Weihnachten - Bedeutung, Weihnachtsbräuche und Tipps für ein friedliches Fest der Liebe

Leutende Laterne im Schnee, daneben roter Stern

Für viele Menschen bedeutet Weihnachten Stress pur; Singles wiederum fürchten die Einsamkeit - wir geben Tipps für ein gelungenes Fest und informieren über typische Bräuche

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  • von Paradisi-Redaktion

Weihnachten bzw. Heilig Abend ist in vielen Ländern dieser Erde ein gesetzlich geschützter Feiertag und markiert zudem ein religiöses Fest, welches als das bedeutendste in vielen Religionen gilt. Weihnachten ist dabei vor allem eine Zeit der Besinnung, in welcher Gott gedankt und über das eigene Leben nachgedacht werden kann. Viele Bräuche werden mit Weihnachten in Verbindung gebracht. Lesen Sie, warum Weihnachten ebenso ein Fest der Familie und Liebe sein sollte, und wie man typischem Weihnachtsstress oder als Single der drohenden Einsamkeit entfliehen kann.

Das Fest der Familie und Liebe: Bedeutung des Weihnachtsfestes

Zunächst einmal hat es auch rein praktische Gründe, dass Weihnachten als ein Fest der Familie angesehen wird. So haben zu diesem Zeitpunkt zumeist alle Familienmitglieder frei und somit auch Zeit, gemeinsam Zeit zu verbringen. Es gibt allerdings noch weitaus mehr als nur diesen pragmatischen Grund, warum Weihnachten als das Fest der Familie angesehen wird.

Ein alter Brauch

Daneben entstammt diese Bezeichnung auch einer historischen Entwicklung, welche sich vor circa 200 Jahren vollzog. Während dieser Zeit kam es gerade zum Aufstieg des Bürgertums und dem Aufkommen zahlreicher weiterer Traditionen.

Dabei etablierte sich allmählich auch ein gemeinsames Feiern von Weihnachten. Dieser Brauch festigte sich bis heute immer weiter und ist auch der Grund, warum dieses Ereignis als Fest der Familie bekannt ist.

Der Kernpunkt der wichtigen Dinge im Leben

Weihnachten ist darüber hinaus der ideale Zeitpunkt, sich wieder auf jene Dinge zu besinnen, welche im Leben wirklich eine Rolle spielen. Während des Lebens verlieren viele Menschen diese Werte aus den Augen, weshalb beispielsweise alles nur auf die nächste Beförderung ausgerichtet wird. Zur Weihnachtszeit ist endlich der Zeitpunkt da, wo man sich einem Kernpunkt der wichtigen Dinge im Leben widmen kann: der Familie.

Die religiöse Bedeutung schwindet

Allerdings gibt es ebenso eigentlich negative Entwicklungen, welche den Status von Weihnachten als Fest der Familie jedoch eher noch stärken. So spielt der religiöse Aspekt für viele Menschen eine immer unwichtigere Rolle.

Was bleibt, ist ein geselliges Beisammensein im Kreis der Familie, was zwar ebenso erholsam und positiv wirkt, aus religiöser Sicht aber eher kritisch zu sehen ist. Insgesamt ist Weihnachten zu Recht ebenso ein Fest der Familie.

So kann sich im Kreise seiner Liebsten erholt und ausgetauscht werden. Allerdings sollte man als Christ auch nicht den eigentlichen Grund von Weihnachten vergessen und ebenso die Geburt Jesu gebührend feiern.

Die meisten Deutschen sehen Heiligabend in erster Linie als Fest für die Kleinen

Zwei Mädchen mit Nikolausmütze vor einem geschmückten Weihnachtsbaum
xmas engerl © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

Ein glitzernder Weihnachtsbaum, viele bunte Geschenke und strahlende Kindergesichter – dieses Bild haben die meisten Bundesbürger vor Augen, wenn sie an den Heiligen Abend denken. Einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag des Apothekenmagazins Baby und Familie zufolge betrachten knapp 77 Prozent der Deutschen Weihnachten vornehmlich als Fest für die Kinder.

Ein Großteil (86,2 Prozent) verbringt den Heiligen Abend immer im engsten Kreis der Familie. Weihnachten als Anlass für ein Generationentreffen im großen Familienkreise halten rund 61 Prozent für wichtig. Frauen sind dabei weihnachtlichen Großfamilientreffen wesentlich zugeneigter als Männer: Von den weiblichen Befragten geben zwei Drittel (66 Prozent) an, es sei ihnen wichtig, die Festtage möglichst im großen Familienkreis zu erleben. Bei den Männern sind dies nur knapp über die Hälfte (54,5 Prozent).

Ein Fünftel aller Deutschen möchte das Weihnachtsfest abschaffen

Weihnachten sorgt für Angst, Stress und Streit bei vielen Deutschen

Geschenke unter einem Christbaum mit roten Kugeln
Geschenke unter dem Christbaum © mao-in-photo - www.fotolia.de

An Weihnachten ist die Freude am größten, zumindest bei den Kindern. Denn laut einer Umfrage, bei knapp 2.000 Frauen und Männern ab 14 Jahren, würde jeder Fünfte das Fest gerne abschaffen. Jeder vierte Befragte gibt zu, sich von den Feiertagen extrem unter Druck gesetzt zu fühlen, denn es gibt viel mehr zu erledigen als sonst.

Extremer Druck an den Feiertagen

Angst vor Stress und Streit plagt 30 Prozent der Frauen und 19,2 Prozent der Männer, die sich gemeinsam in den Selbst-Erwartungsdruck katapultieren, alles müsse perfekt sein. Doch nichts ist je perfekt. Ein Fünftel aller Befragten kann Weihnachten nicht so verbringen wie sie es möchten, und daher tendieren 18,6 Prozent gleich dazu, das Fest komplett abzusagen.

Ein trauriges Zeugnis für eine Zeit, in der Weihnachten mittlerweile eher mit Kaufrausch und Stress in Verbindung gebracht wird, als mit dem eigentlichen Grundgedanken. Die Erinnerung daran, das zwischenmenschliche Harmonie nicht nur in Astrid Lindgren Geschichten existieren kann, ist fast in Vergessenheit geraten. Doch besonders in wirtschaftlich schweren Zeiten können ein paar Tage in ungekünsteltem Beisammensein, gemeinsam allen Widrigkeiten trotzend, niemandem schaden.

Umfrage zur Weihnachtsstimmung unter den Deutschen

Leuchtende Teelichtlampe Weihnachtsbaum Motiv
weihnachtsbaum © Falko Matte - www.fotolia.de

Forsa hat auch dieses Jahr die Menschen hierzulande wieder zur aktuellen Weihnachtsstimmung befragt. 1.000 Erwachsene wurden dabei mit Fragen zu Vorfreude, Melancholie, Stress und Traurigkeit befragt. Das Ergebnis: besonders im Norden des Landes zeigt man sich sehr stressresistent und freut sich in erster Linie auf das kommende Weihnachtsfest. Die Norddeutschen lassen sich auch nicht von der Melancholie anstecken, die in anderen Regionen Deutschlands einmal wieder weit verbreitet ist. Gut 16 Prozent der meisten Deutschen sind melancholisch und gestresst, jedoch nur acht Prozent der Menschen in den nördlichen Regionen. Wie kommt das?

Soziologen führen den Hang zur Melancholie während der Weihnachtszeit direkt auf den Stress zurück und die Norddeutschen stressen sich einfach weniger. Zum Ende des Jahres muss auf der Arbeit noch mal alles gegeben werden, obwohl die Batterien langsam alle sind, zudem kommt der Einkaufstress und das Vorbereiten der festlichen Abende mit Familie und Freunden. Traurig sind vor allen Dingen die Menschen, die über die Feiertage aus beruflichen Gründen oder wegen Krankheit nicht im engen Kreis feiern können. So ist jeder Fünfte aus einem Single-Haushalt oft von der Weihnachtsmelancholie betroffen.

Wer mit seiner Familie zusammenlebt, hat nur zu drei Prozent damit zu kämpfen. Außerdem spielt das Alter eine Rolle beim Weihnachts-Blues. Je älter man ist, desto eher ist man am Fest der Liebe traurig. Bei den Senioren sind es gut 23 Prozent. Hier ist oft der Partner bereits verstorben, was das Weihnachtsfest deutlich überschattet.

Ist das Christkind ein Mädchen oder doch ein Junge?

Weihnachtliche Krippe mit Jesus, Maria und Josef
christmas creche © juanrvelasco - www.fotolia.de

Wie der Sprecher vom berühmten Christkindlmarkt, Thomas Meiler, in Nürnberg sagt, ist das Christkind natürlich sächlich, obwohl sich dort in der Praxis immer ein Mädchen mit blonden langen Locken im Kleid befindet. Dagegen meint die Sprecherin vom Christkind-Postamt in Engelskirchen, Britta Töllner, dass es sich um einen Jungen handeln müsse, denn es handelt sich doch um das Jesuskind.

Nun müssten doch eigentlich die Experten der Kirche uns etwas Näheres sagen können, doch Alexander Saberschinsky, der beim Erzbistum Köln in der Stabsstelle "Spiritualität und Gottesdienst" zuständig ist, meint dazu, dass es sich bei der Gestalt des Christkind um eine Art Phantasiegestalt handelt, also halb Jesuskind und halb Engelchen.

Ein bekannter Weihnachtsforscher und Buchautor bezeichnet dementsprechend auch das Christkind als "geschlechtslos". Nun, wie kam es eigentlich zum Christkind? Früher brachte der Heilige Nikolaus in Deutschland die Geschenke, doch im Zuge der Reformation hat Luther sich von den Heiligen losgesagt und sorgte mit "seinem Christkind", was seinerzeit im Elsass heimisch war, für einen Ersatz. So wurden seitdem die Protesttanten immer vom Christkind zu Weihnachten beschert.

Doch vor etwa 100 Jahren kam dann der Weihnachtsmann, Santa Claus, aus Amerika wieder zurück nach Deutschland und dann wurde das Christkind plötzlich katholisch und der Nikolaus bescherte dann wieder auch die Protesttanten.

Fast alle freuen sich auf das Fest der Liebe

Diverse Weihnachtsplätzchen neben Zimtstangen und Haselnüssen auf Tannenzweig
Weihnachtszeit © Christian Jung - www.fotolia.de

Entgegen anders lautender Gerüchte freuen sich die Bundesbürger jedes Jahr neu auf das Fest der Liebe, den Heiligen Abend und auf Weihnachten. Das ergab eine Befragung der GfK Marktforschung in Nürnberg bei 1918 Personen.

Es ist ein lieb gewordenes Ritual, das seinen Reiz nicht verliert. Im Gegenteil: Weihnachten muss jedes Jahr gleich ablaufen. Oft ist sogar das Essen immer dasselbe. Es ist eine Tradition.

Deshalb freuen sich fast 80 Prozent der Befragten alljährlich auf Weihnachten. Frauen führen mit 84,1 Prozent die Liste derer an, die mit freudiger Erwartung dem Fest entgegensehen. Besonders freuen sich weibliche Jugendliche, ihr Anteil beträgt 96,3 Prozent und Seniorinnen zwischen 60 und 80 Jahren mit 88,2 Prozent.

Den Weihnachtszauber nachwirken lassen

Beleuchtete Straße mit Weihnachtssternen und Schnee auf der Straße
weihnachten 2 © www.jenshagen.info - www.fotolia.de

Die Bescherung liegt inzwischen hinter uns. Nachdem sich die große Aufregung gelegt hat, bleiben in jedem Fall die Geschenke. Manchmal gewinnt die Ernüchterung Oberhand. Vor allem wenn Kindern bewusst wird, dass auf ihren Wunschzetteln eigentlich ganz andere Wünsche standen.

Wenn Kinder sich nicht über ihre Geschenke freuen, sondern stattdessen traurig reagieren, weil ihre Wünsche nicht erfüllt wurden, sollten Eltern ihren Kindern erklären, dass Wunschzettel keine Bestellzettel sind. Kinder müssen lernen, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können.

Meist ist der Stresspegel in den Familien nicht nur an den Weihnachtsfeiertagen selbst, sondern in den gesamten Weihnachtsferien ziemlich erhöht. Denn oft genug dehnt sich die Spannung weiter aus, wenn mehrere Verwandtschaftsbesuche an verschiedenen Orten anstehen. Überall gibt es Geschenke und überall gibt es auch Erwartungen, die erfüllt werden sollten. So stehen die Eltern oft genug zwischen den Fronten, wenn Großeltern, Tanten und Onkel besucht werden.

Es hilft, wenn verschiedene Gewohnheiten als liebgewordene Rituale zelebriert werden. Dazu mag das Singen von Weihnachtsliedern genauso gehören, wie das Kaffeetrinken bei Tante Elisabeth. Rituale helfen eine gewisse Balance in die weihnachtlichen Festtage unterzubringen und das Fest in Harmonie zu erleben.

