, ein extrem hohes Risiko haben, frühzeitig an einer kardiovaskulären Krankheit zu sterben.

Chen hat 11746 Männer und Frauen aus Bangladesh untersucht. Er hat ihren Urin getestet und Wasserproben aus den Trinkwasseranlagen entnommen, von denen diese Menschen versorgt werden. In Bangladesh müssen Millionen Menschen mit arsenhaltigem Trinkwasser zurecht kommen. Daher waren auch in dieser Studie viele Teilnehmer mit Arsen belastet. Deren Risiko an einer ischämischen Herzkrankheit zu sterben ist 50 Prozent höher.

Auch die Trinkwasserqualität muss ein Thema sein

Wenn sie zusätzlich rauchen ist es 300 Prozent höher, schreibt Chen in seiner Studie. Trotzdem reiche es nicht, Antirauchkampagnen zu fahren, auch die Trinkwasserqualität müsse ein Thema sein, sagte er.

Er hatte die Teilnehmer der Studie über einen Zeitraum von 6,6 Jahren beobachtet. Während dieser Zeit starben 400 Teilnehmer, 198 davon an einer kardiovaskulären Erkrankung.

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    Nur 40 Prozent der Ärzte raten Rauchern zum Aufhören

    Viele Ärzte und Patienten unterschätzen die Gefahren des Rauchens und gefährden somit die Gesundheit

    Nahaufnahme männliche Hand drückt Zigarette in vollem Aschenbecher aus, daneben weitere Zigaretten
    tabac © Tjall - www.fotolia.de

    Wenn Patienten, die auch Raucher sind, im Krankenhaus liegen, so werden sie selten von den Ärzten auf die Gesundheitsgefahr des Tabakgenuss hingewiesen und zum Aufhören bewogen. Dabei wäre es doch gerade zu solchen Situationen einfach dem Patienten die gesundheitlichen Gefahren näherzubringen. So werden zwar der Bluthochdruck und die anderen Symptome der Raucher behandelt, zum Aufhören werden aber die wenigsten angehalten.

    Auch bei den Hausärzten ist dies nicht viel anders, so raten nur etwa 40 Prozent der Ärzte den Patienten in ihrer Praxis bei einem Besuch zum Aufhören. Vielleicht befürchten viele, dass dann der Patient zu einem anderen Arzt wechselt, der vielleicht selber Raucher ist und so mehr Verständnis zeigt.

    Die Unterschätzten Gefahren des Rauchens

    Bei einer Studie stellte man jedoch fest, dass viele Ärzte das höhere Risiko für Folgekrankheiten, die durch das Rauchen bedingt sind, zwar sehen, aber auch unterschätzen. So sollten die Ärzte einmal sagen, wie viele Substanzen im Tabakrauch vorhanden sind. Laut Studie gab die Hälfte an, es seien etwa 100, doch in Wahrheit sind es 4.800.

    Auch bei der Zahl der jährlichen Todesopfer, zwischen 110.000 bis 140.000, lagen die Schätzungen oftmals daneben. Bezüglich der Behandlungsmethoden, beispielsweise der Akupunktur, herrscht ebenfalls vielfach Unwissenheit.

    Bessere Aufklärung und Unterstützung

    Wenn aber ein Raucher mehr über die giftigen Substanzen wüsste, die im Tabakrauch enthalten sind, so würde manch einer schnell das Rauchen einstellen, denn so können Arsen, Benzol, Cadmium oder das radiotoxische Polonium 210 dabei entstehen.

    Wer sich entschließt, mit dem Rauchen aufzuhören, der findet neben dem Hausarzt auch Unterstützung beim Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Dort gibt es über das "Rauchertelefon" Adressen von Kliniken und Therapeuten.

    Zahnimplantate können durch Rauchen Schäden erleiden

    Rechts Zahnarzt mit Mundspiegel und Kürette, links Helferin mit Sauger
    dental attendance © nyul - www.fotolia.de

    Rauchen schadet der Gesundheit, das wissen wir alle und denken vornehmlich an Lungenkrebs. Aber wie Forscher von der Universität in Manchester feststellten, können auch Zahnimplantate geschädigt werden.

    So hatte man in einer Studie mit über 1.500 Teilnehmern, die alle Zahnimplantate besaßen, über einen Zeitraum von fünf Jahren untersucht. Unter den Teilnehmern waren auch 549 Raucher. Nach dem Zeitraum stellte man fest, dass bei den Rauchern 5,5 Prozent ihre Implantate verloren hatten, bei den Nichtrauchern lag die Verlustquote bei 2,9 Prozent.

    In anderen Studien, die über zehn Jahren liefen, lagen die Quoten bei den Rauchern sogar bei zehn Prozent. Wie auch der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie, Professor Hendrik Terheyden erklärt, kommt es durch das Rauchen zu Entzündungen im Mund, weil die Blutversorgung im Zahnfleisch verschlechtert wird, so dass die Wundheilung beeinträchtigt wird. Die Folge ist dann eine Parodontitis und das Implantat lockert sich und es kommt schließlich zum Verlust.

    Nikotin ist einer der Hauptauslöser für Falten

    Zwei Gesichtshälften einer Frau - vor und nach der Faltenbehandlung
    Correction of wrinkles - half face © brozova - www.fotolia.de

    Selbst langjährigen Raucher werden in der Regel bestätigen, dass Nikotinsucht lange nicht so cool ist, wie Kate Moss, Keith Richards und Co. es aussehen lassen. Häufig sind Raucher die ersten, die zugeben, dass die Klamotten und die Wohnung stinken, dass die Gewohnheit extram an das liebe Geld geht und dass es vor allem sehr ungesund ist, zu rauchen. Schon zehn Glimmstengel täglich können das Krebsrisiko um das 2,4-Fache ansteigen lassen

    Besonders belastet wird auch die Haut, denn die Zellen büßen mit der Zeit ihre Fähigkeit ein, sich neu zu bilden. Nikotin und andere Stoffe im Tabak wirken sich auf den Fettstoffwechsel aus, und fördern die Ausbildung von Enzymen, die an der Hautalterung beteiligt sind. Wer aufhört, zu rauchen, tut also auch aktiv etwas gegen Falten. Wenn das mal kein Argument ist!

    Kleinere Babys bei Raucherinnen – Spätfolgen sind möglich

    Je früher Schwangere das Rauchen aufgeben, desto besser ist es für das Ungeborene

    Schwangere Frau mit Zigarette und Alkohol in den Händen
    careless pregnancy © Kirill Zdorov - www.fotolia.de

    Dass während der Schwangerschaft weder geraucht noch Alkohol konsumiert werden soll, hat sich mittlerweile herumgesprochen. In der Regel halten sich die werdenden Mütter auch an das Verbot gehaltvoller Getränke.

    Nur bei Zigaretten nehmen es viele nicht ganz so genau. Eine Zigarette kann doch nicht schaden, denkt so manche Raucherin. Doch auch der Genuss einzelner Glimmstengel kann beim werdenden Leben drastische Folgen haben. Darum lohnt es sich, komplett und vor allem frühzeitig auf den Tabak zu verzichten.

    Studien zum Rauchverhalten bei Schwangeren

    Eine Studie der Universität Southampton hat unter der Leitung von Nick Macklon in der Zeit von 2002 bis 2010 etwa 50.000 Schwangerschaften genauer unter die Lupe genommen.

    Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die Babys von Frauen, die in einem frühen Stadium der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufgehört hatten gewichtsmäßig nicht von den Säuglingen derjenigen unterschieden, die nie zu den Raucherinnen gehörten. Sie hatten die gleiche Dauer der Schwangerschaft und auch der Kopfumfang der Neugeborenen war gleich groß.

    Das zeige, so Macklon, eindeutig, wie sinnvoll es sei, frühzeitig mit dem Rauchen aufzuhören. Frauen, die während der Schwangerschaft weiterrauchten, bekommen kleinere Säuglinge, die dies auch später nicht mehr aufholen konnten. Damit bestehen durch rauchende Mütter Langzeitfolgen für die Kinder.

    Den Glauben, dass durch leichtere Babys die Geburt für die Mütter einfacher wäre, hält er für absolut irrig.

    Macklon stellte die Ergebnisse seiner Forschung auf dem Kongress des Verbandes für Fortpflanzungsmedizin und Embryologie (ESHRE) in Stockholm vor.

