Gute Gründe für ein Haustier - Die Vorteile der Haustierhaltung und Tipps zur Vorbereitung

Haustiere sind nicht nur treue Gefährten, sondern können sich auch positiv auf die Gesundheit auswirken, sei es durch den Zuschuss an Bewegung oder die Tatsache, dass sie den Menschen trösten und dessen Stimmung verbessern können. So gibt es zahlreiche gute Gründe für die Anschaffung eines Haustiers. Zuvor sollten jedoch einige Punkte beachtet werden. Lesen Sie über die Vorzüge der Haustierhaltung und holen Sie sich Tipps zur Vorbereitung.

Haustiere als eine gute Stütze - Die Vorzüge von Haustieren und was vor der Anschaffung beachtet werden sollte

Dass Haustiere das seelische Wohlbefinden von Menschen verbessern können, ist längst bekannt. Doch auch die Gesundheit wird ihnen positiv beeinflusst.

Gute Gründe für ein Haustier

Studien zufolge helfen vierbeinige Haustiere wie Hunde und Katzen ihren Besitzern dabei, Krankheitsrisiken zu senken. So stärkt die Haltung eines Haustiers das Immunsystem und hilft gegen Stress.

Zu den größten Risikofaktoren für die Entstehung von zahlreichen Krankheiten zählen u.a. Stress, Übergewicht, Bluthochdruck und zu wenig Bewegung. Wer jedoch ein Haustier wie einen Hund oder eine Katze besitzt, bewegt sich viel, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirkt.

So fanden amerikanische Forscher heraus, dass sowohl körperliche Aktivitäten von Haustierhaltern wie Spazierengehen als auch der emotionale Umgang mit den Tieren, das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen vermindern. Doch es gibt noch weitere gute Gründe für die Anschaffung eines Haustieres.

Verringertes Allergierisiko bei Kindern

Vor allem kleine Kinder können von einem Haustier profitieren. So ergaben finnische Studien, dass Kinder, in deren Haushalt ein Tier lebt, seltener an Atemwegsinfektionen oder Ohrenerkrankungen leiden als Kinder, die kein Haustier haben. Auch Antibiotika kommen bei ihnen seltener zum Einsatz.

Darüber hinaus entwickeln Kleinkinder mit Haustieren nur selten Allergien. Handelt es sich bei dem Haustier um einen Hund, profitieren allerdings nur Jungs von diesem Effekt, während es bei Mädchen nicht dazu kommt.

Mehr Bewegung durch Hunde

Der große Vorteil von Hunden als Haustier liegt darin, dass sie ihrem Herrchen oder Frauchen deutlich mehr Bewegung an der frischen Luft verschaffen. Rund 80 Prozent aller Hundebesitzer gehen täglich mehr als zehn Minuten mit ihrem Hund Gassi.

Ca. 42 Prozent führen ihren Vierbeiner sogar eine halbe Stunde pro Tag aus. Auf diese Weise kommt es zu einem verstärkten Schutz vor Krankheiten wie Knochenschwund (Osteoporose) und der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Diabetes-Spürhunde

So genannte Diabetes-Spürhunde werden mittlerweile immer wichtiger für Diabetiker, die unter Diabetes Typ 1 leiden. So besteht die Gefahr, dass es bei den Diabetikern zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommt.

Speziell ausgebildete Diabetes-Spürhunde verfügen jedoch über die Gabe, eine Unterzuckerung zu riechen und ihren Halter rechtzeitig davor zu warnen, damit dieser Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Weitere bekannte Begleithunde sind Blindenhunde, die ihrem sehbehinderten Herrchen oder Frauchen eine große Stütze sind.

Stimmungsaufheller Hund

Hunde verbessern auch die seelische Stimmung ihres Halters. Spricht man mit seinem Hund und streichelt ihn dabei einige Minuten lang, löst dies im Körper eine Hormon-Kettenreaktion aus.

Diese bewirkt, dass das Wohlfühlhormon Oxytocin ansteigt, während gleichzeitig das Stresshormon Kortisol abnimmt. So gelten Hunde sogar als hilfreich zur Behandlung von Depressionen.