Der Reiz des Festes besteht auch im Aufrechterhalten einer gewissen Märchenwelt. Dazu gehört auch die Frage, wer denn nun eigentlich die Geschenke bringt. Es schadet nichts, wenn Eltern mit einem gewissen Augenzwinkern vom „Weihnachtsmann“ erzählen und die Kinder in diesem „Glauben“ lassen. Dieses Spiel spielen häufig auch die größer werdenden Kinder gerne und mit Begeisterung mit.

Die Adventszeit steht vor der Tür: Zeit um die eigene Weihnachtsfeier zu planen

Weihnachtsdekoration, roter Nikolausstiefel, Plätzchen
Stiefel © Heino Pattschull - www.fotolia.de

Eigentlich ist die Vorweihnachtszeit mit Kerzenlicht und Plätzchenduft die schönste Zeit des Jahres.

Für viele Menschen bedeutet sie jedoch auch Stress, denn sie müssen zuhause eine Weihnachtsfeier organisieren und geraten schon Wochen vor dem Fest in Panik. Dabei muss die Organisation gar nicht schwer sein: So braucht sich eigentlich niemand mit einer kompletten Weihnachtsgans im Ofen herumzuplagen - küchenfertige Teile wie Gänse- oder Entenbrust aus dem Supermarkt reichen vollkommen und sind wesentlich leichter zu zubereiten.

Auch ein Fondue mit fertig zugeschnittenem Fleisch vom Metzger kann eine praktische Lösung sein - oder die Lieferung des Weihnachtsmenüs vom Catering-Service. Teurer als ein aufwändig gekochtes Menü ist dies auch nicht - und wesentlich stressfreier.

Dekorationen für die weihnachtliche Stimmung

Damit die Weihnachtsfeier gelingt, muss natürlich auch die Atmosphäre stimmen: Für Romantik sorgt beispielsweise eine stimmungsvolle Beleuchtung aus Kerzen und Lichterketten, während die regulären Lampen ausgeschaltet bleiben.

Auch die Hintergrundmusik darf ruhig weihnachtlich sein - Klassiker wie "White Christmas" und "Winter Wonderland" verfehlen ihre Wirkung nie. Weihnachts-Duft verbreiten mit Nelken gespickte Orangenschalen, die auf einen Teller gelegt werden. Dann nur köstlicher selbstgemachter Glühwein, der die Gäste in Schwung bringt - und die Weihnachtsfeier wird garantiert ein Erfolg!

So wird's für alle ein gelungenes Fest

Familiäre Konflikte entschärfen und Promblemchen mit Humor begegnen

Rote Christbaumkugel an Weihnachtsbaum, im Hintergrund goldener Baumschmuck
christmas decoration © AGphotographer - www.fotolia.de

Das Weihnachtsfest ist bekanntlich das Fest der Liebe. Zumindest in der Theorie - in der Praxis sieht's leider oft anders aus: Denn wo Verwandte viele Stunden auf engstem Raum zusammen sitzen und die Erwartungen hoch geschraubt werden, da sind Krach und Konflikte fast schon vorpragmmiert.

Respektvoller Umgang

Die Betonung liegt auf "fast" - denn natürlich kann jeder selbst einen Beitrag leisten, dass es für alle ein gelungenes Fest wird. Hierzu gehört selbstverständlich, dass man Oma und Opa, die Eltern, Geschwister, aber auch entferntere und ungeliebte Verwandte mit Respekt behandelt.

Konflikte entschärfen

Drohen Konflikte, so ist es in großer Runde durchaus vernünftig, diese einmal unter den Teppich zu kehren und nicht auf jede Provokation einzugehen. Verschaffen Sie sich wortwörtlich Luft - und gehen Sie zum Beispiel lieber einmal spazieren oder zumindest auf den Balkon, um der oft gedrängten Atmosphäre kurz zu entfliehen. Im Übrigen sollte jedes Familienmitglied das Recht haben, auch einmal für sich zu sein.

Gemeinsames Weihnachtsfest sinnvoll?

Aufgesetzte Fröhlichkeit ist natürlich ebenfalls fehl am Platze - und bringt mehr Unglück als Freude fürs Fest. Wenn Sie mit bestimmten Familienmitgliedern partout nicht auskommen oder lang gehegte Konflikte schwelen, überlegen Sie fair:

Können Sie den Ärger für ein paar Tage herunterschlucken? Dem anderen vielleicht verzeihen? Oder würde die gemeinsame Anwesenheit eher dafür sorgen, dass allen das Fest verdorben wird?

In diesem Fall sollten Sie vorher die Notleine ziehen und ehrlich und ohne Vorwürfe erklären, dass ein gemeinsames Weihnachtsfest keine gute Idee ist.

Essenswahl, Gottesdienst und Geschenke

Viel öfter hapert es an Weihnachten allerdings an ganz handfesten Dingen: Die einen wollen lieber Gänsebraten, die anderen ihre traditionellen Würstchen mit Kartoffelsalat. Und ja, auch die Frage nach dem Gottesdienstbesuch oder die Anzahl der Geschenke für die Kleinen kann richtig Konfliktpotential bieten!

Nehmen Sie's mit Humor

Besser also, man spricht sich vorher ab. Und wenn nun einer "ausschert", nicht mitmöchte in die Christmette oder ein total unpassendes Geschenk darbietet - nehmen Sie's mit Humor, der hat noch jedes so wichtig wirkende Problem relativiert.

Wissenschaftliche Vorteile des Weihnachtsfestes

Warum Singen glücklich macht und Warten die Psyche stärkt

Kleines neugieriges Mädchen mit Weihnachtsmannmütze
Happy small girl in santa hat have a christmas © fotoskaz - www.fotolia.de

Dass der Einzelhandel von der Weihnachtszeit profitiert, ist kein Geheimnis. Die Adventszeit hat aber auch einen guten Einfluss auf unsere Psyche: das gemeinsame Singen macht glücklich und Kinder lernen beim Warten, ihre Wünsche aufzuschieben. Später können sie dann auch andere Impulse besser kontrollieren und effektiver arbeiten.

Singen macht glücklich

Den positiven Einfluss von Singen auf Körper und Psyche haben Wissenschaftler bereits in vielen Studien nachgewiesen. Neben der offenen und geraden Haltung beim Singen, die dem Gehirn sofort Wohlbefinden signalisiert, fördert auch das Gemeinschaftserleben die Glücksgefühle. Experimente haben gezeigt, dass die Synchronizität der Atmung bei Chorsängern einen ähnlichen Effekt hat wie Yoga.

Warten macht erfolgreich

Während Erwachsene die Vorfreude auf das Fest richtig genießen können, empfinden Kinder das Warten als anstrengend. Psychologen meinen, das sei gut so.

Denn durch den Belohnungsaufschub lernen die Kleinen ihre Impulse zu kontrollieren. Verschiedene Tests belegen, dass Kinder, die einer unmittelbaren Belohnung widerstehen können, als Jugendliche und Erwachsene bessere Leistungen erbringen.

Stressfalle Weihnachten

Für viele Menschen ist Weihnachten ein festes Ritual. Daraus kann schnell der Druck entstehen, alle Details im Voraus genau zu planen – damit das Fest möglichst perfekt wird. Diese überhöhten Erwartungen sorgen dann oftmals für Stress.

Psychologen empfehlen deshalb, die Erwartungen herunterzuschrauben und Dekoration, Festessen oder Geschenkauswahl gelassener anzugehen. Das Wichtigste sei das Zusammensein mit Freunden oder Familie.

Dabei ist das Feiern des Weihnachtsfestes mit einigen Bräuchen verbunden...

Bräuche in der Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit ist ebenso eine Zeit des Ausnahmezustands. So haben fast alle Arbeitnehmer frei und gehen zudem allerlei ungewöhnlichen Beschäftigungen nach. Doch was sind eigentlich die wichtigsten Bräuche der Weihnachtszeit, welche dieses Ereignis im Winter erst zu dem Erlebnis machen, was es für uns ist?

Der Weihnachtsbaum

Ein zentraler Brauch ist zunächst einmal das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes. Diese Tradition gibt es nun schon seit fast 500 Jahren.

Allerdings handelte es sich bei der aufgestellten Pflanze nicht immer um einen Nadelbaum. Stattdessen wurde noch vor 300 Jahren eine so genannte Sommerlaube aufgestellt, welche über Laubblätter verfügte.

Neben der Baumart unterlag ebenso der Baumschmuck im Laufe der Jahrhunderte einem Wandel. Früher wurden nur einzelne Dekorationselemente aufgehängt, welche in direktem Zusammenhang mit dem Glauben standen.

Heute ist bei der Weihnachtsbaumdekoration dagegen fast alles denkbar, solange es optisch ansprechend wirkt und den Baum verschönert. Genauere Informationen und Ideen finden Sie hier in unserem separaten Artikel zum Thema.

Die Weihnachtdekoration hat in den meisten Familien Tradition
Die Weihnachtdekoration hat in den meisten Familien Tradition

Der Adventskranz

Ein weiterer wichtiger Brauch der Weihnachtszeit ist das Aufstellen und Anzünden eines Adventskranzes. Hierbei handelt es sich allerdings um einen Brauch, den es erst seit knapp einem Jahrhundert gibt. So kam es zur ersten Aufstellung eines Adventskranzes in einer katholischen Kirche im Jahre 1925.

Danach sollte es noch weitere zehn Jahre dauern, bis dieser Brauch auch in die deutschen Haushalte Einzug hielt. Heute ist der Adventskranz ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit, welcher jeden Advent an das Näherrücken von Weihnachten erinnert.

Der Adventskranz hat eine relativ junge Tradition - erst knapp 100 Jahre
Der Adventskranz hat eine relativ junge Tradition - erst knapp 100 Jahre

Der Adventskalender

Eine ähnliche Funktion erfüllt ebenso der Adventskalender, ein weiterer wichtiger und nicht mehr wegzudenkender Brauch. Über die ursprüngliche Form des Adventskalenders dürften sich die Kinder vor über 100 Jahren jedoch weniger gefreut haben. So handelte es sich hierbei lediglich um eine Strichliste, welche täglich angekreuzt wurde und die Zeit bis Weihnachten anzeigte.

Die heutige Form des Adventskalenders entwickelte sich hingegen erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, so dass sich Kinder heute jeden Dezembertag über Süßwaren oder kleine Spielsachen freuen können. Doch nicht nur die Kleinen werden beschenkt - auch der Brauch, seinem Partner bzw. seiner Partnerin einen Advenskalender zu besorgen oder selbst zu basteln, ist mittlerweile sehr verbreitet.

Der Brauch des Adventskalenders ist bei jung und alt sehr beliebt
Der Brauch des Adventskalenders ist bei jung und alt sehr beliebt

Weihnachtsgeschenke

Die Geschenke werden nach klassischer Tradition durch das Christkind gebracht
Die Geschenke werden nach klassischer Tradition durch das Christkind gebracht

Ein letzter wichtiger Brauch, welcher zwar fester Bestandteil des Weihnachtsfestes ist, jedoch wenig mit dem religiösen Ursprung gemein hat, sind die Geschenke. Diese werden zumeist verpackt und unter dem Weihnachtsbaum platziert.

Normalerweise gibt es die Bescherung dabei erst an Heiligabend. Nach klassischer Weihnachtstradition werden die Geschenke zudem durch das Christkind gebracht, weshalb zuvor ein Wunschzettel an dieses abgeschickt werden muss.

Viele Kinder schicken vor Weihnachten einen Wunschzettel ans Christkind
Viele Kinder schicken vor Weihnachten einen Wunschzettel ans Christkind

Weihnachtsessen

Zu einem festlichen Weihnachtsabend gehört auch ein üppiges Festmahl. Hier gibt es je nach Region Unterschiede; häufig handelt es sich jedoch um ein aufwändiges, mehrgängiges Essen. Typisch sind mitunter die Weihnachtsganz oder der Weihnachtskarpfen.

Doch auch ein einfacher Eintopf oder Kartoffelsalat mit Würstchen findet man hierzulande häufig vor. Für die süßen Weihnachtsmomente wird für ausreichend Weihnachtsgebäck gesorgt. Detailliertere Informationen zu traditionellen Weihnachtsgerichten finden Sie hier, während wir die typischen Gebäckstücke hier vorstellen.

Die Weihnachtsgans als typisches Weihnachtsgericht der Deutschen
Die Weihnachtsgans als typisches Weihnachtsgericht der Deutschen

Der Kirchgang

Ebenfalls zu den typischen Bräuchen zählt der Gang zum Weihnachtsgottesdienst, auch Christmette genannt. Diese Messen ziehen in der Regel sehr viele Besucher an. Hier finden Lesungen der Weihnachtsgeschichte statt und auch das Singen von Weihnachtsliedern ist üblich; häufig werden auch speziell Chöre und Musiker engagiert.