    Rauchen hat tatsächlich auch einen gesundheitlichen Vorteil - Raucher bekommen kaum Aphthen

    Raucher sind 15 Mal seltener Opfer von Aphthen

    Junge Frau mit langen blonden Haaren und pinken Nägeln zieht an einer Zigarette
    Young woman smoking © Edyta Pawlowska - www.fotolia.de

    Rauchen kann nicht nur zu diversen Krankheiten führen, es kann auch tödliche Folgen haben. Dieses Wissen bekommen wir heutzutage auf jedem Plakat zur Zigarettenwerbung vermittelt. Die Sensation: Mediziner haben nun erstmals einen gesundheitlichen Vorteil für Raucher entdeckt.

    Rauchen als Aphthen-Vorbeugung

    Demnach leidet jemand, der regelmäßig Nikotin konsumiert, seltener an Aphthen. Diese sind Entzündungen der Schleimhaut im Mundraum, oft ist auch das Zahnfleisch betroffen. Die weißlichen Entzündungsherde sind sehr schmerzhaft und können gerade beim Kauen und Trinken zur Qual werden.

    Diese Probleme kennen Raucher laut der Studie kaum, obwohl es bundesweit gesehen mindestens eine Million Betroffene gibt. Doch Nikotinkonsumenten sind 15 Mal seltener Opfer von Aphthen.

    Das soll natürlich auf keinen Fall das Rauchen als harmlos, oder gar gesundheitsfördernd darstellen, wie auch die Studienerheber betonen. Die Nachteile wiegen selbstverständlich um einiges mehr. Dennoch ist der Unterschied bei der Aphthen-Bildung zwischen Rauchern und Nichtrauchern "faszinierend".

    Weitere Studien sollen klären, weshalb das Nikotin diese Wirkung auf den Mundraum hat.

    Warum Rauchen auch gut für unsere Gesundheit sein kann

    Zigarette rauchende Frau blickt zu einer Dunstwolke in Totenkopfform
    Young woman smoking dangerous cigarette with toxic skull smoke © ra2 studio - www.fotolia.de

    Rauchen ist ungesund - dieser Satz dürfte jedem bekannt sein doch wie es aussieht, haben Zigaretten in mancher Hinsicht auch einen gesundheitlichen Nutzen, wie mehrere Studien herausgefunden haben.

    So haben Männer, die rauchen, ein geringeres Risiko, sich einer Knieoperation unterziehen zu müssen. Die Verbindung: viele Knieverletzungen erfolgen durch Sport wie zum Beispiel beim Joggen. Die wenigsten Raucher gehen dieser Sportart nach, also muss für sie auch keine OP erfolgen.

    Weiterhin zeigte sich, dass Raucher seltener an Parkinson erkranken, der Konsum von Nikotin scheint sie auf eine besondere Art und Weise vor der Erkrankung zu schützen. Zu guter Letzt kam bei den Studien noch heraus, dass Menschen die rauchen, ein geringeres Risiko haben an Fettleibigkeit zu erkranken und dass deren Herz gestärkt wird - sollten sie bereits einen Herzinfarkt überlebt haben, ist es unwahrscheinlicher, dass sie erneut einen erleiden.

    Ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) heilbar?

    Blaue 3-D-Grafik einer Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), Lage im Körper und Vergrößerung eines Bronchiolus
    COPD - Chronic obstructive pulmonary disease © decade3d - www.fotolia.de

    In den letzten Jahren haben schwere chronische Lungenkrankheiten weltweit zugenommen und man schätzt, dass im Jahr 2020 diese Erkrankungen an dritter Stelle der Todesursachen stehen werden. Schon seit Jahren versucht man eine wirkungsvolle Therapie gegen die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zu entwickeln. Nun ist es deutschen Forschern gelungen bei Mäusen Lungengewebe nachwachsen zu lassen, so dass eventuell in Zukunft auch für den Menschen Hoffnung bestünde. Gifte im Zigarettenrauch, sowie auch Schadstoffe in der Luft sind oftmals die Ursache dieser Erkrankung.

    Der neue Wirkstoff, ein Enzym namens iNOS, soll die Schäden in der Lunge aufhalten und ist sogar in der Lage, das Gewebe wieder zu regenerieren. Aber zuerst müssen noch weitere Studien erfolgen und es muss auch noch untersucht werden, ob der Wirkstoff keine Nebenwirkungen hervorruft. Vielleicht können zukünftig die Raucher dann als Vorbeugung eine Pille einnehmen, damit sie schadlos den Tabakkonsum genießen können.

    Rauchen macht alt: So greifen Zigaretten die Haut an

    Wie gefährlich Rauchen für die Gesundheit sein kann, ist bekannt. Doch wie stark sich der blaue Dunst auf das Hautbild auswirkt, ist ein Faktor, der besonders von Frauen unterschätzt wird. Tabak beziehungsweise dessen Inhalts- und Zusatzstoffe sorgen in hohem Maße dafür, dass die Haut schlecht durchblutet wird. Doch damit nicht genug: Freie Radikale beschädigen die Zellen nachhaltig und wirken sich ebenso schlimm aus wie UV-Licht.

    Schließlich sorgt auch ein herabgesenkter Vitamin A Spiegel dafür, dass die Elastizität der Haut nachlässt. Auf den Punkt gebracht: Die Haut altert deutlich schneller. Sichtbar wird das durch frühere Falten und irritierte Haut beziehungsweise insgesamt ein schlechtes Hautbild. Während der natürliche Alterungsprozess normalerweise mit circa 25 einsetzt, kann dies bei Rauchern auch schon früher der Fall sein.

    Raucherhusten kann tödlich enden

    Raucherhusten kann zu einer gefährlichen chronisch obstruktiven Bronchitis führen

    Frau hustet mit Hand vor dem Mund, andere Hand auf Brust
    Woman suffering with a bad cough and cold © aceshot - www.fotolia.de

    COPD, chronisch obstruktive Bronchitis, können nicht nur Raucher bekommen, sondern alle Menschen, die über einen längeren Zeitraum mit Luftschadstoffen wie

    in Kontakt kommen oder genetisch vorbelastet sind. Doch Tabakkonsumenten weisen das größte Risiko auf, an COPD zu erkranken. Daher ist die chronische Bronchitis auch unter der Bezeichnung Raucherlunge wesentlich bekannter.

    Raucherhusten und hartnäckige Verschleimungen

    Als Hauptsymptom gilt der sogenannte Raucherhusten. Die Bronchien versuchen, sich vor dem Zigaretten- und Tabakrauch durch verstärkte Schleimbildung zu schützen.

    Die für die Beseitigung des Schleims zuständigen Flimmerhärchen in den Atemwegen sind durch das Rauchen jedoch geschwächt. Hartnäckige Verschleimungen sind die Folge. Gerade morgens kommt es zu

    • Husten und
    • Auswurf.

    Werden keine Maßnahmen ergriffen, entsteht in vielen Fällen eine COPD, die häufig zu einer asthmaähnlichen Atemnot führt. Da sich die Erkrankung langsam entwickelt, erkennen Betroffene sie im Allgemeinen erst sehr spät.

    COPD ist die vierthäufigste Todesursache in den USA

    Eine chronische Bronchitis ist äußerst gefährlich. So ist COPD in den USA bereits die vierthäufigste Todesart.

    Zudem droht die Gefahr eines Lungenemphysems. Das ständige erschwerte Atmen führt zu einer Überdehnung und zum Platzen der Lungenbläschen. Wenn dadurch der Gasaustausch in der Lunge nicht mehr richtig funktioniert, ist ein gefährliches Emphysem entstanden.

    Rauchen hinterm Steuer - im Auto wirkt Nikotin am Schlimmsten

    Eine Studie hat ermittelt, dass das Rauchen im Auto am gefährlichsten für die Gesundheit ist

    Feuerzeug und zwei Zigaretten auf weißem Hintergrund
    Feuerzeug und Zigaretten © Stauke - www.fotolia.de

    Rauchen schadet nicht nur der Lunge, sondern auch

    Das ist hinlänglich bekannt und die Zahl der Raucher nimmt seit Jahren aufgrund des wachsenden Gesundheitsbewusstseins der Menschen ab.

    Toxische Wirkung des Nikotins steigt im Auto extrem an

    Um die Gefahren des Rauchens noch besser einschätzen zu können, laufen noch immer weltweit viele Studien. Eine davon hat nun ermittelt, dass das Rauchen hinter dem Steuer am gefährlichsten ist. Im Innenraum eines PKW sammelt sich das Nikotin in so konzentrierten Mengen, dass die toxische Wirkung extrem ansteigt.

