Weihnachtsstress pur - Konflikte und Enttäuschungen beim Fest der Liebe

Leutende Laterne im Schnee, daneben roter Stern

Viele Menschen sehen dem Weihnachtsfest mit Bangen entgegen

Harmonie und trautes Glück im Kreise der Familie - so soll Weihnachten sein. Doch fast jeder kennt auch die andere Seite. Frauen sind im Kochstress, Männer suchen frustriert nach dem passenden Präsent und Oma reist schon einen Tag früher an als geplant. Doch mit der richtigen Strategie, lassen sich Konflikte und Enttäuschungen beim Fest der Liebe vermeiden.

Freuen auf Knopfdruck

Weihnachten heißt für viele, sich auf Knopfdruck freuen zu müssen. Doch gerade diese Anforderungen sind manchmal schwer erfüllbar und bergen reichlich Zündstoff für Streitereien.

Die Vorstellungen, dass Weihnachten unbedingt harmonisch und besinnlich sein soll, lassen sich nicht ohne Weiteres umsetzen - schneller als gedacht ist der Familien-Clan vollkommen zerstritten. Backen, Geschenke kaufen, Basteln, Dekorieren, das Haus auf Hochglanz bringen: schon allein die Vorbereitungen zum großen Fest sind in vielen Familien so umfangreich, dass Heiligabend die Nerven komplett blank liegen.

Zahlreiche Menschen sehen dem Weihnachtsfest deshalb mit Bangen entgegen, denn die Erinnerung an vergangene Feste ist oft nicht gerade ermutigend. Trotz aller Mühen wird Oma wieder am Weihnachtsessen herumnörgeln, der Sohn hat keine Lust auf Spießigkeit und verschwindet Richtung Disco, der Ehemann trinkt einen über den Durst und bleibt der Christmesse fern. Alles Gründe, um sich schon vorher Gedanken zu machen, wie sich Druck und Stress vermeiden lassen.

Keine Grundsatzdiskussionen unter dem Tannenbaum

Der Vorweihnachtsstress macht viele Menschen besonders anfällig für Kritik. Schon die leiseste Andeutung kann dann in einen handfesten Krach ausarten. Probleme in der Kindererziehung oder in der Partnerschaft, die schon längere Zeit schwelen, lassen sich auch nicht lösen, nur weil bunte Lichter glitzern und die Weihnachtsmusik dudelt.

Grundsatzdiskussionen unter'm Tannenbaum sollten deshalb immer vermieden werden. Wer sich mit seinem Schwager streitet, weil er raucht, obwohl anders vereinbart oder dem Ehemann vorwirft, dass er nie den Müll raus bringt, wird auch an den Festtagen keine Lösung finden. Für Krisengespräche ist das ganze Jahr über Zeit genug.

Richtig planen und Aufgaben verteilen

Weihnachten soll besinnlich sein. Schwierig, wenn die gesamte Organisation der Festtage an einer Person hängen bleibt. Wer richtig plant und Aufgaben verteilt, verhindert Stress.

Geschenklisten helfen bei der Auswahl der passenden Präsente, Menüvorschläge aller Familienmitglieder verhindern an den Festtagen mürrische Gesichter.

Küchenplanung

Ebenso sollte die Küchenplanung stehen. Warum muss einer alleine das Weihnachtsmenü kreieren? Wenn alle gemeinsam am Herd stehen, ist keiner überfordert oder gelangweilt. Während sich einer um das Dessert kümmert, bereitet der andere die Vorspeise zu, besorgt noch Getränke oder schmückt den Weihnachtsbaum. Bei einer klaren Aufgabenverteilung mit Kompromissen lassen sich spätere Auseinandersetzungen aus dem Weg räumen.

Hausputz

Auch den Hausputz muss die Frau nicht alleine bewältigen. Gerade kleine Kinder freuen sich, wenn sie in die Hausarbeit einbezogen werden und Verantwortung übernehmen können, größere Kids sind in der Lage, ihr Zimmer selbst auf Vordermann zu bringen. Wenn Putzaktionen schon in der Adventszeit starten, bleibt später mehr Zeit für Bastelspaß und Weihnachtsshopping.

Auch mal mit Traditionen brechen

Hat keiner in der Familie Lust, bei den Vorbereitungen zu helfen, kann es sinnvoll sein, auch mal mit alten Traditionen zu brechen. Statt der obligatorischen Weihnachtsgans gibt es ein kaltes Buffet, zu dem alle Gäste etwas beisteuern.

Hat der Bruder keine Lust, Weihnachten mit der Familie zu verbringen, ist Zwang der falsche Ratgeber. Denn wer mit langem Gesicht unter dem Weihnachtsbaum sitzt, verdirbt allen anderen den Spaß. Auch Einladungen sollten mit Bedacht ausgesprochen werden. Sind sich einige Verwandte nicht grün, ist es empfehlenswert, sie nicht gemeinsam an einen Tisch zu setzen und zu unterschiedlichen Zeiten einzuladen.

Auch Aktivitäten lockern die Stimmung auf. Wenn alle nur tatenlos herumsitzen, macht sich schnell Frust und Langeweile breit - beste Voraussetzungen für Streitereien. Ein Spaziergang, Spiele und fröhliche Weihnachtssendungen mit Loriot und Co. sorgen für Abwechslung und Spaß.

Wer das Fest der Liebe richtig plant, keine überzogenen Erwartungen hat und entspannt bleibt, kann Weihnachten ohne Bangen entgegensehen und sich auf schöne Tage freuen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Laterne im Schnee © Stefan Körber - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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