Hund und Katze gut fürs Herz

Hunde und Katzen haben eine positive Auswirkung auf das menschliche Herz. So fällt der Blutdruck bei Katzenbesitzern niedriger aus als bei Menschen, die kein Haustier haben. Hundehalter erholen sich durch ihren Vierbeiner besser von einem Herzinfarkt.

Inneres Gleichgewicht durch Fische

Sogar stille Haustiere wie Fische können sich positiv auf den Menschen auswirken. So gelten Besitzer eines Aquariums als zufrieden, harmonisch und lebensfroh.

Sogar Menschen, die an Demenz leiden, profitieren mitunter von den Aquariumsbewohnern. Zum Beispiel verhalten sie sich ruhiger, geselliger und nehmen mehr Nahrung zu sich.

Haustiere helfen gegen Einsamkeit

So manche Lebenslage kann dazu führen, dass ein Mensch unter Einsamkeit leidet. Besonders betroffen davon sind ältere Menschen. Durch ein Haustier lässt sich jedoch ein treuer Gefährte finden, der die Einsamkeit erleichtert und zu einer regelmäßigen Aufgabe verhilft.

Wie Haustiere unserer Seele gut tun

In den einsamsten Stunden sind Haustiere oft die letzte Stütze, die dem Menschen bleibt. Ihre Nähe schafft Vertrauen und stellt keine größeren Anforderungen.

Sie kritisieren nicht, sie verurteilen nicht, sie bleiben ihrem Besitzer - fast - immer treu. All diese Eigenschaften haben es über die letzten Jahrhunderte zum Haustier werden lassen.

Arbeits- und Nutztiere

Ursprünglich diente das Tier nur als reine Nahrungsquelle. Ob als Ziege, die die Milchversorgung sicherstellte oder auch Schwein, das den Fleischbedarf des Menschen deckte.

Diese Mensch-Tier-Beziehung existiert schon seit Jahrtausenden und machte es der Menschheit möglich, sich vom Jäger- bzw. Sammlersein zur Sesshaftigkeit weiter zu entwickeln. Durch den Ackerbau kombiniert mit der Haltung von Tieren, die leicht zu bändigen waren (Schafe, Schweine, Kühe), wurde der Mensch weitgehend unabhängig von äußeren Einflussfaktoren.

Stückweise übernahmen die Tiere auch die Arbeit des Menschen, Ochsen, die den Bauern halfen, den Acker zu bestellen oder Hunde, die bei der Jagd von großem Nutzen waren. Das erste Haustier des Menschen war eindeutig der Hund, dessen Domestikation etwa 13.000 v. Chr. begann.

Bis heute gilt er als der beste Freund des Menschen. Mit der Veränderung der menschlichen Lebensweise im Laufe der Geschichte ging auch eine Änderung der Beziehung zwischen Mensch und Tier einher.

Die Industrialisierung Ende des 18. Jahrhunderts führte zu neuen seelischen Belastungen des Menschen. Die psychischen Krankheiten nahmen seit dieser Zeit kontinuierlich zu.

Trostspender und Heiler

Haustiere wirkten und wirken bis heute diesen neuen Stressfaktoren entgegen. Man bedenke nur die zunehmende Zahl des Burnouts, verursacht durch unsichere Arbeitsplätze, höhere Anforderungen des Arbeitgebers und höher geforderte Leistung in kürzerer Zeit.

Hunde, Katzen, Pferde, Kaninchen oder Reptilien, diese Tiere werden je nach Vorliebe der Besitzer gehalten. Alle haben dennoch gemeinsam, dass sie der Seele helfen schwierige Lebensphasen besser zu meistern.

Älteren Menschen, die ihren Lebenspartner verloren haben, finden häufig Trost durch einen Hund oder eine Katze. Viele Tiere dienen als Kinderersatz, sie strukturieren den Tag und müssen versorgt werden.

Die Fähigkeit von Tieren, Menschen zu helfen, wurde auch von vielen Therapeuten erkannt. Heute ist der Markt für Therapien mit Tieren gigantisch groß.

Die Ergebnisse der Therapien sind vielversprechend. Bei Traumatisierungen helfen beispielsweise Delphine, den Leidenden wieder ein Lächeln in das Gesicht zu zaubern.