    Tatsächlich wirkt der Nikotinkonsum im ungelüfteten Auto 23 mal schädlicher auf den Körper als in einer Raucherbar. Pro Kubikmeter Luft steigt die Feinstaubbelastung im verrauchten Auto auf 1.300 Mikrogramm. Zum Vergleich: der Grenzwert für die Belastung, bis zu dem der Mensch als sicher gilt, liegt in den USA bei 35 Mikrogramm.

    Österreich diskutiert über staatliches Rauchverbot während des Autofahrens

    In Österreich hat die Studie erneut die Diskussion ausgelöst, ob man das Rauchen im Auto von staatlicher Seite aus verbieten sollte. Es schadet nicht nur der Gesundheit, sondern ist auch eine potentielle Verkehrsgefährdung, da der Raucher mit der Zigarette in der Hand abgelenkt werden kann.

    Wirkung eines Gens für das Risiko von Schizophrenie kann durch Rauchen beeinflusst werden

    Forscher von den Universitäten in Köln und in Zürich stellten fest, dass sich das Rauchen auf ein Gen für das Risiko einer Schizophrenie auswirken kann. Man weiß seit längerer Zeit, dass Schizophrenie vererbt wird, aber die dafür verantwortlichen Gene konnte man noch nicht identifizieren. Aber ein Risikogen ist mittlerweile bekannt, das sogenannte "Transkriptionsfaktor-4-Gen" (TCF4), ein Eiweiß, das für die Hirnentwicklung wichtig ist.

    Da aber Menschen, die an Schizophrenie leiden, auch meistens rauchen, hat man bei der Studie die Rauchgewohnheiten der 1.800 Teilnehmer, die alle gesund waren, näher untersucht. Auch gesunde Menschen können dieses Gen besitzen, so dass sie bestimmte Reize nicht so verarbeiten können, wie die anderen Menschen.

    In der Studie stellten die Forscher dann fest, dass besonders starke Raucher, die auch diese Gen in sich tragen, verstärkt diese Reize nicht verarbeiten können und so könnte auch das Risiko für eine Schizophrenie steigen.

    Risiko Rauchen nach der OP? Wissenschaftler wertet Studien aus

    Operation - Drei Ärzte bei chirurgischem Eingriff am OP-Tisch
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    Für eine optimale Wundheilung nach der Operation wird ein Rauchstopp empfohlen - starke Raucher, denen dies nicht möglich ist, sollten ihren Konsum zumindest deutlich einschränken. Dabei sind die Angaben häufig allgemein gehalten; spezifische Angaben darüber, in welchem Zeitraum und in welchem Umfang auf Nikotin verzichtet werden soll, gibt es selten.

    Der dänische Arzt und Wissenschaftler Dr. Lars Tue Sörensen von der Universität in Kopenhagen wertete jetzt insgesamt 140 bereits vorhandene Studien zum Zusammenhang zwischen Rauchen und postoperativen Komplikationen aus. Dabei zeigte sich, dass sowohl aktive Raucher wie auch ehemalige Raucher ein deutlich erhöhtes Risiko hatten, Wundheilungsstörungen zu erleiden.

    Besonderes Augenmerk legte der Wissenschaftler auch auf die Frage, inwiefern ein kurzfristiger Rauchverzicht überhaupt nennenswerte Besserungen in Bezug auf die Wundheilung zeigen konnte. Tatsächlich konnte hier bei Auswertung relevanter Studien kein eindeutiger Zusammenhang nachgewiesen werden. Zwar reduzierte sich bei einem Rauchstopp das Risiko, beispielsweise an Wundinfektionen zu erkranken. Dieser positive war jedoch nur bei einem mehrwöchigen Rauchverzicht auch bereits im Vorfeld einer OP nachweisbar. Zudem wies der Wissenschaftler darauf hin, dass die ausgewerteten Studien keinesfalls eindeutig seien. So unterlägen Raucher in ihrem Lebensstil in vielen Fällen weiteren Gesundheitsrisiken, die nicht unmittelbar ausschließlich auf den Nikotinkonsum zurückzuführen seien. Weil der Effekt kurzfristiger Maßnahmen nicht unbedingt eindeutig nachzuweisen ist, plädierte Sörensen für rechtzeitige Prävention gegen Rauchen.

    Das böse Cholesterin sucht vor allen Dingen Raucher heim

    Zwei Zigaretten ohne Filter liegen auf einem Haufen Tabak
    smoking issues, tobacco and nicotine addiction , health theme © bellakadife - www.fotolia.de

    Jeder Mensch sollte von Zeit zu Zeit ein Blutbild beim Hausarzt machen lassen. Dabei werden neben Zucker- oder Leberwerten auch das gute und das böse Cholesterin überprüft. Während man von dem guten HDL-Cholesterin eigentlich nicht genug haben kann, sollten die Werte des LDL-Cholesterin möglichst niedrig sein. Das ist nicht immer ganz einfach, da man durch fettreiches Essen schnell böses Cholesterin zu sich nimmt.

    Doch nicht nur die Ernährung kann das Problem sein. Fakt ist, dass vor allen Dingen Raucher viel zu hohe Blutfettwerte haben. Das kann mit der Zeit dazu führen, dass sich die Gefäße mehr und mehr verengen. Außerdem schaden Raucher ihren Gefäßen noch mehr, da es zusätzlich zu nikotinbedingten Ablagerungen in den Gefäßen kommt. Resultat: sie haben ein extrem hohes Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt.

    Da am 22. Juni einmal mehr der „Tag des Cholesterin“ ist, weisen Forscher und Ärzte derzeit wieder verstärkt auf diesen Umstand hin. Man geht momentan davon aus, dass hohe Blutfettwerte und die Gefäßablagerungen direkt zwei Drittel des gesamten Risikos ausmachen. Ein echter Anreiz zur Entwöhnung ist, dass bereits ein Tag ohne Zigarette die Gefahr sofort sinken lässt. Und wer ein Jahr ohne Nikotin schafft, dessen Herz hat nur noch eine halb so große Gefahr zu tragen.

    Raucher leben gefährlich, denn in gefälschten Zigaretten befinden sich oft giftige Fremdstoffe

    Weiße Schachtel mit Zigaretten, die Filter nach rechts zeigend
    cigarettes © Djordje Korovljevic - www.fotolia.de

    Raucher sollten besonders bei sogenannten Schnäppchen, die aus China oder Russland stammen, zurückhaltend sein, denn oftmals befinden sich im Tabak gefährliche Fremdstoffe.

    So hat der deutsche Zoll in den beschlagnahmten Zigaretten unter anderem Metallsplitter, aber auch Rattenkot und Mäuseteile gefunden. Die Zollfahnder aus Köln haben im letzten Jahr 200 Millionen Zigaretten, die gefälscht waren, beschlagnahmt. Aber auch Gummiteile aus Autoreifen, sowie Kunststoffe und Nylonfäden wurden bei der Analyse entdeckt.

    Im letzten Juli wurden im Hamburger Hafen 1,5 Millionen Zigaretten aus China sichergestellt, die kleine Metallteile im Tabak hatten. Bei einer Lieferung aus Russland entdeckte der bayrische Zoll Zigaretten, die Nylonfäden im Tabak enthielten. In diesem ersten Halbjahr ist die Zahl der illegal eingeführten Zigaretten im Vergleich zum Jahr 2011 weiter um 20 Prozent gestiegen.

    Tod durch Rauchen - drastisch erhöhte Sterbequote bei Frauen

    Seitenansicht junge dunkelhaarige Frau hält qualmende Zigarette in Hand
    Smoking woman with a cigare © bilderbox - www.fotolia.de

    Es gibt immer mehr Frauen, die durch das Rauchen sterben. Mittlerweile sind es 186 Prozent mehr Frauen als noch vor dreißig Jahren. Allein 2011 starben 14.500 Frauen an Bronchial-, Kehlkopf-, oder Lungenkrebs. Bei den Männern erhöhte sich der Anteil nur um elf Prozent. Insgesamt waren allerdings mehr Männer als Frauen davon betroffen, nämlich 31.000.

    Frauen die rauchen und auch noch dem Alkohol gerne zusprechen sind weitaus anfälliger für einen frühen Krebstod als Männer mit denselben schlechten Gewohnheiten. Eine Untersuchung von 380.000 Menschen hat dieses Wissen untermauert. Übermäßige Trinkerinnen greifen auch gerne zum Glimmstängel. Trotzdem geht der Zigarettenkonsum zurück.

