Gute Gründe für ein Haustier - Die Vorteile der Haustierhaltung und Tipps zur Vorbereitung

Junge Frau mit Katze auf dem Bauch liegt auf weißem Sofa mit grünem und braunen Kissen

Haustiere als eine gute Stütze - Die Vorzüge von Haustieren und was vor der Anschaffung beachtet werden sollte

Haustiere sind nicht nur treue Gefährten, sondern können sich auch positiv auf die Gesundheit auswirken. So gibt es zahlreiche gute Gründe für die Anschaffung eines Haustiers. Zuvor sollten jedoch einige Punkte beachtet werden.

Dass Haustiere das seelische Wohlbefinden von Menschen verbessern können, ist längst bekannt. Doch auch die Gesundheit wird ihnen positiv beeinflusst.

Gute Gründe für ein Haustier

Studien zufolge helfen vierbeinige Haustiere wie Hunde und Katzen ihren Besitzern dabei, Krankheitsrisiken zu senken. So stärkt die Haltung eines Haustiers das Immunsystem und hilft gegen Stress.

Zu den größten Risikofaktoren für die Entstehung von zahlreichen Krankheiten zählen u.a. Stress, Übergewicht, Bluthochdruck und zu wenig Bewegung. Wer jedoch ein Haustier wie einen Hund oder eine Katze besitzt, bewegt sich viel, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirkt.

So fanden amerikanische Forscher heraus, dass sowohl körperliche Aktivitäten von Haustierhaltern wie Spazierengehen als auch der emotionale Umgang mit den Tieren, das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen vermindern. Doch es gibt noch weitere gute Gründe für die Anschaffung eines Haustieres.

Haustiere helfen gegen Stress

Nahaufnahme Hundepfote
pfote © artivista | werbeatelier - www.fotolia.de

Menschen lieben Gesellschaft. Es hilft Ihnen sich zu entspannen und sich wohl zu fühlen. Dabei muss es sich nicht immer nur um menschliche Kontakte handeln. Gerade Haustiere können uns dabei helfen Stress abzubauen und unsere Gesundheit aufrechtzuerhalten.

Ein Haustier ist ein ständiger Begleiter und ist zudem im Umgang meist leichter als die Mitmenschen. Wir brauchen uns nicht zu streiten oder zu diskutieren und haben einen treuen und aufmerksamen Zuhörer. Mit dem Hund Gassi zu gehen, die Katze zu kraulen, oder die Fische zu füttern kann sehr beruhigend auf uns wirken.

Die Auswirkungen eines Haustieres auf sein Herrchen oder Frauchen sind durchweg positiv. Die Vierbeiner machen uns nicht nur glücklicher, sondern, wie neue Studien belegen, auch gesünder. Demnach suchen Menschen, die kein Haustier besitzen, deutlich häufiger einen Arzt auf.

Auch Kinder profitieren von ihren vierbeinigen Freunden. Sie lernen Sozialverhalten zu entwickelten lernen Verantwortung zu übernehmen, sind deutlich ausgeglichener und können sich besser konzentrieren.

Wer Zeit und Fürsorge für ein Haustier aufbringen kann, der sollte ruhig sein Leben auf diese Weise bereichern.

Verringertes Allergierisiko bei Kindern

Vor allem kleine Kinder können von einem Haustier profitieren. So ergaben finnische Studien, dass Kinder, in deren Haushalt ein Tier lebt, seltener an Atemwegsinfektionen oder Ohrenerkrankungen leiden als Kinder, die kein Haustier haben. Auch Antibiotika kommen bei ihnen seltener zum Einsatz.

Darüber hinaus entwickeln Kleinkinder mit Haustieren nur selten Allergien. Handelt es sich bei dem Haustier um einen Hund, profitieren allerdings nur Jungs von diesem Effekt, während es bei Mädchen nicht dazu kommt.

Risiko für Allergien bei Kindern wird durch Haustiere sogar verringert

Eine Studie ergab, dass Haustiere doch keine Allergien bei Kindern fördern

Mädchen mit Strohhut und Hund sitzen in einem vollgepackten Kofferraum
Travel - family ready for the travel for vacation © Gorilla - www.fotolia.de

Wie eine Langzeitstudie zeigte, besteht bei Kleinkindern durch das Zusammenleben mit Haustieren, wie Hunde und Katzen, kein höheres Risiko für spätere Allergien oder einer Erkrankung an Asthma, so könnte sogar noch das Risiko dadurch verringert werden.

Für die Studie wurden Daten von Kindern, die zwischen 1987 und 1989 geboren wurden, herangezogen. Dabei wurde festgehalten wann und wie lange ein Hund oder Katze im Haushalt mit lebte. Im Alter von 18 Jahren wurde bei den Studienteilnehmern eine Blutprobe entnommen und auf mögliche Allergien untersucht. Als Ergebnis konnten die Mediziner feststellen, dass das Risiko für eine Allergie gegen Hunde- oder Katzenhaare bei den Kindern nicht häufiger auftreten, wenn sie mit den Tieren zusammen aufwachsen, als bei denen, wo keine Tiere mit im Haushalt waren.

Weiterhin wirkt sich dies auch auf das Immunsystem aus, so entwickelten Kinder, die im ersten Lebensjahr mit einer Katze zusammen waren, später weniger Allergien gegen Katzenhaare. Bei Hunden ist dies unterschiedlich, denn hierbei wirkt sich das Zusammenleben nur bei Jungen später positiv aus, bei den Mädchen dagegen ist es egal.

Mehr Bewegung durch Hunde

Der große Vorteil von Hunden als Haustier liegt darin, dass sie ihrem Herrchen oder Frauchen deutlich mehr Bewegung an der frischen Luft verschaffen. Rund 80 Prozent aller Hundebesitzer gehen täglich mehr als zehn Minuten mit ihrem Hund Gassi.

Ca. 42 Prozent führen ihren Vierbeiner sogar eine halbe Stunde pro Tag aus. Auf diese Weise kommt es zu einem verstärkten Schutz vor Krankheiten wie Knochenschwund (Osteoporose) und der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Diabetes-Spürhunde

So genannte Diabetes-Spürhunde werden mittlerweile immer wichtiger für Diabetiker, die unter Diabetes Typ 1 leiden. So besteht die Gefahr, dass es bei den Diabetikern zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommt.

Speziell ausgebildete Diabetes-Spürhunde verfügen jedoch über die Gabe, eine Unterzuckerung zu riechen und ihren Halter rechtzeitig davor zu warnen, damit dieser Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Weitere bekannte Begleithunde sind Blindenhunde, die ihrem sehbehinderten Herrchen oder Frauchen eine große Stütze sind.

Stimmungsaufheller Hund

Hunde verbessern auch die seelische Stimmung ihres Halters. Spricht man mit seinem Hund und streichelt ihn dabei einige Minuten lang, löst dies im Körper eine Hormon-Kettenreaktion aus.

Diese bewirkt, dass das Wohlfühlhormon Oxytocin ansteigt, während gleichzeitig das Stresshormon Kortisol abnimmt. So gelten Hunde sogar als hilfreich zur Behandlung von Depressionen.

Hund und Katze gut fürs Herz

Hunde und Katzen haben eine positive Auswirkung auf das menschliche Herz. So fällt der Blutdruck bei Katzenbesitzern niedriger aus als bei Menschen, die kein Haustier haben. Hundehalter erholen sich durch ihren Vierbeiner besser von einem Herzinfarkt.

Haustierbesitzer haben ein geringeres Risiko an Herz-Kreislaufbeschwerden zu erkranken

Vermutet wurde es schon immer und nun konnten es US-Mediziner auf Grundlage einer Studie endlich bestätigen: Wer ein Haustier besitzt und vor allem, wenn es ein Hund ist, leidet weniger an Herz- und Kreislauferkrankungen. Das Risiko verringert sich für diese Menschen nachweislich.

Zwar könne man diese nicht wissenschaftlich beweisen und belegen, aber Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Hunde positiv auf den Gesundheitszustand auswirken. Hintergrund ist die Kombination aus erhöhter, körperlicher Aktivität aufgrund der täglichen Spaziergänge, als auch die soziale Bindung zum Tier.

Liegen allerdings erblich bedingte Risiken vor, kann leider auch ein Hund eine Herzerkrankung nicht verbessern. Es sollen zu dieser Thematik weitere Studien folgen.

Inneres Gleichgewicht durch Fische

Sogar stille Haustiere wie Fische können sich positiv auf den Menschen auswirken. So gelten Besitzer eines Aquariums als zufrieden, harmonisch und lebensfroh.

Sogar Menschen, die an Demenz leiden, profitieren mitunter von den Aquariumsbewohnern. Zum Beispiel verhalten sie sich ruhiger, geselliger und nehmen mehr Nahrung zu sich.

Haustiere helfen gegen Einsamkeit

So manche Lebenslage kann dazu führen, dass ein Mensch unter Einsamkeit leidet. Besonders betroffen davon sind ältere Menschen. Durch ein Haustier lässt sich jedoch ein treuer Gefährte finden, der die Einsamkeit erleichtert und zu einer regelmäßigen Aufgabe verhilft.

In immer mehr deutschen Haushalten sind Hunde Ersatz für Lebenspartner

Junge Frau schmiegt ihr Gesicht an das ihrer Katze
loved cat 5 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Einer vom GfK Marktforschung Nürnberg durchgeführten repräsentativen Studie zufolge, sind Hunde in deutschen Haushalten von besonders hohem Ansehen.

Die Studie, die für die Online-Ausgabe der "Apotheken Umschau" durchgeführt wurde, zeigt, dass Hunde teilweise sogar gezielt die Gesellschaft von Menschen ersetzen. Stolze 93,7 Prozent der Befragten erklärte, der Hund sei in der Familien den Menschen nahezu ebenbürtig. Auf seine Bedürfnisse werde ebenso eingegangen wie auch die von anderen Familienmitgliedern.

Für 51,9 Prozent der Befragten war ihr Haustier ein Ersatz für die Nähe anderer Menschen. Bei ihrem Tier fanden sie Trost, wenn sie alleine oder krank waren.

