Sozialverhalten - Bestandteile, beeinflussende Faktoren und mögliche Störungen

Gruppe von Freunden sitzt im Sonnenlicht auf einer Picknickdecke und lacht

Das soziale Verhalten kann unterschiedliche Bereiche der Kommunikation mit anderen Menschen betreffen - das Internet verändert unser Sozialverhalten beispielsweise

Mit Sozialverhalten beschreibt man Verhaltensweisen eines Menschen, die einen Bezug auf andere Mitglieder der Gruppe aufweisen. Es ist das Ergebnis eines langen Lernprozesses, welcher bereits im Säuglingsalter beginnt und ist abhängig von einem intensiven Kontakt mit Bezugspersonen. Unter bestimmten Umständen kann es zu Störungen des sozialen Verhaltens kommen.

Sozialverhalten: eine Definition

Das Sozialverhalten beschreibt sämtliche Verhaltensweisen des Menschen, die auf eine Reaktion bei anderen abzielen. Hierzu zählen sowohl das harmonische Zusammenleben als auch konkurrierendes Verhalten.

Somit lässt sich eine Einteilung in gesundes und negatives (bzw. gestörtes) Sozialverhalten vornehmen, je nachdem, wie man sich als Mensch in einer Gruppe verhält bzw. wie dieses Verhalten bei einem anderen Menschen beurteilt wird.

  • Mit gesundem Sozialverhalten ist gemeint, das man sich ohne Probleme in eine Gruppe eingliedern kann und dass diese einen nicht als auffällig einschätzt.
  • Ein gestörtes Sozialverhalten liegt vor, wenn man in seinem Verhalten negativ auffällt.

Somit entscheidet das Sozialverhalten eines Menschen darüber, wie dieser von seinen Mitmenschen wahrgenommen wird. Schon von kleinauf lernt man, worauf es beim Umgang mit anderen Menschen ankommt. Damit dies auf gesunde Art und Weise geschehen kann, braucht man Vorbilder, die einen in diesem Umgang schulen.

Ein gesundes Sozialverhalten zeichnet sich beispielsweise dadurch aus, dass man

  • sich hilfsbereit zeigt
  • andere Menschen mit Respekt behandelt
  • nicht nur an sein eigenes Wohl denkt
  • weiß, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten sollte
  • in der Lage ist, neue Kontakte zu knüpfen
  • rücksichtsvoll mit anderen Menschen umgeht
  • höflich sein kann (z.B. im Umgang mit älteren Menschen)
  • Regeln einhalten kann
  • weiß, wann man eine Grenze überschreiten würde
  • weiß, wie man in seiner Umwelt zurechtkommt, ohne jemand anderes zu verletzen.

Ist das Sozialverhalten gestört, kann sich dies in unterschiedlichen Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Soziale Regeln werden nicht anerkannt bzw. eingehalten. Es kommt zu:

  • häufigen Streitereien
  • Aggressivität
  • Wutausbrüchen.

Alles in allem wird ein destruktives Verhalten an den Tag gelegt, welches sich je nach Alter und Ausprägung auf unterschiedliche Art und Weise zeigen kann. Man unterscheidet:

  • ein gestörtes Sozialverhalten mit fehlenden sozialen Bindungen
  • ein auf den familiären Rahmen beschränktes gestörtes Sozialverhalten
  • ein gestörtes Sozialverhalten mit aufsässigem Verhalten
  • ein gestörtes Sozialverhalten, das mit ADS/ADHS einhergeht und als hyperkinetische Störung bezeichnet wird

Um solche Störungen zu vermeiden, ist es unbedingt notwendig, dass man schon im Kindesalter lernt, was es bedeutet, soziale Regeln einzuhalten, wie man mit aggressiven Impulsen umgeht und dass man seine egoistischen Wünsche auch mal zurückstellen muss.

Anderenfalls ist es möglich, dass man sein Leben lang Probleme damit haben wird, sich in einem sozialen Gefüge zurecht zu finden. Man wird auf Ablehnung stoßen, kann schon als Kind zum Außenseiter werden, was letztendlich dazu führen wird, dass das auffällige Verhalten sich mehr und mehr steigert und möglicherweise in einer besonders hohen Gewaltbereitschaft oder Kriminalität endet.

Bestandteile

Man spricht vom Verhalten im sozialen Gefüge des Menschen. Zu den Bestandteilen gehören dabei

  • Blickkontakt
  • Körpersprache
  • Verhandlungen sowie
  • Auseinandersetzungen.

Es handelt sich um zahlreiche Sequenzen im menschlichen Verhalten, welche in verschiedensten sozialen Situationen zeigen. Dabei sind unzählige Nuancen denkbar, die bereits an kleinen Veränderungen scheitern können.

Das Aufwachsen in einer modernen Gesellschaft führt dazu, dass der Mensch Sozialverhalten zu beherrschen lernt. Ziel ist es sozusagen, verschiedenste Situationen erfolgreich zu "meistern".

Das Erlernen beginnt bereits im Säuglingsalter und endet im Grunde genommen nie. Wie Kinder soziales Verhalten lernen können, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Senioren: Freunde halten bis ins hohe Alter das Gehirn fit

Dem alternden Gehirn nützt der regelmäßige Umgang mit Freunden und Bekannten mehr als das Lesen vieler kluger Bücher im stillen Kämmerlein, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Untersuchungen an der Universität von Kalifornien mit 1200 Männern und Frauen zwischen 75 und 79 Jahren ergaben zudem, dass der Kontakt zu Freunden effektiver ist, als der – oft wohl eher routinierte – Umgang mit dem Ehepartner. Auch der Diplom-Psychologe Peter Sturm von der Gesellschaft für Gehirntraining im bayrischen Ebersberg weiß: „Das Gehirn ist in der Gruppe leistungsbereiter.“

Die Kombination von Geselligkeit und geistiger Betätigung tun den grauen Zellen gut. Egal ob Volkshochschulkurs oder gemeinsames Musizieren – die Gegenwart anderer Menschen erzeugt eine positive Alarmbereitschaft. Sie macht uns aufmerksamer, aufnahmebereiter und besser gelaunt.

Geben verursacht genauso viel Glücksgefühl wie Nehmen

Paar lächelt sich an und reicht sich ein Geschenk
Romantic mature couple giving a gift © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Uneigennützigkeit ist keine soziale und erlernte Eigenschaft, sondern basiert auf biologischen Gegebenheiten. Dabei ist das gute Gefühl entscheidend, das man dabei hat. Dies haben Neurologen des National Institute of Health herausgefunden.

Testpersonen wurden dazu aufgefordert, sich eine Geldspende oder ein Einbehalten des Geldes vorzustellen. Dabei wurden beim Gedanken an die Spende Teile des Gehirns angesprochen, die auch auf Nahrungsaufnahme und Sex reagieren. Nebenbei fand man heraus, dass auch Tiere ähnliche Verhaltensmuster aufweisen.

Was glücklich macht, hängt vom Alter ab - Ab 40 bevorzugen viele die Ruhe

Äteres Paar entspannt auf Parkbank, daneben Fahrräder
Elderly couple with their bikes © WavebreakMediaMicro - www.fotolia.de

Nach einem harten und langen Arbeitstag sind viele Erwachsene einfach nur froh, wenn sie am Abend nachhause kommen und es sich auf dem eigenen Sofa bequem machen können. Dies ist, so fand nun eine aktuelle Studie heraus, offenbar der Normalfall für Männer und Frauen, die circa 40 Jahre alt sind. Sie machen es sich gemütlich, essen vielleicht etwas, trinken ein Gläschen und Plaudern. Auch das ruhige Ansehen eines Films oder das Lesen eines Buches sind für sie der perfekte Feierabend.

Wer dagegen deutlich jünger ist, findet sein Glück in der Freizeit eher durch Ausflüge mit dem Partner und Freunden und sucht am Wochenende gern Partys auf. Demnach verändert sich das Verständnis von Glück mit dem Alter.

Viele Menschen betrachten sich während oder auch nach diesem Übergang als "plötzliche Spießer" oder auch als "Langweiler". Psychologen definieren dies allerdings anders. Ihrer Meinung nach handelt es sich vielmehr um eine Verschiebung der eigenen Prioritäten.

Wer in seiner Jugend viele Abenteuer und Spaß erlebt hat, dessen Bedarf hat sich im Alter einfach gelegt. Das Gegenteil erlebt man bei Menschen, die aus diversen Gründen diese Möglichkeit in der Jugend nicht hatten: Sie holen dann diese Phase quasi zu späterer Zeit nach.

Der Normalfall ist allerdings, dass ein Leben wie eine Art Bergaufstieg angesehen werden kann. In den ersten 20 bis 30 Jahren erlebt man viel Aufregendes und quasi jeden Tag etwas Neues. Danach kommt eine Phase der Ausgeglichenheit und später sucht man vor allen Dingen Ruhe und Beständigkeit.

Beeinflussende Faktoren

Wachsen Kinder in einem Umfeld auf, welches ihnen lediglich einen mangelhaften intensiven Kontakt mit Eltern sowie anderen Bezugspersonen bietet, bekommen sie im späteren Leben Schwierigkeiten, wenn es um das angemessene Verhalten in sozialen Situationen geht. Um problematische Fälle handelt es sich beispielsweise bei:

  • Kontaktablehnung
  • mangelndem Körperkontakt
  • mangelnder Interaktion und daraus resultierenden Folgen wie z.B. Aggressivität
  • Vernachlässigung

Man spricht in diesem Zusammenhang von einem sozial abweichenden Verhalten.

Auch im späteren Leben kann das Sozialverhalten beeinflusst werden; typisches Beispiel ist etwa das Internet...

Veränderungen durch das Internet

Globalisierung wird häufig als eine Verdichtung von Raum und Zeit definiert. Dabei spielt auch das Internet eine wichtige Rolle, welches vor allem als Datenbasis und Kommunikationsplattform genutzt wird. Doch inwiefern verändert das Internet unser Sozialverhalten und ist dieser Einfluss eher kritisch zu sehen oder doch zu begrüßen?

Die Auswirkungen des Internets auf das Sozialverhalten des Individuums sind sehr breit gestreut.

Sprache und Kommunikation

Ein Aspekt ist zunächst einmal der Einfluss auf die Kommunikation und Umgangsart. Tendenziell neigen jüngere Generationen, welche bereits mit dem Internet aufgewachsen sind, zu einem weitaus lockereren Kommunikationsstil. Dies lässt sich beispielsweise an den Formulierungen in elektronischen Nachrichten erkennen, welche teils schon eine Begrüßung oder Schlussformel missen lassen.

In Hinblick auf das Sozialverhalten lässt sich demnach ein gewisser Ökonomisierungsprozess feststellen. Dank des Internets kommunizieren viele deshalb nur noch das Wesentliche.

Letzteres schlägt sich zudem noch auf die Sprache selbst nieder. Vor allem die Schriftsprache wird deshalb kürzer, was teils sogar in grammatikalisch falschen Strukturen und Kürzeln mündet.

Daneben ersetzt das Internet häufig noch echte Kommunikation im Sinne eines Gesprächs. Stattdessen wird oft online kommuniziert, wobei zumindest heute noch Instant Chatprogramme gegenüber der Videokonferenz überwiegen.

Das Internet verändert Sozialverhalten
Das Internet verändert Sozialverhalten, besonders gefärdet sind junge, noch nicht ausgereifte Persönlichkeiten
Arbeitsweise

Des Weiteren wirkt sich das Internet auf die Arbeitsweise der Menschen aus. Dank dieser technischen Errungenschaft ist man es gewohnt, stets auf jede Art von Wissen und Information direkt und uneingeschränkt zugreifen zu können.

Diese Tatsache hält allerdings nicht nur Vorteile bereit. So scheinen unter diesen Recherchemöglichkeiten andere Kompetenzen zu leiden. Unter Studenten lassen sich beispielsweise Tendenzen erkennen, nach welchen sich immer schlechter selbst mit komplexen Fragestellungen auseinandergesetzt werden kann. Dagegen überwiegt die Fähigkeit, vereinfachte Informationen schnell aufnehmen und verarbeiten zu können.

Stress

Letztlich erhöht das Internet noch den allgemeinen Stressgrad des Nutzers, was sich wiederum negativ auf dessen Sozialverhaltens auswirken kann. Der Drang, ständig erreichbar sein zu müssen, belastet vor allem Arbeitnehmer. Privat sucht man dann wiederum nach einem Ausgleich im Sinne von Ruhephasen, was in einem sozialen Rückzug münden kann.

Insgesamt hat das Internet in Hinblick auf das Sozialverhalten sowohl Vor- als auch Nachteile. So sehen manche in diesem Medium ein Mittel, welches die Kommunikation und den Wissenserwerb erleichtert und revolutioniert. Andere beklagen dagegen die Negativauswirkungen auf das Sozialverhalten, da sich viele Nutzer zurückziehen oder Probleme bei "echten" Gesprächen haben.

"World of Warcraft" - Ein Computerspiel ersetzt den Sportverein

Auch wenn "World of Warcraft" den Ruf hat, seine Spieler abhängig zu machen und von der realen Welt fernzuhalten, so widerlegt eine aktuelle Studie der Soziologen der Universität Duisburg-Essen nun diese Theorie.

Die Wissenschaftler gehen sogar so weit, zu behaupten, das Computerspiel sei mit einem Sportverein der realen Welt zu vergleichen. Die virtuellen Kontakte helfen den Spielern, ihre Kontakte auch im realen Leben weiter zu vernetzen. Immerhin sei doe größte Motivation für "World of Warcraft" das Miteinander, nicht etwa das erreichen höherer Level. Wer sich in der virtuellen Welt eine Freundschaft aufgebaut hat, hat auch die Fähigkeit erlernt, im realen Leben eine Beziehung zu erhalten.

Einen Haken hat die Studie aber dennoch. Gerade einmal zwölf Probanden machen die Ergebnisse selbstverständlich etwas unrealistisch.

Strafbar oder nicht?: Welche Inhalte auf Facebook erlaubt sind

Selbst wenn Facebook Aktivitäten durchgehen lässt, können sie strafrechtliche Ermittlungen zur Folge haben

Älterer Mann sitzt vor Computer und macht mürrisches Gesicht
Old Guy at computer grimacing © Dave - www.fotolia.de

Nicht erlaubt bei Facebook sind:

  • Nacktheit oder andere sexuell anzügliche Inhalte,
  • Hassreden,
  • glaubwürdige Drohungen oder direkte Angriffe auf Einzelpersonen oder Personengruppen,
  • Inhalte, die selbstverletzendes Verhalten oder exzessive Gewalt enthalten,
  • gefälschte oder Betrügerprofile sowie
  • Spam.

Das gibt das Unternehmen in seinen Gemeinschaftsstandards bekannt. Wer solche Inhalte entdeckt, hat die Möglichkeit, sie bei Facebook zu melden.

Straf- und zivilrechtliche Konsequenzen

Entsprechende Äußerungen können jedoch auch straf- und zivilrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Selbst arbeitsrechtliche Maßnahmen bis hin zu einer Kündigung sind nicht ausgeschlossen, wie der Fall eines Lehrlings bei einem österreichischen Porsche-Autohaus beweist. Nach seiner Aufforderung, einen Flammenwerfer auf Flüchtlingskinder zu richten, löste das Unternehmen seinen Ausbildungsvertrag auf.

Wo endet die Meinungsfreiheit?

Allerdings lässt sich die Grenze zwischen dem Recht auf freie Meinungsäußerung und Pöbeleien und Hetze nicht immer einfach ziehen. Private E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten mit strafbarem Inhalt erblicken selten das Licht der Öffentlichkeit, anders verhält es sich jedoch, wenn solche Mitteilungen an der Pinnwand bei Facebook erscheinen. Dann werden sie öffentlich und unterliegen auch der Strafverfolgung. Dies betrifft auch Äußerungen, die als

gelten. Selbst wenn Facebook sie durchgehen lässt, können sie dennoch strafrechtliche Ermittlungen zur Folge haben.

Facebook in der Kritik

Facebook steht immer wieder in der Kritik, weil es nicht selten rassistische Kommentare zulässt. Trotz der eigenen Gemeinschaftsstandards sieht sich das soziale Netzwerk nur als neutrale Plattform, auf der sich Nutzer austauschen können. Allgemeine Aufrufe sind nach Meinung von Facebook von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Die Cyber-Krankheit FOMO: die Angst, im Alltag weniger als andere zu erleben

Auf dem digitalen Nährboden der sozialen Netzwerke gedeiht ein besorgniserregender Zwang zur Selbstdarstellung

Junge, schwarzhaarige Frau hängt nah und konzentriert vor ihrem weißen Laptop
Eine junge nachdenkliche Frau mit Laptop Computer © bilderbox - www.fotolia.de

Die Abkürzung FOMO steht für "fear of missing out", also die Angst, etwas Spannendes zu verpassen. Tatsächlich ist diese soziale Angst keine Erfindung der digitalen Netzwerke, sondern schon lange in der Natur des Menschen verankert. Die Plattformen in Netz sorgen jedoch für eine 24-stündige Dauerbeschallung mit Informationen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis und das hat FOMO einen ganz neuen Nährboden gegeben.

Selbstzweifel und Konkurrenzdruck

Früher entstand das unschöne FOMO-Gefühl, wenn Freunde einen Abend mit ihren Urlaubsfotos veranstalteten. Die Bilder und Erzählungen wecken eine Mischung aus Neid und Minderwertigkeit, weil man selbst gern auf diese spannende Reise gegangen wäre. Bei manchen kommt dann die Angst auf, dass ihr Leben deutlich langweiliger ist und man im Leben so viel verpasst. Genau das ist FOMO.

Seit in sozialen Netzwerken in Echtzeit Urlaubsbilder ausgetauscht werden, der aktuelle Restaurantbesuch mitgeteilt wird etc., hat sich die Angst bei vielen verstärkt. Es wirkt, als würden alle anderen ein besseres Leben führen als man selbst. Es beginnt ein Karussell aus Selbstzweifeln und Konkurrenzdruck.

Das Erleben durch die Smartphonelinse

Viele mit FOMO beginnen, ihre privaten Ausflüge nur noch als Mittel zur Selbstdarstellung im Internet zu nutzen. Man genießt den Besuch im Freizeitpark nicht, denn beständig muss man das Smartphone in der Hand halten und den Bekannten zeigen, wie toll es ist.

stehen anstelle des Genießens.

Was kann man dagegen tun?

Der erste und zugleich wichtigste Schritt ist die Selbsterkenntnis. Man gesteht sich selbst ein, dass man offenbar das eigene Leben an den Posts anderer misst. Dieses Verhalten gilt es zu reflektieren und daraus Schlüsse zu ziehen. Eine Reaktion könnte sein, die Notifications einmal bewusst abzuschalten, damit man nicht permanent auf das Smartphone starrt. Auch denkbar ist eine teilweise Umgestaltung des eigenen Lebens.

  • Vielleicht verpasst man beispielsweise regelmäßig Partys, weil man sich selbst gestehen muss, kein Party-Gänger zu sein?
  • Vielleicht will man lieber Sport machen?

Dann sollte man zu sich stehen und einem Sportverein beitreten. Durch den realen Kontakt zu Menschen geht der Cyber-Druck automatisch zurück.

Mögliche soziale Störungen

Unter bestimmten Umständen kann es zu Störungen im sozialen Verhalten kommen. Unterschiedliche Faktoren spielen bei deren Entstehung eine Rolle; man findet sie im psychischen, umweltbedingten sowie im biologischen Bereich. In gewissem Ausmaß sind auch genetische Faktoren zu nennen.

Oftmals jedoch ist entscheidend, wie ein Mensch seine Kindheit erlebt hat. Ein liebloses Elternhaus, in dem Vernachlässigung und möglicherweise auch Gewalt typisch waren, ist beispielsweise ein gängiges Beispiel.

Doch auch außerhalb des Elternhauses können die Gründe zu finden sein. Der Freundeskreis beeinflusst einen Menschen ebenso; zudem kann auch der Konsum von Drogen dazu beitragen. Generell jedoch wird deutlich mehr Gewicht auf die Erziehung des Kindes gelegt; schon ein Mangel an Wertschätzung und Interesse kann dazu führen, dass es im späteren Leben zu sozialen Störungen kommt.

Mögliche Merkmale

Soziale Störungen können sich auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar machen. Kennzeichnend ist ein durchgängiges Muster an Verhaltensweisen, welche als normverletztend einzustufen sind. Dazu zählt z.B.:

Auch Schlafstörungen sowie ein mangelnder Kontakt zu anderen Menschen sind mögliche Merkmale. Erkennen Eltern ihr Kind in diesen Verhaltensweisen wieder, sollten sie schnellstmöglich handeln.

Zunächst einmal gilt es, dem Nachwuchs klar zu machen, dass bestimmte Verhaltensweisen in der Gesellschaft nicht gewünscht sind. Gelingt es einem Kind nicht, die eigenen Gefühle zu erkennen sowie zu regulieren, kann dies Psychologen zufolge verschiedene Bereiche im Erwachsenenalter negativ beeinflussen; dazu gehören

  • Kriminalität
  • Gesundheit
  • Einkommen und
  • sozioökonomischer Status.

In schwerwiegenden Fällen ist eine Therapie anzuraten; bei straffälligen Jugendlichen hat sich die Multisystemische Therapie (MST) als wirksam erwiesen. Es handelt sich um ein aufwendiges Therapiekonzept, welches vir bis fünf mal wöchentlich stattfindet und auch das soziale Umfeld des Betroffenen mit einbezieht.

Nur wer sich als Egoist präsentiert, macht anscheinend Karriere!

Warum die Führungspositionen meist dominante Egoisten innehaben

Geschäftsmann sitzt am Tisch und zählt Geldmünzen
Businessman with coins © Jozsef Szocs - www.fotolia.de

Freundlichkeit führt in Unternehmen selten zu einer Führungsposition. Hier treten mehr dominante Charaktere auf, die sich als Egoist im Unternehmen präsentieren. Freundliche Kollegen findet man eher selten auf dem Chefsessel.

Warum das so ist, haben jetzt US-Forscher in einer aktuellen Studie herausgefunden. Die Wissenschaftler von der Standford University kamen zu dem Ergebnis, dass den Netten nicht wirklich zugetraut wird Durchsetzungsvermögen zu zeigen oder dass sie dem harten Wettbewerb standhalten.

Größere Akzeptanz gegenüber dominanten Typen

Mit Hilfe spieltheoretischer Experimente haben sie versucht ihrer These nachzugehen. Die Probanden bekamen dabei zehn Chips im Wert von insgesamt 20 Dollar und konnten sich entscheiden: Entweder für sich selber behalten oder in einen gemeinsamen Topf in ihrer Gruppe einzahlen. Daneben hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, beim Teilen ihrer Chips auch in die zweite Gruppe Geld einzuzahlen und damit ihrer eigenen zu schaden.

Nach diesem Experiment wurden sie über das Verhalten der Einzelnen befragt. Dabei kam heraus, dass die Egoisten, die zu ihrer eigenen Gewinnmaximierung der Gruppe geschadet haben, als unangenehm empfunden und als dominant wahrgenommen wurden.

Wer dies nicht gemacht hatte und seine Chips nur mit der eigenen Gruppe teilte, war zwar allen sympathisch. Jedoch wurde er halt nicht als dominant wahrgenommen. Als dann die Probanden auch noch einen Chef wählen sollten, hatten die dominierenden Typen die größte Akzeptanz.

Besserwisser: So geht man mit ihnen um

Vielen Menschen fällt es nicht leicht, mit Besserwissern klar zu kommen - wir geben Tipps, was Sie am besten tun sollten

Junges Paar beim Streit, sie guckt genervt, er redet auf sie ein
Angry Couple © Jason Stitt - www.fotolia.de

Es gibt Menschen, die der Meinung sind, immer Recht zu haben. Solche Besserwisser besitzen jedoch meist ein ganz niedriges Selbstwertgefühl. Mit der Rechthaberei versuchten sie, ihre eigenen Minderwertigkeitsgefühle auszugleichen, erklärt Ulrich Giesekus, Psychologe aus Freudenstadt. Sie stellen sich als ganz toll dar, sind aber eigentlich ziemlich unsicher.

Besserwisser lieber ignorieren oder humorvoll mit ihnen umgehen

Viele Menschen sind von solchen Alleswissern schnell genervt. Doch sie sollten sich keinesfalls auf einen Wissens-Wettstreit einlassen, sondern auf ein solch besserwisserisches Verhalten am besten gar nicht erst eingehen. Sollte ein Gesprächsbeitrag in einer Runde ignoriert werden, so Giesekus, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass er als unwichtig angesehen wird.

Humorvolle Antworten seien auch gut geeignet, sich mit Besserwissern auseinanderzusetzen, erläutert der Psychologe. Allerdings sollten die Erwiderungen nicht verletzend wirken oder den anderen bloßstellen.

Das Gespräch unter vier Augen suchen

Auch ein Gespräch unter vier Augen empfiehlt Giesekus. In solch einer Aussprache sollte man erwähnen, dass die belehrende Art nervt und die Kommentare künftig auf andere Weise erfolgen sollten.

Es sei auch wichtig, den Beziehungsaspekt anzusprechen, rät der Psychologe. So könne man klarmachen, dass eine Beziehung unter der ständigen Besserwisserei leide.

Viele Menschen überschätzen sich

Bei der Einschätzung der eigenen geistigen Fähigkeiten, beispielsweise im Bereich des logischen Denkens oder auch in der Grammatik, liegen wir oftmals völlig daneben. Dies haben auch schon frühere Studien gezeigt, so dass aber meistens sich diejenigen überschätzen, die in den Tests schlecht abgeschnitten hatten, die anderen, oftmals intelligente Studenten, haben sich dabei unterschätzt. Aber jetzt wurde eine neue Studie mit einem anderem Thema durchgeführt. Hierbei ging es um das Verhalten in bestimmten Situationen, besonders bei der Hilfsbereitschaft.

Als Ergebnis kam dabei heraus, dass man eher hilfsbereit ist, wenn man eine gute Laune hat und zum anderen lässt die Hilfsbereitschaft merklich nach, wenn man sich in einer größeren Gruppe befindet. Aber selbst bei der Frage ob man, wenn man alleine ist, helfen würde, haben 92 Prozent der Studienteilnehmer mit "ja" geantwortet, obwohl in der Wirklichkeit wesentlich weniger dies tun.

Sozialwissenschaft: Unmoral wird durch Reichtum gefördert

Sozial besser gestellte Menschen lügen und betrügen mehr als schlechter gestellte

Junger Mann mit Brille und grauem Hemd posiert vor herunterregnenden Euro-Geldscheinen und -Münzen
It's raining money © lassedesignen - www.fotolia.de

Hoppla, jetzt komm ich! So oder so ähnlich könnte oftmals die Denkweise von Menschen sein, die sich nicht mit der Unbill der Armut beschäftigen müssen.

US-amerikanische Wissenschaftler haben sich einmal näher mit dem Zusammenhang von Reichtum und Unmoral beschäftigt und sind zu einem ersten Ergebnis gekommen: Sozial besser gestellte Menschen lügen und betrügen weitaus öfter als es bei Menschen der Fall ist, die einen niedrigen Lebensstandard ihr Eigen nennen müssen. Ob im Geschäftsleben, auf der Straße oder auch nur in einem scheinbar simplen Gespräch - die Unmoral scheint in reichen Kreisen deutlich höher auszufallen.

Gier nicht als negativ betrachtet

Eine Erklärung könnte laut den Forschern sein, dass in bestimmten Gesellschaftsschichten die Gier nicht als negativ betrachtet wird. Bestätigung fand diese These durch insgesamt sieben unterschiedliche Experimente. So verhalten sich Reiche im Straßenverkehr unfairer, lügen bei Vorstellungsgesprächen häufiger und betrügen vielfach bei Spielen, in denen Geld zu gewinnen ist.

Fast etwas verwunderlich, wenn man daran denkt, dass gerade Menschen aus unteren Gesellschaftsschichten solch ein Verhalten viel nötiger hätten als die Gutsituierten. Wobei: In einem weiteren Experiment konnten sozial schlechter gestellte Menschen auf Grund dem Hinweis dreier Vorteile durch Gier ebenfalls zu einem Mehr an unfairem Handeln motiviert werden.

Ergebnisse haben keine Allgemeingültigkeit

Allerdings bleibt auch bei den Wissenschaftlern ein erstes Fazit der Experimente, dass wie so oft im Leben keine Allgemeingültigkeit der Erkenntnisse gilt, denn selbst in reichen Kreisen leben viele ihre persönlichen Moralvorstellungen auf eine saubere Art und Weise aus.

Wie sich Geiz beim Menschen ausdrückt

Über das Thema Geiz gibt es in der Bevölkerung unterschiedliche Meinungen, was genauso für die Erklärungen gilt, warum man geizig ist oder nicht. Seit Jahren wirbt beispielsweise der Elektronikmarkt Saturn mit dem Slogan "Geiz ist geil" und ermutigt die Menschen zur Schnäppchenjagd, was bei vielen jedoch als unmoralisch angesehen wird.

Wie sich die Charaktereigenschaft Geiz entwickelt und entsteht wurde unter anderem vom Professor Anton A. Bucher der Uni Salzburg in seinem Buch "Geiz, Trägheit, Neid & Co. in Therapie und Nachsorge - Psychologie der sieben Todsünden" genau unter die Lupe genommen. Hierin beschreibt Bucher die menschlichen Erfahrungen mit dem Geiz und findet in Untersuchungen heraus, dass rund 88 Prozent der Befragten diese Charaktereigenschaft als verwerflich halten. Daneben geht er auch auf die Theorien von Sigmund Freud ein, der Geiz mit der analen Phase des Menschen verbindet. Vielen Menschen wollen zudem nicht einsehen, dass die geizig sind und sich an Vorbildern orientieren, die solch ein Verhalten vorleben.

Überzeugend lügen

Frau mit einem Piercingring am Nasenflügel (Nostril-Piercing)
Piercing © olly - www.fotolia.de

Es gibt gute und schlechte Lügner – die, die bestimmte Signale aussenden und denen man auf Anhieb ansieht dass sie nicht die Wahrheit sagen, und wiederum solche, die dies gekonnt in die Tat umsetzen. Gut zu lügen lässt sich jedoch trainieren, wie aktuell Forscher aus den USA herausgefunden haben.

Im Prinzip ist es ganz einfach: man muss sich lediglich vornehmen, schneller zu sprechen und flüssig zu sprechen. Denn Lügner brauchen generell länger für ihre Erzählung und verhaspeln sich öfters. Wer weiß, dass er dies vermeiden soll, kann solche typischen Fehler vermeiden.

In einem Test haben die Wissenschaftler dies den Probanden gesagt und es zeigte sich, dass sie bessere Ergebnisse lieferten als die andere Gruppe, die diese Anmerkung nicht bekommen hatte.

In weiteren Studien möchten die Forscher nun herausfinden, ob auch die körperlichen Reaktionen, die beim Lügen entstehen und beispielsweise durch Lügendetektoren erkannt werden, trainiert werden können.

Gier ist größer als Großzügigkeit

Wissenschaftler der Harvard-Universität in Boston haben ein Experiment durchgeführt, für das sie zahlreiche Versuchspersonen aus allen möglichen Bevölkerungsschichten rekrutierten.

Zu Beginn teilten sie ihnen mit, dass ein Unbekannter sechs Dollar mit ihnen teilen werde. In dem Briefumschlag wurde ihnen dann entweder sechs Dollar, drei Dollar oder gar nichts übergeben. Anschließend waren die Versuchspersonen selbst an der Reihe und sollten ihr Geld mit Fremden teilen.

Dabei zeigte sich, dass diejenigen Probanden, welche zuvor sechs dollar von ihrem Spender erhielten, maximal drei Dollar an den Fremden weitergaben und den Rest für sich behielten. Sofern sie überhaupt kein Geld bekamen, sahen sie sich als Opfer von Gier und legten selbst auch kein Geld in den Umschlag.

Für die Forscher ist dies ein Beweis dafür, dass negative Anreize das Handeln und Denken wesentlich stärker als positive Anreize beeinflussen. Dieses Verhalten hängt in gewisser Maßen mit der Überlebensstrategie zusammen, kann jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Männer ohne Freunde - Für viele Frauen eine Belastung

Junges Paar auf einer Couch, sie sitzt von ihm abgewendet und starrt bedrückt auf einen Ring in ihrer Hand
Couple going through a rough patch © auremar - www.fotolia.de

Ein Leben ohne Freunde? Für Frauen schlicht weg unvorstellbar. Für sehr viele Männer selbstverständlich. Im Laufe des Lebens schrumpft der Freundeskreis der meisten Männer enorm und übrig bleibt am Ende meist nur noch eine Person und das ist die Ehefrau.

Gut zwei Drittel aller Männer haben keinen echten Freund. Sprich jemanden, dem sie sich auch einmal anvertrauen würden. Während sie sich mit ihren Mädels einen Abend gönnt, sich über Gott und die Welt unterhält und auch mal das eine oder andere Beziehungsproblem mit der besten Freundin diskutiert, hält er sich mit seinen Gedanken und Gefühlen zurück.

Emotionales und Soziales ist eben Frauensache. Geschäftliches ist nun mal Männersache. Ein altes Klischee, welches bis heute in vielen Gedanken der Männer manifestiert ist. Sehr zum Leid der Frau, denn all der seelische Ballast, die Sorgen und Enttäuschungen werden auf der Ehefrau beziehungsweise auf der Partnerin abgeladen. Sie dient ihm in gewisser Weise als seelisches Ventil.

Doch das kann eine Beziehung und auch eine Ehe stark gefährden. Unweigerlich fühlt sich nämlich die Frau dafür verantwortlich, dass der Mann glücklich und zufrieden ist. Sie muss sich bemühen, dass die Bekanntschaften gepflegt werden und die Freizeit gestaltet wird.

Kommt es dann zur Trennung, fallen solche Männer oft in ein tiefes Loch, da sie die einzige Bezugsperson in ihrem Leben verlieren. Dabei sind es nicht die schüchternen Männer, sondern eher der Typ Mann, der als stark und selbstbewusst gilt, die wenige Freunde haben. Männer sollten daher bemüht sein, sich um einen kleinen Freundeskreis zu kümmern, oder sich ein Hobby zuzulegen, bei dem man auch einmal mit anderen Menschen in Kontakt kommt. Das tut nicht nur ihnen gut, sondern vor allem auch der Beziehung.

Erkenntnis der Psychologen: Ein großer Schreibtisch deutet auf Unehrlichkeit hin

Geschäftsfrau sitzt im Bürosessel und telefoniert, die Beine auf den Schreibtisch gelegt
Businesswoman is phoning at her desk © Francesco83 - www.fotolia.de

Wie ein Raum eingerichtet ist, sagt viel über die Psyche seines Besitzers aus. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Neu ist allerdings, dass es offenbar eine Wechselwirkung gibt. Auch der Raum an sich beeinflusst die Psyche eines Menschen und zwar von dem Moment an, indem der Betreffende in den Raum geht. Dies haben Forscher in einer aktuellen Studie herausgefunden.

Demnach führt ein Büro mit sehr weiträumig angeordneten Möbeln dazu, dass der Mensch darin sich besser aufrichtet. Der Rücken wird gerade, die Brust wird herausgestreckt und die Arme gehen beim Gestikulieren weiter vom Körper weg.

Möglich macht dies der viele Platz. Die offenere Haltung führt sofort dazu, dass es Mensch sich selbstsicherer fühlt und bei zwischenmenschlichen Beziehungen eine dominantere Position einnehmen möchte.

Dies wiederum führt aber auch sofort zu mehr Unehrlichkeit. Wer dagegen in einem kleinen Raum ist und auf Arbeit an einem kleineren Schreibtisch sitzt, der wird in seiner Bewegung eingeschränkt. Man hat eine weniger gestreckte Haltung und das mindert das Machtbewusstsein.

Die EU-Studie zeigte dies gleich in mehreren Tests. In einem wurden 44 Freiwillige gebeten, in gestreckter Position verschiedene Bilder anzuschauen. 44 weitere Personen taten dies in zusammengekauerter Haltung. Darauf waren Gesichter zu erkennen. Um diese ging es aber im Grunde nicht.

Den Probanden war versprochen worden, dass sie vier Dollar bekommen, wenn sie dieses Spiel mitmachen. Statt vier Ein-Dollar-Scheinen gab es am Ende aber drei dieser Banknoten und einen Fünf-Dollar-Schein. Wer geduckt gewesen war, gab diesen vermeintlichen Fehler in 62 Prozent der Fälle zu und wollte das überschüssige Geld zurückgeben. In der Gruppe derer, die gestreckt gewesen waren, zeigten nur 22 Prozent so viel Ehrlichkeit.

Wir lügen bis zu 200 mal am Tag!

„Man darf nicht lügen!“ Das reden wir schon unseren Kindern ein und doch tun wir es immer und immer wieder. Amerikanische Forscher haben festgestellt, dass wir bis zu 200 mal am Tag die Unwahrheit sagen! Das macht bei einem 10 Minuten Gespräche ganze 2 Lügen.

Mit Lügen sind nicht nur erfundene Geschichten gemeinst, sonder auch Weglassungen, Übertreibungen und Untertreibungen. Männer und Frauen lügen im übrigen gleich viel. Nur die Art und Weise unterscheidet sich bei den Geschlechtern. So sind es Männer, die sehr gern zu Übertreibungen neigen, um einfach in einem besseren Licht dazustehen und die Frauen lieben es zu flunkern, damit der Gegenüber sich besser fühlt.

Bekanntlich haben Lügen kurze Beine. Sogar Babys beherrsche schon diese Kunst. Denn mit gezielten und theatralischem Weinen erreichen schon die Kleinsten ihre Ziele. Kompakte Lügengeschichten können Kleinkinder erst ab einem Alter von rund 4 Jahren entwickeln. Denn das komplexe Lügen setzt voraus, dass man sich in die Lage eines anderen hineinversetzen kann.

Mit 12 Jahren lügt man im übrigen am meisten. Erst ab einem Alter von rund 16 Jahren nimmt man es mit der Wahrheit wieder doch etwas genauer. Oftmals entlarven sich Lügner selber über ihre Körpersprache. Doch ein echtes Indiz für Lügen aufgrund bestimmter Gesten gibt es nicht. Denn abgebrühte Lügner lässt die Wahrheit ohnehin kalt. Glücklicherweise wollen 90 Prozent der Lügner nur andere mit der „Verschönerung“ der Wahrheit eine Freude machen.

Kein schlechtes Gewissen beim Mogeln

Nahaufnahme Spielkarten Royal Flush
Peaking at cards to show a Royal Flush © Chris Yates - www.fotolia.de

Wer hat nicht schon einmal bei einem Spiel oder in der Schule gemogelt? Doch, auch wenn der Sieg oder die gute Note aufgrund der Täuschung nicht unbedingt verdient ist, haben nur die wenigsten Menschen ein schlechtes Gewissen. Zu diesem Ergebnis kamen nun Psychologen im Rahmen einer Studie.

Für die Studie starteten die amerikanischen Psychologen ein Experiment mit 1.000 Teilnehmern, bei dem die Beteiligten verschiedene mathematische Aufgaben lösen mussten. Während eine Testgruppe die Aufgaben ohne Hilfe lösen mussten, hatte die andere Gruppe Zugang zu den Lösungen, mit der Anweisung, diese jedoch nicht anzusehen.

Lediglich ein Drittel dieser Gruppe löste die Aufgaben trotz Lösungshinweise ohne Hilfe. Der Rest nutzte die Lösungen für die Aufgabenstellung und war trotz dieser Mogelei glücklicher, als die Teilnehmer, welche die Aufgabe ohne Hilfestellung lösten.

Wie die Forscher herausfanden, fühlen sich Menschen, die im Alltag schummeln, glücklicher, als solche, die ehrlich durchs Leben gehen. Grundvoraussetzung dafür ist allerdings, dass durch die Täuschung keiner zu Schaden kommt. Warum also immer ehrlich sein, wenn ein bisschen Mogeln doch viel glücklicher macht?

Sätze, die Frauen von Männern nicht hören wollen

Junges Paar Rücken an Rücken, schwarz-weiß, Streit
rücken an rücken © Doreen Salcher - www.fotolia.de

Es gibt bestimmte Sätze, die Frauen, wenn sie von Männern ausgesprochen werden, auf die Palme bringen können und die schlimmsten dieser Sätze hat das Online-Portal "Paintballing.co.uk" nun in einer Befragung von mehr als 500 Frauen ermittelt.

Auf Platz eins landeten, wer hätte das gedacht, negative Bemerkungen über die Figur. Insgesamt 26% der Befragten würden durchdrehen, wenn sie von einem Mann gefragt werden, wann es denn soweit ist, obwohl sie garnicht schwanger sind.

Den zweiten Platz belegte die Bemerkung, dass ihr Hintern üppig aussieht mit 17% der Stimmen, gefolgt von "Du wirkst müde" mit 13%, weil diese augenscheinlich fürsorgliche Bemerkungen von vielen Frauen ebenfalls als Kritik an ihrem Äußeren aufgefasst werden kann, vor allem wenn sie von Männern kommt.

Beschwichtigungen à la "Beruhige dich" finden 12% der Teilnehmerinnen schrecklich, 11% hassen Hilfsangebote beim Einparken, 10% möchten keine belehrenden Ratschläge von ihrem Mann hören, vor allem dann nicht, wenn es ums Essen geht, für 8% sind Vergleiche mit der eigenen Mutter das Schlimmste, was aus dem Mund eines Mannes kommen kann und 5% regen sich besonders über überhebliche Kritik auf, wie "Das hab ich dir doch gleich gesagt".

Der Sadismus in uns - jeder Zweite hat Spaß am Quälen

Frau hält sich Hände vors Gesicht, wird von Mann von der Seite angeschrien
Domestic violence © ZTS - www.fotolia.de

Wenn Psychologen von der dunklen Triade sprechen, meinen sie keinen Fantasy-Orden und auch keinen Mafia-Clan. Vielmehr geht es um ganz normale Führungskräfte. Um die drei düsteren Anteile ihrer Persönlichkeit, die ihnen zum Erfolg verhelfen, klinisch aber unauffällig bleiben. Jetzt richten die Forscher ihre Aufmerksamkeit auf eine vierte finstere Macht: den versteckten Sadismus im Alltag.

Neben dem Hang zum Manipulieren, zur Rücksichtslosigkeit und narzisstischen Selbstüberhöhung zeigt sich die Lust am Quälen in vielfältiger Weise. Und nicht nur bei Vorgesetzten. In einer Studie, die vorgeblich die Stressresistenz prüfen wollte, bekamen ganz normale Testpersonen die Möglichkeit, kleine Insekten zu zermalmen. Rund die Hälfte der Probanden entschied sich für die Tierquälerei – die natürlich nicht wirklich stattfand.

Anschließend gaben die Probanden an, dass sie beim Töten Vergnügen empfunden hätten. In einem weiteren Test, in dem es um - vermeintliche – Attacken auf andere Menschen ging, lebten sie ihre sadistische Neigung ebenso intensiv aus. Dabei scheinen anonyme Situationen die Bereitschaft zum Sadismus zu fördern. So findet sich der Spaß an Grausamkeiten gehäuft im Internet, etwa beim Cyberstalking, Trollbeiträgen oder Online-Mobbing.

Der Konkurrenzkampf unter Studenten nimmt immer mehr zu

Studenten sitzen an Tischen, lernen, schreiben, Dozent oder Student steht vorne rechts mit Blöcken im Arm, Uni
casual student or teacher in a classroom © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Die doppelten Abi-Jahrgänge und der immer größer werdende Wunsch von Schulabgängern sich durch ein Studium bessere Karrierechancen zu ermöglichen, haben dazu geführt, dass die Hochschulen in Deutschland regelrecht überfüllt sind.

Mit der wachsenden Zahl an Studenten und der Vereinheitlichung der Stundenpläne durch die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge steigt auch der Konkurrenzdruck unter den Studenten. Wo früher noch Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe üblich war, herrscht heute eine Ellenbogenmentalität. Überall an den deutschen Unis wird verglichen, geprahlt, hintergangen und getrickst. Im Wettkampf um die Gunst der Dozenten, gute Noten und Praktika ist sich mittlerweile jeder selbst der Nächste. Die Einen verstecken Bücher in den Bibliotheken, damit bloß kein anderer Student sie finden kann. Die Anderen lästern und mobben und wieder Andere versuchen ihre Kommilitonen sogar mit Tricks und Betrügereien aus dem Rennen zu werfen.

Dieser wachsende Konkurrenzdruck macht es den Studenten nicht nur unnötig schwer sich auf das eigentlich Wichtige konzentrieren zu können, er zerstört auch Freundschaften und endet nicht selten in psychischen Leiden. Bei einer aktuellen Umfrage der Universität Konstanz zeigte sich, dass derzeit gut jeder siebte Student unter dem Konkurrenzdruck leidet.