    Während noch im Jahr 2003 jährlich 363 Millionen Zigaretten konsumiert wurden, waren es im letzten Jahr noch 225 Millionen. Der Konsum von Zigarillos und Zigarren hatte sich dagegen erhöht. Auch selbst gedrehte Zigaretten wurden vermehrt konsumiert und stieg von 51 Tonnen auf 74 Tonnen an. Während die Produktion von Zigaretten im letzten Jahr um sechs Prozent fiel, und Pfeifentabak um 25 Prozent weniger nachgefragt wurde, hatte die Produktion von Zigarren einen neuen Höchststand seit der Wiedervereinigung erreicht.

    Mythen rund ums Rauchen

    Dunkelhaarige Frau vor schwarzem Hintergrund hält in einer Hand eine E-Zigarette und in der anderen eine Tabakzigarette
    Junge schöne Frau mit E-Zigarette und normaler Zigarette © Knut Wiarda - www.fotolia.de

    Viele Raucher rechtfertigen ihre Nikotinsucht, indem sie vermeintliche Mythen zum Thema Rauchen mit Gegenaussagen zu widerlegen versuchen. So behaupten Raucher oft, dass Nikotinkonsum Stress lindert und nur selten zum Tod führt. Behauptungen, die rein statistisch und wissenschaftlich nicht haltbar sind. Denn statt Entspannung werden im Gehirn für eine kurze Zeitspanne erheiternde Hormone frei.

    Auch müssen viele Zigarettenraucher davon überzeugt werden, dass die Anzahl an Rauchern weltweit stark zugenommen hat und etliche Menschenleben fordert. Inzwischen wurde das Suchtpotential von Tabak durch das WHO bestätigt und der Einnahme von Rauschgift gleichgesetzt.

    Entgegen der Annahme vieler Raucher ist der Konsum von Light-Zigaretten besonders ungesund, da darüber eine Vielzahl an Schadstoffen eingenommen wird. Bereits eine Zigarette kann zu erheblichen gesundheitlichen Folgen führen, insbesondere für Frauen, deren Brustkrebsrisiko steigt.

    Auch Nichtraucher sind generell gefährdet, wenn sie über längeren Zeitraum Zigarettenrauch einatmen. Abschreckende Fotos, die im Zusammenhang mit dem Rauchen und seinen Folgen stehen, haben sich als Warnmaßnahme wirksam erwiesen. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, dem können ein starker Wille sowie nikotinhaltige Ersatzpräparate helfen. Zwar kann es nach dem Abgewöhnen zur Zunahme des Gewichts kommen, Sport und eine Ernährungsumstellung sind jedoch als geeignete Gegenmaßnahmen zu empfehlen.

    Die gefährliche Zigarette am Morgen: Gefahr für Lungenkrebs ist morgens am größten

    Mann in Jeanshemd sitzt am Tisch in einer Kneipe, trinkt Bier und raucht Zigarette
    man drinking beer and smoking cigarette at bar © Syda Productions - www.fotolia.de

    Wer regelmäßig zur Zigarette greift, dessen Gefahr für Lungenkrebs steigt. Dieser Tatsache sind sich die meisten inzwischen bewusst und immerhin ist die Zahl der Raucher zurückgegangen. Forscher haben jedoch herausgefunden, dass nicht nur die Menge des Nikotinmissbrauchs eine Rolle für die Krebsgefahr spielt, sondern auch der Umstand, wann man raucht. Demnach sind vor allen Dingen Zigaretten am Morgen mit einem hohen Risiko belegt. Dabei spielt allerdings weniger die genaue Uhrzeit eine Rolle, sondern wie viel Zeit seit dem Aufstehen vergangen ist.

    Die Untersuchung aus Japan schloss insgesamt 1.572 Raucher, die niemals in den ersten Stunden das Tages rauchten, ein und 1.572 Abhängige, die am liebsten sofort nach dem Aufwachen zur Zigarette greifen.

    Das Risiko kann deutlich gesenkt werden in nur 5 Minuten

    Der Unterschied zwischen beiden Gruppen war extrem. Wer am liebsten direkt nach dem Aufwachen zur Zigarette greift, hat ein um 86 Prozent vergrößertes Risiko zu tragen. Die Prozentzahl des Risikos verkleinert sich jedoch sehr schnell, sobald der Betreffende einige Zeit auf den Beinen ist. Wer zumindest erst fünf Minuten nach dem Aufstehen raucht, dessen Gefahr sinkt auf 40 Prozent. Fünf Minuten zu warten führt demnach zu mehr als einer Halbierung des gesteigerten Risikos.

    Das risiko im Vergleich mit einem Nichtraucher bleibt aber enorm

    Die Senkung der Gefahr geht jedoch noch weiter. Wer es demnach mindestens 30 Minuten nach dem Aufstehen ohne Zigarette aushält, dessen Risiko ist nur noch um acht Prozent erhöht. Die Forscher geben zu bedenken, dass dies nur eine Gefahrensenkung im Vergleich zu anderen Rauchern ist, die noch etwas länger warten. Doch auch wer später am Tag mit Nikotin in Kontakt kommt, hat im direkten Vergleich zu einem Nichtraucher noch immer ein deutlich hohes Risiko auf Lungenkrebs.

    Entstehung von Raucherhusten – die einzig wirksame Behandlung ist die Raucherentwöhnung

    Zigarettenstummel, der ausgedrückt wurde, schwarze Krümel darum
    cigarette © NatUlrich - www.fotolia.de

    Die meisten Raucher werden dieses Bild wohl kennen: sie stehen morgens auf und schon macht sich ein lautstarker Husten mit Abwurf von Schleim bemerkbar – der Raucherhusten, der die Schadstoffe, die sich über den vergangenen Tag durch das Rauchen so angesammelt haben, abtransportiert.

    In unseren Bronchien befinden sich spezielle Flimmerhärchen, die für den Abtransport von Schadstoffen sorgen – bei Rauchern allerdings ist diese Funktion gestört und kann erst nachts, wenn aufgehört wird zu rauchen, ablaufen. Dadurch sammelt sich der Schleim, der dann am nächsten Morgen abgehustet wird.

    Ein Warnsignal für den Raucher

    Raucher, die den morgendlichen Husten bei sich bemerken, sollten diesen stets als Warnsignal ansehen, und zwar dafür, dass sich in den Bronchien etwas verändert, was nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

    Im schlimmsten Fall können diese Veränderungen die Basis für später entstehende Krankheiten wie die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) darstellen.

    Früher oder später macht sich auch ein pfeifender Husten bemerkbar sowie Atemnot bei schon kleinen Anstrengungen. In diesem Fall sollten Betroffene stets einen Lungenarzt aufsuchen.

    Mit dem Rauchen aufhören – die einzig wirksame Behandlung

    Gegen den Raucherhusten ist, wie man so schön sagt, kein Kraut gewachsen. Wer davon betroffen ist, kann seinem Körper nur dadurch helfen, dass er mit dem Rauchen aufhört.

    So haben die Flimmerhärchen möglicherweise noch die Chance, sich wieder zu erholen und vor allen Dingen können folgenschwere Erkrankungen verhindert werden.

    Beschleunigte Hautalterung und Unreinheiten - Noch ein Grund, um mit dem Rauchen aufzuhören

    Frau mit dunkel lackierten Fingernägeln hält eine zerbrochene Zigarette in die Kamera
    Young woman refuses to smoke and breaks cigarette. © nenetus - www.fotolia.de

    Früher galt rauchen als erwachsen, cool und sexy. Heutzutage sind die Menschen etwas schlauer und haben eingesehen, dass Zigaretten wahres Gift für die Gesundheit sind. In einer einzigen Zigarette sind mehr als 4.800 Chemikalien und 250 Gifte enthalten, die nicht nur zu schweren Erkrankungen führen können, sondern auch das Hautbild nachhaltig verschlechtern. Und das ist in einer Zeit, in der jugendliches Aussehen als eines der höchsten Güter gilt, noch ein weiterer guter Grund, um den Glimmstengeln endlich den Kampf anzusagen.

    Falten und geringere Kollagenbildung

    Der Zigarettenrauch verengt die Blutgefäße, was dazu führt, dass das Blut langsamer zirkulieren kann. Zudem reduziert sich der Sauerstoffgehalt und der Anteil roter Blutkörperchen im Blut und die Produktion schädlicher freier Radikale wird angekurbelt. Das alles führt dazu, dass die Haut mit der Zeit schlaff und fahl wird und sich Falten und Unreinheiten bilden. Die freien Radikale sorgen außerdem dafür, dass der Körper weniger Kollagen bildet, das nachweislich die Haut straff und elastisch macht.