Bedenklich ist nur, dass viele Menschen auch hier nur ihre Vorteile sehen. Die Dankbarkeit der Menschheit gegenüber den Tieren fehlt leider häufig.

Wer sich - beispielsweise aus den genannten Gründen - dazu entschließt, ein Haustier zu halten, sollte in Sachen Vorbereitung einige Punkte beachten.

Die richtige Vorbereitung auf ein Haustier

In vielen Familien wünschen sich Kinder ein Haustier als Freund und Spielkamerad. Besonders beliebt bei Kindern sind Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen. Bevor die Eltern jedoch ein Tier anschaffen, sollten sie einige wichtige Punkte beachten.

Verblichene Begeisterung und Verantwortung der Eltern

Prinzipiell kann die Anschaffung eines Haustiers durchaus positiv für Kinder sein, da diese dadurch lernen, wie man Verantwortung übernimmt und Regeln befolgt. Darüber hinaus können sie auch eine Beziehung zu Tieren aufbauen.

Leider ist es oft so, dass die anfängliche Begeisterung für das Tier nach einer gewissen Zeit nachlässt, denn ein Haustier zu halten bedeutet nicht nur Spiel und Freude, sondern auch Arbeit und artgerechte Haltung.

Eltern, die für ihr Kind ein Haustier anschaffen wollen, sollten darauf achten, dass sich das Tier auch gut für das Kind eignet. So können auch Tiere, die niedlich aussehen, für Kleinkinder unpassend sein. Außerdem ist zu bedenken, dass man als Mutter oder Vater letztlich die Hauptverantwortung für das Haustier trägt und seine Kinder bei der Pflege des Tieres unterstützen muss.

Für Kinder unter 12 Jahren sind pflegeleichte Kleintiere am sinnvollsten. Ab etwa 12 Jahren sind die Kinder dann in der Lage, sich selbstständig um ein Tier kümmern zu können, was allerdings nicht immer für größere Tiere gilt.

Sind die Grundvoraussetzungen gegeben?

Vor der Anschaffung eines Haustiers ist es ratsam, die Grundvoraussetzungen genau abzuklären. So sollte man sicherstellen, dass man das Tier in seiner Wohnung überhaupt halten darf und die Erlaubnis des Vermieters einholen.

Außerdem ist zu klären, ob genügend Platz in der Wohnung für das Tier vorhanden ist, denn eine artgerechte Haltung ist wichtig, damit sich das Tier auch wohl fühlt. Darüber hinaus sollte man unbedingt feststellen, ob jemand in der Familie unter einer Tierhaarallergie leidet, damit es nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch das Tier kommt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Mitglieder der Familie über ausreichend Zeit verfügen, um sich dem Tier widmen zu können. So müssen Hunde mehrmals täglich und regelmäßig Gassi gehen. Damit es nicht zu Streitigkeiten innerhalb der Familie kommt, sollte man außerdem klären, welche Pflichten von wem übernommen werden.

So machen Sie Ihre Wohnung bereit für ein neues Haustier

Machen Sie sich bewusst, dass Sie vor allem in den ersten Tagen und Wochen nah am Tier sind und so Unreinheiten des kleinen Vierbeiners umgehend bemerken, eingreifen können und schnellstmöglich die Reinigung umsetzen können. Urin kann sehr hartnäckig und trotz guter Reinigung nachhaltig sein.

Schützen Sie Ihren Holzboden, indem Sie leicht zu reinigende Auslegeware auslegen und schützen Sie wertvolle Teppiche, indem Sie diese für die ersten Wochen einrollen.

Wenn Sie den Teppich liegen lassen, dann kann es sich anbieten zum Schutz des Holzbodens eine leicht abwischbare Matte unter den Teppich zu legen. Sollten Sie den Fleck nicht rechtzeitig entdecken und den Geruch wahrnehmen, dann suchen Sie sich geeignete Reinigungsmittel und Sie Polster oder Teppiche gegebenenfalls professionell reinigen.

Möbel, Schuhe, Zimmerpflanzen

Machen Sie vor dem Einzug des Vierbeiners einen Rundgang durch die Wohnung und versetzen Sie sich in das Tier, womit es am sich voraussichtlich am liebsten beschäftigen wird. Natürlich werden Sie nicht alles verhindern können, aber Sie können sich durch diesen Rundgang bewusst machen, was Ihnen wichtig ist und es entsprechend in Sicherheit bringen beziehungsweise sichern.