Auch die psychologischen Betreuer an den Universitäten haben in den vergangenen Jahren einen deutlichen Zuwachs psychischer Probleme bei Studenten bemerkt. Früher kamen die Studenten vor allem wegen familiärer oder partnerschaftlicher Probleme in die psychologische Betreuung ihrer Uni. Heute sind es hauptsächlich solche, die mit dem Konkurrenzdruck nicht klarkommen.

Diese Notlügen sind in einer Beziehung erlaubt

Pärchen (junger Mann in T-Shirt und junge Frau in gestreift) auf Wiese mit Blumen, blauer Himmel, halten Hände
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Ehrlichkeit sollte eine sehr große Rolle in der Partnerschaft spielen. Doch in manchen Situationen ist es durchaus angebracht dem Partner eine kleine Notlüge aufzutischen, um ihn nicht zu kränken. Eine solche Situation hat es sicherlich in jeder Beziehung schon einmal gegeben.

Verschiedene Situationen für Notlügen

Wenn man am Wochenende ausgehen will und die Liebste wieder einmal nicht weiß, was sie anziehen soll, wird in der Regel der Partner um seine Meinung gefragt, welches Outfit das Schönste ist. Wenn man allerdings schon spät dran ist und die Kleiderwahl einfach kein Ende zu nehmen scheint, wählt der Partner einfach irgendein Dress aus, selbst wenn es nicht unbedingt das Schönste von allen ist und vielleicht nicht einmal perfekt sitzt. Schließlich möchte man seinen Abend ja nicht vor dem Kleiderschrank verbringen.

Genau so läuft es auch, wenn die Liebste vom Friseur kommt und leicht verunstaltet wurde. Da die Partnerin ja meist selbst schon große Zweifel äußert, möchte er ihre Zweifel nicht noch verstärken und macht ihr dann einfach Komplimente, wie toll ihr die neue Frisur doch steht, auch wenn dies absolut nicht der Fall ist.

Kochkünste

Wenn der oder die Liebste nicht gerade der beste Koch ist, den Partner aber doch hin und wieder mit einem selbstgekochten Essen verwöhnt, ist es vielleicht besser einfach so zu tun als würde es großartig schmecken, um den Koch nicht zu kränken. Schließlich hat er oder sie dafür ja Stunden in der Küche gestanden.

Gemütlicher Abend zu Hause

Wenn am Wochenende wieder einmal eine ausgelassene Feier ansteht, man aber einfach keine Lust auf Action hat und stattdessen lieber einen gemütlichen Abend zu Hause verbringen möchte, kann ebenfalls eine Notlüge helfen. Da sich der Partner wahrscheinlich schon auf den Abend gefreut hat, sollte man am besten den beruflichen Stress als Ausrede nehmen, denn dann kann der Partner die fehlende Energie vielleicht am ehesten nachvollziehen.

Anzahl an Ex-Partnern

Eine ganz bestimmte Notlüge kommt in Partnerschaften aber besonders häufig vor und zwar sowohl bei den Herren als auch bei den Damen. Und zwar die Lüge über die Anzahl der bisherigen Partner. Während Männer ihren Liebschaften gerne die ein oder andere Frau hinzumogeln, um besonders begehrt zu wirken, reduzieren die Damen die Zahl ihrer Liebhaber eher, um vor ihrem Neuen nicht wie ein Flittchen dazustehen.

Wann und wo am häufigsten gelogen wird und in welchen Situationen Lügen nicht angebracht sind

Junge Frau kaut nervös auf ihren Fingernägeln
Nervös © Stefan Redel - www.fotolia.de

Lügen sind fast genauso alt wie die Menschheit selbst. Ob es sich um eine kleine Notlüge oder um ein weitgeflechtetes Konstrukt aus Lügengeschichten handelt.

Jeder Mensch lügt, entweder um sich selbst in einem besseren Licht darzustellen, um von der Unwahrheit zu profitieren oder um die Harmonie, etwa in einer Beziehung, nicht zu gefährden.

Je älter der Mensch wird, desto weniger lügt er

Besonders häufig wird Studien zufolge in der Schulzeit gelogen. Aber auch zwischen 18 und 35 Jahren tendieren die Menschen offenbar recht häufig dazu die Unwahrheit zu sagen.

Erst mit dem Alter nimmt die Regelmäßigkeit der Lügen ab. Es wurde außerdem festgestellt, dass häufig die Lebensumstände dafür sorgen, dass jemand lügt. Menschen, die beispielsweise oft unter Druck gesetzt werden und sich ständig vor anderen rechtfertigen müssen, greifen besonders häufig zur Lüge.

Geld stiftet oft zum Lügen an

Eine amerikanische Studie hat zudem herausgefunden, dass vor allem besserverdienende Menschen zum Lügen neigen. In den meisten Fällen spielt bei ihren Lügen Geld eine Rolle.

Eine Lüge erkennt man vor allem an Stimme und Körpersprache

Wer jedoch denkt, dass das Geheimnis einer guten und glaubhaften Lüge allein im Inhalt besteht, der täuscht sich. Der Inhalt trägt zur Glaubwürdigkeit einer Lüge nämlich nur zu 7% bei. Eine weitaus größere Rolle spielen dagegen die Stimme (38%) und die Körpersprache (55%).

Aus diesem Grund sollte man in bestimmten Situationen auch besser bei der Wahrheit bleiben, etwa bei Vorstellungsgesprächen. In der Regel hat man es dort nämlich mit geschulten Personen zu tun, die wissen worauf sie achten müssen, um Lügen von Wahrheiten zu unterscheiden.

Wahrheiten über das Lügen – fünf Prozent der Menschen erfinden 40 Prozent aller Flunkereien

Lehrer steht vor seiner Schulklasse in Klassenraum, Schüler lächeln ihn an
High School Classroom © Monkey Business - www.fotolia.de

Jahrelang wollten Wissenschaftler uns reinreden, dass wir alle lügen. Tatsächlich gehören Flunkereien zum Alltag – um die Gefühle unseres Gegenübers nicht zu verletzen oder eigene Vorteile zu erzielen. Die Neigung zum Schummeln ist aber nicht einheitlich verteilt. Eine holländische Studie zeigt: 5 Prozent der Menschen erzählen 40 Prozent aller Lügen. Und sie tun es gern.

Zugegeben, die Untersuchung umfasst nur Daten von 500 Personen. Noch dazu Psychologiestudenten, denen eine gewisse Empfindsamkeit in geistigen Fragen nachgesagt werden darf. Dennoch ist das Ergebnis eindeutig. So entsprach die Selbstauskunft der Studenten der gängigen Lehrmeinung, nach der jeder Mensch zwei Lügen pro Tag erzählt.

Überprüfung der Ehrlichkeit

In einem zweiten Test prüften die Forscher, ob die eigene Einschätzung tatsächlich zutrifft. Sie legten den Teilnehmern unterschiedliche Aufgabenreihen vor und forderten sie auf, anschließend zu erklären, wie oft sie die Lösung gefunden hatten. Für jede Nennung gab es Geld. Was die Probanden nicht wussten: ihre Ehrlichkeit war nachprüfbar.

Gezielter Einsatz

Studenten, die nach eigenen Angaben öfter flunkerten, logen auch im Experiment häufiger. Wie weitere Tests ergaben, lag das nicht an mangelndem Unrechtsbewusstsein. Die Lügner entschieden sich ganz gezielt für das Schummeln.

Spannender Zusammenhang: Lügner sind meist auch kreative Köpfe

Auf Menschen, die öfter lügen und dabei auch erwischt werden, sind die meisten nicht besonders gut zu sprechen. Ganz anders sieht das mit besonders kreativen Zeitgenossen aus. Sie werden von vielen mit einem anerkennenden Nicken bedacht und sind beliebt. Forscher sind aber bereits seit einiger Zeit der Meinung, dass Lügen und Kreativität sehr eng zusammenhängen. Ältere Studien konnten bereits zeigen, dass kreative Menschen einen gewissen Hang zur Unehrlichkeit haben. Doch wie sieht es andersherum aus?

Wie kreativ sind Lügner?

Eine aktuelle Studie aus den USA hat nun zeigen können, dass Lügner auch deutlich kreative Impulse zeigen. In ihrem Versuch arbeiteten sie mit Menschen, die zunächst verschiedene Matheaufgaben lösen sollten, damit sie einen Geldpreis bekommen. Die Höhe des Betrags war abhängig von der Zahl der richtigen Ergebnisse. Dabei sagte man ihnen jedoch, dass sie selbst die richtigen und falschen Ergebnisse notieren müssen.

Die Forscher deuteten immer wieder an, dass sie selbst nicht die Zahl der richtigen Antworten sehen können. Dies veranlasste ganze 59 Prozent der Teilnehmer zum Lügen. Sie gaben mehr korrekte Antworten an als sie in Wahrheit gehabt hatten. Nach dieser Phase sollten alle Teilnehmer nun kreatives Denken beweisen. Dabei wurde ein Assoziationstest gemacht, in dem verschiedene Begriffe genannt wurden und der Proband einen passenden weiteren Begriff nennen musste. Zu "Schulter" und "Schweiß"" passt beispielsweise "kalt". In diesem Test schnitten vor allen Dingen jene Teilnehmer hervorragend ab, die zuvor gelogen hatten.

Für die Forscher ist dieser Zusammenhang damit erklärbar, dass Lügner sich nicht an Regeln halten wollen. Genau dieses freie Denken führt aber auch zu mehr Kreativität. Man denkt "out of the box", wie das englische Sprichwort besagt.

Pseudologica phantastica - Fünf Prozent der Deutschen sind krankhafte Lügner

Psychologe mit Patientin im Behandlungszimmer
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Ein bisschen schummeln und täuschen wir alle. Um unserem Gegenüber ein gutes Gefühl zu geben oder selbst besser da zu stehen. Nach Berechnungen von Psychologen stehen jedoch fünf bis sechs Prozent der Deutschen unter einem regelrechten Zwang zum Lügen.

Wenn die Ärzte eine "Pseudologica phantastica" diagnostizieren, hat ihr Patient meist ein geringes Selbstwertgefühl – oder soziale Normen sind im egal.

Der Unterschied zwischen kleinen Lügen und krankhaften Lügnern

Rund 20 Lügen pro Tag gelten als normal. Vor allem in der Phase des Erwachsenwerdens neigen wir dazu, durch Flunkereien unser unsicheres Selbstbild etwas aufzuwerten. Auf Beziehungen wirken kleine Flunkereien stabilisierend. Und im Job fördert ein wenig Hochstapelei die Karriere.

Bei narzisstischen und antisozialen Persönlichkeiten nimmt das Lügen jedoch pathologische Züge an. Eine Studie der Uni Amsterdam kommt zum Ergebnis, dass die fünf Prozent der krankhaften Lügner mindestens 40 Prozent aller Schwindeleien erzählen.

Wenn das Verhältnis zur Wahrheit grundlegend gestört ist, hat das vielseitige Konsequenzen. Im Beruf kann Hochstapelei zunächst karrierefördernd wirken, im Privatleben führt Unaufrichtigkeit zur Isolation.

Betroffene sind sich der Störung nicht bewusst

Wenn Betroffene psychologische Hilfe suchen, ist ihnen ihr Verhalten selten bewusst. Oft leiden sie unter Depressionen oder Süchten, da sie kaum befriedigende Beziehungen haben, fehlt das soziale Umfeld um sie zu stabilisieren.

Je nach Ursache der Pseudologica phantastica bemüht sich der Psychologe das Selbstwertgefühl seines Klienten zu stärken und so die Täuschungen überflüssig zu machen. Oder er versucht, die unterentwickelte Gewissensinstanz zu stärken.

Lüge oder Wahrheit? Das Unterbewusstsein weiß es besser

Der Mensch tut sich schwer darin, andere als Lügner zu erkennen. Bei einem Experiment gelang es den Testpersonen in weniger als der Hälfte der Fälle (47 Prozent), eine Lüge als solche zu erkennen. Selbst unsere Verwandten aus dem Tierreich tun sich hier leichter, wie Versuche mit Schimpansen und Kapuzineräffchen belegten. Ihr Vorteil ist, sie verließen sich weit mehr auf ihre tierische Intuition, während dem Menschen diese intuitiven Fähigkeiten im Laufe der Jahrtausende immer weiter abhanden gekommen sind.

Intuitive Fähigkeiten der Menschen verloren gegangen

Dies belegten Experimente der Universität Chicago, die zwölf Probanden nacheinander einen Raum betreten ließen, in dem ein Umschlag mit einem 100 Dollar-Schein lag. Eine Hälfte der Probanden erhielt die Aufforderung, den Umschlag mitgehen zu lassen, die andere Hälfte, ihn liegenzulassen. Anschließend sollten alle Probanden den Wissenschaftler von ihrer Unschuld überzeugen. Gelang dies einem Probanden, der den Umschlag einstecken sollte, durfte er das Geld behalten.

Die "Verhöre" wurden auf Video festgehalten und anschließend weiteren Teilnehmern gezeigt, die nun beurteilen sollten, wer die Wahrheit sagte und wer log. Dabei lagen sie bei mehr als der Hälfte der Videos daneben. Bei einem intuitiven Test, bei dem Fotos und Namen der Probanden mit Adjektiven wie "ehrlich", "verschlagen" oder "wahr" assoziiert werden sollten, lagen sie dagegen eher richtig und beurteilten die Lügner negativer.

Pessimisten – negative Gedanken sind tief im Gehirn verankert

Junges glückliches Paar im Regen, sie umarmt ihn von hinten
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Manche Menschen fürchten beim kleinsten Anzeichen von Gefahr gleich das Schlimmste. Selbst an schönen Tagen gehen sie nur mit Schirm aus dem Haus, es könnte ja nass werden.

Andere sehen dunkle Wolken am Himmel aufziehen und denken nur: ein bisschen flüssiger Sonnenschein kann mir nicht schaden. Wie sehr diese unterschiedlichen Denkmuster im Gehirn verankert sind, zeigt eine Studie der Universität Michigan.

Für ihr Experiment unterzogen die Wissenschaftler 71 Teilnehmerinnen einer psychologischen Befragung. Anschließend zeigten sie den Probandinnen Fotos mit unangenehmen Szenarien und forderten sie auf, sich bewusst positive Lösungen vorzustellen.

Beispiel: ein Mann bedroht eine Frau und hält ihr ein Messer an den Hals. Während des Tests zeichnete ein Elektroenzephalogramm (EEG) die Gehirnströme auf.

Neuronales Störfeuer gegen positive Gedanken

Teilnehmerinnen, die in der Befragung eine pessimistische Grundeinstellung gezeigt hatten, wiesen beim Betrachten der Bilder eine höhere Hirnaktivität auf. Vor allem das Angstzentrum war übermäßig aktiv. Als die Frauen gezielt nach positiven Gedanken suchen sollten, etwa möglichen Rettungsversuchen, schalteten ihre Gehirnzellen dagegen auf Abwehr.

Mit gut gemeinten Ratschlägen kann man pessimistische Menschen also nicht erreichen. Die EEG-Aufnahmen legen nahe, dass sich negative Emotionen dadurch sogar verstärken. Wer einem Pessimisten helfen möchte, einer problematischen Situation einen fröhlicheren Anstrich zu geben, muss ganz neue Denkweisen anregen.

Fluchen ist ein emotionaler Ausdruck

Britische Wissenschaftler von der Keele Universität, in der Nähe der beiden Großstädte Birmingham und Manchester gelegen, haben sich mit dem Thema "Fluchen" näher beschäftigt.

Großer Wortschatz beim Fluchen

So stellten die Forscher fest, dass derjenige, der sich am meisten aufregt auch am besten flucht, das heißt sie verwenden den größten Wortschatz. Oftmals passiert jedem im Alltag ein Missgeschick und dann entweicht einem auch schnell einmal ein Fluch, beispielsweise das Wörtchen "Mist" oder auch "Sch...".

Doch wenn dieses Missgeschick ein größeres Ausmaß annimmt oder man sich über Jemanden aufregt, so können die Schimpfwörter manchmal auch sogar unflätig werden.

Vorteile

Wie die Forscher berichten ist das Fluchen somit ein emotionaler Ausdruck, auch wenn es in der Gesellschaft nicht gern gesehen wird. Aber es gibt auch noch einen positiven Aspekt, denn durch Fluchen lassen sich Schmerzen besser ertragen.

Personalberater müssen verschwiegen sein – sonst drohen Strafen

Richter Hammer mit Sockel aus Holz auf weißem Hintergrund
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Personalberater haben Einblick in zahlreiche brisante Details - intime persönliche Daten von Bewerbern ebenso wie betriebliche Interna. Das verpflichtet sie zu besonders verantwortungsvollem Umgang mit diesen Informationen.

Wer aus dem Nähkästchen plaudert, muss unter Umständen Schadenersatz zahlen.

Wie weit die Gebote von Treue und Verschwiegenheit gehen, zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt. Im verhandelten Fall hatte ein Personalberater einer Bewerberin ausgeplaudert, dass sie wegen ihres Geschlechtes abgelehnt worden war.

Geldstrafe aufgrund der Verletzung der Schweigepflicht

Das Unternehmen aus der Maschinenbaubranche wollte generell keine Frau für die ausgeschriebene Position. Der Berater riet der Abgewiesenen deshalb sogar zur Klage, die sie auch erfolgreich führte. Ein Arbeitsgericht sprach ihr wegen Verstoßes gegen das Gleichbehandlungsgesetz 8.500 Euro Entschädigung zu. Diese Summe wollte das Unternehmen sich anschließend vom Personalberater zurückholen. Zu Recht, wie das Oberlandesgericht urteilte. Der Mann habe seine vertragliche Schweige- und Treuepflicht verletzt.

Auch wenn die Firma durch ihre unrechtmäßige Handlungsweise eine Mitschuld am Schaden trägt, muss der Personalberater 4.000 Euro von den Folgekosten übernehmen.

Lästern ist in und liegt in der Natur des Menschen

4 junge Frauen auf der Couch mit Popcorn, Getränken, Chips, Zeitschrift und Fernbedienung
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Auch wenn viele von uns es womöglich nicht zugeben würden - wir alle lästern schon mal über andere Menschen und tun dies auch hin und wieder sehr gerne. Der beliebte Klatsch und Tratsch sorgt des Öfteren für amüsante Momente, die vor allem in der Prominentenwelt schnell Schlagzeilen machen und mitunter wichtige Themen wie Politik und Co. überschatten, einfach, weil sie beim Zuschauer oder Leser so gut ankommen.

Psychologen zufolge liegt es in unserer Natur, sich viel zu unterhalten und zwar zu einem Drittel über Menschen, die gerade nicht anwesend sind. Man tauscht seine Meinungen miteinander aus, bewertet die besagte Person und steigert sich manchmal auch so sehr in dieses Thema hinein, dass es zur Verbreitung von Gerüchten kommt.

Besonders beliebt sind peinliche Geschichten und Personen, die sie von der Norm abweichen und somit immer wieder für Gesprächsstoff sorgen. Und solang das "Opfer" nichts davon mitbekommt und es auch keine negative Form annimmt und es bei einer unterhaltenden Story bleibt, ist dies auch keinem übel zu nehmen, schließlich hat man es selbst sicherlich auch schon getan.

Klatsch & Tratsch: Zum Abgewöhnen!

Zwei junge Frauen lachen bei einer Tasse Tee
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Die Sache ist eigentlich ganz einfach, denn niemand mag es, wenn über ihn getratscht und gelästert ist. Trotzdem tun es viele selbst gern. Und fühlen sich hinterher schlecht - ohne jedoch beim nächsten Mal etwas dran zu ändern. Was also tun?

Dem Lästerimpuls nicht nachgeben

Zunächst einmal gibt es gute Gründe, sich den Klatsch & Tratsch langfristig abzugewöhnen. Zwar hat Lästern eine befreiende Wirkung und somit eine, nun ja, reinigende Funktion für uns. Von sozialen Bindungen ganz zu schweigen - die werden durch gemeinsame Feindbilder und Lästerziele tatsächlich gestärkt. Allerdings nur kurzfristig, denn schon morgen können wir selbst Ziel der Tuschelattacke sein. Also Vorsicht!

So verlockend es auch sein mag, mit der neuen Kollegin über den Chef herzuziehen oder mit der Uni-Freundin über die Sitznachbarin - geben Sie nicht jedem "Lästerimpuls" gleich nach! Das lässt sie schnell wie eine Tratscherin wirken, der man selbst nur ungern etwas anvertraut. Ein absolutes Tabu ist die "Gruppenhetze" - Mobbing im Rudel geht gar nicht, egal, um wen und was es sich auch handeln mag! Dasselbe gilt übrigens auch für Lästereien im Netz. Hier sollten Sie sich also selbst einen Riegel vorschieben.

Absolutes No-Go - Tratschen über Freunde

Ganz besonders fies ist auch das Tratschen über Freunde. Wichtig ist, sie dürfen andere kritisieren, ihren Unmut äußern, aber suchen Sie sich hierzu den richtigen Ansprechpartner. Zum Beispiel eine wirklich gute Freundin des Vertrauens. Ziehen Sie nicht über gemeinsame Freunde her, und vermeiden Sie, persönlich zu werden. Das Aussehen beispielsweise eines Menschen ist absolut tabu - über Verhaltensweisen lässt sich streiten.

Wenn Sie wirklich unzufrieden sind, geben Sie Ihrem "Lästerobjekt" die Möglichkeit zur Veränderung! Dies gilt insbesondere für Freundinnen und alle Menschen, die uns am Herzen liegen. Sonst verletzen sie andere - und werden vielleicht bald selbst zur Ausgeschlossenen.

Schwarze und weiße Lügen – Flunkern macht soziale Netze stabiler

Wer immer nur die Wahrheit sagt, kann sich zwar selbst auf die Schulter klopfen. Aber häufig verbirgt sich hinter Ehrlichkeit nur eine selbstgerechte Person. Forscher haben herausgefunden, dass "weiße" Lügen sogar förderlich für das Zusammenleben sind, denn sie machen soziale Netze stabiler und sind wichtiger Teil des kulturellen Miteinanders.

Weiße Lügen – schonend und sozial

Manche Lügen umhüllen die Wahrheit wie ein weicher Mantel. Statt der Freundin zu sagen, dass ihre selbstgemachte Pasta wie Gummi schmeckt, loben wir ihr kulinarisches Engagement. Statt die Einladung vom Kollegen barsch abzusagen, entschuldigen wir uns mit anderen Terminen.

Wissenschaftler klassifizieren solche Schwindeleien als "weiße" Lügen. Ihr Hauptzweck liegt darin, dem Gegenüber Unannehmlichkeiten zu vermeiden, sein Selbstbild zu schonen und somit die Beziehung zu stabilisieren. In einem gewissen Maß sind sie deshalb erforderlich, damit eine Gesellschaft reibungslos funktioniert. US-Amerikaner nutzen solche "white lies" durchschnittlich 1,64 mal am Tag. In anderen Ländern ist das höfliche Flunkern noch stärker verbreitet.

Schwarze Lügen – egoistisch und zerstörend

Unehrlichkeit hat in fast allen Kulturen der Welt einen schlechten Ruf. In der Praxis meinen die meisten Menschen damit allerdings nur Schwindeleien mit egoistischer Intention. Wir leugnen eigene Fehler, fordern Anerkennung für fremde Leistungen.

Anders als weiße Lügen, haben die schwarzen Vertreter der Gattung ein antisoziales Ziel. Sie dienen dem eigenen Profit – auf Kosten des anderen. Dadurch unterminieren sie das Vertrauen in soziale Netze, Bindungen lösen sich.

Schummeln im Alltag – die Trendsetter-Lügen

Frau sitzt am Schreibtisch und telefoniert, vor ihr Blumen im Blumentopf
Secretary calling the guy that sent her flowers © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Jeder macht es, jeder weiß es: Mehrmals am Tag wird geflunkert, was das Zeug hält. Der Mensch schummelt sich durch den Alltag, redet Dinge schön und verspricht das Blaue vom Himmel. Doch es gibt ein paar Mogeleien, die besonders oft genutzt werden. Hier die Trendsetter-Lügen, bei denen jeder seine Lauscher aufstellen sollte.

Lügen über das Befinden und blumige Anrufversprechen

Praktisch jeder Mensch flunkert sich durchs Leben – aus welchen Gründen auch immer. Besonders Lügen über das persönliche Befinden stehen ganz oben auf der Hitliste.

Fragen Menschen nach, wie es so geht, verkündet der Schummler in großen Tönen, dass alles prima läuft. Dabei gibt es immer was zu meckern – ob über den nervigen Chef oder den nie anwesenden Partner. Doch erzählen will das nicht jeder. Muss ja auch nicht sein. „Schön, dich zu sehen“ oder „Das Kleid ist einfach umwerfend“ klingt doch viel besser als die ungeschminkte Wahrheit.

Auch der Satz „Ich rufe dich/Sie auf jeden Fall an“ gehört zu den meistgenutzten Lügen. Denn im Normalfall meldet sich der Angebetete oder der anvisierte Arbeitgeber nie wieder. Je blumiger das Anrufversprechen, desto weniger ehrliche Absicht steckt meistens dahinter.

Staumeldungen und Empfangsstörungen

Wer zur spät zur Arbeit kommt oder eine Verabredung nicht einhalten kann, macht gerne Gebrauch von Staumeldungen. Die Autobahn ist komplett dicht, der Bus war wieder mal zu spät oder das Zugpersonal hat kurzfristig gestreikt. Aalglatte Schummeleien, die jeden Tag hunderte Male die Runde machen. Kaum einer gibt zu, dass er einfach in Ruhe den neuesten Science-Fiction-Reißer genießen wollte und einfach zu spät losgekommen ist.

Auch Empfangsstörungen beim Handy gehören zu den Best-of-Notlügen. Wer keine Lust auf den jeweiligen Gesprächspartner hat, muss sich irgendwie herausreden, was im Zeitalter der Rundum-die-Uhr-Erreichbarkeit nicht immer einfach und sogar verständlich ist.

Und eine der Top-Flunkereien: „Ich lüge nicht.“ Lügenexperten erklären, dass während einer zehnminütigen Plauderei rund drei Mal geschummelt wird. Wer also vehement behauptet, niemals zu lügen, der lügt garantiert wie gedruckt.

Wahr oder geflunkert? Woran Sie Lügner erkennen

Erzählt Ihr Gegenüber die Wahrheit? Wissenschaftler haben zahlreiche Merkmale festgestellt, an denen sich Lügner erkennen lassen. Statt komplizierter Apparaturen braucht der Gesprächspartner nur einen wachsamen Blick und geschulte Ohren.

Auffällige Körpersprache

Als Bill Clinton öffentlich seine Affäre mit Monica Lewinsky abstritt, fasste er sich 26 Mal an die Nase. Andere Lügner greifen sich häufig an das Kinn oder berühren ihre Augen. Wenn Ihr Kollege von seinen sagenhaften Erfolgen schwärmt und dabei ständig die Brille putzt, wissen Sie auch Bescheid – alles gelogen. Ein weiteres Indiz für Lügen sind Übersprungshandlungen, bspw, wenn ihr Gegenüber nicht vorhandene Fussel vom Hemd schnippt, auf den Tisch trommelt oder anfängt plötzlich zu blinzeln.

Langer Blickkontakt

Schau mir in die Augen, Lügner! Menschen, die gerade die Unwahrheit gesagt haben, versuchen oft unnatürlich lange den Blickkontakt zu halten. Das soll signalisieren: ich bin ganz offen und habe nichts zu verbergen. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Schwankende Stimme

Lügen macht Stress. Ungeübte Lügner bekommen deshalb häufig starre Gesichtszüge. Gleichzeitig versuchen sie die Spannung an anderen Körperstellen abzuleiten. Eine hohe oder zittrige Stimme können genauso auf eine Lüge hinweisen wie zappelnde Füße oder Knabbern an den Lippen.

Lügner entlarven

Intelligente und kreative Menschen lassen sich beim Lügen nur schwer entlarven. Mit etwas Geschick und Ausdauer kann man aber auch sie überführen. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihnen jemand ein Lügenmärchen auftischt, steigen Sie einfach in die Geschichte ein. Lassen Sie sich einzelne Dinge genau erklären, fragen Sie hartnäckig nach weiteren Details – irgendwann ist selbst ein intelligentes Gehirn überfordert und kommt mit den Antworten ins Stocken.

Die ganze Welt lügt wie gedruckt: So lassen sich Schwindeleien erkennen

Kein Mensch übersteht den Tag ohne nicht mindestens einmal zu lügen: Frauen, weil sie sich mehr Harmonie wünschen und niemanden verletzten möchten, Männer eher, um sich selbst als wichtiger darzustellen als sie sind. Aber auch Menschen, die unter Rechtfertigungsdruck stehen, flunkern sich eher etwas zusammen, als Menschen, die sich niemandem beweisen müssen.

Instinktives Lügen weiter verbreitet

Studien ergaben zudem, dass instinktives Lügen weiter verbreitet ist, als reflektiertes Lügen: In einer schnellen E-Mail wird also eher geflunkert als in in einem sorgfältig ausgearbeitetem Brief.

Junge Menschen lügen dabei häufiger als ältere Menschen - oft um bessere Noten zu erschummeln und die Mitmenschen zu beeindrucken. Dies gilt natürlich vor allem für die Partnersuche.

Erst mit zunehmendem Alter, gefestigter Beziehung und sicherem Arbeitsplatz nimmt der Hang zum Lügen ab. Dann sind es eher die Reichen, die sich durch Skrupellosigkeit auszeichnen, um weitere Vorteile für sich selbst zu erzielen.

Lügner erkennen

Und wie lassen sich Lügner nun erkennen? Oft werden sie durch ihre Körpersprache enttarnt, denn wer den Gegenüber gerade anlügt, vermeidet oft direkten Augenkontakt, während die Fußspitzen Richtung Ausgang zeigen - scheinbar zur Flucht bereit.

Und auch an Pinocchios beim Lügen wachsender Nase ist etwas dran: Bestimmte Bereiche der Nase werden nämlich stärker durchblutet, wenn jemand schwindelt - und auch wenn sie nicht wächst, so wird sie doch zumindest rot.

Wann Perfektionismus krankhaft wird

Junge Geschäftsfrau zeichnet einen Plan auf
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Viele Menschen sind wahre Perfektionisten. Die Präsentation in der Schule, im Studium oder im Büro wird akribisch geplant und bis ins Detail vorbereitet. Nichts darf dem Zufall überlassen sein, damit alles perfekt läuft. Wer Perfektionismus als Persönlichkeitsmerkmal hat, setzt sich selbst enormem Stress aus, denn er stellt an sich die höchsten Anforderungen.

Das ist natürlich nicht immer schlecht. Fakt ist, dass ein Streben nach Perfektion den Menschen in vielen Dingen der Geschichte vorangebracht hat. Auf diese Weise werden neue Technologien entwickelt, Medikamente erforscht und bestehende Dinge weiter verbessert. Gesunder Perfektionismus hat jedoch seine Grenzen.

Wann ist es zu viel?

Wer auch im privaten Alltag alles auf die Spitze treibt und nur perfekte Ergebnisse bei einfachen Dingen wie Rasenmähen oder Familienausflügen akzeptiert, der leidet an einem sogenannten "dysfunktionalem Perfektionismus". Hier kann der Perfektionist auch im Alltag oder im Miteinander unter Familie und Freunden keine Entspannung finden und Fehler einfach einmal Fehler sein lassen.

Am besten kann man gesunden und dysfunktionalen Perfektionismus voneinander abgrenzen, wenn man sich den eigenen Umgang mit Fehlern ansieht. Wer bei sich selbst bemerkt, dass er auch im Kleinen nur 100 Prozent Leistung und nicht weniger verkraften kann, der sollte sich Gedanken machen. Nicht selten führt der Zwang nach täglichen Bestleistungen in Angstzustände. Die Panik vor dem Versagen kann ein Burn-out und Depressionen entstehen lassen.

Oft liegt krankhafter Perfektionismus in der Kindheit begründet. Die Betroffenen sind von den Eltern nur selten gelobt worden und mussten sich die Liebe daher mit den bestmöglichen Noten, Sportleistungen etc. "erkaufen".

Dieses Muster hat sich eingeprägt und verfolgt die Perfektionisten bis ins Erwachsenenalter. Sie leiden daher bewusst oder unbewusst auch an Minderwertigkeitsgefühlen und müssen sich ihren Selbstwert jedes Mal aufs Neue beweisen. Kleine Fehler oder leichte Kritik werden dann sofort als vernichtender Angriff gewertet.

Unwahrheiten sicher enttarnen

Nahaufnahme Frau schaut nach unten, Hand an Mund gelegt
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Niemand wird gerne belogen. Es gibt aber einen großen Unterschied zwischen kleinen Flunkereien oder gar Höflichkeitslügen, die unseren Alltag ein ganzes Stück einfacher machen, und saftigem Betrug. Zum Glück lässt sich letzterer oft aber eben doch enttarnen - alles, was wir dafür tun müssen, ist genau zu beobachten...

Das gute alte Bauchgefühl

Zugegeben, am einfachsten ist es, wenn wir unser Gegenüber schon eine Weile kennen. Dann können wir nämlich am besten einschätzen, wie seine normale Reaktion ausschaut. Oft haben wir bei kleinen oder großen Lügen bereits ein bestimmtes "Bauchgefühl".

Noch offensichtlicher ist es, wenn unser Gegenüber uns plötzlich nicht mehr in die Augen blicken kann, die Story in verschiedenen Versionen erzählt, zu knapp oder aber auch zu ausschmückend erzählt. Profiler bei der Polizei haben nämlich erkannt, dass es nicht den einen Lügner gibt - stattdessen kommt es stark auf die jeweilige Persönlichkeit an. Und so kann eben auch eine zu gut ausstaffierte Story am Ende bloß eine satte Lüge sein.

Das Gegenüber gekonnt in die Ecke drängen

Ein gutes Mittel, um Unwahrheiten aufzudecken, sind natürlich Rückfragen. Nicht so geübte Lügner - und um solche handelt es sich häufig, wenn zum Beispiel ein Partner betrügt - kommen dann schnell ins Straucheln. Allerdings sollten Sie clever vorgehen: Wiegen Sie Ihr Gegenüber in Sicherheit und unterhalten Sie sich zunächst ganz harmlos.

Wer gleich auf Konfrontationskurs geht, gar verrät, dass er den anderen der Lüge verdächtigt, der wird wenig Erfolg haben. Am besten baut man also die fiesen Fragen geschickt ins Gespräch ein - so, dass der andere gar nicht anders kann, als irgendwann eben doch die Wahrheit zu sagen.

Telefonisch ist eine solche Lüge natürlich schon weniger gut zu enttarnen. Schriftlich wird das Ganze erst Recht kompliziert. Haben Sie Ihr Gegenüber an der Strippe, dann verrät vielleicht zumindest noch die Stimmlage oder natürlich die Version der Erzählung (siehe oben), ob er oder sie die Wahrheit sagt.

Nicht alles geht uns etwas an

Es gibt natürlich gewiefte Lügner und Blender, die ihre Mitmenschen mühelos an der Nase herumführen, ohne dass diese etwas bemerken. Wer länger mit ihnen zu tun hat, der wird allerdings mit einiger Wahrscheinlichkeit früher oder später auf Ungereimtheiten stoßen - und dann auch andere Lügen enttarnen lernen.

Noch ein Wort zum Schluss: Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Lügen, die vielleicht gravierend sein mögen, aber nur den Betroffenen selbst etwas angehen, und solchen, die auch uns betreffen. Erstere können Schutzbehauptungen sein, bei denen ein respektvoller Mensch nicht nachfragt. Wenn es aber uns selbst betrifft, dann ist es natürlich verständlich, dass wir gern die Wahrheit erfahren möchten.

Die Todsünde Gier - wann Gier normal und wann krankhaft ist

Psychologen raten, das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen

Badewanne mit Geldscheinen, eine Frau im schwarzen Bikini darin
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Der Apostel Paulus zählte sie zu den Todsünden und auch ohne religiösen Hintergrund ist man sich weitgehend einig, dass es sich um eine Charakterschwäche handelt: Gier.

Jeder kennt die Gier

Doch obwohl Gier nicht schön ist, kennt sie laut Psychologen einfach jeder. Gier beginnt im Kleinen, wenn man das neue Auto unbedingt haben muss und geht weiter über skrupellose Geschäftsideen bis zur Steuerhinterziehung.

Gier im kleinen Rahmen ist noch nicht bedenklich. Sie kann den Menschen dazu anregen, sich weiterzuentwickeln, etwa durch neue Geschäftsideen und wirtschaftliche Konkurrenz. Indirekt treibt sie den Menschen also dazu, immer besser zu werden und Wohlstand zu ermöglichen. Ein Bauer produziert keine Nahrungsmittel aus Nächstenliebe, sondern um ein besseres Leben für sich zu ermöglichen.

Wenn das gesunde Maß an Gier überschritten wird

Das gesunde Maß an Gier ist allerdings überschritten, wenn andere darunter leiden. Und einen Trend zu dieser Ausprägung von Gier ist derzeit zu beobachten. Die Gier wird salonfähig und daher verlieren immer mehr Menschen eine gesunde Selbsteinschätzung. Jedes Jahr muss ein neues Smartphone her, die Kleidung muss besser als bei anderen sein und nur das coolste Auto erfüllt seinen Zweck.

Gier dieser Art kann krank machen, da man sich nicht wirklich Wünsche erfüllt, sondern zwanghaft nach sozialer Anerkennung strebt. Man erntet aber zumeist keine freundliche Anerkennung, sondern nur Neid von der Gegenseite.

Das eigene Konsumverhalten überdenken

Psychologen raten daher, dass eigene Kauf- und Alltagsverhalten öfter zu hinterfragen. Kaufe ich die neuen Schuhe für mich, oder für die Blicke der Nachbarin? Habe ich ein derart schwaches Selbstwertgefühl, dass ich mich über meine Einkäufe definieren muss?

Sind nicht andere Faktoren wichtiger - wie etwa Familie und Freunde?

Jobkultur in Banken verführt Mitarbeiter zu Unehrlichkeit

Bänker handeln als Privatpersonen ehrlicher als bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit

Seitenansicht vier Geschäftsleute schauen nach vorne und applaudieren
Congratulations © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Sind Banker per se unehrlicher als andere Menschen? Eine Schweizer Studie sagt nein. Die Jobkultur in Banken verleitet Beschäftigte jedoch zu Gier und Schummeleien. Forscher empfehlen den Geldhäusern deshalb einen Wandel zu einer moralischeren Unternehmenskultur.

Experiment zur Ermittlung der Ehrlichkeit von Bankern

Das Experiment, mit dem die Wissenschaftler die Ehrlichkeit der Banker prüfen wollten, ist denkbar einfach: sie ließen 200 Bankmitarbeiter Münzen werfen.

Für jede richtige Vorhersage beim "Kopf-oder-Zahl"-Spiel wurden den Teilnehmer 20 Dollar versprochen. Voraussetzung für den Gewinn war allerdings, dass die jeweilige Trefferquote mindestens den Durchschnitt der anderen Münzwerfer erreichte.

Keine Kontrolle der Ergebnisse

Mit einer Kontrolle ihrer Ergebnisberichte mussten die Probanden nicht rechnen. Die Hälfte der Teilnehmer bekam den Eindruck vermittelt, es handle sich um ein reines Freizeitvergnügen. Die andere Hälfte wurde vor dem Münzenwerfen an den besonderen Verhaltenskodex ihres Berufsstandes erinnert.

Resultate

Ergebnis: Solange die Banker glaubten, sie würden als Privatpersonen handeln, verhielten sie sich ehrlich: im Schnitt gaben sie an, dass 51,6 Prozent der Münzen auf der richtigen Seite gelandet war. Das entspricht ungefähr der statistischen Wahrscheinlichkeit eines Treffers.

Diejenigen Banker jedoch, die zuvor an ihr übliches berufliches Verhalten erinnert wurden, gaben 58,2 Prozent erfolgreiche Treffer an. Die Forscher sahen darin eine Tendenz, der Banker, sich auf unehrliche Weise finanzielle Vorteile zu verschaffen.

Lautes Fluchen lindert Schmerzen

Studie zeigt: Schimpfwörter erhöhen die Schmerztoleranz in Stresssituationen

Frau in Krankenhauskleidung hält Hände an Kopf und schreit Wehen Geburt Schmerz
aaaagh the pain © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Fluchen lindert Schmerzen – aber nur, wenn man die Schimpfwörter sparsam dosiert. Bei Vielfluchern nutzt sich der Effekt ab. Anders als vermutet, baut Schimpfen aber nicht den psychischen Druck ab. Vielmehr lassen laute Flüche die Stresshormone anfluten. Darunter Endorphine, die das Schmerzempfinden drosseln.

Fluchen im Kreißsaal

In vornehmer Gesellschaft gilt Fluchen als unfein. Vor allem für Damen geziemt es sich nicht, öffentlich zu wettern. Gerade eine der weiblichsten Situationen machte Wissenschaftler der britischen University of Keele jedoch auf eine positive Seite des Fluchens aufmerksam: Frauen, die im Kreißsaal laut schimpfen, empfinden weniger Schmerzen.

Was Hebammen seit Jahrhunderten wissen, versuchten die Forscher im Experiment zu bestätigen. Statt ihre Probanden den Strapazen einer Geburt auszusetzen, beließen sie es allerdings bei Eisbädern und Radeln auf dem Heimtrainer.

Fazit: Diejenigen Teilnehmer, die laut "fuck" oder "shit" rufen durften, hielten es länger im eisigen Wasser aus und fanden die Kälte subjektiv weniger schlimm. Auch beim Anstrampeln gegen einen Widerstand hielten sie länger durch.

Als Ursache vermuten die Wissenschaftler einen höheren Pegel an Endorphinen sowie Adrenalin, das schwer zugängliche Kraftreserven freischaltet.

Seltenes Fluchen im Alltag besser für Stresssituationen

Eines fiel jedoch auf. Bei Menschen, die regelmäßig Schimpfwörter benutzen, gewöhnt sich der Organismus an das Fluchen. Die Hormone bleiben auf normalem Niveau und die Schmerzen auch.

Am stärksten profitieren Menschen, die sich nur selten zu Kraftausdrücken hinreißen lassen. Außerdem zeigte sich, dass Schimpfworte in der Muttersprache stärker wirken als in einer Fremdsprache – weil sie direkter mit Emotionen verknüpft sind.

Studie sieht Lügen als Grundlage der Gesellschaft

Durch Flunkereien sollen soziale Beziehungen aufrecht erhalten- und das Gruppengefühl gestärkt werden

Junge Frau zeigt lachend ihrer Freundin schwarze Bluse im Geschäft
Fashion shopping © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Ein wenig traurig ist es schon: Eine aktuelle Studie hat sich mit der Frage beschäftigt, warum Menschen eigentlich so viel lügen und ist dabei zu der Antwort gelangt, dass nur durch Lügen eine Gesellschaft funktionieren kann. Aus Sicht der Psychologen tun wir es alle.

  • Wir belügen die beste Freundin zu ihrem neuen Kleid,
  • finden das Bild eines 5-Jährigen schön und
  • erfinden Ausreden für unliebsame Termine.

Viele Notlügen zielen darauf ab, dass Verwandte und Freunde sich besser fühlen, andere Lügen sollen uns bewusst in ein positives Licht rücken. Laut einer internationalen Studie sind diese beiden Gründe nicht nur gut nachzuvollziehen, sondern für jede Gesellschaft wichtig.

Lügen zur Stärkung des Gruppengefühls

Wir lügen, damit wir soziale Beziehungen aufrecht erhalten können und das Gruppengefühl stärken. Was im kleinen Kreis funktioniert, spielt sich auch so auf regionaler Ebene ab. Im Experiment nutzte man dafür ein Computermodell, das 100 Menschen in einer Gemeinschaft leben ließ. Man hatte für jeden ein Profil erstellt, indem individuelle

zusammenflossen. In der Simulation schlossen sich die Individuen zu kleinen Untergruppen zusammen, die eine gemeinsame Einstellung hatten. Das bedeutet aber nicht, dass man überhaupt keine Kontakte zu anderen Gruppen pflegte.

Durch kleine Lügen wurden lockere Kontakte zu Gruppenmitgliedern anderer Einstellungen möglich. Gute Lügner waren ideal, um Brücken zwischen den Gruppen zu schlagen und damit die Gemeinschaft als Ganzes zu bewahren.

Lügen als Überlebensstrategie

Sozialverträgliche Lügen, das zeigen weitere Studien, spielen vor allen Dingen im asiatischem Raum eine große Rolle. Hier werden im Alltag bewusst Gesprächsthemen vermieden, bei denen oft starke Meinungsschwankungen auftreten und man redet vorwiegend positiv über Mitmenschen. Unschöne Seiten werden verschwiegen, damit das Miteinander reibungslos bleibt.