Weihnachtssingen

Apropos Singen - auch zuhause wird zu Weihnachten in vielen Familien gesungen. Am Heiligabend sowie am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag findet man zusammen und musiziert gemeinsam. So werden beispielsweise Lieder aus entsprechenden Liedbüchern ausgewählt; auch das Musizieren auf diversen Instrumenten ist üblich.

Weihnachtskrippe

Die Weihnachtskrippe erzählt die biblische Weihnachtsgeschichte
Die Weihnachtskrippe erzählt die biblische Weihnachtsgeschichte

In vielen Haushalten findet man unter dem Weihnachtsbaum eine Krippe stehen, häufig aus natürlichen Materialien wie Holz oder Stroh; aber auch moderne und besonders bunte - oder auch sehr minimalistische - Varianten sind üblich, je nach Geschmack und Einrichtungsstil. Die Krippe dient der Darstellung der Geburt Christi; es gibt kleine Figuren, die eine bestimmte Szene zeigen.

Abgesehen davon wird die Geschichte auch in vielen unterschiedlichen Formen aufgeführt. In diesem Fall spricht man von einem Krippenspiel.

Was die Krippenform angeht, so beschränken sich die meisten Menschen auf eine kleine Szene, typischerweise im Stall Bethlehems. Andere wiederum stellen ganze Weihnachtsdörfer auf und stellen hiermit eine weihnachtliche oder winterliche Szene zur Schau.

Heiligabend ohne Weihnachtsbaum für die meisten Deutschen nicht vorstellbar

Geschmückte Weihnachtsbäume und Geschenke gehören für viele zum Weihnachtsfest dazu

Kleines neugieriges Mädchen mit Weihnachtsmannmütze
Happy small girl in santa hat have a christmas © fotoskaz - www.fotolia.de

Ein Tannenbaum gehört in deutschen Familien zum Weihnachtsfest wie die Eier zu Ostern. Bei einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag des Apothekenmagazins Senioren Ratgebers geben knapp drei Viertel (73,9 Prozent) der Bundesbürger an, Weihnachten ohne Weihnachtsbaum sei für sie überhaupt nicht vorstellbar.

Weihnachten als Fest des Schenkens und Beschenktwerdens

Vor allem Frauen bestehen auf einen festlich geschmückten Baum (79,8 Prozent). Doch auch für einen Großteil der Männer (67,5 Prozent) ist der Weihnachtsbaum ein fester Bestandteil der Festtage. Auch was unter dem Baum liegt, ist für mehr als die Hälfte der Deutschen von großer Bedeutung: 56,4 Prozent der Männer und Frauen sagen, Weihnachten sei für sie vor allem ein Fest des Schenkens und Beschenktwerdens.

Bescheidener sind in dieser Hinsicht jedoch die älteren Bundesbürger. Bei den über 60-Jährigen sehen nur 47,3 Prozent das Schenken im Vordergrund. Ganz wild auf Geschenke sind im Gegensatz dazu die 14- bis 19-Jährigen. 77 Prozent von ihnen sagen, Präsente seien beim weihnachtlichen Feiern ganz besonders wichtig.

Wie man die Frische eines Weihnachtsbaumes erkennt

Die Suche nach dem Weihnachtsbaum - Der Kauf beim Revierförster garantiert Frische

Nahaufnahme Tannenbäume zum Verkauf mit Schild, Aufschrift "Frohe Weihnachten"
Frohe Weihnachten © Derkie - www.fotolia.de

Jetzt geht wieder die Saison für die Weihnachtsbäume in ihre heiße Phase, denn in zwei Wochen ist ja schon Heilig Abend. Man rechnet auch in diesem Jahr, dass etwa 28 Millionen Weihnachtsbäume verkauft werden, so von der einfachen Fichte über die beliebten Nordmanntannen bis zur Edeltanne. Die Preise werden in diesem Jahr sich beispielsweise bei der einfachen Fichte zwischen 9 und 15 Euro je laufenden Meter bewegen, bei den Normanntannen ab 20 Euro.

Tipps zum Kauf

Aber beim Kauf sollte man auch auf die Frische des Baumes achten, so dass zu Weihnachten nicht plötzlich ein kahler Stamm in der Wohnung steht. Am besten ist es, wenn man sich den Baum direkt beim Revierförster holt, wo sie frisch geschlagen werden.

Ansonsten gilt, wenn die Nadeln schon rieseln wenn man in Richtung Stamm streicht, so ist dieser Baum schon vor geraumer Zeit aus dem Wald geholt worden. An der Schnittstelle kann man dies auch feststellen, denn je heller diese ist, desto frischer ist der Baum. Wer seinen Baum besonders lange in der Wohnung stehen lassen möchte, kann etwas Glycerin in das Wasser im Ständer mischen.

Allergiker nehmen besser einen künstlichen Weihnachtsbaum

Weihnachtlich dekoriertes Holzfenster, Windlicht und rote Weihnachtsdeko, davor steht ein geschmückter Tannenbaum
Atmospheric Christmas window sill decoration © Jag_cz - www.fotolia.de

Damit auch Allergiker unbeschwert "Oh du fröhliche" singen können, sollten sie besser auf einen echten Tannenbaum, frisch aus dem Wald, verzichten und sich einen künstlichen aufstellen, wie Ärzte von der Deutschen Lungenstiftung e.V. (DLS) in Hannover empfehlen. Dies ist zwar nicht besonders schön, aber da die frischen Bäume eine Menge von Schimmelpilzen haben, wäre dies für die Gesundheit der Betroffenen nicht angeraten.

Man könnte aber die Bäume vorher behandeln, damit die Pilze abgetötet werden, doch ist dies sehr aufwendig. Wer die Möglichkeit hat, kann aber den Weihnachtsbaum auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten geschmückt aufstellen und sich daran erfreuen.

Zecken auch im Weihnachtsbaum?

Grafik 3D Zecke auf Haut, Zeckenbiss
zeckenbiss © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Immer öfters hören und lesen wir von Infektionskrankheiten wie der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose, die durch einen Zeckenbiss auf den Menschen übertragen werden können. Meistens ist man bei Spaziergängen durch Wiesen und Wälder gefährdet, doch kann man sich die Zecken auch mit dem Weihnachtsbaum ins Haus holen? Wie der Borreliose und FSME Bund Deutschland (BFBD) jetzt warnt, können diese Tierchen auch an einem Weihnachtsbaum kleben und besonders durch die milde Witterung in den letzten Tagen können sie dann auch aktiv werden. Doch meistens bevorzugen die Tiere hohe Gräser, so dass im Prinzip die Gefahr doch relativ gering ist.

Wer auf die sichere Seite gehen will, der sollte den Weihnachtsbaum nicht sofort ins Wohnzimmer schleppen, sondern für ein oder zwei Tage bei einer Temperatur von über acht Grad im Keller lagern. Bei niedrigeren Temperaturen fallen die Zecken in eine Art Winterschlaf und wenn sie wach werden, so machen sie sich auf den Weg und suchen sich ein Opfer. Wenn sie aber keins finden, so verhungern die Zecken. Bevor man dann den Weihnachtsbaum im Zimmer aufstellt, so sollte man ihn kräftig ausschütteln, so dass die eventuell vorhandenen Zecken abfallen, aber auch die losen Nadeln, die man dann nicht aus dem Teppich mühevoll entfernen muss.

Aber auch bei frischen Brennholz aus dem Wald kann einem dies passieren, so sollte man immer nur so viel Brennholz ins Haus holen, wie man gerade für seinen Kamin benötigt.

Wann ist ein Weihnachtsbaum abgestorben?

Winterlandschaft im Wald, Weihnachtsbaum oder Tannenbaum wird von Sonne beleuchtet
Weihnachtsbaum © Stefan Körber - www.fotolia.de

Jedes Jahr werden etliche Tannenbäume zu Weihnachten gefällt und stehen dann festlich geschmückt in den Wohnzimmern. Doch wann ist eigentlich ein Weihnachtsbaum tot? Wie die Leiterin der Abteilung Forstbotanik und Baumphysiologie an der Georg-August-Universität in Göttingen erklärt, gilt ein Baum erst dann als tot, wenn die Zellen nicht mehr für einen Stoffwechsel sorgen.

Solange noch Wasser in den Zellen vorhanden ist, so lebt auch der Baum noch. Aber nach einiger Zeit trocknet der Baum aus und dann stirbt er, denn im Normalfall wird er ja über die Wurzeln mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Wer aber einen frischen Tannenzweig ins Wasser stellt, der wird nach einiger Zeit dann kleine Wurzeln feststellen können, was aber bei einem dicken Stamm nicht geschieht.

Der sichere Transport des Weihnachtsbaums

Christbäume am Verkaufsstand, daneben Gerät mit Baumnetzen
Christbaumverkauf © Digitalpress - www.fotolia.de

Auch in diesem Jahr müssen wieder Millionen von Weihnachtsbäumen den Weg ins Wohnzimmer schaffen, wobei man darauf achten sollte, dass die Tanne beim Transport mit dem eigenen Auto ausreichend gesichert ist, da sonst ein Bußgeld droht.

Befestigung im Auto am wichtigsten

Noch vor dem Kauf ist abzuschätzen, ob der Baum überhaupt in den Innenraum des Wagens passt oder besser auf dem Dach transportiert wird. Nach Angaben des ADAC darf die Tanne bis zu 1,5 Meter aus dem Kofferraum ragen, jedoch muss er vom Fahrer bereits ab einem Meter mit einer roten Fahne markiert werden. Zudem raten Experten, den Baum mit dem dickeren Ende vom Stamm in den Kofferraum zu schieben und ihn anschließend gut festzuzurren, damit er sich im Falle einer Notbremsung nicht in ein tödliches Geschoss verwandelt.

Dasselbe gilt auch für den Transport auf dem Autodach, wo man zur Arretierung auf keinen Fall Gummi-Expander verwenden sollte. Bei einem Crash-Test des ADAC mit Tempo 50 und diesen Expandern flog eine auf dem Dach befestigte Tanne über die Motorhaube nach vorne. Am besten eignet sich hier ein Dachgepäckträger, sodass man den Baum an mindestens drei verschiedenen Stellen mit stabilen Gurten festzurren kann.

Bußgeld bis 150 Euro möglich

Sollte der Weihnachtsbaum während der Fahrt nicht richtig gesichert sein, können die Ordnungshüter bei einer Verkehrskontrolle Buß- oder Verwarnungsgelder zwischen 35 und 150 Euro verhängen.

So teuer sind Weihnachtsbäume in diesem Jahr

Ob Nordmanntanne oder Blaufichte - Tannenbäume erobern unsere Haushalte

Nahaufnahme Tannenbäume zum Verkauf mit Schild, Aufschrift "Frohe Weihnachten"
Frohe Weihnachten © Derkie - www.fotolia.de

Gut 24 Millionen Weihnachtsbäume standen während der Feiertage 2013 in deutschen Haushalten. Besonders Nordmanntannen mit einem Marktanteil von 71 Prozent sind hierzulande besonders beliebt.

Die Nordmanntanne

Ihre Nadeln sind weich und sie gilt als besonders hochwertig und langlebig. Der Preis für Nordmanntannen liegt in diesem Jahr zwischen 16,00 und 22,00 Euro pro laufendem Meter.

Die Blaufichte

Die Blaufichte folgt auf Platz zwei der Beliebtheitsskala in Deutschland. Lange Zeit war sie der am meisten kultivierte und verwendete Weihnachtsbaum. Die Nadeln besitzen unterschiedlichste Färbungen von grün bis stahlblau.

Sie halten sich fast solange am Baum wie bei den Tannenarten, sind allerdings fester und stechen beim Schmücken. Der Preis liegt bei 12,00 Euro je Meter.

Die Rotfichte

In manchen Haushalten Deutschlands stehen zum Christfest auch Rotfichten. Bis in die 1960er-Jahre war sie der vorherrschende Weihnachtsbaum in Deutschland.

Da sie jedoch rasch nach dem Einschlag ihre Nadeln verliert, verdrängten robustere Bäume wie die Nordmanntanne und die Blaufichte sie weitgehend. Die Rotfichte ist in diesem Jahr schon ab 7,00 Euro je Meter zu bekommen.

Tipps für die Haltbarkeit

Damit auch am 24. Dezember noch Nadeln am Baum hängen, sollte er bis dahin am besten in einer kühlen und dunklen Garage oder im Keller aufbewahrt werden.