Schützen Sie festes Mobiliar indem Sie es verstellen oder mit einem in der Tierhandlung erhältlichem bitteren, ungenießbarem Mittel überstreichen, so dass der Hund oder die Katze schon allein durch den Geruch einen anderen Platz zum Kratzen oder Knabbern sucht.

Bieten Sie ausreichend Spiel-, Knabber- und Kratzmöglichkeiten an, bis Sie Ihr Tier so gut kennen, dass Sie das Angebot auch wieder reduzieren können. Nicht jeder Hund braucht eine Vielzahl an Spielzeug und nicht jede Katze benötigt einen mehrstöckigen Kratzbaum.

Der neue Lieblingsplatz

In den ersten Tagen wird sich der Vierbeiner mit der neuen Umgebung vertraut machen, nahe an Ihnen sein und in Ausrichtung nach Ihnen seinen Lieblingsplatz wählen. Bei Katzen ist dies meist

  • der Sessel des Besitzers
  • die Couch
  • die höchste Stelle auf dem Schrank oder
  • das Fensterbrett.

Der Hund ist genügsamer und ist auch mit einer Zuweisung Ihrerseits durch eine Decke oder einen Korb auf einen festen Platz in der Wohnung einzustellen. Ganz egal, welchen Lieblingsplatz sich Ihr neuer Vierbeiner erobert, unterstützen Sie ihn in seiner Suche und Findung, indem Sie den Platz weiträumig leeren, so dass sich Katze und Hund nicht beim Strecken erschrecken, weil etwas umfällt oder Sie jedes Mal hinrennen, weil Sie die Sorge haben, dass etwas herunterfallen kann.

Bei der Auswahl des neuen Lieblingsplatzes kann man sein Haustier unterstützen
Bei der Auswahl des neuen Lieblingsplatzes kann man sein Haustier unterstützen
Hygiene und Sauberkeit

Wenn Sie ein Haustier in Ihrer Familie haben, wird das Thema Hygiene an Wichtigkeit zunehmen. Tiere verursachen mehr Reinigungsaufwand, vor allem, wenn sie sich in der geschlossenen Wohnung und im Freien bewegen können.

Reinigen Sie die Stellen und Zimmer, in denen sich das Tier am häufigsten aufhält, ebenso die Näpfe. Den Kratzbaum und den Hundekorb lohnt es sich ebenfalls alle vier Wochen mit dem Staubsauer zu reinigen.

Kämmen Sie Ihren Hund oder Ihre Katze, so denn sie das mag, alle sechs Wochen, vor allem aber vom Wechsel der Winter- in die Sommerzeit. Wenn Ihr Vierbeiner von draußen kommt, prüfen Sie die Pfoten und das Unterbauchfell und säubern Sie Ihr Haustier mit einem Handtuch oder gegebenenfalls mit einer kleinen Dusche. Auf diese Weise können Sie den Schmutz in der Wohnung gravierend reduzieren.

Spielen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Tiere...

Geeignetes Spielzeug für Hunde und Katzen

Nicht nur Menschen kennen Langeweile. Auch Hunde und Katzen, die beliebtesten Haustiere der Deutschen, wissen oft nichts mit sich anzufangen. Doch welches Spielzeug für Hunde und Katzen eignet sich, um Langeweile vorzubeugen und die Vierbeiner angemessen zu unterhalten?

Tipps gegen Langeweile bei Hunden

Hunde erfreuen sich zum einen an Spielsachen, welche gekaut und durch die Gegend getragen werden können. Bei derartigen Spielsachen kann es sich etwa um Varianten von kleinen Bällen, weichen Kuscheltieren und Tauen handeln.

Ein weiteres empfehlenswertes Spielzeug, mit welchem sich Hunde stundenlang selbst beschäftigen können, sind so genannte Futterbälle. Hierbei handelt es sich um mittelgroße und weiche Bälle, welche über Öffnungen verfügen. Diese Bälle werden dann mit Hundesnacks gefüllt.