Für viele Forscher steht daher fest, dass der Mensch das Lügen als eine Art Überlebensstrategie für sich entdeckt hat. Er täuscht andere durch falsche Selbstinszenierung und passt sich zugleich durch Nachahmung denen an, die ihm Vorteile bringen.

Woran erkennt man einen ehrlichen Menschen? Am Fluchen!

Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen häufigem Fluchen und Ehrlichkeit

Junger Designer mit Brille und Hipsterbart sitzt am Schreibtisch vor dem Bildschirm und rastet aus
Mad agressive man designer looking on monitor and shouting © Drobot Dean - www.fotolia.de

Fluchen ist nicht schön, aber es ist ehrlich. Wer sich häufiger zu klassischen oder modernen Fluchwörtern hinreißen lässt, schockiert damit vielleicht die eigenen Großeltern, aber er oder sie ist zumindest eine ehrliche Haut. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie.

Die Studie

Wirtschaftswissenschaftler und Psychologen sahen sich gemeinsam 276 Männer und Frauen an. Alle wurden zu Beginn der Studie gebeten, eine Liste ihrer persönlichen "Lieblings-Schimpfwörter" zu erstellen. Während manche nur wenige Klassiker aufschrieben, zeigten andere ein beachtliches Repertoire.

Im Anschluss bat man alle Teilnehmer zu einem Test, bei dem es ums Lügen ging. Es zeigte sich, dass diejenigen Männer und Frauen am wenigsten zur Unwahrheit neigten, die viele Schimpfwörter aufgeschrieben hatten.

Schlussfolgerung

Wie hängt das zusammen? Die Psychologen gehen davon aus, dass häufig fluchende Menschen sich weniger Gedanken darum machen, ob sie im Alltag sozial anecken. Immerhin gilt es in vielen Ländern als unhöflich, wenn man sich zur Fäkalsprache hinreißen lässt. Allein in den USA ist der berühmte Piep-Ton bei Kraftausdrücken in allen Medien verbreitet. Wer im Alltag dennoch flucht, interessiert sich nicht dafür, was andere über ihn denken und ist daher auch bei unangenehmen Themen allgemein ehrlicher.

Weitere Studie zum Fluchen-Ehrlichkeits-Verhältnis

Eine andere Studie kommt zu einem ehrlichen Schluss, warnt aber auch vor einer zu einseitigen Betrachtung des Fluchen-Ehrlichkeits-Verhältnisses. Die US-Forscher werteten hier die Aussagen von 75.000 Nutzern in Online-Medien aus. Wer hier oft fluchte, verwendete auch häufiger Ich- und Wir-Aussagen. Das zeigt psychologisch eine höhere Bereitschaft zur Selbst-Reflexion und damit das Angeben der ehrlichen Meinung. Wer flucht, kümmert sich nicht um das Filtern seiner Aussage und sagt gerade aus die Meinung.

Das muss aber nicht in jedem Fall für Wahrheit sprechen, sondern nur für die "eigene Wahrheit" also die subjektive Erfahrung. Man darf demnach Ehrlichkeit nicht mit Wahrheit vermischen und muss auch bei fluchenden Menschen deren Haltung hinterfragen.

Im Folgenden geben wir noch ein paar Tipps, wie man sich in bestimmten sozialen Situationen richtig verhält...

Wie Sie Ihre Selbstbestimmtheit formen und fördern können

Viel zu selten lässt man seinem inneren Gefühl Lauf und entscheidet oder redet einfach aus dem Moment heraus. Desto wesentlicher ist es, sich wieder bewusst zu machen, dass es in uns Instinkte gibt, die mit steigender Erfahrung immer zuverlässiger Zeichen geben und um Gehör bitten.

Standfestigkeit und Vertrauen entwickeln

Der eigenen Stimme zu vertrauen, ist nicht immer leicht. Vor allem dann, wenn es im nahen Umfeld den Partner, Kinder oder Freunde gibt, die ihre eigenen Gedanken hinzugeben und damit nicht immer unterstützend sind, sondern für Unruhe und Erschwernis sorgen können. Umso wichtiger ist es daher, sich eine Standfestigkeit zu schaffen und im besten Fall zu lernen auf sein Gefühl zu vertrauen.

Üben Sie daher bei der nächsten Möglichkeit, Ihr Gefühl wahrzunehmen und den ersten Impuls in sich zu verstehen. Können Sie dem Impuls bereits trauen und sich auf Ihr Bauchgefühl verlassen?

Veränderungen als Herausforderungen verstehen lernen

Viele Routinen im Alltag sind größtenteils vom Kopf gesteuert und werden spätestens dann als starr entlarvt, wenn es Veränderungen gibt und ein der Veränderung entsprechendes Verhalten verlangt wird. Gehen Sie daher Veränderungen nicht aus dem Weg, sondern verstehen Sie diese als Herausforderungen an sich und als Möglichkeiten sich Ihrer Fähigkeiten bewusst zu werden.

Selbstständig handeln

Viele Situationen im Alltag erfordern ein schnelles und meist überlegtes Handeln. Viel zu oft überlässt man die Entscheidung jemand anderem oder verhält sich wie immer oder wie es üblich der Fall zu sein scheint.

Nehmen Sie die Situationen bewusster wahr und klären Sie für sich, warum Sie so handeln wie Sie handeln oder, warum Sie sich zurücknehmen. Beobachten Sie für einen festen Zeitraum Ihr eigenes Verhalten und inwiefern Sie sich wann und durch wen in Ihren Entscheidungen beeinflussen lassen.

Eigene Verhaltensmuster überdenken

Lernen Sie die in und um Sie wirkende Verhaltensmuster kennen und finden Sie für sich heraus, welche Muster Sie beibehalten wollen und an welchen Sie Veränderungen vornehmen möchten. Es ist wesentlich, dass Sie für sich klären, warum Sie so handeln wie bisher.

Schreiben Sie sich auf, wie Sie sich verändern möchten und schaffen Sie sich ein Bewusstsein für kommende Situationen im Alltag, um das Vorgenommene gleich in der Praxis anwenden zu können. Sie werden stark an Selbstbewusstsein gewinnen. Auch Ihre Selbstbestimmtheit wird sich formen und wachsen.

Je besser Sie Ihre Handlungen verstehen, desto größer wird der selbstbestimmte Anteil in Ihnen. Gewinnen Sie das Gefühl wieder zurück oder erleben Sie es erstmalig. Entscheidungen und Handlungen, zu denen Sie jederzeit stehen können, machen Sie stark und für Freunde, Familienmitglieder und andere Menschen belastbar und vertrauenswürdig.

Neue Verhaltensideen entwickeln

Fühlen Sie, wie die Schärfung des Bewusstseins und die Beobachtung der eigenen Handlungen zu neuen Verhaltensideen führen kann und positive Veränderungen in Ihrem unmittelbaren Umfeld einleiten kann. Erfreuen Sie sich bereits nach ein paar Wochen, dass Sie sich besser verstehen und kennenlernen und Situationen intensiver wahrnehmen können. Auf diese Weise leben Sie intensiver und können auch Ihre Beziehung verbessern.

Reflektieren ist eine der wertvollsten Eigenschaften, um sich in einer Beziehung zu verstehen, sich gemeinsam entwickeln zu können und einander richtig kennenzulernen. Seien Sie offen zu sich, Ihrem Partner und anderen Gesprächspartnern und erfahren Sie die Freiheit, die Sie durch bewusstes Wahrnehmen und Handeln bewirken können.

Geben Sie sich Zeit

Zu Beginn wird es sich für Sie fremd anfühlen, wenn Sie einfach handeln oder offen reden. Mit der Zeit werden Sie sich daran gewöhnen und immer schneller im Reflektieren und daraus folgenden Anpassen Ihrer Handlungen werden. Vertrauen Sie Ihrer inneren Stimme zunehmend und verbessern Sie Ihren Alltag und darin gelebten Beziehungen.

Warum "Aus dem Bauch heraus" manchmal genau richtig ist

Dunkelhaarige Frau liegt auf Bauch auf Bett und lächelt in Kamera
casual brunette © ZM Photography - www.fotolia.de

Wir alle kennen die Situation: Da haben wir uns einmal nicht auf unser Bauchgefühl verlassen, sondern scheinbar vernünftig entschieden - und schon geht´s schief! Was natürlich keineswegs heißen soll, dass wir unseren Verstand ausschalten sollten, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Trotzdem wissen wir oft ganz intuitiv, was gut für uns ist und was wir lieber meiden sollten.

Warum die Bauchgefühle so viel wert sind

Leider werden die enormen Potentiale, die unser inneres "Steuerrad" mit sich bringt, im Laufe der Zeit häufig verschüttet. Wir lernen, nicht auf unsere Gefühle zu hören, und natürlich, auch mit Kompromissen umzugehen. Dabei ist unsere Intuition alles andere als dumm: Im Grunde bedeutet sie nichts als die Summe aller Erlebnisse und Erfahrungen, die wir gemacht haben.

Aus dem Bauch heraus zu entscheiden bedeutet also eigentlich, ziemlich klug zu entscheiden: Unsere Intuition verrät uns, welche Situationen bisher erfolgreich für uns waren und wann wir uns gut gefühlt haben - ohne, dass wir vorher lange hierüber nachdenken können. Genau deshalb passen die Entscheidungen hinterher auch so gut.

Verschüttete Bauchgefühle erfolgreich wieder ausgraben

Hier können spezielle Übungen helfen, die den Zugang zu unserer Intuition öffnen. Es gibt inzwischen eine ganze Reihe an Ratgebern, die sich mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen.

Auch spezielle Kurse werden angeboten. Wichtig: Intuitive Entscheidungen können immer nur für uns selbst stimmen! Dies bedeutet nicht, dass wir allwissend sind oder gar über andere bestimmen können - denn jeder Mensch hat seine eigene Form von Intuition.

Gesunder Umgang mit Frust - So wappnen Sie sich gegen den Ärger

Geschäftsfrau sitzt am Laptop und hält frustriert die Fäuste in die Luft
Infuriated businesswoman © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Jeder Mensch erlebt Situationen, die ihn frustrieren. Man steht im Stau, der Bus kommt nicht oder der Chef macht Ärger. Läuft etwas nicht nach Plan, steigt in den meisten sofort Frust auf.

Psychologen können uns beruhigen, denn das ist eine völlig normale Reaktion. Man ist von einem Mitmenschen oder einer Situation enttäuscht. Wichtig ist jedoch, sich mit dem spontanen Gefühl des Frusts auseinander zu setzen.

Strategien gegen den Frust

Am besten fragt man sich sofort im Stillen, ob die aktuelle Emotionen etwas ändert, wenn man sich ihr hingibt. Verschwindet der Stau oder kommt der Busfahrer schneller, wenn man anfängt zu grübeln und sich in schlechte Laune hineinsteigert? Die klare Antwort lautet "Nein" und das sollte man sich bewusst machen.

Hilfreich ist es auch, sich selbst in diesem Moment nicht zu ernst zu nehmen und die Situation mit Humor zu sehen. Humor ist immer die beste Möglichkeit, eine negative Situation zu retten, bevor die Laune endgültig kippt.

Viele möchten sich ihren Frust auch von der Seele reden, weswegen ein Anruf beim besten Freund oder der besten Freundin echte Wunder wirken kann. Gemeinsam lässt sich der Frust auch leichter belächeln.

Dauerfrust behandeln lassen

Psychologen betonen, dass man den gesunden Umgang mit der inneren Frustration üben und erlernen kann. Es ist jedoch auch ein Fakt, dass jeder Mensch eine andere Frustschwelle hat. Diese liegt meist in der Kindheit und frühen Jugend begründet. Wer damals schon schwer mit Ärger umgehen konnte, dem fällt es als Erwachsenen erst recht schwer.

Wer sich selbst eingestehen kann, dass er allein mit seiner niedrigen Frustschwelle nicht umgehen kann, sollte keine falsche Scham zeigen und sich professionelle Hilfe suchen. Dauerfrust kann sonst das Privatleben und die Arbeit enorm belasten und in schweren Krankheiten wie einer Depression enden.

Klatsch und Tratsch ist sinnvoll: Wegweiser für das eigene Verhalten

Lästern als wichtiges Mittel zur Selbsteinschätzung

Blonde Frau flüstert ihrer Freundin etwas ins Ohr
gossip © Lev Dolgatshjov - www.fotolia.de

Wieder mal eine tolle Geschichte über einen Dritten brühwarm weiter getratscht? Keine Sorge, wahrscheinlich war es sogar eine gute Tat. Dies glauben zumindest Psychologen der Universität Groningen in den Niederlanden, die sich nun mit den sozialen Aspekten des Tratschens beschäftigt haben.

Tratsch fördert gesellschaftsangepasstes Verhalten

Sie sind der Ansicht, dass Klatschgeschichten dem jeweils Zuhörenden helfen, das eigene Verhalten besser an das soziale Umfeld anzupassen - weil er so erfährt, was eben nicht auf Beifall stößt.

Negativer Tratsch kann außerdem dazu beitragen, das eigene Selbstbewusstsein zu steigern, weil er hilft zu sehen, dass sich andere noch schlechter oder dümmer verhalten.

Abwärtsvergleich hebt die Stimmung

So ergab ein Experiment mit freiwilligen Teilnehmern, dass sich die meisten Menschen besser fühlen, wenn sie dummes Verhalten anderer brühwarm weitergeben. Auf der anderen Seite hat diese Art des Klatsches aber auch negative Folgen:

Wer gerne die Fehltritte anderer weitergibt, macht sich häufiger Sorgen, dass andere Menschen in der gleichen Form über ihn reden und seinem Ansehen schaden.

Positiver Klatsch kann Gefühle des Scheiterns auslösen

Am Arbeitsplatz kann sogar positiver Klatsch als Bedrohung empfunden werden, stellten die Forscher fest: Hören besonders leistungsorientierte Menschen vom Erfolg anderer Kollegen, empfinden sie die Nachricht als persönliches Scheitern.

Von diesem Problem sind eher Männer betroffen, während sich Frauen mehr Sorgen machen, dass andere schlecht über sie reden. In jedem Fall habe Klatsch eine große Bedeutung für die Gesellschaft, so das Fazit: Würden Menschen nicht mehr über andere reden, fehle ein wichtiges Mittel zur Selbsteinschätzung.

Wie peinlich – so meistern sie unangenehme Situationen im Job

Tipps, die dabei helfen, dass aus einem kleinen Fauxpas keine große Blamage wird

Kleine Gruppe im Businesslook bei lockerem Meeting im Büro
good employee attitude © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Mitten in der Präsentation den roten Faden verloren – und alle Kollegen schauen zu? Oder im Flur den Chef gelästert, während er dahinter steht?

Wer in peinliche Situationen gerät, macht die Sache anschließend oft noch schlimmer. Wir verraten, wie aus einem kleinen Fauxpas keine große Blamage wird.

Begrüßung vermasselt

Ein wichtiger Termin, und Sie wissen nicht mehr, wie Ihr Gegenüber heißt? Falls noch andere Kollegen anwesend sind, können Sie hoffen, dass der Name des Kunden rechtzeitig fällt. Ansonsten hilft nur die Flucht nach vorn.

Nehmen Sie Bezug auf das letzte Treffen oder aktuelle Themen, über die Sie bereits gesprochen haben. Damit machen Sie klar, dass Sie den Kunden durchaus kennen. Die anschließende Bemerkung "leider ist mir Ihr Name entfallen" wird ihnen dann niemand übel nehmen.

Im Vortrag verhaspelt

Dass ein Redner den roten Faden verliert, ist nicht weiter schlimm. Entscheidend ist jedoch, wie er mit der Situation umgeht. Wer sich in einem Vortrag verhaspelt, sollte auf keinen Fall stumm dastehen.

Besser: die Situation überspielen und die Zuhörer zum Mitdenken auffordern. "Was denken Sie, worauf ich hinaus wollte?" ist eine gute Frage, die den Ball ins Publikum spielt. Damit gewinnt man Zeit und mit etwas Glück spielt ein Zuhörer den Ball zurück.

Beim Lästern ertappt

Lästern über Kollegen oder Vorgesetzte ist unschön. Richtig heikel wird die Sache, wenn der Betroffene davon erfährt – entweder weil er zufällig mithört oder über den Mail-Verteiler versehentlich zu lesen bekommt, was Sie über ihn denken. Ausflüchte helfen hier nicht.

Stattdessen: die direkte Aussprache suchen und sich entschuldigen. Falls die Kritik einen berechtigten Kern hat, kann man diesen höflich ansprechen.

Getränk verschüttet

Ob bei der Konferenz oder beim Geschäftsessen – eine einzige unbedachte Bewegung reicht, und das Getränk landet auf der Hose des Nachbarn. Bei Säften oder Rotwein kann das richtig peinlich sein.

Statt hektisch mit einer Serviette auf der Hose des Betroffenen herum zu tupfen, sollte man aber besser Zurückhaltung wahren. Im Lokal ruft man den Ober, ansonsten reicht man dem Besudelten seine Visitenkarte und bietet an, die Reinigung zu zahlen.

Körpersprache im Beruf - Frauen sollten das richtige Auftreten üben

Zwei schwarz gekleidete Frauen in Büro arbeiten am Laptop im Besprechungsraum, eine arbeitet an der Flipchart
schulung 1 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Fachliche Qualifikation ist wichtig – wer im Job überzeugen möchte, sollte aber auch die passende Körpersprache beherrschen. Vor allem Frauen machen hier vieles falsch.

Der erste Eindruck zählt

Wie wir einen anderen Menschen beurteilen, entscheidet sich innerhalb weniger Sekunden. Im persönlichen Kontakt entscheiden etwa der Händedruck und die Haltung. Wer aufrecht steht, wirkt zuverlässiger. Offener Blickkontakt suggeriert Vertrauenswürdigkeit.

Bei einer Präsentation achten die Zuhörer neben Inhalt und Stimme auch auf verdeckte körperliche Signale. Zeigen die Fußspitzen nach innen, werten Beobachter dies unbewusst als Schwäche. Ein klarer inhaltlicher Standpunkt spiegelt sich im festen Stand der Füße wieder – sie wollten weder zu eng noch zu weit auseinander stehen.

Verschränkt der Redner die Arme vor der Brust, wirkt das abweisend. Wandern die Hände hinter den Rücken, weckt dies instinktiv Misstrauen: das Gegenüber könnte gleich eine Keule hervorholen.

Frauen machen sich klein

Während Männer sich akustisch und optisch auffällig in Szene setzen, machen sich Frauen durch Gesten klein. Im Sitzen legen sie die Arme oft vor den Oberkörper. Besser: die Ellbogen auf der Lehne ablegen. Oder die Unterarme auf den Tisch.

Auch die Kopfhaltung sendet subtile Signale. Wenn eine Frau ihren Kopf schief hält, zeugt das von Unterwürfigkeit. Im intimen Kontakt zeigt die Frau damit, dass sie einem Mann gefallen möchte. In der Berufswelt sehen Herren durch eine entblößte Halsschlagader ihre Vormachtstellung bestätigt.

"Life Hacks" - die besten Tricks für Sie

Wie verschiedene Beautyhelfer zweckentfremdet den Alltag erleichtern können

Nahaufnahme Kosmetiktasche mit Rougepinsel, Haarbürste etc.
purse with makeup studio isolated © dinostock - www.fotolia.de

Früher hieß es noch "guter Rat" und wurde gern von der Oma an die jüngere Generation weitergegeben. Heute nennt man es "Life Hack" - und meint im Grunde dasselbe: Tipps und Tricks, die den Alltag erleichtern können.

Gerade im Internet erfreuen sich Life Hacks heute enormer Beliebtheit - etliche Blogs, Online-Magazine und natürlich Youtuber bringen ganze Sammlungen mal mehr, mal weniger pfiffiger Ratschläge heraus.

Beautyhelfer zweckentfremden

Die besten Tricks sind dabei oft die simpelsten.

Top Coat

Immer dabei haben sollte Frau zum Beispiel ein Fläschchen klaren Nagellack, auch Top Coat genannt. Mit dem lässt sich allerhand anstellen:

  • Die berühmte Laufmasche wird mit ein paar Pinselstrichen im Zaum gehalten.

  • Lose Knöpfe und offene Nähte kriegt man so vorübergehend in den Griff.

Farbiger Nagellack

Farbiger Lack wiederum ist ideal, um Schlüssel am Bund zu markieren - einmal Knallgrün für die Wohnung, einmal Taupe für den Briefkasten, und der Schlüssel fürs Büro bekommt einen feuerroten Anstrich.

Schwarzer Lack wiederum kann kleine Patzer im Lackschuh ausgleichen.

Weitere Beautyhelfer

Und auch andere Beautyhelfer lassen sich zweckentfremden:

Clever auf Reisen

Glätteisen

Ebenfalls eine sinnvolle Investition: das Glätteisen. Hiermit können Sie sich im Zweifel sogar den Lockenstab sparen! Klingt paradox, ist aber gar nicht so schwer.

Anleitungen für's Locken mit dem Glätteeisen gibt's in Hülle und Fülle im Netz. Und auch als Bügeleisen-Ersatz leistet das heiße Eisen gute Dienste - clever, wenn der Koffer nicht zu voll werden darf.

Einmal-Duschhauben

Noch ein paar weitere Tipps für cleveres Packen und Reisen? Kein Problem: Einmal-Duschhauben eignen sich hervorragend als platzsparender Schutz für Schuhe, auch Schmutzwäsche lässt sich hierin im Notfall verstauen (dann natürlich gut verschließen).

Schuhe passend föhnen

Und wenn die Schuhe erst noch eingelaufen werden müssen, dann nutzen Sie den Trick kluger Fashionistas: Socken anziehen, dann in die Schuhe steigen und diese mit heißer Föhnluft in Form bringen.

Life Hacks: So macht Mann sich das Leben leichter

Durch diese Tipps und Tricks lösen Männer knifflige Situationen mit ganz simplen Mitteln

Zwei Bierflaschenhälse, nass gekühlt beim Anstoßen
Top of beer´s bottles close © dethchimo - www.fotolia.de

Früher "Omas guter Rat", heute ganz internet-affin "Life Hacks": Kleine Tipps und Tricks, die das Leben ein bisschen leichter machen, knifflige Situationen mit ganz simplen Mitteln lösen helfen, liegen aktuell voll im Trend.

Eigene Blogs und Facebook-Gruppen beschäftigen sich ausschließlich mit der Frage, wie sich der Alltag noch angenehmer gestalten lässt - ein paar der besten Hacks für Ihn haben wir hier zusammengestellt.

Bier und Schweiß: Willkommen in der Männersektion!

Ein bisschen Klischee wird bei den Life Hacks schon kultiviert. So erfahren Männer unter anderem, wie sie

  • Reifen wechseln
  • deftiges Essen noch deftiger machen oder
  • einen Bärenangriff überstehen.

Definitiv gebrauchen kann Mann diesen Trick: Getränke kühlt man durch eine Mischung aus Salzwasser und Eiswürfeln. Diese Mischung sorgt für eine noch schnellere Kühlung.

Und was tun, wenn Schuhe und Shirt nach dem Sport so richtig verschwitzt sind? Eine Runde im Tiefkühler tötet die geruchsbildenden Bakterien ab.

Wichtig ist das gerade für Schuhe, aber auch als Notfall-Alternative fürs Lieblingsshirt, falls es danach sofort wieder einsatzbereit sein muss. Wichtig: Natürlich beides gut in Plastik verpacken, damit alles hygienisch bleibt!

Hartnäckige Verpackungen öffnen

Peinlich, wenn Mann nicht einmal eine Tüte Chips oder ein Konservenglas aufbekommt. Dabei sind die Dinger oft teuflisch widerspenstig - mit diesen Tricks klappt's: Um eine störrische Plastikverpackung zu öffnen, einfach an der üblichen Position (also dort, wo man mit den Fingern aufreißt), zwei Münzen positionieren.

Diese liegen leicht versetzt auf jeweils gegenüberliegender Seite und berühren sich in der Mitte. Nun einfach wie gewohnt die Tüte aufreißen - durch die Münzen wird die Tüte fixiert und der Druck hierauf erhöht, so dass sie sich ganz leicht öffnen lässt.

Besonders fies auch Konservengläser, die mittels Vakuum verschlossen wurden. Doch: Einfach einen Streifen starkes Tape über den Deckel bis jeweils auf beide Seiten des Glases kleben, einmal kräftig daran reißen - schon öffnet sich das störrische Ding wie von Zauberhand.

Einfach mal Danke sagen – Dankbarkeit macht glücklich und verbessert soziale Bindungen

Durch den Dank für die kleinen Alltäglichkeiten kann sich das gesamte Leben positiv verändern

Das Wort Danke mit bunten Wasserfarben auf weißen Hintergrund gepinselt, darunter Pinsel
Danke © Finetti - www.fotolia.de

Der Schlüssel zum Glück könnte Dankbarkeit heißen. Wer öfter Danke sagt, verbessert zwischenmenschliche Beziehungen – und fördert die Produktion an Glückshormonen. In der Positiven Psychologie ist Dankbarkeit eine der 24 Tugenden, die ein gelungenes Leben ausmachen. Man muss sie nur aktiv pflegen.

Balance in Beziehungen

Menschen sind auf die Hilfe, Aufmerksamkeit und Leistungen von anderen angewiesen. Für die meisten Handlungen können wir uns revanchieren, etwa indem wir dafür bezahlen oder selbst etwas für den anderen tun. Dadurch bleiben wir auf gleicher Augenhöhe.

Wenn uns selbstlos etwas Gutes getan wird, bleiben wir aber in der Schuld und geraten dadurch in Abhängigkeit. Das einfachste Mittel, die zwischenmenschliche Balance wieder herzustellen, ist ein Danke. Ganz bewusst und regelmäßig ausgesprochen, programmiert dieses Wort unsere Psyche auf eine positive Stimmung.

Dankbar für das Leben

Ob überraschende Geschenke, ein nettes Lächeln oder ein hilfsbereiter Kollege – wir werden jeden Tag zum "Opfer" von wohlwollenden Handlungen. Aber auch die eigene Gesundheit, ein schöner Anblick oder die frische Luft am Morgen ist etwas Dankbarkeit wert. Psychologische Studien legen sogar nahe, dass Dank für kleine Alltäglichkeiten das gesamte Leben verändern kann.

Das Glück trainieren

Dankbarkeit ist ein wichtiges Instrument für mehr Wohlbefinden. Sie lässt den Dopaminspiegel steigen und fördert damit Leistungsfähigkeit und Kreativität. Wer täglich drei Mal bewusst Danke sagt, empfindet weniger Stress, wird seltener depressiv und hat ein stärkeres Immunsystem. Es könnte also lohnen, sich in Dankbarkeit zu üben.

Tücken der Teamarbeit – so vermeiden Sie typische Probleme in Gruppen

Hier lauern die typischen Fallen für ein gestörtes Betriebsklima unter Mitarbeitern

High Five für Erfolg im Beruf - Mitarbeiter in Geschäftskleidung klatschen ab
Hände geben sich High Five im Büro © Robert Kneschke - www.fotolia.de

Viele Projekte lassen sich nur durch Teamarbeit bewältigen. Größere Gruppen bieten aber nicht immer die bessere Lösung. Statt sich zu befruchten, hemmen sich die Kollegen gegenseitig. Oder Einzelne stören die Produktivität der anderen. Wo lauern typische Fallen?

Abtauchen in der Masse

Ob aus Trägheit oder Kalkül, in Gruppen gibt es immer Einzelne, die sich hinter der Masse verstecken. Das mindert die Leistung des gesamten Teams.

Tipp: Klare Aufgaben verteilen. Wenn jeder genau weiß, was er zu tun hat, fällt das Untertauchen schwerer. Idealerweise sollte am Ende auch messbar sein, welchen Beitrag die einzelnen Leistungen am Erfolg hatten.

Zu viel Harmonie

Ein harmonisches Miteinander ist schön. In vielen Teams breiten sich jedoch Konventionen aus, die Neuerungen blockieren und das Verhalten auf Einstimmigkeit trimmen. Statt eigener Leistung und Ideen herrscht Konformität. In handwerklichen Projekten mag das sinnvoll sein, kreative Arbeit wird so behindert. Außerdem sinkt die Motivation, wenn der Einzelne sich nicht profilieren kann.

Das spricht nicht gegen ein gutes Betriebsklima. Wenn die Kollegen sich miteinander wohlfühlen, kann das Stress abpuffern und den Spaß an der Arbeit erhöhen. Für nettes Beisammensein ist aber in der Mittagspause oder nach Feierabend genug Zeit, es muss nicht am Schreibtisch stattfinden.

Überflieger und Eigenbrötler

Aber auch zu viel Individualität kann die Effizienz behindern. Studien zeigen etwa, dass in Teams mit besonders fähigen "Stars" die Leistungen der anderen nachlassen. Um Schwächere zu motivieren, sollten die unmittelbaren Kollegen deshalb keine Überflieger sein. Ebenso können Eigenbrötler das Team schwächen. Wer nicht gern in Gruppen arbeitet, erledigt besser separate Aufgaben und fügt diese erst später zum Teamergebnis hinzu.

Tipp: In Teambesprechungen oder beim Brainstorming dominieren meist dieselben Vielredner den Ablauf. Die Vorschläge oder Argumente von introvertierten Kollegen gehen dabei unter. In einigen Unternehmen setzt man deshalb wieder auf Papier und Stift. Wenn jeder seine Ideen schriftlich einreicht, kann jedes Teammitglieder einen Beitrag leisten.

Starre Zusammensetzung

Experten empfehlen, die Zusammensetzung von Teams regelmäßig zu wechseln. Für optimale kommunikative Abläufe ist eine Gruppengröße von sieben Personen sinnvoll. Je größer ein Team ist, desto öfter werden Entscheidungen verzögert oder gar blockiert. In manchen Branchen hat es sich bewährt, ein Kernteam von drei oder vier Kollegen zu bilden, um die sich je nach Projekt wechselnde Mitarbeiter gruppieren.

Entscheidungen treffen – Tipps für Unentschlossene

Eine bewusste Wahl trifft man leichter, mit diesen Kenntnissen über die subtilen Einflüsse der eigenen Psyche

Seitenansicht Gesichtsportrait junger Mann, Hand an Kinn gelegt
portrait with hand © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Moderne Gesellschaften bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten: wir können Friseur werden oder Astronaut, Kinder bekommen oder nicht, mit Freunden zelten oder übers Wochenende nach New York fliegen. Nur wie sollen wir uns entscheiden? Mit dem Kopf oder dem Bauch? Wer die subtilen Einflüsse der eigenen Psyche kennt, kann bewusster wählen.

Vorsicht Gewohnheit!

Der Mensch sucht nach Sicherheit. Bei Entscheidungen scannt das Gehirn deshalb alle Optionen auf bewährte Muster ab. Was wir kennen und gewohnt sind, rückt automatisch an eine vordere Position. So kommt es, dass wir lieber beim langweiligen Partner oder Job bleiben, statt uns in das Risiko einer Trennung zu stürzen. Oder wir wählen einen Beruf, in dem schon unsere Eltern erfolgreich waren.

Intuition ist gut - Nachdenken ist besser

Viele Jahre galt die Intuition als wichtiges Werkzeug für Entscheidungen. Neuere Studien zeigen aber auch die Schattenseiten von Bauchentscheidungen: sie basieren häufig auf unbewussten Ängsten und Vorurteilen. Gerade wenn wir uns einer Sache sehr schnell sicher sind, lohnt es deshalb, noch einmal den Verstand zu befragen.

Alternativen suchen

Auf der Speisekarte stehen fünfzehn Gerichte? Eine große Auswahl kann die Entscheidung erschweren. Wer sich zwischen nur zwei Dingen entscheiden muss, sollte jedoch eine dritte (gern auch abwegige) Alternative suchen.

Wie eine amerikanische Studie zeigt, fällt die Wahl zwischen zwei Optionen sehr schwer – das Risiko, einen Fehler zu machen beträgt immerhin 50 Prozent. Kam eine dritte Möglichkeit hinzu, konnten sich die Teilnehmer plötzlich schnell entscheiden.

Das Licht regulieren

Wie wichtig neurochemische Prozesse beim Entscheiden sind, belegt eine Untersuchung der Northwestern University: Bei gedämpfter Beleuchtung trafen die Probanden betont sachliche Entscheidungen. Helles Licht intensivierte dagegen die Emotionen.

Bei rationalen Fragen könnte es also sinnvoll sein, das Licht zu dimmen. Wenn die Entscheidung auch emotional unterfüttert sein soll, ist ein Spaziergang im Sonnenschein ratsam.

In Bewegung bleiben

Die Bewegung hat noch einen weiteren Vorteil: sie fördert die Kreativität. Wer komplexe Entscheidungen treffen muss, sollte deshalb öfter mal aufstehen und im Raum umhergehen. Das belegt eine psychologische Studie der Universität München.

Miesepeter sind im Vorteil

Gute Laune ist schön. Wenn es um souveräne Entscheidungen geht, sind positiv gestimmte Personen aber im Nachteil. Sie akzeptieren zwar schneller eine vorgeschlagene Möglichkeit und haben weniger Angst, sich festzulegen – die Entscheidungen sind jedoch weniger durchdacht. Traurigkeit erhöht dagegen die Aufmerksamkeit für Details und hilft, Unterschiede zwischen den Möglichkeiten genauer zu bewerten.

Unter Stress schalten sich dagegen wichtige Teile der Großhirnrinde ab. Wer merkt, das das Denken gerade blockiert ist, schiebt Entscheidungen besser auf, bis die Botenstoffe im Gehirn wieder in Balance sind.

Faires Miteinander: Wie entschuldigt man sich aufrichtig?

Wir geben Tipps für eine gute und aufrichtige Entschuldigung - Nehmen sie sich die Zeit und den Mut

Vorne dunkelhaariger junger Mann in Hemd mit traurigem Blick, hinten blonde junge Frau mit erwartungsvollem Blick
paar hat streit © Simon Ebel - www.fotolia.de

An einem stressigen Tag, oder bei einem schon länger vorhandenen Problem kann es schnell passieren:

  • Man wird hitzig,
  • vergreift sich im Tonfall und
  • sagt dem Gegenüber böse Dinge, die man später bereut.

Doch was einmal gesagt ist, ist gesagt und nun muss man die Wogen mit der passenden Entschuldigung glätten. Genau das fällt den meisten Menschen schwer, denn man gesteht nicht nur einen Fehler ein, sondern setzt sich der Gefahr einer weiteren Eskalation aus, wenn der Andere die Entschuldigung nicht annimmt.

Wie geht man also am besten an die Situation heran?

Niemals die richte Wahl ist ein halbherziges "Sorry" zwischen Tür und Angel. Das wirkt nicht überzeugend und im schlimmsten Fall kommt die andere Person sich nicht ernst genommen vor.

Eine gute Entschuldigung sollte aus mehreren Sätzen bestehen, die das Thema des Streits noch einmal aufgreifen und mit kurzer Umschreibung zeigen, wo man selbst seinen Fehler sieht. Dann entschuldigt man sich für genau dieses Verhalten.

Damit die Worte aufrichtig zum Gegenüber durchkommen, sollte man den Blickkontakt suchen. Das fällt erfahrungsgemäß besonders schwer, wenn man Reue empfindet, ist aber für eine glaubhafte Entschuldigung wichtig. Gleichzeitig beweist man sich selbst den Mut, aufrecht für Fehler einzustehen.

Je nach Situation kann es notwendig sein, dass nach der Entschuldigung das Streitthema erneut aufgegriffen wird. Auch deshalb ist es wichtig, kein Sorry schnell dahinzusagen, sondern einen ruhigen Rahmen, am besten unter vier Auge, zu finden. Man sollte also Zeit für die Entschuldigung und für weitere klärende Worte reservieren, sowie vorab überlegen, mit welchen neuen und besseren Lösungsvorschlägen man dem Streitthema nun begegnet.

Nudging im Alltag: Wir wir jeden Tag beeinflusst werden

Mittels Nudging versuchen wir alle auf andere Menschen subtil Einfluss zu nehmen

Frau hält Mann von hinten Augen zu, hält Geschenk in Hand, Überraschung
Woman covering her husband's eyes to surprise him © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Der Begriff "Nudging" kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt

  • "Schubser" oder
  • "Stups".

Es handelt sich in der Psychologie um die Kunst, andere Menschen so zu beeinflussen, dass sie größtenteils unbewusst genau das tun, was der Beeinflusser erreichen möchte.

Mit Magie hat das überhaupt nichts zu tun und tatsächlich versucht fast jeder Menschen, mittels Nudging auf andere zu wirken. Ein Blick in den Alltag belegt das.

Das Essverhalten anderer beeinflussen

Ein gut verständliches Beispiel ist der Aufbau einer Firmenkantine. Möchte der Arbeitgeber seine Angestellten zu einem möglichst gesunden Leben anhalten, bringen Aushänge oder Briefe herzlich wenig. Viel effektiver ist es, wenn in der Kantine alle Kalorienbomben an schwerer erreichbaren Stellen stehen und dafür gesundes Obst direkt im Augenhöhe und Griffweite.

Ähnlich funktionieren auch knallharte Fakten, wie man sie in den USA auf Popcorntüten nutzt. Die Menschen lesen darauf, wie viel Kalorien in ihrem "Snack" steckt und lassen eher die Finger davon. Studien zeigen, dass die US-Bürger tatsächlich seltener Popcorn im Kino kaufen, seit der Hinweis auf den Tüten stehen muss.

Eigene Interessen durchsetzen

Natürlich kann und wird Nudging auch genutzt, um Interessen durchzusetzen, die dem Gegenüber keinen Gefallen tun und nur dem eigenen Zweck dienen. Gerade in der Partnerschaft und in Freundeskreisen nutzen viele Menschen die Beeinflussung ganz gezielt, um beispielsweise die Freizeitgestaltung bestimmen zu können. Man lenkt den Anderen durch gezielte Fragen auf die gewünschte Antwort.

Wer seine Schauspielkünste an den Tag legt, der kann beim Nudging auch Unverständnis spielen. Möchte man eine Aufgabe im Haushalt nicht erfüllen, muss man sich nur als ungeeignet dafür darstellen und entgeht der lästigen Arbeit.

Was beim Nudging neben gezielter Gesprächsführung hervorragend funktioniert, ist das Schmeicheln durch Lob und Komplimente und das Überreichen kleiner Geschenke. Der Angesprochene und Beschenkte fühlt sich im Zugzwang, ebenfalls nett und zuvorkommend zu sein.

Im Job erfolgreich sein: Tipps für Introvertierte

Diese Ratschläge sollten Introvertierte beachten, um sich bei der Karriere nicht selbst im Weg zu stehen

Sitzrunde, Meeting, Besprechung, Diskussion
Meeting 1 © mankale - www.fotolia.de

Jeder Mensch ist anders und doch kann man in Bezug auf die Zwischenmenschlichkeit zwei Lager ausmachen:

Wer einen extrovertierten Charakter hat, der geht offen auf andere zu, bringt sich lebhaft in Diskussionen ein und ist weder bei Präsentationen noch bei Gesprächen mit dem Vorgesetzten um Worte verlegen.

Introvertierte Charaktere dagegen halten sich verbal stark zurück. Sie denken zwar aktiv mit und haben oft großartige Ideen, doch sie gehören einfach zur ruhigen Sorte und haben nicht den Drang, im Mittelpunkt zu stehen.

Gezielt aus Mustern ausbrechen

Stark introvertiert zu sein, kann im Beruf jedoch hinderlich werden. Man bringt sich in Meetings wenig ein, überlässt Präsentationen eher anderen und stellt das eigene Licht unter den Scheffel. Um das Team und Vorgesetzte von den vorhandenen, aber stillen Qualifikationen zu überzeugen, müssen Introvertierte gezielt einmal aus Mustern ausbrechen.

Der beste Tipp für das nächste Meeting: Nehmen Sie sich fest vor, Ihre Meinung dieses Mal laut zu sagen. Denken Sie dabei daran, dass immer auch Ihre Sichtweise gefragt ist, die Kollegen es aber schlicht nicht gewohnt sind, dass Sie von diesem Recht Gebrauch machen. Ist das Eis jedoch einmal gebrochen, werden Sie auch in künftigen Meetings zu den Aktiven gehören.

Für Präsentationen melden

Der Sprung ins kalte Wasser gilt auch für Präsentationen. Nehmen Sie freiwillig die Vorstellung eines Themas an, das Sie interessiert. Das sorgt für innere Motivation.

Nach der Vorbereitung ist es zudem hilfreich, die Präsentation zuhause durchzuspielen. Ideal ist es, wenn Familienmitglieder oder Freunde einmal die Zuhörerrolle übernehmen. Nach dieser Generalprobe fällt die Präsentation in der Firma bedeutend leichter.

An Betriebsfeiern teilnehmen

Introvertierte verweigern sich nach Möglichkeit auch jeder Betriebsfeier. So schiebt man sich jedoch selbst ins Aus, verpasst das Networking und eventuell Aufstiegschancen.

Setzen Sie sich daher den Vorsatz, die nächste Feier als persönliches Pflichtprogramm zu sehen und bitten Sie einen lieben Kollegen, von Anfang an mit Ihnen zu fahren. So können Sie nicht mehr schwach werden und kommen zudem direkt zu zweit auf der Betriebsfeier an.

Gezielte Hirnstimulation macht viele Menschen ehrlicher

Ehrlichkeit durch das Stimulieren des Gehirns verstärken

3-D-Modellgrafik eines Gehirns mit vielen bunten Verbindungspunkten, scheint über zwei Händen zu schweben
brain © vege - www.fotolia.de

Die transkranielle Gleichstromstimulation, kurz tDCS, wird in der Medizin zu Therapiezwecken eingesetzt. Patienten können beispielsweise nach einem Schlaganfall dank tDCS das Sprachzentrum stimulieren oder die Feinmotorik gezielter trainieren. Auch bei Depressionen und Halluzinationen kommt das Verfahren inzwischen zum Einsatz.

In einer aktuellen Studie wurde allerdings etwas ganz anderes getestet. Gesunde Menschen bekamen die Elektroden aufgesetzt und erhielten eine Stimulation der Hirnregionen, in denen laut Neurologen das menschliche Gewissen sitzt. Die Frage war, ob man durch die Gleichstromstimulation die Ehrlichkeit beeinflussen kann. Die Antwort ist zweigeteilt.

Aktuelle Studie zum menschlichen Gewissen

Laut den Forschungsergebnissen der letzten Jahrzehnte sitzt die Ehrlichkeit nicht in einem Teil des Gehirns, sondern ist über mehrere Areale verstreut. Beteiligt ist unter anderem die Amygdala, wo auch die Gefühle sitzen. Ein denkbarer Zusammenhang: Durch die Angst vor schädlichen Folgen einer Lüge, sind manche Menschen besonders ehrlich.

Noch wichtiger ist vermutlich der dorsolaterale präfrontale Cortex in der rechten Hirnhälfte (abgekürzt rDLPFC). Hier haben Studien den Sitz der moralischen Skrupel gesehen. Für das aktuelle Experiment wurden daher bei gesunden Menschen die Elektroden der transkranielle Gleichstromstimulation so gesetzt, dass der rDLPFC stimuliert wurde.

Freiwillige wurden an einen Monitor gesetzt und bekamen einen Würfel. Sie sollten insgesamt zehnmal würfeln und die Zahlen am PC eintragen. Sie wussten allerdings vorab, welche Zahlen für sie ein hohes Preisgeld bedeuten würden. Betrügen war möglich und diese Chance nutzten einige. 68 Prozent hatten hohe Gewinne bekommen und 8,5 Prozent sogar den Höchstgewinn. Es waren also vermutlich skrupellose Betrüger im Spiel.

Nach der ersten Runde wurde die transkranielle Gleichstromstimulation genutzt. Nun sank der Prozentsatz für hohe Gewinne von 68 Prozent auf 58 Prozent. Die Gesamtgruppe war also ehrlicher geworden. Dagegen lag die Quote für Höchstgewinne weiterhin bei 8,2 Prozent.

Fazit

Das Fazit der Forscher: Wer besonders skrupellos ist, wird durch die Hirnstimulation nicht beeinflusst, doch wer moralische Zweifel hat, kann durch die Stimulation auf den ehrlicheren Pfad gebracht werden.

Mut lässt sich trainieren

Acht von zehn Passanten stehen einem Menschen in Not nicht bei. Das bestätigen nach Angaben der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau zahlreiche Untersuchungen mit gestellten Notsituationen. Dabei ist es nicht einfach Feigheit, die vom Eingreifen abhält, sondern Unsicherheit über die eigenen Möglichkeiten.

Experten raten deshalb, Bedrohungssituationen auch einmal mit Freunden durchzuspielen. So kann sich jeder klar werden, zu welchem persönlichen Risiko er bereit ist. Auch lassen sich bestimmte Verhaltensweisen trainieren. So ist es wichtig, Distanz zu wahren und den Gegner unbedingt zu siezen. Drohen, Beleidigungen und körperlicher Einsatz sollten unterbleiben, da sie zur Eskalation führen könnten. Gibt es Zuschauer, nicht allgemein um Mithilfe bitten, sondern Einzelne gezielt ansprechen.