Immerhin gaben ebenfalls 93,5 Prozent der Befragten Tierhalter an, sich darüber im Klaren zu sein, dass man Tiere nicht zu sehr verhätscheln und vermenschlichen dürfe.

Wenn der Hund zum Partner wird: Immer mehr Haustiere werden vermenschlicht

Junge Frau mit Hundewelpen, weißer Hintergrund
Cute puppies and young woman © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Haustiere werden heute immer häufiger wie menschliche Partner behandelt. So heißen Hunde heute nicht mehr Pluto oder Bello sondern Max oder Oskar und zum Geburtstag wird ihnen Hundekuchen mit Kerzen drauf serviert. Zu Karneval und Halloween werden sie in Kostüme gesteckt und wenn sie ihr Hundeleben dereinst ausgehaucht haben, werden sie auf dem Hundefriedhof bestattet.

Sprachforscher beschäftigten sich nun zum ersten Mal bei einem Kongress zu Tiernamen mit dem Phänomen der Vermenschlichung. So hatte eine Studie ergeben, dass von 1000 Hundenamen rund zwei Drittel auch Menschennamen waren und kaum ein Hundename doppelt vorkam.

Neben menschlichen Namen liegen auch Romanfiguren wie Frodo und Asterix im Trend. Dazu achten immer mehr Besitzer darauf, dass das Geschlecht des Hundes über den Namen eindeutig identifizierbar ist.

Die Forscher führen die Angleichung von Hunde- und Menschennamen darauf zurück, dass die Haustiere heute als Teil der Familie begriffen werden, während Hunde früher eher als Nutztiere galten, die im Hof angekettet wurden um vor Einbrechern zu warnen. In Skandinavien sind die Tierliebhaber sogar schon einen Schritt weiter. Hier bekommen menschliche Babys heute Namen wie Tindra, auf die früher nur die Kuh im eigenen Stall getauft wurde.

Wie Haustiere unserer Seele gut tun

In den einsamsten Stunden sind Haustiere oft die letzte Stütze, die dem Menschen bleibt. Ihre Nähe schafft Vertrauen und stellt keine größeren Anforderungen.

Sie kritisieren nicht, sie verurteilen nicht, sie bleiben ihrem Besitzer - fast - immer treu. All diese Eigenschaften haben es über die letzten Jahrhunderte zum Haustier werden lassen.

Heilende Helfer auf vier Pfoten

Hunde und Katzen wirken sich positiv und gesundheitsfördernd auf ihre Besitzer aus

Junge Frau hält Katzenbaby in den Händen, hinter ihr Labradorwelpe
Girl with cat and dog © kristian sekulic - www.fotolia.de

Sie schnurren, bellen, legen sich auf den Schoß oder sehen einen herzzerreißend an. Hunde und Katzen sind nicht nur des Deutschen liebstes Haustier, sondern auch die reinsten Unterstützer, wenn man sich nicht gut fühlt. Tiere als vierbeinige Therapeuten sind schon lange als eine ergänzende "Therapiemöglichkeit" bekannt.

Hunde als "Therapeuten"

Besonders Hunde verhelfen fast unbemerkt zu einer Reduzierung von zahlreichen Erkrankungen und verhelfen somit auch zu einem längeren Leben. Tägliches Spaziergehen hält Hund und Herrchen gleichermaßen fit, Stress wird abgebaut, man fühlt sich insgesamt ruhiger und harmonisierter und leidet weniger unter Einsamkeit als Menschen ohne tierischen Freund.

Ein Umstand, der inzwischen immer mehr Altersheime dazu veranlasst Hunde und Katzen bei ihren Bewohnern zu erlauben. Tiere als Seelentröster und Therapeuten finden sich mittlerweile quer Beet bei der Behandlung zahlreicher Störungen und Erkrankungen bei kleinen und großen Menschen.

Positive Wirkung von Haustieren

Leider ist die Tiertherapie noch keine anerkannte "Heilmethode", weshalb die Krankenkassen trotz vieler Erfolge keine Kosten übernehmen. Doch auch wenn sich die Kassen hier querstellen, sollte man sich ein Haustier zulegen oder zumindest immer wieder eines vom Tierheim ausführen oder von Freunden "leihen". Die Wirkung wird unübersehbar sein, von den Gefühlen ganz zu schweigen.

Krebsvorsorge durch Hunde - die Tiere wittern die mutierten Zellen auch bei Artgenossen

Wenn der Hund zum Doktor wird - wie die Tiere Krankheiten und Anfälle riechen können

Junge umarmt seinen Hund, Golden Retriever
Boy and Golden Retriever © sonya etchison - www.fotolia.de

Es ist bekannt, dass die Sinne der Tiere oft besser ausgebildet sind. In Punkto Geruchssinn können Menschen beispielsweise mit Hunden überhaupt nicht mithalten. Diese sensiblen Nasen macht sich auch die Forschung zu Nutze. So benutzt man in Studien die Tiere zur Krebsvorsorge.

Mutierte Zellen erschnüffeln

Was eigenartig klingt, funktioniert sehr gut. Forscher haben entdeckt, dass trainierte Hunde tatsächlich in der Lage sind, die mutierten Zellen bei einem Menschen zu riechen. Offenbar wittern sie Bestandteile, die nicht in gesunden wohl aber in Krebszellen vorkommen.

Anfallsignalhunde

Auch in anderen medizinischen Bereichen werden die Supernasen benutzt. So gibt es in den USA sogar schon einen Namen für die Tiere: "seizure alert dogs", zu deutsch in etwa "Anfallsignalhunde". Die tierischen Arzthelfer können Menschen in Risikogruppen für Krebs, Epilepsie und Diabetes einordnen. Diese Tiere können auch ihren eigenen Artgenossen helfen.

Sein eigenes Tier durch Tiere testen lassen

Immerhin steigt die Zahl der Krebsfälle auch unter Haustieren immer stärker. 30 Prozent aller älteren Katzen und 45 Prozent der alten Hunde haben Tumoren. Wer für seinen Liebling Sicherheit will, kann in vielen Tierkliniken inzwischen einen solchen Test durchführen lassen.

Nach circa drei Wochen erhält man die Auswertung. Studien zufolge liegt die Trefferquote bei guten 95 Prozent. In Deutschland zahlt man im Moment 88 Euro für den Test.

Wenn Hund & Katze gesund machen - Tierische Helfer für Körper und Seele

Mädchen mit bunten Armbändern spielt mit einem Katzenbaby
Katzenbaby spielt mit Kind © bksommer - www.fotolia.de

Tiere gelten seit langem als echte "Gesundmacher". Älteren Menschen helfen sie gegen die Einsamkeit, kranke Menschen kommen mit ihrer Hilfe schneller wieder auf die Beine. Dieser Effekt konnte in verschiedensten Studien belegt werden. Auch ein präventiver Gesundheitsnutzen scheint von den meisten Haustieren auszugehen. Die Gründe dafür sind vielfältig - das Gefühl, jemanden umsorgen zu können und umgekehrt bedingungslos geliebt zu werden, ist zum Beispiel für Hundebesitzer ein echter Seelentröster.

Doch die treuen Vierbeiner können noch mehr: Als Begleithunde für Blinde oder Gehbehinderte beispielsweise erleichtern sie den Alltag zahlreicher Betroffener und sorgen so dafür, dass diese aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Als Therapietiere können Hund oder Katze auch zur Behandlung zum Beispiel hyperaktiver Kinder und Jugendlicher zum Einsatz kommen. In einigen Bereichen ist der Nutzen tiergestützter Behandlungen bereits belegt, in anderen gibt es bisher keine Studien, aber viele positive Erfahrungen.

Haustiere sind für Patienten mit Immunschwäche ungeeignet

Wer unter einer Immunschwäche leidet, sollte sich keine Haustiere anschaffen. Haustiere sind etwas Wunderbares und für viele kranke Menschen eine positive Medizin. Allerdings nicht für Patienten mit einer Immunschwäche-Krankheit, wie einer chronischen Erkrankung von Niere, Leber, oder Lunge.

In diesem Fall können die Tiere den Kranken mit Bakterien anstecken. Hunde, Katzen und ganz allgemein Haustiere haben in ihrem Rachenraum naturgemäß Bakterien, die allerdings für Immunschwäche-Patienten sehr gefährlich werden und eine Lungena-, Hirnhaut-, Gelenk-, Knochen-, oder Herzinnenhautentzündung auslösen können. Auch eine Blutvergiftung wäre möglich.

Zur Infektion genügt es schon, dass ein Tier den Menschen ableckt. Sollten Patienten ein Haustier besitzen, müssen sie verstärkt auf Hygiene achten und vor allem beim Füttern und Kotentfernen besonders aufpassen.

Vierbeiner zu Hause - Wie Haustiere die Gesundheit fördern

Zwei kleine Katzenbabys sitzen im Gras
zwei Katzenbabys © Photo-SD - www.fotolia.de

Tierbesitzer wissen es insgeheim und alle anderen nun auch: Haustiere machen glücklich und zufrieden. Zudem tragen sie einen wesentlichen Teil zu einer besseren Gesundheit bei. Das haben nun auch US Forscher umfassend anhand unterschiedlicher Studien belegen können.

Allen voran sind es die Hunde, die einen sehr positiven Einfluss auf die Gesundheit haben. Das tägliche Spazierengehen sorgt dafür, dass das Risiko an Übergewicht, Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen zu erkranken, spürbar gesenkt wird. Hinzu kommt die soziale Bindung zu dem Tier, welches auch noch der Seele gut tut und somit psychischen Erkrankungen zusätzlich vorbeugen kann.

Des Weiteren haben die Forscher festgestellt, dass sowohl Hunde als auch Katzen das Risiko einer Allergie bei Kleinkindern senken können. Kinder die bereits im ersten Lebensjahr Kontakt zu Tieren haben, leiden seltener an Allergien, als Kinder aus Haushalten ohne Tiere. Das liegt nicht nur an den Haaren, sondern auch an der Mehrzahl der Bakterien und Keime, die nun mal mit dem Tier zusammen im Haushalt vorkommen.