Sobald der Hund die Bälle dann bewegt beziehungsweise dreht, fällt das Futter nach und nach hinaus. Der Vierbeiner hat so dann noch einen zusätzlichen Anreiz, sich zu bewegen und mit dem Ball zu interagieren.

Futterbälle gibt es zudem in verschiedenen Varianten. So gibt es auch Modelle, welche über nur einen Ausgang verfügen und in welchen zudem ein Labyrinth eingelassen ist. Das Futter fällt so erst nach minutenlangem Drehen heraus, was für zusätzlichen Spielspaß sorgt.

Letztlich freuen sich Hunde noch über alles, was weit oder spektakulär fliegt und zum Herrchen zurückgebracht werden kann. In diesem Zusammenhang muss man aber nicht immer auf einfache Bälle setzen. Stattdessen sind im Fachhandel auch so genannte Dog Discs und Schleuderanlagen erhältlich, welche für Abwechslung sorgen und keine Langeweile beim Vierbeiner aufkommen lassen.

Spielen als Lieblingsbeschäftigung der Vierbeiner
Spielen als Lieblingsbeschäftigung der Vierbeiner

Tipps gegen Langeweile bei Katzen

Katzen haben gegenüber Hunden schon deutlich andere Interessen, was sich auch bei der Auswahl von geeignetem Spielzeug bemerkbar macht. So können sich Katzen zunächst einmal für alles begeistern, was sich vor ihnen bewegt oder hin und her schwingt.

Hierzu eignen sich einerseits Spielhandschuhe für Katzen. Diese werden vom Menschen angezogen und verfügen über extra lange, gepolsterte und relativ stabile Finger. Diese können dann vor der Katze hin und her geschwungen werden, was den Spiel- und Jagdinstinkt weckt.

Daneben gibt es noch Spielsachen, welche an der Decke oder Türrahmen aufgehängt werden und bis knapp über dem Boden hängen. Mit diesen können Katzen dann ebenso herumtollen, was diesen stundenlange Freude bereitet.

Richtig paradiesisch für Katzen sind zuletzt noch Katzenbäume oder gar ganze Katzenspielplätze. Auf diesen kann dann geklettert und herumgetollt werden, was sich vor allem für Hauskatzen eignet, welche nicht ins Freie dürfen.

Vor allem, wenn es sich um Tierbabys handelt, sollte man einige Punkte beachten...

Tipps für den Einzug eines Welpens oder Kätzchens

Ob in einer Familie oder als Single stellt sich irgendwann die Frage nach dem Zuwachs durch ein Haustier. Dabei können die Gründe für das Zusammentreffen von Haustier und Halter sehr unterschiedlich sein.

Von zugelaufen, herrenlos oder gesehen und sofort ins Herz geschlossen, hat fast jeder Haustierbesitzer seine eigene Geschichte zu erzählen. Nun ist es unterschiedlich, ob es sich bei dem Haustier um ein Jungtier handelt oder um ein älteres Tier, das bereits einen Vorbesitzer hatte.

Im Falle des Jungtiers empfiehlt es sich, sich bereits vor dem Einzug des Haustieres mit dem Verhalten eines Jungtieres zu beschäftigen und daraus resultierend entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Stubenreinheit bei Hund und Katze

Wenn es sich bei dem Jungtier zum Beispiel um einen Welpen oder ein Kätzchen handelt, dann wird das Thema Stubenreinheit an erster Stelle stehen. Nehmen Sie sich die Zeit und rufen Sie auch Ihre Familienmitglieder auf, mit aufzupassen und darauf zu achten, wenn sich der Welpe oder das Kätzchen unruhig verhalten.

Nehmen Sie den Welpen und gehen Sie mit ihm nach draußen, so dass er sein Geschäft erledigen kann. Das Kätzchen können Sie lockend oder dicht über den Boden tragend, in einem ähnlichen Abstand wie die Katzenmutter ihr Junges trägt, bis hin zur mit Katzenstreu gefüllten Box bringen. Wiederholen Sie dieses Verhalten immer dann, wenn sich Ihr Jungtier unruhig verhält beziehungsweise in einem Abstand von zwei Stunden.