Nicht zu lange warten - Tipps zur richtigen Entschuldigung

Junges Paar Rücken an Rücken, schwarz-weiß, Streit
rücken an rücken © Doreen Salcher - www.fotolia.de

Jeder Mensch macht ab und an Fehler, mal große, mal kleine und in vielen Fällen wird dadurch ein anderer enttäuscht, sodass eine Entschuldigung hermuss. Doch den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Worte zu finden, damit tun sich viele schwer. Gibt es überhaupt gute und schlechte Entschuldigungen? Und wie sollte man am besten vorgehen, um sich angemessen zu entschuldigen?

Schnell reagieren und das richtige Gefühl übermitteln

Nach Angaben von Sozialpädagogen ist es am wichtigsten, sich mit einer Entschuldigung nicht zu lange Zeit zu lassen. Auch wenn das Gegenüber dann noch wütend oder seine Enttäuschung groß ist, so ist eine schnelle Reaktion der richtige Weg. Anderenfalls würde es so aussehen, als sei der Fehler demjenigen, der ihn gemacht hat, nicht bewusst und das Glätten der Wogen nicht wichtig.

Weiterhin ist es bedeutend, das richtige Gefühl in seiner Entschuldigung zu vermitteln. Die Person, bei der man sich entschuldigt, sollte merken, dass man die Worte ernst meint und dass man vor allem einsieht, dass man einen Fehler gemacht hat. Rechtfertigungen sollte man hier vermeiden, denn diese sind lediglich dazu da, um sein eigenes Gewissen zu beruhigen. Es kann helfen, dem Gegenüber Vorschläge zu machen, wie man etwas wieder gut machen oder einen erneuten Fehler vermeiden könnte.

Was tun, wenn einem nicht gleich verziehen wird?

Es kann natürlich sein, dass die Entschuldigung nicht sofort angenommen wird und der oder die Verletzte erst mal seinen/ihren Freiraum benötigt. Es bringt nichts, zu versuchen, sofort wieder ein harmonisches Verhältnis aufzubauen, wenn die andere Person noch nicht dazu bereit ist. Dies sollte in einem Gespräch geklärt werden, sodass die Ansichten beider Seiten keine Fragen mehr aufwerfen. Auch sich selbst sollte man das Fehlverhalten verzeihen, denn sich weiterhin Vorwürfe zu machen, bringt einen nicht weiter, ganz im Gegenteil.

Positive Tipps statt düsterer Warnungen: Der Mensch lässt sich nur bedingt beeinflussen

Wer heutzutage Ratgebermagazine liest, sieht sich düsteren Szenarien ausgesetzt: Alle möglichen Lebensmittel lösen Krebs, Diabetes oder Herzinfarkte aus, die Sonne sorgt für Falten und die Zigarette ist ohnehin Teufelszeug, das ihre Konsumenten ins frühe Grab bringt. Doch obwohl Zigarettenschachteln seit einigen Jahren mit großen Warnhinweisen beschriftet werden und generell überall auf die Gefahren des Rauchens hingewiesen wird, greifen noch immer zahllose Menschen weltweit zur Zigarette.

Forscher stellten nun in einem Experiment fest, dass der Mensch Warnungen gerne ausblendet. Je jünger die Probanden waren, umso stärker war ihre Ablehnung von warnenden Hinweisen auf die gesundheitsschädigende Wirkung von Zigaretten: Sie wollten es einfach nicht wahrhaben. Auf positive Informationen reagierten sie dagegen eher und zeigten sich anpassungsbereiter. Die Forscher empfehlen daher, statt düstere Warnungen positive Informationen zu vermitteln und beispielsweise darauf hinzuweisen, dass Nichtraucher viel Geld sparen oder eine gesündere Haut haben.

Im Experiment mussten die Probanden ihr persönliches Risiko für diverse Schreckensszenarien wie Einbrüche, Überfälle und Verkehrsunfälle einschätzen. Wer erfuhr, dass sein Risiko, beispielsweise Opfer eines Verbrechens zu werden, weit über der eigenen Einschätzung liegt, reagierte darauf mit bockiger Ablehnung. Wer dagegen erfuhr, dass sein eigenes Risiko weit unter dem vermuteten Risiko liegt, nahm diese freudige Kunde viel bereitwilliger auf.

4 wertvolle Tipps für Frauen, um es im Leben leichter zu haben

Junge Frau draußen mit modischer Strickmütze und Mantel
lifestyle © Andrey Kiselev - www.fotolia.de

Immer ein charmantes Lächeln auf den Lippen, ein gepflegtes Äußeres und erfolgreich in Job und in der Familie. Für viele Frauen ist es unerlässlich, stets perfekt zu sein.

Doch nicht immer ist es im Leben so einfach und viele Frauen machen es sich unnütz schwer, indem sie sich selber viel zu hohe Ziele setzen. Selbstwertgefühl und Lebensfreude bleiben da oftmals auf der Strecke. Doch das muss nicht sein! Hier ein paar Tipps, wie Frau sich das Leben einfacher machen kann:

Tipp 1: Man muss nicht jedem gefallen!

Wer stets und ständig zu allem „Ja und amen“ sagt, geht vielleicht Konflikten aus dem Weg. Aber selbstbewusst macht das nicht. Nur wenn sich die Frau endlich von dem Gedanken befreit, immer allen gefallen zu wollen, wird sie rasch feststellen, dass das Leben dennoch lebenswert bleibt. Eigene Ziele verfolgen und diesem Weg treu bleiben! Auch wenn es eben nicht allen gefällt.

Tipp 2: Gleiches Gehalt für gleiche Arbeit!

Frauen bekommen nach wie vor in zahlreichen Berufen nicht die gleiche Entlohnung für die selbe Arbeit, wie die Herren der Schöpfung. Selbst wenn es alles andere als bequem ist: Den Kampf dürfen Frauen nicht aufgeben und daher ruhig hin und wieder nach einem besseren Gehalt fragen.

Tipp 3: Es muss nicht immer modisch und sexy sein!

Jeden Morgen Stunden im Bad zu verbringen, um sich zu stylen und hübsch zu machen, ist Alltag vieler Frauen. Dann noch die modischsten Kleider gesucht, High Heels und los geht es. Das muss aber nicht sein! Ein gepflegtes Äußeres ist oftmals ausreichend. Keine Frau muss sich täglich raus putzen, wie zu einem Gala Abend. High Heels und Co sollten einfach für besonders Anlässe aufgehoben werden.

Tipp 4: Diät? Nein, danke!

Wer ständig einem unrealistischen Schönheitsideal hinterher jagt und eine Diät nach der anderen macht, verliert in den seltensten Fällen Pfunde, dafür aber an Lebensfreude. Eine gesunde Ernährung und eine positive Einstellung zum eigenen Gewicht, lassen die wahre Schönheit erstrahlen: die Innere!

Herbstblues? Von wegen - Mit diesen Tipps motiviert jedes Ziel erreichen

Geschäftsmann im Anzug läuft auf Laufbahn durchs Ziel
Victory © pressmaster - www.fotolia.de

Gewisse Ziele hat jeder, ob groß oder klein, ob nah oder fern. Nicht immer ist jedoch die nötige Motivation vorhanden, so kann schon der Plan, mal wieder den Kleiderschrank auszumisten, zur größten Aufgabe der Welt. Vor allem in der jetzigen Jahreszeit, an Tagen, die schnell dunkel und häufig grau sind, würde man sich am liebsten einfach verkriechen. Mit den folgenden Tipps überwindet man seinen inneren Schweinehund auch trüben Tagen.

Genaues Ziel festlegen und andere einweihen

Bevor man sich der bevorstehenden Aufgabe stellt, ist es wichtig, zu überlegen, was man genau erreichen möchte, und wie man an dieses Ziel gelangt. Sicherlich hat es bis jetzt bestimmte Gründe gegeben, warum es bis jetzt nicht geklappt hat – diesen sollte man sich bewusst sein, um sie bei diesem Mal zu umgehen. Es ist hilfreich, anderen, beispielsweise einem Freund, von seinen Plänen zu erzählen. Dieser kann hin und wieder nachfragen, wie es läuft und bei Bedarf dazu motivieren, dran zu bleiben.

Deadline setzen und in die Zukunft sehen

Wer sich feste Ziele setzt, braucht auch feste Termine, um diese in Etappen zu erreichen. Eine Deadline hilft, einen gewissen Druck aufzubauen. Auch der Freund, der in die Pläne eingeweiht ist, sollte über diese Bescheid wissen und immer wieder kontrollieren. Zudem ist es wichtig, sich vorzustellen – und zwar so detailliert wie möglich – wie es sein wird, wenn man am Ziel angekommen ist. Dies wirkt sich auch noch mal positiv auf die Motivation aus.

Belohnen und kleine Umwege in Kauf nehmen

Hat man es schließlich geschafft, so ist dies durchaus etwas, worauf man stolz sein kann – also warum nicht einmal sich selbst belohnen? Das ist gut fürs Ego und hilft auch in Zukunft bei der Bewältigung von Aufgaben. Man kann sich auch mit mehreren kleinen Belohnungen eine Freude machen; beispielsweise nach jeder erreichten Etappe. Wie diese aussehen, kann man sich vorher genau überlegen.

Natürlich kommt es ab und zu vor, dass es nicht so rund läuft, wie man es sich erhofft hat. Kleine Rückschläge sind normal und sollten durchaus mit eingeplant werden. In diesem Fall wird es vielleicht nötig, sein Ziel schließlich über kleine Umwege zu erreichen. Solang man zumindest probiert, dies zu vermeiden, ist es auch gar nicht schlimm.

Das Recht auf Faulheit: Warum Nichtstun so wichtig ist

Dunkelhaarige Frau mit geschlossenen Augen lehnt ihren Kopf entspannt auf den Arm
relaxation © Darren Baker - www.fotolia.de

Die Faulheit hat keinen guten Ruf: Sie gehört zu den sieben Todsünden der Christenheit und der Volksmund weiß seit langem, dass Müßiggang aller Laster Anfang ist. In der modernen Gesellschaft gilt nur derjenige etwas, der ständig unter Dampf steht, hohe Leistungsbereitschaft zeigt und an seiner Selbstoptimierung arbeitet. Faulheit ist verpönt. Das Resultat dieser Einstellung ist nicht zu übersehen: Burnouts und Depressionen nehmen zu.

So sind dann auch erste Stimmen zu hören, die der Faulheit ihren schlechten Ruf nehmen wollen. Der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann unterscheidet zum Beispiel zwischen der Trägheit (Acedia) und der konzentrierten Muße (Otium), die häufig übersehen wird.

Acedia

So darf "Acedia" - der faule passive Konsum auf der Couch - ruhig als Sünde betrachtet werden, die mit Denkfaulheit und Unachtsamkeit einhergeht.

Otium

Andererseits sollte "Otium" aber wieder mehr Beachtung erfahren: Bei dieser kontemplativen Form des Nichtstuns geht es darum, sich Zeit zum aktiven Nachdenken und Reflektieren zu geben. Dies sorgt nicht nur dafür, dass die heutige Medienflut besser verarbeitet werden kann, sondern auch für das Freisetzen kreativer und produktiver Energie.

Zeit zum Umdenken

Liessmann weist zudem darauf hin, dass die Arbeit erst seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert glorifiziert wurde - und seitdem die Fähigkeit zum Nachdenken, Philosophieren und Entspannen immer weiter nachgelassen hat. Zeit für ein Umdenken.

So lassen sich die guten Vorsätze für das neue Jahr auch tatsächlich umsetzen

Mandarinen und Maßband auf Kalender: Abnehmen, Vorsatz
Ab heute gesund! © Kathrin39 - www.fotolia.de

Schon in etwas mehr als einem Monat wird wieder das neue Jahr eingeläutet und viele fassen schon jetzt wieder ihre alljährlichen guten Vorsätze. Damit die guten Vorsätze für das neue Jahr aber nicht wieder einfach so dahergesagt und schon am Silvesterabend wieder über Bord geworfen werden, sollte man sich im Vorfeld ernsthafte Gedanken darüber machen, was und ob man es überhaupt ändern will. Wer garnicht wirklich bereit dazu ist, sein Leben oder schlechte Gewohnheiten zu ändern, der wird dies nämlich auch zum neuen Jahr nicht tun.

Wichtig ist daher sich im Vorfeld genau zu überlegen, was einen stört. Am besten schreibt man sich die Punkte, die man gerne ändern möchte, handschriftlich auf und sortiert diese anschließend nach ihrer Wichtigkeit. Der Punkt, der am meisten nervt und der unbedingt geändert werden muss, sollte dann als guter Vorsatz für das neue Jahr dienen.

Um das Ziel nicht wieder aus den Augen zu verlieren, ist Motivation wichtig. Anstatt seine Energie auf andere Dinge oder Ersatzbefriedigungen zu verschwenden, um sich vielleicht sogar von dem eigentlichen Problem abzulenken, sollte die Energie darauf verwendet werden dieses Problem endlich anzugehen und zu lösen.

Wenn die guten Vorsätze wieder einmal zu scheitern drohen, kann es auch hilfreich sein sich fremde Hilfe zu suchen. Entweder bei einer nahestehenden Person, die einem etwas bedeutet und von der man gerne und häufig Ratschläge annimmt oder aber von einer außenstehenden und völlig fremden Person, die sich professionell mit der Thematik befasst, wie etwa ein Motivationscoach.

Mit Geiz und Gier leben – eine gesunde Balance zu finden, fällt oft schwer

Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
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Die klassische Todsündenlehre hat sich über die Zeit hin immer wieder gewandelt. Zu deren Ursprung wird die Geldgier gezählt. Später kam der Stolz hinzu und letztendlich kam man wieder zurück auf die Habgier. Nicht weit davon entfernt steht der Geiz – diese beiden Eigenschaften eines Menschen standen einer im vergangenen Jahr durchgeführten Studie zufolge 2012 mit an erster Stelle in Sachen negative Eigenschaften eines Menschen.

Woher stammen Geiz und Gier?

Wissenschaftlern zufolge wäre der Mensch, so wie er heute lebt, gar nicht da, wären seine Vorfahren nicht geizig und gierig gewesen. Sie sehen die Gier als „wichtigsten Treiber für unseren Wohlstand“. Nach Ansicht der Forscher liegt es in der Natur des Menschen, stets etwas besser abschneiden zu wollen als seine Mitmenschen; auf diese Weise orientiert sich sein Verhalten. In mehrfach durchgeführten Untersuchungen zeigte sich stets, dass die Menschen sich generell immer für einen größeren Besitz entscheiden als den des Gegenübers.

Die Gier kann zur Droge werden

Wenn man seine Gier nicht mehr im Griff hat, kann diese zu einer Sucht werden. Am Beispiel des zwanghaften Kaufverhaltens lässt sich dies sehr gut erkennen: Betroffene möchten immer mehr Dinge besitzen, obwohl sie diese nicht benötigen. Im schlimmsten Fall horten sie die Gegenstände schließlich in ihrer Wohnung, ohne sie auszupacken, geschweige denn zu verwenden. Wissenschaftler haben zudem festgestellt, dass sowohl bei einem Drogensüchtigen als auch bei einem Geldanleger, der auf einen hohen Gewinn aus war, dieselben Gehirnregionen angeregt werden wie die, die für ein Glücksgefühl und die Suchtentstehung stehen.

Vorsätze für das neue Jahr durchziehen, auch wenn die Verführung manchmal groß erscheint

Mandarinen und Maßband auf Kalender: Abnehmen, Vorsatz
Ab heute gesund! © Kathrin39 - www.fotolia.de

Alle Jahre wieder fassen viele Menschen zahlreiche gute Vorsätze für das neue Jahr, aber nur die wenigsten halten es dann auch wirklich durch. Entscheidend ist an dieser Stelle, sich keine utopischen Ziele zu setzen.

Sich von Verführungen fernhalten

Grundsätzlich spielen eine Menge Faktoren eine Rolle, wenn es darum geht, ein gestecktes Ziel zu erreichen. Dabei ist auch wichtig, sich bewusst von Verführungen fern zu halten. Ein einfaches Beispiel ist der Erhalt der Beziehung. Wer in einer festen und glücklichen Beziehung ist, schaut nicht permanent nach dem anderen Geschlecht. Das könnte die Gefahr in sich bergen, sprichwörtlich verführt zu werden. Ähnlich kann es auf das Rauchen umgemünzt werden. Wer ernsthaft das Rauchen aufgeben möchte, sollte sich von rauchenden Personen fern halten.

Der Wunsch abzunehmen

Anders sieht das mit einer Diät aus. Einen solchen Vorsatz sollte man nur fassen, wenn man ihn selbst tatsächlich verwirklichen möchte. Dabei ist es sinnvoll, eine Gewichtsabnahme ins Auge zu fassen, die man realistischerweise auch erreichen kann. Ist das Ziel zu hoch gesteckt, endet ein solcher Vorsatz meist mit den Worten, man habe es versucht.

Gute psychische Konstitution ist hilfreich

Ein gutes Selbstwertgefühl und eine gesunde Selbstwahrnehmung können helfen, die Vorsätze für das neue Jahr umzusetzen, auch wenn es hin und wieder Verführungen gibt.

Ekel ist ins Gehirn programmiert – und individuell trainierbar

Junges Gesicht mit Pickel auf dem Kinn, Finger zeigt darauf
Pimple © soupstock - www.fotolia.de

Wenn im Dschungelcamp Maden, Schaben und gegrillte Genitalien auf den Tisch kommen, ekeln sich auch die Zuschauer vor dem Fernseher. Und das ist gut so, denn der Widerwille gegen Verdorbenes, Ausscheidungen und Insekten hat das Überleben der Menschheit gesichert.

Neben dem evolutionären Programm ist Ekel aber auch kulturell und individuell antrainiert.

Das Ekeln passt sich der Kultur an

Die Liste der ekelerregenden Faktoren ist universell: sie reicht von Körperflüssigkeiten, Schleim und Eiter über verwesende Pflanzen und Tiere bis zu Würmern, Schaben und haarigen Spinnen.

In jeder Kultur gibt es außerdem ein Extra-Repertoire an Dingen, die bei den Menschen Abscheu erregen. Asiaten ekeln sich vor Schimmelkäse, Europäer haben sich den Verzehr von Innereien, Hirn und Hoden abgewöhnt.

Das Ekelempfinden passt sich also den Gegebenheiten an. Während Körperhaare unter den Achseln oder an Frauenbeinen noch vor zwei Jahrzehnten als normal galten, wenden sich die meisten Jugendlichen heute angewidert ab.

So reagriert der Körper auf Ekelgefühle

Wenn eine Situation starke Ekelgefühle auslöst, kann die Abscheu außerdem auf andere Objekte überspringen – so verabscheuen manche Menschen ihre Füße, andere mögen keine Holzstiele anfassen oder bekommen beschleunigte Atmung, wenn sie Kleidungsstücke mit Knöpfen tragen sollen.

Körperliche Begleitreaktionen wie Übelkeit und Würgereiz bestätigen den evolutionären Sinn des Ekels: das potenziell Gefährliche soll wieder aus dem Körper entfernt werden.

Um andere zu warnen, besitzt der Mensch zudem eine eigene Mimik zum Ausdruck von Ekel. Die Nase ist gerümpft, die Oberlippe nach oben gezogen und die Mundwinkel nach unten.

Sprachpsychologie für den Job - wie Sie Büroschwätzer mit Reimen außer Gefecht setzen

Mögen Sie Reime? Nein? Das ist schade, denn gereimte Sprüche können eine Allzweckwaffe im Schlagabtausch mit nervigen Kollegen sein. Statt den gehässigen Lästerer oder die dampflaudernde Ulknudel mit sachlich Worten in die Schranken zu weisen, nutzen Sie den Rhyme-as-Reason-Effekt.

Das Prinzip hinter Rhyme-as-Reason

Hinter diesem Begriff versteckt sich eine simple psychologische Wahrheit: Gereimte Sätze wirken glaubwürdiger und sinnreicher als normale Aussagen. Da Reime kognitiv leichter zu verarbeiten sind, erzeugen sie die Illusion von Wahrheit, auch wenn sich eigentlich nur Nonsens dahinter verbirgt:

- Tja, liebe Frau Müller, wer was schaffen will im Leben, muss schwere Kisten heben.

- Ich sag ja immer, mit dem Kopf im Wind lacht jedes Kind.

Nach solchen flotten Sprüchen wird das eben noch plappernde Gegenüber eine Weile still sein. Experimente belegen, dass das menschliche Gehirn auch in sinnlosen Reimen unwillkürlich nach einer Wahrheit sucht. Das verschafft dem Reimenden endlich Ruhe – und viel Spaß beim Zuschauen, wie die Nervbolzen versuchen, ihre Gedanken wieder zu sortieren.

Frauen: Tipps für mehr Mut und Selbstbewusstsein

Beruf - Chefin mit weißem Laptop und Papieren im Gespräch mit einer Angestellten
discussing today's work © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Schon der Name "schwaches Geschlecht" zeigt, wie die Rollenbilder bei uns verteilt sind - selbst Jahrzehnte nach der Emanzipation.

Weitergabe traditioneller Rollenbilder

Noch immer gelten Frauen, die sich durchsetzen, als zickig, hartherzig, werden gar beschimpft. Ganz im Gegenteil dazu wird von Männern oft sogar erwartet, dass sie führungsstark sind und gern auch einmal den Macho raushängen lassen.

Diese Rollenbilder sind seit Jahrhunderten fest in der Gesellschaft verankert, sie werden auch durch die Erziehung - selbst bei besten Absichten - immer weiter gegeben.

Ausüben von Durchsetzungsvermögen im Alltag und im Beruf

Doch wir können auch ganz klein anfangen, wenn wir Dinge verändern möchten. Zum Beispiel bei uns selbst! Statt zu jammern oder gleich die gesamte Gesellschaft in die Pflicht zu nehmen, sollten wir selbst aufstehen - und mehr Mut und Selbstbewusstsein an den Tag legen, vom Familienalltag bis zum Job. Dabei ist es bereits ein erster wichtiger Schritt, den aktuellen Status Quo zu erkennen. Wo hapert es noch mit der Durchsetzung, wo wünschen Sie sich ganz persönlich mehr Mumm?

Manchmal sind es die ganz gewöhnlichen Alltagssituationen, in denen wir uns plötzlich schwach und unbedeutend fühlen. Überlegen Sie anschließend, was Sie ändern können, um besser wahrgenommen zu werden. Das fängt bei der Kleidung an (bloß nicht verstecken! Tragen Sie, was Ihre Persönlichkeit unterstreicht!) und hört beim Verhalten auf.

Abschauen von männlichen Verhaltensweisen

Ein Tipp für den Job: Lassen Sie nicht zu, dass man Ihnen in der Teamkonferenz über den Mund fährt. Männer sind oft wahre Meister darin, Frauen zu unterbrechen oder nicht ernst zu nehmen.

Allerdings sollten Sie sich auch bei der Verteidigung einige durchaus gute Seiten des "starken Geschlechts" abschauen: Statt beleidigt oder gar gekränkt zu werden, würde ein Mann nämlich einfach weitermachen, den Störenfried vielleicht kurz zur Räson rufen, aber ansonsten laut und deutlich fortfahren. Dies signalisiert die richtige Mischung aus Durchsetzungsfähigkeit und Gelassenheit.

Überhaupt hilft es oft schon, laut und deutlich zu sprechen - viele Frauen haben Angst, etwas Dummes oder Unwichtiges zu haben, und schweigen deshalb lieber. Bei Gehaltsverhandlungen oder im Team verschaffen Sie sich so aber sicher kein Gehör!

Nein-Sagen üben in Freundschaften und Beziehungen

Eine Regel, die Frau wirklich in jeder Situation beherzigen kann (und sollte!): Sagen Sie öfters mal "Nein". Gerade Mädchen wurden häufig dazu erzogen, lieb und angepasst zu sein. Dabei ist das völlig unsinnig - wer Sie liebt und schätzt, der tut dies unabhängig davon, was Sie für ihn bzw. sie tun!

Das gilt insbesondere in Freundschaften und Beziehungen, aber auch gegenüber der Familie oder Arbeitskollegen. Sie werden erleben, dass Neinsagen kein Beinbruch ist und künftig mit noch mehr Selbstbewusstsein durchs Leben gehen!

Blender im Job – wie man sie entlarvt, und was man von ihnen lernen kann

Kleine Gruppe im Businesslook bei lockerem Meeting im Büro
good employee attitude © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Schöne Worte, große Gesten, schicke Klamotten – Blender sind erfolgreich, weil sie sich so präsentieren. Während die stillen und fleißigen Kollegen den Laden zusammenhalten, machen sie Karriere. Das ist nicht nur frustrierend, sondern kann für die Firma auch erheblichen Schaden anrichten.

Wir verraten, wie Sie Schaumschläger entlarven – und was Sie von ihnen lernen können.

Den Blender erkennen

Fachliche Kompetenz ist wichtig. Ohne Selbstdarstellung läuft im Arbeitsleben heute aber nichts mehr. Das erhöht die Karrierechancen von Blendern und bremst bescheidenere Mitarbeiter aus. Wer den Aufschneidern das Handwerk legen möchte, kann sie durch Beharrlichkeit und geschickte Fragen ins Leere laufen lassen.

Arbeitspsychologen überführen Schaumschläger mit der sogenannten Trichter-Methode. Wenn ein Bewerber sich mit unglaubwürdigen Fähigkeiten oder Leistungen brüstet, fragen sie intensiv nach - bei jeder Antwort etwas konkreter und tiefer. Irgendwann werden die Lügen so komplex, dass der Blender sich in Widersprüche verwickelt.

Vor allem Frauen neigen zur Tiefstapelei. Während Männer ungeniert und lange über ihre eigenen Stärken reden, stellen sie ihr Licht unter den Scheffel. Erfolge erzielen sie aber nur, wenn sie sich überwinden und selbst die Kunst der positiven Selbstdarstellung erlernen.

Schon kleine Maßnahmen verbessern die Außenwirkung: ein fester Händedruck, Augenkontakt und selbstsichere Körpersprache verbreiten Optimismus. Gerade Frauen können sich zudem durch ein Stimm- und Sprechtraining mehr Autorität verschaffen.

Dabei geht es nicht darum, anderen etwas vorzuspielen, sondern die eigene Persönlichkeit und Kompetenz besser wahrnehmbar zu machen.

Cholerischer Arbeitgeber - Tipps für Angestellte, um sich richtig zu verhalten

Büromitarbeiter streitet sich mit Chefin
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Dass es hin und wieder zu stressigen Situationen im Job kommt, bei denen man mit dem Chef aneinander gerät, etwa weil man eine Aufgabe nicht zu seiner Zufriedenheit erledigt hat, kommt vor.

Schlimm wird es jedoch, wenn man sich andauernd den Wutausbrüchen des Arbeitgebers aussetzen muss, nämlich dann, wenn dieser ein Choleriker ist und man es ihm niemals recht machen kann. Solche regelmäßigen Wutausbrüchen sind alles andere als förderlich für das Betriebsklima und können bei Arbeitnehmern zu Ängsten und Panik führen.

Grenzen aufzeigen - auch wenn es um den Chef geht

Auch wenn es möglicherweise Überwindung kostet, sollten sich Betroffene auf keinen Fall "klein" machen, so der Rat von Psychologen, denn dann werden sich die Ausbrüche häufen.

Es ist wichtig, seinem Gegenüber - auch wenn es sich hierbei um den Chef handelt - zu zeigen, dass dieser seine Wut nicht einfach an ihm auslassen kann, denn dies tut er in so einer Situation: seinen Stress abbauen. Dies ist auch auf andere Weise möglich und der Arbeitgeber sollte wissen, dass es Grenzen gibt und man so nicht mit seinen Angestellten umspringen kann.

Rechtfertigungen sind laut Experten hierbei fehl am Platz, auch mit Gegenargumenten wird man nicht viel erreichen können.

Den richtigen Ton treffen

Stattdessen sollte man dem Choleriker sagen, dass er kein Recht hat, so laut zu werden; dabei ist es wichtig, ihm in die Augen zu sehen. Dies erfordert natürlich entsprechend Mut, doch nur auf diese Weise wird der Arbeitgeber merken, dass sein Verhalten falsch ist.

Sich persönlich angegriffen zu fühlen ist hingegen nicht der richtige Weg, denn somit verliert man schnell die benötigte Energie für den Arbeitstag.

Möglicherweise klappt das Kontrageben beim ersten Mal nicht, was verständlich ist. In diesem Fall darf man auch einfach aufstehen und gehen, denn sich anschreien zu lassen, muss man sich keineswegs gefallen lassen. Dann allerdings sollte man nicht allzu lange warten und den Chef um ein ruhiges Gespräch bitten.

Es bedarf also auch etwas Geduld, bis der Arbeitgeber sein Verhalten ändert, doch wer als Mitarbeiter am Ball bleibt, hat gute Chancen, sich in Zukunft vor solchen Wutausbrüchen zu schützen.

Was ist Charme und kann man charmant sein erlernen?

Hübsche, lächelnde Frau mit langen, blonden Locken und beigem Wollpulli
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Das Wort "Charme" leitet sich vom Französischen "charmer" ab und würde am ehesten als "entzücken" oder "bezaubern" übersetzt werden. Letzteres ist fast die bessere Wahl, denn auch das französische Wort hat einen Ursprung: Das Lateinische "carminare" und das bedeutet wörtlich "verzaubern".

Die meisten Menschen würden sich dieser Definition auch sofort anschließen, denn ein Mensch mit Charme verzaubert sein Umfeld einfach. Das Persönlichkeitsmerkmal hat in der Tat etwas magisches, denn wirklich fassen und eindeutig definieren können es selbst Psychologen nicht. Gleichzeitig hat jeder Mensch auch ohne strikte Definition ein instinktives Gefühl dafür. Wir wissen einfach, wenn unser Gegenüber für uns charmant ist.

Der Charme ist dabei etwas subtiles und wird mit ruhigem Zuhören, einem offenen aber nicht bedrängenden Blick und sanften Worten assoziiert. Ein Mensch, der sehr extrovertiert ist, kann als nervig oder lustig empfunden werden, aber nie als charmant. Der Charme liegt also in einer ruhigen aber dem Gegenüber zugewandten Art.

Sind Männer und Frauen gleich charmant?

Wen man charmant findet, hat allerdings auch etwas mit dem Geschlecht zu tun. Studien haben gezeigt, dass Frauen dabei keinen Unterschied zwischen weiblich und männlich machen. Sie können sowohl Männer als auch Frauen charmant finden und bringen das nicht sofort mit einer sexuellen Komponente in Verbindung.

Männer sind da anders. Sie sehen Charme als eine weibliche Eigenschaft und empfinden Frauen als charmant, aber Männer mit ähnlicher Ausstrahlung unsympathisch.

Da der Charme von Innen kommt, ist er nur schwer zu erlernen. Zwar kann man sein Verhalten bewusst zum Ruhigen hin kontrollieren und höfliches Benehmen üben, doch das wirkt ohne innere Ausstrahlung meist aufgesetzt und künstlich. Es schadet allerdings nicht, sich darin zu üben und Gesprächspartner offen zu begegnen und ihnen bewusst zuzuhören. Manchmal offenbart sich so ein innerer Charme, von dem man nur nicht wusste, dass man ihn schon immer hatte.

Schlechte Gewohnheiten ablegen – im Urlaub gelingt es leichter

Junge Frau mit Katze auf dem Bauch liegt auf weißem Sofa mit grünem und braunen Kissen
couch business 13 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – fast die Hälfte unserer alltäglichen Handlungen laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Das schafft Sicherheit und Stabilität, wir nehmen die Abläufe oft nicht einmal mehr bewusst wahr.

Wenn der Griff zur Schokolade oder das Sofahocken zur Gewohnheit werden, ist jedoch Abhilfe nötig. Am leichtesten gelingen Änderungen im Urlaub.

Raus aus dem Trott

Auf Reisen müssen wir vertraute Muster zwangsläufig ablegen und wieder bewusst vergegenwärtigen, was wir tun. Das mag verunsichernd sein, die ungewohnten Abläufe sind jedoch eine Chance, uns innerlich neu auszurichten und manche schlechte Angewohnheit abzulegen.

Die Urlaubszeit hat außerdem noch einen weiteren Vorteil: Wenn der Stress nachlässt, sinken auch der Cortisolspiegel und die Konzentration von Noradrenalin im Blut. Dadurch werden genau diejenigen Bereiche im Gehirn befreit, die für reflektiertes Nachdenken zuständig sind. Während im gestressten Gehirn die Basalganglien die Kontrolle übernehmen und alles nach bewährten Mustern ablaufen lassen, ist ein entspannter Geist offener für Veränderungen.

Konkrete Projekte planen

Allgemeine Vorsätze verpuffen meist schnell. Wer sein Leben ändern möchte, kommt mit konkreten und kurzfristigen Zielen weiter. Etwa: Diese Woche setze ich mich jeden Tag auf das Fahrrad. Oder: Vor dem Frühstück mache ich 20 Minuten Gymnastik.

Nach ein paar Wiederholungen schleifen sich die neuen Verhaltensmuster ein – und die Basalganglien übernehmen die Ablaufe in ihr automatisches Repertoire.

Nicht zu viel auf einmal

Wer den richtigen Zeitpunkt für eine Lebensänderung wählt, kann auch jahrelange schlechte Gewohnheiten ablegen. Zu viel sollte man aber nicht gleichzeitig anpacken. Sonst entsteht wieder Stress, der das reflektierende System im Gehirn beeinträchtigt.

Smalltalk - Fettnäpfchen und Beziehungsbeginn in der ersten Kommunikation

Reden scheint ganz einfach zu sein. Da betritt man zeitgleich den Lift mit dem Vorgesetzten oder Chef und... versucht krampfhaft zwischen den Stockwerken die oftmals beklemmende Stimmung durch ein unverfängliches Gespräch zu beginnen.

Ein anderes Szenario findet sich

  • bei einer Party
  • in der Diskothek
  • auf einer längeren Zug- oder Taxifahrt
  • beim Geschäftsessen
  • beim ersten Kontakt mit einem potenziellen Kunden oder auch nur einfach
  • im Supermarkt in der Warteschlange.

Unverfängliche Gespräche sind dann gefragt, die sowohl wenige Minuten als auch einige Stunden andauern können. Dass hierbei so manche private und geschäftliche Beziehungen durch Fettnäpfchen erst einmal reichlich auf Eis gelegt werden können, liegt fast in der Natur der Sache. Lesen Sie einmal, wie Sie solche Fettnäpfchen geschickt umgehen können.

Welche Themen zu vermeiden sind

Bei einem Smalltalk gilt unabhängig der Location und den dort befindlichen Menschen, dass es Themen gibt, die in solchen Gesprächsmomenten absolut nichts verloren haben. Treffen Sie auf eine andere Person und es ergibt sich ein erstes Gespräch, dann vermeiden Sie am besten das Reden über

Bei derartigen Themen kann es sehr schnell zu Unstimmigkeiten, wenn nicht gar zu Streitereien kommen.

Der richtige Einstieg

Viel besser ist es, als Einstieg in ein Gespräch über

  • das Wetter
  • Reiseziele
  • die Stadt, in der man ist oder herkommt
  • besondere Locations oder auch
  • generelle Themen rund um das Geschäft (falls beruflicher Smalltalk)

zu wählen. Sich im Erzählen etwas zurückzuhalten und lieber etwas mehr zuhören, lässt gleich einmal die Sympathiepunkte bei seinem Gegenüber ansteigen. Gleiches gilt zudem auch dann, wenn man auf eine sich unterhaltende Gruppe trifft.

Statt wortstark vorzustürmen, ist es weitaus sinnvoller, sich erst einmal zur Gruppe zu gesellen und die laufenden Gespräche mit zu verfolgen, um das Thema zu erfahren. Bei passender Gelegenheit kann man sich dann in den Gesprächsverlauf einklinken, sofern man von der Thematik an sich auch Ahnung hat.

Übung macht den Meister

Da es nicht jedermanns Sache ist, einfach ein Gespräch zu beginnen, kann man das allerdings durchaus üben. Ob

  • an der Supermarktkasse
  • in einem Wartezimmer
  • in der Kantine
  • im Gemüseladen an der Auslage oder auch einfach nur
  • im Bus und Zug:

Je öfter sich getraut wird einen Smalltalk zu führen, desto einfacher fällt es. Sich zusätzlich etwas tiefer mit den (ungeschriebenen) Regeln zu befassen, wird das ganze Unterfangen der Kommunikationsstarts deutlich erleichtern.

Studie: Kommunikationsverhalten der Deutschen

Wer spricht wann über was am liebsten war unter anderem die Fragestellung einer Studie des Demoskopischen Instituts in Allensbach. Demzufolge sind die Deutschen gar nicht so redefaul, denn immerhin 63% führen mehrmals in der Woche bzw. täglich ein langes Gespräch.

Am interessantesten zeigt sich ein Gespräch dann, wenn es um Neuigkeiten geht (74%), gefolgt zum Festigen der Beziehung (67%) oder auch um sein Gegenüber besser kennenzulernen (65%). Eine gute Unterhaltung basiert nach Angaben der Befragten auf Vertrauen (81%), Zuhören können, Ehrlichkeit und Höflichkeit (alle in etwa gleichwertig um die 75%).

Im Fokus der Gesprächsthemen finden sich dann die über den Bekannten- und Freundeskreis, die Preise und das eigene oder gegenseitige Befinden. Besonders interessant zeigt sich das Thema Sex: Hier vermeiden etwa zwei Drittel (64%) Gespräche mit sexuellem Inhalt. Angerundet wird diese Studie mit den zwei weiteren Tabuthemen Finanzen und die private Lage der Beziehung.

Blick in die Augen überzeugt keine Andersdenkenden: Eher wird Starrsinn gefördert

Junges Paar beim Streit, sie guckt genervt, er redet auf sie ein
Angry Couple © Jason Stitt - www.fotolia.de

Bislang gilt in der Psychologie der Körpersprache, dass ein direkter offener Blick in die Augen des Gesprächspartners die beste Methode ist, um denjenigen von seiner Meinung zu überzeugen. Ein Forscherteam der Universität Freiburg hat diese bekannte These nun jedoch auf den Kopf gestellt. Ihre Studie zeigte nämlich, dass die Abwehrreflexe zweiter Diskutanten nur noch gesteigert werden, wenn sie sich bei unterschiedlichen Meinungen auch noch ständig in die Augen sehen mussten.

Die Studie und ihre Ergebnisse

Für ihre Studie führten die Psychologen zwei Experimente durch, bei denen die Probanden über gesellschaftlich umstrittene Fragen wie aktive Sterbehilfe, Atomausstieg oder Frauenquote diskutieren sollten. Dabei achteten sie jedoch nicht wie bei früheren Studien auf den Sprechenden, sondern auf den, der zuhörte - dieser schaute dem Sprecher umso länger in die Auge, je mehr er mit dessen Meinung übereinstimmte. Waren sie anderer Meinung, suchten sie den Blickkontakt weitaus seltener.

Besonders interessant: Wurden die Menschen gezwungen, in die Augen des Sprechers zu schauen, dessen Meinung sie überhaupt nicht teilten, umso mehr hielten sie an ihrer eigenen Auffassung fest. Wer dagegen nur auf das Kinn des Sprechers schauen musste, ließ sich eher von anderen Menschen überzeugen. Dies sollten auch streitende Paare bedenken oder Eltern, die ihre Kinder anherrschten, sie sollen ihnen in die Augen schauen, wenn sie reden.

Laute Gesellschaft – warum wir immer weniger effektiv zuhören

Kleinkinder telefonieren durch Telefon aus Dosen, weißer Hintergrund
boy and girl talking on a tin phone isolated on white © Noam - www.fotolia.de

Die Fähigkeit, zuhören zu kommen, wird oftmals als positive Eigenschaft eines Menschen beschrieben. In der heutigen Zeit scheint es aber eine Fähigkeit zu sein, die immer weiter abnimmt – wir verlernen immer mehr, unserem Gegenüber zuzuhören. Stattdessen haben wir das starke Bedürfnis, uns mitzuteilen; dabei quatschen wir dem anderen auch gerne mal einfach ins Wort. Pädagogen sprechen dabei von einer „Outputsteuerung“ – es fällt uns zunehmend schwer, uns zurück zu nehmen.

In der Kindheit fängt es an

Wie in mehreren Studien festgehalten werden konnte, fällt es bereits Kleinkindern zunehmend schwer, aufmerksam zuzuhören, beispielsweise, wenn eine Geschichte vorgelesen wird. Im späteren schulischen Alltag kann dies zum ernsten Problem werden und auch hat sich gezeigt, dass schlechte Zuhörer es schwieriger haben, mit Konflikten umzugehen. Experten sehen die ständige Beschallung der Menschen als Ursache für diesen negativen Trend. Ob durch Radio und Fernsehen, den Arbeitgeber und die Arbeitskollegen oder abends durch die Familienmitglieder – ständig wird erzählt, geredet, diskutiert – zu viel Input, welches uns mehr und mehr ablenkt.

Vorbild sein

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, sollte daran gearbeitet werden, Kindern von kleinauf zu zeigen, was es heißt, zuzuhören und sich für das, was erzählt wird, zu interessieren. Eltern haben in diesem Fall eine sehr wichtige Vorbildfunktion. Wenn sie ihren Kindern bewusst zuhören, zwischendurch vielleicht Fragen stellen und erst dann antworten, wenn der oder die Kleine ausgesprochen hat, so werden auch sie verinnerlichen, wie man sich als guter Zuhörer richtig verhält.

Nicht immer hat man natürlich die Zeit, seinem Gegenüber aufmerksam zu lauschen; statt so zu tun und dabei mit den Gedanken woanders zu sein, sollte dies dann aber auch gesagt werden – man kann es später ja einfach nachholen.

Gesprächskultur lernen - Mut zu mehr Diskussion!

Junges Paar Rücken an Rücken, schwarz-weiß, Streit
rücken an rücken © Doreen Salcher - www.fotolia.de

Die Deutschen sind nicht gerade bekannt für ihre Diskussionsfreudigkeit. Schnell fühlt man sich persönlich angegriffen und attackiert den Gegner dann selbst mit "Du"-Botschaften, ohne sachlichen Mehrwert zu schaffen.

Wieso ist es so schwierig, sich auch einmal zu streiten?

Ein bisschen mehr Gesprächskultur tut jedem Menschen gut - so lernen wir, über unseren eigenen Tellerrand hinauszublicken, nicht immer alles gleich persönlich zu nehmen und somit abzublocken, andere Argumente zu verstehen und gegebenenfalls natürlich auch zu widerlegen.

In den USA beispielsweise sind Debattierclubs eine ganz normale Sache. Hier wird nach Herzenslust diskutiert, frei nach dem Motto: Möge das bessere Argument (und dazu gehört auch die Präsentation dessen) gewinnen! Hiervon abgucken können wir uns zum Beispiel, immer stets auf der Sachebene zu bleiben und unseren Gesprächspartner in keinem Fall persönlich zu diffamieren.

Beleidigungen abblitzen lassen

Werden wir selbst beleidigt, dann hilft eine kurze Rückfrage - ein trockenes "Wie ist das gemeint?" Dies bringt einen aufgebrachten Diskutierer oft schon ins Rudern, und er entblößt sich selbst.

Oder aber wir lassen unsachliche Argumente gleich abblitzen, indem wir sagen "Das war sicher nicht so gemeint" oder "Dies tut hier nichts zur Sache, nochmal zum Thema zurück..." So nehmen wir selbst die Zügel in die Hand und bestimmen die Richtung - in diesem Fall nämlich: Sachlichkeit.

Auch im Alter noch dazulernen

Trotzdem: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Menschen, die Nachfragen einfach abbügeln, blocken oder gleich wütend werden, sind einfach keine guten Gesprächspartner. Hier hilft es nicht, hartnäckig zu bleiben - meist ist der dezente Rückzug die bessere Wahl.

Aber es soll ja auch Zeichen und Wunder geben: Auch die ältere Generation, die beispielsweise gelernt hat, dass man über bestimmte Punkte einfach nicht spricht, geschweige denn streitet, kann irgendwann feststellen, dass eine Diskussion nichts Schlechtes ist, vor dem man Angst haben müsste.

Im Gegenteil, teilweise ist sie sogar ein Mittel, das den eigenen Horizont und die Beziehung zum Anderen erweitern kann. Allerdings ohne Zwang und Besserwisserei, die mit einer gepflegten Gesprächskultur nichts zu tun haben.