Haustiere sind zudem in der Lage, Stress zu reduzieren. Menschen, die einen Hund oder eine Katze zu Hause haben, können mit kniffligen Situationen besser umgehen, reagieren gelassener und ruhiger, als Menschen ohne Haustier. Schon allein das Streicheln des Tieres senkt den Blutdruck und die Herzfrequenz.

Auch wenn Haustiere mit einer großen Verantwortung und Pflege verbunden sind, so überwiegen doch die positiven Einflüsse, die die Vierbeiner auf die Menschen haben.

Arbeits- und Nutztiere

Ursprünglich diente das Tier nur als reine Nahrungsquelle. Ob als Ziege, die die Milchversorgung sicherstellte oder auch Schwein, das den Fleischbedarf des Menschen deckte.

Diese Mensch-Tier-Beziehung existiert schon seit Jahrtausenden und machte es der Menschheit möglich, sich vom Jäger- bzw. Sammlersein zur Sesshaftigkeit weiter zu entwickeln. Durch den Ackerbau kombiniert mit der Haltung von Tieren, die leicht zu bändigen waren (Schafe, Schweine, Kühe), wurde der Mensch weitgehend unabhängig von äußeren Einflussfaktoren.

Stückweise übernahmen die Tiere auch die Arbeit des Menschen, Ochsen, die den Bauern halfen, den Acker zu bestellen oder Hunde, die bei der Jagd von großem Nutzen waren. Das erste Haustier des Menschen war eindeutig der Hund, dessen Domestikation etwa 13.000 v. Chr. begann.

Bis heute gilt er als der beste Freund des Menschen. Mit der Veränderung der menschlichen Lebensweise im Laufe der Geschichte ging auch eine Änderung der Beziehung zwischen Mensch und Tier einher.

Die Industrialisierung Ende des 18. Jahrhunderts führte zu neuen seelischen Belastungen des Menschen. Die psychischen Krankheiten nahmen seit dieser Zeit kontinuierlich zu.

Trostspender und Heiler

Haustiere wirkten und wirken bis heute diesen neuen Stressfaktoren entgegen. Man bedenke nur die zunehmende Zahl des Burnouts, verursacht durch unsichere Arbeitsplätze, höhere Anforderungen des Arbeitgebers und höher geforderte Leistung in kürzerer Zeit.

Hunde, Katzen, Pferde, Kaninchen oder Reptilien, diese Tiere werden je nach Vorliebe der Besitzer gehalten. Alle haben dennoch gemeinsam, dass sie der Seele helfen schwierige Lebensphasen besser zu meistern.

Älteren Menschen, die ihren Lebenspartner verloren haben, finden häufig Trost durch einen Hund oder eine Katze. Viele Tiere dienen als Kinderersatz, sie strukturieren den Tag und müssen versorgt werden.

Die Fähigkeit von Tieren, Menschen zu helfen, wurde auch von vielen Therapeuten erkannt. Heute ist der Markt für Therapien mit Tieren gigantisch groß.

Die Ergebnisse der Therapien sind vielversprechend. Bei Traumatisierungen helfen beispielsweise Delphine, den Leidenden wieder ein Lächeln in das Gesicht zu zaubern.

Bedenklich ist nur, dass viele Menschen auch hier nur ihre Vorteile sehen. Die Dankbarkeit der Menschheit gegenüber den Tieren fehlt leider häufig.

Was Haustiere alles können

Auch einige Kleintiere sind in der Lage, Tricks und Kunststücke zu lernen

Zwei Meerschweinchen nebeneinander auf weißem Hintergrund
Guinea pigs, 3 years old, lying in front of white background © Eric Isselée - www.fotolia.de

Viele Halter von Haustieren bringen ihren Lieblingen gerne kleine Kunststückchen bei. Doch nicht nur Hunde und Katzen erweisen sich dabei als lernfähig, auch Kleintiere sind durchaus talentiert.

Ratten

Ratten sind fast so lernfähig wie Hunde. Sie fallen nur selten zweimal auf den gleichen Trick herein. Die meisten Ratten sind in der Lage, ein Problem, das andere Tiere viele Tage lang beschäftigt, in 24 Stunden zu lösen. Sie können auch kleine Kunststückchen erlernen und finden in einem Labyrinth den Ausgang.

Kaninchen

Kaninchen besitzen ein ziemlich gutes Gedächtnis. Sie sind zudem neugierig und sehr lernfähig. Auch ein kleiner Parcours mit leichten Hindernissen (Türchen, Brücke) ist für die Langohren kein Problem.

Meerschweinchen

Meerschweinchen sind dagegen nur schwer zu dressieren. Man kann die Tiere mit Futter locken und sie machen eventuell "Männchen". Mehr ist allerdings nicht möglich. Besser ist es, die kleinen Nager in Ruhe zu lassen.

Wellensittiche

Wellensittiche sind gesellig, munter und recht anspruchslos. Die Kleinpapageien sind auch sehr gelehrig und werden schnell handzahm. Belohnungen und Leckerbissen holen sie sich zutraulich aus der Hand ihres Halters.

Die natürliche Neugierde und den Spieltrieb eines Wellensittichs kann man für kleine Kunststücke nutzen. Die schlauen Tiere ahmen häufig Gehörtes nach.

Schildkröten

Schildkröten besitzen ein gutes Erinnerungs- und Orientierungsvermögen. Sie zeigen außerdem gute Kenntnisse in einem Labyrinth, in dem sie schon einmal waren. Dressieren lassen sich die Reptilien jedoch nicht.

Goldfische

Goldfische lassen sich ebenfalls nicht dressieren. Sie entwickeln auch kein persönliches Verhalten zum Menschen.

Paarbeziehungen können durch ein Haustier gefestigt werden

Zwei kleine, weiße Hunde beim Gassigehen im Grünen
dogs going for a walk © javier brosch - www.fotolia.de

Wissenschaftler an der amerikanischen Universität Houston haben herausgefunden, dass die Anschaffung eines Haustieres Paarbeziehungen stabilisieren kann. Befragt wurden 120 heterosexuelle Paare, die zusammen lebten und ein Haustier hatten. Entscheidend war demzufolge in der Regel, wie die Frau zu dem Tier stand.

Schaffte es der Mann, sich daran zu orientieren, profitierte die Beziehung nachhaltig davon. Eine der beteiligten Wissenschaftlerinnen erklärte, wenn die Frau das Tier sehr schätze, sollte der Mann versuchen, es ihr nachzutun. Auch wenn die Frau das Tier nicht besonders gut leiden könne, sollte der Mann dieses Verhalten adaptieren. Das vergrößere die Harmonie zwischen den Partnern.

Auch Haustiere können Krankheiten übertragen

Braune Katze und kleiner schwarz, brauner Hund liegen aneinandergelehnt
The puppy and kitten © Ulf - www.fotolia.de

Viele Familien besitzen ein Haustier, die einen sind eher den Hunden zugeneigt, andere besitzen eine Katze. Beide sind Gefährten des Menschen und in das Familienleben integriert. Doch inwieweit müssen Hygienemaßnahmen im Umgang mit einem Haustier beachtet werden?

Hunde und Katzen können auch Krankheiten auf den Menschen übertragen. Dies ist zum einen die sogenannte Leptospirose, eine bakterielle Krankheit, gegen die die meisten Tiere eigentlich geimpft sind. Aber der Impfstoff schützt nicht gegen alle Bakterien.

Auch Tollwut kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Sie ist eine Viruserkrankung, die auch für den Menschen lebensbedrohlich sein kann. Nach einem Biss von einem tollwütigen Hund immer sofort den Arzt aufsuchen.

Besonders im Ausland kommt diese Krankheit bei Hunden, Katzen und anderen Kleintieren noch vor, in Deutschland ist sie selten geworden und die Tiere werden in der Regel auch dagegen geimpft.

Wichtig ist es immer das Haustier regelmäßig zu entwurmen. Sowohl Hund als auch Katze tragen Parasiten in sich, die auch auf den Menschen übergehen können. Auch können Hunde oder Katzen Zecken im Fell tragen, die beim Schmusen mit dem Haustier auf den Menschen überspringen und dann möglicherweise FSME übertragen.

Wichtig ist, das Haustier regelmäßig nach Zecken abzusuchen und mit den sogenannten Spot-Ons einem Zeckenbefall vorzubeugen. Dies ist eine Flüssigkeit, die einmal im Monat auf die Haut des Tieres aufgetragen wird und so vor Zecken schützt.

Für Schlafstörungen können auch Haustiere die Ursache sein

Junge Frau liegt im Bett, hat Schlafstörungen
insomnia © LanaK - www.fotolia.de

Forscher von der Mayo Clinic in Rochester stellten in einer Untersuchung fest, dass oftmals für die Schlafstörungen ihrer Patienten auch Haustiere die Ursache sind.

Haustiere im Schlafzimmer

Viele Hunde- oder Katzenbesitzer lassen ihren Liebling nachts in ihrem Schlafzimmer oder sogar im Bett schlafen, so dass dann manchmal der Schlaf gestört ist, denn die Tiere schlafen nicht immer auch geräuschlos. Oftmals müssen die Tiere auch nachts einmal raus oder laufen umher. Dann machen sie sich durch Winseln oder andere Geräusche bemerkbar, damit Frauchen oder Herrchen wach werden.

Tierbesitzer stören sich kaum an Geräuschen

Bei ihren Befragungen in der Klinik gaben zehn Prozent der Patienten, die ein Haustier besaßen, auch zu, dass sie von ihrem Haustier nachts gestört werden, doch die meisten der Betroffenen fanden die Störung als nicht unerträglich. Doch vor gut zehn Jahren lag der Prozentsatz der Tierbesitzer, die sich nachts durch ihren Liebling gestört fühlten, nur bei einem Prozent.

Wer wegen Schlafstörungen einen Facharzt aufsucht, der sollte im Vorfeld gleich berichten, ob er auch ein Haustier besitzt.

