Worte können machtvoller als Taten sein, wenn Sie ehrlich gemeint sind und zum passenden Zeitpunkt ausgesprochen werden. Umso wichtiger ist es vor allem für den, der gerade redet, zu verstehen, wie verletzend gewisse Formulierungen sein können und welche Folgen zu häufig erfahrene verletzende Gespräche haben können. Natürlich liegt es in der Aufgabe des Zuhörers darauf zu achten durch ein Gespräch nicht zu sehr verletzt zu werden.

In der Natur des Menschen liegt es, dass der Körper mit Abwehr reagiert und ein Gespräch mit unangenehmen Folgen schnell beendet wird. Im besten Fall kann man das Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fortsetzen, wenn man ergründen konnte, warum es sich in die angreifende Richtung entwickelt hat.
Es kann leicht passieren, dass Themen eine ungeahnte Konfrontation mit sich selbst auslösen können, so dass man damit überfordert ist und sich in dem Moment nicht ausreichend schützen kann. In dem Fall können Worte schnell kränken und tiefe Wunden setzen. Die Konsequenz aus zu häufig erfahrenen Gesprächen dieser Intensität und Ausmaße steht in erster Linie der Rückzug aus dem Gespräch mit dem anderen.
Häufen sich diese Muster und die Verletzungstiefe auch in Gesprächen mit anderen Menschen, dann steht vorerst der Rückzug aus der direkten Kommunikation bevor. Nimmt man sich nicht die Zeit und findet man nicht den Mut, sein in den Gesprächen immer wieder aufgezeigtes Problem in die Hand zu nehmen und zu bearbeiten, kann man sich mit diesem Verhalten für eine längere Zeit ungewollt von der Kommunikation mit anderen Menschen isolieren.
Der Weg zurück ins Gespräch mit anderen erfolgt einerseits über aufeinanderfolgende und vielzählige Positiverfahrungen aus Gesprächssituationen mit anderen. Andererseits ist es hilfreich, wenn Sie sich Ihrem aufgezeigten Problemthema annehmen und dieses zu bewältigen beginnen, indem Sie daran Schritt für Schritt arbeiten oder es als einen Teil Ihrer Persönlichkeit akzeptieren lernen.
Alle Schritte in Richtung Problembeschäftigung sind besser als der Versuch, weitere Gespräche zu vermeiden, sich auf Gesprächssituationen oder Gespräche mit bestimmten Menschen vorzubereiten oder die Gespräche zu verdrängen und das Problem zu ignorieren.
Trauen Sie sich zu sich zu verändern, sich zu verbessern und aus bisherigen Fehlern zu lernen. Sehen Sie sich nicht als fehlerhaft an, sondern in der ständigen Aufgabe sich zu verbessern, sich immer wieder neu kennenzulernen und nehmen Sie augenscheinliche Probleme an, um mit sich selbst arbeiten zu können.
Um wieder mit Menschen in zwanglose und angstfreie Gespräche zu kommen, suchen Sie sich ein Thema, in dem Sie sich sicher fühlen. Nehmen Sie Gespräche auf und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Sollte sich dieses im Laufe des Gespräches negativ bemerkbar machen, dann leiten Sie höflich das Ende des Gespräches ein.
Auf diese Weise können Sie es schaffen, dem Gespräch eine positive Erfahrung abzugewinnen. Kümmern Sie sich darum, dass Sie von nun an eher positive Gesprächserfahrungen machen. Fühlen Sie die wachsende Leichtigkeit in Ihnen und die Freude am Reden mit anderen. Es ist immer schwer, den ersten Schritt zu machen. Vor allem, wenn man erst einmal im Tal der Trägheit gelandet ist.
Stehen Sie auf und nehmen Sie Ihr Problem in die Hand. Reden Sie mit anderen und machen Sie sich bewusst, dass Sie auf sich aufpassen und jederzeit das Gespräch beenden können. Mit der Zeit werden Sie sich wieder wohl fühlen, wenn Sie mit anderen Menschen ins Gespräch kommen.
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