Fichten und Tannen halten länger, wenn der Stamm am Ende angeschnitten wird, bevor sie in den Weihnachtsbaumständer gestellt werden. Ein mit Wasser gefüllter Ständer setzt die Versorgung des Baumes nahtlos fort.

Dann kann er auch in der Stresssituation des warmen Zimmers immer noch ausreichend Feuchtigkeit aufnehmen.

In der Weihnachtszeit liegt eine sehr festliche Stimmung in der Luft - da sollte auch das Styling entsprechend passen...

Festliche Stylingtipps für die Weihnachtszeit

Wenn die Weihnachtszeit näherrückt, hat Mensch in unseren Breiten zumeist lange Wochen, wenn nicht gar Monate eines ungemütlichen Herbstes hinter sich - mit entsprechender Kleidung, bei der Graubraun-Töne und Gummistiefel dominieren. Weihnachten ist dann die Gelegenheit, das Grau-in-Grau endlich hinter sich zu lassen und endlich wieder in den opulenten Farbtopf zu greifen.

Es darf auch ruhig glitzern, denn ein Weihnachtsoutfit ist nun einmal inspiriert von barocken Kirchen, üppig geschmückten Christbäumen und schleifenverzierten Geschenken. Goldapplikationen haben zu Weihnachten Hochkonjunktur, ob auf der Grußkarte oder dem Outfit.

Tipps für Damen

Wer nicht gleich mit dem Tannenbaum konkurrieren will, kann sich für ein dezentes, golddurchwirktes Gewebe - wie beispielsweise Lurex - entscheiden. Zu solch einem Top dann eine simple schwarze Stoffhose und Feinstrickcardigan kombinieren, schon wird es dezent, edel und festlich.

Es ist auch möglich, lediglich mit dem Schmuck besonders feierliche Akzente zu setzen und sich mit der übrigen Kleidung ansonsten am gehobenen Freizeit-Look zu orientieren. Doch insbesondere Frauen geben sich mit dieser Variante nur selten zufrieden, haben sie doch Weihnachten eine der wenigen Gelegenheiten, ihre Festtagskleider aus dem Schrank zu holen und ihre weibliche Seite zu zeigen.

Im Winter lässt sich darüber hinaus herrlich mit Stilbrüchen arbeiten: Zum zarten Kleidchen kann hier die grobe Strickjacke gestylt werden. Auch robuste Bikerboots machen sich je nach Stil zu einem Kleid aus feinem Stoff sehr gut.

Vom Weihnachtspaziergang bis zum Festtagsessen

Weihnachts-Looks für alle Gelegenheiten

Junges Paar steht am Weihnachtsbaum, sie schauen sich lächelnd ins Gesicht und stoßen an
Portrait of sweet couple gazing at each other © pressmaster - www.fotolia.de

Hilfe, nix anzuziehen? Noch ist es nicht zu spät: Mit unseren Stylingtipps finden auch Sie ruck, zuck noch das passende Outfit für die Weihnachtsfeiertage. Ein paar passende Basics haben Sie garantiert im Schrank. Was dazu passt, erklären wir hier im Überblick.

Und, versprochen: Alle Looks sind so konzipiert, dass sie sowohl das festliche Essen im Kreise der Liebsten als auch den sportlichen Spaziergang danach mitmachen...

Die Zweier-Kombi: Hose oder Rock plus Bluse

Wenn Sie auch in Sachen Mode gern kombinieren, dann ist diese Variante die richtige Wahl. Dabei können Sie natürlich zum fertigen Hosenanzug bzw. Kostüm, also einer Kombi aus Blazer plus Rock oder Hose greifen und dazu eine hübsche Bluse kombinieren. Individueller und oft sogar festlicher wird's aber, wenn Sie die zwei bis drei Teile selbst zusammenstellen - zum Beispiel eine angesagte Culotte mit weiterem Bein.

Gedeckte Farben wie Schwarz oder Anthrazit gehen immer, in diesem Winter steht auch festliches Flaschen- bzw. Lodengrün hoch im Kurs. Die Bluse dazu kann dann gern verspielt sein, zum Beispiel mit Schluppen oder niedlichen Polkadots. Spitzeneinsätze oder ein Blazer mit Brokatbesatz machen das Ganze festtagstauglich.

Wer möchte, kombiniert metallicfarbene Akzente dazu - als Make-Up, Handtasche oder zum Beispiel mit tollen Slippern. Für den Waldspaziergang danach: Einfach ein Paar Ersatzschuhe einpacken! Und wenn's später unterm Weihnachtsbaum gemütlich wird, tauschen wir die Hose

Simpel, aber genial: Das Kleid zum Fest

Kleider sind heute in allen Variationen, von lässig bis ultra-glamourös zu haben. Nutzen Sie die Vielfalt und suchen Sie sich Ihr ganz persönliches Weihnachts-Lieblingsexemplar! Und weil das langwierige Styling entfällt, kann man sich bei der Suche besonders viel Mühe geben. Hübsch sehen zum Beispiel Modelle mit verzierter Brustpartie aus. Besonders gut zur Geltung kommen dabei:

  • Eine Spitzenborte
  • Stickereien oder
  • Funkelnde Pailletten.

Das kleine Schwarze als elegante Wahl

Winterlich romantisch wird's mit Kleidern in Vichy-Karo, zum Beispiel in Rot-Weiß. Auch unifarbene Modelle sind eine gute Wahl: Ein schwarzes Samtkleid beispielsweise ist schon allein eine äußerst festliche Angelegenheit, zusammen mit gold- oder kupferfarbenem Schmuck wird das Ganze perfekt.

Eine Strumpfhose sollte an den Festtagen natürlich sein; für den Winterspaziergang dürfen Sie aber gern eine dickere (und bequemere) Leggins einpacken. Stiefel oder Boots dazu, fertig ist der Weihnachtslook!

Tipps für Herren

In Haushalten, in denen für Herren zu Weihnachten kein Zwang zum Anzug herrscht, sind Männer mit einer Ton-in-Ton-Kombi gut beraten. Edel und dennoch lässig ist es, einen puristischen Rollkragenpullover zur Stoffhose, wenn nötig, auch zur dunklen Jeans, zu kombinieren.

Eine andere Möglichkeit bietet die Kombination schwarzes Oberhemd und schwarze Hose, mit der man(n) immer gut und passend angezogen ist. Wer ein schwarzes T-Shirt darunter trägt, kann den Hemdkragen auch lässig aufgeknöpft lassen. Krawatten mit Weihnachtsmuster hingegen sind eher als Gag gedacht und beweisen nicht unbedingt gutes Stilgefühl.

Tipps für Kinder

Niedlich für Kinder, insbesondere für kleine Mädchen, ist zu Weihnachten der Engels-Look. Hierzu werden die Haare des Kindes am Vorabend feucht zu zwei Zöpfen geflochten, das ergibt am nächsten Tag tolles Engelshaar.

Dazu kombiniert wird ein Paar Flügel zum Binden. Diese kann man auch selbst anfertigen.

Kleine Jungs müssen heutzutage zu Weihnachten schon lange nicht mehr im Matrosen-Look oder im Samtanzug der Verwandtschaft präsentiert werden, allerdings sollte auch ihr Outfit die Festlichkeit des Moments spiegeln. Im Gespräch mit seinen Kindern kann man herausfinden, was diese gerne tragen und worin sie sich wohlfühlen würden – dann findet sich bestimmt schnell ein kindgerechter Kompromiss, der auch die Erwachsenen froh stimmt.

Doch Engelsflügel oder Anzüge für die Kleinen sollten keinesfalls die Standardkleidung für den Nachwuchs sein, wenn überhaupt. Lange Familientage und -abende können anstrengend werden, da sollten die Eltern zumindest darauf achten, dass ihre Kinder sich möglichst wohlfühlen - und dies geht in bequemer, kindgerechter Kleidung allemal besser als in aufwendig bestickten Kleidchen und zwickenden Krawatten.

Kommen wir nun zu den negativ behafteten Seiten des bevorstehenden Weihnachtsfestes, denn auch diese gibt es tatsächlich; nicht immer herrschen Harmonie und Besinnlichkeit...

Weihnachtsstress vermeiden

Harmonie und trautes Glück im Kreise der Familie - so soll Weihnachten sein. Doch fast jeder kennt auch die andere Seite.

  • Frauen sind im Kochstress,
  • Männer suchen frustriert nach dem passenden Präsent und
  • Oma reist schon einen Tag früher an, als geplant.

Doch mit der richtigen Strategie lassen sich Konflikte und Enttäuschungen beim Fest der Liebe vermeiden.

Freuen auf Knopfdruck

Weihnachten heißt für viele, sich auf Knopfdruck freuen zu müssen. Doch gerade diese Anforderungen sind manchmal schwer erfüllbar und bergen reichlich Zündstoff für Streitereien.

Die Vorstellungen, dass Weihnachten unbedingt harmonisch und besinnlich sein soll, lassen sich nicht ohne Weiteres umsetzen - schneller als gedacht ist der Familien-Clan vollkommen zerstritten.

schon allein die Vorbereitungen zum großen Fest sind in vielen Familien so umfangreich, dass Heiligabend die Nerven komplett blank liegen. Zahlreiche Menschen sehen dem Weihnachtsfest deshalb mit Bangen entgegen, denn die Erinnerung an vergangene Feste ist oft nicht gerade ermutigend.

Trotz aller Mühen wird Oma wieder am Weihnachtsessen herumnörgeln, der Sohn hat keine Lust auf Spießigkeit und verschwindet Richtung Disco, der Ehemann trinkt einen über den Durst und bleibt der Christmesse fern. Alles Gründe, um sich schon vorher Gedanken zu machen, wie sich Druck und Stress vermeiden lassen.

Keine Grundsatzdiskussionen unter dem Tannenbaum

Der Vorweihnachtsstress macht viele Menschen besonders anfällig für Kritik. Schon die leiseste Andeutung kann dann in einen handfesten Krach ausarten. Probleme in der Kindererziehung oder in der Partnerschaft, die schon längere Zeit schwelen, lassen sich auch nicht lösen, nur weil bunte Lichter glitzern und die Weihnachtsmusik dudelt.

Grundsatzdiskussionen unter'm Tannenbaum sollten deshalb immer vermieden werden. Wer sich mit seinem Schwager streitet, weil er raucht, obwohl anders vereinbart oder dem Ehemann vorwirft, dass er nie den Müll raus bringt, wird auch an den Festtagen keine Lösung finden. Für Krisengespräche ist das ganze Jahr über Zeit genug.

Am Fest der Liebe - Streit vermeiden

Familie mit zwei Töchtern beim Anstoßen vor dem Weihnachtsessen
Familie feiert Weihnachten beim Essen Kartoffelsalat © Kzenon - www.fotolia.de

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Nicht nur, weil das die Werbung so suggeriert, sondern weil Weihnachten als Geburtsfest von Jesus zum Inbegriff jeder Liebe geworden ist.

Darum haben viele Menschen den hohen Anspruch, zumindest an Weihnachten ihren Mitmenschen mit Liebe zu begegnen. Leider scheitern viele Bürger an ihren eigenen hoch gesteckten Erwartungen. Statt Liebe herrscht gerade an den Feiertagen sehr oft Streit.

Der Grund dafür liegt natürlich nicht im Fest, sondern an den Konflikten, die unterschwellig schon lange schwelen. Wenn diese Streitpunkte an einem bestimmten Tag stärker als sonst unterdrückt werden, besteht die Gefahr der Explosion mehr als an den übrigen Tagen.

An Weihnachten sehen sich Menschen, die sich unter dem Jahr oft seltener begegnen. Das kann dazu führen, dass längst begrabene Konflikte wieder ausgegraben werden, vor allem wenn die Beteiligten vorher reichlich Punsch und Alkohol genossen haben.

Man sollte Konflikte am besten genauso ansprechen wie sonst auch. Eine konstruktive Lösung dafür zu finden, ist natürlich nicht verkehrt, aber ohne Zwang und Druck. Es ist auch falsch zu denken, die anderen wären nun gesprächsbereiter, weil Weihnachten ist. Für eine solche offene Gesprächsbereitschaft muss jeder bei sich selbst beginnen.

Wenn Generationen aufeinander treffen, kann das zusätzlicher Zündstoff für das Fest bedeuten. Die Großeltern wollen mit den Enkelkindern in den Gottesdienst gehen, doch die sind das nicht mehr gewöhnt und lehnen dieses Ansinnen deshalb ab. Auch das Benehmen der Enkelkinder steht natürlich auf dem Prüfstand. Kluge Eltern wissen das schon vorher und nehmen es mit Humor.

Wer locker mit den Besuchern umgeht, hat die beste Voraussetzungen, Konflikte erst gar nicht aufkommen zu lassen. Ein straffes und für jeden angenehmes Programm lässt es nicht zu, dass sich irgendjemand langweilt und Streit sucht.