Do´s & Don´ts zum richtigen Networking

Networking im Beruf: Welche Regeln zu beachten sind

Kleine Gruppe im Businesslook bei lockerem Meeting im Büro
good employee attitude © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Der Begriff hängt manch einem schon wieder zu den Ohren heraus: "Networking" gilt in digitalen Zeiten als A und O. Wer beruflich erfolgreich sein will, so der Tenor, der muss gezielt Kontakte knüpfen - denn nichts anderes bedeutet der Begriff - und natürlich auch pflegen. Doch wie funktioniert das überhaupt? Und soll man Wildfremden gleich den privaten Facebook-Account auf´s Auge drücken?

Zunächst einmal gilt es natürlich zu unterscheiden, in welchem Umfeld man überhaupt "networkt". Im eigenen Unternehmen macht dies immer Sinn, auf einschlägigen Fachmessen, bei Business Meetings und natürlich auch in der Fortbildung ebenso. Schließlich möchte man sich zum einen am Arbeitsplatz selbst einen Namen machen, zum anderen auch für mögliche berufliche Veränderungen Kontakte und Wege offen halten.

Wichtig: Bitte nicht aufdrängen!

Deshalb sollte man aber nun keinesfalls auf Teufel raus Kontakte "an Land ziehen" - das wirkt eher abschreckend als einladend. Überhaupt bedeutet Networking nicht viel mehr, als die Kunst des Smalltalks ein wenig auszubauen und Menschen, die einem sowieso potentiell sympathisch sind, ganz ungezwungen anzusprechen. Persönliches und Berufliches sollte man dabei strikt trennen!

  1. Tipp: Wenn Sie wirklich keine Ahnung haben, legen Sie sich ein paar Themen zu Recht, über die man eigentlich immer sprechen kann, und üben Sie die Szenarien ruhig mit guten Freunden zu Hause. Vermeiden Sie dabei natürlich Heikles oder gar Klatsch und Tratsch.
  2. Denn, Regel Nummer 2: Egal, wie gemütlich es auch wird, beim Networking sollten Sie stets eine professionelle Distanz wahren!

Womit wir bei einem weiteren wichtigen Punkt wären:

Keine persönlichen Profile!

In keinem Fall sollten Sie Ihren privaten Facebook-Account oder ähnliche Kontaktmöglichkeiten weitergeben. Am besten hat man einfach immer einen Stapel Visitenkarten dabei, auf dem neben der Telefonnummer im Job auch eine berufliche Mailadresse zu finden ist. Profile beispielsweise bei Xing oder Google+ gehören inzwischen ebenfalls zum guten Ton - aber, bitte geben Sie keinesfalls private Profile zu Accounts weiter, die Sie auch in der Freizeit rege nutzen.

Networking: Die Firma hilft mit

Wer partout zu schüchtern oder unsicher ist zum Networking, der kann sich nach professioneller Unterstützung umschauen. Vielen Unternehmen ist ebenso an einem guten Betriebsklima gelegen wie ihren Mitarbeitern - der Austausch untereinander gehört also zum guten Ton. Bei Get-Togethers und anderen Veranstaltungen können Sie Ihre Kollegen ganz unverbindlich kennenlernen. Und wer einfach selbst etwas sicherer werden möchte auf beruflichem Parkett, für den könnte ein professionelles Coaching die richtige Wahl sein.

Probleme mit Kollegen – Ruhe bewahren und konstruktiv bleiben

Ich-Botschaften helfen bei einer Deeskalation des Konflikts

Frau und Mann im Büro sitzend, die Hände hinter den Kopf verschränkt
Bureau © diego cervo - www.fotolia.de

Das Büro ist eine Brutstätte für Konflikte. Auch wenn die meisten Kollegen nett sind, kocht immer mal wieder Ärger hoch. Bevor man den Frust in sich hineinfrisst, raten Psychologen zum aktiven Eingreifen. Aber wie sage ich dem Kollegen, dass er stört - ohne ihn zu verletzen oder mir selbst zu schaden?

Eigenheiten respektieren

Natürlich können uns Kollegen auf die Palme bringen. Aber vergessen Sie nie – Sie sind nicht nicht der Chef. Manche Dinge müssen Beschäftigte deshalb dulden, etwa den modischen Geschmack oder das persönliche Auftreten. Der einzige, der hier etwas vorschreiben darf, ist der Vorgesetzte.

Ich-Botschaften senden

Meist führen Ratschlägen oder Forderungen nur zur Eskalation. Wenn der Kollege regelmäßig mit Knoblauchatem erscheint, ein aufdringliches Parfum trägt oder seine Musik zu laut aufdreht, sollten Beschäftigte sich eher zurückhalten.

Das heißt nicht, dass sie das Problem nicht ansprechen dürfen, aber am besten geschieht dies dann unter vier Augen und in Form einer Ich-Botschaft: "Ich kann mich schlecht konzentrieren, wenn..." klingt besser als "Sprich endlich leiser am Telefon!". Auf eine respektvolle Ansprache kann der Betreffende leichter positiv reagieren als auf unfreundliche Worte.

Sich klar äußern und höflich bleiben

Außerdem: Wer sein Anliegen scherzhaft formuliert, riskiert, dass er unverstanden bleibt. Der Frust staut sich dann nur weiter auf. Offene und klare Äußerungen führen meist weiter.

Falls es unumgänglich ist, den anderen zu einer sofortigen Änderung seines Verhalten aufzufordern, gilt es, auch dabei höflich zu bleiben. Eine freundliche "Bitte" ist wirkungsvoller als ein Vorwurf oder Befehl.

Per E-Mail kommunizieren

Wenn eine E-Mail Auslöser für den Ärger ist, kann es sinnvoll sein, auch schriftlich zu antworten. Allerdings: Was schwarz auf weiß steht, lässt sich schwerer zurücknehmen als ein böses flüchtiges Wort.

Bevor man die Antwort abschickt, sollte man deshalb eine Nacht darüber schlafen. Falls der Frust am nächsten Morgen weiterbesteht: den Text zunächst überarbeiten und erst dann abschicken.

Small Talk kann man lernen – Tipps für lockere und anregende Gespräche

Wie man Small Talk richtig angeht - ein Leitfaden um Probleme und Fettnäpfchen zu meiden

Vier Paar Beine von Geschäftsmännern im Anzug
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Gehören Sie auch zu den 80 Prozent der Menschen, die sich mit Small Talk schwer tun? Finden Sie den lockeren Plausch oberflächlich und belanglos? Dann haben Sie vielleicht nur noch nicht den richtigen Dreh raus.

Das kleine Gespräche lässt sich üben – und dann ist es oft überraschend angenehm und inspirierend. Voraussetzung: Sie meiden Floskeln! Tipps, wie Sie interessante Gespräche beginnen und in Gang halten.

Nicht zu viel fragen

Fragen signalisieren Interesse. Zu viele Fragen können aus einem lockeren Gespräch aber schnell ein unangenehmes Verhör machen. Nachdem Sie zum Einstieg mit einigen persönlichen Fragen ihre Aufmerksamkeit signalisiert haben, sollten sie deshalb für Gleichheit sorgen und auch etwas von sich preisgeben.

Ausnahme: Sie haben einen jener Zeitgenossen erwischt, die nur auf eine Einladung warten, um über sich selbst und ihre Erfolge zu reden. Dann können Sie die nächste Viertelstunde schweigend nicken. Oder sie nutzen eine zufällige Atempause, um sich höflich zu verabschieden. Eine elegante Formulierung lautet hier: "Ich sehe da gerade Frau Schmidt. Sie wollte dringend etwas mit mir klären."

Variation im Gesprächseinstieg

Niemand möchte sich langweilen. Es kann also nicht schaden, ein kleines Repertoire an Gesprächseinleitungen zu entwickeln. Wetter oder die Herkunft des Gegenübers sollten nur in Notfällen zum Einstieg dienen.

Besser: auf die momentane Situation Bezug nehmen.

  • Am Buffet kann man etwa fragen: "Was Sie da auf dem Teller haben, sieht lecker aus. Wo haben Sie es gefunden?".
  • Während man die Umgebung erkundet, ist ein guter Einstieg: "Sind Sie auch zum ersten Mal hier?" oder "Das ist wirklich ein schönes Haus, ich kannte es bislang gar nicht. Waren Sie schon mal hier?"

Unverfängliche Gemeinsamkeiten suchen

Sie wissen, dass Ihr Gegenüber einen Hund oder Kinder hat? Möglicherweise reisen Sie auch beide gern oder lesen skandinavische Krimis. Aus solchen unverfänglichen Gemeinsamkeiten ergeben sich Gespräche fast von selbst. Das kann im Idealfall zu einem intensiven Austausch führen, den beide Seiten als echten Gewinn empfinden.

Tipp: in größeren Runden können zu spezielle Themen allerdings die anderen Teilnehmer vom Gespräch ausschließen.

Chance zum Anknüpfen bieten

Einsilbige Menschen bringen den Small Talk zum Erliegen. Aber auch längere Antworten halten den Ball nicht immer im Spiel. Geschickte Redner laden ihre Gegenüber deshalb immer wieder zum Zurückspielen ein.

Selbst die simple Frage "Wie geht es Ihnen?" lässt sich so beantworten, das sie eine Chance zum Anknüpfen bietet. Statt "Danke, gut" könnten Sie etwa sagen: "Danke prima, ich war gerade zwei Wochen auf Lanzarote" oder "Danke, mittlerweile wieder besser. Ich hatte mir beim Umzug meiner Tochter schlimm den Rücken verhoben".

Vorsicht bei heiklen Themen

Dass

keine Themen sind, die man mit Fremden besprechen sollte, ist klar. Schließlich möchte man selbst auch nicht in eine Diskussion über konfliktträchtige Themen verstrickt werden.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Fettnäpfchen. So sollte man generell Fragen vermeiden, die den Gesprächspartner zu einer Positionierung zwingen. Beispiel: "Wie fanden Sie die Rede von Herrn Müller?"

Schlagfertig und konstruktiv kommunizieren – so kontern Sie verbale Angriffe

Mit diesen Tipps behalten Sie bei einer Auseinandersetzung einen kühlen Kopf und kommen am Ende weiter

Junge Frau mit verärgertem, wütendem, aufgebrachtem Gesichtsausdruck
Anger © lassedesignen - www.fotolia.de

Wenn Menschen miteinander reden, geht es oft hoch her. Sie vergreifen sich im Ton, machen unsachliche und verletzende Bemerkungen. Wer diese verbalen Angriffe mit den gleichen Methoden kontert, steckt schnell in einem hitzigen Streit. Aber wie reagiere ich am besten – einfach schweigen, schlagfertig Kontra geben oder souverän die eigenen Ziele verfolgen?

"Sie sind ja völlig inkompetent!" Wer dermaßen attackiert wird, ist verständlicherweise sprachlos. Gute Antworten fallen den meisten Menschen erst später ein.

Dabei wären wir alle gern schlagfertiger: Angriffe oder Beleidigungen schwächen das Selbstwertgefühl und haben einen negativen Effekt auf das Herz-Kreislaufsystem. Mit einem verbalen Gegenschlag kann man sich entlasten. Originelle oder ironische Retourkutschen können aber auch dem eigenen Interesse schaden.

Zeit gewinnen

Die oberste Regel bei verbalen Attacken oder schwierigen Verhandlungen heißt deshalb: nicht unter Druck setzen lassen. Mit neutralen Bemerkungen wie

  • "Ach" und
  • "Meinen Sie?"

gewinnt der Angegriffene Zeit, um sich innnerlich zu sortieren. Mit einem strahlenden Lächeln kann man das Gegenüber außerdem entwaffnen.

Schlagfertig – aber richtig

Wenn man von unangenehmen Zeitgenossen angegriffen wird, würde man am liebsten gar nichts antworten. Da Schweigen als Schwäche oder Zustimmung interpretiert wird, ist der Preis für die Sprachlosigkeit aber hoch. Die Arroganz des anderen steigt nur weiter an. Gerade in emotionalen Momenten blockieren aber die Gedanken, das Gehirn liefert partout keine originelle Idee, wie der Angriff zu parieren wäre.

Statt sich unter Druck zu setzen, besonders pfiffig oder schlagfertig zu reagieren, empfehlen Psychologen einen einfachen Trick: nehmen Sie das Thema Ihres Gegenübers auf und leiten es auf ihr eigenes Ziel um. Auf die obige Beleidigung könnten sie etwa antworten:

  • "Inkompetenz ist ein interessantes Thema. Können Sie mir erklären, was Sie darunter genau verstehen?" oder
  • "Inkompetenz, hm, darüber würde ich gern in Ruhe mit Ihnen sprechen."

Eine andere Methode wäre, das Gespräch auf ein anderes Thema umzulenken: "Apropos – haben Sie schon gehört, wie begeistert der Kunde von meinen Vorschlägen war?"

Konstruktiv bleiben

Schnippische oder ironische Antworten geben dem Angegriffenen zunächst das Gefühl, er habe Oberhand behalten. Es handelt sich jedoch nur um einen Punktsieg. In der Sache erreicht man damit wenig.

Wer von vornherein auf Schlagfertigkeit und Originalität verzichtet, wirkt zwar weniger überlegen – am Ende kommt er aber oft weiter. Gerade in Stresssituationen und bei komplizierten Verhandlungen sollte man bei unangemessenen Angriffen erstmal tief durchatmen und dann wieder das eigentliche Ziel ins Auge fassen.

Wenn beispielsweise der Chef oder ein Kollege Inkompetenz unterstellt, könnte eine sachliche Antwort lauten: "Nein, das ist falsch. Hier sehen Sie, was ich geleistet habe....". Für das Ego mag dieser Konter spontan weniger befriedigend sein, aber auf diese Weise bringt man das Gespräch wieder auf ein konstruktives Gleis.

Positiv überraschen

Haben Sie tatsächlich einen Fehler gemacht? Dann sollten Sie das auch nicht leugnen. Aber niemand muss vor einem Wüterich zu Kreuze kriechen. Stattdessen könnten Sie ihn mit einem Kompliment überraschen: "Ich bewundere, wie Sie das Projekt XY durchgezogen haben. Wie haben Sie das geschafft?".

Selbst die arrogantesten Kollegen steigen dann von ihrem hohen Ross herunter. Aber Vorsicht, die Bemerkung sollte nicht ironisch aufgefasst werden können. Ironie führt in Konflikten regelmäßig zur Eskalation.

Generelle Tipps zum Verhalten in einem Gespräch

Gespräche können sehr ergiebig sein, und oft sind es Begegnungen und Themen mit anderen Menschen, die unser Innerstes ansprechen, uns zu eigenen Gedanken anregen und zu neuen Erkenntnissen und positiven Veränderungen unserer Persönlichkeit beitragen. Doch nicht immer laufen Gespräche mit positiven Effekten ab und nicht jedes Gespräch und jeder Gesprächspartner tun einem gut.

Es liegt an einem selbst, darauf zu achten, nicht in zu viele aufeinanderfolgende Gespräche zu geraten, in denen man selbst hinterfragt wird oder veranlasst wird, Eigenes stark zu be- und verurteilen.

Im Gespräch auf die eigenen Gefühle achten

Wenn Sie sich in Gespräche begeben, die Ihren Lebensstil oder Ihre Persönlichkeitsstruktur streifen oder thematisieren, dann achten Sie darauf, dass Sie sich nicht aus Ihrer stabilen Position bringen lassen. Es ist eine Sache, sich einem Gespräch zu widmen und Anregungen zu hören - eine andere, mit diesen so konfrontiert zu werden, dass man sich in der Verteidigungsposition sieht oder sich selbst hinterfragt, warum man so ist oder entsprechende Eigenschaften hat.

Behalten Sie ein starkes Rückgrat und passen Sie auf auf, dass Sie sich nicht zu sehr auf die Themen einlassen. Veränderungen brauchen ihre Zeit und vor allem ein stabiles Umfeld in sich selbst.

Zu viele Gespräche dieser Art können dazu führen, dass Sie Ihre eigene Stimme hinterfragen und sich im Gespräch mit anderen immer weniger zutrauen. Sie fühlen sich mitunter unsicher, über den Mund gefahren oder naiv.

Jedes Gespräch, in dem Sie diese oder ähnliche Gefühle an sich bemerken, sollten Sie in direkter Konsequenz beenden und sich stärken. Unterlassen Sie es, das Gespräch durchzustehen, nur um dem anderen gegenüber höflich zu sein.

Angstvolles Verhalten vermeiden

Beenden Sie Gespräche, bei denen Sie sich unwohl fühlen, so früh wie möglich. Viele Gesprächspartner bemerken gar nicht, wie angreifend bestimmte Aussagen sein können.

Es besteht die Gefahr, dass Sie bei mehrmaligem Übergehen Ihrer eigenen Gefühle und Warnsignale immer weniger Lust haben, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen – ganz egal, um welches Thema es geht. Sie konditionieren angstvolle Gefühle im Zusammensein und in der Unterhaltung mit anderen Menschen, wenn Sie sich nicht in entsprechenden Situationen zu schützen wissen.

Um gar nicht erst ein negatives und aushaltendes Verhalten zu konditionieren, ist es wesentlich, dass Sie bei dem nächsten unangenehmen Gespräch klare Zeichen setzen und sich höflich zu erkennen geben, dass Sie dem Gespräch im momentanen Verlauf nicht weiter beiwohnen können. Sie haben das Recht und tragen die eigene Verantwortung, auf sich aufzupassen und Ihre inneren Signale zu verstehen und für sich zu handeln.

Regeln und Grenzüberschreitungen

Je mehr Sie über Ihre Grenzen gehen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich mehr und mehr von Gesprächen mit anderen Menschen zurückziehen, aus Angst, wieder verletzt oder erneut destabilisiert zu werden. Es ist daher förderlich, wenn Sie lernen, auf Ihre körpereigenen Signale zu hören und dementsprechend eine selbstbestimmte Entscheidung für die Fortsetzung oder für die Beendigung des Gesprächs einsetzen.

Hierbei bezieht sich das Vorgehen nicht nur auf Gespräche mit Fremden, Arbeitskollegen oder Freunden, sondern auch mit dem Partner oder den eigenen Kindern. Lernen Sie die Spielregeln Ihrer Kommunikation kennen und setzen Sie sich für sich ein.

Ob bei Freunden oder in der Fremde - Wird ein Mensch ignoriert, leidet er

Junges Paar sitzt voneinander abgewandt auf Sofa und schaut gelangweilt TV
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Auch wenn es komisch klingt: Der Mensch ist ein Rudeltier. Einsamkeit und Zurückweisung machen auf Dauer krank, sowohl psychisch als auch physisch. Psychologen um Eric D. Wesselmann an der Purdue University in West Lafayette, Indiana (USA) hab nun in einer Studie belegt, dass Ignoranz einem Menschen sogar dann weh tut, wenn es ein vollkommen Fremder ist, der ihn ignoriert.

Auf dem Campus der Universität wurden verschiedene Testreihen durchgeführt, die belegten, dass ein Lächeln von Fremden gut tut, und dass es umgekehrt selbst bei vorbei laufenden Fremden Unwohlsein hervorruft, wenn diese keine Mine verziehen. Das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe sei für den Menschen essentiell, so Wesselmann. Und die Gesellschaft ist eben nun einmal auch eine Gruppe, wenn auch eine sehr große.

Gerüchte am Arbeitsplatz – Betroffene sollten sofort reagieren

Um einer Schädigung des eigenen Rufs sowie des Arbeitsklimas vorzubeugen, sollten Gerüchte sofort angesprochen werden

Junge dunkelhaarige Frau mit Bluse in Büro zwischen Computer und Büchern mit Wasserglas, hält sich Kopf wg Kopfschmerzen
douleur et mal de tête © Charly - www.fotolia.de

Klatsch und Tratsch machen auch vor Unternehmen nicht halt. Manche Kollegen liefern besonders eifrig Zutaten für die Gerüchteküche - aus verschiedenen Motiven. Damit die giftige Suppe nicht überkocht, gehört aber zügig ein Deckel auf den Topf.

Ursachen für Tratsch

Ob aus Unsicherheit, Neid oder Rivalität – wer ein Gerücht in Umlauf bringt, kann viele Gründe haben. Auch persönliche Antipathie spielt eine Rolle. Meist mischen sich die Motive, und sobald mehrere Kollegen in den Tratsch einbezogen sind, lassen sich Ursache und Urheber meist kaum noch klar ermitteln.

Trotzdem sollten Betroffene einschreiten. Gerüchte können eine Eigendynamik entwickeln, die das Arbeitsklima nachhaltig schädigen. Außerdem kann der Ruf unter dem Tratsch so leiden, dass er sich irgendwann nicht mehr retten lässt.

Zeit arbeitet gegen das Opfer

Je länger die Gerüchteköche ihr Unwesen treiben dürfen, desto größeren Schaden richten sie an. Wer sich als Opfer von Tratsch sieht, sollte deshalb schnell den Vorgesetzten oder andere Kollegen einbinden. Vorrangiges Ziel: Transparenz schaffen.

Mit Vorwürfen oder der Suche nach einem Schuldigen kommen die Betroffenen allerdings nicht weiter. Stattdessen empfehlen Psychologen eine konstruktive Strategie: "Ich habe erfahren, dass über mich unzutreffende Gerüchte im Umlauf sind. Dem möchte ich entgegenwirken."

Chef und Kollegen ins Boot holen

Die wichtigste Instanz im Kampf gegen Gerüchte ist der Arbeitgeber. Er hat eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeitern, und daran dürfen die Opfer ihn gern erinnern. In einer Teamsitzung könnte er etwa klar machen, dass er Tratsch in seiner Firma nicht duldet.

Aber auch die Kollegen sind eine wichtige Hilfe. Wenn die anderen Mitarbeiter nicht von allein gegen die Gerüchte vorgehen, sollten die Betroffenen ihre Solidarität einfordern.

Am wirkungsvollsten ist es, wenn das Opfer Kollegen in Schlüsselposition als Verbündete gewinnen kann. Indem diese ganz offen Gegendarstellungen zu dem Getuschel verbreiten, trocknen sie die Gerüchteküche aus.

Grenzen setzen – so verschaffen Sie sich Respekt bei Chef und Kollegen

Wir geben Tipps, wie Sie bei der Arbeit gekonnt eine Absage erteilen ohne unfreundlich sein zu müssen

Junger Geschäftsmann mit Kollegen im Hintergrund lächelt in Kamera
Handsome business man standing in front with his colleagues © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Hilfsbereite Kollegen sind beliebt – denn sie nehmen anderen die Arbeit ab. Wer allzu bereitwillig seine Unterstützung anbietet, schiebt jedoch ständig Überstunden und verzettelt sich mit den eigenen Aufgaben. Am Ende bekommen die Netten sogar weniger Respekt als diejenigen, die selbstbewusst Grenzen setzen.

Die eigenen Motive erforschen

Sie fühlen sich überlastet und können trotzdem schlecht Nein sagen? Oft sind es ähnliche Gründe, warum Menschen in die Gefälligkeitsfalle tappen: ihre emotionalen Bedürfnisse machen sie anfällig für Manipulation. In einem ersten Schritt sollten Sie deshalb ihre – bewussten oder unbewussten – Motive prüfen.

Wann können Sie nicht Nein sagen?

Mancher Beschäftigte fühlt sich geschmeichelt, wenn Kollegen ihn um Rat fragen. Gerade Menschen mit einem hohen Verantwortungsgefühl können außerdem schlecht eine Bitte ablehnen. Tun sie es doch, plagt sie ein schlechtes Gewissen oder die Angst, nicht mehr gemocht zu werden.

Um die individuelle Schwachstelle zu finden, sollten Sie genau prüfen, in welchen Situationen Ihnen das Nein-Sagen besonders schwer fällt. Reagieren Sie eher auf Druck und Schmeichelei, lassen Sie sich überrumpeln oder Schuldgefühle vermitteln?

Klare Ansagen machen

Wenn man ständig andere unterstützt, bleibt die eigene Arbeit liegen. Nicht wenige Menschen bezahlen ihre Hilfsbereitschaft deshalb mit der eigenen Karriere, oder sie vernachlässigen ihre privaten Interessen. Im Extremfall droht ein Burnout. Um sich zu schützen, sollten Sie deshalb lernen, Anfragen konstruktiv abzulehnen.

Die kürzeste Version der Ablehnung lautet "Nein". Wenn diese knappe Lösung nicht zu ihnen oder Situation passt, können sie auch andere Strategien wählen: Bieten sie dem Bittsteller Alternativen an, etwa "Diese Woche habe ich dafür leider keine Zeit, nächsten Monat sieht es vielleicht besser aus."

Oder verdeutlichen sie die Konsequenzen: "Danke, dass Du mir das zutraust, aber wenn ich diese zusätzliche Aufgabe übernehme, wird das Projekt XY leiden." Ein bewährter Trick ist es auch, die Motive des Gegenübers zu spiegeln: "Ich kann verstehen, dass Du Unterstützung suchst. Aber ich bin überzeugt, Du schaffst es allein. Der Chef traut es Dir ja auch zu."

Dem Chef Grenzen setzen

Besonders heikel ist das Nein-Sagen gegenüber dem Chef. Wenn Sie Ihrem Vorgesetzten einen Korb geben wollen, ist ein höflicher Ton ebenso essenziell wie eine geschickte Strategie.

Ein brüskes "Nein" kann der Karriere schaden. Besser Sie hören zunächst aufmerksam zu und weichen dann sanft aus. Bieten Sie Alternativen an, verdeutlichen Sie die Folgen der Mehrarbeit oder bitten um zusätzliche Unterstützung.

Auch ein wenig Dramatisieren kann angebracht sein. Wer freundlich und konsequent bleibt, erlebt oft unerwartetes Verständnis – und Respekt.

Wurde man jedoch durch Worte verletzt, ist es manchmal schwierig, sich auf neue Gespräche einzulassen...

Kränkende Gespräche verarbeiten und wieder mit anderen Menschen ins Gespräch kommen ist wichtig
Kränkende Gespräche zu verarbeiten und wieder mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen ist wichtig
So kommen Sie wieder mit anderen Menschen ins Gespräch

Worte können machtvoller als Taten sein, wenn sie ehrlich gemeint sind und zum passenden Zeitpunkt ausgesprochen werden. Umso wichtiger ist es vor allem für den, der gerade redet, zu verstehen, wie verletzend gewisse Formulierungen sein können und welche Folgen zu häufig erfahrene verletzende Gespräche haben können. Natürlich liegt es in der Aufgabe des Zuhörers, darauf zu achten durch ein Gespräch nicht zu sehr verletzt zu werden.

In der Natur des Menschen liegt es, dass der Körper mit Abwehr reagiert und ein Gespräch mit unangenehmen Folgen schnell beendet wird. Im besten Fall kann man das Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fortsetzen, wenn man ergründen konnte, warum es sich in die angreifende Richtung entwickelt hat.

Rückzug nach einer Verletzung

Es kann leicht passieren, dass Themen eine ungeahnte Konfrontation mit sich selbst auslösen können, so dass man damit überfordert ist und sich in dem Moment nicht ausreichend schützen kann. In dem Fall können Worte schnell kränken und tiefe Wunden setzen. Die Konsequenz aus zu häufig erfahrenen Gesprächen dieser Intensität und Ausmaße steht in erster Linie der Rückzug aus dem Gespräch mit dem anderen.

Häufen sich diese Muster und die Verletzungstiefe auch in Gesprächen mit anderen Menschen, dann steht vorerst der Rückzug aus der direkten Kommunikation bevor. Nimmt man sich nicht die Zeit und findet man nicht den Mut, sein in den Gesprächen immer wieder aufgezeigtes Problem in die Hand zu nehmen und zu bearbeiten, kann man sich mit diesem Verhalten für eine längere Zeit ungewollt von der Kommunikation mit anderen Menschen isolieren.

Schritt für Schritt zurück ins Gespräch

Der Weg zurück ins Gespräch mit anderen erfolgt einerseits über aufeinanderfolgende und vielzählige Positiverfahrungen aus Gesprächssituationen mit anderen. Andererseits ist es hilfreich, wenn Sie sich Ihrem aufgezeigten Problemthema annehmen und dieses zu bewältigen beginnen, indem Sie daran Schritt für Schritt arbeiten oder es als einen Teil Ihrer Persönlichkeit akzeptieren lernen. Alle Schritte in Richtung Problembeschäftigung sind besser als der Versuch, weitere Gespräche zu vermeiden, sich auf Gesprächssituationen oder Gespräche mit bestimmten Menschen vorzubereiten oder die Gespräche zu verdrängen und das Problem zu ignorieren.

Trauen Sie sich zu,

  • sich zu verändern
  • sich zu verbessern und
  • aus bisherigen Fehlern zu lernen.

Sehen Sie sich nicht als fehlerhaft an, sondern in der ständigen Aufgabe sich zu verbessern, sich immer wieder neu kennenzulernen und nehmen Sie augenscheinliche Probleme an, um mit sich selbst arbeiten zu können.

Das Problem in die Hand nehmen

Um wieder mit Menschen in zwanglose und angstfreie Gespräche zu kommen, suchen Sie sich ein Thema, in dem Sie sich sicher fühlen. Nehmen Sie Gespräche auf und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Sollte sich dieses im Laufe des Gespräches negativ bemerkbar machen, dann leiten Sie höflich das Ende des Gespräches ein.

Auf diese Weise können Sie es schaffen, dem Gespräch eine positive Erfahrung abzugewinnen. Kümmern Sie sich darum, dass Sie von nun an eher positive Gesprächserfahrungen machen.

Fühlen Sie die wachsende Leichtigkeit in Ihnen und die Freude am Reden mit anderen. Es ist immer schwer, den ersten Schritt zu machen. Vor allem, wenn man erst einmal im Tal der Trägheit gelandet ist.

Stehen Sie auf und nehmen Sie Ihr Problem in die Hand. Reden Sie mit anderen und machen Sie sich bewusst, dass Sie jederzeit das Gespräch beenden können. Mit der Zeit werden Sie sich wieder wohl fühlen, wenn Sie mit anderen Menschen ins Gespräch kommen.

Gewöhnliche Menschen sind sozial besser integriert - besondere Erlebnisse grenzen aus

Jugendlicher wird von Gruppe von Jungendlichen ausgeschlossen und ausgelacht
outcast © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

Sie wollen auf Facebook mit besonderen Erlebnissen glänzen? Sicher, mit spektakulären Fotos oder Reiseberichten sammeln Nutzer mehr Gefällt-mir-Klicks. Zu höherer sozialer Anerkennung führt das jedoch nicht. Im Gegenteil.

Wie eine Studie der Elite-Uni Harvard zeigt, schaffen außergewöhnliche Erlebnisse eher eine soziale Distanz. Gesprächsrunden entwickeln sich besser, wenn die Teilnehmer ganz gewöhnliche Themen beisteuern.

Angeregte Gespräche über öde Themen

Für ihre Untersuchung bildeten die Forscher jeweils Gruppen von vier Personen, denen unterschiedliche Filme gezeigt wurden. Drei Teilnehmer sahen einen langweilige Animationsfilm, einer bekam eine spannende Magier-Show präsentiert. Anschließend sollten sich die vier über das Gesehene unterhalten;

Fazit: die Zuschauer des vergleichsweise öden Films konnten sich angeregt über ihr Erlebnis austauschen und fühlten sich dadurch in der Gruppe wohl.

Exklusivität schadet

Diejenigen, die von einem spannenden Zauber-Film berichten konnten, hatten zwar ein exklusives Erlebnis, in der Gruppe nutzte ihnen das jedoch nichts. Die meisten fühlten sich sogar unwohler, weil sie zu Außenseitern wurden. Wer anderen von außergewöhnlichen Erlebnissen berichten möchte, sollte deshalb überlegen, ob er sich dadurch nicht schadet. Soziale Interaktion beruht weitgehend auf Gemeinsamkeiten und fördert diese noch.

Menschen und die Moral - offenbar steckt das Gute doch in den meisten

Psychologen und Soziologen sind davon überzeugt, dass die Menschheit kontextabhängig altruistisch ist

Eltern mit Kind aus Papier gebastelt, Papierkette
paper chain © AGphotographer - www.fotolia.de

Viele Menschen zweifeln daran, ob ihre Mitmenschen immer moralisch handeln und wissen von sich selbst auch die eine oder andere Episode, wo sie es mit der Moral selbst nicht ganz ernst genug genommen haben.

Rücksicht und Uneigennutz

Dennoch sind viele Psychologen und Soziologen davon überzeugt, dass die Menschheit an sich altruistisch ist. Der Altruismus geht auf das lateinische Wort "alter" zurück, was wörtlich "der Andere" meint. Es geht also darum, Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen und dabei Uneigennützigkeit zu zeigen.

Studie deckt Altruismus auf

Eine aktuelle Studie mit 160 Teilnehmern hat belegt, dass viele eher sich selbst als einem anderen Menschen Schaden zufügen, was klar für Altruismus spricht. Im Experiment wurde die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt. Einer Gruppe wurde angeboten, Geld zu verdienen, indem jemand anderem Schmerzen zugefügt werden.

Die zweite Gruppe bestand genau aus diesen Menschen, die Stromstöße erhalten sollten. Ihnen bat man wiederum an, für jeden erhaltenen Stromschlag ebenfalls Geld zu bekommen. Man bildete Paare, wobei beide Seiten den anderen niemals sahen.

Moralische Urteile

Die Entscheider aus Gruppe 1 sollten am PC festlegen, wie viele Stromschläge sie an ihr unbekanntes Gegenüber austeilen möchten. Für mehr Schläge hab es entsprechend mehr Geld. Der Entscheider konnte aber auch bestimmen, selbst die Stromschläge zu erdulden, damit er das Geld bekommt.

Jeder bekam dabei gesagt, dass der andere Teilnehmer die Entscheidung nie erfährt und daher keine moralische Verurteilung durch das Gegenüber befürchtet werden muss. Trotz dieses Wissens entschieden sich viele Probanden aus Gruppe 1 dafür, selbst die Elektroschocks zu bekommen. Auch eine unterschiedliche Vergütung änderte daran nichts.

Kontextabhängigkeit

Beispielsweise waren die Teilnehmer bereit, sich für sechs Pfund 20 Stromstöße verpassen zu lassen. Um einem Fremden diese 20 Stöße zuzumuten, musste der finanzielle Anreiz schon bei 10 Pfund liegen.

Noch interessanter war, dass am Ende der Studie die meisten Menschen ihr verdientes Geld behalten wollten. Man bat allen an, etwas zu spenden, doch nur rund 20 Prozent der Gewinne wurden auch gespendet. Altruismus scheint also auch kontextabhängig zu sein.

Studie zum Altern – runde Geburtstage fördern radikale Entscheidungen

Kurz vor runden Geburtstagen neigen wir zu besonders extremen Verhaltensweisen

Torte mit Erdbeerhälften und vielen Kerzen, im Hintergrund Gäste
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Wer auf das Ende eines Lebensjahrzehnts zugeht, neigt zu besonders radikalen Verhaltensweisen. Kurz vor runden Geburtstagen werden wir nicht nur nachdenklicher, wir fällen auch extremere Entscheidungen.

Hang zu Extremen

Wie US-Forscher heraus fanden, tummeln sich auf Seitensprung-Portalen überdurchschnittlich viele Neun-Ender, ebenso unter den Erstteilnehmern beim Marathon. Bei der Auswertung von Anmeldelisten fand sich die 9 am Ende der Altersangabe 50 Prozent häufiger als anhand der Bevölkerungsverteilung erwartbar wäre.

Das Leben noch einmal auf die Spitze treiben – der Hang zu Extremen zeigt sich auch in der Selbstmordstatistik. Die Suche nach Bedeutung führt vor dem runden Geburtstag überdurchschnittlich oft zu einem düsteren Ende.

Affäre, Depression, Sport

Während die einen ihre Bedeutungskrise mit einem frischen Beginn lösen, etwa durch eine erotische Affäre oder intensives Lauftraining, stürzen die anderen in ein depressives Loch.

Studie zum Phänomen "runder Geburtstag"

Insgesamt werteten die Forscher Fragebögen von mehr als 42.000 Menschen aus 100 Nationen aus. Das Alter der Teilnehmer lag zwischen 25 und 64 Jahren. Zusätzlich befragten sie 337 Personen, welche Gefühle sie in der Nacht vor dem kommenden runden Geburtstag hätten.

Ergebnis: die meisten waren sorgenvoller und nachdenklicher als vor anderen Geburtstagen.

Studie: Diese Stimme hat die Macht

Ein amerikanisches Forscherteam deckt auf, dass die Stimme aktiv zur eigenen Machtdemonstration eingesetzt wird

Zwei Hände von älterem Mann in Anzug, Ehering und Herrenuhr, bei Besprechung, Meeting o Diskussion mit Mappe auf Schoß
you got to understand that © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

"The Sound of Power" nannten Sei Jin Ko und sein Forscherteam von den amerikanischen Hochschulen San Diego State University und der Columbia University ihre Studie - übersetzt: der Klang der Macht.

Stimmveränderungen und ihre Wahrnehmung

Hierfür untersuchten die Wissenschaftler, wie sich die Stimme von Menschen in Machtpositionen ändert und wie umgekehrt andere Studienteilnehmer diese dann wahrnehmen.

Die Ergebnisse verblüffen: Wer sich in eine mächtige Position hineinversetzen sollte, der veränderte seine Stimme scheinbar automatisch - und zwar sowohl in Tonhöhe wie auch in der Aussprache.

Entscheidungsträger sprechen anders

Menschen in Machtpositionen wie beispielsweise Politiker oder Manager sprechen demnach deutlich monotoner, also mit einheitlicher Tonlage, aber insgesamt höher als ihre Mitmenschen in weniger hohen Machtpositionen.

Gleichzeitig sprechen Entscheidungsträger offenbar dynamischer, die Lautstärke kann sich während des Sprechens öfter verändern, leiser und lauter werden.

Stimme zur Machtdemonstration

Für die Forscher ein eindeutiger Beleg dafür, dass die Stimme (ob bewusst oder unbewusst) aktiv dazu eingesetzt wird, die eigene Machtposition zu demonstrieren - und zwar offenbar erfolgreich, schließlich konnten andere Teilnehmer erkennen, in welcher Hierarchiestufe sich der jeweils andere befinden sollte.

Gute Vorsätze für das neue Jahr: So klappt es mit der Umsetzung

Die guten Vorsätze sollten konkret formuliert und realistisch sein

2 Sektgläser auf weißem Tisch mit Konfetti und Luftschlangen
carnival party - faschingsfeier © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Abnehmen, Gesünder essen, mehr bewegen, weniger Alkohol, keine Zigaretten mehr: So ungefähr sieht die Liste mit den guten Vorsätzen aus, die am Silvesterabend millionenfach gefasst wird. Spätestens Mitte Januar ist es dann aber auch schon wieder vorbei mit den Ambitionen.

Warum die guten Vorsätze oft schnell wieder vergessen sind

Psychologen weisen darauf hin, dass gute Vorsätze meist daran scheitern, dass sie viel zu schwammig gehalten sind.

Zu schwammig vormuliert

Das vage "Abnehmen" zum Beispiel: Sinnvoller sei es, ein konkretes Ziel zu fassen, z.B. "Bis zum Urlaub im Februar vier Kilo abnehmen", und auch den Weg dahin festzulegen. Der Verzicht auf abendliche Süßigkeiten gehört dazu oder ein täglicher flotter Spaziergang.

Zu hoch gesteckte Ziele

Viele gute Vorsätze scheitern auch an den ehrgeizigen Zielen: Wer bislang nie Sport getrieben hat und sich nun vornimmt, dreimal pro Woche im Park joggen zu gehen, wird dies kaum einhalten können.

Besser ist es, erstmal nur einmal pro Woche zu joggen und sich allmählich zu steigern. Sehr hilfreich ist es auch, einen Mitstreiter zu finden, der mitzieht. So entsteht einerseits Druck, nicht als erster aufgeben zu wollen und andererseits können sich beide gegenseitig motivieren.

Gerade was die "gesündere Ernährung" betrifft, ist es ohnehin viel sinnvoller, wenn die ganze Familie mitzieht und nicht vor Pommes und Schnitzel sitzt, während man für sich selbst nur einen Salat zubereitet.

Der Mensch als Herdentier - Interaktion mit Mitmenschen schüttet Glückshormone aus

Internet-Liebe, Mann und Frau sitzen an Notebook, küssen Bildschirm, Webcam
Virtuelle Liebe © ArTo - www.fotolia.de

Der Mensch ist ein Herdentier und fühlt sich im Normalfall in der Gruppe am wohlsten. Dies gilt nicht nur für Situationen, wo man in der Gemeinschaft sicherer ist und andere Vorteile genießt.

Das soziale Miteinander wird auch dann gesucht, wenn sich daraus keine direkten Gewinne ergeben. Wer lange Zeit allein verbringt, entwickelt sogar oft Depressionen. Forscher fragten sich daher, warum es die meisten dazu treibt, ihre Zeit mit anderen Menschen zu verbringen.

Entstehung von Glückshormonen im Gerhirn

In einem Experiment zeigte sich, dass bei der sozialen Interaktion das Belohnungszentrum im Gehirn aktiv wird. Im Umgang miteinander kommt es zur Ausschüttung von Glückshormonen, während bei der Interaktion mit Maschinen das Belohnungszentrum wenig Regung zeigt.

In dem Versuch setzte man Freiwillige vor einen Monitor und bat sie, mit dem dort zu sehenden Gesicht nur via Mimik und Augenbewegungen zu kommunizieren. Das virtuelle Gegenüber war stets ein animiertes Gesicht, allerdings sagte man den Teilnehmern, dass dieses Gesicht entweder vom Computer selbst, oder von einem anderen Probanden gesteuert wird.

Interaktion mit Mitmenschen wird als angenehm empfunden

Nach einigen Durchläufen sollten die Teilnehmer sagen, ob sie mit der Maschine, oder mit einem Menschen interagiert hatten. In den Fällen, in denen eine andere Person vermutet worden war, zeigten die Freiwilligen eine vermehrte Aktivität im Belohnungszentrum.

Gingen sie dagegen von einer Maschine aus, blieb es ruhig im Kopf. Dies zeigte ein MRT, das während des Tests vom Gehirn gemacht wurde. Auch beim nachträglichem Interview gaben die Teilnehmer an, dass sie die Interaktion dann als angenehmer empfunden hatten, wenn sie von einem menschlichen Mitspieler ausgegangen waren.

Die Forscher hoffen, mit diese Erkenntnis dazu beizutragen, die neurologischen Faktoren beim sozialen Miteinander besser zu verstehen. Krankheiten wie Autismus könnten nun aus einem weiteren Blickwinkel beleuchtet werden.

Typisch Frau: Weibliche Ticks, die Männer nerven - und wie wir damit umgehen

Woran es liegt, dass zwei Menschen ein und dieselbe Situation völlig unterschiedlich wahrnehmen

Junges Paar Rücken an Rücken, schwarz-weiß, Streit
rücken an rücken © Doreen Salcher - www.fotolia.de

Männer sind vom Mars, Frauen... Es gibt sie offenbar, die typisch weiblichen oder männlichen Eigenschaften, die dem jeweils anderen Geschlecht gehörig auf den Wecker fallen. Wir verraten, welche Ticks Ihn Umfragen zu Folge regelmäßig rasend machen - und geben Anregungen, wie beide gegenseitig das Beste draus machen können.

Mode, Klatsch & Tratsch

Auch, wenn es immer mehr Männer gibt, die sich als metrosexuell definieren und die liebend gern shoppen gehen oder Laufsteglooks diskutieren - der Großteil des "starken Geschlechts" bleibt hiervon nach wie vor unbeeindruckt. Mode und Beauty sind nicht unbedingt seine Lieblingsthemen - ebenso wenig wie Abnehmen: Dass Frauen sich zu dick finden, will er unter Umständen überhaupt nicht hören.

Ebenfalls nicht hören möchten viele Männer, was wir unseren besten Freundinnen so anvertrauen: Pikante Bettgeschichten, zum Beispiel. Das kratzt am männlichen Ego - denn selbst, wenn er vor seinen Kumpels damit angeben mag: Richtig ins Detail gehen dabei nur wenige!

Besser also, man behält die Tratschereien für sich. Das gilt auch fürs Lästern über Andere: Eine unschöne Eigenschaft, obwohl sie oftmals nichtmal böse gemeint ist. Trotzdem - ein bisschen mehr gerade heraus zu sein, das können sich Frauen gern von Ihm abschauen.

Emotionen, Diskussionen, Chaos

Das weibliche Gefühlsleben erscheint Ihm oft wie ein Buch mit Sieben Siegeln: Anstatt Probleme zu klären, will sie scheinbar nur streiten, und statt sachlich über bestimmte Themen zu sprechen, kochen die Emotionen hoch. Daran, dass Frauen und Männer unterschiedliche Strategien haben, mit Konflikten umzugehen, besteht für viele Wissenschaftler kein Zweifel.