    Schlechtere Wundheilung und stärkere Narbenbildung

    Der Sauerstoffmangel hat zur Folge, dass die Selbstheilungskraft der Haut nachlässt, was sich in einer schlechteren Wundheilung und in einer stärkeren Narbenbildung äußert.

    Wer mit dem Rauchen aufhört, kann den beschleunigten Hautalterungsprozess allerdings abrupt stoppen und sein Hautbild wieder verbessern.

    Kein mobiler Flüssigsauerstoff für Raucher – Explosionsgefahr durch Zigaretten

    Mund eines Mannes zieht an Zigarette, die er mit der rechten Hand hält
    cigarette en bouche © ricky_68fr - www.fotolia.de

    In einem Eilverfahren hat das Sozialgericht Heilbronn den Antrag eines Rauchers auf mobil nutzbaren Flüssigsauerstoff abgelehnt. Solange der Mann nicht auf die Glimmstängel verzichtet, besteht Explosionsgefahr.

    Der 66-jährige Kläger raucht seit seinem 14. Lebensjahr – und auch eine chronische Lungenerkrankung konnte ihn bisher nicht vom Tabakkonsum abbringen. Neben einem Sauerstoffkonzentrator, den ihm die Krankenkasse vor drei Jahren zur Verfügung stellte, beantragte er die Versorgung mit einem mobilen Flüssigsauerstoffsystem.

    Eilantrag des Rauchers

    Die Krankenkasse bewilligte das System zunächst für zwei Monate. Nachdem der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) den Erfolg der Maßnahme prüfte, lehnte er eine weitere Versorgung ab. Wenn der Mann seinen Konzentrator regelmäßig benutze und das Rauchen aufgebe, stellte die Kasse eine erneute Finanzierung in Aussicht. Darauf hin stellte der beharrliche Raucher einen Eilantrag.

    Explosionsgefahr durch Flüssigsauerstoff

    Mit wenig Erfolg. Die Richter verwiesen auf das laufende Klageverfahren und stellten fest, dass auch der bereits bewilligte Konzentrator die Sauerstoffversorgung gewährleiste. Außerdem bestehe bei der Verwendung von Flüssigsauerstoff Explosionsgefahr durch Feuerzeuge und die Glut von Zigaretten.

    Die Folgen des Rauchens auf Ungeborene - welche molekularen Mechanismen spielen eine Rolle?

    Schwangere Frau mit Zigarette und Alkohol in den Händen
    careless pregnancy © Kirill Zdorov - www.fotolia.de

    Dass werdende Mütter in der Schwangerschaft nicht rauchen sollten, da sie auf diese Weise ihr Baby gefährden können, ist nicht neu. Zu den schädlichen Auswirkungen des Nikotinkonsums auf die Kleinen gehört Untergewicht und spätere Folgen wie Lungenfunktionsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Atemwegsinfektionen.

    Der Frage, welche molekularen Mechanismen dabei ablaufen, wurde bisher nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit geschenkt. Forscher des Leipziger Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben in einer Langzeitstudie versucht herauszufinden, welchen Einfluss das Rauchen auf das Immunsystem des Kindes hat.

    Bei den Erkenntnissen spielt besonders die so genannte microRNA eine Rolle. Dabei handelt es sich um RNA-Moleküle, die für die Entwicklung unserer Abwehrkräfte wichtig sind. Sie sind wiederum für die Funktion von T-Zellen mitverantwortlich.

    Bei Funktionsstörungen kann es zu allergischen Erkrankungen kommen.

    Bei den Untersuchungen kam heraus, dass es bei hoher Tabakbelastung zu hohen RNA-Werten im Blut der Schwangeren sowie im Nabelschnurblut kommt. Dies wiederum hat zur Folge, dass die Anzahl an T-Zellen geringer ausfällt.

    Die Forscher kamen schließlich zu dem Ergebnis, dass weniger T-Zellen ein wichtiger Faktor dafür sind, dass die Kinder im Laufe ihres Lebens eher eine Allergieerkrankung entwickeln - auch das Risiko an Neurodermitis zu erkranken, ist deutlich höher.

    Deutlich erhöhtes Brustkrebsrisiko für junge Raucherinnen festgestellt

    Junge Frau in schwarzem Top steht an Bar und zieht an Zigarette, schaut nach oben
    smoking © Amir Kaljikovic - www.fotolia.de

    Dass Rauchen zu Lungenkrebs führen kann, ist mittlerweile ein alter Hut. Forscher stellten nun jedoch fest, dass frühes Rauchen bei Frauen auch die Entstehung von Brustkrebs begünstigen kann.

    Ihre Forschungsergebnisse wurden nun bei einer Studie präsentiert. Demnach besitzen junge Raucherinnen ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko um noch vor der Menopause an Brustkrebs zu erkranken. Je stärker sie rauchten, umso höher war das Risiko.

    Um Nichtraucherniveau wieder zu erreichen darf lange nicht geraucht werden

    Besonders gefährdet waren Frauen, die mindestens zehn Jahre lang eine Schachtel Zigaretten pro Tag rauchten oder zwanzig Jahre lang eine halbe Schachtel Zigaretten: Sobald mehr als "zehn Päckchenjahre" zusammen kamen, lag ihr Risiko sogar um 50 bis 60 Prozent höher als bei gleichaltrigen Nichtraucherinnen. Um wieder deren Niveau zu erreichen, müsse mindestens zehn Jahre lang nicht mehr geraucht werden.

    Die Forscher erklären dies mit dem Effekt, den die krebserregenden Inhaltsstoffe des Tabaks auf hormonelle Rezeptoren haben. Denn das Risiko ist nur für den östrogen-rezeptor-positiven Brustkrebs erhöht, während das Rauchen scheinbar keinen Effekt auf die seltenere Form des tripel-negativen Brustkrebs habe. Bei diesem fehlen die Rezeptoren für die Hormone Östrogen und Progesteron, sowie für den Wachstumsfaktor HER2/neu.

    Rauchen erhöht Risiko für erektile Dysfunktion – Tabakverzicht verbessert Potenz

    Junger Mann mit Erektionsproblemen schaut unglücklich unter sein umgebundenes Handtuch
    confusion © Ivan Hafizov - www.fotolia.de

    Raucher aufgepasst – wissenschaftliche Studien belegen, dass der Griff zur Zigarette die Potenz schwächt. Das Risiko für Erektionsstörungen steigt bei Nikotinkonsumenten um 50 Prozent – und je mehr sie rauchen, desto schlaffer wird der Penis. Darüber hinaus drosselt Tabak die Bildung des männlichen Sexualhormons Testosteron.

    Potenzprobleme treffen in Deutschland jeden zweiten Mann über 70 Jahre. Ein ungesunder Lebensstil mit regelmäßigem Konsum von Alkohol und Zigaretten, Übergewicht und wenig Bewegung lässt Erektionsprobleme aber oft schon früher entstehen. Vor allem die Inhaltsstoffe von Tabak beeinträchtigen die Funktion der Blutgefäße im männlichen Geschlechtsorgan. Schäden an den Gefäßwänden verhindern, dass der Penis sich mit Blut füllen und aufrichten kann.

    Wer bis ins Alter potent bleiben möchte, sollte also mit dem Rauchen aufhören. Selbst wenn sich bereits Symptome einer erektilen Dysfunktion zeigen, kann der Tabakverzicht die Einschränkungen teilweise wieder aufheben.

    Vorzeitige Hautalterung durch Zigaretten: Unumkehrbare Langzeitschäden

    Zwei Mädchen mit Mundschutz vor Rauch und Qualm ärgern sich über rauchenden Mann mit Zigarette im Mund im Vordergrund
    Nichtraucherschutz © Digitalpress - www.fotolia.de

    Dass regelmäßiges Rauchen die Haut vorzeitig altern und fahler wirken lässt, ist schon länger bekannt.

    Forscher der Case Western Reserve University im amerikanischen Cleveland wollten nun jedoch genauer wissen, welche Folgen der Zigarettenkonsum konkret auf die Haut hat und unterzogen dazu freiwillige Testteilnehmer einer eingehenden Untersuchung mit Hilfe von Ultraschallbildern und der sogenannten Cutometrie, die die Haut auf ihre Elastizität, ihre Dichte und Dicke überprüft. Dabei stellten sie eindeutige Unterschiede zwischen Rauchern und Nichtrauchern fest.