Sollte es trotzdem zu Zwistigkeiten kommen, dann sollte man zwischen den Parteien vermitteln, jede Meinung respektieren und die Beteiligten dazu bringen, dass auch sie die Meinung des anderen stehen lassen können.

Richtig planen und Aufgaben verteilen

Weihnachten soll besinnlich sein. Schwierig, wenn die gesamte Organisation der Festtage an einer Person hängen bleibt. Wer richtig plant und Aufgaben verteilt, verhindert Stress. Geschenklisten helfen bei der Auswahl der passenden Präsente, Menüvorschläge aller Familienmitglieder verhindern an den Festtagen mürrische Gesichter.

Küchenplanung

Ebenso sollte die Küchenplanung stehen. Warum muss einer alleine das Weihnachtsmenü kreieren? Wenn alle gemeinsam am Herd stehen, ist keiner überfordert oder gelangweilt.

Während sich einer um das Dessert kümmert, bereitet der andere die Vorspeise zu, besorgt noch Getränke oder schmückt den Weihnachtsbaum. Bei einer klaren Aufgabenverteilung mit Kompromissen lassen sich spätere Auseinandersetzungen aus dem Weg räumen.

Hausputz

Auch den Hausputz muss die Frau nicht alleine bewältigen. Gerade kleine Kinder freuen sich, wenn sie in die Hausarbeit einbezogen werden und Verantwortung übernehmen können, größere Kids sind in der Lage, ihr Zimmer selbst auf Vordermann zu bringen. Wenn Putzaktionen schon in der Adventszeit starten, bleibt später mehr Zeit für Bastelspaß und Weihnachtsshopping.

Auch mal mit Traditionen brechen

Hat keiner in der Familie Lust, bei den Vorbereitungen zu helfen, kann es sinnvoll sein, auch mal mit alten Traditionen zu brechen. Statt der obligatorischen Weihnachtsgans gibt es ein kaltes Buffet, zu dem alle Gäste etwas beisteuern.

Hat der Bruder keine Lust, Weihnachten mit der Familie zu verbringen, ist Zwang der falsche Ratgeber. Denn wer mit langem Gesicht unter dem Weihnachtsbaum sitzt, verdirbt allen anderen den Spaß. Auch Einladungen sollten mit Bedacht ausgesprochen werden. Sind sich einige Verwandte nicht grün, ist es empfehlenswert, sie nicht gemeinsam an einen Tisch zu setzen und zu unterschiedlichen Zeiten einzuladen.

Auch Aktivitäten lockern die Stimmung auf. Wenn alle nur tatenlos herumsitzen, macht sich schnell Frust und Langeweile breit - beste Voraussetzungen für Streitereien.

sorgen für Abwechslung und Spaß. Wer das Fest der Liebe richtig plant, keine überzogenen Erwartungen hat und entspannt bleibt, kann Weihnachten ohne Bangen entgegensehen und sich auf schöne Tage freuen.

An Weihnachten zum Tanzen in den Club: Wie Jugendliche und Eltern den Streit umgehen

Diese Tipps sollten Eltern und Jugendliche beachten, um den Streit an Weihnachten zu vermeiden

Zwei Mädchen mit Nikolausmütze vor einem geschmückten Weihnachtsbaum
xmas engerl © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

Weihnachten ist ein besinnliches Fest und das sowohl für alle, die es aus religiösen Gründen feiern als auch für jene, die das Weihnachtsfest als reine Familienzeit sehen.

stehen für viele Erwachsene an erster Stelle. Kleine Kinder teilen die Freude am Zusammensitzen, aber Jugendliche wollen auch ein wenig Abstand.

Feiern mit Gleichaltrigen steht ganz oben auf der Wunschliste. Genau das führt alle Jahre wieder zu Konflikten in Familien: Dürfen die Teenager nach Abendessen und Bescherung in den Club und feiern?

Frühzeitig planen und über die Pläne sprechen

Die meisten Streitereien entstehen, wenn Teenager am Heiligabend die Eltern vor vollendete Tatsachen stellen möchten und sich nach dem Weihnachtsessen einfach zum Clubbesuch umziehen. Die Eltern fühlen sich vor den Kopf gestoßen und reagieren mit Wut und/oder Enttäuschung.

Um das zu vermeiden, sollten Jugendliche und Eltern frühzeitig über die Weihnachtszeit sprechen und die Feiertage gemeinsam planen. Wer bereits Anfang Dezember festlegt, dass Sohn oder Tochter an einem der Feiertage abends mit Freunden feiert, umgeht den Konflikt.

Jugendliche dürfen auf ihrem Wunsch bestehen

Jugendliche sollten bei der frühzeitigen Planung ruhig aber nachdrücklich zu ihrem Wunsch stehen. Zu sagen, dass man an Weihnachten auch seine Freunde treffen möchte und die Eltern in ihrer Jugend sicher auch einmal so gedacht haben, stößt oft auf Kopfnicken.

Die meisten Eltern verstehen durchaus, dass Teenager auch Zeit für sich möchten. Legt man den zeitlichen Rahmen dafür fest, geht das auch in Ordnung.

Zu Kompromissen bereit sein

Wichtig ist, dass beide Seiten zu Kompromissen bereit sind. Darf der Jugendliche in den Club, kommt er dafür beispielsweise am zweiten Weihnachtsfeiertag mit zu den Großeltern.

Auch möglich ist es, eine zeitliche Grenze zu vereinbaren. Beim Clubbesuch ist man statt fünf Uhr morgens dieses Mal um zwei Uhr morgens wieder da, damit man genügend Schlaf bekommt, bevor die Verwandten zum Mittagessen da sind.

So wird das Weihnachtsfest nicht zum Fiasko

Rote Christbaumkugel an Weihnachtsbaum, im Hintergrund goldener Baumschmuck
christmas decoration © AGphotographer - www.fotolia.de

Gerade für Kinder ist Weihnachten mitunter der bedeutendste Tag im Jahr. Doch für manche Familien werden die Feiertage oft gerade wegen der Kleinen zu einem Fiasko. Den Einen gefallen ihre Geschenke nicht, die Anderen möchten kein Gedicht aufsagen, wieder andere verlangen spätere Schlafenszeiten. Der Kinderpsychologe Doktor Michael Winterhoff und der Erziehungsexperte Mathias Voelchert geben wichtige Tipps für Eltern, damit das Weihnachtsfest so harmonisch wird, wie es sein sollte.

Die Bescherung ist bekanntlich das, worauf sich die Kleinen am meisten freuen. Liegen alle Geschenke schon zum Auspacken unter dem Weihnachtsbaum bereit, beginnt meist ein wahlloses Aufreißen. Damit sich die Kleinen nicht wie wild auf den Geschenkehaufen stürzen und so die besinnliche Athmosphäre stören, können Eltern ihren Sprösslingen die Geschenke beispielsweise nacheinander geben und zwischendurch eine Pause für Weihnachtslieder oder -gedichte einlegen. So lernt das Kind auch sich zu gedulden und verliert vor lauter Geschenken nicht den eigentlichen Sinn von Weihnachten.

Andererseits müssen natürlich die Eltern in erster Linie ein richtiges Maß beim Schenken lernen. Schnell hat man den Kindern zu viele Geschenke gekauft und dann liegen die meisten Spielsachen unbeachtet in der Wohnung herum. Einen finanziellen Rahmen sollte man den Kindern für ihren Wunschzettel dennoch nicht setzen, denn wünschen dürfen sich die Kleinen alles was sie möchten, aber nicht jeder Wunsch, der auf dem kinderlichen Wunschzettel steht, muss erfüllt werden.

Wenn ein Kind ein Geschenk nicht mag, müssen die Eltern ihm nicht unbedingt verbieten dem Schenkenden die Wahrheit sagen zu dürfen. Allerdings sollte man dem Kind beibringen die Wahrheit nicht beleidigend oder verletzend zu formulieren. Viele Eltern erwarten auch von ihren Kindern, dass diese zum Weihnachtsfest ein Lied oder ein Gedicht vortragen. Möchten dies die Kinder selbst gerne tun, ist das okay. Ansonsten sollte die Familie Weihnachtslieder und -gedichte lieber gemeinsam singen oder vortragen. Was die Zubettgehzeiten betrifft, sollten Eltern an den Weihnachtstagen keine Ausnahme machen. Bei den Schlafenszeiten sollte es sich um feste Rituale handeln, die auch an Weihnachten eingehalten werden. Dies gibt Sicherheit und erhöht außerdem die Vorfreude auf das Weihnachtsfest.

Wenn es zeitlich knapp wird, steigt der Weihnachtsstress

Blonde Frau mit Weihnachtstüten
frau mit geschenken © bilderbox - www.fotolia.de

Unterschiedlichste Studien belegen, dass Weihnachten nicht nur ein Fest des Friedens, sondern für viele auch eine Zeit voll übermäßigem Stress ist. Während die einen den Glühwein genießen, stehen andere kurz vor dem Nervenzusammenbruch.

Eine Umfrage im Auftrag der Firma Schlecker zeigt rund ein Drittel der Befragten als massiv gestresst. Natürlich muss es nicht gleich so dramatisch zugehen, wie in einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ aus dem vergangenen Jahr dokumentiert. Deren Informationen zufolge hatte ein Christbaumverkäufer einen Kunden übel zugerichtet, als der über den Preis des Baumes verhandeln wollte.

Nicht jeder empfindet zu Weihnachten aus den gleichen Gründen Stress. Frauen neigen eher dazu, sich wegen der Schlemmerei und der damit verbundenen Gewichtszunahme Sorgen zu machen. Männer hingegen nervt das Aussuchen der Geschenke. Auch die Besuche bei und von den Verwandten sind ein Stressfaktor. Der australische Professor John Marley hat einen Tipp, der Weihnachten entstressen könnte: Die Menschen sollten einfach wieder zur Kirche gehen.

Studien haben nämlich ergeben, dass Orgelmusik den Körper entspannt. Wer also einen Gottesdienstbesuch einplant, hilft nicht nur seiner Seele, sondern tut auch etwas ganz Praktisches für seinen Körper.

Ein friedliches und stressfreies Weihnachtsfest sollte geplant werden

Schwarz-weißes Fenster einer Holzhütte, drinnen leuchtender Weihnachtsbaum
wooden lodge window with christmas tree © Roman Milert - www.fotolia.de

Damit das Weihnachtsfest friedlich und ohne Stress verlaufen kann, sollte man dies rechtzeitig planen, wie die Diplompsychologin Birgit Wiesemüller von der Gesellschaft für wissenschaftliche Geprächspsychotherapie (GwG) empfiehlt. So sollte auch die Frau und Mutter nicht nur die ganzen Feiertage in der Küche am Herd stehen, damit der Weihnachtsbraten auch gut gelingt, sondern es sollte genügend Zeit für Ruhe und besinnliche Momente mit der Familie vorhanden sein. Dabei könnten vielleicht auch die anderen Familienmitglieder eventuell in der Küche helfen.

Auch wenn jahrelang vielleicht alles nach einem vorgegebenen Ritual abgelaufen ist, so könnte sich ja diese Situation auch einmal ändern, denn die Kinder werden ja auch älter und dann sollten auch sie ihren eigenen Freiraum an den Festtagen haben. Im Vorfeld kann man auch schon planen, wer für das Aufstellen und Schmücken des Weihnachtsbaumes zuständig ist.

Sollteb es aer tatsächlich zu einem, hoffentlich nur kleinen, Streit kommen, so ist dies zwar auch keine Katastrophe, wie die Expertin meint. Dabei heißt es aber sich damit auseinanderzusetzen und auch einmal zuzuhören und dies gilt für jede Jahreszeit.

Stress in der Vorweihnachtszeit? Einfach mal weglaufen!

In der Vorweihnachtszeit drängen sich bei den meisten Menschen die Termine dicht an dicht: Weihnachtsfeiern und dringende Projekte, die fertig gemacht werden müssen in der Firma, Weihnachtseinkäufe für Familie und Freunde und die Planung der Feiertage: Kein Wunder, dass viele Menschen vor allem gestresst sind. In der Folge kommt es zu Schlafstörungen, Verspannungen und Nervosität. Wenn dann endlich Weihnachten ist, sinken diese Menschen nur noch erschöpft auf die Couch, statt die Feiertage zu genießen.

Das beste Gegenmittel gegen Stress ist jedoch nicht Ruhe, sondern Sport. Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule in Köln empfiehlt gegen Weihnachstress Ausdauersportarten wie Joggen oder Schwimmen. Aber auch ein ordentlicher Spaziergang oder Entspannungstraining kann schon helfen, die Stresshormone, die sich tagsüber im Körper angestaut haben, durch Bewegung wieder abzubauen.