Lernen können beide voneinander: Er, seine Gefühle zu äußern und auch einmal spontan auf ihre Emotionen zu reagieren - auch, wenn die ihm noch so unsinnig erscheinen mögen. Und Sie, nicht immer alles persönlich zu nehmen - und auch einmal auf der Sachebene miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zum Thema Chaos nur soviel: Äußerlich legen viele Frauen Wert auf Ordnung, tatsächlich agieren sie aber oft doch recht chaotisch. Zum Beispiel beim Thema Essensauswahl: Klar, dass Frau eigentlich gar keinen Hunger hat, aber Ihm dann die halbe Pizza aufisst! Und: Natürlich kommt man mit Ihr garantiert zu spät, weil in letzter Sekunde, wenn sie eigentlich schon rundum fertig ist, noch Augen-Make-Up nachgezogen oder die Blumen gewässert werden müssen.

Auch hier sind es oft Emotionen, spontane Impulse, die Frauen chaotisch handeln lassen. Männer können lernen, sich darauf einzulassen - und Frauen, manchmal mehr im Moment zu leben und das zu tun, was gerade notwendig ist.

Nehmen Sie es mit Humor

Und wenn gar nichts mehr geht? Dann hilft wenigstens dies hier: Zusammen lachen! Nehmen Sie die Unterschiede mit Humor - kein Mensch ist perfekt, ganz egal, ob dies nun seinen Genen oder seiner Sozialisation geschuldet sein mag. Betrachten Sie Seine bzw. Ihre Sichtweise einfach mal als willkommenen Perspektivenwechsel - und akzeptieren Sie, dass zwei Menschen ein und dieselbe Situation völlig unterschiedlich wahrnehmen können.

Ziele erreichen – so setzen Sie ihre Vorsätze konsequent um

Um den inneren Schweinehund zu überwinden und langgehegte Träume endlich zu erreichen, sollten Sie Folgendes beachten:

Frauen- und Männerbeine beim Tangotanzen
tango-bewegung © Jan de Vries - www.fotolia.de

Alle Menschen haben Ziele. Meist kommen sie nur nicht dazu, ihre Träume auch umzusetzen. Manchmal mangelt es an der Zeit, oft ist es aber nur Trägheit, die uns beim Gewohnten verharren lässt.

Statt mutig Neues zu wagen, finden wir Ausreden, warum es gerade nicht passt. Dabei lässt sich der innere Schweinehund mit einfachen Mitteln überlisten.

Wann, wenn nicht jetzt?

Der beste Zeitpunkt, um ein neues Vorhaben zu starten, ist nicht irgendwann in der Zukunft. Er ist jetzt. Wer Tango tanzen möchte, sollte also nicht erst morgen nach einem passenden Kurs suchen.

Eine Mail an verschiedene Anbieter setzt den inneren Schweinehund sofort unter Druck. Am besten auch gleich einen Ordner für die Antworten anlegen und per You-Tube-Video die erste Schrittfolge üben.

Erfolg durch kleine Schritte

Große Träume bleiben oft nur deshalb Träume, weil sie groß sind. Das Ziel ist verlockend aber so weit entfernt, dass der innere Schweinehund tausend Ausreden findet, um erst mal was anderes zu machen. Psychologen empfehlen deshalb, den Weg zum Ziel zu machen.

In der praktischen Umsetzung heißt das: das Vorhaben in kleine und möglichst konkrete Schritte unterteilen, die jeden Tag beim Üben ein Erfolgserlebnis vermitteln. Um sich die Fortschritte zu veranschaulichen, kann man einen Kalender anlegen und jede absolvierte Übungseinheit mit einem roten Häkchen markieren.

Nach einer Weile entwickelt die "Buchführung" eine eigene Dynamik: Wofür der Mensch bereits viel Energie investiert hat, das gibt er nur schwer wieder auf. Und mühsam Errungenes erscheint ihm besonders wertvoll. Wer Muskeln aufbauen oder Tanzschritte erlernen möchte, kann die Fortschritte zusätzlich mit Vorher-Nachher-Videos sichtbar machen.

Soziale Motivation

Nur wenige Menschen bringen die Selbstdisziplin und den Willen auf, um ihre Ziele ganz allein zu erreichen. Kleinere Dinge lassen sich ideal mit Videos oder Tutorials aus dem Internet lernen. Größere Projekte packt man am besten gemeinsam mit Gleichgesinnten an. Ob

– die Auswahl an Kursen ist riesig.

Keinen Raum für Ausreden lassen

Besonders sinnvoll sind Angebote, bei denen eine Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme besteht. Idealerweise mit täglichen Hausaufgaben, die auch überprüft werden.

Das macht zwar nicht immer Spaß, aber es erhöht die Chancen, langfristig durchzuhalten. Und die vielen kleinen Erfolgsmomente kitzeln das Belohnungszentrum.

Smartphone statt Langeweile – wir verlernen das Warten

Auch wer nur kurz warten muss, greift heute schnell zum Smartphone

Mann benutzt Handy oder Smartphone
Close up of a man using mobile smart phone © Maksim Kostenko - www.fotolia.de

Am Bus, beim Arzt, an der Supermarktkasse – immerzu müssen wir warten. Wie öde! Man mag sich kaum ausmalen, wie viel wertvolle Zeit die Generationen vor uns verschwendet haben, weil sie kein Smartphone hatten.

Wenn uns die Langeweile packt,

  • checken wir schnell die Mails,
  • lösen ein Sudoku oder
  • klicken auf ein You-Tube-Video.

Das Nichtstun haben wir verlernt. Wenn das kontemplative Warten vollends ausstirbt, verliert aber auch unser Denken und Sehen an Qualität.

Die ungeduldige Generation

Tatsächlich scheint die Langeweile nicht weg zu sein, wir sind sogar schneller gelangweilt. Wer mit Handy und Computerspielen aufgewachsen ist, kann es kaum ertragen, wenn die Reize nicht im Sekundentakt wechseln.

Schon kleine Wartezeiten lösen Gedanken der Ungeduld aus. Nahezu reflexhaft greifen wir zum Handy.

Das hat etwas mit einem Mangel an Selbstdisziplin zu tun, mehr aber noch mit einem Verlust an Lebensqualität. Was der bloße Blick

  • in die Landschaft,
  • auf Häuser oder
  • vorübergehende Passanten

erfassen könnte, erscheint uns banal. Wir verlieren die Fähigkeit, die Welt einfach auf uns wirken zu lassen und genau hinzuschauen.

Raum für neue Gedanken

Psychologen fürchten außerdem, dass mit dem Ende der Langeweile auch die Ideen knapper werden. Denn gerade in müßigen Momenten, wenn Gedanken und Blicke frei schweifen können, kommen die guten Einfälle.

Dass Nichtstun immer zu kreativen Schüben führt, ist natürlich nicht garantiert, aber Langeweile öffnet den Raum für neue Gedanken. Statt auf die Wetter-App könnte man einfach mal in den Himmel schauen.

Mono-Tasking üben

Wer zur Ungeduld neigt, empfindet Warten als Stress. Jetzt muss was passieren! Mit dem Griff zum Smartphone lässt sich das Unbehagen lindern, aber nur für kurze Zeit. Auf Dauer macht man sich abhängig.

Besser ist es, sich die unbewussten Empfindungen und Gedanken bewusst zu machen. Ist das Warten wirklich so schlimm?

Oft sind es nur ein paar Minuten Zeit – die wir auch als Gelegenheit sehen können, um mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, die blühenden Kastanien zu bewundern und uns in Gelassenheit zu üben.

Kick für das männliche Ego - schwache Männer lügen und übertreiben mehr

Wenn Männer sich in ihrer Männlichkeit bedroht fühlen, lügen und übertreiben sie mehr - oder reagieren betont aggressiv

Zwei Hände beim Armdrücken, Armwrestling
Daumenhakeln © Nelos - www.fotolia.de

Männer sind groß, stark und durchsetzungsfähig. Zumindest bemühen sich die Herren der Schöpfung immer noch, diese Normen zu erfüllen – und sei es nur in der Außenwirkung. Wenn Kerle sich in ihrer Männlichkeit bedroht sehen, greifen sie laut amerikanischen Forschern zu zwei Strategien: sie übertreiben ihre maskulinen Eigenschaften oder leugnen Verhalten, das als weiblich gilt.

Test von Psychologen der Uni Stanford

Um die Macht von männlichen Geschlechterstereotypen zu testen, baten Psychologen der Uni Stanford Männer aus verschiedenen Kontinenten ins Labor. Dort bekamen die Teilnehmer ein Messgerät für die Stärke ihres Händedrucks, mit dem angeblich der Einfluss von Anstrengungen auf Entscheidungsprozesse analysiert werden sollte. Tatsächlich verfolgte der Drucktest ein anderes Ziel.

Nach dem Händedruck legten die Forscher den Probanden eine fiktive Grafik mit weiblicher und männlicher Leistungskurve vor. Die Werte für Frauen lagen deutlich unter denen der Männer.

Die Hälfte der Teilnehmer bekam nun die Information, dass ihr Griff suboptimal gewesen sei. Vor ihren Augen wurde das Testergebnis der weiblichen Leistungskurve zugeordnet. Die andere Teilnehmergruppe bekam mitgeteilt, ihr Händedruck sei eindeutig "männlich" gewesen.

Gekränkte Männer flunkern

Anschließend mussten alle Probanden einen Fragebogen ausfüllen. Darin sollten sie Angaben

  • zu ihrer Größe und
  • Persönlichkeit,
  • zu vergangenen Beziehungen und
  • bestimmten Produkten

machen.

Fazit: die Herren, deren Maskulinität zuvor infrage gestellt worden war, flunkerten sich durchschnittlich zwei Zentimeter größer als die Männer aus der Vergleichsgruppe. Zudem beschrieben sie sich als athletischer und behaupteten, mit mehr Frauen im Bett gewesen zu sein.

Schwäche macht aggressiv

Diese Ergebnisse bestätigen ältere Untersuchungen über die Normvorstellungen von Männern. Demnach reagieren viele Herren betont aggressiv, sobald sie glauben, ihre Männlichkeit sei infrage gestellt.

Arbeitslose Männer neigen eher zu Belästigungen und Gewalt. Männer mit weichen Gesichtszügen kompensieren diese vermeintliche Schwäche mit Durchsetzungskraft - bis hin zu feindseligem Verhalten.

Studien über Beziehungen belegen, dass Männer weniger bei kooperativ sind, wenn die Partnerin mehr verdient als sie. So helfen sie auch weniger bei der Hausarbeit.

Aggressionen im Sommer: steigende Temperaturen, steigende Temperamente?

Wir verraten, was dran ist an der Theorie, dass die Hitze Menschen aggressiver macht

Gestresster Geschäftsmann am Schreibtisch schreit wütend in Telefonhörer rein
Angry Businessman © milanmarkovic78 - www.fotolia.de

Viele machen die Alltagsbeobachtung, dass im Sommer die Mitmenschen aggressiver wirken. Steigen die Temperaturen, wird auf den Straßen wild gehupt und Passanten sind schneller wütend. Doch ist das wirklich so? Macht Hitze den Menschen an sich aggressiver?

Der "Long hot summer effect"

Bereits seit Jahrzehnten gibt es Studien zu dieser Frage. Im englischsprachigen Raum existiert sogar der Ausdruck "Long hot summer effect", der beschreibt, dass an heißen Tagen mehr Verbrechen begangen werden.

Den "Long hot summer effect" entkräftet mancher allerdings mit dem Argument, dass an schönen Tagen einfach mehr Menschen auf den Straßen unterwegs sind. Wo mehr Leute sind, kommt es einfach häufiger zu Verbrechen. Was also stimmt jetzt?

Hitze kann Aggressionen schüren

An sich macht Hitze nicht per se jeden Menschen aggressiv, doch es stimmt, dass Aggressionen im Sommer öfter vertreten sind. Der Grund für diesen Widerspruch sind die ganz verschiedenen Gefühle, die Hitze bei einem Menschen auslösen kann.

Wer beispielsweise Urlaub hat und sich aufs Schwimmbad freut, der wird trotz 30 Grad im Schatten nicht aggressiv sein. Anders sieht es bei jemanden aus, der arbeiten muss, vielleicht nicht einmal eine Klimaanlage in der Nähe hat und pausenlos schwitzt. Man fühlt sich schmutzig, ist unkonzentriert und steht dennoch unter Leistungsdruck. Das schürt verständlicherweise Aggressionen.

Hitze erhöht das Erregungsniveau

Auf biologischer Ebene kann man allerdings auch feststellen, dass Hitze im Körper das sogenannte Erregungsniveau erhöht. Daher lässt der Organismus auch Fieber entstehen, wenn er krank ist. Durch die gesteigerte Wärme wird die Enzymaktivität erhöht und das Immunsystem arbeitet effektiver.

Sommerhitze steigert in gewisser Weise auch die körperliche und geistige Erregungsbereitschaft. Allerdings liegt es an der persönlichen Situation, ob daraus besonders schlechte oder besonders gute Laune entsteht.

Und diverse Untersuchungen zeigen auch: Über 30 Grad Celsius wird jeder wieder ruhiger. Wird es zu warm, ist es für den Körper nämlich einfach zu anstrengend, sich Aggressionen hinzugeben.

Lügen oder ehrlich sein – was sollte man dem Partner beichten?

Bei manchen Themen in der Partnerschaft entwickeln Lügen eine gefährliche Eigendynamik

Mann und Frau Rücken an Rücken nach Streit
Quarrel between men and women © Tatyana Gladskih - www.fotolia.de

Kleine Flunkereien gehören zum Leben. Wollen Sie etwa ehrlich hören, dass ihre Taille schon mal schlanker war? Oder wie viel besser das Gulasch bei seiner Mutter schmeckt? Notlügen machen das Leben für beide Seiten angenehmer. Bei manchen Themen in der Partnerschaft entwickeln Lügen aber eine gefährliche Eigendynamik: wann rückt man besser mit der Wahrheit raus?

Wut und Enttäuschung – Gefühle lügen nicht

Es hat gekracht? Natürlich sollten Auseinandersetzungen nicht eskalieren. Beide Partner haben die Aufgabe, Konflikte möglichst respektvoll und konstruktiv zu lösen. Gerade Frauen neigen dabei aber zu einer ungesunden Strategie: sie verschweigen ihre wahren Gefühle - um den Partner zu schonen und die Situation zu befrieden.

Kurzfristig mag das helfen. Auf Dauer tut man sich aber keinen Gefallen damit, die eigenen Gefühle zu unterdrücken. Der Frust nagt im Inneren weiter. Emotionen wie Wut und Enttäuschung zeigen unmittelbar die eigenen Interessen an. Es ist also legitim, sie auszudrücken.

Es kommt allerdings auf das WIE an. Wer zornig ist, hat nicht das Recht, sein Gegenüber mit Vorwürfen zu überhäufen. Besser sind Ich-Botschaften:

  • wie nehme ich die Situation wahr?
  • welche Gefühle weckt das in mir?

Orgasmus vortäuschen – Garantie für schlechten Sex

"Schatz, es war wunderschön mit Dir." Wenn es stimmt, ist eine solche Wahrheit toll. Allzu oft flüstern Frauen ihrem Partner aber kleine Lügen ins Ohr, um sein Liebhaber-Ego zu tätscheln. Oder täuschen lauthals einen Orgasmus vor. Laut einer amerikanischen Studie lügen zwei von drei Frauen regelmäßig beim Sex. Bei den Männern tut es knapp jeder Dritte.

Das Problem: für den Moment erreichen beide Seiten ihr Ziel. SIE kann den unbefriedigenden Sex beenden ohne sein Ego anzukratzen, ER fühlt sich super. Durch kleine Lügen eine Kränkung zu vermeiden, ist lobenswert. Auf lange Sicht manövrieren Orgasmus-Schwindler sich aber in eine Zwickmühle. Wie soll der Sex für Sie besser werden, wenn Er gar nicht weiß, dass es etwas zu verbessern gibt?

Ehrlichkeit würde beiden Partnern hier mehr Spaß bringen. Ganz so simpel ist die Wahrheit aber auch nicht. Eine andere Studie an jungen Erwachsenen zeigt, dass der Orgasmus für Männer und Frauen eine unterschiedliche Bedeutung hat. Während der männliche Orgasmus als natürliches Ereignis angesehen wird, muss der weibliche Orgasmus erarbeitet werden – vorzugsweise vom Mann.

Bleibt der Höhepunkt für die Partnerin aus, empfinden Männer dies als persönliches Versagen: sie konnten nicht liefern, was die Frau von ihnen erwartet hat. Dabei ist der Orgasmus für Frauen gar nicht so zentral wie für Männer.

Sämtliche Umfragen belegen, dass Frauen einen Orgasmus zwar zu schätzen wissen, er ist aber nicht das zentrale Motiv, um Sex zu haben. Der Weg zur Lust könnte also für beide Seiten darin liegen, ehrlich über die persönlichen Bedürfnisse und Erwartungen zu sprechen.

Seitensprung – beichten oder nicht?

Schwieriges Thema. Auch die Wissenschaft kann hier keine klaren Empfehlungen geben. Manche Studien scheinen zu bestätigen, dass eine ehrliche Beichte die Chance für Partnerschaft erhöht. Laut einer amerikanischen Untersuchung ist die Scheidungsrate bei heimlichen Affären etwa doppelt so hoch wie bei Paaren, in denen der Fremdgänger offen gebeichtet hatte. Durch Ehrlichkeit ließen sich chronische Unsicherheit und Schuldgefühle vermeiden.

Andere Experten raten zur Güterabwägung. Ehrlichkeit diene nur dem Wohl des "Sünders", der sich auf diese Weise vom Druck entlasten möchte. Für den Betrogenen hat eine Beichte dagegen fast ausschließlich negative Folgen. Sein Vertrauen in den Partner ist durch die Offenheit erst recht erschüttert, viele Betroffene quälen sich monatelang mit Selbstzweifeln.

Wer einen Seitensprung beichtet, handelt demnach egoistisch. Bei einer längeren Affäre kann es dagegen sinnvoller sein zu beichten. So habe das Paar die Chance an sich zu arbeiten und herauszufinden, warum es überhaupt zum Fremdgehen kam.

So ruinieren Sie Ihre Beziehung – diese Verhaltensmuster zermürben jede Partnerschaft

Mit dieser Gebrauchsanleitung für Beziehungsmüde treiben Sie ihre Partnerschaft in den Ruin

Junges Tanzpaar beim Streit, weißer Hintergrund
Man and woman conflict. Isolated on white. © Piotr Marcinski - www.fotolia.de

Eine gute Beziehung zu führen, ist anstrengend. Wer den Partner aus dem Haus treiben will, hat es dagegen leicht. Diese destruktiven Verhaltensmuster zermürben die Partnerschaft ohne großen Aufwand – und ohne offenen Streit. Eine Gebrauchsanleitung für Beziehungsmüde.

Schlecht zuhören

Eine Beziehung zu zermürben kostet wenig Energie. Statt dem Partner aufmerksam zuzuhören, muss man nur die Ohren auf Durchzug stellen. Wenn er (oder sie) etwas erzählt, reicht es schon aus, sich parallel mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Falls der Partner nachfragt, einfach nur irritiert blicken. Am besten wirkt diese Methode bei Themen, die dem Gegenüber wichtig sind. Aber auch bei alltäglichen Dingen wie dem Besprechen von Einkäufen oder Hausarbeiten ist die Input-Verweigerung höchst effektiv.

Demonstrativ schweigen

Sie haben sich bereits im schlechten Zuhören geübt? Dann kommt der nächste Schritt: stellen Sie auch das Sprechen ein. Das unterbindet jeden Gedankenaustausch und demonstriert dem Partner absolute Gleichgültigkeit.

Falls er sich dadurch provoziert fühlt – umso besser. Er wird einen Streit vom Zaun brechen, bei dem sie sich als Opfer darstellen könnten. Schließlich haben Sie ja gar nichts Böses gesagt, oder?

Falls Sie mit Ihrem Partner später noch auskommen müssen, etwa wegen der Kinder oder am Arbeitsplatz, könnte es allerdings sinnvoller sein, sich fair und sachlich auseinanderzusetzen. Das ist zwar mühsamer, erspart ihnen später aber jede Menge emotionalen Stress.

Sich anderweitig beschäftigen

Bevor es das Smartphone gab, mussten Beziehungsmüde stundenlang in die Zeitung starren, um ihr Desinteresse zu signalisieren. Heute ist die demonstrative Respektlosigkeit sogar unterhaltsam: schauen Sie Youtube-Videos, wenn ihr Partner etwas mit Ihnen besprechen oder unternehmen möchte. Oder kommentieren Sie lustige Fotos von Freunden bei Facebook. Auch wenn in Zeiten von Whatsapp und Co. jeder permanent das Handy vor der Nase hat, ist der Rückzug ihres Partner nur eine Frage der Zeit.

Technische Medien haben zudem den Vorteil, dass Sie elegant den Blickkontakt zu ihrem Partner vermeiden können. Je seltener Sie die ehemals innige Beziehung über Blicke pflegen, desto deutlicher wird Ihr Gegenüber an Ihrer Liebe zweifeln.

Augen rollen und abwenden

Wo Worte zu mühsam sind, sollte der Körper sprechen. Nonverbale Kommunikation kann das Ende von Beziehungen ebenso beschleunigen wie laut ausgetragener Streit. Wenn Ihnen die Ansichten Ihres Partners nicht gefallen, verschränken Sie einfach die Arme vor der Brust. Macht er einen Vorschlag, etwa für einen gemeinsamen Ausflug, rollen Sie einfach mit den Augen und wenden sich ab.

Gestik und Mimik transportieren die Botschaft oft sogar effektiver als ein deutliches "Nein." Denn sie haben immer einen abwertenden Subtext, der direkt das emotionale Zentrum ihres Gegenübers aktiviert.

Tipp: Falls Sie es sich anders überlegen und Ihre Beziehung doch noch retten wollen, können Sie die Verhaltensmuster auch umkehren: Seien Sie aufmerksam, zugewandt und kommunikativ. So schwer ist das gar nicht.

Weshalb der Mensch das gefährlichste Raubtier der Welt ist

Laut Forschern, machen diese Eigenschaften uns Menschen zu gefährlichen Super-Jägern

Jäger mit Fernglas im Maisfeld
Jäger im Mais © Bergringfoto - www.fotolia.de

Weder

  • Tiger,
  • Löwe noch
  • Eisbär

- der Mensch ist das größte Raubtier auf der Welt. Er tötet nicht nur schwache, kranke oder junge Tiere, sondern bevorzugt ausgewachsene Exemplare. So verringert er das "reproduktive Kapital". Das ist das Ergebnis einer Studie kanadischer Forscher der University of Victoria.

Hilfsmittel und Waffen

Der Mensch sei ein Super-Jäger, der mit ausgefeilten Waffen und anderen technischen Hilfsmitteln vor allem auf ausgewachsene, gesunde Beutetiere aus sei. Er nutze dazu auch andere Tiere als Helfer - etwa Hunde und Falken. Anders als zahlreiche tierische Räuber schädige er so nachhaltig die Struktur von Ökosystemen und den Nahrungsketten darin.

Keine Größe ist vor uns sicher

Raubtiere würden hauptsächlich junge Beutetiere, also die "reproduktiven Zinsen", erjagen, erklärten die Forscher, Menschen dagegen durch ihre Jagd ausgewachsener Beute das "reproduktive Kapital". Dies gelte sowohl für das Land als auch für das Meer. Auch bei der Fischerei würde allen Größen nachgestellt.

Selbstreflexion als unterscheidender Faktor

Hoffnung haben die Wissenschaftler dennoch, denn der Mensch unterscheide sich in einem wichtigen Punkt von anderen Räubern. So sei er in der Lage, sein Verhalten zu analysieren und zu ändern. Dies habe auch die Wale noch rechtzeitig vor dem Aussterben bewahrt, teilten die Forscher in ihrer Studie mit.

So verhalten sich Arbeitnehmer bei ihrem Job-Abschied richtig

Wir geben Tipps, wie Sie sich als Jobwechsler angemessen verhalten und in guter Erinnerung bleiben

Tasse Kaffee und Schokoladen Muffins auf Teller auf Tisch
chocolate chip muffin and cup of coffee © El Vin - www.fotolia.de

Eine viel und gern bemühte Weisheit sagt, dass der erste Eindruck zählt, doch der letzte Eindruck ist fast noch wichtiger, denn er ist ein bleibender – er haftet im Gedächtnis. Dies gilt auch und gerade für Arbeitnehmer, die sich einen neuen Job gesucht haben und sich nun von Kollegen und Vorgesetzten verabschieden.

Das Internet vergisst nichts

Experten empfehlen, zu einem letzten Umtrunk einzuladen oder einen Kuchen zu spendieren. Beschäftigte bleiben so gut in Erinnerung.

Keinesfalls sollten Jobwechsler nachtreten oder ihrem Ärger in sozialen Netzwerken Luft verschaffen, auch wenn er ihnen berechtigt erscheint. Das Internet vergisst nichts.

Ein Kontakt zwischen früherem und neuem Arbeitgeber ist nicht ausgeschlossen

Es ist zudem nie ausgeschlossen, dass Arbeitnehmer später noch einmal auf den ehemaligen Chef oder Ex-Kollegen treffen. Vielleicht tut einem dann leid, was man gesagt hat. Auch ein Kontakt zwischen früherem Vorgesetzten und neuem Arbeitgeber ist möglich und sollte in Erwägung gezogen werden.

Eine Alternative bieten anonyme Jobbewertungsportale. Doch auch hier gilt es, Neutralität und Sachlichkeit beizubehalten.

Schweigen ist männlich: Warum Männer häufig wortkarg sind

Psychologen und Anthropologen kennen die biologischen Gründe für männliches Schweigen

Mann und Frau sitzen auf Bett, wenden sich beide in Unterhemd den Rücken zu, schweigen
Paar im Bett © bilderbox - www.fotolia.de

Viele Frauen sind genervt, wenn ihr Partner sich zu einem Thema gar nicht äußern will, oder maximal wortkarg ein paar Brocken in den Raum wirft. Nicht selten entsteht sogar ein Streit, weil Mann anders als Frau nicht offen in eine Debatte starten möchte. Die Partnerin fühlt sich zurückgesetzt und interpretiert das Schweigen oft als verhaltene Kritik.

Doch stimmt das? Oder sind viele Männer aus einem anderen Grund gern wortkarg?

Biologische Gründe für das Schweigen

Psychologen und Anthropologen (Wissenschaftler, die den Menschen an sich erforschen) beruhigen die Frauenwelt: Ein schweigender Mann hat nicht zwangsläufig etwas mit Desinteresse oder Kritik zu tun. Tatsächlich gibt es oft biologische Gründe für das Schweigen.

Um das zu verstehen, muss man einen Blick in die Gehirnchemie werfen. Der Mensch schüttet in Gefahrensituationen bestimmte Botenstoffe aus. Diese animieren entweder zum Kampf oder zur Flucht.

Das weibliche Gehirn kommt dabei besser mit dem Abbau der Hormone zurecht. Das bedeutet, wenn die akute Gefahrensituation vorbei ist, normalisiert sich das Verhalten schnell.

Männer jedoch bauen die Botenstoffe langsamer ab. Sie bleiben also auch nach der akuten Gefahr in einem "Fight or Flight"-Modus. In der Moderne steht die Option Kampf aber meist nicht zur Verfügung, weshalb Mann sich für die Flucht entscheidet und zwar die Flucht ins Schweigen.

Frauen sollten Männern mehr Zeit geben

Das bedeutet also, dass Frauen nach einem hitzigen Gespräch eher bereit sind, noch einmal in Ruhe zu debattieren, während Männer noch mitten im Reagieren sind und gar nicht aus der Situation heraustreten können. Frauen sollten vor diesem Hintergrund ihren Männern mehr Zeit geben und sie nicht zum Reden zwingen. Das provoziert im Regelfall ohnehin nur eine Bockigkeit, die den Mann noch weiter mit Schweigen mauern lässt.

Im harmonischen Alltag ist es außerdem hilfreich, mit dem Mann über Dinge zu reden, bei denen er klare Problemlösungen anbieten kann. Dann fühlt er sich geschätzt und wird von sich aus gesprächiger.

Entscheidungsprobleme: Warum eine klare Wahl zwischen Optionen so schwer fällt

Wir zeigen, wie man sich selbst durch Regeln Entscheidungshilfen schafft

Dunkelhaarige Frau steht vor Regal beim Einkauf im Supermarkt
Woman shopping in grocery store © Monkey Business - www.fotolia.de

Man hat im Leben ständig die Qual der Wahl. Das beginnt beim Aussuchen der Kleidung, geht über die Frage "Regenschirm, ja oder nein", bis zur Wahl des Urlaubsortes, des Partners und des Berufs. Der Mensch muss täglich viele kleine und regelmäßig bedeutende Entscheidungen für sein Leben treffen. Diese Freiheit kann schnell zur Belastung werden.

Ursachen der Entscheidungsprobleme

Zunächst einmal können Psychologen uns alle beruhigen: Entscheidungsprobleme sind normal und der menschlichen Natur geschuldet. Früher gab es wenig Optionen. Der Mensch lebte in einer überschaubaren Welt und gegessen wurde das, was die Jäger und Sammler mitbrachten.

Heute gibt es in jedem Lebensbereich eine unzählige Palette an Optionen. Allein der Kauf des nächsten PCs eröffnet eine Welt der Wahlmöglichkeiten. Das löst Stress aus, wird zum Zeitfresser bei intensiven Recherchen und macht am Ende sogar unglücklich, wenn man nach dem Kauf ein noch besseres Angebot findet. Dieses Phänomen nennt man Opportunitätskosten, denn man sieht die Möglichkeiten (die Opportunitäten), gegen die man sich entscheiden muss. Jede Wahl bringt automatisch einen Verzicht auf das Nicht-Gewählte.

Regeln erleichtern das Leben

Wer sich das bewusst macht, kann bereits leichter durch den Alltag gehen. Hilfreich ist es außerdem, sich ganz freiwillig von verschiedenen Möglichkeiten abzuwenden. Das passiert beispielsweise in Religionsgemeinschaften, wo feste Regeln bestehen und damit der Alltag klarer vorgegeben ist. Studien zeigen, dass sich Strenggläubige tatsächlich, so widersprüchlich das wirkt, freier fühlen.

Eigene Entscheidungshilfen schaffen

Für Psychologen ist klar, dass der Mensch für zu viele Wahlmöglichkeiten nicht geschaffen ist. Es liegt in unserer Natur, aus wenigen Optionen zu wählen und genau das sollte man sich im Alltag selbst einräumen. Am besten stellt man sich die klare Frage "Was will ich unbedingt?" und geht die Angebote nur nach diesem Punkt durch. Es geht dann beispielsweise nicht mehr um den perfekten Fernseher, sondern um das Gerät, das den gewünschten Punkt mit sich bringt.

Studie überprüft: Wer ist ein Kopf- wer ein Bauchentscheider?

Der Einfluss von Lebenserfahrung und Kompetenz über intuitive und wissensbasierte Entscheidungen

Mann schaut nachdenklich nach oben, Zeigefinger an Kinn
Mann mit Gedankenblase © Robert Kneschke - www.fotolia.de

Es gibt ein Klischee über Geschlechter, das sagt:

  • Frauen entscheiden intuitiv aus dem Bauch und
  • Männer sind die Kopf-Entscheider.

Doch stimmt das eigentlich? Dieser Frage ist eine aktuelle Studie nachgegangen und die Forscher kommen auf ein interessantes Ergebnis.

Bauch- und Kopfentscheidungen im Versuch

Man lud 149 Studierende zum Versuch ein. 102 waren Studentinnen, der Rest Studenten. Nun bat man alle, sich selbst im Bezug auf Entscheidungen einzuschätzen und zwar in sechs verschiedenen Bereichen. Es ging um

  1. die Partnerwahl
  2. die Wahl bei medizinischen Fragen
  3. um Kleidung
  4. Urlaub
  5. Restaurant und
  6. Elektronik.

Nachdem alle Probanden sich in diesen Bereichen selbst als Kopf- oder Bauchentscheider eingeordnet hatte, fragten die Forscher nach der Expertise im jeweiligen Bereich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten sich jetzt auf einer Skala von 1 bis 5 einordnen und damit angeben, wie viel Wissen sie im jeweiligen Bereich hatten.

Ergebnisse der Studie

Das Ergebnis war eindeutig. Zunächst einmal gibt es kein geschlechtsspezifisches Entscheiden. Sowohl Frauen als auch Männer treffen sowohl intuitive als auch wissensbasierte Entscheidungen. Dabei wurde deutlich, dass man auch nicht bei jedem Individuum das Label Bauchentscheider oder Kopfentscheider verhängen kann, denn jeder Mensch wechselt zwischen beiden Arten.

Wann wir wie entscheiden, hängt von unserer eigenen Kompetenz beim jeweiligen Thema ab. Hat man viel Fachwissen in diesem Bereich, lässt man tatsächlich eher den Bauch entscheiden. Hat man dagegen wenig Ahnung, neigt man zur intensiven Recherche vor dem Kauf und trifft die Entscheidung daher auf Faktenbasis.

Die Studie legt damit auch nahe, dass man in jüngeren Jahren öfter Kopfentscheidungen trifft und mit zunehmender Lebenserfahrung mehr und mehr auf das Bauchgefühl vertraut. Mit dem Geschlecht hat der alte Streit zwischen Kopf und Bauchgefühl auf jeden Fall nichts zu tun.

Segregation: statt Multi-Kulti trennt sich die Bevölkerung immer mehr in Gruppen auf

Sowohl zwischen ethnischen Gruppen als auch zwischen reichen und armen Menschen geht der Trend zur Absonderung

Multikulti Hände von Jugendlichen mit verschiedener Hautfarbe fassen sich zu einem Kreis oder Stern
hands © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Wie Städte in der Zukunft aussehen sollen, wird immer wieder in Science-Fiction behandelt. Bereits heute entwerfen Architekten futuristische Gebäude und Erfinder modernisieren die Fortbewegung. Was jedoch selten zum Gesprächsthema wird: Wie leben die Menschen einer Stadt in Zukunft zusammen?

Segregation statt lebendigem Kulturaustausch

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Soziologie schon länger und beobachtet dabei einen gefährlichen Trend, der längst nicht mehr nur Zukunftsmusik ist, sondern bereits begonnen hat: die Segregation. Das lateinische Wort bedeutet soviel wie "sich absondern" und beschreibt, wie sich mehr und mehr Parallelgesellschaften bilden. Man lebt zwar geografisch gesehen in einer Stadt zusammen, doch die einzelnen Gruppen schotten sich voneinander ab.

Ethnische Subgruppen innerhalb einer Stadt bilden sich, weil viele Menschen die soziale Spaltung bevorzugen. Sie möchten Nachbarn mit ähnlichen Wurzeln und wählen daher bevorzugt Wohnviertel, in denen Menschen einer Herkunft leben. So trennen sich ethnische Gruppen und statt einem lebendigen Kulturaustausch entstehen

Auch zwischen arm und reich kommt es zur Segregation

Doch die Segregation gilt nicht nur für verschiedene Ethnien. Ganz besonders die Kluft zwischen Wohlhabenden und armen Menschen verschlimmert sich von Jahr zu Jahr. Gut zu beobachten ist diese Spaltung in den USA, wo sich die Reichen bereits eigene Viertel mit eigenen

aufgebaut haben. Wer nicht zur Oberschicht gehört, kann hier kaum einen Fuß hineinsetzen.

Das Einkommen spaltet die Menschen und auch in Deutschland kann man das bereits durch Stadtviertel für Villenbesitzer sehen, die sauber getrennt von den Armutsvierteln existieren. Wo auf der einen Seite soziale Not und Kriminalität an der Tagesordnung sind, gibt es bei den oberen Schichten

  • private Wachdienste,
  • scharfe Hunde und
  • Kameras.

Der freie Markt ist schuld

Die Frage nach dem Warum beantwortet sich mit einem Blick in die Wirtschaft: Grund der Trennung ist hier der freie Markt. Nur wer sich das Leben in den besseren Regionen leisten kann, steigt hierhin auf. Wer in Armut lebt und wenig Einkommen hat, wird diese Schicht nicht verlassen können.

Die Bundespolitik weiß um die Folgen der Segregation und leitet seit 1999 das Projekt "Soziale Stadt", um die Menschen zusammenzuführen. Einen Erfolg bezweifelt man in der Soziologie aber.

Unter Stress entscheiden Männer offenbar selbstloser

Selbst Männer, die sich selbst als egoistisch einschätzen, treffen gestresst selbstlose Entscheidungen

Schwarz-weiß Bild Rückenansicht Mann hält sich die Hände auf Kopf, Glatze
stress © Olga Lyubkina - www.fotolia.de

Verhaltensforscher wollten wissen, ob erlebter Stress auch einen positiven Einfluss auf das menschliche Miteinander haben kann. Dafür wurden 50 gesunde Männer zum Experiment gebeten und sollten moralische Entscheidungen treffen. Vorab wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt und bei 30 der Männer zunächst der "Trier Social Stress Test" (TSST) durchgeführt.

Dieser Test wurde in Trier entwickelt, um Menschen für ein Experiment absichtlich unter Stress zu setzen. Sie werden gebeten, sich in einem Raum samt Audio- und Videoüberwachung vor eine mehrköpfige Jury zu setzen. In fünf Minuten müssen sie nur mit Stift und Papier eine Präsentation vorbereiten und sollen anschließend fünf Minuten frei sprechen.

Zu Beginn der eigentlichen Präsentation wird das vorbereitete Blatt jedoch weggenommen. Im Anschluss daran werden sie gebeten, in 13er-Schritten von 1.022 rückwärts zu zählen, wobei jeder Fehler dazu führt, wieder bei 1.022 zu beginnen. Die anschließend gestressten 30 Teilnehmer reagierten bei Moralentscheidungen anders als die übrigen 20 Männer, die nicht bewusst gestresst worden waren.

Bei erhöhtem Cortisolspiegel tritt Egoismus in den Hintergrund

Allen zeigte man 28 Alltagssituationen auf und bat sie, sich jeweils für ein Verhalten zu entscheiden. Darunter war beispielsweise die Frage, ob man eine alten Mann helfen würde, dem gerade die Einkäufe heruntergefallen sind obwohl man selbst dringend den Bus für einen Termin erreichen muss. Oder ob man eine Brieftasche samt Geld aber ohne Ausweispapiere im Fundbüro abgibt und das Geld nicht entnimmt.

Die nicht gestressten Männer handelten nur in 54 Prozent der Fälle selbstlos. Bei denen, die den Stresstest absolviert hatten, waren es hingegen 65 Prozent. Die Forscher hatten zudem vor und nach den Tests um Speichelproben gebeten, um den Wert an Cortisol zu messen. Cortisol gilt als Stresshormon und war bei den Männern der TSST-Gruppe tatsächlich erhöht.

Sein Einfluss war größer als der bestimmter Charaktereigenschaften, die mittels Fragebogen von den Männern erhoben wurden. Selbst Männer, die laut eigener Einschätzung eher egoistisch sind, wurden durch Stress selbstloser.

Männer sind oberflächlicher als Frauen

Wissenschaftler der Universität von Ohio in den USA haben eine Untersuchung durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass Männer oberflächlicher als Frauen sind. Frauen nehmen ihren Gesprächspartner in einem größeren Spektrum wahr als die Männer.

Der Unterschied ist zwar minimal, er deckt sich aber mit älteren Studienergebnissen. Es wurde auch festgestellt, dass Frauen viel häufiger sensibel mit unbekannten Menschen umgehen können.

Den Testpersonen wurden Videos oder Bilder gezeigt oder sie mussten nach einem persönlichen Gespräch Details des Gegenüber nennen. Frauen wussten bei allen Tests mehr Einzelheiten als die männlichen Testpersonen.

Der „Hahn im Korb“ genießt, eine „Henne im Korb“ leidet

Allein unter Männern fühlen Frauen sich eher unwohl als umgarnt. Diesen Schluss lässt eine Untersuchung der Stanford-Universität zu, über die die „Apotheken Umschau“ berichtet. Wenn Frauen in Videos Szenen beobachteten, bei denen ein Männerüberschuss herrschte, reagierten sie mit Stress-Symptomen wie erhöhte Herzfrequenz und Schwitzen. Die Zeichen normalisierten sich, wenn die Anzahl von Männern und Frauen sich ausglich.

Bei den Männern hingegen stellte sich kein vergleichbarer Effekt ein: Sie genossen die Vorstellung, allein unter Frauen zu sein.

Viele Deutsche geben zu, im Alltag ab und an zu mogeln

Wahrheitsliebe reicht nicht bis zu kleinen Schwindeleien wie Schwarzfahren oder Blaumachen

Blonde Frau im Bett schaut auf digitales Fieberthermometer nach Fiebermessen
Blonde Frau im Bett schaut auf ein digitales Fieberthermometer © Robert Kneschke - www.fotolia.de

Die Deutschen halten sich selbst für äußerst wahrheitsliebend.

Laut einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung, Nürnberg bei 1.984 Personen ab 14 Jahren im Auftrag der "Apotheken Umschau" versuchen sich zwei von drei Bundesbürgern (65,3 %) an das Gebot "Du sollst nicht lügen!" zu halten. Dennoch gibt es eine ganze Reihe von Situationen, in denen sie es dann aber doch nicht so streng nehmen mit der Ehrlichkeit.

Die Hitliste dieser "Kavaliersdelikte" reicht vom Schwarzfahren übers Blaumachen bis hin zu Schwindeleien bei der Steuererklärung. So gibt mehr als jeder vierte Deutsche (28,6%) zu, sich schon einmal krank gemeldet zu haben, obwohl er eigentlich gesund war.

Fast ebenso viele (25,2%) haben auch schon ihren Arzt beschwindelt, um eine Krankschreibung zu erhalten. Beim Schwarzfahren bekennt mehr als ein Viertel wenig moralische Bedenken: Schon einmal bewusst ohne Fahrkarte in einem öffentlichen Verkehrsmittel gefahren zu sein geben 26,1 Prozent der Befragten zu. Dem Finanzamt gegenüber schon einmal Angaben zum eigenen Vorteil übertrieben oder weggelassen zu haben, gibt ebenfalls fast jeder vierte Bundesbürger (23,2%) zu.

Immer mehr Menschen verspüren sozialen Druck

Dass Kinder und junge Menschen heutzutage immer mehr leisten müssen, um erfolgreich zu sein, ist schon seit langem bekannt. Damit einher geht für Familienexpertin Christine Henry-Huthmacher die Tatsache, dass dadurch auch immer mehr Menschen in Deutschland eine Art sozialen Druck verspüren.

Vor allem die Eltern in der Mittelschicht seien davon betroffen. So stünden diese nicht nur unter finanziellem, sondern auch unter Zeit- und vor allem Bildungsdruck.

So müssten sich Eltern heute sorgen, wenn ihr Sprössling nicht das Abitur durchlaufen hat, so Henry-Huthmacher. Was Eltern zunächst einmal bräuchten, sei eine höhere Wertschätzung und Anerkennung in der Öffentlichkeit.

Auch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei eminent wichtig, so die Familienexpertin.

Rachsucht von Männern ist größer als die der Frauen

Männer sind rachsüchtiger als Frauen. Dies ist nun von Julie Exline, einer US-Psychologin von der Case Western Reserve University (Cleveland), wissenschaftlich belegt worden.

In einer Studie untersuchte sie 101 Probanden im Hinblick auf die Frage, wie sich Menschen bezüglich Rachegefühlen unterscheiden. Dabei stellte sich heraus, dass Frauen gemeinhin nachsichtiger sind. Dies führen die Psychologen darauf zurück, dass ihnen bereits im Kindesalter beigebracht wurde, sich in andere Menschen einzufühlen.

Demgegenüber stehen die Männer. Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass sie sich schwerer damit tun, zu vergeben. Sie tun es erst dann, wenn sie merken, dass sie selber auch zu ähnlichen Vergehen in der Lage sind.

Männer mit schneller Nachsicht bei begangenen Fehlern

Männer sind im Gegensatz zu Frauen lange nachtragend. Allerdings beruhigen sie sich auch sehr schnell wieder, wenn ihnen aufgezeigt wird, in welcher Situation sie selber beleidigend aufgetreten sind.

Laut einer Studie von Psychologen der Case University in Cleveland fehlt diese Einsicht bei Frauen. Sie suchen weiterhin bei dem beleidigenden Gegenüber die Schuld. An der Studie nahmen insgesamt 1.400 Studenten teil. Das Gesamtfazit der Befragungen lautet, dass Menschen generell schneller verzeihen, sobald ihnen eigene Fehler vor Augen geführt werden.

Konservative Menschen sind ängstlicher

Eine Studie von mehreren amerikanischen Hochschulen durchgeführt, ergab, dass Menschen, die eher die konservativen Parteien wählen, ängstlicher sind. Dazu machten sie verschiedene Tests, in denen sie den Menschen außergewöhnliche Bilder zeigten, so beispielsweise eine Spinne auf einem verängstigten Gesicht, oder eine offene Wunde aus der Maden krochen.