    Schäden sind gravierend und unumkehrbar

    Zu den sichtbarsten Folgen des Nikotinkonsums gehörten neben der fahlen Haut tiefe Falten im Bereich von Nase und Mund, schlaffe Wangenhaut und Tränensäcke unter den Augen.

    Schuld daran ist ein bestimmtes Enzym, dessen Konzentration durch das Rauchen erhöht wird. Es baut wichtige elastische Fasern und Kollagen in der Haut ab, die normalerweise für Straffung und Struktur sorgen. Weitere Folgen des Rauchens sind eine schlechtere Durchblutung der Haut und eine erhöhte Anzahl aggressiver Sauerstoffmoleküle, die die Hautzellen schädigen.

    Immerhin: Wer mit dem Rauchen aufhört, kann darauf hoffen, dass sich die Gesichtshaut zumindest teilweise wieder erholt. Die verbesserte Durchblutung und ein Abbau des schädlichen Enzyms lassen die Haut wieder frischer aussehen. Doch die einmal ins Gesicht eingegrabenen Falten können auch die besten Hautcremes nicht mehr entfernen.

    Studie beweist: Rauchen macht doch nicht schlank

    Junge Frau in Pelz und Pelzmütze beim Rauchen, schwarzer Hintergrund
    Portrait of the beautiful young woman with a cigarette © Sergii Sukhorukov - www.fotolia.de

    Vor allem Frauen sind der Überzeugung, dass Zigaretten wahre Schlankmacher sind und greifen allein aus diesem Grund zum Glimmstängel. Doch eine österreichische Studie beweist jetzt, dass tägliches Rauchen doch nicht schlank macht, sondern sogar das Gegenteil bewirkt.

    Starke Raucher haben nicht nur schlechtere Blutwerte, sondern bringen im Vergleich mit Nichtrauchern etwa zehn Kilogramm mehr auf die Waage.

    Weniger Muskelmasse statt Reduktion des Körperfetts

    Die Wissenschaftler aus Wien bezweifelten, dass Rauchen zu Gewichtsverlust führt und analysierten unter Einbeziehung verschiedener Parameter wie Ernährung, Raucher-Status, BMI und Blutzuckerspiegel die Daten aus den üblichen Gesundheitschecks von 986 Probanden.

    Die Annahme, dass Vielraucher weniger wiegen, hieße nicht zwangsläufig, dass sie mehr Körperfett abbauen, sondern das die Erklärung auch in einer Reduktion der Muskelmasse liegen könne, so die Wiener Forscher.

    Das Ergebnis der Studie belegt, dass Raucher, Nichtraucher und ehemalige Raucher keine wesentlichen Unterschiede bei der Messung des Körperfettanteils aufweisen. Doch bei Vielrauchern waren Gewicht und Body-Mass-Index (BMI) höher. Im Gegensatz zu Gelegenheitsrauchern mit durchschnittlich 71 Kilogramm Körpergewicht, wogen starke Raucher durchschnittlich zehn Kilogramm mehr.

    Entzündungsrisiko durch höhere Anzahl weißer Blutkörperchen

    Die Auswertung der Blutwerte ergab, dass schwere Raucher eine erhöhte Anzahl an weißen Blutkörperchen aufwiesen, wodurch das Risiko für Entzündungen steigen kann. Auch die Blutzuckerwerte, gemessen im nüchternen Zustand, waren höher. Allerdings weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass auch andere Faktoren die Studienergebnisse beeinflussen.

    Starke Raucher konsumieren häufig mehr Alkohol als Nichtraucher und leben allgemein weniger gesund. Das Fazit der Studienautoren: Starker Zigarettenkonsum kann entgegen der landläufigen Meinung das Körpergewicht erhöhen und gleichzeitig die Laborwerte verschlechtern.

    Diagnose Krebs: Nur jeder Dritte stoppt den Tabakkonsum

    Feuerzeug und zwei Zigaretten auf weißem Hintergrund
    Feuerzeug und Zigaretten © Stauke - www.fotolia.de

    Rauchen ist gesundheitsschädlich und ein Rauch-Stopp in jedem Fall die richtige Wahl. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass nach der Diagnose Krebs nur jeder Dritte den Tabakkonsum einstellt. Wer weiter qualmt, erhöht das Risiko früher zu sterben. Dennoch halten viele Krebspatienten am Glimmstängel fest. Das sind die Ergebnisse einer neuen US-Studie.

    Einschränkung der Wirkung von Krebstherapien

    Ein Forscherteam von der American Cancer Society in Atlanta analysierte das Rauchverhalten von fast 3.000 Überlebenden mit der Diagnose Krebs. Das Ergebnis offenbart, dass die Mehrheit der Tabakkonsumenten nach einer Tumordiagnose weiter raucht, obwohl ihnen bewusst ist, dass die Wirkung von Krebstherapien eingeschränkt ist und das Sterberisiko steigt.

    Zum Zeitpunkt der Studien rauchten 9,3 Prozent der Teilnehmer. Bei jedem fünften rauchenden Patienten, der etwa neun Jahre mit einer Krebserkrankung lebte, entwickelten sich Metastasen. Fast 50 Prozent der krebsüberlebenden Raucher gaben jedoch an, dem Tabakkonsum entsagen zu wollen.

    Weniger Bewusstsein für das Risiko

    Die Wissenschaftler stellten fest, dass an Krebs erkrankte Raucher sehr häufig weiblich und jünger waren, mehr Alkohol zu sich nahmen und im Durchschnitt knapp 15 Zigaretten täglich konsumierten. Vor allem unverheiratete Krebspatienten, die weniger rauchten, waren eher bereit, mit der Qualmerei aufzuhören. Die Forscher weisen darauf hin, dass allgemein weniger Bewusstsein für das Risiko des Rauchens herrsche.

    Als wahrscheinliche Begründung gaben die Studienautoren die hohen Lebenszeiten trotz Tabakkonsum bei einigen Krebsarten an. Als günstigsten Zeitpunkt für einen Rauch-Stopp nannten die Wissenschaftler den Zeitpunkt kurz nach Diagnosestellung, bemängelten aber, dass an Krebs erkrankte Raucher, die mit dem Qualmen aufhören wollen, immer noch zu wenig Entwöhnungsprogramme zur Verfügung stehen.

    Asthma – Rauchen vor der Zeugung erhöht Risiko für Babys

    Mann mit nacktem Oberkörper an Wand gelehnt raucht, Macho
    Shirtless macho man smoking cigarette against white background © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Nicht nur Schwangere sollten auf Zigaretten verzichten, auch rauchende Männer können bei ihren Kinder das Risiko für Asthma erhöhen – selbst wenn sie dem Tabak schon lange vor der Zeugung abgeschworen haben. Je früher ein Mann mit dem Rauchen anfängt, desto anfälliger sind seine Spermien für schädliche Substanzen.

    Wie eine norwegische Studie zeigt, entscheidet außerdem die Dauer des Tabakkonsums: konsumiert der Vater vor der Zeugung länger als zehn Jahre Nikotin, hat sein Baby ein um 50 Prozent erhöhtes Asthmarisiko. In die Untersuchung flossen Daten von mehr als 13.000 Männern und Frauen, die von den Forschern 20 Jahre lang begleitet wurden.

    Beeinträchtigung der Spermien durch Luftverschmutzung

    Beginnt ein Mann schon vor dem 15. Lebensjahr mit dem Rauchen, verdreifacht sich das Asthmarisiko seiner Kinder. Angesichts dieser deutlichen Ergebnisse gehen die Forscher davon aus, dass auch andere Formen von Luftverschmutzung die Qualität der Spermien beeinträchtigt.

    Bei den teilnehmenden Frauen zeigte sich dagegen kein Einfluss des Rauchens vor der Empfängnis. Entscheidend ist hier allein der Tabakkonsum während der Schwangerschaft.

    Rauchen ist eine wichtige Ursache für Harnblasenkrebs und andere urologische Krankheiten

    Rauchen zählt zu den größten Gesundheitsrisiken. Es schädigt nicht nur Herz, Lunge und Gefäße, sondern ist auch verantwortlich für eine Reihe urologischer Erkrankungen. Der Konsum von Tabak gilt als Ursache bei rund 60 Prozent aller Blasentumore bei Männern und einem Viertel bei Frauen. Auch Passivrauchen begünstigt das Entstehen von Harnblasenkarzinomen.