Für die angespannten Muskeln ist Bewegung ideal um wieder locker zu werden und den Adrenalinspiegel im Körper zu normalisieren, der häufig durch den Stress erhöht ist und zu Verspannungen führt. Wer bei schlechtem Winterwetter nicht ins Freie gehen mag, kann es auch mit Entspannungstraining wie Yoga versuchen. Richtig durchgeführt, kann Yoga auch helfen, das Stresshormon Kortisol abzubauen und innerlich ruhiger zu werden. Ein hoher Kortisolspiegel ist der häufigste Grund für Schlafprobleme bei gestressten Menschen.

Tipps für das erste Weihnachtsfest mit Kind

Baby in gepunktetem Schlafanzug liegt mit Weihnachtsmütze auf einer weißen Decke neben Geschenken mit roter Schleife
Cute little baby in Santa hat and gift boxes on white sheet © Africa Studio - www.fotolia.de

Weihnachten ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Für einige bedeutet das Fest aber auch eine Menge Stress. Wer zum ersten Mal Weihnachten mit einem Kind feiert, sollte unbedingt darauf achten, diesen zu vermeiden, denn sind die Eltern gestresst, überträgt sich dieser Druck auch auf das Baby.

Um zu viel Hektik zu vermeiden, gilt es beispielsweise, die Weihnachtsbesorgungen frühzeitig zu erledigen. Auch sollte auf lange Kochorgien verzichtet werden; es gibt auch einfache Gerichte, die zum Weihnachtsfest passen und sehr gut schmecken. Auch die sonst vielleicht klar geregelte Besuchsaufteilung – am 1. Weihnachtsfeiertag zu seinen Eltern, am 2. zu ihren – muss nicht unbedingt sein. Man hat nun seine eigene kleine Familie, in der man seine eigenen Rituale einbringen sollte.

Was die Dekoration angeht, ist Zurückhaltung auch eine gute Wahl. Sicherlich sind Lämpchen und Co. bei den Kleinen ein Grund zum Staunen, doch zu viel davon überfordert sie. Dies gilt auch für die immer wieder laufende Weihnachts-CD.

Wenn es um Geschenke für seine Kinder geht, stürzen sich viele Eltern häufig in Unkosten. Fakt ist, dass ein Baby mit zu viel Spielzeug etc. überhaupt nichts anfangen kann. Und zum Schluss der Tipp: Eltern sollten nicht auf ein reibungsloses, harmonisches Fest hoffen. Ob Weihnachten oder nicht – wenn der oder die Kleine schreien will, dann wird geschrien, egal wann, egal wo. Die Erwartungen sollten also nicht zu hoch gesetzt werden.

Viel Stress an Weihnachten

Das ganze Jahr über wurden Kalorien gezählt, da will man doch zumindest an den Festtagen nichts davon wissen. Auch wenn das Essen fettig ist und der Nachmittagskaffe mit Stollen und leckeren Weihnachtsplätzchen ergänzt wird, jetzt lässt es sich jeder schmecken.

Der Blick auf die Waage ist erst mal tabu. Gute Vorsätze und Diäten sind auf Eis gelegt, wie das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" herausfand. Zwei von drei Deutschen genießen Weihnachten ohne auf Kalorien zu achten. Der Cholesterinspiegel bleibt unbeachtet, die Fettzufuhr genauso.

Teenager zwischen 14 und 19 Jahren genießen Weihnachten besonders: Sie essen viel und gut. Weniger wichtig ist der Alkohol. Nur rund ein Drittel trinkt mehr als sonst.

Der Stresspegel steigt indessen an. Wer Weihnachten vorbereiten muss, fühlt wie die Zeit davonrennt. Denn Geschenke besorgen, das Basteln, Dekorieren und Kochen kostet viel Zeit.

Der Stress hält oft bis Weihnachten an. Immerhin erholen sich über 50 Prozent danach an den Weihnachtsfeiertagen "sehr gut". 40 Prozent sind allerdings froh, wenn Weihnachten und der dazugehörige Stress wieder hinter ihnen liegt.

Frauen leiden darunter mehr. Fast ein Viertel fühlt sich an den Feiertagen in der Regel ausgelaugt und fertig. Bei den Männern liegt der Anteil der Erschöpften nur bei 13,8 Prozent. Trotzdem ist es für 28,4 Prozent der Frauen und für 24,7 Prozent der Männer wichtig, dass sich alle Familienmitglieder an Weihnachten wohl fühlen und die Wünsche gut getroffen werden.

So lassen sich die Weihnachtsfeiertage trotz Terminstress entspannt verbringen

Langer Tisch für Party festlich gedeckt
Party Table © Nikoner - www.fotolia.de

Weihnachten steht schon wieder vor der Tür und damit auch die Zeit des Geschenkekaufs, der Essensvorbereitungen und der Verwandtenbesuche. Damit die Weihnachtsfeiertage trotz Terminstress entspannt und harmonisch werden, sollte man einige Dinge beachten.

Frühzeitig Geschenke besorgen

Wer sich dazu entschließt alle Geschenke auf den letzten Drücker zu besorgen, bei dem ist Stress und Frust geradezu vorprogrammiert. Am besten ist es, wenn man sich schon einige Monate vorher Gedanken darüber macht, wie man die Familie beschenken kann. Wer keine Ideen hat, der sollte die Familie einfach direkt nach ihren Wünschen befragen.

Weihnachtsessen vorbereiten

Frühzeitige Planung und Organisation ist auch das Stichwort für die Vorbereitung des Festmahls. Wem es an Organisationstalent mangelt, der kann sich den unnötigen Essenstress auch ersparen und stattdessen ein einfaches Gericht servieren. Traditionsgemäß reichen viele Familien beispielsweise Kartoffelsalat und Würstchen an Heiligabend, um die entspannte Athmosphäre nicht durch die Zubereitung eines Drei-Gänge-Menüs zu zerstören.

Wer dennoch darauf aus ist den Gaumen seiner Gäste kulinarisch zu verwöhnen, der könnte sich in der Küche zumindest von den Gästen, den Kindern oder dem Mann zur Hand gehen lassen. Denn gemeinsam Kochen macht ja bekanntlich mehr Spaß.

Angemessene Erwartungen und gemütliches Beisammensein

Generell sollte man seine Erwartungen an Weihnachten nicht zu hoch schrauben. Das betrifft sowohl die Erwartungen an die eigenen Kochkünste, als auch an die Geschenke, die Gäste und die feierliche Stimmung. Wer mit zu hohen Erwartungen in die Feiertage startet, der wird nämlich umso enttäuschter sein, wenn diese nicht erfüllt werden.

Ist die Familie allmählich eingetrudelt und die ersten Gespräche kommen in Gang sollten brisante Themen und Fettnäpfchen unbedingt vermieden werden, um die Stimmung nicht unnötig zu vermiesen. Kommt es am Fest der Liebe doch einmal zum Familienstreit kann ein kleiner Spaziergang wahre Wunder wirken, denn die frische Luft beruhigt die erhitzten Gemüter und die Bewegung macht munter.

Macht uns der Weihnachtsstress krank?

Diverse Weihnachtsplätzchen neben Zimtstangen und Haselnüssen auf Tannenzweig
Weihnachtszeit © Christian Jung - www.fotolia.de

Alle Jahre wieder fühlen sich besonders die Frauen zur Weihnachtszeit gestresst, denn für das Weihnachtsfest werden mehr Arbeiten verrichtet als an normalen Tagen.

Vielfältige Aktivitäten kurz vor dem Fest

Wie eine Umfrage der Marktforschungsgesellschaft GfK zeigt, fühlen sich ein Drittel der Frauen durch die Weihnachtsvorbereitungen gestresst. So wird noch das ganze Haus geputzt, der Weihnachtsbaum geschmückt und noch die letzten Geschenke eingekauft und festlich verpackt. Zusätzlich wird vielleicht noch die Weihnachtspost erledigt, denn viele schicken gerade zur Weihnachtszeit ihren Lieben gerne eine Weihnachtskarte.

Weihnachten gesundheitlich unbedenklich...

Normalerweise ist Stress ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, doch in der Weihnachtzeit werden weniger Herzinfarkte registriert als normal. Aber auch die Zahl der Selbstmorde ist geringer als an anderen Tagen, wie eine Untersuchung in den USA feststellte.

... bis auf die Gewichtszunahme

Die einzigen Folgeerscheinungen der Festtage zeigen sich manchmal aber an Bauch und Hüften, denn bei einem Weihnachtsessen mit Gans & Co kommt man schnell auf über 2.000 Kalorien. Doch im Endeffekt liegt die Gewichtszunahme im Durchschnitt nur bei 370 Gramm, wie eine britische Studie zeigt. Wer aber eine größere Gewichtszunahme feststellt, der sollte vielleicht an den Festtagen nach dem Essen einen ausgedehnten Spaziergang machen.

Kinder, Eltern, Familie – kein Stress in den Weihnachtstagen

Besinnliche Weihnachten durch Entspannung mit der Familie

Zwei kleine Mädchen in Küche backen Weihnachtsplätzchen
christmas cookies © Hallgerd - www.fotolia.de

Weihnachten könnte so schön sein – wäre da nicht der Stress durch

  • Einkäufe
  • Kekse backen
  • Putzen und die Koordination der Termine.

Gerade in der Adventszeit könnten die Tage mehr als 24 Stunden haben, so viel haben wir zu erledigen.

Dabei sind es meist unsere eigenen Ansprüche, die uns stressen. Psychologen empfehlen deshalb, sich einfach mehr zurückzulehnen und die Zeit mit den Liebsten zu genießen, statt ein perfektes Fest gestalten zu wollen.

Raus aus der Stressfalle

Sind die Eltern gestresst, durch die Doppelbelastung von Job und Familie, überträgt sich das auf die Kinder. Entweder, weil die Eltern ihren Kindern ebenso viel abverlangen wie sich selbst – oder weil sie gereizter reagieren und dadurch bei ihren Kindern für miese Stimmung sorgen.

Am Ende sind alle nur genervt und hoffen, dass Weihnachten bald vorbei ist. Die Kinder können den Teufelskreis aus Stress und schlechter Laune allerdings nicht durchbrechen, das ist Aufgabe der Eltern. Die müssen sich ihren Stress bewusst machen und aktiv etwas ändern.

weniger Perfektionismus, mehr Zeit zum Ausruhen und Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der Kinder. Denn diesen ist es in der Regel egal, ob die Tischdekoration perfekt ist oder ausschließlich selbstgebackene Kekse auf den Tisch kommen.

Fast ein Viertel der Deutschen fühlt sich von den Weihnachtsfesttagen unter Druck gesetzt

Weihnachtszeit bedeutet vor allem für Frauen purer Stress - inclusive Streitigkeiten in der Familie

Geschenke unter einem Christbaum mit roten Kugeln
Geschenke unter dem Christbaum © mao-in-photo - www.fotolia.de

„Oh du fröhliche, oh du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“ – dass dieses Lied nicht unbedingt der weihnachtlichen Realität in deutschen Wohnzimmern entspricht, hat jetzt eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag der Apotheken Umschau herausgefunden.

Frauen sind besonders gestresst

Fast ein Viertel (23,3 Prozent) der Bundesbürger gab dabei an, sich durch den Heiligen Abend und die anschließenden Feiertage stark unter Druck gesetzt zu fühlen. Vor allem Frauen (28,8 Prozent) sind gestresst, „weil es so vieles zu bedenken gibt und man sich um vieles zu kümmern hat“. Männer sind der Studie zufolge dabei wesentlich entspannter. Von ihnen fühlen sich nur 17,4 Prozent durch den weihnachtlichen Trubel belastet.

Anspannung wirkt sich auch auf Familie aus

Das Familienleben bekommt die Auswirkungen des Festtagsstresses auf alle Fälle zu spüren: Bei knapp jedem sechsten Deutschen (16,1 Prozent) herrscht an Weihnachten zu Hause häufig mal eine angespannte und gereizte Stimmung. Allerdings sagt eine sehr große Mehrheit der Bundesbürger (83,1 Prozent), Unstimmigkeiten oder Streitigkeiten würden stets schnell wieder bereinigt.

Nur jeder 20. (5,3 Prozent) sagt hingegen, in seiner Familie vergehe eigentlich kein Weihnachtsfest ohne einen heftigen Streit.

Strategien gegen Familienstress an den Feiertagen

Gemeinsam den Ablauf weihnachtlicher Familientreffen planen, kann helfen, den gefürchteten „Weihnachtsblues“ zu umschiffen. Dicke Luft wegen unausgesprochener Konflikte oder offenkundiger Zank trüben nicht selten die Feststimmung. Der Oldenburger Psychotherapeut Dr. Matthias Probandt rät im Apothekenmagazin Senioren Ratgeber, möglichst alle Teilnehmer schon bei der Vorbereitung einzubeziehen, wenn Familien trotz bekannter Konflikte zusammen kommen wollen.

