18. Februar 2009
Von Tanja Tasci
Schulden sind eine enorme Belastung und nicht nur finanziell, denn häufig bedeuten Schulden für den Schuldner auch eine soziale Ausgrenzung und immer öfter vereinsamen Menschen auf Grund ihrer Schulden.
Immer mehr Menschen haben mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Die Tendenz ist durch steigende Lebenshaltungskosten und der Krise am Arbeitsmarkt weiterhin steigend. Wegbrechendes Einkommen und steigende Kosten bringen immer mehr Menschen in die Schuldenfalle. Immer öfter können offene Forderungen nicht mal mehr in Raten abgestottert werden, weil viele Schuldner gerade einmal ihre Fixkosten decken können. Mahnungen im Briefkasten und Besuche von Gerichtsvollziehern gehören für viele Menschen in Deutschland schon längst zum Alltag, doch viele Menschen zerbrechen an dem Druck der durch die Gläubiger gemacht wird und machen häufig schwerwiegende Fehler.
Wenn sich Rechnungen und Mahnungen stapeln und das Konto dauerhaft im Minus ist, dann sehen viele Menschen keinen Ausweg mehr. Das Gefühl den Schulden nicht mehr Herr werden zu können, lässt viele Schuldner resignieren. Durch Resignation werden Briefe nicht mehr geöffnet und so wissen viele Schuldner letztlich gar nicht mehr in welcher Höhe sich ihre Schulden letztlich mit Verzugszinsen belaufen. Alle Kosten die dem Gläubiger durch Mahnungen und Vollstreckungen entstehen, muss letztlich auch der Schuldner tragen und so wachsen häufig die Schuldenberge ins Unermessliche. Die psychische Belastung wächst häufig mit dem Schuldenberg und viele Schuldner isolieren sich von ihrem Umfeld und zum Teil distanziert sich auch das Umfeld wenn es von den Schulden erfährt.
Immer häufiger haben Schuldner mit Ausgrenzung und Vereinsamung zu kämpfen. Zum einen begehen viele Schuldner den Fehler sich selbst zurück zuziehen und nicht mehr am sozialen Leben teilzunehmen und zum anderen fehlen häufig die finanziellen Mittel um am sozialen Leben teilzunehmen. Wer sich zunehmend selbst von seinem Umfeld isoliert neigt häufig auch zu Depressionen und so zeigen sich häufig auch gesundheitliche Probleme in Folge von Schulden. Durch das Zurückziehen von Freunden und Familie wird die Situation meist noch schlimmer, denn vielen Schuldnern fehlt die moralische Unterstützung und die Möglichkeit über die eigenen Probleme zu reden, dass dies oft selbst verursacht wird können viele in dieser Situation gar nicht mehr erkennen.
Aus Scham verschweigen viele ihre Probleme vor ihrem Umfeld und lehnen gemeinsame Unternehmungen ab, ohne dabei zuzugeben, dass dies finanzielle Ursachen hat. Häufig fühlen sich Freunde deshalb abgelehnt und distanzieren sich mit der Zeit. Dies würde sich in vielen Fällen durch Offenheit vermeiden lassen. Viele Menschen kennen selbst die Situation aus den Schulden keinen Ausweg mehr zu sehen, denn in manchen Regionen ist jeder zweite Haushalt überschuldet und es werden immer mehr Menschen die am Existenzminimum leben. Wer offen damit umgeht, dass er finanzielle Probleme hat, wird sehr schnell feststellen, dass es viele Familien gibt mit ähnlichen Problemen und kann sich austauschen. Durch Eigenisolation und dem Todschweigen der eigenen Probleme wird die psychische Belastung oft zu hoch. Jedem Schuldner muss klar sein, dass finanzielle Probleme nie unlösbar sind. Häufig ist letztlich die Privatinsolvenz die Lösung oder entsprechende Hilfe von Verwandten. Je früher nach Hilfe gesucht wird, umso leichter ist meist eine annehmbare Lösung zu finden, die den Schuldner entlastet und den psychischen Druck nimmt.
Ich kann diesen Ausführungen nicht ganz beipflichten. Ich habe auch Schulden, viele Schulden und meine Gläubiger haben mich auch eine zeitlang...
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