Jungtiere merken noch nicht zuverlässig wann sie mal müssen
Jungtiere merken noch nicht zuverlässig wann sie mal müssen

Bieten Sie Ihren Vierbeinern die Möglichkeit an, nach draußen zu gehen oder auf die Katzentoilette, denn Jungtiere haben wie Menschenbabys noch nicht das Gefühl für ihren Körper und können demnach während des Spielens nicht bemerken, dass sie mal müssen. Sollte Ihr Jungtier sich einmal zu früh oder unbemerkt in der Wohnung lösen, so ist es ratsam, wenn Sie die Möglichkeit haben es schnell zu bemerken und das Malheur zu entfernen. Leider vertragen Holzböden und, vor allem bei Katzen, Polstermöbel Flüssigkeiten nicht sonderlich.

Reinigen Sie den Boden oder die Polstermöbel gründlich, so dass der Geruch nicht zurückbleibt und sich das Jungtier kein zweites Mal an derselben Stelle erleichtert. Bis Ihr Welpe stubenrein ist, können Sie auch versuchen, ihn nur in einem beschränkten Bereich der Wohnung zu halten. In diesem Wohnbereich sollten die Grundflächen leicht zu reinigen sein.

Näpfe und Kratzbäume

Wenn Sie Ihrem Haustier Näpfe kaufen, dann achten Sie darauf, dass sich am Boden des Napfes ein Gummirand befindet. Beim Fressen kommt es oft zum Verrutschen des Napfes, vor allem, wenn das Futter dem Tier schmeckt und es unbedingt alles auffressen und auflecken will.

Um den Boden nicht zu zerkratzen, können Sie mit einem Gummirand am Boden der Näpfe einerseits Schäden vermeiden und andererseits das störende Gescharre des über den Boden geschobenen Napfes verhindern. Eine Variante zum Gummirand am Napfboden stellt eine Matte dar, die Sie unter die Näpfe legen können.

Tiere lieben es zu spielen und die Wohnung für sich zu erobern. Vor allem Katzen sind wahre Meister auf diesem Gebiet. Schnell kann ein Fensterbrett zum heiligen Lieblingsplatz erkoren werden, genauso wie das Sitzen auf dem Schrank oder dem Stubentisch. Bringen Sie mit Geduld und für das Haustier artgerecht verständlich von Anbeginn an bei, was das Tier nicht darf.

Besorgen Sie frühzeitig entsprechende Alternativen wie einen Kratzbaum oder Spielzeug für den Innenbereich. So können Sie beim Aufzeigen eines Verbotes dem Tier einfach klar machen, wo es sein Bedürfnis ausleben kann und was es in dem Zusammenleben mit Ihnen nicht darf.

Auf einpaar spezielle Punkte in Sachen Hundeanschaffung gehen wir im Folgenden gesondert ein...

Was vor der Anschaffung eines Hundes zu beachten ist

Hunde gehören zu den beliebtesten Haustieren. So leben etwa 5 Millionen Hunde in deutschen Haushalten. Leider stellen manche Menschen im Laufe der Zeit fest, dass ein Hund aus verschiedenen Gründen nicht zu ihnen passt oder zur Belastung wird.

Traurigerweise landen viele der treuen Vierbeiner dann in einem Tierheim. Wer den Wunsch verspürt, sich einen Hund anzuschaffen, sollte daher zuvor genau überlegen, ob dieser auch zu ihm passt.

Zeit

Zu den wichtigsten Punkten bei der Hundehaltung gehört der Zeitfaktor. Ein Hund benötigt viel Zuwendung, Pflege und Auslauf. So muss er mindestens dreimal täglich Gassi gehen und möchte auch gerne eine Zeitlang draußen bleiben und dort herumtoben. Außerdem sollte man seinen Hund nicht länger als vier Stunden am Tag alleine lassen.

Des Weiteren muss er gefüttert und gepflegt werden und möchte mit Herrchen oder Frauchen schmusen und spielen. Daher sollte man sicher sein, dass man auch genug Zeit hat, um sich seinem Vierbeiner ausführlich widmen zu können.

Eine wichtige Rolle spielt auch die Motivation. So muss man auch dann mit dem Hund raus, wenn das Wetter schlecht ist. Für den Fall, dass man einmal krank wird oder außer Haus muss, ist es gut, wenn man jemanden hat, der sich in der Zwischenzeit um das Tier kümmert.