Eine Art Festkomitee sollte besprechen, wie anfallende Arbeiten auf alle zu verteilen sind. Dann kommen laut Probandt auch einmal Themen auf den Tisch, die noch nicht konfliktbelastet sind. Mögliche Streithähne kommen sich näher, wenn sie gemeinsam den Weihnachtsbaum holen, Einkäufe erledigen oder sich an den Herd stellen. „Im Idealfall entsteht sogar ein neues Familiengefühl“, so Proband.

Stress für Kinder in der Weihnachtszeit kann vermieden werden

Kleines Mädchen spielt Klarinette vor dem Weihnachtsbaum
vor dem weihnachtsbaum © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

Besonders Kinder erleben die Vorweihnachtszeit als besonders stressig, so die Aussage von Simone Fleischmann, Schulpsychologin und Leiterin der Abteilung Berufswissenschaft beim Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV).

In der Schule müssen zahlreiche Prüfungen abgelegt werden und eine Klassenarbeit folgt der nächsten. Vor allem Grundschulkinder haben mit Stress zu kämpfen, da es in den Familien häufig zu Konflikten kommt. Eltern sollten aus diesem Grund versuchen, Streitigkeiten in der Weihnachtszeit nicht eskalieren zu lassen. Zu einer psychischen Belastung kommt es besonders bei Scheidungskindern, wenn die Frage aufkommt, mit welchem Elternteil sie die Feiertage feiern möchten.

Eltern sollten hier versuchen, den Kindern einen geregelten Ablauf bieten zu können. Für alle Kinder gilt, man sollte sich Zeit für Ausflüge, zum Reden oder Spielen nehmen. Fleischmann appeliert an die Eltern und macht darauf aufmerksam, den Kindern auch eine Verschnaufpause zu gönnen, ihnen genug Zeit zum Toben, Spielen oder Sport treiben zu geben und von Lern- und Nachhilfestunden abzusehen.

Ein Viertel der Deutschen habt Stress durch das Weihnachtsfest

Im Auftrag der Techniker-Krankenkasse machte das Meinungsforschungsinstitut Forsa eine Umfrage zu dem Thema "Stress zu Weihnachten". Hierbei äußersten sich ein Viertel der Frauen und Männer gleichermaßen, dass das bevorstehende Weihnachtsfest für sie wiederum stressig wird, besonders bei denjenigen, die sich um ihre Kinder und auch zusätzlich noch um die Eltern kümmern müssen.

Wenn schon die Adventszeit stressig verläuft, so wird es für diese Menschen schwierig, auch am Heilig Abend einmal zur Ruhe zu kommen. Deshalb gilt der Rat von der Krankenkasse, sich nicht unnötig unter Druck zu setzen, wobei der meiste Stress entsteht, weil die Erwartungen auch zu groß sind, so muss das Menü zu Weihnachten etwas ganz Besonderes sein, auch die Geschenke möglichst ausgefallen und der Weihnachtsbaum muss perfekt gerade und super geschmückt sein.

Aus diesem Grunde sollte die ganze Familie schon im Vorfeld sich über den Ablauf der Feiertage einig sein und vielleicht lassen sich die Aufgaben auch verteilen.

Kinder und die Weihnachtszeit - Stressfaktor für viele Eltern

Kind sitzt vor ausgerolltem Teig und sticht Weihnachtsplätzchen aus
Plätzchen backen © Marco2811 - www.fotolia.de

Beim Thema Weihnachten läuft es vielen Eltern schon jetzt eiskalt den Rücken hinunter, denn viele Kinder wünschen sich enorme Massen an Spielzeug, das sie irgendwann einmal in irgendeinem Spielzeugladen oder bei Freunden gesehen haben.

Für so manche Eltern stellt sich die Frage, ob man denn wirklich jeden Trend mitmachen oder gar bedenkliches Spielzeug überhaupt kaufen will. Ingetraud Palm-Walter, Vorstandsmitglied im Arbeitsausschuss „spiel gut“, rät Eltern deswegen, diese Bedenken dem Kind schon lange Zeit vor Weihnachten zu verdeutlichen, am besten noch bevor der Wunschzettel geschrieben ist. So ermöglicht man dem Nachwuchs eine ausreichende Neuorientierung und es ist im Endeffekt keineswegs enttäuscht, wenn es diverse Spielzeuge nicht bekommt.

In jedem Fall sollte man als Eltern aber genau hinterfragen, warum es ausgerechnet dieses Spielzeug sein soll, denn manche Kinder haben bedenken, dass sie ohne dieses Auto oder die neueste Puppe nicht mehr mit anderen Kindern spielen dürfen.

Für die Weihnachtsvorbereitungen braucht frau im Schnitt 300 Stunden

Dass Weihnachten nicht nur Ruhe, Liebe und Besinnlichkeit bedeutet, ist beim jährlichen Geschenkestress schnell klar. Wieviel Zeit man jedoch wirklich für die Vorbereitungen benötigt, hat nun die britische "Daily Mail" ermittelt. Die Zeitung befragte dafür mehr als 3.000 Frauen.

Im Schnitt 300 Stunden, also 38 ganze Tage, benötigen Frauen demnach für die Vorbereitungen. Davon verbringen sie rund 100 Stunden damit, im Internet oder in Geschäften nach den passenden Geschenken für ihre Lieben zu suchen.

Die Vorbereitungen beginnen demnach in den meisten Fällen schon Mitte Oktober. Das Essen, die Deko und die Geschenke müssen genau durchdacht und geplant werden.

Männer hingegen bringen bekanntermaßen weniger Zeit und Liebe dafür auf. Einige von ihnen huschen noch am Heilig Abend schnell in die Tankstelle, um irgendetwas zu finden. Im Schnitt werden die Weihnachtseinkäufe von Männern Mitte Dezember erledigt.

Viele Deutsche empfinden die Weihnachtszeit zunehmend als Stressfaktor

Die Vorweihnachtszeit ist für viele Deutsche stressig wegen der Geschenksuche und anderen Faktoren

Blonde Frau mit Weihnachtstüten
frau mit geschenken © bilderbox - www.fotolia.de

Weihnachten soll eigentlich das Fest der Liebe im Kreise enger Freunde und der Familie sein, doch von den Deutschen wird die Weihnachtszeit zunehmend als stressig empfunden, das zeigte eine Umfrage im Auftrag des Apothekenmagazins "Apotheken Umschau". Es wurden 1.931 Personen ab 14 Jahren dazu befragt, was sie an der Weihnachtszeit als nervig empfinden.

Störende Faktoren in der Vorweihnachtszeit

Die Meisten sagten mit 64,9% daraufhin, dass vor allem der Andrang in den Geschäften am nervigsten sei. Fast ebenso viele Menschen nervt mit 62,7% die viel zu früh angebotenen Weihnachtssüßigkeiten in den Supermarktregalen. 41,4% regen sich alljährlich über die Weihnachtsfilme im Fernsehen auf und 38% der Umfrageteilnehmer graut es vor den typischen Weihnachtsliedern, die jedes Jahr bis zum Erbrechen in den Radios wiederholt werden.

35,6% empfinden es als Belastung sich jedes Jahr aufs neue den Kopf über die Geschenke zu zerbrechen. 35% besorgen einige Geschenke noch auf den letzten Drücker, weil ihnen einfach nichts eingefallen ist und 28% der Teilnehmer finden die übertriebene Weihnachtsdekoration an Häusern einfach nur lächerlich.

Eltern gehen gelassener mit dem Weihnachtsstress um

Auch wenn der Weihnachtsabend an sich meist immer sehr ruhig und harmonisch abläuft, bedeutet die Vorweihnachtszeit viel Stress.

Plätzchen müssen gebacken, die Wohnung dekoriert und Geschenke gekauft werden, doch eine Umfrage im Auftrag der DAK zeigte, dass gerade Eltern der Weihnachtszeit ziemlich gelassen gegenüberstehen.

Für die Umfrage wurden 1.000 Eltern mit Kindern unter 18 Jahren befragt. Vor allem die Väter und Eltern von Kindern bis sechs Jahren sind in der Weihnachtszeit sehr entspannt (je 81%). Nur 1,1% der Väter gaben an, durch Weihnachten mehr Stress zu haben, von den Müttern hingegen sagten dies schon 18%. 71% der Befragten glauben, dass eine stressfreie Weihnachtszeit in ihrer guten Planung begründet liegt und 61% sehen die Gründe dafür vor allem in der Arbeitsteilung.

Planung hilft beim Weihnachtsstress

Wer frühzeitig einen Plan aufstellt, kann dem Weihnachtsstress besser entkommen und die Zeit genießen

Paar stößt auf dem Weihnachtsmarkt mit Glühwein an
Pärchen trinkt Glühwein © drubig-photo - www.fotolia.de

Die Adventszeit sollte eigentlich eine Zeit der Ruhe und Entspannung sein. Man geht in sich und bereitet sich auf das Weihnachtsfest vor.

Soweit die Theorie. Für die meisten Menschen hat die Vorweihnachtszeit wenig mit Besinnlichkeit zu tun. Man hetzt von einem Geschäft zum nächsten, um rechtzeitig alle Geschenke für die Liebsten zusammen zu haben. Der Weihnachtsbaum muss organisiert und geschmückt, das Haus festlich hergerichtet und das Festessen geplant werden.

Zeitplan für Erledigungen aufstellen

Bei so viel Stress bleibt der eigentliche Sinn des größten christlichen Festes nicht nur häufig auf der Strecke, die Hektik kann sogar gesundheitliche Folgen haben. Besonders wer zu Kopfschmerzen und Muskelverspannungen neigt, sollte die in der Adventszeit anfallenden Aufgaben, gut planen.

Am besten sollte bereits im November damit begonnen werden, sich einen Zeitplan für die Erledigungen zu erstellen. Somit kann allzu großer Stress vermieden werden.

Schließlich sollte man trotz der vielen weihnachtlichen Aufgaben diese besondere Zeit im Jahr auch genießen können und Zeit haben, um die herrliche Beleuchtung der Innenstädte zu betrachten und den köstlichen Geruch gebrannter Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt zu riechen.

Besonders viele Single stehen dem Weihnachtsfest kritisch gegenüber...

Keine Chance der Einsamkeit - Als Single die Festtage überstehen

Weihnachten gilt allgemein als das Fest der Liebe und der Familie. Doch nicht jedem Menschen ist ein solcher Segen tatsächlich gegeben. Gerade Singles leiden an der Einsamkeit während der Feiertage in besonderem Maße. Aber auch sie können sich eine angenehme Atmosphäre schaffen und den Heiligen Abend ganz nach eigenen Wünschen verbringen.

Mit lieben Menschen feiern

Dass jemand Single ist, bedeutet nicht zwangsläufig, dass er die Weihnachtstage alleine verbringen muss. Es lassen sich stets Gelegenheiten finden, um in geselliger Runde zu feiern, etwa bei den Eltern, guten Freunden oder den Geschwistern.

Viele Personen freuen sich über einen weiteren Gast. Es sollte daher insbesondere zum Fest der Liebe auch keine allzu hohe Hürde darstellen, nach einem freien Platz zu fragen.

Wer mitfeiert, kann die Tage in jedem Falle angenehmer verbringen, als wenn er schlecht gelaunt und im eigenen Selbstmitleid versinkend in der Wohnung sitzt. Nicht nur der Betroffene allein profitiert davon – er macht auch jene glücklich, die er mit seiner Anwesenheit beehrt.

Feiern bei der Familie oder Bekannten

Sicher fällt es schwer, wenn man die Schwester, den Bruder und andere Verwandte trifft und feststellen muss, dass diese glücklich liiert sind. Dafür hat man selbst alle Freiheiten und kann tun und lassen, was man möchte.

Man braucht also Weihnachten nicht gezwungenermaßen zu den Schwiegereltern (in spe) fahren, sondern kann die Tage mit der eigenen Familie verbringen. Und schon in der Weihnachtszeit hat ein Single mehr Zeit: Er muss keine Geschenke für den Freund bzw. die Freundin oder die Schwiegereltern besorgen.

Die Zeit kann der Single sinnvoller nutzen und sich auf einen Cocktail mit Bekannten treffen. Die Weihnachtszeit wird dadurch vielleicht sogar besinnlicher, als bei den vom Geschenkestress geplagten Pärchen.

Dem Trubel entfliehen

Jedoch ist nicht jeder Single in der Lage, sich für die Weihnachtstage zu begeistern. Ließe sich auch manche Einladung wahrnehmen, so bleibt man eben doch lieber für sich alleine.