Dabei wurden die Reaktionen von den 46 Testpersonen festgehalten. Außerdem wurden sie nach ihrer Meinung zu bestimmten Ereignissen befragt, so zum Krieg im Irak, Todesstrafe und die Ausgaben für das Militär.

Als Ergebnis stellte man fest, dass diejenigen, die auf die ungewöhnlichen Bilder am stärksten reagierten, eine mehr konservative Einstellung hatten.

Weniger Unterschiede bei den Geschlechtern als bisher angenommen

Janet Shibley Hyde, eine Psychologin von der University of Wisconsin, fand durch mehrere Studien aus den letzten 20 Jahren heraus, dass sich Frauen und Männer mehr ähneln als bisher angenommen.

Das Sexualverhalten und die körperlichen Kräfte machen einen Teil der Unterschiede aus, sowie das Aggressionsverhalten. Aber das kognitive Denken, der Führungsstil und die Persönlichkeit sind bei beiden gleich.

Eine interessante Beobachtung ist das Verhalten der Testpersonen, das anders ist, wenn das Geschlecht im Test nicht erwähnt wird.

Sozialer Status wird über die Körpersprache deutlich

Forscher der University of California in Berkeley haben herausgefunden, dass man anhand der Körpersprache eines Menschen erkennen kann, welchem sozialen Status er zugeordnet werden kann.

In Tests verwickelten sie voneinander unabhängige Psychologiestudenten in ein 5-Minuten-Gespräch vor einer Kamera. Die Videosequenzen der Unterhaltung wurden im Anschluss von Fachleuten analysiert. Es zeigte sich ein eindeutiger Zusammenhang zwischem dem sozialen Status und dem Verhalten der Probanden.

So zeigten Personen aus einem Elternhaus mit einem geringeren sozialen Status mehr "gesprächsinteressierte" Signale wie Kopfnicken, Lachen oder Blickkontakt. Testpersonen aus einem reichen Elternhaus kritzelten eher auf Papier oder spielten mit einem Kugelschreiber herum.

Deutsche ärgern sich über schlechtes Benehmen

Es ist doch eigentlich nicht zu viel verlangt, einmal "Danke", "Bitte" oder "Entschuldigung" zu sagen, wenn es angebracht ist. Doch viele Menschen sind da anderer Meinung und über manche Verhaltensweisen regen sich die Deutschen fleißig auf, dies ergab eine aktuelle Umfrage.

Auf Platz eins des schlechten Benehmens steht dabei mit 90,4 Prozent das Anniesen oder -husten von anderen. Knapp 83 Prozent ärgern sich über das Vordrängeln in Warteschlangen und auf Platz drei kam mit 81 Prozent das Zuknallen von Türen vor der eigenen Nase. Weiterhin zählen zum unangebrachten Verhalten das Sprechen mit vollem Mund, sich nicht zu grüßen oder wenn sich die Mitmenschen nicht bedanken.

Befragung des Institutes für Demoskopie Allensbach - Junge Männer haben weniger zu sagen

Studie des IfD zeigt: Frauen haben ein größeres Gesprächsthemengebiet

Zwei Freundinnen sitzen lachend nebeneinander
erzähl mir was © soschoenbistdu - www.fotolia.de

Das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) führte jüngst eine Studie zum Thema "Typisch Frau, typisch Mann? Kommunikationsstile zwischen Klischee und Wirklichkeit" durch. Dabei stellte sich heraus, dass das Interesse junger Männer an allgemeinen Themen in den letzten Jahren abgenommen hat.

Die Gesprächsthemen der Männer

Nach wie vor unterhalten sich Männer unter 30 besonders häufig über Sport. Auch Technik ist, wie schon in den Jahren vorher, ein beliebter Gesprächsstoff. Nachgelassen hat das Interesse jedoch deutlich bei politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Inhalten. Das war früher noch anders.

Für Renate Köcher, der Geschäftsführerin des IfD besteht der Grund dafür darin, dass junge Männer weniger häufig in die Tageszeitung schauten, als früher. Stattdessen werden die neuen Medien genutzt.

Im Internet sucht man gezielt nach Informationen, die interessieren, während man bei einer Tageszeitung auch schon mal an Themen hängen bleibt, die erst beim Lesen spannend werden. Das Heranführen an die Zeitungen wäre daher ein reiches Betätigungsfeld für Schulen, glaubt sie.

Die Gesprächsinteressen der Frauen

Vielleicht sind auch die mangelnden Themen die Ursache für eine allgemeine Sprachlosigkeit bei jungen Männern. Nur 21 Prozent empfindet sich selbst als "sehr kommunikativ". Junge Frauen hingegen haben dabei nach eigenem Dafürhalten eine doppelt so hohe Rate. Ihre Interessengebiete sind auch deutlich breiter gefächert. Dies zeigt sich in der Einschätzung über die Durchsetzungsfähigkeit bei Diskussionen. Dabei glauben 53 Prozent der Frauen an ihre Kraft.

Der Führungsstil der Geschlechter

Ein weiterer Bereich der Studie befasste sich mit dem Führungsstil von jungen Frauen und Männern. Interessant ist die Tatsache, dass es dabei keinen signifikanten Unterschied gibt. Weder der Kommunikations- noch der Führungsstil differieren. Frauen sind in der Realität allenfalls mitfühlender. Die Vorurteile, dass sich Frauen in Führungspositionen anders verhalten als Männer bestehen dennoch. Selbst bei eigener unterschiedlicher Erfahrung. Grundlage für die Studie bildete eine Befragung von 1852 Menschen ab einem Alter von 16 Jahren.

Das große Schweigen - Psychologen erklären, warum Männer nicht gern über Probleme reden

Im Gegensatz zu Frauen, behalten Männer Probleme meist für sich, ein Überbleibsel aus früher Zeit

Besorger Mann im Anzug, Ellbogen auf Knie und Kopf auf Hände gestützt
worried businessman © Ljupco Smokovski - www.fotolia.de

Streit auf Arbeit oder daheim, Ärger mit einem Kumpel, Liebeskummer - auch Männer haben Probleme. Man kann dazu neigen, dies zu übersehen, denn die Herren der Schöpfung schweigen sich gern über persönliche Probleme aus. Auch Sorgen bezüglich der Gesundheit erfährt selbst der Arzt meist erst dann, wenn ein Mann wirklich gar nicht mehr ohne den Fachmann auskommt.

Warum schweigen Männer lieber über ihr Befinden?

Psychologen können uns dieses große Schweigen erklären. Männer sind das genaue Gegenteil zu den Frauen. Diese reden immer mit der Schwester oder besten Freundin über alle Sorgen. Der Mann dagegen analysiert die Sachlage lieber allein.

Die meisten Männer empfinden es als Schwäche, über Probleme zu reden. Jemanden einzugestehen, dass man einen Fehler begangen hat oder mit einem Sachverhalt nicht zurecht kommt, schwächt das männliche Ego. Hier verfolgt auch den modernen Mann noch immer die Evolution. Der Mann ging auf die Jagd, war stark und ernährte den Clan. Da war kein Platz für emotionale Schieflagen und Gespräche am Feuer.

Dies sitzt noch immer im männlichen Gehirn. Allerdings hat das Zeitalter des Internets das ein wenig relativiert. Noch immer spricht Mann nicht gern über Sorgen, doch nun kann er sich anonym im Internet informieren und dort Problemlösungen ermitteln.

Wissenschaftlicher Test - Männer urteilen schneller als Frauen

Frauen brauchen länger, um sich richtig zu entscheiden - dieses Verhalten hat Vor- und Nachteile

Schwarzhaariges Paar an Bistrotisch mit Kaffee, Dessert und Orangensaft
It's love © pressmaster - www.fotolia.de

Männer kommen schneller zu einem Standpunkt als Frauen. Diese relativieren lieber und wollen oder können sich nicht sofort festlegen. Das beste Beispiel: In einem Restaurant oder Bar brauchen Frauen oft länger als Männer, bis sie sich entschieden haben, was sie essen oder trinken wollen. Oft werfen sie ihre erste Wahl über den Haufen, um Minuten später doch die erste Wahl zu treffen.

Geschlechter-Unterschiede in der semantischen Kategorisierung

Zugegeben, dieses Beispiel ist klischeebeladen. Doch Wissenschaftler der britischen Universität Warwick haben in einem Test mit dem Namen "Geschlechter-Unterschiede in der semantischen Kategorisierung" nun bewiesen, dass diese Klischees teilweise zutreffen.

Sie stellten 113 Frauen und Männer nicht leicht zu beantwortende Fragen. Die Antworten waren in drei Kategorien unterteilt: trifft voll zu, trifft teilweise zu oder trifft gar nicht zu. 23 Prozent mehr Frauen als Männer wählten die Antwort "teilweise". Was nun besser oder schlechter ist, lässt sich nicht genau bestimmen.

Je nach Situation ist mal die schnelle Entscheidung und mal das sorgsame Abwegen besser. Beispiel: Kommt ein Arzt zu einer schnellen Diagnose, kann dem Kranken schneller geholfen werden. Ist die Diagnose jedoch falsch gestellt, weil sich der Arzt zu wenig Zeit genommen hat, ist es ein Nachteil, sich schnell festzulegen.

Viele Menschen unterstützen lieber ein bestehendes System als es zu ändern

Forscher haben untersucht, warum viele Menschen lieber ein bestehendes System, beispielsweise eine Diktatur oder auch eine unglückliche Beziehung unterstützen und nicht versuchen dies zu ändern.

So fanden die beiden Psychologen Aaron Kay und Justin Friesen bei ihrer Analyse von bestehenden Studien heraus, dass es vier Gründe für eine solches Verhalten gibt. So stellen wir uns automatisch auf die Seite unserer Familie, wenn ein Mitglied kritisiert oder gar angegriffen wird. Ähnlich ist es auch bei der Politik des eigenen Landes.

Als im Jahr 2001 der Terroranschlag auf das World-Trade-Center in New York geschah, stellte sich die ganze amerikanische Nation hinter den damaligen Präsidenten Bush, der vorher nicht gerade beliebt war, und suchte Schutz bei den Politikern. Aber wir versuchen auch uns gegen irgendwelche Ungerechtigkeiten weniger zu wehren, wenn wir davon stärker durch ein System betroffen sind.

Als Beispiel führten die beiden Forscher an, dass Studenten eine ungerechte Regelung an ihrer eigenen Universität eher akzeptieren als diese zu ändern, so zum Beispiel bei der Vergabe von Wohnheimplätzen. Dagegen sind sie eher bereit gegen die Ungerechtigkeiten im Gesundheitssystem zu protestieren, obwohl sie davon zurzeit weniger betroffen sind. Aber auch sind wir selten in der Lage aus einer festen Beziehung auszubrechen, denn hier überwiegt oftmals die Angst vor dem Verlust.

Obwohl viele Menschen, besonders in den westlichen Ländern, versuchen ihr Leben selbst zu bestimmen, werden vom Staat erlassene Gesetze oftmals als positiv bewertet, um sich selbst davon zu überzeugen, dass dies richtig ist. Aber es gibt auch Situationen, wo es plötzlich zu einer radikalen Änderung kommt, wie die letzten Ereignisse im arabischen Raum zeigten.

Das soziale Miteinander hält uns mental fit

Das Zusammensein mit lieben Menschen, mit der Familie oder den Freunden, macht normalerweise jedem Spaß. Wir fühlen uns geborgen in einer ausgewählten Gruppe, teilen Freude und auch negative Gefühle. Das alles schweißt zusammen und stärkt die Seele.

Forscher haben nun herausgefunden, dass dieses soziale Miteinander aber nicht nur die Seele stärkt, sondern tatsächlich auch das Gehirn als Organ. Die bewusst gesuchte und als positiv empfundene Gesellschaft hält uns mental aktiv und sorgt daher dafür, dass wir geistig lang leistungsfähig bleiben. An der Universität in Bochum untersuchte man die Gehirne von Menschen, die gern mit Freunden und Familie zusammen kamen und dies als Hobby angaben.

Bei ihnen war zu beobachten, dass der Hippocampus sehr aktiv war. Die Nervenzellen in dieser Hirnregion feuerten besonders aktiv Signale und sorgten so für geistige Fitness. Da auch unser Langzeitgedächtnis seinen Sitz im Hippocampus hat, bedeutet diese hohe Nervenaktivität, dass wir geistig länger auf der Höhe sind.

Das besondere Balzverhalten - Soziale Wohltätigkeit, um Frauen zu beeindrucken

Jede Spezies hat ihr eigenes Balzverhalten, um das andere Geschlecht zu beeindrucken. Bei den Menschen ist das besonders kompliziert und gut durchdacht. Zu diesem Schluss kommen zumindest britische Forscher. Demnach versuchen unsere Männer das weibliche Geschlecht mit sozialer Wohltätigkeit zu beeindrucken.

So gibt man der Bedienung zum Beispiel extra viel Trinkgeld, wenn man mit dem Date zum Abendessen geht oder schenkt einem Obdachlosen einige Euros, wenn man zusammen mit der Freundin spazieren ist. Dieses soziale Engagement ist also alles andere als uneigennützig. Und ein Man wird umso wohltätiger, je mehr Konkurrenzdruck er im Nacken spürt. Diese Studienergebnisse basieren auf einem Test mit 65 Männern und Frauen.

Alle wurden zusammen in einem Raum darum gebeten, sich darauf zu einigen, wie viel man für einen sozialen Zweck spenden möchte. Einmal ließ man sie dabei allein in Raum, zwei andere Male war entweder ein Mann oder eine Frau als Aufsichtsperson anwesend. Den weiblichen Probanden war das egal, sie spendeten in etwa immer gleich viel. Die Männer allerdings wollten dann mehr spenden, wenn eine Frau die Aufsicht über das Projekt hatte.

Studie - das (subjektiv) Beste kommt oft am Ende

Abschiedsküsse, der letzte Bissen eines vorzüglichen Mahls, der letzte Tag in Schule oder Job - viele beurteilen diese "letzten Dinge" positiver, als sie es ihren persönlichen Vorlieben zufolge eigentlich täten. Eine Studie mit Schokoladenstücken konnte das nun bestätigen.

Den Probanden wurde dabei erzählt, sie seien Geschmackstester für Schokolade. Nun wurden ihnen Schokostücke zur Verkostung gegeben, in den Sorten Karamell, Nougat, Mandel, Vollmilch und Zartbitter. Jedes Stück sollte dabei auf einer Skala von null bis zehn bewertet werden, wieviele Stückchen sie bekommen sollten, wussten die Teilnehmer nicht. Einigen der Probanden wurde das fünfte Stück mit der Information, dass dies nun das letzte Stück sei, verabreicht, einigen kommentarlos.

Die, die wussten, dass dies das letzte Stück sein würde, beurteilten den Geschmack weitaus positiver als die, die es nicht wussten - unabhängig von Sorte oder eigenem Geschmack. Von denjenigen, die wussten, dass dies das letzte Stück sein wurde, kürten es 64 Prozent zum Geschmackssieger. Von denen, die es nicht wussten, waren es nur 22 Prozent. Einen Grund dafür konnten die Forscher noch nicht eruieren, doch es gibt Anlass dazu, die eigenen Bewertungen, Urteile und Empfindungen noch einmal zu reflektieren.

Statussymbol Axt: Schon die Steinzeitmenschen kannten eine soziale Hackordnung

Neandertaler mit Tierfell und Stock
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Wer meint, dass die Jagd nach Statussymbolen ein modernes Phänomen ist, irrt sich: Schon in der Steinzeit wurde der soziale Status innerhalb einer Gruppe dadurch bestimmt, wer die größte Axt besaß. Diese These beschreibt zumindest der Prähistoriker Alexander Bentley von der University of Bristol.

Bentley und seine Kollegen untersuchten über 300 Skelette aus dem Neolithikum an verschiedenen Orten Europas und ihre Grabbeigaben. Dabei kamen sie zu der Erkenntnis, dass die Menschen, denen eine große Axt mit ins Grab gegeben wurde, eher sesshaft waren und wohl über bessere Böden und Jagdgründe verfügten, während die Menschen, die keine Axt besaßen, von Ort zu Ort weiterzogen und immer wieder neue Arbeit finden mussten.

Die Analyse der Skelette ergab außerdem, dass nur die Männer dauerhaft sesshaft waren, während die Frauen nach ihrer Hochzeit an die Wohnsitze ihrer Männer weiterzogen. Die Forscher erhoffen sich aus ihren Analysen neue Erkenntnisse über die großen Wanderungsbewegungen der Steinzeitmenschen in Europa.

Kontrollbewusstsein nimmt bei Männern bis zum 40. Lebensjahr zu

Eine Studie von deutschen Psychologen der Universitäten Leipzig, Mainz und Münster ist jetzt zu dem Ergebnis gekommen, dass Männer mit einem hohen Bildungsabschluss unter 40 Jahren ein starkes Kontrollbewusstsein besitzen.

Ein übersteigertes Kontrollbewusstsein kann jedoch auch hinderlich sein, was sich bei Männern beispielsweise darin ausdrückt, dass sie sich nach einer gescheiterten Beziehung ständig fragen, warum sie dies nicht verhindern konnten.

Für die Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung werden jährlich rund 20.000 Menschen befragt. Dabei sollen sie Stellung nehmen, ob es Glück oder Schicksal sei, was man im Leben erreicht, oder ob es von einem selbst abhängt, wie das eigene Leben verläuft. Bei Männern über 40 Jahren nimmt demnach die Selbstbestimmung schlagartig ab, da sie zum Beispiel im Berufsleben erste Enttäuschungen hinnehmen mussten. Allerdings fanden die Psychologen auch heraus, dass die Kontrollüberzeugung bei Frauen und Männern über 60 Jahren tendenziell wieder zunimmt, obwohl sie in diesem Alter zunehmend eingeschränkter sind und oft an Krankheiten leiden.

Hygienesünden im Fitnessstudio

Brünette Frau im pinken Outfit sitzt im Fitnessstudio, zwei weiter Personen trainieren dahinter
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Viele Deutsche bevorzugen, sich im Fitness-Studio oder im Schwimmbad fit zu halten. Doch nicht immer endet dies angenehm, zum Beispiel wenn das Wasser im Becken voll von Haaren oder anderen Hinterlassenschaften ist, gleiches gilt für die Duschen im Studio oder Bad.

Man ging der Sache auf den Grund und befragte 1.090 Menschen im Alter von 14 bis 69 Jahren zum Thema hygienische Sünden im Schwimmbad und im Fitness-Studio. Auf Platz 1 kamen dabei im Wasser schwimmende Haare, Pflaster und Tampons. Dicht dahinter wurden dreckige Toiletten sowie das Wasserlassen im Becken genannt.

Bei der Umfrage kam erstaunlicherweise heraus, dass Akademiker die genannten Faux-Pas deutlich weniger schlimm empfinden als beispielsweise Realschul- und Hauptschulabsolventen.

Typische Verhaltensmuster in Bussen und Bahnen

Bahnsteig eines Bahnhofs, S-Bahn/Zug wartet
S-Bahn wartet am Bahnsteig - Zug Verspätung Abfahrt © Petair - www.fotolia.de

Einen freien Platz in Bus und Bahn zu finden ist nicht immer einfach, besonders früh morgens, wenn es zur Arbeit/Schule gehen soll oder zur Feierabendzeit. Auch auf längeren Bahnstrecken bleiben häufig nur noch Einzelplätze frei.

Doch in vielen Fällen wäre es gar nicht so schwierig, wenn der Sitznachbar einfach mal ein bisschen Platz machen würde. Doch dies probieren die meisten zu umgehen und nutzen verschiedenste Verhaltensmuster, damit man nicht auf die Idee kommt, sich neben sie zu setzen.

Soziologin Esther Kim von der Universität in Connecticut, USA, hat diese Verhalten im Rahmen einer Fernstudie über zwei Jahre lang beobachtet und analysiert. Die meisten Menschen verwendeten folgende Tricks, damit der Platz neben ihnen frei bleibt: sie belegen den freien Sitz mit Gepäck und Jacken, sie werfen den Platzsuchenden einen bösen Blick zu, setzen sich auf den Platz im Gang, tragen Kopfhörer und drehen die Musik laut auf oder stellen sich schlafend.

Sind Linkshänder gewaltbereiter als Rechtshänder?

Am 13. August war einmal mehr der internationale Tag der Linkshänder. Anlass genug, um den vermeintlichen Unterschieden zwischen Rechtshändern und Linkshändern etwas näher auf die Schliche zu kommen. Das dachten sich auch Forscher und analysierten die Verteilung zwischen beiden Händigkeiten auf der Welt. Dabei zeigte sich ein interessanter Fakt: die meisten Regionen, in denen Gewalt ein sehr großes Thema ist, bringen sehr viele Linkshänder hervor.

In friedlicheren Kulturen gibt es dagegen nur sehr wenige Menschen, die alle Haupttätigkeiten mit der Linken ausführen. In Ländern mit der höchsten Gewaltbereitschaft ermittelte man ein Vorhandensein der Linkshänder von bis zu 27 Prozent. In den friedlichsten Regionen gab es gerade einmal drei Prozent. Woher kommt das?

Die Forscher erklären sich das weniger mit sozialen Theorien als mit evolutionären Ansätzen. Linkshänder sind allgemein seltener in einer Gesellschaft vertreten. Kommt es zu Handgreiflichkeiten, dann schlagen und wehren sich Rechtshänder mit ihrer dominanten Hand und gehen instinktiv davon aus, dass auch ihr Gegenüber dieses Rechts-Muster hat. Doch bei Linkshändern funktionieren Angriff und Verteidigung anders herum, was beim Angriff bedeutet, dass sie öfter treffen, denn der Rechtshänder erwartet Schläge mit links nicht. Daher hat sich die Erbinformation des Linkshänders in gewaltbereiten Regionen als nützlich herausgestellt und wird von der Evolution bevorzugt.

Ob die Forscher damit recht haben, ob die Studie ungenau ist oder ob es nur ein zufälliges Ergebnis ist, das muss erst einmal dahingestellt bleiben. Natürlich macht es keinen Sinn, aufgrund der Studie per se alle Linkshänder als gewalttätig und alle Rechtshänder als friedliebend hinzustellen.

Spontane Menschen zeigen sich oft großzügiger

Ein Team von Wissenschaftlern der Harvard-Universität in Cambridge hat jetzt anhand eines Experiments herausgefunden, dass sich spontan agierende Menschen oft sehr kooperativ und großzügig zeigen. Von den rund 2000 Teilnehmern des Experiments zeigte sich nach längerem Überlegen erstaunlicherweise keine einzige Person großzügiger als Teilnehmer mit einer spontan und damit schnell gefassten Entscheidung.

Dabei mussten die Gruppenmitglieder Geld in einen Topf werfen, womit der darin befindliche Gesamtbetrag verdopplet und anschließend wieder an die Teilnehmer ausbezahlt wurde. Die Spieler mit einer Entscheidungszeit unter 10 Sekunden warfen 66 Prozent ihres Geldes in den Topf, während die Teilnehmer mit einer längeren Bedenkzeit lediglich 53 Prozent ihres Guthabens opferten.

Nach weiteren Versuchen sahen die Forscher ihre Vermutung bestätigt, wonach bestimmte Menschen im Alltag schnelle Entscheidung treffen, wo die Zusammenarbeit mit anderen Personen von Vorteil ist.

Kochen und die Kids zur Schule bringen - was "echte Kerle" ausmacht

Mann steht mit roter Schürze und Kochtopf auf dem Kopf in der Küche und hält ein Schild mit der Aufschrift "Help" hoch
funny man holding pan with pot on head in apron at kitchen asking for help © Focus Pocus LTD - www.fotolia.de

Überraschung, liebe Männer: Tatsächlich muss man kein harter Hund sein, um das Herz einer Frau im Sturm zu erobern. Die heute allseits gerühmten "Soft skills" spielen nämlich auch bei der Partnerwahl eine wichtige Rolle. Oder anders gesagt: Wer gut kochen kann und sich außerdem noch liebevoll um die Kinder kümmert, der dürfte seine Frau ganz schön glücklich machen - so zumindest die Ergebnisse einer britischen Umfrage vom Fleckenentferner Profi "Dr. Beckmann".

Wie die Zeitung "Daily Mail" berichtete, sind sich Männer und Frauen in diesen Punkten übrigens erstaunlich einig. Auch die Herren der Schöpfung finden, dass ein echter Mann heute sowohl kochen als auch die Waschmaschine bedienen und Kinder bespaßen können sollte.

Je nach gefragter Tätigkeit und Geschlecht waren etwa jeweils die Hälfte davon überzeugt, dass die aktive Mitarbeit bei Haushalt und Kindererziehung zum Mannsein heute einfach dazu gehöre. In anderen Punkten zeigte sich die Damenwelt aber auch erstaunlich konservativ - und sogar anspruchsvoller, als dies die Männer wohl vermuten würden: Den obersten Platz bei den befragten Frauen belegt nämlich der Mut. 64% finden, ein echter Mann müsse mutig und tapfer sein.

Auch Gentleman Qualitäten und die Eigenschaft, seine Lady stets an erste Stelle zu setzen, gehören für viele Frauen unbedingt dazu. Über die Hälfte gab außerdem an, ein echter Mann dürfe keine Angst vor Spinnen haben - dieser These stimme jedoch nur jeder zehnte Mann zu.

Der neue Trend: Tauschen und Teilen statt Besitzen wollen

Das Prinzip Teilen und Tauschen liegt im Trend. Das Internet erleichtert das Vorgehen. Schon früher lieh man sich selten benötigte Werkzeuge vom Nachbarn, das Auto von Verwandten, oder den Transporter vom Onkel. Dank des Internets hat sich der Kreis derer, von denen man etwas leihen kann erheblich erweitert. Die Schlagwörter heißen Shareconomy und Collaborative Consumption. Auf Online-Plattformen wie Gamechange.de, Hifligp.de, Tauschticket.de, oder Leihdirwas.de wird getauscht, was das Zeug hält.

Man kann nicht nur Objekte ins Internet stellen, sondern auch Wissen, Informationen und Programme. Auch Autos kann man mieten, oder selbst vermieten, wenn man es selber nicht nutzt. Dafür gibt es Webseiten wie DriveNow, Autonetzer, Tamyca, oder Rent-n-roll. Sogar Essen findet eine neue Verwertungsmöglichkeit. Über Foodsharing kann Essen an Menschen in der Umgebung weitergegeben werden, bevor man beispielsweise auf Geschäftsreise geht. So muss man nichts wegwerfen und nichts vergammelt.

Bei den 14 bis 29-Jährigen sind schon 97 Prozent vom Tauschfieber infiziert. 83 Prozent aller Deutschen tauschen im Internet Wissen, Ressourcen und Erfahrungen. 17 Prozent geben auch Werkzeuge, oder Autos über das Internet an andere ab. Die Tauschportale wurden in den letzten zwei Jahren von sieben Prozent in Anspruch genommen.

Laut Bitkom-Chef Dieter Kempf ist "Sharconomy ein gesellschaftlicher Megatrend, der sich durchsetzt". Ausgelöst wurde der Trend durch das Social Web. Auch der Trend zum Smartphone oder Tablet-PC verstärkt diesen Sog. Manche wollen Ressourcen nicht verkommen lassen oder Geld einnehmen.

Für viele ist es wie ein Spiel und sie überlegen voller Spannung, was sie wohl für ihr ausgedientes Smartphone noch bekommen können. Tauschen und Teilen ist eine alte Methode, die durchs Internet neu zum Leben erwacht ist.

Sowohl Frauen als auch Männer tratschen – und dies aus gutem Grund

Ist von „Klatsch und Tratsch“ die Rede, ist das Lästern nicht weit – und meistens werden damit vor allen Dingen die Frauen in Verbindung gebracht. Doch wie bereits mehrere Studien, wie zum Beispiel am Knox College in Illinois, USA, ergeben haben, ist auch das männliche Geschlecht betroffen. Was jedoch den deutlichen Unterschied ausmacht, sind die Themen, über die gelästert wird: während Frauen besonders gerne über die neuesten Liebesgeschichten plaudern, geht es Männern eher um Finanzen sowie die Potenz von anderen Männern.

Doch wann wird aus dem Tratschen eigentlich ein Lästern? Letzteres hat definitiv einen negativen Beigeschmack: Forschern zufolge tun wir dies, um uns attraktiver und begehrenswerter erscheinen zu lassen und andere wiederum abzuwerten. Frauen lästern Untersuchungen zufolge besonders gerne an ihren fruchtbaren Tagen: sprechen sie dann negativ über eine Rivalin, kommt diese letztlich auch weniger gut bei einem Mann an.

Soziologen zufolge ist es wichtig, dass über einen anderen Menschen geredet wird, denn wäre dies nicht der Fall, wären wir kein Teil des sozialen Netzwerks: die Gesellschaft würde nicht funktionieren. Natürlich sollte es nicht ausarten, denn manche Gerüchte können sich hartnäckig halten, selbst dann, wenn man sich eigentlich bereits von der Wahrheit überzeugt hat.

Knigge im Ausland - Wie sich deutsche Touristen verhalten sollten

Zwei junge Frauen schauen am Bahnhof auf Stadtplan, im Hintergrund Zug
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Wir Deutschen haben nicht überall einen guten Ruf. Im Urlaub können wir uns nicht immer so benehmen wie im eigenen Land. FKK, Körperkontakt oder Alkohol sind im Urlaub tabu. Sogar richtig ins Fettnäpfchen kann getreten werden.

In einigen Ländern wie in der Türkei, Ägypten und Tunesien herrscht die Glaubensrichtung des Islam. Hier kann in der Öffentlichkeit nicht geknutscht werden oder in knappen Outfits durch die Stadt gelaufen werden. Auch gilt der Freitag im Islam als Feiertag. In vielen christlichen Ländern wie Portugal sollte nicht über den das Papsttum gesprochen werden, vor allem nicht schlecht.

Die einfachsten Wörter zur Bestellung von Essen sollten in der jeweiligen Landessprache beherrscht werden. In Spanien heißt Cola zum Beispiel Schwanz. Als Urlauber wird man sich dort wahrscheinlich blamieren, wenn eine Cola bestellt wird. Vor der Reise in fremde Länder also bitte immer darüber informieren, was dort als korrekt oder unkorrekt empfunden wird. Andere Länder, andere Sitten - daran sollte sich jeder Tourist auch halten.

Weibliche Reize und männliches Imponiergehabe: Die Steinzeit wirkt noch immer nach

Ob Mann und Frau miteinander zurechtkommen, wird nicht zuletzt auch durch die Körpersprache und das Erscheinungsbild bestimmt. Dem liegen steinzeitliche Verhaltensmuster zugrunde, die der Mensch auch in tausenden Jahren der Evolution nicht abstreifen konnte.

So demonstrieren Männer beim ersten Date noch immer mehr oder weniger unbewusst Potenz und Manneskraft, in dem er breitbeinig sitzend möglichst viel Raum einnimmt und auch den Tisch in Beschlag nimmt. Frauen dagegen wollen eher Vitalität und Fruchtbarkeit demonstrieren und setzen ihre weiblichen Reize mit Dekolletee, gepflegten gesunden Haaren und perfekten Zähnen ein.

Nicht nur beim Date kommt die unterschiedliche Körpersprache zum Ausdruck, sondern beispielsweise auch bei Gehaltsverhandlungen mit dem Chef: Der Mann gibt sich auch hier breitbeinig und dominant und wirkt auf den Chef wie ein ebenbürtiger Gegner, den es zu respektieren gilt. Frauen dagegen wirken weicher und harmloser - und werden von männlichen Chefs nicht als ebenbürtig betrachtet. Dass sie zudem häufiger lächeln als Männer, wird ebenfalls unter "harmlos" verbucht.

Auch in Gruppen tritt der Mann meistens dominanter und forscher auf als Frauen, die weniger selbstsicher wirken. Das klassische männliche Imponiergehabe rund um die größten Autos und teuersten Uhren ist ihnen fremd - und lässt sie auf eine durchweg männliche Runde entsprechend harmlos und unbedeutend wirken. Immerhin: In einer gemischten Runde wirken lächelnde Frauen meistens sympathischer und können so genauso gut Kontakte knüpfen.

Die Midlife-Crisis gibt es wirklich

Viele fragen sich, ob es die Midlife-Crisis wirklich gibt. Die Antwort lautet ja, es gibt sie. Meist leiden vor allem Männer ab 40 darunter, es wird sich ein tolles Auto gekauft, die Freundin ist erst Anfang 20 und das ganze Leben wird noch einmal durchdacht, alte Zeiten werden sich zurückgewünscht. Alle Männer und Frauen können in die Krise geraten.

Meist sind die Personen unzufrieden mit dem Leben, mit dem Umfeld und wünschen sich Veränderungen. Viele Männer haben eine jüngere Freundin, die alten Lebensgeister sollen wieder geweckt werden. Die Beziehungen mit den jungen Frauen halten allerdings nicht ewig, diese wollen schließlich auch mal Familie haben.

Eine Midlife-Crisis ist absolut nichts Negatives. Im Schnitt gibt es alle zehn Jahre eine Lebenskrise, in dieser wird alles noch einmal durchdacht. Um nicht in der Krise zu versinken, können aber auch Träume verwirklicht werden. Lange Partnerschaften sollten allerdings auch nicht einfach aufgegeben werden.

In der Körperhaltung eines Menschen lesen: Forschern gelingen Rückschlüsse auf das soziale Verhalten

Jeder Mensch sendet permanent soziale Signale an seine Umwelt. Dafür muss er nicht einmal sprechen oder sich großartig bewegen, denn auch die Körperhaltung verrät bereits sehr viel. So zeigt ein Mensch, der sehr gerade und sehr offen steht oder sitzt, eine dominante Persönlichkeit. Er strahlt ein gewisses Maß an Macht aus und wird auch selbstsicherer auftreten, egal ob bewusst oder unbewusst.

Wer dagegen eine eher geschlossene Haltung einnimmt, wirkt deutlich zurückhaltender auf seine Umwelt. Der Betreffende zeigt weniger Dominanz und schreibt sich selbst auch eine kleinere Machtposition zu. Dieses Wissen um die Körperhaltungen kann man aber nicht nur nutzen, um aus der Körpersprache des Gegenübers zu lesen.

Forscher haben herausgefunden, dass es eine klare Wechselwirkung zwischen Haltung und sozialem Verhalten gibt. Demnach kann man sich mit einer bewusst dominanten Haltung selbst Mut machen und sich im Umkehrschluss mit verschlossener Haltung auch das eigene Selbstbewusstsein drosseln. In vier Testreihen konnten Forscher zeigen, dass die bewusste Manipulation der Körperhaltung direkte soziale Effekte hat.

So neigten beispielsweise jene Menschen eher zur Unwahrheit, die die dominante Körperhaltung einnahmen. Sie nahmen sich also das Recht, in ihrem eigenen Interesse auch über geltende Normen hinaus zu handeln. Sie schummelten beispielsweise bei Spielen oder gaben "aus Versehen" zu viel gegebenes Geld nicht ehrlich zurück.

Wer in den Versuchsreihen gebeten worden war, länger in einer geschlossenen Körperhaltung zu verweilen, zeigte das gegenteilige Verhalten. Diese Probanden waren auffallend ehrlich und dies auch dann, wenn die Ehrlichkeit zu ihren Ungunsten ausfiel; etwa, da sie durch die Ehrlichkeit das Mehr an Geld wieder zurückgeben mussten.

Knigge für den Supermarkt: Freundliche Kunden bekommen besseren Service

Zwei lächelnde Frauen vor Regal im Supermarkt
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Die wenigsten gehen mit Muße in den Supermarkt - meist muss nach oder vor der Arbeit schnell gehen. Das ist aber kein Grund, die Manieren zu vergessen. Eine Mitarbeiterin von "Sainsbury's", einer Supermarktkette in Großbritannien, sorgte unlängst für einen kleinen Eklat, als sie sich weigerte, eine Kundin abzukassieren, die an der Kasse lautstark telefonierte.

Der Grad zwischen übertrieben oder nachvollziehbar ist natürlich immer schmal. Dennoch sollte man einige Dinge beachten, um den Einkauf von Lebensmitteln für alle so reibungslos und angenehm wie möglich zu machen.

So sind Schlangen vor Theken oder an der Kasse nunmal nicht zu vermeiden und für alle lästig. Geduld ist hier das Zauberwort. Je zügiger man agiert, desto schneller geht es für alle. Zu drängeln hilft erstens nicht weiter, und sorgt obendrein noch für schlechte Stimmung. Wenn eine neue Kasse aufgemacht wird, gilt, dass man die Leute aufrücken lässt, die bereits vor einem stehen.

Ein Dankeschön ist immer angesagt, sei es, wenn jemand einem den Warentrenner reicht oder einen vorlässt. Vorlassen ist übrigens ein gutes Stichwort - es kostet maximal 30 Sekunden Lebenszeit, jemanden vorzulassen, der nur eine Tüte Chips bezahlen will, wenn man selbst den ganzen Korb voll hat. Ehrensache ist auch, dass man seinen Wagen nicht sinnlos im Gang rumstehen lässt oder beim Plausch mit der Nachbarin den ganzen Gang blockiert.

Gleichberechtigung nur bis zum Restaurant-Eingang: Der Mann übernimmt noch immer die Rechnung

Paar beim Abendessen in Restaurant mit Kerzen, Rotwein
Mann und Frau füttern sich mit Pasta © Kzenon - www.fotolia.de

Wenn es im Restaurant ans Bezahlen geht, ist es noch immer selbstverständlich, dass der Mann die Geldbörse oder die Kreditkarte zückt - und die Frauen freuen sich. Dass die moderne Emanzipation an der Restaurant-Tür aufhört, stellten Forscher der Chapman University in Kalifornien fest, die mehr als 17.000 Personen zu diesem Thema befragte. Demnach waren 84 Prozent der Männer der Ansicht, dass sie für die Rechnung zuständig seien und 59% der Frauen. Dies gilt nicht nur für das erste Date, sondern auch für weitere Treffen im Restaurant.

Interessant dabei: Mehr als jede zweite Frau bietet an, sich an der Rechnung zu beteiligen, aber die meisten von ihnen sind sicher, dass ihr Angebot abgelehnt wird. Geht der Mann tatsächlich darauf ein, sind sie irritiert. Die Männer hadern jedoch ebenso mit dem Rollenmodell: Einerseits gaben 44% an, sie würden sich nicht länger mit einer Frau treffen wollen, die sich stets einladen ließe, andererseits fühlten sich gleich 75% schuldig, wenn die Frau die gesamte Rechnung übernehme.

Erst mit zunehmender Dauer der Bekanntschaft gleichen sich die Verhältnisse etwas an: Nach einem halben Jahr übernimmt die Frau bei drei Vierteln aller Befragten auch einen Teil der Restaurantkosten.

Psychologie - Positives Sozialverhalten anderer wirkt sich auf das eigene Verhalten aus

Mit dem Fachbegriff wird es als sozial indirekte Reziprozität bezeichnet: Wenn ein Mensch bei einem anderen Menschen positives Sozialverhalten beobachtet, so wirkt sich dies auf ihr eigenes Verhalten aus. Sie unterstützen diesen Menschen dann, auch wenn sie nicht selber von diesem positiven Verhalten profitieren. Mit Menschen hingegen, die sich im sozialen Leben negativ anderen gegenüber verhalten, wird nicht kooperiert.

Japanische Forscher haben dies jetzt in einer Studie belegt. Die Untersuchungen wurden mit zwei Gruppen von Kindern in einem japanischen Kindergarten durchgeführt. Die Kinder wurden in ihren Verhaltensweisen anderen gegenüber gefilmt, anschließend werteten die Wissenschaftler alles aus, wobei ihr Augenmerk auf den Kindern lag, die sich besonders sozial anderen gegenüber verhielten.

Ergebnis war, dass andere Kinder, die dies beobachteten, sich den Kameraden gegenüber dann jeweils auch sozial und hilfsbereit zeigten. Die Studie belegte, dass dieses Verhaltensmuster bereits in der frühen Kindheit schon angelegt ist.

So verhält man sich richtig im Wartezimmer

Patienten im Wartezimmer einer Arztpraxis, im Hintergrund Empfang
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Ein Arztbesuch ist für die meisten Patienten unangenehm. Wenn man dann noch lange Zeit im Wartezimmer sitzen muss, dann kann die Laune schnell sinken. Dennoch sollte man trotz des Unwohlseins Rücksicht auf seine Mitmenschen nehmen und Anstand beweisen. Denn wenn jeder Rücksicht auf den anderen nimmt, dann gestaltet sich die Wartezeit für alle Beteiligten gleich viel angenehmer. Die nachfolgenden Knigge-Regeln zeigen, wie man sich richtig im Wartezimmer verhält.

Bevor man das Wartezimmer betritt, sollte man zunächst kurz anklopfen und erst dann eintreten. Ein „Herein“ muss man in dieser Situation jedoch nicht abwarten. Sollten bereits Patienten im Wartezimmer sitzen, dann sollte man trotz Krankheit freundlich grüßen. Um sich die Wartezeit zu verkürzen, lesen viele Menschen im Wartezimmer eine der ausliegenden Zeitschriften. Da die Zeitschriften jedoch Eigentum der Praxis sind, sollte man davon absehen, die darin enthaltenen Kreuzworträtsel zu lösen oder eine der Seiten herauszureißen.

Aus Rücksicht auf die anderen Patienten sollte man zudem das Handy lautlos schalten und eingehende Anrufe nicht annehmen. Wer jedoch eine SMS schreiben oder die E-Mails abrufen möchte, der sollte darauf achten, dass die Tastentöne deaktiviert sind.

Ebenfalls Rücksicht sollte man bei älteren oder gehbehinderten Personen nehmen. Vor allem wenn das Wartezimmer voll ist, dann kann sich die Wartezeit lange hinziehen. Wenn man selbst nur wegen einer Erkältung den Arzt aufsucht, dann gebietet es der Anstand, dass man seinen eigenen Sitzplatz anbietet und stattdessen steht, bis ein anderer Platz frei wird.

Geld schafft Vertrauen: Moderne Gesellschaft funktioniert ohne Finanzsystem nicht

Unsere Vorfahren mussten sich noch in Kollektiven zusammenschließen um gemeinsam Mammuts und Säbelzahntiger zu sammeln und hätten ohne die gegenseitige Hilfe nicht überlebt. In der modernen Gesellschaft sind die meisten Interaktionen dagegen viel unpersönlicher und vor allem vom Geld und dem Kontakt mit Fremden geprägt.

Forscher der Chapman University in Orange wollten nun wissen, wie sich die Kooperationsfähigkeit der Menschen im Laufe der Zeit verändert hat und welche Unterschiede es zwischen kleinen überschaubaren Gruppen und großen anonymen Gruppen gibt.

Dazu ließen sie insgesamt 448 Studenten der Universität an verschiedenen Spielen teilnehmen, bei denen Punkte als Zahlungsmittel dienten. Die Studenten bekamen in unterschiedlich großen Gruppen per Computer einen "Partner" zugeteilt, dem sie mit ihren Punkten helfen konnten - oder nicht. Wer half, bekam Punkte abgezogen, während der Geholfene nicht nur diese Punkte bekam, sondern auch noch Zusatzpunkte. Dabei stellte sich heraus, dass die Zahl der Helfenden abnahm, je größer die Gruppe war: Halfen in einer kleinen Gruppe noch 70% mit ihren Punkten, waren es in der großen Gruppe nur 28%.

Interessant dabei: Erhielten die Probanden spezielle Token, mit denen sie sich Hilfe erkaufen konnten, änderte sich das Verhalten: In der großen Gruppe halfen nun dreimal so viele Teilnehmer ihren Partnern wenn sie dafür bezahlt wurden. Die Tokens sorgten dabei für größeres Vertrauen gegenüber den Fremden - und entspricht damit der Funktion des Geldes in der modernen Gesellschaft.

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    Menschen mittleren Alters wünschen sich Beständigkeit im Leben

    Während bei jungen Menschen häufig noch das eigene Vergnügen an erster Stelle steht, sieht es bei den über 30-jährigen Männern und Frauen schon ganz anders aus. Statt des Spaßes rückt in diesem Lebensabschnitt die Sicherheit und Beständigkeit in den Mittelpunkt. Zu diesem Ergebnis kam nun das Institut für Demoskopie Allensbach im Rahmen einer Umfrage. Für die Erhebung befragte das Institut insgesamt 1420 Personen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren.

    Die Auswertung der Umfrage ergab, dass zu den wichtigsten Punkten der Befragten neben der Gesundheit auch eine solide Beziehung zum Partner, beständige Freundschaften sowie ein sicherer Arbeitsplatz gehören. Erst zum Schluss stehen Spaß und Genuss.

    Größte Sorge der Befragten ist, die Stabilität ihres Lebens durch Krankheit oder ein familiäres Unglück zu verlieren. Auch die finanzielle Versorgung im Alter bereitet vielen Menschen in diesem Lebensabschnitt Kopfzerbrechen. Zwar sind 75 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Bildung von Rücklagen sinnvoll ist, doch möchten sich nur die wenigsten dafür finanziell zurückstecken.