Haustiere haben kleineres Gehirn als wilde Artgenossen: Anpassung liegt in den Genen

Junge blonde Frau mit kurzen Haaren mit ihrem Hund, Gesicht an Gesicht
liebevoll © Klaus-Peter Adler - www.fotolia.de

Schon Charles Darwin hatte im 19. Jahrhundert beobachtet, dass sich zahme Haustiere wie Hunde und auch domestizierte Nutztiere wie Schafe und Schweine im Aussehen von ihren wilden Artgenossen unterschieden: Er stellte fest, dass ihre Gesichtszüge rundlicher und "niedlicher" waren, mit kleineren Zähnen und oft abgeknickten Ohren. Die moderne Wissenschaft ergänzte seine Feststellung später um die Tatsache, dass Haustiere ein um bis zu 30 Prozent kleineres Gehirn haben als ihre wilden Artgenossen.

Defekte in der Neuralleiste im Gehirn

Eine Erklärung stand jedoch lange Zeit noch aus, denn diese Merkmale waren nicht von Menschen durch Zucht entstanden. Nun beschäftigten sich Forscher der Humboldt Universität in Berlin mit diesem Phänomen und entdeckten erstmals einen gemeinsamen Faktor bei unterschiedlichen Tierarten: Eine kleine Gruppe von Stammzellen in der sogenannten Neuralleiste im Gehirn.

Bei den domestizierten Tieren fanden sie in der Neuralleiste leichte Defekte, die dazu führten, dass ihre Nebennieren weniger Adrenalin und Stresshormone produzierten. Auch die unterschiedliche Ausprägung der Schädelknochen und die Entwicklung des Gehirns wurden dadurch beeinflusst.

Vererbung auf weitere Generationen

Allerdings ist noch unklar, warum die domestizierten Tiere über verschiedene Arten hinweg diese Defekte an der Neuralleiste zeigten. Die Forscher vermuten, dass die Menschen schon vor vielen Jahrhunderten, als sie die ersten Haustiere zähmten, unbewusst genau die Tiere ausgewählt hatten, die sanfter wirkten weil sie eben über jene Defekte verfügten. Diese vererbten sich dann über die Generationen hinweg weiter.

Machen Haustiere glücklich? Diese Fakten sprechen dafür

Blonde Frau lacht mit geschlossenen Augen, wird von Hundewelpe in Gesicht abgeleckt
Young woman and sweet puppy playing around © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Tierhalter sind zufriedener und haben eine robustere Gesundheit. Das glauben zumindest die Besitzer von Hund, Katze und Meerschweinchen. Und zwar zu Recht: zahlreiche Studien bestätigen, dass Haustiere eine heilsame und entspannende Wirkung auf den Menschen haben. Woran liegt es?

Mehr Bewegung, mehr Abwehrkräfte

Die Verantwortung für ein Haustier motiviert zu einem aktiven Lebensstil. Vor allem Hundehalter bleiben ständig in Bewegung. Gassigehen bei Wind und Wetter stärkt ihr Immunsystem, und nachts schlafen sie besser.

Streicheleinheiten für die Seele

Streicheln tut nicht nur dem Tier gut, der Körperkontakt senkt auch beim Menschen den Blutdruck, die Atmung geht gleichmäßiger, Stress und Verkrampfungen lösen sich. Studien haben gezeigt, dass das vibrierende Schnurren von Katzen sogar das Knochenwachstum bei Menschen beschleunigen kann. Mit regelmäßigen Schmuseeinheiten heilen Verletzungen dadurch schneller ab.

Mehr Rhythmus im Leben

Ein Tier fordert Verbindlichkeit und einen geregelten Tagesablauf. Die Aufmerksamkeit für Bello und Hansi lenkt vom Grübeln ab. Depressionen haben so kaum Chancen. Mit einem geregelten Tagesablauf sieht außerdem das ganze Leben positiver aus. Wer ein Haustier hat, findet außerdem schnell Kontakt zu Mitmenschen und hat immer ein Thema, über das er sich austauschen kann.

Realistisch bleiben

Allerdings: Da Haustiere nicht sprechen können, bieten sie eine Projektionsfläche für eigene Gedanken und Emotionen. Wer seinem Hund von Jobsorgen oder Beziehungsstress erzählt, darf nicht erwarten, dass der pelzige Freund ihn wirklich versteht. Zwar können gerade Hunde emotionale Spannungen gut erfassen, von menschlichen Problemen wissen sie aber nichts.

Streicheln und Schmusen – warum Haustiere für den Menschen wichtig sind

Die abendliche Gassigehrunde, oder das Kraulen in weichem Fell, wirken positiv auf Körper und Geist

Nahaufnahme von Grauem Hasen auf Schoß von Kleinkind in hellgrünem T-Shirt, hat beide Hände auf Rücken des Hasen
cute pet © cat - www.fotolia.de

Nach Feierabend mit dem Hund toben oder das Kaninchen kraulenHaustiere sind für viele Menschen ein Ausgleich zum stressigen Alltag. Aber was drängt uns zum Streicheln, und wie finden die Tiere das eigentlich?

Streicheln baut Stress ab

Ein flauschiges Fell zu streicheln, löst beim Menschen eine Vielzahl an Reaktionen aus. Von den Nervenzellen der Hände gehen beruhigende Impulse in den gesamten Körper. Studien belegen, dass Kuscheln mit einem Haustier den Blutdruck senken kann.

eignen sich daher ideal zum Stressabbau. Wer regelmäßig mit dem Hund Gassi geht, baut zusätzlich Stresshormone ab und tut etwas für seine Fitness.

Emotionale Zuwendung

Wenn der Hund sein Herrchen schwanzwedelnd begrüßt, ist die Freude auf beiden Seiten. Neben der Beruhigung hat Streicheln deshalb auch eine emotionale Wirkung: der Mensch kann dem Tier seine Zuneigung zeigen – und fühlt sich dadurch selbst gut.

Eine enge Bindung von Mensch und Tier kann für beide Seiten positiv sein. Wer sein Haustier zu sehr vermenschlicht, setzt es allerdings hohem Stress aus.

Elterliches Verhalten

Als vollständiger Ersatz für ein Kind oder einen Partner taugen Tiere nicht. In Maßen können Hund, Katze und Co. aber den Wunsch zum Bekümmern befriedigen. Laut Untersuchungen neigen insbesondere Frauen zum "parenteralen Verhalten": sie haben den Drang, andere Lebewesen zu hegen und zu pflegen.

Viele Tiere kommen mit dieser Zuwendung gut zurecht. Hunde geben sich dem Kraulen und Streicheln etwa gerne hin. Katzen entziehen sich Schmuseattacken, wenn sie genug davon haben. Oder sie zeigen ihre Krallen.

Haustiere halten ihre Halter gesund

Wer mit einem Haustier zusammenlebt, muss seltener zum Arzt, berichtet das Apothekenmagazin Senioren Ratgeber. Herausgefunden hat es der Gesundheitswissenschaftler Dr. Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Gesundheitsfördernd ist aber nicht etwa nur der regelmäßige Spaziergang mit dem Hund. "Die Art des Haustiers spielt keine Rolle", sagt er. "Auch ist es gleich, ob die Halter allein leben oder in einer Partnerschaft." Laut Grabkas Statistik gingen Tierbesitzer im Schnitt 2,7 Mal pro Jahr zum Arzt.

Menschen ohne Tier brachten es dagegen auf 3,2 jährliche Arztbesuche. Weiter aufrüsten lässt sich der Gesundheitsschutz aber nicht. Besitzer mehrerer Tiere mussten nicht seltener zum Arzt als wenn es nur einen tierischen Hausfreund gab.

Erziehungsprobleme bei Haustieren verlangen Geduld

Rennen, Schäferhund rennt neben Besitzerin her
Dog Race © Martin Hahn - www.fotolia.de

Haben sich bei einem Hund Erziehungsprobleme eingeschlichen, gelingt es auch lange nach dem Welpenalter noch, ihm diese abzugewöhnen. Dazu müssen Herrchen oder Frauchen sich aber in die Seele des Tieres hineinversetzen.

„Wichtig ist, das Tier artgerecht zu behandeln“, erklärt die Tierpsychologin Elisabeth Krause aus Feldgeding im Apothekenmagazin Senioren Ratgeber. Beim Hund heißt dies, dass der Besitzer die Rolle des Rudelführers annimmt. Dazu muss er natürlich lernen, wie ein Hund sich im Rudel verhält.

Ratgeber-Literatur, Hundeschulen und bei hartnäckigeren Problemen auch ein Tierpsychologe helfen, zu analysieren, warum Bello etwa zu ängstlich ist, beißt oder an unpassenden Stellen sein Geschäft erledigt.

Einer repräsentativen Umfrage des Magazins zufolge sehen vier von fünf älteren Haustierbesitzern den Vierbeiner als „wichtiges Familienmitglied“ an, das „sie wirklich verstehen kann“. Umgekehrt sollte das eben auch der Fall sein: Seinen Hund muss man verstehen. Dann lernt er verblüffend gut.

Haustiere leiden unter großer Hitze

Kleiner Hund (Beagle) schaut zu seinem Herrchen auf, Frau in roten Chucks hat ihn an der Leine
Young woman with Beagle dog in the park © Maria Sbytova - www.fotolia.de

Der Deutsche Tierschutzbund warnte nun, dass auch Haustiere unter den hohen Temperaturen im Sommer leiden. Es können bei den Tieren Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen auftreten.

Die Tierhalter sollten für ein schattiges Plätzchen in der Wohnung und genügend frisches Wasser sorgen. Das Gassi gehen mit dem Hund sollte auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden.

In Aquarien sollte ausreichend kaltes Wasser nachgefüllt werden, um ein lebensbedrohliches Aufheizen zu kompensieren.

Knapp 40 Prozent der Haustierbesitzer fühlen sich in Gesellschaft von Hund & Co glücklicher

Ob Hund, Katze oder Kanarienvogel, Haustiere sind für die Deutschen viel mehr als nur drollige Spielgefährten – sie machen ihre Besitzer tatsächlich glücklich.