Wer dabei aber nicht ständig an den festlichen Anlass erinnert werden möchte, kann über die Feiertage auch sehr gut verreisen. Tropische Gefilde, fremde Kontinente: In vielen Regionen weltweit ist das Christfest, wie wir es kennen, weitgehend unbekannt. Dort kann ein wenig die Entspannung genossen werden.

Das Wetter ist im Regelfall auch deutlich besser als hierzulande. Darüber hinaus lassen sich speziell zur Weihnachtszeit oftmals günstige Angebote in den Reisebüros finden. Frisch gestärkt und voller Tatendrang geht es sodann ins neue Jahr – auch ohne Festtagskummer.

Weihnachtsmuffel flüchten und fliegen in den Urlaub

Palme mit baumelnden Füßen über dem Meer vor strahlend blauem Himmel
beach © Radovan Kraker - www.fotolia.de

Jedes Jahr flüchten viele Menschen vor den Weihnachtstagen und fliegen lieber zur Erholung in den Urlaub. Auch dieses Jahr werden nach Angaben des Flughafen Düsseldorf am Freitag vor Weihnachten rund 46.000 Weihnachtsmuffel in den Süden fliegen.

Zu den beliebtesten Reisezielen der Fluggäste zählen unter anderem Dubai, Florida, Mexiko und Thailand. So ganz ohne weihnachtliche Atmosphäre werden die Festmuffel aber nicht durchkommen, denn am Sonntag wird am Flughafen in einer Weihnachtsbäckerei vor den Augen der Flugreisenden Gebäck hergestellt.

Weihnachten auf den Halligen

Blick auf einen Strandabschnitt mit Strandkörben auf der Insel Sylt an der Nordsee
Sylt Strand © sdenzin - www.fotolia.de

Im Wattenmeer der Nordsee liegen vor der Küste Schleswig-Holstein die zehn Halligen, von denen auch fünf das ganze Jahr über bewohnt sind, so unter anderem Langeneß, Gröde und Oland, für die der Pastor Matthias Krämer zuständig ist. Besonders jetzt zur Weihnachtszeit muss er dann sehen, wie er zu den einzelnen Orten zu den Gottesdiensten hinkommt, denn dies hängt oftmals vom Wetter ab. Seit einiger Zeit ist die kleine Kirche auf der Hallig Oland im Advent gut besucht, denn neben den nur 15 Bewohnern kommen dann auch viele Kirchenbesucher vom Festland über das Wattenmeer, angeführt vom Wattführer Boy Boysen aus Klanxbüll, dorthin.

Für den Weg über das Watt, natürlich nur bei Ebbe, benötigt man etwa 100 Minuten, wobei es sich manchmal nicht vermeiden lässt, dass die Hosenbeine nass werden. Aber nach dem Gottesdienst kann man sich dann in der nahe gelegenen Gastwirtschaft "Kiek" bei Pharisäer und Waffeln aufwärmen und der 68-jährige Wattführer erzählt dann gerne, wie es vor 25 Jahren mit diesen Wattwanderungen angefangen hat.

Neben den Wanderungen zu den Halligen bietet Boy Boysen auch die zur Insel Föhr an. Nachdem man sich genügend wieder aufgewärmt hat, bringt ein Schiff die Wanderer wieder zurück zum Festland.

Das Dasein als Single feiern

Zugegeben, die meisten Menschen betrübt es, das Weihnachtsfest alleine verbringen zu müssen. Und doch zeigen sich viele von ihnen hinterher deutlich erholter. Sie haben den Stress vermieden, sich und andere glücklich machen zu müssen.

Auch den Zwang, gute Geschenke zu finden, konnten sie umgehen. Selbst darin kann also ein Segen liegen, den man lediglich als Single auskosten darf.

Sicherlich sollte das nicht in jedem Jahr der Fall sein, aber ein Fest für sich alleine dürfte einen sehr entspannenden Effekt besitzen und vielleicht den Blick für das wirklich Wichtige am Heiligen Abend schärfen: Dass ein jeder Mensch so feiert, wie er das gerade möchte – und damit glücklich wird.

Eigene Beschäftigung planen

Hört man sich im Freundes- und Bekanntenkreis einmal um, so wächst die Zahl jener, die eben gerade nicht im großen Kreise der Familie feiern, sondern sich bewusst gegen diese Tradition entschieden haben. Nicht selten sind diese Personen aber zu anderweitigen Planungen bereit.

  • Ein gemeinsamer Abend im Kino
  • das üppige Mahl im Restaurant oder vielleicht
  • ein feucht-fröhlicher Besuch der Bar

können eine gute Alternative zu Christbaum und Gänsebraten darstellen. Erlaubt ist, was gefällt.

Viele Dienstleister und Lokalitäten haben auch an den Feiertagen geöffnet. Und wer selbst das nicht möchte, verbringt eben einen ruhigen Abend alleine mit guten Filmen oder der eigenen Musiksammlung und einem Glas Wein.

Gutes tun

Möchten Sie auch anderen Menschen eine vorhandene Einsamkeit etwas leichter machen, dann sollten Sie sich nicht scheuen und aktiv werden. Ob es

  • eine Einladung an die nette ältere Dame in der Nachbarschaft
  • der Besuch im Altersheim oder in einer Klinik oder
  • ein ehrenamtliches Helfen in der Kirchengemeinde bei der Versorgung von Obdachlosen

ist - die Möglichkeiten sind gerade in der Weihnachtszeit schier unbegrenzt. Die Dankbarkeit der Menschen, denen Sie so gerade unter emotionalen Aspekten in der Zeit der Liebe Unterstützung bieten, wird Ihnen selbst nicht nur ein gutes Gefühl vermitteln, sondern auch ein Stück weit genau das beinhalten, was Weihnachten eigentlich bedeutet: Zeit, Liebe und Nähe geben, die man selbst mit Millionen von Euro nirgends kaufen kann.

Die Chancen nutzen

Einmal davon ausgehend, dass Sie keinerlei Verwandte haben, mit denen Sie die Feiertage einträchtig und stimmungsvoll verbringen können oder wollen, bieten sich hier gleich mehrere Alternativen an. So besteht die Möglichkeit, nach dem Weihnachtsgottesdienst in zahlreichen Kirchengemeinden anschließend an einem gemütlichen Beisammensein teilzunehmen.

Auch viele Wohlfahrtsverbände, wie etwa die Caritas oder das Deutsche Kreuz, veranstalten weihnachtliche Events für junge und alte Menschen. Am besten findet man die einzelnen Termine und Veranstaltungen über die Tageszeitung, das Internet oder auch durch einen direkten Anruf bei der jeweiligen Organisation heraus.

Gerade die Festtage bieten somit stets genügend Möglichkeiten, um nette Menschen kennenzulernen und somit den Heiligen Abend vielleicht doch nicht alleine verbringen zu müssen. So finden im Betrieb, an vielen Universitäten und öffentlichen Einrichtungen oder auch im Verein regelmäßig im Dezember die großen Weihnachtsfeiern statt.

Singlepartys

Für Singles gibt es je nach Stadt ebenfalls unterschiedliche Weihnachts-Events, so etwa in Form von X-Mas-Partys in Diskotheken, Tanzlokalen oder auch in normalen Gaststätten. Der Besuch eines weihnachtlichen Theaterstückes kann ebenfalls für eine unterhaltsame und gar nicht einsame Weihnachtszeit sorgen.

Nicht nur, dass solche Veranstaltungen einen netten Zeitvertreib in geselliger Runde bieten: Einige der Gäste sind in diesem Fall ebenfalls Single. Schnell kann sich hier ein Kontakt zu fremden Personen aufbauen.

Erster Eindruck inklusive, denn wo lernt man einen Menschen schon besser kennen als in ausgelassener Festtagsstimmung? Es lohnt sich daher, auch solche Gelegenheiten wahrzunehmen und damit vielleicht das ganz persönliche Weihnachtsgeschenk zu finden: die traute Zweisamkeit unter dem Christbaum.

Jeder neunte Deutsche verbringt die Weihnachtsfeiertage alleine

Junge Frau mit sehr langen Haaren, Schal und Wintermantel trinkt Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt
Junge Frau trinkt Glühwein auf dem Weihanchtsmarkt © Christian Schwier - www.fotolia.de

Für viele Deutsche ist der Heilige Abend im wahrsten Sinne des Wortes eine „stille Nacht“.

Einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag der Apotheken Umschau zufolge verbringt jeder neunte Bundesbürger (11 Prozent) Weihnachten und die anschließenden Feiertage allein. 6,5 Prozent der Befragten gaben an, Weihnachten gar nicht erst zu feiern.

6,4 Prozent der deutschen Männer und Frauen ziehen es an den Feiertagen vor, sich nach dem Motto „Dem Weihnachtstrubel entfliehe ich und gehe auf Reisen“ aus dem Staub zu machen.

Weihnachten allein muss nicht schlimm sein - Singles haben viele Optionen

Glühweinglas mit Orangenscheiben und Zimtstange neben Weihnachtsplätzchen und -dekoration auf Holztisch
Christmas background with hot wine punch, cookies and smiling ginger bread man :) © Floydine - www.fotolia.de

Für viele alleinlebende Menschen sind die Weihnachtstage die schmerzlichste Zeit des Jahres. Während andere gemeinsam feiern, sitzt der Single alleine vor dem Fernseher und stopft frustriert Chips in sich hinein. So will es zumindest das Klischee - doch die Wahrheit kann ganz anders aussehen.

Wer nicht alleine sein will, kann andere Singles zu einer Weihnachtsparty einladen oder abends eine der vielen kulturellen Angebote der Städte nutzen, zum Beispiel eine Ballettaufführung, ein Konzert oder eine Oper.

Bei schlechtem Wetter ist das Einigeln zuhause jedoch auch eine schöne Option: Kinoabend mit den Lieblingsfilmen und leckerem Essen auf der Couch oder ein Wellness-Tag im eigenen Badezimmer mit Masken und duftigen Badeessenzen. Oder warum nicht gleich beides zusammen? Auch viele Thermalbäder haben an den Feiertagen geöffnet und bieten Singles einen herrlich entspannten Rückzugsort.

Ideal zum vollständigen Rückzug ist natürlich auch eine Reise. Wer Anschluss sucht, kann eine spezielle Single-Reise buchen und mit Gleichgesinnten zum Skiurlaub in die Alpen oder zum Surfcamp auf Fuerteventura fahren. Oder ganz alleine eine Verwöhnwoche in einem Wellness-Hotel auf Bali buchen und herrlich gebräunt und erholt nach Hause kommen, wenn alle anderen nach den Weihnachtstagen gestresst und urlaubsreif sind.

Auch als Single lässt sich das Weihnachtsfest harmonisch und glücklich verbringen

Sechs lachende Freunde in festlicher Kleidung stoßen mit Glas Sekt an
Happy people © pressmaster - www.fotolia.de

Weihnachten und Silvester sind die Tage im Jahr, die keiner gerne alleine verbringt. Wer aber gerade erst eine Trennung durchgemacht hat und seit Langem das erste Weihnachtsfest alleine verbringen muss, läuft schnell Gefahr in Selbstmitleid zu versinken.

Kurzer Wellnessurlaub oder Gemeinschaft suchen

Damit das Weihnachtsfest auch als Single einen glücklichen Lauf nimmt, sollte man zunächst checken, ob man sich nicht doch noch zu irgendeinem Weihnachtsfest im Familien- oder Freundeskreis einschleichen kann. Wenn diese Möglichkeit nicht besteht, könnte man seine Weihnachtsfeiertage auch sehr gut dazu nutzen, um sich einen kleinen Wellnessurlaub zu gönnen.

Ob man dafür nun wegfährt oder die Tage bei einem entspannten Schaumbad und einem guten Buch, leckerem Essen und einem tollen Film zu Hause verbringt, muss jeder für sich entscheiden.

Aufenthalt im Kloster

Zeit zum Nachdenken ohne dabei den ganzen Tag alleine zu sein, bietet auch ein Kurzaufenthalt im Kloster. Auch wer nicht religiös ist, ist in vielen Klostern ein gern gesehener Gast. Wem das zu langweilig und eintönig klingt, der kann auch anderweitig nach Gesellschaft suchen. Über Weihnachten werden beispielsweise in jeder größeren Stadt ehrenamtliche Helfer gesucht, um den Menschen ein schönes Fest zu bereiten, die noch schlechter dran sind als man selbst.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Laterne im Schnee © Stefan Körber - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Little girl decorating christmas tree with toys and baubles © cromary - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: SONY DSC © Andreas Blakkolb - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: selbst gebastelter Adventskalender © Jenny Sturm - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Santa 3 with snow / beautiful Santa-woman © Patrizia Tilly - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: gänsebraten © foodinaire - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Mother and two little daughters opening a magical Christmas gift © MNStudio - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: beleuchtete Weihnachtskrippe im Schnee © ARochau - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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