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    Ein echter Gentleman geht vor der Dame die Treppe hinauf

    Auch in der heutigen Zeit legt die Damenwelt noch großen Wert auf gute Manieren. Doch nur die wenigsten Männer kennen noch die Benimmregeln für den Alltag. So zeigt sich häufig schon beim Treppensteigen, ob man es mit einem Gentleman zu tun hat oder nicht.

    Wer jetzt denkt, dass man der Frau grundsätzlich den Vortritt lässt und daher hinter ihr die Treppe hinauf geht, der täuscht sich. Denn ein wahrer Gentleman geht auf der Treppe niemals hinter der Dame, denn hierbei könnte er ungewollte Ausblicke auf die Beine oder gar unter den Rock bekommen. Stattdessen geht man wenn möglich nebeneinander oder etwas versetzt.

    Menschen verhalten sich unter Beobachtung anders als sonst

    Stecker vom Stromkabel mit Blitzen
    Electric plug connector © Brian Jackson - www.fotolia.de

    Es gibt ein Phänomen namens Hawthrone-Effekt, bei dem Menschen ihr Verhalten ändern, sobald sie wissen, dass sie beobachtet werden. Seinen Namen verdankt der Effekt einem Experiment, das in den 1920er Jahren in einer gleichnamigen Fabrik in Chicago durchgeführt wurde, um herauszufinden, ob sich eine bessere Beleuchtung positiv auf die Arbeitsleistung auswirkt. Da alle Probanden unabhängig von der Beleuchtung besser arbeiteten, folgerten die Forscher damals, dass alleine das Wissen, beobachtet zu werden, Auswirkungen auf das Verhalten der Beobachteten hatte.

    Zwar entsprach das Experiment von damals aus gleich mehreren Gründen nicht den heutigen Standards. Aber spätestens weiterführende Untersuchungen haben eindeutig bewiesen, dass es den Hawthrone-Effekt tatsächlich gibt. So auch eine Untersuchung in den USA, bei der nur die Hälfte der insgesamt 5600 für die Studie zufällig ausgewählten Haushalte vorab und fortan in wöchentlichen Abständen darüber informiert worden seien, dass eine Überprüfung ihres Stromverbrauchs durchgeführt würde.

    Am Ende der Untersuchung habe sich eindeutig gezeigt, dass jene Haushalte, die Kenntnis über die Überprüfung hatten, für die genannte Dauer der Untersuchung deutlich weniger Strom als vorher verbraucht hätten, ihr Verbrauch danach aber wieder auf sein ursprüngliches Niveau angestiegen sei. Bei den Probanden, die nicht informiert wurden, habe sich hingegen überhaupt keine Änderung im Stromverbrauch gezeigt.

    Heimchen am Herd ist out: Männer wollen finanziell unabhängige Partnerinnen

    Lachende, fröhliche Familie mit kleiner Tochter auf dem Sofa, sich gegenseitig zugewendet
    playtime with mum and dad © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Die Zeiten der Nur-Hausfrau, die vom Einkommen ihres Mannes lebt, sind endgültig vorbei. Auch bei den Männern ist der Wertewandel der letzten Jahrzehnte mittlerweile ankommen.

    In einer neuen Studie gaben 76% der Männer an, sie wünschen sich eine Partnerin, die sich um den eigenen Unterhalt kümmert. Vor sechs Jahren hatte der Wert noch bei knapp über 50% gelegen. Den Frauen ist ihre Unabhängigkeit ohnehin sehr wichtig: 91% gaben an, sie wollten finanziell auf eigenen Beinen stehen und ihr eigenes Geld verdienen.

    Die Deutschen möchten eine eigene Familie

    Obwohl Deutschland seit Jahren den europäischen Negativrekord bei der Geburtenrate hält, gaben zudem 85,4% der Frauen und 82,4% der Männer an, ihnen sei eine eigene Familie wichtig. Allerdings wird die Familie nicht mehr über andere Aspekte des Lebens gestellt: Der Aussage, dass "Kinder zu bekommen" für junge Frauen heute besonders wichtig sei, stimmten nur noch 61,3% der Frauen zu. Bei den Männern sagten sogar nur 33,8%, dass "Kinder zu bekommen" ihnen ganz besonders wichtig sei.

    Wie sehr es in Deutschland noch immer an der Vereinbarkeit von Beruf und Familie hapert, zeigte eine andere Zahl: Über die Hälfte der Frauen (53%) war der Ansicht, dass keine wirkliche Karriere mehr möglich sei, wenn einmal Kinder da waren.

    Männer wollen intelligente Frauen

    Hübsche, lächelnde Frau mit langen, blonden Locken und beigem Wollpulli
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    Lange gefiel und genügte es deutschen Männern, wenn sie eine äußerst attraktive und gut aussehende Frau zu Hause hatten, die kaum Widerworte gab und sich an den Wünschen des Mannes orientierte und diese ohne Murren erfüllte. Intelligenz war den Männern dabei nicht wichtig, sogar fast schon hinderlich.

    Dies hat sich seit einigen Jahren laut einer Studie der Frauenzeitschrift Brigitte gewandelt. Heute wollen Männer eine selbstbewusste und intelligente Frau, die auch finanziell unabhängig ist, arbeiten geht und daher auch eine bestimmte Ausbildung hat.

    Hier fand seit den Siebziger Jahren ein starker Wandel statt, denn bis zum Jahr 1977 war es in erster Linie die Aufgabe der Frau, ihre häuslichen Pflichten zu erfüllen, sie durfte nur mit Erlaubnis des Ehemannes auf die Arbeit gehen.

    Ab 1977 erst wurde das Eherecht geändert. Frauen wollen heute auch nicht mehr zurückstecken, so dass der Kinderwunsch immer mehr nach hinten verschoben wird. Frauen sind zwar heute im Berufsleben sehr geachtet und stehen ihren "Mann", haben aber dennoch oft nicht die gleichen Karrierechancen wie ihre männlichen Kollegen.

    Sind Frauen besser im Multitasking? Experimente widerlegen das Klischee

    Kleine Gruppe im Businesslook bei lockerem Meeting im Büro
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    Seit vielen Jahren hält sich hartnäckig das Klischee, dass Frauen besser im Multitasking sind als Männer. Dabei wird häufig die Steinzeit herangezogen, als sich die Ur-Männer auf das Jagen konzentrierten , während die Ur-Frauen gleichzeitig sammelten, die Brut beaufsichtigen, das erlegte Mammut kochten und Felle nähten - oder so ähnlich. Da wissenschaftliche Belege bislang jedoch noch fehlten, beschäftigte sich ein britisches Forscherteam nun mit dem Phänomen Multitasking.

    Dabei mussten die Probanden - zur Hälfte Frauen, zur Hälfte Männer - jedoch nicht mehrere Dinge gleichzeitig erledigen sondern kurz hintereinander, so wie es in der Realität häufiger vorkommt. Beim ersten Experiment, bei dem die Teilnehmer am Computer erkennen sollten, ob ihnen am Bildschirm ein Quadrat oder eine Raute angezeigt wurde, oder ob im Inneren der Formen zwei oder drei Kreise zu sehen waren, schnitten die Damen besser ab und erledigten die Aufgabe schneller als die Herren.

    In einem realitätsnäheren Experiment, in dem die Teilnehmer mehrere Aufgaben wie Schlüsselbund suchen, Rechenaufgaben lösen und Restaurants auf einer Karte finden erledigen mussten, während zwischendurch das Telefon klingelte und der Anrufer Wissensfragen stellte, waren die Geschlechter dagegen gleichauf: Lediglich den Schlüsselbund fanden die Damen meistens schneller. Die Forscher zogen das Fazit, dass das Talent zum Multitasking nicht vom Geschlecht abhängt - sondern bei jedem Menschen individuell ausgeprägt ist.

    Warum sich Menschen gerne gruseln

    Grafik Reihe von Halloween Kürbissen mit leuchtenden Gesichtern
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    Ob bei Horrorfilmen oder Halloween-Feiern, jeder Mensch gruselt sich gerne. Die Einen mehr und die anderen weniger. Wie viel Grauen jemand ertragen kann, ist immer unterschiedlich. Eines aber ist bei jedem Menschen gleich: das Gefühl der Erleichterung, wenn der Schreckmoment vorbei ist.

    Alle lieben dieses Gefühl und auch der Wissenschaft ist es wohlbekannt. Von Psychologen wird die Lust am Gruseln treffend Angstlust genannt. Doch warum haben Menschen überhaupt Spaß daran sich zu fürchten?

    Die Angst vor bestimmten Situationen ist evolutionsbedingt. Der Körper schüttet das Stresshormon Adrenalin aus und versetzt den Menschen damit in Alarmbereitschaft. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, wird die Angstlust jedoch durch einen ganzen Cocktail an Hormonen begleitet. Schon Kleinkinder könnten demnach die Lust am Gruseln verspüren.

    Manche Menschen übertreiben es mit dem Befriedigen ihrer Angstlust allerdings, wie etwa bei Initiationsriten oder gefährlichen Trends wie dem "Bahn-Surfen". Bei Manchen kann die Angstlust auch so groß werden, dass sie zu einer Art Sucht wird.

    Morgens ist der Mensch ehrlicher: Selbstkontrolle lässt im Laufe des Tages nach

    Klingelwecker, dahinter gähnende Frau, die ihr Kopfkissen über ihre Ohren hält
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    Wer ein ehrliches Gespräch sucht, sollte dies am besten morgens tun: Eine Studie der Harvard University und der University of Utah ergab, dass sich die meisten Menschen morgens moralischer verhalten als nachmittags. Die Forscher führten dazu mehrere Experimente durch, bei denen die Probanden finanzielle Vorteile durch Lügen erlangen konnten. Dabei stellten sie fest, dass die meisten Teilnehmer morgens weitaus weniger falsche Angaben machten als am Nachmittag.

    Deutlicher Unterschied bei besonders ehrlichen Menschen

    Bei einem weiteren Test mussten die Teilnehmer die fehlenden Buchstaben der bei E---C-- und --RAL ergänzen: Am Morgen wurde dabei weitaus häufig ETHICAL und MORAL ergänzt, während der Trend am Nachmittag zu EFFECTS und CORAL ging. Weiterhin stellten sie fest, dass der Bruch bei den Personen stärker war, die morgens besonders ehrlich und aufrichtig waren. Wer morgens schon ein wenig flunkerte, blieb auch nachmittags auf einem ähnlichen Niveau.

    Die Forscher führen dies darauf zurück, dass die Selbstkontrolle im Laufe des Tages nachlässt. Wenn also ehrliches und moralisch anständiges Handeln gefragt ist, sollte der Morgen dazu ausgewählt werden. Die vielen spätabendlichen Meetings und Sitzungen werden dagegen vermutlich weniger positive Resultate zeigen.

    Wissenschaft: Landbewohner sind fähiger langfristige Entscheidungen zu treffen

    Grüne Wiese mit Blick ins Tal, 3 Bäume neigen sich im Wind nach links
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    Dass auf dem Land alles ein wenig gemächlicher zugeht, ist eine alte Binsenweisheit. Nun haben Forscher diese Wahrheit bestätigt.

    Landleben begünstigt langfristigen Erfolg

    Wissenschaftler um Mark van Vugt von der Freien Universität Amsterdam wollten herausfinden, ob Landmenschen anders planen als Stadtmenschen. Dafür zeigten sie 47 Probanden im durchschnittlichen Alter von 20 Jahren unterschiedliche Bilder aus ländlichem und städtischem Umfeld, wobei sie sich mental mit der Landschaft identifizieren sollten. Dann durften sie entscheiden, entweder sofort 100 Euro mit nach Hause zu nehmen, oder in etlichen Wochen einen höheren Betrag zu erhalten.

    In dieser und zwei weiteren Studien zeigte sich, dass Menschen, die sich mit einer natürlichen Umgebung identifizieren zur langfristigen Planung neigen. Bis zu 15 Prozent häufiger entschieden sich naturverbundene Menschen für den später zu erwartenden Gewinn.

    Langfristiges Denken als Lösungsansatz drängender Probleme?

    Die Forscher sehen als Ursache dieser Ergebnisse die unterschiedlichen Lebensweisen in Land und Stadt an. So gibt es den Konkurrenzdruck und das Status-Streben auf dem Land weniger als in den Städten. Möglicherweise kann der positive Einfluss der Natur auf Entscheidungen einen Beitrag zur Lösung wichtiger Fragen wie Umweltverschmutzung oder Klimawandel leisten.

    Für die Freundinnen nur das Beste - Ideen für einen luxuriösen Mädelsabend in München und Berlin

    Junge Frauen tanzen in der Disco, blaues Licht, von oben fotografiert
    Dancing the night away © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Früher in der Schulzeit konnte man die Freundinnen jeden Tag sehen, doch mittlerweile führt jede ihr eigenes Leben, geht einem Beruf nach und hat vielleicht sogar schon eine eigene Familie zu versorgen. Die Mädelsabende werden dadurch immer seltener.

    So wird Ihr Abend unvergesslich

    Doch wenn man mal die Zeit findet wieder etwas mit den alten Freundinnen zu unternehmen, dann sollte der Abend auch unvergesslich werden. Wer bei der Planung des nächsten Mädelsabends nicht aufs Geld achten muss, der könnte sich und seinen Freundinnen auch ruhig mal etwas luxuriöses gönnen.

    Party machen in Szene-Clubs

    Und wo bekommt man mehr Luxus geboten als in den beiden großen deutschen Metropolen Berlin und München? Wer es richtig krachen lassen möchte, der sollte am besten einen der bekannten Szene-Clubs dieser Großstädte besuchen.

    In München wäre das zum Beispiel das berühmte P1. In Berlin ist dagegen das Cookies der absolute Geheimtipp unter Insidern und Promis. Dort verbrachten sogar schon internationale Stars wie Halle Berry oder Jude Law ihre Abende.

    Gemütliches Dinner im edlen Restaurant

    Wer den Mädelsabend dagegen etwas ruhiger und gediegener angehen möchte, für den eignet sich vielleicht eher ein Besuch in einer edlen Bar, wie der Goldenen Bar im Münchener Haus der Kunst, oder in einem Sterne-Restaurant und davon gibt es in Berlin und München mehr als genug.

    Das mobile Luxusrestaurant

    Wem ein gewöhnlicher Restaurant- oder Barbesuch dagegen etwas zu langweilig erscheint, der sollte sich einmal über den "Gourmet Liner" informieren. Dabei handelt es sich um einen Tourbus, der zu einem mobilen Luxusrestaurant umgebaut wurde.

    Das Besondere daran: die Gäste machen im Gourmet Liner eine Stadtrundfahrt und können dabei ein Erlebnisdinner genießen. Die Stadt und die Art des Dinners können die Gäste übrigens selbst auswählen.

    Das ferngesteuerte Gehirn: Menschen imitieren andere selbst wenn es Nachteile bringt

    Frau probiert Mantel im Geschäft an, steht vor dem Spiegel
    Happy pretty young woman trying out a jacket in a mall © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Dass die Imitation die ehrlichste Form des Komplimentes ist, wusste schon der englische Autor Charles Colton, dem dieses Zitat nachgesagt wird.

    Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass die meisten nicht nur die Personen nachahmen, die sie zu schätzen wissen, sondern auch mögliche Konkurrenten - selbst wenn das Imitieren dieser Person Nachteile bringt. Die Psychologen der Universität Harvard führten Experimente durch, bei denen je zwei Personen bei einem Spiel gegeneinander antreten mussten.

    Die Anpassung an den Gegner

    Dabei mussten die Teilnehmer schnelle, weite Armbewegungen durchführen um Punkte auf einem Touchscreen zu berühren, die immer nur für kurze Zeit zu sehen waren.

    Die Wissenschaftler stellten fest, dass sich die beiden Spielgegner sowohl in den Bewegungen als auch in der Schnelligkeit einander anpassten. Selbst wenn dieser langsamer war und somit das eigene Ergebnis schlechter ausfiel.

    Woran liegt die Imitation?

    Warum Menschen andere imitieren, obwohl es für sie einen Nachteil hat, konnten sie jedoch nicht sagen. Vermutlich liegt es an bestimmten Nervenzellen im Gehirn, die Spiegelneuronen genannt werden und deren Dynamik nicht bewusst unterdrückt werden kann.

    Allerdings funktioniert dies auch nur, wenn der Gegner sichtbar ist - bei Telefonaten oder Unterhaltungen über das Internet funktioniert die unwillkürliche Imitation dagegen nicht.

    Prokrastination - Das ständige Aufschieben von Aufgaben kann zu ernsthaften Problemen führen

    Junge Geschäftsfrau am Schreibtisch mit vielen Akten ist überfordert
    Buerostress © Udo Kroener - www.fotolia.de

    Wohl jeder Mensch kommt hin und wieder in die Situation, vor der Erledigung unangenehmer Aufgaben zu stehen. Von Motivation und Ehrgeiz nicht die geringste Spur, also wird die Tätigkeit immer weiter aufgeschoben, bis es schließlich nicht mehr geht. Zu den ungeliebtesten Aufgaben gehören unter den Deutschen dabei die Hausarbeit und anstehender Papierkram, wie zum Beispiel die Steuererklärung.

    Für dieses Aufschieben haben Mediziner einen Fachausdruck, die so genannte Prokrastination. Ab und an ist es normal und in manchen Situationen auch schonmal praktisch, Dinge etwas später zu erledigen. Doch auf lange Sicht hin gesehen kann die Prokrastination auch krank machen.

    Anzeichen dafür, dass das Aufschieben der Gesundheit schadet

    Es kann sein, dass das Aufschieben aufgrund einer bestehenden Krankheit geschieht, wie zum Beispiel verschiedene Persönlichkeitsstörungen. Ein Psychotherapeut kann dies mit Gewissheit sagen. Es gibt jedoch bestimmte Situationen, aus denen ersichtlich wird, dass der Mensch mit der stetigen Aufschiebung seine Gesundheit gefährdert, indem er sich in seiner persönlichen Entwicklung und somit in seiner Lebensqualität einschränkt. Dies wäre zum Beispiel das Beenden einer unglücklichen Partnerschaft, der Abschluss des Studiums oder der längst überfällige Arbeitsplatzwechsel. Irgendwann verliert man die Kontrolle, Scham und ein schlechtes Gewissen werden ständiger Begleiter. Natürlich nagt dies letztendlich am Selbstwertgefühl.

    Tipps gegen das chronische Aufschieben von Tätigkeiten

    Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte man sich an einige Regeln halten. Am Arbeitsplatz sollten Ordnung und Übersicht vorherrschen. Auf alles, was ablenkt, kann man getrost verzichten, darunter zählen beispielsweise Telefon und Internet. Eine Liste, auf der man die zu erledigenden Aufgaben Punkt für Punkt abhaken kann, hilft, die Übersicht zu bewahren und motiviert zudem ein ganzes Stück. Dokumente, die ausgefüllt und abgeschickt werden müssen, sollte man sichtbar aufbewahren, damit man stets daran erinnert wird, auch diese Arbeit zu erledigen.

    Zudem hilft die Aufteilung der Aufgaben in kleine Teilstücke, so bekommt man auch bei kleinen Schritten große Erfolgserlebnisse. Auch die realistische Planung hilft, seinem Ziel näher zu kommen.

    Innerhalb einer Gruppe kann Klatsch und Tratsch sogar von Vorteil sein

    Hinter dem Rücken tuscheln und über andere reden, wird weitesgehend noch immer als unsozial bezeichnet. Nun haben aber amerikanische Forscher herausgefunden, dass Klatsch und Tratsch für eine Gruppe sogar etwas Gutes haben können.

    So fanden die Forscher anhand einer Studie mit 216 Teilnehmern heraus, dass Informationen, welche über das Lästern untereinander weiter gegeben wurden, durchaus zum Vorteil einer Gruppe genutzt werden kann.

    Für die Studie wurden verschiedene Gruppen gebildet, welche alle ein Spiel, bei dem es wichtige, finanzielle Entscheidungen ging, spielten. Anschließend durften sich die Teilnehmer austauschen und gern auch lästern. Die neue Gruppe bekam diese Informationen und konnte einige Entscheidungen gegenüber ihren neuen Mitgliedern leichter fällen.

    Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass Lästern innerhalb einer Gruppe dazu führt, dass sehr gutmütige Mitglieder vor dem Ausnutzen Ausstehender geschützt werden und offensichtliche Egoisten ausgegrenzt. Diese Ausgrenzung wiederum hat dazu geführt, das jene Menschen ihr Verhalten überdachten und sich besser anpassten.

    Große und kleine Geheimnisse verführen zum Ausplaudern

    Blaue Klebestreifen über Kreuz auf Mund, darüber Zeigefinger
    bitte schweigen © Stefan Redel - www.fotolia.de

    Studien scheinen nun zu belegen, dass Frauen tatsächlich ein großes Problem mit der Geheimhaltung von Wissen haben. Geheimnisse werden fast als Last empfunden und so manches sprudelt dann verhängnisvoll über die Lippen. Je interessanter ein Wissen ist, desto schwerer fällt das Schweigen.

    Wer jedoch denkt, dass nur Frauen gerne Tratschen irrt. Männer geraten hier auch in Versuchung Neuigkeiten die nach Diskretion verlangen weiterzuerzählen. Schon zu Zeiten der Steinzeitmenschen wollte Neugierde mit Wissen befriedigt werden.

    Nutznießer von Geheimnissen

    Der NSA-Skandal zeigt deutlich wie Diskretion in Verbindung mit geheimen Wissen in den Hintergrund gedrängt wird. In der Politik kann die Gier nach Macht jegliches Stillschweigen in den Hintergrund rücken. Medien leben von den Geheimnissen prominenter Personen, und die Nachfrage der neugierigen Leser ist groß nach solchen Geheimnissen. Auf diese Weise wird viel Geld mit dem Ausplaudern und Spionieren in die Kassen der Medien gebracht.

    Vertrauensverlust

    Da das Leben immer Geheimnisse birgt, wird der Mensch schon in jüngsten Jahren allein durch Märchen mit der Thematik konfrontiert. Ob arglistig oder einfach nur hungrig nach Enthüllungen kann nicht eindeutig bestimmt werden. Sicher ist jedoch, dass ein Mangel an Verschwiegenheit auch das Vertrauen der anderen Menschen in einen selbst nimmt.

    Für den Fortschritt sind Geheimnisse unverzichtbar. Vor dem Ausplaudern sollte sich jedoch jeder Mensch auch im Klaren sein, welch schlimmen Schaden er dadurch anrichten könnte.

    Montags beschließen besonders viele Menschen, mit dem Rauchen aufzuhören

    Brennende Zigarette im Aschenbecher
    cigarette © Leonid Nyshko - www.fotolia.de

    Nicht nur zum Jahreswechsel fassen viele Menschen gute Vorsätze, auch zum Wochenanfang entscheiden sich viele Menschen, ihre bisherigen Gewohnheiten abzulegen.

    Vor allem an Montagen sind sehr viele gute Vorsätze feststellbar. Denn wie amerikanische Forscher nun herausgefunden haben, beschließen weltweit an diesem Wochentag die meisten Menschen, mit dem Rauchen aufhören zu wollen.

    Suchanfragen im Internet zum Thema Rauchstopp

    Hierzu werteten die Wissenschaftler Suchanfragen über die Suchmaschine Google aus, mit denen die Menschen nach Informationen zum Rauchstopp recherchierten. Dafür wurden sämtliche Suchanfragen aus insgesamt sechs verschiedenen Sprachen entsprechend der Wochentage gefiltert, an denen die Suchanfrage gestartet wurde.

    Einheitliches Ergebnis

    Die Studie ergab, dass die User, völlig ungeachtet ihrer Sprache, vor allem an einem Montag mit dem Rauchen aufhören möchten. So werden an einem Montag beispielsweise rund 11 Prozent mehr Suchanfragen gestartet als an einem Mittwoch und 145 Prozent mehr als an einem Sonntag.

    Die Studie könnte vor allem für die Gesundheitsbranche von großem Wert sein. Denn damit könnten Werbekampagnen deutlich besser und gezielter in den Medien eingesetzt werden.

    Das verstehen die Deutschen unter dem Begriff "Moral"

    Immer und überall wird über die zurückgehende oder fehlende Moral in Deutschland diskutiert. Doch was bedeutet überhaupt Moral und wird sie tatsächlich immer seltener?

    Keine Vermittlung durch Institutionen

    Mit diesen Fragen hat sich das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung RAL befasst und dazu Befragungen unter mehr als 1.000 Verbrauchern und 300 Unternehmen durchgeführt. Demnach scheint es in Deutschland wirklich an Institutionen zu fehlen, die Moral vermitteln. Lediglich noch 10% der Befragten waren der Meinung, dass Moral noch immer durch die Kirche vermittelt wird. 9% schoben diese Aufgabe stattdessen der Wirtschaft zu und nur 6% sahen die Politik in dieser Verantwortung.

    Dafür meinten weitere 9%, dass heutzutage soziale Netzwerke wie Facebook für die Vermittlung von Moral zuständig sind.

    Was der Begriff "Moral" überhaupt bedeutet, darüber waren sich die Befragten im Großen und Ganzen aber einig. Für den Großteil der Verbraucher hat Moral etwas mit sozialem Verhalten und Integrität zu tun. Ehrlichkeit, Rücksichtnahme, Verlässlichkeit und Anständigkeit waren die meistgenannten Antworten auf die Frage, was die Befragten mit dem Begriff Moral verbinden.

    Moralverständnis im Berufsleben

    Was das Geschäftsleben angeht, bedeutet Moral für 80% der Befragten die Anerkennung und Wertschätzung der Mitarbeiter. Dieser Auffassung war mit 88% auch der Großteil der befragten Unternehmer. Eine gute Unternehmensmoral beinhaltet demnach nicht nur eine hohe und gleichbleibende Qualität, sondern auch gute Arbeitsbedingungen, Verlässlichkeit und Vetragstreue.

    Des Weiteren verbinden zumindest die Unternehmer mit einer guten Geschäftsmoral auch ein längerfristiges soziales Engagement.

    Im neuen Jahr mehr Sport - Tipps um diesen Vorsatz auch wirklich einzuhalten

    Gruppe von jungen Leuten beim Krafttraining im Fitnessstudio
    Group at a gym - cardio © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

    Neigt sich ein Jahr seinem Ende zu, häufen sie sich wieder, die guten Vorsätze, allen voran das Versprechen an sich selbst, mehr Sport zu treiben. Und auch wenn die Zahl der Neuanmeldungen in den Fitness-Studios zu Beginn des neuen Jahres zunehmen - lange hält diese Motivation in der Regel nicht an. Da war der innere Schweinehund doch wieder stärker. Und so stellen sich auch 2014 zahlreiche Menschen die Frage, wie man es schaffen kann, am Ball zu bleiben und seine Vorsätze in Sachen Sport tatsächlich einzuhalten.

    Auch ein internationales Forscherteam hat sich mit dieser Thematik beschäftigt. Den Schwerpunkt legten die Wissenschaftler bei dem Projekt "PREVIEW" auf die Verhinderung des Diabetesausbruchs bei gefährdeten Menschen, da die Zuckerkrankheit eine mögliche Folge von Übergewicht ist. Durch eine gesunde Ernährung und sportliche Betätigung könne man dies verwirklichen; dazu bedarf es jedoch bestimmter Verhaltensweisen, die auch denjenigen helfen können, die sich vornehmen, mehr Sport zu treiben.

    Effektive Techniken zur Verhaltensänderung

    Zunächst einmal sei es nach Angaben der Forscher wichtig, seine persönlichen Ziele aufzustellen und schriftlich festzuhalten. Auf diese Weise hat man sie immer vor Augen und weiß genau, worauf man hinarbeitet. Anschließend stellt sich die Frage, welche Trainingsmöglichkeiten man in unmittelbarer Nähe vorfindet und inwieweit diese der eigenen Vorlieben entsprechen.

    Weiter geht es mit "Wenn-dann-Sätzen", die man seine persönliche Situation anpasst. Ein Beispiel wäre dabei "Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, absolviere ich mein Hanteltraining". Neben seinen Zielen sollten auch die bisherigen Erfolge festgehalten werden und ebenfalls motivierend wirkt sich das gemeinsame Training mit einem Freund aus.

    Karneval ist vorbei: Jetzt wird gefastet!

    Nahaufnahme auf Knie aufgestützte Hand, Yogaübung
    yoga © René Sputh - www.fotolia.de

    Kaum sind die letzten Karnevalslieder verklungen, schon steht die Fastenzeit vor der Tür. Der Aschermittwoch nach dem Rosenmontag bildet den Start für die 40-tägige Zeit, die mit dem Osterfest feierlich endet.

    Jetzt wird traditionell gefastet - ein Brauchtum, der an die Leiden Jesu Christi erinnern soll und der längst nicht nur unter gläubigen Christen beliebt ist.

    Einen individuellen Fastenplan entwickeln

    Fastenwanderungen, ärztlich begleitete Fastenkuren, Meditationswochenenden und Co.: Heute gibt es unzählige Möglichkeiten, den Zwängen des Alltags für einen gewissen Zeitraum ganz bewusst zu begegnen.

    Man kann jedoch auch ganz leicht selbst einen Fastenplan erstellen. Wichtig hierfür: Überlegen Sie kritisch, welcher Verzicht Ihnen wirklich schwerfallen würde.

    Das müssen übrigens gar nicht unbedingt die "Klassiker" wie Alkohol, Fleisch, Nikotin oder Süßigkeiten sein. Auch unser oft unbedachte Einkaufswahn kann eine kleine Verschnaufpause gebrauchen.

    Denn mal ehrlich: Brauchen wir wirklich noch das zehnte Kleid, die fünfte It-Bag, und müssen es immer sündhaft teure Luxusprodukte im Supermarkt sein? Ein Verzicht tut nicht nur unserem Geldbeutel, sondern auch unserem Befinden gut - ganz unabhängig davon, welchen Gelüsten wir vierzig Tage lang Adé sagen.

    Ebenfalls eine gute Idee für die "digitale Generation": Einfach mal auf Smartphone, Internet und Co. verzichten bzw. den Gebrauch auf wenige Minuten am Tag reduzieren!

    Nur bei intensiven Fastenkuren sollten wir uns wirklich professionelle Unterstützung durch einen Arzt oder ausgebildeten Fastenbegleiter suchen.

    Wir wünschen eine besinnliche Zeit und eine wohltuende Verschnaufpause, die Abstand von Konsumzwang und Süchten bietet!

    Weibliche Stimmungsschwankungen: Alles eine Frage der Hormone?

    Frau hält Hände auf ihren nackten Bauch, Schmerzen, Menstruation, Periode
    Girl in uderwear having a menstrual pain © Marin Conic - www.fotolia.de

    Schlechte Stimmung wird ja gern einmal mit dem weiblichen Geschlecht in Verbindung gebracht. Das zeigt sich bereits an der Wortwahl: "Diva", "Zicke" - ein männliches Pendant hierzu? Fehlanzeige!

    Hormone beeinflussen die weibliche Stimmung

    Jetzt untermauert eine US-amerikanische Studie dieses Vorurteil. Demnach beeinflussen die weiblichen Hormone tatsächlich, wie gemein sich eine Frau verhält - allerdings selbstverständlich nicht ständig, sondern abhängig von ihrem Zyklus. Dies erklärte ein Forscherteam rund um Kristina Durante von der University of Texas at San Antonia (UTSA).

    Durante beschäftigt sich seit Jahren mit dem Zusammenhang zwischen dem weiblichen Zyklus und individuellen Veränderungen, beispielsweise auch dem Wahl- oder dem Konsumverhalten von Frauen.

    Zyklus steuert das Verhalten

    In der aktuellen Studie erarbeiteten die Forscher drei Szenen, in denen Frauen zusammen mit anderen Frauen agieren mussten. Das Ergebnis: Frauen, die gerade ihren Eisprung hatten, verhielten sich deutlich gemeiner und dominanter gegenüber ihren Geschlechtsgenossinnen. Sie waren außerdem weniger bereit, zu kooperieren.

    Kein Grund jedoch für das vermeintlich starke Geschlecht, nun alles auf die Hormone zu schieben: Gegenüber Männern nämlich waren Frauen während dieser Phase sogar deutlich zuvorkommender. Vermutlich hängt dies mit der gesteigerten Flirtbereitschaft während der fruchtbaren Tage zusammen.

    Termin verschwitzt und Absage vergessen - wann darf welcher Anbieter Geld verlangen?

    Lederportemonnaie mit Geldscheinen und verschiedenen Karten
    Geldbörse © Michael S. Schwarzer - www.fotolia.de

    Heute Abend das Abendessen im Restaurant, morgen Nachmittag Tennis mit der Freundin und dann war da irgendwann auch noch die Vorsorge beim Arzt. Die Terminkalender der heutigen Zeit sind häufig sehr vollgepackt, um Beruf und Freizeit unter einen Hut bringen zu können. Da kann es schnell passieren, dass man eins dieser Daten vergisst - und damit auch, den Termin zu verschieben oder abzusagen.

    Sicherlich ist es in den meisten Fällen nicht so schlimm, wenn es ein Mal vorkommt. Doch wer häufiger Termine verschwitzt, sollte sich im Klaren darüber sein, dass so mancher Anbieter dafür auch Geld verlangen darf. Generell gilt, dass keine Zahlung fällig ist, wenn die Zeit durch den Anbieter anderweitig genutzt werden kann.

    Hotels, Restaurants und handwerkliche Bereiche

    Eine Tischreservierung im Restaurant, welche vergessen wurde, muss generell nicht bezahlt werden, außer es handelt sich dabei um ein größeres Event, beispielsweise ein ganzes Festtagsmenü für eine Feierlichkeit. Wurde ein Hotelzimmer gebucht und nicht innerhalb der möglichen Frist storniert, muss man zahlen. Bei vergessenen Warenlieferungen muss eine Zahlung erfolgen, die sich auf die zusätzliche Anfahrt bezieht. Wurde kein Ersatztermin vereinbart, kann der Handwerker auch Geld für die verlorene Arbeitszeit verlangen.

    Ärzte, Friseure, Kosmetiker und Co.

    Wer einen Arzttermin verschwitzt, muss in der Regel nicht zahlen, da die Wartezimmer in Praxen meist so voll sind, dass die Zeit einem anderen Patienten gewidmet werden kann. Bei aufwendigen und speziellen Behandlungen, beispielsweise bei operativen Eingriffen, kann ein Honorar verlangt werden.

    Bei verpassten Terminen beim Kosmetiker, Friseur, Fitnesstrainer, Masseur oder Psychologen ist es in den meisten Fällen durchaus legitim, eine Bezahlung zu verlangen, da in dieser Zeit kein anderer Kunde auf eine Behandlung wartet. Gleiches gilt, wenn man Termine sehr kurzfristig absagt. Stammkunden wiederum könnten Glück haben und nicht zur Kasse gebeten werden.

    Frauenklischees: Wie viel Wahrheit verbirgt sich hinter den Vorurteilen?

    Nackte Frauenfüße auf Holzboden zwischen vielen Schuh-Paaren
    Viele Schuhe zur Auswahl © Claudia Paulussen - www.fotolia.de

    Männer sind die besseren Autofahrer und Frauen können nicht genug bekommen von Schuhen. Diese und andere Klischees halten sich schon seit Jahren in den Köpfen und sind auch heute noch im Alltag präsent. Zum Leidwesen aller Frauen sind nicht alle Klischees frei erfunden. Wir zeigen, welche Vorurteile leider zutreffen und welche völlig unberechtigt sind.

    Anzahl der Schuhe ist bei Frauen höher

    Nicht erst seit der TV-Serie „Sex and the City“ gelten Frauen als wahre Schuhfanatiker. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov ist das Klischee nicht nur ein Vorurteil, sondern Realität. Während Männer durchschnittlich 8,2 Paare im Schrank stehen haben, liegt die Anzahl im weiblichen Schuhschrank bei 17,3 Schuhpaaren.

    Männer frieren nicht so sehr

    Auch in dem Klischee, dass Frauen mehr frieren, steckt ein Fünkchen Wahrheit. Denn Männer besitzen deutlich mehr Muskelmasse, die wiederum Wärme produziert. Zusätzlich ist die Oberhaut bei Männern dicker und schützt damit besser vor einem Wärmeverlust. Die Natur hat außerdem vorgesehen, dass den Gliedmaßen bei Kälte die Wärme entzogen wird, um diese dem Unterleib und damit dem heranwachsenden Nachwuchs zuzuführen.

    Frauen verhalten sich rücksichtsvoller beim Autofahren

    Auch wenn viele Männer das anders sehen: Frauen sind die besseren Autofahrer. Grundsätzlich sind Frauen beim Autofahren aufmerksamer und verursachen dadurch weniger Unfälle. Auch das Punktekonto in Flensburg fällt bei weiblichen Autofahrern deutlich niedriger aus.

    Das ultimative SOS-Programm für Morgenmuffel

    Weißer Analogwecker, dahinter Person schlafend auf weißem Kissen
    still sleeping © Dmitry Ersler - www.fotolia.de

    Gehören Sie auch zur Kategorie jener Menschen, die sich morgens am liebsten noch dreimal umdrehen? Die den Wecker bis zum letzten Schlummer-Alarm ausreizen? Und die auch nach gefühlten zehn Tassen Kaffee noch schlechte Laune haben?

    Dann trösten Sie sich, wir wissen Rat! Mit unserem ultimativen SOS-Programm starten Sie deutlich sanfter in den neuen Tag - und weil Menschen bekanntlich Gewohnheitstiere sind, kommt die gute Laune nach einigen tollen Erfahrungen fast von allein.

    Sanft geweckt ist halb gewonnen

    Mal ehrlich: Wenn Sie das aggressive Weckerklingeln so nervt, wieso ersetzen Sie das gute Teil nicht einfach? Es gibt weitaus angenehmere Möglichkeiten, sich aus dem Schlaf holen zu lassen. Der Radiowecker ist eine beliebte Variante, die jedoch nicht bei jedem wirkt - viele schlummern einfach weiter. Relativ neu: Ein Lichtwecker, der den Sonnenaufgang simuliert und uns somit besonders sanft, aber effektiv aus den Federn holen soll.

    Kleine Freuden versüßen den Morgen

    Wir wissen, wie schwer man es als Morgenmuffel hat. Deshalb: Gönnen Sie sich ganz bewusst kleine Freuden, die den Start in den Tag gleich versüßen helfen. Darauf dürfen Sie sich dann nämlich schon beim Einschlafen freuen. Eine Runde Lieblingsmusik plus laut mitsingen, eine Wohlfühl-Dusche mit einem Luxus-Shampoo, ein besonders guter Kaffee, ein Riegel Schokolade...erlaubt ist, was Ihnen gute Laune bereitet!

    Doch nicht nur die kurzfristigen, auch die etwas längerfristigen Freuden sind entscheidend. Wer sich schon beim Aufstehen auf kleine Highlights freuen kann, der beginnt den Tag gleich viel freudiger. Wenn es Ihnen schwer fällt, sich zu motivieren, planen Sie deshalb feste Termine ein - ein Treffen mit den besten Freunden, eine Mittagspause mit der Lieblingskollegin oder zum Beispiel einen Kinobesuch nach Job oder Uni. Auch das hält die Laune oben!

    Zu guter Letzt noch einige Tipps, wie Sie besonders viel aus Ihrem Schlaf herausholen - und somit wiederum besser gelaunt aufwachen: Schlafen Sie nicht zu warm, die Heizung sollte idealer Weise ausbleiben. Besser ist es, sich im Winter mit dicken Decken zu wärmen. Einige Menschen reagieren zudem sensibel auf elektrische Geräte - im Zweifel also alles ausschalten, Stand-By gilt nicht!

    Erledigen Sie akute Aufgaben auch im Haushalt am besten vorher, dringende Pflichten sind am Morgen eher hinderlich. Und: Stellen Sie den Wecker ruhig zwanzig Minuten früher als nötig. So haben Sie morgens noch genügend Zeit, langsam und ganz ohne Stress in Schwung zu kommen.

    Kampf oder Flucht: Männer in Stresssituationen weniger einfühlsam als Frauen

    Frau steht mit Laptop vor Podium bei einem Vortrag, in Richtung Publikum fotografiert
    Lecture at Convention © endostock - www.fotolia.de

    Wenn Frauen gestresst sind, zeigen sie mehr Mitgefühl mit anderen Menschen, während Männer in stressigen Lebenslagen zu Egozentrikern werden. Dies hat ein internationales Team von Forschern aus Italien, Österreich und Deutschland festgestellt.

    Menschen reagierten bei Stress - genau wie Tiere - entweder mit Kampf oder mit Flucht. Bislang galt dabei die Ansicht, dass Menschen ganz allgemein in stressigen Situationen egozentrischer werden, weil sie sich auf sich selbst konzentrieren und sich weniger gut in andere Menschen hineinversetzen können.

    Frauen begegnen Mitmenschen trotz Stress mit Empathie

    Bei Verhaltensexperimenten mit 40 Frauen und 40 Männern wurde dies nun widerlegt. Alle Teilnehmer mussten unter Zeitdruck anspruchsvolle Rechenaufgaben lösen und eine öffentliche Präsentation abhalten. Dabei wurde gemessen, wie stark ihr Puls dabei anstieg und wie viel Cortisol ausgeschüttet wurde.

    Die Frauen reagierten dabei selbst unter starkem Stress mit mehr Empathie auf andere und konnten besser zwischen den eigenen Emotionen und denen anderer Versuchsteilnehmer unterscheiden, während die Männer das klassische "Kampf-oder-Flucht"-Verhaltensmuster und mehr Egozentrizität zeigten.

    Warum dies so ist, wollen die Forscher nun weiter ergründen. Ein möglicher Grund ist die vermehrte Ausschüttung des "Kuschelhormons" Oxytocin bei Frauen, die ihre Fähigkeit zur sozialen Interaktion positiv beeinflusst. Daneben spielen vermutlich auch erziehungsbedingte und kulturelle Einflüsse eine Rolle.

    4 Fakten, die jede Frau über Männer wissen sollte

    Junges Paar schaut in Kamera, füttert sich gegenseitig mit Erdbeeren
    Erdbeeren füttern © Kzenon - www.fotolia.de

    Eines steht fest: Männer und Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Wer jedoch das starke Geschlecht besser verstehen möchte, für den könnten die nachfolgenden 4 Fakten hilfreich sein.

    Vorteile eines runden Bäuchleins

    Nicht nur Frauen, auch Männer nehmen im Laufe einer Beziehung häufig etwas zu. Statt jedoch eine Diät vorzuschlagen, sollten sich die Frauen an dem kleinen Bäuchlein erfreuen. Denn einer Studie zufolge bringen es übergewichtige Männer im Bett auf durchschnittlich 7,3 Minuten, während die schlanke Konkurrenz gerade einmal 1,8 Minuten durchhält.

    Gefühlsausbrüche wenn die Frau schwanger ist

    Wenn jedoch Nachwuchs geplant ist, dann sollte zumindest auf eine gesunde Ernährung geachtet werden. Durch fettiges Essen, wie etwa Speck, wird die Fruchtbarkeit herabgesetzt, während Möhren sich positiv darauf auswirken können.

    In der Schwangerschaft zeigen viele Männer ihre emotionale Seite, denn nicht nur die Hormone der Frau spielen in dieser Zeit verrückt, auch das starke Geschlecht ist von Hormonschwankungen betroffen. Wenn der Partner zu Tränen gerührt ist und sich einfach mal Ausheulen möchte, dann sollten sich auch die Frauen verständnisvoll zeigen – denn immerhin kann er ja nichts für seinen Gefühlsausbruch.

    Männerabende sind wichtig für die Zufriedenheit

    Trotz Familienglück benötigen die Männer für ihr Wohlbefinden mindestens zwei Abende Auszeit. Eine Studie aus England belegt, dass das Feiern mit den Kumpels, Männergespräche und das gemeinsame Hobby mit den besten Freunden zur Gesundheit des starken Geschlechts beitragen. Also einfach mal ein Auge zudrücken und den Partner zum Männerabend lassen.

    Grippe-Impfung im Herbst

    Vor allem der Monat Oktober sei die richtige Zeit sich gegen Winter-Grippe impfen zu lassen, so die Mediziner. Grund: die meisten Krankheitsfälle treten im Zeitraum zwischen Dezember und März auf und das Immunsystem benötigt nach einer Grippe-Impfung etwa zwei Wochen, um einen vollständigen Schutz aufzubauen.

    Jedes Jahr sterben in Deutschland mehrere tausend, vor allem ältere Menschen an den Folgen der Influenza.

    Grundinformationen und Hinweise zum Sozialverhalten

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Group of friends talking and laughing on the beach © gpointstudio - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: girl at the computer © Phototom - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: tritsch tratsch klatsch 2 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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