Wohnungsgröße

Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei der Anschaffung eines Hundes zu beachten ist, ist die Größe der Wohnung. Einen Hund in einer Wohnung ohne Garten zu halten, ist nicht unbedingt optimal, aber manchmal nicht zu ändern.

Verfügt man nur über eine kleine Wohnung, ist es besser, wenn man sich einen kleinen Hund anschafft. Einen größeren Vierbeiner sollte man sich nur dann zulegen, wenn man sich intensiv um ihn kümmern kann und viel mit ihm draußen unterwegs ist. Damit es nicht zu Problemen mit den Nachbarn kommt, ist es besser, sich einen Hund anzuschaffen, der nicht allzu bellfreudig ist.

Mietvertrag

Wohnt man in einer Mietwohnung, muss man vor der Anschaffung eines Hundes auch den Mietvertrag beachten und abklären, ob man dort überhaupt ein Haustier halten darf. Gegebenenfalls muss der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden.

Und auch die Katzenanschaffung betrachten wir gesondert...

Was vor der Anschaffung einer Katze zu beachten ist

Eine Katze zu erwerben, ist nicht weiter schwer. Doch mit ihrer Anschaffung übernimmt man auch viel Verantwortung. Daher ist es ratsam, vorher einiges zu bedenken.

Zeit und Erlaubnis des Vermieters

Zunächst einmal sollte man sich absolut sicher sein, ob man sich die Pflege und die artgerechte Haltung einer Katze überhaupt zutraut. Auch der Zeitfaktor spielt eine wichtige Rolle. Zwar können Katzen länger alleine bleiben als Hunde, doch vor allem Wohnungskatzen benötigen Aufmerksamkeit und möchten, dass man sich mit ihnen beschäftigt.

Ist man berufstätig und den ganzen Tag außer Haus, wird empfohlen, lieber gleich zwei Katzen anzuschaffen. Zusammen können sich die Katzen die Wartezeit auf Frauchen oder Herrchen leichter vertreiben.

Ein wichtiger Punkt, der vor der Anschaffung abgeklärt werden muss, ist die Erlaubnis des Vermieters, eine Katze in der Wohnung halten zu dürfen. Sofern die Anschaffung im Mietvertrag nicht ausdrücklich erlaubt ist, empfiehlt es sich, mit dem Vermieter darüber zu sprechen.

Gesundheit

Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt der gesundheitliche Aspekt. Leben in einem Haushalt mehrere Familienmitglieder, sollten sich alle einem Test unterziehen, um festzustellen, ob sie womöglich unter einer Haustierallergie leiden, denn hat man sich den Stubentiger erst einmal zugelegt, fällt die Trennung dann natürlich schwer, wenn es zu einer Katzenallergie kommt.

Finanzen und Versicherung

Auch den finanziellen Aufwand gilt es zu beachten. So entstehen durch die Anschaffung einer Katze Kosten für

Im Durchschnitt sind dies etwa 50 Euro im Monat.

Auch mögliche Schäden an den Möbeln oder den Tapeten müssen einkalkuliert werden. Sinnvoll kann zudem der Abschluss einer Tierversicherung sein, denn wenn die Katze ernsthaft krank wird, drohen unerwartet hohe Kosten. Ebenso sollte man an eine Haftpflichtversicherung denken.

Spielraum und andere Haustiere

Natürlich muss in der Wohnung auch genügend Platz für eine Katze vorhanden sein, denn Katzen mögen Abwechslung und ausreichend Spielraum. Hat man bereits andere Haustiere, ist damit zu rechnen, dass es zunächst zu Problemen kommt. Vor allem auf Kleintiere wie Vögel, Hamster oder Mäuse muss man gut aufpassen, weil der Stubentiger sie als Beute betrachten könnte.

Da die Katze nicht gerne reist, sollte man sicherstellen, dass sie von jemandem betreut wird, wenn man in den Urlaub fährt.

Quellen:

  • Claudia Toll: Hunde, Katzen und andere Haustiere (Wieso? Weshalb? Warum?), Ravensburger Buchverlag, 2007, ISBN 3473332631
  • Anja Hammelstein: Lernwerkstatt - Die bunte Welt der Haustiere, Kohl-Verlag, 2007, ISBN 3866327285

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