    Wer mit dem Rauchen aufhört, senkt sein individuelles Karzinomrisiko schon nach gut einem Jahr wieder. Bei anhaltend erfolgreichem Rauchstopp bleibt es um etwa 40 Prozent reduziert, jedoch wahrscheinlich lebenslang erhöht.

    Auch Impotenz und verringerte Fruchtbarkeit können Folge des Rauchens sein

    Doch nicht nur das Krebsrisiko steigt durch das Rauchen, auch andere urologische Probleme haben dort ihre Ursache. Dazu zählen etwa Impotenz und eine verringerte Fruchtbarkeit. Ärzteverbände setzen sich für ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie sowie entsprechende gesundheitspolitische Regelungen ein, denn der Konsum von Tabakwaren sei der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für viele Erkrankungen.

    Zigaretten machen Tumoren aggressiv

    Stark erhöhtes Prostatakrebs-Risiko für Raucher

    Mann mit nacktem Oberkörper an Wand gelehnt raucht, Macho
    Shirtless macho man smoking cigarette against white background © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Rauchen ist ungesund, das weiß inzwischen fast jeder. Die Giftstoffe können unter anderem zu Lungenkrebs und so zu einem frühen Tod führen. Doch wie sieht es mit anderen Krebsarten aus?

    Die inhalierten Toxine greifen nicht nur die Lunge an, sondern beeinflussen den gesamten Körper. Eine Studie hat ermittelt, dass das Rauchen dazu führen kann, dass Krebszellen im Körper aggressiver werden. Daher wird die Prognose für Raucher schlechter.

    Studie mit 8100 gesunden Männern durchgeführt

    An der Untersuchung hatten 8.100 Männer teilgenommen. Alle hatten einer Biopsie der Prostata zugestimmt, da ihre PSA-Werte bereits leicht erhöht waren. Jeder hatte jedoch einen negativen Krebsbefund erhalten. Die Prostata war also noch gesund.

    Einteilung in drei Gruppen

    Man befragte alle zu ihrem Nikotinkonsum und stellte drei Gruppen auf: Nichtraucher, Ex-Raucher und Raucher. Sechs Monate später wurde erneut eine Biopsie der Prostata durchgeführt. Dafür konnte man noch mit 6.420 Männern arbeiten, die sich dazu bereit erklärten.

    Von diesen Männern waren 46 Prozent Nichtraucher, 40 Prozent Ex-Raucher und 14 Prozent Raucher. Die erneute Biopsie zeigte nun in 17,2 Prozent der Fälle einen aggressiven Tumor an. Dabei waren vor allen Dingen die Raucher betroffen.

    Prostatakrebs-Risiko für Raucher um 45 Prozent erhöht

    Ihr Risiko auf Prostatakrebs lag 45 Prozent höher als bei Nichtrauchern. Auch Ex-Raucher hatten eher eine Tendenz zu Krebs, allerdings lag die Quote im Vergleich zu den Nichtrauchern nur um 21 Prozent erhöht.

    Zusammenhang zwischen BMI und Krebs-Risiko

    Zudem schien das Körpergewicht eine Rolle zu spielen. Besonders schlanke Raucher hatten ein hohes Risiko. Für sich genommen lag diese Untergruppe bei einer Gefahrensteigerung um 80 Prozent. Lag der BMI dagegen über 25, wirkte sich der Nikotinkonsum nicht so drastisch aus.

    Weshalb dies so ist, können die Forscher nicht sagen. Die Gefahren des Rauchens und der Nutzen des Aufhörens wurden allerdings einmal mehr unterstrichen.

    Chronische Rückenschmerzen unter Rauchern weit verbreitet - Rauchstopp kann helfen

    Studie deckt auf, dass Raucher rund dreimal so oft unter Rückenproblemen leiden wie Nichtraucher

    Nahaufnahme Frau legt Hand auf unteren Rücken, Rückenschmerzen
    lower back pain © Laurin Rinder - www.fotolia.de

    Rückenschmerzen haben sich zu einem echten Volksleiden entwickelt. Bislang galt vor allen der Bewegungsmangel als Hauptproblem der modernen arbeitenden Bevölkerung.

    Rückenleiden und Nikotinkonsum

    Eine US-Studie stellte nun jedoch erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen Rückenleiden und Nikotinkonsum her. Nachdem sie feststellen mussten, dass Raucher rund dreimal so oft unter Rückenproblemen leiden wie Nichtraucher, untersuchten sie den Einfluss von Nikotin auf das Gehirn.

    Dabei stellten sie fest, dass sowohl das Rauchen als auch chronische Schmerzen eng mit zwei bestimmten Regionen des Gehirns verknüpft sind, die für Suchtverhalten und Belohnungen zuständig sind. Bei Rauchern waren diese Gehirnregionen ganz besonders aktiv, so die Forscher.

    Rauchen verstärkt Leiden

    Es schien, als befördere das Rauchen die Reaktion des Gehirns auf Rückenschmerzen und verstärkte das Leiden. Gaben die Probanden im Verlauf der Studie das Rauchen auf, verringerte sich auch die Aktivität dieser Gehirnregionen.

    Menschen, die unter chronischen Rückenschmerzen leiden und rauchen, sollten also nach Ansicht der Forscher zunächst einmal auf die Glimmstängel verzichten um zu beobachten, ob sich ihre Symptome verbessern. Dies könnte nicht nur ihr Leben angenehmer machen, sondern dauerhaft auch hohe Kosten im Gesundheitssystem sparen.

    Rauchen senkt Zahl der Y-Chromosomen bei Männern

    Rauchen beschädigt Blutkörperchen und begünstigt somit Krebsarten wie Lungen- oder Leberkrebs

    Dass Rauchen ungesund ist, ist keine Neuigkeit. Doch besonders für Männer ist es noch viel gefährlicher als bislang angenommen. So haben schwedische Wissenschaftler herausgefunden, dass besonders bei starken Rauchern der Anteil von weißen Blutkörperchen mit einem Erbgutfehler steigt.

    Risiko für Krebsarten

    Es fehlt das Y-Chromosom, das nur Männer besitzen. Die unvollständigen Blutkörperchen sind zwar immer noch funktionsfähig, doch Studien zufolge existiert ein Zusammenhang zwischen beschädigten Blutkörperchen und Krebsarten wie etwa Lungen- oder Leberkrebs.

    Die Zahl der erkrankten Männer liegt bei diesen Krebsarten höher als die der Frauen. Dies könnte nach Meinung der Forscher an den fehlenden Chromosomen im Blut liegen.

    Entwicklung umkehrbar

    Die Untersuchungsergebnisse sollen jetzt in weiteren Studien bestätigt werden. Positiv sei es jedoch, teilten die schwedischen Experten mit, dass diese Entwicklung umkehrbar sei.

    Vorausgesetzt, dass die Männer mit dem Rauchen aufhören würden. Bei Ex-Rauchern normalisieren sich die weißen Blutkörperchen in der Regel mit der Zeit.

    Osteoporose dank Nikotin? Rauchen lässt die Knochen brüchig werden

    Forscher eröffnen weiteren guten Grund, um das Rauchen entgültig an den Nagel zu hängen

    Ausgedrückte Zigarette mit Asche auf weißem Hintergrund
    lung © Andrey Kiselev - www.fotolia.de

    Dass das Rauchen die Gesundheit auf vielfältige Weise beeinträchtigt, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Amerikanische Forscher fügten nun noch einen weiteren guten Grund hinzu, warum es sich lohnt mit dem Rauchen aufzuhören: Tabakkonsum fördert den Knochenschwund.

    Rauchen als Risikofaktor für Osteoporose

    Für ihre Studie verglichen die Forscher die Knochendichte von 3300 Rauchern und Ex-Rauchern beider Geschlechter, von denen ein Teil an COPD erkrankt war. Die Teilnehmer waren zwischen 45 und 80 Jahren alt und hatten über zehn Jahre hinweg mindestens eine Packung Zigaretten täglich geraucht. Anschließend verglichen sie die Daten mit den Standarddaten junger Erwachsener.

    Dabei stellte sich heraus, dass lediglich 11 Prozent der Raucher und Ex-Raucher eine normale Knochendichte hatten. 31 Prozent verfügten immerhin noch über eine mittlere Knochendichte, während mehr als die Hälfte (58 Prozent) nur noch eine geringe Knochendichte besaßen und somit ein hohes Risiko für Osteoporose hatten. Männer waren dabei etwas mehr gefährdet als Frauen, obwohl Osteoporose im Allgemeinen eher als Frauenproblem gilt.