Bei einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag der Apotheken Umschau gaben vier von zehn Haustierbesitzern (39,9 Prozent) als Motiv für ihre Tierliebe an: „Weil es mich glücklich macht.“

Vor allem allein lebenden Bundesbürgern bescheren die tierischen Gesellen viele positive Gefühle: Mehr als die Hälfte aller geschiedenen, getrennt lebenden oder verwitweten Herrchen und Frauchen (52,3 Prozent) finden durch Haustiere ihr Glück. Eine Ursache dafür könnte sein, dass sie sich von ihrem Tier verstanden fühlen: Zwei Drittel (66,2 Prozent) aller Haustierbesitzer gibt nämlich an, ihr Haustier spüre ganz genau, wenn es ihnen schlecht gehe und spende ihnen dann Trost.

Mehr als ein Viertel der deutschen Herrchen und Frauchen halten sich mit ihrem Haustier in Form

Gassi gehen, Stöckchen werfen, herumtollen – Deutschlands Haustierbesitzer halten sich mit ihren vierbeinigen Lieblingen gesundheitlich auf Trab. In einer aktuellen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag der Apotheken Umschau nannte mehr als ein Viertel (26,2 Prozent) der befragten Haustierbesitzer körperliche Fitness als Motiv für die Tierhaltung.

Vor allem ältere Herrchen und Frauchen schätzen den sportlichen Nebeneffekt. Vier von zehn Tierbesitzern (39,8 Prozent) im Alter zwischen 60 und 69 genießen der Umfrage zufolge die Bewegung, die ihnen der Vierbeiner verschafft.

Tiertafeln helfen armen Besitzern von Haustieren aus der Klemme

Schwarz-weiße Katze und kleiner weißer Hund essen aus einem zweigeteilten grünen Fressnapf
Dog and cat eating natural food from a bowl © Monika Wisniewska - www.fotolia.de

Sogenannte Tiertafeln sind Institutionen, an die sich Besitzer von Haustieren wenden können, wenn ihnen das Geld für das Tierfutter fehlt. Doch solche Einrichtungen sind in Deutschland leider noch rar gesät. Der Osten Deutschlands geht mit gutem Beispiel voran. So werden in Sachsen-Anhalt alleine 500 Tiere mit Futter von der Tiertafel in Magdeburg versorgt. Die Besitzer müssen lediglich einen Hartz IV- oder Rentenbescheid vorlegen.

Kritiker sind der Meinung, dass sich die Halter von Tieren im Voraus darüber Gedanken machen sollten, ob sie ihre Tiere ernähren können oder nicht.

Auch Haustiere leiden unter Zigarettenrauch

Laut einer Umfrage des Magazins "Tobacco Control" würden einige der Raucher ihren Haustieren zuliebe mit dem Rauchen aufhören.

Es ist allgemein bekannt, dass auch das sogenannte "Passivrauchen" krank macht, dass dies sich aber auch auf Haustiere, wie Hund oder Katze, bezieht, daran denken wenige. Durch den blauen Dunst können nämlich auch bei den Tieren Krebs, Allergien und Augenprobleme auftreten.

Als Ergebnis der Umfrage ist festzustellen, dass knapp 30 Prozent der aktiven Raucher für ihren Vierbeiner mit dem Rauchen aufhören würden. Zusätzlich kommen noch 9 Prozent der nichtrauchenden Lebensgefährten, die ihren Partner dazu überreden würden, beziehungsweise 24 Prozent würden den Raucher vor die Tür schicken, dazu.

Somit sollte man bei den nächsten Kampagnen für das Nichtrauchen auch die Haustiere mit aufnehmen, denn in fast einem Drittel der Haushalte in Deutschland lebt auch ein Tier.

Mehrheit der Deutschen hält Hund, Katze und Co. für aufrichtigere Freunde als Menschen

Auf tierische Freunde ist einfach Verlass: Zwei Drittel der Deutschen (66,2 %) halten Tiere tatsächlich für aufrichtigere und zuverlässigere Freunde als Menschen. Das fand eine Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.137 Männern und Frauen ab 14 Jahren im Auftrag des „Senioren Ratgebers“ heraus.

Für über die Hälfte der Männer und Frauen (51,1 %) gehören Tiere zu einem erfüllten Leben einfach dazu, für jeden siebten Deutschen (14,1 %) ist sein Haustier sogar der wichtigste Bezugspunkt im Leben.

Viele Deutsche halten sich vor allem aus Platz- und Zeitgründen keine Haustiere

Ergebnis einer Umfrage - Für Deutsche sprechen viele Gründe gegen ein Haustier

Schwarzer Hundekopf guckt nach links, Menschenhand stupst auf die Hundenase
wet nose © davidcrehner - www.fotolia.de

Die häufigsten Argumente gegen die Anschaffung eines Haustiers sind in Deutschland Zeit- und Platzmangel. Vielen sind Hund, Katz und Wellensittich aber auch schlichtweg zu unhygienisch.

Das hat eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2137 Männern und Frauen ab 14 Jahren im Auftrag der "Apotheken Umschau" herausgefunden. Fast zwei Drittel der Deutschen (63,3%) halten deshalb auch keine Haustiere. Über die Hälfte dieser Männer und Frauen (56,7%) gab an, ein Haustier würde sie zeitlich zu sehr binden.

Kein Haustier aus Tierliebe

Mehr als ein Drittel (34,6%) sagte, es sei einfach nicht genug Platz vorhanden.

Jeder fünfte Deutsche ohne Haustier verzichtet auf tierische Hausgenossen, weil diese ihrer Ansicht nach zu Hause nicht artgerecht gehalten werden können. Auch Tierhaare, Katzenkot oder unangenehm riechendes Futter sind für Viele gute Gründe, sich auf keinen Fall ein Haustier zuzulegen: Fast ein Viertel (23,4%) der Befragten, die kein Tier zuhause haben, gaben an, diese wären ihnen "zu unhygienisch". Sie sind der Ansicht: "Tiere bringen Schmutz in die Wohnung."

Rund zehn Prozent (10,7%) halten kein Haustier, weil sie allergisch gegen Tierhaare sind. Genauso viele (10,9%) fürchten sogar, die Tiere könnten Krankheiten übertragen.

Wer sich - beispielsweise aus den genannten Gründen - dazu entschließt, ein Haustier zu halten, sollte in Sachen Vorbereitung einige Punkte beachten.

Die richtige Vorbereitung auf ein Haustier

In vielen Familien wünschen sich Kinder ein Haustier als Freund und Spielkamerad. Besonders beliebt bei Kindern sind Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen. Bevor die Eltern jedoch ein Tier anschaffen, sollten sie einige wichtige Punkte beachten.

Verblichene Begeisterung und Verantwortung der Eltern

Prinzipiell kann die Anschaffung eines Haustiers durchaus positiv für Kinder sein, da diese dadurch lernen, wie man Verantwortung übernimmt und Regeln befolgt. Darüber hinaus können sie auch eine Beziehung zu Tieren aufbauen.

Leider ist es oft so, dass die anfängliche Begeisterung für das Tier nach einer gewissen Zeit nachlässt, denn ein Haustier zu halten bedeutet nicht nur Spiel und Freude, sondern auch Arbeit und artgerechte Haltung.

Eltern, die für ihr Kind ein Haustier anschaffen wollen, sollten darauf achten, dass sich das Tier auch gut für das Kind eignet. So können auch Tiere, die niedlich aussehen, für Kleinkinder unpassend sein. Außerdem ist zu bedenken, dass man als Mutter oder Vater letztlich die Hauptverantwortung für das Haustier trägt und seine Kinder bei der Pflege des Tieres unterstützen muss.

Für Kinder unter 12 Jahren sind pflegeleichte Kleintiere am sinnvollsten. Ab etwa 12 Jahren sind die Kinder dann in der Lage, sich selbstständig um ein Tier kümmern zu können, was allerdings nicht immer für größere Tiere gilt.

Haustiere machen Kinder umgänglicher

Kleiner Junge mit aufgerissenem Mund liegt auf dem Bauch neben einem Hund
boy and his dog © Jaimie Duplass - www.fotolia.de

Kinder, die ein Haustier betreuen, lernen nicht nur mehr Verantwortungsbewusstsein. Sie sind auch ruhiger, ausgeglichener und beliebter.

Das berichtet die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau unter Berufung auf eine Untersuchung, für die rund 100 Grundschullehrerinnen und -lehrer befragt wurden. Es muss auch nicht immer ein großer Hund sein – kleine Tiere wie Meerschweinchen, Goldhamster, Mäuse oder Zwergkaninchen erwiesen sich sogar als besonders geeignet. Kinder, die ein Haustier daheim haben, setzen mehr auf Kameradschaft und neigen auch weniger dazu, sich zu isolieren.

Viel spricht für ein Haustier für Kinder, aber auf die Eltern kommt die Pflege zu

Kleines Mädchen mit Kaninchen auf dem Arm und ein Baby sitzen in einem Stall im Heu, warme Wollmützen an
Gestrickte Kleidung © Maria Moroz - www.fotolia.de

Kinder, die mit Tieren aufwachsen, profitieren in vieler Hinsicht. Deshalb sollten Eltern, wenn es die Umstände erlauben, dem Flehen der Kleinen nach einem vierbeinigen Spielkameraden ruhig nachgeben.

Aber: "Erst ab einem Alter von etwa vierzehn Jahren übernehmen Kinder die Verantwortung für ein Tier allein", warnt die Münchner Tierärztin Dr. Antonia Hingerle im Apothekenmagazin Baby und Familie. Eltern müssen also davon ausgehen, dass die Verantwortung für den Vierbeiner auch noch auf ihren Schultern ruht.

Was für ein Tier dann infrage kommt, will sorgfältig bedacht sein: Für einen Hund zum Beispiel ist die Familien das Rudel, er will mittendrin sein. Ein Meerschweinchen dagegen führt sein eigenes Leben und ist kein Schmusetier. Egal, worauf die Wahl schließlich fällt – Kinder, die mit Tieren aufwachsen, können besser mit Klassenkameraden umgehen und zeigen mehr Verantwortungsbewusstsein.