    Knochendichte und COPD

    Besonders deutlich war der Zusammenhang mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung: Über 80 Prozent der COPD-Patienten wies eine zu niedrige Knochendichte auf. Wenig erstaunlich: Je höher der Tabakkonsum war, umso höher war auch das Risiko an Osteoporose zu erkranken. Die Gründe sind derzeit noch unklar, doch Forscher vermuten einen Zusammenhang mit den durch Nikotin verursachten Durchblutungsstörungen, die die Knochenbildung beeinträchtigen.

    Rauchen und Hirnblutungen: besonders Frauen sind gefährdet

    Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass gerade für Frauen beim Rauchen die Gefahr für Blutungen im Gehirn steigt

    Zigarette rauchende Frau blickt zu einer Dunstwolke in Totenkopfform
    Young woman smoking dangerous cigarette with toxic skull smoke © ra2 studio - www.fotolia.de

    Das Rauchen ist für den gesamten Körper ungesund, denn es flutet ihn mit Gift. Diese Erkenntnis ist nicht neu und führt seit Jahren dazu, dass die Akzeptanz des Rauchens abnimmt. Wie genau das Nikotin im einzelnen auf den Körper wirkt, wird in der Wissenschaft dennoch weiterhin erforscht, um die Prozesse besser zu verstehen. Eine aktuelle Studie hat dabei gezeigt, dass beim Rauchen die Gefahr für Blutungen im Gehirn steigt und zwar geschlechtsspezifisch.

    Erhöhtes Risiko für Hirnblutungen

    Forscher aus Finnland besahen sich die Daten von einer Studie, die 1972 begann und 66.521 Menschen einschloss. Etwas mehr als die Hälfte (33.805) waren Frauen, die Restlichen Männer. Es rauchten

    • 19 Prozent der Damen sowie
    • 38 Prozent der Herren.

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden aller fünf Jahre medizinisch untersucht und zu ihrem Lebenswandel befragt. Es kamen 1,38 Millionen Personenjahre zusammen und dabei 492 Hirnblutungen. Im Schnitt waren die Probanden dann 45 Jahre alt.

    Wenig überraschend trat die Mehrheit der Blutungen bei Raucherinnen und Rauchern auf. Das Risiko der Nikotin-Gruppe war um das 3-Fache höher.

    Geschlechtshormone machen den Unterschied

    Allerdings fiel ein deutlicher Unterschied auf, wenn man noch einmal nach dem Geschlecht unterteilte:

    • Für die Frauen ergab sich dann das 8-fache Risiko auf eine Hirnblutung bei 21 bis 30 Zigaretten am Tag,
    • während es bei Männern mit gleicher Nikotindosis beim 3-Fachen blieb.

    Die Forscher gehen davon aus, dass der Unterschied auf die Geschlechtshormone zurückzuführen ist. Bei Frauen sinkt durch täglichen Rauchen der Östrogenspiegel, was unter anderem zu schlechterer Haut und Gefäßproblemen führt. Vor allem Gefäßmuskelzellen leiden, was insgesamt über die Jahre die Gefäße schwächt und damit Blutungen wahrscheinlicher macht.

    Genetischer Fingerabdruck des Rauchens: Jede Zigarettenschachtel löst Mutationen aus

    Studie verdeutlicht einmal mehr, dass Rauchen das Risiko für alle Organe alarmierend steigen lässt

    Faust schlägt auf Zigarettenpackung
    Hand crushing cigarettes © Oleksandra Voinova - www.fotolia.de

    Wer zur Zigarette greift, schadet dem eigenen Körper und reduziert seine Lebenserwartung. Jedes einzelne Inhalieren bringt 7.000 Stoffe in die Lunge, von denen bereits 70 als Krebserreger identifiziert wurden. Diese Erkenntnis um den Schaden ist nicht neu, doch Forschern ist es jetzt gelungen, eine Art genetischen Fingerabdruck für Nikotin zu erstellen.

    Jede Zigarettenschachtel hinterlässt Signatur

    Die Experten können Krebszellen ansehen, ob ihre bösartigen Mutationen durch Zigaretten entstanden sind. Dabei berechneten sie auch: Jede geleerte Schachtel lässt hunderte Mutationen entstehen.

    Die US-Forscher sahen sich die genetischen Daten von 5.243 Tumoren an und verglichen sie mit Zellen von gesunden Menschen. Auf diese Weise arbeiteten sie insgesamt 30 genetische Fingerabdrücke heraus, die nur bei den Krebszellen zu finden waren. Interessant war dabei, dass die Signatur um so deutlicher ausgeprägt war, je länger der betroffene Patient geraucht hatte.

    Risiko für bösartige Veränderungen steigt

    Da mit jeder neuen Mutation in einer Zelle das Risiko für eine bösartige Veränderung hin zur Krebszelle steigt, lässt jede Zigarettenschachtel das Risiko für alle Organe ein gutes Stück weiter ansteigen:

    • Bereits eine Schachtel im Jahr löst 150 Mutationen im Lungengewebe und 97 im Kehlkopf aus. Beide Krebsformen treten bei Rauchern auch am häufigsten auf.
    • Dazu kommen 39 Mutationen im Rachenraum und 23 Stück im Mundboden.
    • Da die Gifte von Nikotin auch mit der Leber und der Blase in Kontakt kommen, fand man auch hier sechs und 18 Mutationen pro Schachtel im Jahr.

    Verursacht Cannabis-Konsum mehr Schlaganfälle in jungen Jahren?

    Hirninfarkte vor dem 60. Lebensjahr durch Cannabis- und gleichzeitigen Tabakkonsum

    Mann raucht einen Joint und atmet viel Qualm aus
    FUMEUR DE JOINT © alco81 - www.fotolia.de

    Wer Cannabis raucht, der ist umgangssprachlich ein Kiffer. Vor allem junge Menschen nutzen die Drogen und das seit vielen Jahrzehnten. Da viele relativ offen über ihren Cannabis-Konsum sprechen, gibt es bereits eine Reihe von Studien zu diesem Thema. Eine aktuelle Untersuchung kommt aus Schweden und hat sich der Frage gewidmet, ob regelmäßiges Kiffen zu einem Plus an Schlaganfällen führt.

    Untersucht wurden 49.321 Männer, die 1969 und 1970 zur Musterung waren. Damals hatten alle detaillierte Angaben zu ihrer Gesundheit gemacht und waren auch nach dem Kiffen befragt wurden. Von den 18- bis 21-Jährigen hatten viele Erfahrungen mit Cannabis gemacht und manche waren regelmäßige Konsumenten.

    Vor allem der gleichzeitige Nikotinkonsum ist ausschlaggebend

    Verfolgte man den gesundheitlichen Werdegang aller Männer über die Jahrzehnte, zeigte sich zunächst ein Zusammenhang zwischen Kiffen und frühen Schlaganfällen. Es kam gehäuft zu Hirninfarkten vor dem 60. Lebensjahr, was als sehr früh gilt.

    Der Zusammenhang schwand allerdings, wenn die Forscher ins Detail gingen. Die Gefahr für einen frühen Schlaganfall war nur dann erhöht, wenn die Kiffer gleichzeitig normalen Tabak konsumierten. Da das bei den meisten der Fall war, fiel der verzehrende Faktor erst bei genauerem Blick auf.

    Wer wirklich nur zu Cannabis griff, erhöhte seine individuell Gefahr für Schlaganfälle aber nicht. Es ist also vermutlich nicht der Cannabis-Konsum, der das Risiko erhöht, sondern das Rauchen von Nikotin. Die Studie nennt als eindrucksvolles Beispiel: Wer täglich 20 Zigaretten konsumierte, erhöhte das frühe Schlaganfallrisiko direkt um das 5-Fache.

    Die Wissenschaftler geben aber zu bedenken, dass es einen sehr hohe Zusammenhang zwischen Cannabis-Konsum und Nikotin-Konsum gibt. Wer aus Neugier mit dem Kiffen anfängt, wird in der Regel auch ein Raucher (oder war es zuvor schon). Es sei daher wichtig, weiterhin die Attraktivität beider Drogen zu bekämpfen, um ein gesundes Altern zu unterstützen.

    Grundinformationen und Hinweise zum Rauchen

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    • Bildnachweis: Shirtless macho man smoking cigarette against white background © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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