Viele Deutsche sind der Meinung Haustiere sind wichtig für die Entwicklung von Kindern

Kleines Mädchen hat kleine Katze im Arm und schaut in Kamera
Attendrissant... © Naty Strawberry - www.fotolia.de

Wenn sich der Nachwuchs ein Haustier wünscht, sollten Eltern nach Ansicht der meisten Deutschen ruhig zustimmen. Drei Viertel aller Bundesbürger (74,8 %) sind der Ansicht, selbst Tiere zu halten, sie zu umsorgen und zu pflegen sei wichtig für die Entwicklung von Kindern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.137 Personen ab 14 Jahren im Auftrag von „BABY und Familie“.

Fast sieben von acht Befragten (86,3 %) glauben zudem, Tiere seien gut für Gesundheit und Seele. Schließlich verschafften sie Bewegung und Ausgleich, Spaß und körperliche Zuwendung. Allerdings halten die meisten Männer und Frauen nicht alle Haustiere auch immer für geeignet. So meinen mehr als zwei Drittel (67,1 %), größere Tiere hätten in der Stadt nichts zu suchen – auf dem Lande sei das aber etwas anderes.

Haustiere fördern das Sozialverhalten bei Kleinkindern

Mädchen in lila Kleidung kuschelt mit einem kleinen Kaninchen
Girl is holding a little rabbit © Serhiy Kobyakov - www.fotolia.de

Eltern sollten es unbedingt unterstützen, wenn ihr Sprössling sich ein Haustier wünscht. Eine Studie belegt jetzt, dass Kleinkinder, die sich für einen Hasen oder Hund mitverantwortlich fühlen, auch ein besseres Verhalten im Umgang mit anderen Kindern an den Tag legen.

Wiener Verhaltensforscher untersuchten die Beziehung von Kindergartenkindern zu ihrem Haustier. Es besteht den Forschern zufolge eine Wechselwirkung zwischen gutem Sozialverhalten und dem Umgang mit Tieren.

Vierbeiner sind kein Weihnachtsgeschenk für Kinder

Zwei Mädchen mit Nikolausmütze vor einem geschmückten Weihnachtsbaum
xmas engerl © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

Wie Tierschützer dringend raten, gehören kleine Hunde und Katzen, aber zum Teil auch Meerschweinchen und Hamster nicht auf den weihnachtlichen Geschenktisch für Kinder. Schon nach den Feiertagen landen nämlich viele dieser "Weihnachtsgeschenke" in den Tierheimen, weil manche Kinder schnell die Freude daran verlieren, denn es kommen ja auch Pflichten auf sie zu.

Daneben wird auch häufig vergessen, dass die Tiere ein bestimmtes Umfeld brauchen und auch Geld kosten. Und schließlich ist man oftmals auch bei den Urlaubsplänen an das Tier gebunden. So empfiehlt der Tierschutzverein besser eine sogenannte Tierpatenschaft zu übernehmen, wobei man zuerst einmal auch den Umgang mit dem Tier näher kennenlernen kann.

Kinder und Haustiere passen gut zusammen

Asiatisches Mädchen kuschelt mit einer Katze auf einer Decke
Beautiful asian girl kissing american shorthair cat © lalalululala - www.fotolia.de

Die meisten Eltern sind davon überzeugt, dass ein Haustier gut für ihr Kind ist. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage.

Kinder würden durch den Umgang mit Hund, Katze und Co. Verantwortungsbewusstsein lernen, glauben 85,5 Prozent der Befragten. Fast ebenso viele (84,3 Prozent) sind der Meinung, dass ein Tier die Kleinen glücklicher machen würde und für seelische Ausgeglichenheit sorge. Mehr als drei Viertel aller Erwachsenen (75,7 Prozent) ist der Überzeugung, dass ein Haustier gut für das Immunsystem von Kindern sei und daher auch vor Krankheiten schütze.

Es ist daher nicht überraschend, dass in Haushalten mit Kindern unter 15 Jahren Hunde, Katzen oder Merrschweinchen häufiger anzutreffen sind (42,1 Prozent) als beim Durchschnitt der Bevölkerung (30,4 Prozent).

Hunde, Hühner und Co. - Tiere verbessern Sozialverhalten in Schule und Gefängnis

Junge umarmt seinen Hund, Golden Retriever
Boy and Golden Retriever © sonya etchison - www.fotolia.de

Tiere haben einen positiven Einfluss auf den Menschen. Das machen sich auch immer mehr Schulen und Gefängnisse zu Nutze. Wenn ein Hund in der Klasse ist, werden die lauten Schüler leiser – und die leisen lauter. Jugendliche Straftäter lernen durch die Pflege von Hängebauchschweinen und Hühner, wie Verantwortung funktioniert.

Anlässlich des Wiener Kongresses "Mensch-Tier-Beziehungen" ziehen Wissenschaftler deshalb ein motivierendes Fazit. Sie empfehlen, Tiere noch intensiver als Förderer für ein soziales Klima einzusetzen. Viele deutsche Bundesländer haben mittlerweile wissenschaftlich erarbeitete Richtlinien, wie Hunde oder andere Tiere in Schulkassen eingesetzt werden dürfen.

Während die Experten Hunde in Schulen und Hühner im Gefängnis begrüßen, zeigen sie sich jedoch bei anderen tierischen Einsätzen kritisch: für die sogenannte Delfin-Therapie mit behinderten Kindern gebe es etwa keinerlei Nachweis einer Wirksamkeit.

Sind die Grundvoraussetzungen gegeben?

Vor der Anschaffung eines Haustiers ist es ratsam, die Grundvoraussetzungen genau abzuklären. So sollte man sicherstellen, dass man das Tier in seiner Wohnung überhaupt halten darf und die Erlaubnis des Vermieters einholen.

Außerdem ist zu klären, ob genügend Platz in der Wohnung für das Tier vorhanden ist, denn eine artgerechte Haltung ist wichtig, damit sich das Tier auch wohl fühlt. Darüber hinaus sollte man unbedingt feststellen, ob jemand in der Familie unter einer Tierhaarallergie leidet, damit es nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch das Tier kommt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Mitglieder der Familie über ausreichend Zeit verfügen, um sich dem Tier widmen zu können. So müssen Hunde mehrmals täglich und regelmäßig Gassi gehen. Damit es nicht zu Streitigkeiten innerhalb der Familie kommt, sollte man außerdem klären, welche Pflichten von wem übernommen werden.

So machen Sie Ihre Wohnung bereit für ein neues Haustier

Machen Sie sich bewusst, dass Sie vor allem in den ersten Tagen und Wochen nah am Tier sind und so Unreinheiten des kleinen Vierbeiners umgehend bemerken, eingreifen können und schnellstmöglich die Reinigung umsetzen können. Urin kann sehr hartnäckig und trotz guter Reinigung nachhaltig sein.

Schützen Sie Ihren Holzboden, indem Sie leicht zu reinigende Auslegeware auslegen und schützen Sie wertvolle Teppiche, indem Sie diese für die ersten Wochen einrollen.

Wenn Sie den Teppich liegen lassen, dann kann es sich anbieten zum Schutz des Holzbodens eine leicht abwischbare Matte unter den Teppich zu legen. Sollten Sie den Fleck nicht rechtzeitig entdecken und den Geruch wahrnehmen, dann suchen Sie sich geeignete Reinigungsmittel und Sie Polster oder Teppiche gegebenenfalls professionell reinigen.

Möbel, Schuhe, Zimmerpflanzen

Machen Sie vor dem Einzug des Vierbeiners einen Rundgang durch die Wohnung und versetzen Sie sich in das Tier, womit es am sich voraussichtlich am liebsten beschäftigen wird. Natürlich werden Sie nicht alles verhindern können, aber Sie können sich durch diesen Rundgang bewusst machen, was Ihnen wichtig ist und es entsprechend in Sicherheit bringen beziehungsweise sichern.

Schützen Sie festes Mobiliar indem Sie es verstellen oder mit einem in der Tierhandlung erhältlichem bitteren, ungenießbarem Mittel überstreichen, so dass der Hund oder die Katze schon allein durch den Geruch einen anderen Platz zum Kratzen oder Knabbern sucht.

Bieten Sie ausreichend Spiel-, Knabber- und Kratzmöglichkeiten an, bis Sie Ihr Tier so gut kennen, dass Sie das Angebot auch wieder reduzieren können. Nicht jeder Hund braucht eine Vielzahl an Spielzeug und nicht jede Katze benötigt einen mehrstöckigen Kratzbaum.

Der neue Lieblingsplatz

In den ersten Tagen wird sich der Vierbeiner mit der neuen Umgebung vertraut machen, nahe an Ihnen sein und in Ausrichtung nach Ihnen seinen Lieblingsplatz wählen. Bei Katzen ist dies meist

  • der Sessel des Besitzers
  • die Couch
  • die höchste Stelle auf dem Schrank oder
  • das Fensterbrett.

Der Hund ist genügsamer und ist auch mit einer Zuweisung Ihrerseits durch eine Decke oder einen Korb auf einen festen Platz in der Wohnung einzustellen. Ganz egal, welchen Lieblingsplatz sich Ihr neuer Vierbeiner erobert, unterstützen Sie ihn in seiner Suche und Findung, indem Sie den Platz weiträumig leeren, so dass sich Katze und Hund nicht beim Strecken erschrecken, weil etwas umfällt oder Sie jedes Mal hinrennen, weil Sie die Sorge haben, dass etwas herunterfallen kann.

Bei der Auswahl des neuen Lieblingsplatzes kann man sein Haustier unterstützen
Bei der Auswahl des neuen Lieblingsplatzes kann man sein Haustier unterstützen
Hygiene und Sauberkeit

Wenn Sie ein Haustier in Ihrer Familie haben, wird das Thema Hygiene an Wichtigkeit zunehmen. Tiere verursachen mehr Reinigungsaufwand, vor allem, wenn sie sich in der geschlossenen Wohnung und im Freien bewegen können.

Reinigen Sie die Stellen und Zimmer, in denen sich das Tier am häufigsten aufhält, ebenso die Näpfe. Den Kratzbaum und den Hundekorb lohnt es sich ebenfalls alle vier Wochen mit dem Staubsauer zu reinigen.

Kämmen Sie Ihren Hund oder Ihre Katze, so denn sie das mag, alle sechs Wochen, vor allem aber vom Wechsel der Winter- in die Sommerzeit. Wenn Ihr Vierbeiner von draußen kommt, prüfen Sie die Pfoten und das Unterbauchfell und säubern Sie Ihr Haustier mit einem Handtuch oder gegebenenfalls mit einer kleinen Dusche. Auf diese Weise können Sie den Schmutz in der Wohnung gravierend reduzieren.

Spielen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Tiere...

Geeignetes Spielzeug für Hunde und Katzen

Nicht nur Menschen kennen Langeweile. Auch Hunde und Katzen, die beliebtesten Haustiere der Deutschen, wissen oft nichts mit sich anzufangen. Doch welches Spielzeug für Hunde und Katzen eignet sich, um Langeweile vorzubeugen und die Vierbeiner angemessen zu unterhalten?

Tipps gegen Langeweile bei Hunden

Hunde erfreuen sich zum einen an Spielsachen, welche gekaut und durch die Gegend getragen werden können. Bei derartigen Spielsachen kann es sich etwa um Varianten von kleinen Bällen, weichen Kuscheltieren und Tauen handeln.

Ein weiteres empfehlenswertes Spielzeug, mit welchem sich Hunde stundenlang selbst beschäftigen können, sind so genannte Futterbälle. Hierbei handelt es sich um mittelgroße und weiche Bälle, welche über Öffnungen verfügen. Diese Bälle werden dann mit Hundesnacks gefüllt.

Sobald der Hund die Bälle dann bewegt beziehungsweise dreht, fällt das Futter nach und nach hinaus. Der Vierbeiner hat so dann noch einen zusätzlichen Anreiz, sich zu bewegen und mit dem Ball zu interagieren.

Futterbälle gibt es zudem in verschiedenen Varianten. So gibt es auch Modelle, welche über nur einen Ausgang verfügen und in welchen zudem ein Labyrinth eingelassen ist. Das Futter fällt so erst nach minutenlangem Drehen heraus, was für zusätzlichen Spielspaß sorgt.

Letztlich freuen sich Hunde noch über alles, was weit oder spektakulär fliegt und zum Herrchen zurückgebracht werden kann. In diesem Zusammenhang muss man aber nicht immer auf einfache Bälle setzen. Stattdessen sind im Fachhandel auch so genannte Dog Discs und Schleuderanlagen erhältlich, welche für Abwechslung sorgen und keine Langeweile beim Vierbeiner aufkommen lassen.

Spielen als Lieblingsbeschäftigung der Vierbeiner
Spielen als Lieblingsbeschäftigung der Vierbeiner
Tipps gegen Langeweile bei Katzen

Katzen haben gegenüber Hunden schon deutlich andere Interessen, was sich auch bei der Auswahl von geeignetem Spielzeug bemerkbar macht. So können sich Katzen zunächst einmal für alles begeistern, was sich vor ihnen bewegt oder hin und her schwingt.

Hierzu eignen sich einerseits Spielhandschuhe für Katzen. Diese werden vom Menschen angezogen und verfügen über extra lange, gepolsterte und relativ stabile Finger. Diese können dann vor der Katze hin und her geschwungen werden, was den Spiel- und Jagdinstinkt weckt.

Daneben gibt es noch Spielsachen, welche an der Decke oder Türrahmen aufgehängt werden und bis knapp über dem Boden hängen. Mit diesen können Katzen dann ebenso herumtollen, was diesen stundenlange Freude bereitet.

Richtig paradiesisch für Katzen sind zuletzt noch Katzenbäume oder gar ganze Katzenspielplätze. Auf diesen kann dann geklettert und herumgetollt werden, was sich vor allem für Hauskatzen eignet, welche nicht ins Freie dürfen.

Vor allem, wenn es sich um Tierbabys handelt, sollte man einige Punkte beachten...

Tipps für den Einzug eines Welpens oder Kätzchens

Ob in einer Familie oder als Single stellt sich irgendwann die Frage nach dem Zuwachs durch ein Haustier. Dabei können die Gründe für das Zusammentreffen von Haustier und Halter sehr unterschiedlich sein.

Von zugelaufen, herrenlos oder gesehen und sofort ins Herz geschlossen, hat fast jeder Haustierbesitzer seine eigene Geschichte zu erzählen. Nun ist es unterschiedlich, ob es sich bei dem Haustier um ein Jungtier handelt oder um ein älteres Tier, das bereits einen Vorbesitzer hatte.

Im Falle des Jungtiers empfiehlt es sich, sich bereits vor dem Einzug des Haustieres mit dem Verhalten eines Jungtieres zu beschäftigen und daraus resultierend entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Stubenreinheit bei Hund und Katze

Wenn es sich bei dem Jungtier zum Beispiel um einen Welpen oder ein Kätzchen handelt, dann wird das Thema Stubenreinheit an erster Stelle stehen. Nehmen Sie sich die Zeit und rufen Sie auch Ihre Familienmitglieder auf, mit aufzupassen und darauf zu achten, wenn sich der Welpe oder das Kätzchen unruhig verhalten.

Nehmen Sie den Welpen und gehen Sie mit ihm nach draußen, so dass er sein Geschäft erledigen kann. Das Kätzchen können Sie lockend oder dicht über den Boden tragend, in einem ähnlichen Abstand wie die Katzenmutter ihr Junges trägt, bis hin zur mit Katzenstreu gefüllten Box bringen. Wiederholen Sie dieses Verhalten immer dann, wenn sich Ihr Jungtier unruhig verhält beziehungsweise in einem Abstand von zwei Stunden.

Jungtiere merken noch nicht zuverlässig wann sie mal müssen
Jungtiere merken noch nicht zuverlässig wann sie mal müssen

Bieten Sie Ihren Vierbeinern die Möglichkeit an, nach draußen zu gehen oder auf die Katzentoilette, denn Jungtiere haben wie Menschenbabys noch nicht das Gefühl für ihren Körper und können demnach während des Spielens nicht bemerken, dass sie mal müssen. Sollte Ihr Jungtier sich einmal zu früh oder unbemerkt in der Wohnung lösen, so ist es ratsam, wenn Sie die Möglichkeit haben es schnell zu bemerken und das Malheur zu entfernen. Leider vertragen Holzböden und, vor allem bei Katzen, Polstermöbel Flüssigkeiten nicht sonderlich.

Reinigen Sie den Boden oder die Polstermöbel gründlich, so dass der Geruch nicht zurückbleibt und sich das Jungtier kein zweites Mal an derselben Stelle erleichtert. Bis Ihr Welpe stubenrein ist, können Sie auch versuchen, ihn nur in einem beschränkten Bereich der Wohnung zu halten. In diesem Wohnbereich sollten die Grundflächen leicht zu reinigen sein.

Näpfe und Kratzbäume

Wenn Sie Ihrem Haustier Näpfe kaufen, dann achten Sie darauf, dass sich am Boden des Napfes ein Gummirand befindet. Beim Fressen kommt es oft zum Verrutschen des Napfes, vor allem, wenn das Futter dem Tier schmeckt und es unbedingt alles auffressen und auflecken will.

Um den Boden nicht zu zerkratzen, können Sie mit einem Gummirand am Boden der Näpfe einerseits Schäden vermeiden und andererseits das störende Gescharre des über den Boden geschobenen Napfes verhindern. Eine Variante zum Gummirand am Napfboden stellt eine Matte dar, die Sie unter die Näpfe legen können.

Tiere lieben es zu spielen und die Wohnung für sich zu erobern. Vor allem Katzen sind wahre Meister auf diesem Gebiet. Schnell kann ein Fensterbrett zum heiligen Lieblingsplatz erkoren werden, genauso wie das Sitzen auf dem Schrank oder dem Stubentisch. Bringen Sie mit Geduld und für das Haustier artgerecht verständlich von Anbeginn an bei, was das Tier nicht darf.

Besorgen Sie frühzeitig entsprechende Alternativen wie einen Kratzbaum oder Spielzeug für den Innenbereich. So können Sie beim Aufzeigen eines Verbotes dem Tier einfach klar machen, wo es sein Bedürfnis ausleben kann und was es in dem Zusammenleben mit Ihnen nicht darf.

Fotos von Tieren am Arbeitsplatz steigern die Leistung

Junge Frau im Schlafzimmer sitzt vor ihrem Computer und tippt
Determined girl typing on computer in bedroom © AVAVA - www.fotolia.de

Anstatt sich Fotos von seinen Kindern oder dem Partner auf den Schreibtisch zu stellen, sollte man seinen Arbeitsplatz lieber mit Fotos vom eigenen Haustier schmücken, denn einer Studie der Hiroshima Universität in Japan zufolge können Fotos von Tieren am Arbeitsplatz die Motivation und die Leistung steigern.

Die Probanden wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die Teilnehmer der ersten Gruppe sahen sich Fotos von Tierkindern an, während sie eine Aufgabe lösten, die Zweite Gruppe sah Fotos von ausgewachsenen Tieren und die dritte Gruppe bekam Bilder von Speisen zu sehen.

Die Auswertung zeigte, dass sich die Leistung der Teilnehmer der ersten Gruppe um bis zu 10% erhöhte, die der zweiten Gruppe stieg um bis zu 5% und bei der letzten Gruppe war keinerlei Leistungssteigerung zu vernehmen.

Auf einpaar spezielle Punkte in Sachen Hundeanschaffung gehen wir im Folgenden gesondert ein...

Was vor der Anschaffung eines Hundes zu beachten ist

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren. So leben etwa 5 Millionen Hunde in deutschen Haushalten. Leider stellen manche Menschen im Laufe der Zeit fest, dass ein Hund aus verschiedenen Gründen nicht zu ihnen passt oder zur Belastung wird.

Traurigerweise landen viele der treuen Vierbeiner dann in einem Tierheim. Wer den Wunsch verspürt, sich einen Hund anzuschaffen, sollte daher zuvor genau überlegen, ob dieser auch zu ihm passt.

Zeit

Zu den wichtigsten Punkten bei der Hundehaltung gehört der Zeitfaktor. Ein Hund benötigt viel Zuwendung, Pflege und Auslauf. So muss er mindestens dreimal täglich Gassi gehen und möchte auch gerne eine Zeitlang draußen bleiben und dort herumtoben. Außerdem sollte man seinen Hund nicht länger als vier Stunden am Tag alleine lassen.

Des Weiteren muss er gefüttert und gepflegt werden und möchte mit Herrchen oder Frauchen schmusen und spielen. Daher sollte man sicher sein, dass man auch genug Zeit hat, um sich seinem Vierbeiner ausführlich widmen zu können.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Motivation. So muss man auch dann mit dem Hund raus, wenn das Wetter schlecht ist. Für den Fall, dass man einmal krank wird oder außer Haus muss, ist es gut, wenn man jemanden hat, der sich in der Zwischenzeit um das Tier kümmert.

Wohnungsgröße

Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei der Anschaffung eines Hundes zu beachten ist, ist die Größe der Wohnung. Einen Hund in einer Wohnung ohne Garten zu halten, ist nicht unbedingt optimal, aber manchmal nicht zu ändern.

Verfügt man nur über eine kleine Wohnung, ist es besser, wenn man sich einen kleinen Hund anschafft. Einen größeren Vierbeiner sollte man sich nur dann zulegen, wenn man sich intensiv um ihn kümmern kann und viel mit ihm draußen unterwegs ist. Damit es nicht zu Problemen mit den Nachbarn kommt, ist es besser, sich einen Hund anzuschaffen, der nicht allzu bellfreudig ist.

Mietvertrag

Wohnt man in einer Mietwohnung, muss man vor der Anschaffung eines Hundes auch den Mietvertrag beachten und abklären, ob man dort überhaupt ein Haustier halten darf. Gegebenenfalls muss der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden.

Und auch die Katzenanschaffung betrachten wir gesondert...

Was vor der Anschaffung einer Katze zu beachten ist

Eine Katze zu erwerben, ist nicht weiter schwer. Doch mit ihrer Anschaffung übernimmt man auch viel Verantwortung. Daher ist es ratsam, vorher einiges zu bedenken.

Zeit und Erlaubnis des Vermieters

Zunächst einmal sollte man sich absolut sicher sein, ob man sich die Pflege und die artgerechte Haltung einer Katze überhaupt zutraut. Auch der Zeitfaktor spielt eine wichtige Rolle. Zwar können Katzen länger alleine bleiben als Hunde, doch vor allem Wohnungskatzen benötigen Aufmerksamkeit und möchten, dass man sich mit ihnen beschäftigt.

Ist man berufstätig und den ganzen Tag außer Haus, wird empfohlen, lieber gleich zwei Katzen anzuschaffen. Zusammen können sich die Katzen die Wartezeit auf Frauchen oder Herrchen leichter vertreiben.

Ein wichtiger Punkt, der vor der Anschaffung abgeklärt werden muss, ist die Erlaubnis des Vermieters, eine Katze in der Wohnung halten zu dürfen. Sofern die Anschaffung im Mietvertrag nicht ausdrücklich erlaubt ist, empfiehlt es sich, mit dem Vermieter darüber zu sprechen.

Gesundheit

Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt der gesundheitliche Aspekt. Leben in einem Haushalt mehrere Familienmitglieder, sollten sich alle einem Test unterziehen, um festzustellen, ob sie womöglich unter einer Haustierallergie leiden, denn hat man sich den Stubentiger erst einmal zugelegt, fällt die Trennung dann natürlich schwer, wenn es zu einer Katzenallergie kommt.

Finanzen und Versicherung

Auch den finanziellen Aufwand gilt es zu beachten. So entstehen durch die Anschaffung einer Katze Kosten für

Im Durchschnitt sind dies etwa 50 Euro im Monat.

Auch mögliche Schäden an den Möbeln oder den Tapeten müssen einkalkuliert werden. Sinnvoll kann zudem der Abschluss einer Tierversicherung sein, denn wenn die Katze ernsthaft krank wird, drohen unerwartet hohe Kosten. Ebenso sollte man an eine Haftpflichtversicherung denken.

Spielraum und andere Haustiere

Natürlich muss in der Wohnung auch genügend Platz für eine Katze vorhanden sein, denn Katzen mögen Abwechslung und ausreichend Spielraum. Hat man bereits andere Haustiere, ist damit zu rechnen, dass es zunächst zu Problemen kommt. Vor allem auf Kleintiere wie Vögel, Hamster oder Mäuse muss man gut aufpassen, weil der Stubentiger sie als Beute betrachten könnte.

Da die Katze nicht gerne reist, sollte man sicherstellen, dass sie von jemandem betreut wird, wenn man in den Urlaub fährt.

Wie man sein Haustier am besten mit dem Beruf vereinen kann

Verschiedene Haustiere benötigen verschieden viel Aufmerksamkeit und Zeit, die man mit ihnen verbringt

Blonde Frau lacht mit geschlossenen Augen, wird von Hundewelpe in Gesicht abgeleckt
Young woman and sweet puppy playing around © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Die beliebtesten Haustiere in Deutschland sind und bleiben Hunde und Katzen, doch den meisten Haustierbesitzern fehlt auf Grund ihres Berufs oft die nötige Zeit, sich artgerecht um sein Tier zu kümmern. Gerade Hunde wollen möglichst viel Zeit mit ihrem Besitzer verbringen und ihn am liebsten überall hin begleiten. Katzen sind da meist etwas unkomlizierter und können hin und wieder auch mal einige Stunden alleine Zuhause verbringen, was jedoch auch bei ihnen nicht zur Regel werden sollte.

Für einen Hund muss man genug Zeit haben

Ist man beruflich so eingespannt, dass man nur sehr selten Zuhause ist und hat man keine Möglichkeit den Hund mit zur Arbeit zu nehmen, sollte man sich eventuell lieber für eine Katze entscheiden oder aber sich mit dem Partner zeitlich absprechen, sodass das Tier nicht zu kurz kommt. Sollte der Hund schon nicht die Arbeitszeit mit seinem Besitzer verbringen können, sollte man sich zumindest in seiner Freizeit so viel wie möglich mit ihm beschäftigen.

Muss man dann doch einmal etwas länger arbeiten oder gar auf Geschäftsreise gehen und hat keinen Lebenspartner, der sich in dieser Zeit um das Tier kümmern kann, sollte man sich einen Tiersitter organisieren. Wer im Familien- oder Freundeskreis niemanden findet, der diese Aufgabe übernehmen kann oder will, der kann sich im Internet auf entsprechenden Vermittlungsseiten nach einem geeigneten Sitter umschauen.

Die richtige Rasse wählen

Gerade bei Hunden sollte man vor der Anschaffung aber auch auf die jeweiligen Eigenschaften der Rasse achten. Wer beispielsweise viel arbeitet und daher nicht jeden Tag einen Marathon-Spaziergang mit seinem Vierbeiner zurücklegen kann, sollte sich lieber für eine kleinere und gemütlichere Rasse wie beispielsweise eine englische Bulldogge entscheiden anstatt für einen Husky oder einen Bordercollie, die sehr viel Bewegung brauchen.

Generell sollte sich jeder, der sich ein Tier zulegen möchte im Vorhinein überlegen, ob er auch die nötige Zeit aufbringen kann, um den Bedürfnissen und der Pflege des Tieres gerecht werden zu können.

Woran man denken sollte, bevor sich ein Haustier angeschafft wird

Haustiere: Katze und Hund schlafen nebeneinander eingekuschelt
cat and dog sleeping together © V&P Photo Studio - www.fotolia.de

Immer wieder hört man von übereilten und oftmals auch unüberlegten Haustieranschaffungen. Die Leidtragenden dabei sind stets die Tiere selber. Denn wer sich nicht richtig um das Tier kümmern kann, gibt es auch schnell wieder ab. Daher sollten folgende Aspekte vor der Anschaffung eines Tieres genauer bedacht werden:

1 Der Zeitfaktor

Ein Haustier ist kein Möbelstück, sondern ein Lebewesen, um dass man sich kümmern muss. Eine Regel besagt, je größer das Tier, desto mehr Zeit muss täglich eingeplant werden. Für Kleintiere, wie Hamster und Co sind immerhin schon 30 Minuten am Tag nötig. Ein Hund hingegen beansprucht bereits gut zwei Stunden und ein Pferd mindestens drei Stunden täglich.

2 Der Kostenfaktor

Mit der Anschaffung allein ist es nicht getan. Haustiere verursache Unkosten, die leider viele unterschätzen. Futter, Pflege, Tierarztbesuche summieren sich. Für eine Katze allein kommen monatlich rund 65 Euro zusammen. Bei einem Pferd gehen die Kosten leicht in den dreistelligen Bereich. Zudem sind Haftpflichtversicherungen bei Hund und Pferd zu empfehlen, als auch Krankenversicherungen.

3 Der Faktor der Lebensbedingungen

Ein Tier muss natürlich artgerecht gehalten werden können. Zudem muss man sich darüber Gedanken machen, was mit dem neuen Familienmitglied im Urlaub werden soll.

4 Der Faktor des Umfeldes

Was denkt überhaupt die Familie darüber? Darf sich in der Mietwohnung ein Tier gehalten werden? Diese Fragen sollten auch nicht vergessen werden.

5 Der Gesundheitsfaktor

Viele bedenken auch nicht das gesundheitliche Risiko. Eine Allergie beispielsweise kann der Freude über das Haustier schnell ein Ende setzen.

Grundinformationen und Hinweise zu Haustieren

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: couch business 13 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Red kitten © Alena Ozerova - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hund und Katze © Carola Schubbel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: little kitten playing on the grass close up © Dušan Zidar - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema