Schädlingsbekämpfung und -vorbeugung - Möglichkeiten und Tipps zur Anwendung

Nahaufnahme Ameise zwischen Blattläusen

Schädlinge lasen sich auf unterschiedliche Art und Weise bekämpfen; mitunter wird dabei auch auf chemische Verfahren zurückgegriffen

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  • von Paradisi-Redaktion

Unter dem Oberbegriff Ungeziefer werden tierische Schädlinge subsumiert. Sie sind in der menschlichen Umgebung unerwünscht und werden aus verschiedenen Gründen mit den so genannten Ungeziefer-Vernichtungsmitteln bekämpft.

Ganz allgemein als Ungeziefer bezeichnete kleine oder kleinste Tiere erwecken in einer sauberen und hygienischen Atmosphäre automatisch einen unerfreulichen, unsauberen sowie ungepflegten Eindruck. Sie gehören nicht in diese Umgebung, auch wenn sie weder gefährlich, noch krankheitserregend sein sollten.

Im hiesigen Kulturkreis ist die Existenz von Ungeziefer, beispielsweise von Ameisen in den Wohnräumen, nicht vorstellbar. Das gilt sowohl für die Küche und die dort gelagerten Speisevorräte, als auch für die Polstermöbel im Wohnzimmer oder für Bett und Matratzen in den Schlafräumen. Ungeachtet dessen sind immer wieder Ameisen zu finden.

Möglichkeiten der Schädlingsbekämpfung

So häufig wie sie sowohl auf dem Lande als auch im Gemäuer von Hochhäusern in Großstädten existieren, so wirksam können sie als Schädlinge auch vertrieben oder getötet werden.

Die dafür verwendete chemische Substanz ist das Biozid. Dieses lässt sich, je nach Schädling, in vier Gruppen einteilen:

  • Insektizide werden gegen Insekten eingesetzt
  • Akarizide werden gegen Milben und andere Spinnentiere eingesetzt
  • Rodentizide werden gegen Nagetiere eingesetzt
  • Larvizide werden gegen die Larven von Milben und Insekten eingesetzt

Insektizide

Wenn natürliche Mittel gegen Ungeziefer nicht die gewünschte Wirkung erzielen, muss auf chemische Mittel zurückgegriffen werden. Diese Insektizide enthalten Inhaltsstoffe, die für Ungeziefer tödlich sind.

Bei falschem Einsatz können die Schadstoffe aber auch gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen und die Umwelt haben. Um das möglichst zu vermeiden, müssen einige Dinge beachtet werden.

Generell sollten Insektizide nur dann verwendet werden, wenn die altbewährten Hausmittel nicht mehr anschlagen, es sich um einen ausgeprägten Insektenbefall handelt oder die ungebetenen Tiere eine potentielle Gefahr für den Menschen darstellen. Vor der Anwendung sollten die Gebrauchs- und Warnhinweise sorgfältig gelesen werden.

Am wirkungsvollsten und zugleich am wenigsten belastend für Mensch und Umwelt sind Insektizide dann, wenn sie genau nach den Vorgaben des Herstellers verwendet werden. Auf Insektizide, die mit keinem staatlichen Prüfzeichen versehen sind, sollte ganz verzichtet werden.

Insektensprays als bekannte Bekämpfungs-Variante
Insektensprays als bekannte Bekämpfungs-Variante
Arten

Es gibt verschiedene Arten von Insektiziden, wobei die Insektensprays am gebräuchlichsten sind. Durch Berührung oder Aufnahme über die Atemwege werden Fliegen, Mücken, Motten oder auch Wespen getötet.

Je nach Art des Insektes kommen dabei verschiedene Giftstoffe zum Einsatz. Sprays sorgen für eine zielgerichtete, aber auch sehr großzügige Verteilung der giftigen Stoffe. Daher sollte vor allem bei Anwendung im Haus für eine ausreichende Belüftung der Räume gesorgt werden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass ein zu häufiger Einsatz eines Schädlingsbekämpfungsmittel dazu führen kann, dass die Tiere resistent gegen den Wirkstoff werden.

Ganze Nester von Wespen oder auch Bienenstöcke sollten nicht selbst mit Insektiziden bekämpft werden. Wespen können aggressiv reagieren und dadurch eine Gefahr für den Menschen darstellen und Bienen stehen unter Naturschutz und dürfen nur fachmännisch entfernt und versetzt werden.

Neben Insektensprays werden vor allem gegen kriechende Insekten auch Köder in Pulver- oder Gelform verwendet. Diese Köder eignen sich zum Beispiel gegen Kakerlaken, die im Dunkeln aktiv sind und sich daher tagsüber kaum zeigen.

Bei diesem Insektizid muss darauf geachtet werden, dass es nicht versehentlich von Haustieren gefressen oder in die Hände von Kindern geraten kann. Abfälle und Reste sollten daher gut entsorgt werden.

Akarizide

Bei Akariziden handelt es sich um Mittel zur Bekämpfung von Zecken und Milben. In vielen Fällen haben sie auch insektizide Wirkungen; besonders bei beißenden Insekten können sie somit auch zum Einsatz kommen.

Das hauptsächliche Einsatzgebiet findet sich im

  • Garten-,
  • Obst- und
  • Weinbau.

Im Veterinärbereich werden die Mittel zur Zeckenbekämpfung eingesetzt, so etwa in Tablettenform oder als Halsband sowie Spot-on. Zu den unterschiedlichen Wirkstoffen der Akarizide zählen mitunter

  • Amitraz
  • Chlordimeform
  • Dicofol
  • Fenazaflor
  • Permethrin und
  • Thiochinox

Rodentizide

Rodentizide setzt man zur Bekämpfung von Nagetieren ein. Angewandt werden die Mittel mitunter als Fraßköder oder in Form von Begasungen. Zu den unterschiedlichen Wirkstoffen zählen

  • Vitamin-K-Antagonisten
  • 1,3-Indandione und
  • Phosphinbildner.

Larvizide

Als Larvizid wird ein Gift bezeichnet, dass zur Bekämpfung von Milben- und Insektenlarven zur Anwendung kommt. Sowohl eine biologische, als auch chemische Herstellung ist möglich.

Zu den bekannten Wirkstoffen zählen

  • Cyromazin
  • Methopren sowie
  • CULINEX

Natürliche Möglichkeiten zur Schädlingsbekämpfung

Ungeziefer in Haus, Keller oder im Garten können schnell zur Plage werden, wenn sie nicht wirkungsvoll bekämpft werden. Nicht immer müssen chemische Mittel eingesetzt werden, um Ameisen, Motten, Kakerlaken oder Mücken zu vertreiben. Vorbeugende Maßnahmen und altbewährte Hausmittel können große Wirkungen erzielen.

Ungeziefer brauchen je nach Art einen warmen, feuchten und nahrhaften Lebensraum, den sie in unseren Wohnräumen und Gärten finden. Um den Schädlingen keine Überlebenschance zu bieten, sollte vorbeugend gehandelt werden. Hier beginnt bereits die natürliche Art der Ungezieferbekämpfung.

Ameisen

Weit verbreitete und nahezu in jedem Garten anzutreffende Ungeziefer sind Ameisen. Die kleinen ungefährlichen, aber lästigen Tiere lieben süße Lebensmittelreste. Daher sollten Brotkrümel und andere Reste immer sorgfältig von der Terrasse oder dem Balkon entfernt werden.

Mit Zucker oder Honig können Ameisen von der Terrasse an eine andere Stelle im Garten gelockt werden. Ein Kreidestrich auf dem Steinboden stellt für Ameisen ein Hindernis dar, das sie nicht überschreiten. Auch so kann man für eine ameisenfreie Region sorgen.

Soll möglichst der ganze Garten von Ameisen frei gehalten werden, hilft der Anbau von Lavendel an verschiedenen Stellen. Treten Ameisen in großen Mengen auf, können sie mit kochendem Wasser übergossen und so getötet werden. Das gilt auch für ganze Ameisennester.

Lavendel hält die Ameisen vom Garten fern
Lavendel hält die Ameisen vom Garten fern
Motten

Motten sind vor allem im Haus lästig. Sie nisten sich in Kleidern ein und zerfressen diese. Das kann verhindert werden, indem der Kleiderschrank regelmäßig mit Möbelpolitur oder Wachs bearbeitet wird.

Auch Lavendel hält Kleidermotten fern. Sind bereits Kleidungsstücke befallen, können diese für ein paar Tage ins Gefrierfach gelegt werden. So werden Motten und Larven wirkungsvoll vernichtet.

Silberfisch

Ein weiteres Ungeziefer, das besonders in feuchten und schlecht belüfteten Badezimmern anzutreffen ist, ist der Silberfisch. Dieser kann nur an dunklen, feuchten Stellen überleben.

Um ihn fernzuhalten, ist ein regelmäßiges Lüften obligatorisch. Auch Zitronen- und Lavendelöl kann als Hausmittel eingesetzt werden.

Weitere Lockstoffe sind Salmiak und geriebene Kartoffeln. Letztere locken die Silberfische an und töten sie über Nacht.

Kakerlaken
Kakerlaken sind relativ schwer auszurotten
Kakerlaken sind relativ schwer auszurotten

Selten, aber dafür schwer auszurotten sind Kakerlaken. Man findet sie vor allem an warmen und trockenen Orten im Keller. Oft hilft eine Mischung aus Borax und Zucker, um die Kakerlaken anzulocken.

Diese Mischung wird von den Kakerlaken mit Genuss verzehrt. Innerhalb kurzer Zeit sterben sie.

Mücken

Im Sommer gehören Mücken zu den lästigsten Ungeziefern. Sie lieben Wärme und Feuchtigkeit und werden vom Licht angezogen. Fliegengitter vor Fenstern sind ein guter Schutz, um die unliebsamen Insekten nicht in die Wohnung zu lassen. Auf der Terrasse oder dem Balkon helfen spezielle Öle und Kerzen, die mit ihrem Geruch die Tiere vertreiben.

Mücken zählen zu den lästigen und gesundheitsgefährdenden Ungeziefern
Mücken zählen zu den lästigen und gesundheitsgefährdenden Ungeziefern
Nacktschnecken

Am häufigsten, aus Sicht der Gärtner, zeigen sich die Nacktschnecken als größte Plage. Kaum regnet es, kriechen sie freudig herbei und fressen und fressen. Der Fachhandel hält für diese Schädlinge wirksame Produkte bereit, allerdings beinhalten diese den großen Nachteil, dass dadurch auch wertvolle natürliche Gartenhelfer, wie etwa Regenwürmer, dabei vernichtet werden.

Ökologisch sinnvoller ist es den Nacktschnecken mit natürlichen Mitteln entgegenzutreten. Bierfallen aus einem Pappbecher, der bis zur Hälfte mit Bier gefüllt und anschließend in den Boden eingegraben wird, sind sehr hilfreich, wobei dann auch die Schnecken aus Nachbarsgarten nicht lange auf sich warten lassen werden.

Hier helfen dann unter Umständen so genannte Schneckenzäune, die aus nach hinten gebogenen Blechen bestehen, die von den Schnecken nicht überwunden werden können. Auch Pflanzungen aus Kapuzinerkresse und Senf halten die Schädlinge ab, weil sie von dem Geruch vertrieben werden. Diese Pflanzen gibt es auch als Präparate zum Besprühen der anderen Gewächse, was ebenfalls diesen Effekt auslöst.

Blattläuse

Blattläuse hingegen können mit einer Jauche aus Brennnesseln vertrieben werden. Hierfür sollte man frische Brennnesseln ernten, mit kochendem Wasser übergießen und diesen Sud für 12 bis 24 Stunden ruhen lassen.

Nach dieser Zeit, in der man die Jauche immer wieder einmal umrühren sollte, heißt es, den Sud durch ein Sieb geben und diesen aufzusprühen. Da dieser starke Geruch nicht jedermanns Sache ist, kann man sich auch ganz natürlicher Helfer bedienen.

Marienkäfer und Schlupfwespen lieben Blattläuse und gerade die Wespe greift sich auch die Weiße Fliege. Auch die

  • Florfliege
  • Blattlausfliege
  • Gallmücken oder
  • Raubwanzen

ernähren sich von Blattläusen und zählen somit zu den Nützlingen im Garten. Man muss diese Nützlinge nun nicht fangen und versuchen diese an die Blattläuse zu bringen, denn der Fachhandel verkauft inzwischen Larven dieser Tiere und erleichtert damit das Einbringen in das eigene Gartenparadies.

Marienkäfer sind natürliche Feinde der Blattlüse und erst noch hübsch anzusehen
Marienkäfer sind natürliche Feinde der Blattlüse und erst noch hübsch anzusehen

Einen besonderen Stellenwert in der natürlichen Bekämpfung von Schädlingen nehmen Biopestizide ein...

Biologische Pestizide – Kräuter zur Schädlingsbekämpfung

Ohne Schädlingsbekämpfung sinken die Ernten, die meisten herkömmlichen Pestizide schaden aber der Umwelt. Eine Alternative könnte aus dem Gewürzregal kommen: viele Kräuterpflanzen bekämpfen Insekten auf natürliche Weise. Wir erklären, welches die wichtigsten biologischen Pestizide sind und wie sie wirken.

Killergewürze gegen Insekten

Natürlicher Pflanzenschutz hat in der biologischen Landwirtschaft seit langem einen hohen Stellenwert. Auch in der Forschung gewinnt er wieder an Bedeutung. Wissenschaftler der University of Britsh Columbia machten 2007 den Anfang: sie testeten den Effekt von "Killergewürzen" auf unerwünschte Insekten.

Im Fokus standen die pestiziden Eigenschaften von

Die Pefferminze als Killergewürz
Die Pefferminze als Killergewürz

Entsprechende gewürzbasierte Pestizide kommen mittlerweile auf vielen Erdbeer- und Tomatenfeldern in den USA zum Einsatz. Nachfolgende Untersuchungen beschäftigen sich mit dem insektiziden Potential von Lavendel und Basilikum. Hinzu kommen Öle von Bergamotte sowie exotische Pflanzen wie das Patchoulikraut oder der australische Teebaum.

Wie wirken biologische Pestizide?

Die neu entwickelten Biopestizide bestehen aus bis zu vier Kräutern - je nach gewünschtem Schutz. Zunächst werden die Wirkstoffe mithilfe von Wasser aus den Kräutern gelöst und dann als Gewürzmischung auf die Felder gesprüht, etwa zum Schutz vor Blattläusen und Milben.

Eine Schlüsselrolle in der biologischen Schädlingsbekämpfung nehmen die so genannten Ocotpamine ein: diese Neurotransmitter steuern die Bewegungen und die Herzfrequenz von Insekten. Werden die Rezeptorzellen für Ocotpamin im Nervensystem blockiert, bricht das Nervensystem zusammen. Nach einer kurzen Phase der Hyperaktivität stirbt der Schädling.

Vor- und Nachteile von Biopestiziden

Herkömmliche Pestizide wirken meist sehr effektiv gegen Schädlinge. Sie reichern sich aber im Boden, in der Luft oder im Trinkwasser an. Darüber hinaus tragen sie durch ihre Toxizität zum Massensterben von Bienen bei.

Auch andere Nutzinsekten, Fische und Vögel sind dem Gift ausgesetzt und können vernichtet werden. Biologische Pestizide sind in aller Regel umweltverträglicher.

Einen weiteren Vorteil sehen Forscher darin, dass Insekten seltener Resistenzen entwickeln. Auch die Mitarbeiter in landwirtschaftlichen Betrieben gehen beim Umgang mit natürlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln weniger Risiken ein.

In der praktischen Anwendung fordern die Biopestizide allerdings mehr Aufmerksamkeit: da die ätherischen Pflanzenöle schneller verfallen, müssen sie häufiger auf die Felder aufgebracht werden als herkömmliche Mittel. Teilweise verlieren die Essenzen bereits nach einigen Stunden im Sonnenlicht ihre Wirkung.

Wenn die Mittel in Wasser gelöst sind, kann schon ein Regenschauer sie unwirksam machen. Zudem sind hohe Konzentrationen erforderlich, um die Schädlinge in Schach zu halten.

Aktuelle Studien haben deshalb zum Ziel, die Biopestizide kräftiger und länger haltbar zu machen. Darüber hinaus testen die Forscher neue Gewürzmischungen, auch aus dem asiatischen Raum.

Neben dem insektiziden Effekt streben die Wissenschaftler gewürzbasierte Mittel gegen Mikroben an. So könnte der häufige Befall von Salat, Obst und Gemüse durch Escherichia Coli oder Salmonellen mit von Kräuteressenzen bekämpft werden.

Eine mögliche Wunderwaffe gegen Parasiten könnte etwa Knoblauch sein, der in der Hausmedizin bereits seit Jahrhunderten zu Bekämpfung von Viren und Bakterien eingesetzt wird. In Laborversuchen konnten selbst antibiotikaresistente Superbakterien dem "Vampirgewürz" nicht widerstehen.

Im Folgenden gehen wir auf die Bekämpfung einiger besonders häufig auftretenden Schädlinge ein...

Bekämpfung von Ameisen

Zur Bekämpfung von Ameisen lassen sich im Supermarkt oder der Drogerie mittlerweile ganze Regale finden, die gefüllt mit diversen Mitteln sind. Meist handelt es sich dabei um Chemikalien, die zwar preiswert hergestellt werden können und für den Menschen im Regelfall keine Gefahr hervorrufen.

Dennoch ist auf den Einsatz zu verzichten. Einerseits, weil aggressive Produkte, die überdies geeignet sind, den tierischen Organismus zum Tode zu führen, in der Nähe der eigenen Speisen nichts verloren haben. Andererseits, weil oft nicht geklärt ist, wie die Ameisen genau darauf reagieren, ob sie Spuren der giftigen Dosis in der Wohnung verbreiten oder auf natürlichem Wege sogar Abwehrkräfte dagegen entwickeln können.

Die Speisen sichern

Wie aber gelingt der Schutz vor den Insekten?

Eine besonders schonende Variante besteht darin, diesen kein Leid zuzufügen, sondern sie einfach aus der Wohnung zu vertreiben. Das klappt, indem alle neuralgischen und bevorzugt aufgesuchten Punkte mit ätherischen Ölen, Kräutern und Gräsern dekoriert werden.

verbreiten einen aromatischen Duft – den die Insekten jedoch nicht mögen. Eine weitere Option besteht darin, den Schrank mit den Speisen mit einem Kreidestrich zu umziehen. Auch das wird die kleinen Tiere zur Flucht anregen.

In keinem Falle aber übertreten sie die weiße Linie, da sie die Kreide als gefährlich ansehen. Oft lassen sich mit diesen Methoden die unliebsamen Gäste zumindest aus bestimmten Bereichen des Hauses fernhalten.

Zitronenmelisse als Duftfeind der Ameisen
Zitronenmelisse als Duftfeind der Ameisen

Wenn der Befall zu schlimm wird

Dennoch sollte in extremen Fällen auch über gesteigerte Mittel nachgedacht werden. Sie sind vor allem im Backpulver und im Hirschhornsalz zu sehen. Beide Lebensmittel setzen im Körper des Tieres giftige Ammoniakspuren frei, die nach der Aufnahme tödlich wirken.

Ratsam ist es jedoch, hierfür einen Lockstoff zu verwenden, da Ameisen grundsätzlich süße und würzige Waren besonders mögen. So könnte das Backpulver in einer kleinen Schale mit etwas Zimt oder Zitrone angerührt werden.

Das ködert die Insekten zunächst und verführt sie zum Verzehr der Dosis, die sie sodann nicht überleben. Auch nach diesem Schritt gilt es aber, alle möglichen Zugänge zu verschließen und eine neue Plage gar nicht erst entstehen zu lassen.

Anwendung von Fresslack

Insektizide sind die Basis für den umgangssprachlichen Fresslack. Er wird zur Bekämpfung von Ameisen in Haus und Wohnung verwendet. Die lackartige und zähflüssige Substanz wird entweder auf die Bodenfläche aufgestrichen oder in sehr kleine und flache Gefäße eingefüllt.

Inhaltsstoffe

Zu den unentbehrlichen Inhalten des Fresslackes gehören Gelantine und Zucker, ergänzt um chemische Zusätze unterschiedlicher Art. Die werden von allen Herstellern nach eigenen Kriterien sowie Erfahrungen ausgewählt.

Zu ihnen gehören beispielsweise Phenothrin, Tetramethrin oder Cypermethrin. Als Locksubstanzen werden ätherische Öle verwendet.

Vorteile

Der Vorteil des Fresslackes gegenüber Schädlingsspray liegt in der schnellen und direkten Weitergabe von einer Ameise auf die andere. Die Verteilung innerhalb des Ameisenvolkes kann mit einem Schneeballsystem verglichen werden.

Wenn die Ameisenköniginnen mit dem Fresslack buchstäblich infiziert sind, dann kommt die Ameisenbrut zum Erliegen. Die Ameisen selbst verenden, und das Ameisenvolk stirbt aus - es ist dann in dem Sinne vernichtet.

Insofern hat der Fresslack sowohl einen kurz- als auch langfristigen Erfolg. Entscheidend ist, dass er so ausgestrichen oder platziert wird, dass die Ameisen nicht an ihm vorbeikommen.

Der Fresslack als solcher ist die Grundlage zur Schädlingsbekämpfung. Eine Vielzahl von Herstellern benutzt die unterschiedlichsten chemischen Wirkstoffe und natürlichen Substanzen.

Nicht jede Ameisenart spricht auf jede Substanz an, lässt sich also von jedem Fresslack anlocken. Möglicherweise ist etwas Geduld vonnöten, und der durchschlagende Erfolg stellt sich erst bei der zweiten oder dritten Sorte ein. Entscheidend ist die Locksubstanz - denn ohne sie besteht kaum eine Chance, die Ameisen auf die ausgelegte Fährte locken zu können.

Im Frühjahr oft unerwünschter Besuch im Haus, die Ameisen

Vorsicht vor unerwünschten Nebenmietern: Ameisen lieben Süßes

Viele Ameisen auf grüner Pflanze
invasion © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Weil in der Natur noch für die Ameisen das Nahrungsangebot zu gering ist, gehen sie auf andere Nahrungssuche und landen schließlich im Haus, wo sie auch in den Hauswänden teilweise ihre Nester bauen. Deshalb sollte man gerade jetzt verstärkt darauf achten und die "Plagegeister" sofort bekämpfen, denn wenn es Sommer wird und die jungen fliegenden Ameisen erst da sind, ist es zu spät.

So bekämpfen Sie die Plage

Am besten eignen sich im Haus sogenannte Ameisenköder, hierbei gibt es aber verschiedene Arten mit Lockstoffen, so dass man dies ausprobieren muss. Ein Insektenspray hilft bei der Bekämpfung wenig, weil man die Königin, die im Nest sitzt, nicht erreichen kann. Auch sollte man süße Sachen nicht in der Nähe der Ameisen aufbewahren, denn Honig und Sirup sind die Lieblingsspeise der Ameisen, die sonst den Honigtau der Blattläuse fressen.

Sollte es einem aber nicht gelingen, trotz verschiedener Köder, die Ameisen aus dem Haus zu vertreiben, so hilft dann nur professionelle Unterstützung durch einen Schädlingsbekämpfer.

Kleine Plagegeister, die Ameisen

Im Süden Deutschlands werden immer mehr aggressive Ameisen angetroffen, die sogar auch am Menschen frech herumkrabbeln. Diese Art, Formica fuscocinerea, kommt aus den Alpen und sie lassen sich in Parks und Spielplätzen nieder und sind zwar äußerst lästig, aber nicht gefährlich.

Als einziges Mittel gegen die Plagegeister sind chemische Giftstoffe, die die Ameisen bei der Futtersuche mit in ihr Nest nehmen, wo sie erst ihre Wirkung zeigen sollen, indem die Ameisenkönigin dies frisst, denn nur die legt die Eier für den Nachwuchs. Aber nach dem Auslegen des Giftes müssen auch die Spielplätze für einige Zeit für die Kinder gesperrt werden. Leider sind die Tiere sehr hartnäckig und selbst größere Menge von Gift bringen nicht den gewünschten Erfolg.

Als Gartenfreund kann man die lästigen Tiere neben den üblichen Ameisenmitteln einfach mit kochendem Wasser bekämpfen, dass man in die Nester gießt, so dass die Tiere dann das Weite suchen.

Wie Silberfische sich in Ameisennester einschmuggeln

Grafische Darstellung des Königreichs der Ameisen (Ameisenhaufen) mit vier vergrößerten Ausschnitten
Das Koenigreich der Ameisen © Henrie - www.fotolia.de

Einige Silberfisch-Arten nisten sich als Parasit in die Nester von den Wanderameisen ein. Doch wie schaffen sie es, um unerkannt dort zu leben?

Jetzt stellten Biologen von der Ludwig-Maximilians-Universität in München fest, dass die Silberfische den Geruch der Ameisen annehmen, indem sie sich eng an die jungen Ameisen anschmiegen. Doch wehe, wenn sie den Geruch verlieren, denn dann werden sie von den Ameisen sofort angegriffen.

Damit die Ameisen eventuelle Eindringlinge erkennen können, produzieren sie einen bestimmten Geruchsstoff, der typisch für ein Ameisenvolk ist. Die Biologen konnten mit Hilfe von Isotopenmarkierungen 70 verschiedene Kohlenwasserstoffe bei den Ameisenkörpern feststellen, wobei der Geruch durch die verschiedenen Zusammensetzungen der Moleküle bestimmt wird. Da die Silberfische aber diesen Duftstoff nicht selber herstellen können, müssen sie so diesen von den Ameisen regelmäßig übernehmen um nicht erkannt zu werden.

Bei einem Testversuch haben die Wissenschaftler die Silberfische für einige Tage von den Ameisen entfernt und so ließ die Duftmarke auch nach. Danach wurden die Silberfische in die Nester gesetzt und es kam dann auch zum erwarteten Angriff der Ameisen.

Ameisen in Haus und Garten wirksam bekämpfen – Tipps, Hausmittel und chemische Produkte

Viele Ameisen auf grüner Pflanze
invasion © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Ameisen beseitigen – ist das wirklich nötig? Viele Ameisenarten sind ausgesprochen nützliche Helfer für die Natur. In Garten und Haus können sie aber auch Schäden anrichten. Vor allem die gemeine Rasenameise und die schwarzgraue Wegameise machen Gärtnern zu schaffen. Sie verunreinigen Lebensmittel und züchten Blattläuse, sodass die Pflanzenschädlinge schnell überhand nehmen. Wir erklären, wie man die lästigen Krabbler los wird.

Ameisen aussperren

Der beste Schutz vor Ameisenbefall ist derjenige, der die Tiere gar nicht erst heimisch werden lässt. Da die Lästlinge keinen Kalk mögen, hilft oft schon ein dicker Kreidestrich, um sie fernzuhalten. Außerdem sollten Ritzen und Spalten im Haus oder zwischen Gehwegplatten konsequent abgedichtet werden.

Der Handel bietet Fugenmörtel, der gepflasterte Flächen ameisendicht macht und das Regenwasser durchlässt. Beim Neubau von Terrassen und Wegen besser gleich aus Pflastersand verzichten. Mit einer Bettung aus Basaltsplit bleiben die Flächen ameisenfrei.

Ameisen natürlich vertreiben

Ameisen orientieren sich über Duftsignale. Um sie von einem Standort zu vergraulen, muss man also ihren Geruchssinn stören. Bewährt haben sich etwa Chili, Zimt oder Essig. Auch stark duftende Kräuter wie Lavendel, Thymian oder Kerbel bringen die Tiere nachhaltig durcheinander und lassen sie nach einem neuen Revier suchen.

Ameisen umsiedeln

Wenn die Ameisen ihren Bau nur wenige Meter entfernt neu errichten, ist dem Gärtner natürlich nicht geholfen. Mit einem einfach Trick kann er sie aber umsiedeln: einfach einen Blumentopf mit Holzwolle füllen und umgekehrt neben die Ameisenstraße stellen. Wenn die Tiere ihre Puppen und die Königin in das neue Eigenheim transportiert haben, mit einem Spaten aufnehmen und mindestens 30 Meter entfernt wieder absetzen.

Ameisen chemisch bekämpfen

Viele Gärtner nutzen Backpulver oder Hirschhornsalz gegen Ameisen. Die Backmittel setzen Ammoniak frei, das die Tiere verätzt. Die Königin wird davon aber nur selten betroffen, so dass die Population bald wieder nachgewachsen ist. Konsequenter als solche Kontaktgifte sind deshalb spezielle Ameisenköder, die in den Bau transportiert und dort bevorzugt von der Königin gefressen werden. Erhältlich sind die Gifte im Fachhandel.

So vertreibt man Ameisen aus Haus und Wohnung

Um Ameisen in den eigenen vier Wänden zu bekämpfen, gibt es viele sanfte und auch radikale Methoden

Nahaufnahme Ameise zwischen Blattläusen
symbiose entre fourmis et pucerons © M.A.T.T - www.fotolia.de

Ameisen sind interessante und fleißige Insekten. Im Wald finden sie alle toll und es macht Spaß, sie zu beobachten. Im Haus sind sie jedoch fehl am Platze. Um die Plagegeister wieder aus der Wohnung zu vertreiben, gibt es einige bewährte Hausmittel.

Ameisen mit Gerüchen fernhalten

Dicke Striche auf dem Boden oder der Wand mit Kreide oder Gips ändern die Straßen von Ameisen. Sie mögen beide Stoffe nicht und überschreiten sie daher auch nicht.

Starke Gerüche vertreiben Ameisen recht zuverlässig. Pflanzen wie

sind hilfreich.

auf den Ameisenstraßen helfen ebenso wie Zitronenschalen vor der Terrassentür.

Ameisenhaufen umsiedeln

Ameisen gehören zu den tagaktiven Tieren. Befinden sie sich gerade auf dem Weg in das Haus, kann man sie zu einem Richtungswechsel zwingen, indem man das Licht ausschaltet. Eine Lichtquelle außerhalb der Wohnung lockt die Krabbler wieder dorthin.

Ameisenhaufen dürfen umgesiedelt werden. Zuerst muss man einen Blumentopf mit Erde oder Holzwolle gefüllt umgekehrt auf das Nest stellen. Nachdem die Tiere in den Topf gezogen sind, vorsichtig mit einem Spaten unter den Topf fahren und das Nest anheben. Dann kann es an jeden beliebigen Ort transportiert werden.

Ameisen ein für alle Mal erledigen

Es gibt jedoch auch radikalere Methoden, die Insekten wieder loszuwerden. Da Ameisen süßen Geruch lieben, lassen sie sich mit Zuckerwasser anlocken und anschließend wegsaugen.

Anschließend den Beutel wechseln und den Staubsauger gründlich von verirrten Ameisen reinigen. Backpulver und Hirschhornsalz sind für Ameisen giftig, für Menschen dagegen völlig ungefährlich. Zum Anlocken kann man Zucker verwenden.

Bekämpfung von Schnecken

Vor allem in einem Sommer mit viel Regen vermehren sich Schnecken rasant. Man findet sie an fast allen Pflanzen und bevorzugt an jungen Trieben.

Es gibt verschiedene Arten von Schnecken; am häufigsten findet man die Nacktschnecken. Dem Hobbygärtner können sie die Freude an seinen Pflanzen wirklich verleiden. Auch die Schnecken haben natürliche Feinde, dazu zählen beispielsweise der Igel, Vögel, Kröten und die Spitzmaus.

Schneckenzäune

Eine andere Möglichkeit, um die Pflanzen zu schützen, sind die so genannten Schneckenzäune. Diese können aus Metall oder Kunststoff sein. Sie umgeben die Pflanzen und bilden durch einen Überhang, beziehungsweise abgewinkeltes Stück - für die Schnecken ein unüberwindbares Hindernis.

Überhängende Pflanzenteile müssen aber abgeschnitten werden, damit sie den Schnecken keine Brücke bilden. Bei dieser Methode werden die Schnecken nicht getötet, sondern sie werden lediglich abgewehrt.

Bierfallen

Mit gewöhnlichem Bier lassen sich Fallen für Schnecken errichten
Mit gewöhnlichem Bier lassen sich Fallen für Schnecken errichten

Eine weitere oder ergänzende Möglichkeit sind so genannte Bierfallen. Das ist eine mechanische Methode, um die Schnecken zu bekämpfen.

Dafür werden Becher eingegraben und halb mit Bier gefüllt. Der Biergeruch zieht die Schnecken an, sie fallen hinein und ertrinken. Diese Fallen müssen gewartet werden und sie sollten abgedeckt sein, damit sie durch Regen nicht verwässern.

Sonstige Möglichkeiten

Als Alternative kann man die Schnecken auch einfach absammeln, was aber sehr mühselig sein kann. Schneckenkorn ist ein chemisches Ungeziefervernichtungsmittel. Es unterscheidet aber nicht zwischen Nackt- und Gehäuseschnecken oder der unter Naturschutz stehenden Weinbergschnecke.

Vorbeugung

Um Schnecken vorzubeugen, sollten die Pflanzen morgens gegossen und die Erde sollte gut geharkt werden. Im Boden haben die Schnecken ihre Nistplätze mit den Eiern; durch das Harken werden diese zerstört. Die Schnecken überwintern im Boden, deshalb sollte auch im frühen Winter noch einmal geharkt werden, dann sterben sie, wenn der Boden friert.

Beim Kampf gegen die Schnecken statt Schneckenkorn einmal Sägemehl und Kalk verwenden

Mit natürlichen Mitteln kann man Schnecken loswerden, ohne ihnen zu schaden

Weinbergschnecken auf grünem Salatblatt
Weinbergschnecken © D. Fabri - www.fotolia.de

Welcher Hobbygärtner ärgert sich nicht über die Plagegeister, die den neu gepflanzten Salat anknabbern, die Schnecken. Aber anstatt gleich mit Chemie, wie Schneckenkorn, diesen Tieren zu Leibe zu rücken, gibt es auch natürliche Mittel.

So bietet der Fachhandel so genannte Schneckenzäune an, auch kann man die Tiere regelmäßig absammeln, was aber oftmals mühselig ist. Auch ist das Aufstellen von Plastikbechern mit Bier als Falle nicht erfolgreich, weil es die Schnecken noch mehr anlockt.

Wie jetzt aber der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Hamburg informiert, kann man mit Sägemehl und Kalk seine Beete mit den Pflanzen schützen, weil die Schnecken rauhe Oberflächen nicht mögen und der Kalk zusätzlich die Sohle verätzt. Gift hilft zwar gegen die Schnecken, aber auch Vögel und andere Kleintiere können davon betroffen sein.

Am besten wäre es, wenn man in seinem Garten einen Igel, Kröten und Blindschleichen hätte, die natürlichen Feinde der Schnecken. Aber Schnecken haben auch ihre "guten" Seiten, denn sie fressen die verwesenden Pflanzenteile und tote Tiere.

Anstelle von Schneckenkorn und Co hilft Moos

Statt die Schnecken mit Schneckenkorn, Moos und Salz zu quälen, wehrt Moos sie ganz natürlich ab

Angebauter Salat im Garten
salat © kai-creativ - www.fotolia.de

Viele Hobbygärtner bekommen oftmals beim Anblick von einer ganzen Invasion von Nacktschnecken, die sich genüsslich am frischen gepflanzten Salat laben, einen "dicken Hals" oder "Wutanfall", so dass schnell zur Packung mit dem "Schneckenkorn" gegriffen wird um die Plagegeister zu vernichten.

Andere Gärtner schwören auf die "Bierfalle", denn ist es nicht schön vor dem Tod nochmals ein wenig Freude zu haben? Wieder andere nehmen einfach den Salzstreuer und vernichten somit diese Schnecken oder sammeln sie ab und legen die Schnecken in ein Glas mit hochkonzentriertem Salzwasser, was den gleichen Effekt hat, aber beide Methoden sind sehr aufwendig.

Die schneckenfreundliche Methode

Nun haben Forscher von der Universität in Jena eine andere Möglichkeit herausgefunden. Sie stellten nämlich fest, dass die Schnecken das Moos meiden, weil diese bestimmte chemische Verbindungen herstellen, die man jetzt analysieren konnte. Hierbei handelt es sich um sogenannte Oxylipine.

Bei Versuchen hatten die Wissenschaftler einmal frischen Salat mit diesen Oxylipinen behandelt und zum zweiten mit Methanol. Die Schnecken entschieden sich immer gegen die mit Oxylipinen behandelten Salate, egal in welcher Konzentration dies geschah.

Bei den Untersuchungen der Forscher aus Jena wurde aber nur das gewöhnliche Gabelzahnmoos oder Besenmoos (Dicranum scoparium) benutzt, doch will man jetzt auch andere Moosarten untersuchen. Nicht geklärt ist jedoch, ob die Schnecken dann nur meinen geschützten Salat verschonen und dann zu dem Nachbarn schleichen oder sofort die Flucht nehmen.

Spanische Riesenschnecken werden in Großbritannien zur Plage

Sie gefährden die Ernten von Gemüse und Getreide, fressen tote Kaninchen und sind sogar eine Gefahr für den Straßenverkehr: Nacktschnecken mit einer Größe von bis zu 15 Zentimetern bereiten Ökologen in Großbritannien Kopfzerbrechen.

Spanische Schnecken, die vom europäischen Festland auf die Insel importiert wurden, kreuzen sich mit den einheimischen Arten. Das Ergebnis sind richtige Monsterschnecken, die hunderte von Eiern mehr legen als die britischen Arten - diese könnten bald ausgestorben sein.

In Gartengeschäften sind Schnecken-Vernichtungsmittel bereits ausverkauft, da die schleimigen Gesellen vor gepflegten Vorgärten nicht Halt machen. Sie können Getreidefelder so zurichten, dass dort nie wieder etwas wächst und sind sogar eine Gefahr für Autos, die sie überfahren und ins Rutschen geraten.

Nur wer Schnecken weit genug wirft, wird sie dauerhaft los

Nahaufnahme einer großen braunen Schnecke mit Schneckenhaus vor weißem Hintergrund
One big snail © coffeemill - www.fotolia.de

Schnecken und Gärtner scheinen natürliche Feinde zu sein. Während die schleimigen Tiere mit teilweise groben und auch giftigen Mitteln bekämpft werden, stellt der Gärtner fest, dass von seinem Salat kaum etwas übrig geblieben ist. Es gibt unzählige Mittel auf dem Markt, die den Schnecken ein für alle Mal Herr zu werden versprechen. Darüber hinaus haben viele Gartenfreunde Hausmittel, um die ungeliebten Fresser loszuwerden.

Ab einer Distanz von 20 Metern bleiben Schnecken weg

Eine der einfachsten Maßnahmen ist die, Schnecken hochkant aus dem Garten zu werfen. Doch wirklich sicher funktioniert das nicht. Schnecken neigen nämlich dazu, einfach zurückzukommen.

Englische Wissenschaftler haben sich eingehend mit Schnecken befasst. Dabei stellten sie fest, dass Schnecken eine Art von Heimkehrdrang besitzen. Sie scheinen dorthin zurückzukehren, wo es vorher so nett war. Will sich der Gärtner also mit einem beherzten Wurf der Plagegeister entledigen, so sollte er sie mindestens 20 Meter weit schleudern. Ab dieser Distanz hat er die Gewähr, dass die Schnecken weg bleiben.

Aber Achtung: Wenn jeder die schmierigen Gesellen einfach in Nachbars Grün befördert, ist nichts gewonnen. Zusammenarbeit hilft da weit besser. Die Schnecken sollten auf ungenutztes Gelände gebracht werden. Dort können sie zumindest in gärtnerisch wertvollem Gebiet keinen Schaden anrichten.

Bekämpfung des Apfelwicklers

Beim Apfelwickler handelt es sich um einen Schmetterling, dessen Raupen als Schädlinge angesehen werden. Diese fressen sich spiralförmig durch die Frucht zum Kerngehäuse durch. Neben den Äpfeln, die dem Schädling seinen Namen gaben, werden auch andere Obstsorten befallen; zu diesen zählen mitunter

Schädlinge wie der Apfelwickler müssen nachhaltig bekämpft werden. Zum einen der Gesundheit, zum anderen des wirtschaftlichen Ertrages wegen. Dazu bieten sich mehrere Möglichkeiten an, unter denen der Hobbygärtner in seinem eigenen Garten, oder in der Kleingartenanlage auswählen kann.

Bäume schütteln und putzen

Je mehr Larven schon während der Winter- und Frühlingsmonate entdeckt werden, umso geringer ist der spätere Ungezieferbefall. Die Bäume sollten regelmäßig geschüttelt, und die Baumrinden abgebürstet werden. Sie sind ein beliebter Aufenthaltsort für die zukünftigen Apfelwickler.

Bei diesem Vorgang muss der Erdboden unter den Bäumen mit einer Folie ausgelegt werden, um die verpuppten Larven aufzufangen, und um ein weiteres Verbreiten zu verhindern.

Bäume schütteln und regelmässig die Rinde abbürsten als Vorbeugemaßnahme
Bäume schütteln und regelmässig die Rinde abbürsten als Vorbeugemaßnahme

Fanggürtel aus Wellpappe

Hilfreich ist ein sogenannter Fanggürtel aus Wellpappe. Die Stämme von Obstbäumen werden ab Juli/August mit etwa zwanzig bis dreißig Zentmetern breiten Wellpappenstreifen umwickelt.

Die Larven suchen ihren Kokon in der Baumrinde, gelangen jedoch auf die Wellpappe. Sie kommen nicht weiter und können zusammen mit der Wellpappe als dem Fanggürtel entsorgt werden. Dadurch wird die Entwicklung des Apfelwicklers im kommenden Jahr spürbar unterbunden.

Pheromone

Pheromone sind Duftstoffe, die von den weiblichen Faltern ausgesendet werden. Diese Duftstoffe sind im Handel erhältlich und werden flächendeckend in der Obstwiese verbreitet.

Der Apfelwickler soll damit so verwirrt werden, dass er vor lauter Pheromonen die weiblichen Falter nicht findet. Ohne Paarung ist auch keine Fortpflanzung möglich. Die Pheromone können entweder um die Obstbäume herum versprüht, oder aber in Ampullen an den Bäumen aufgehängt werden.

Lockstofffalle

Eine Steigerung dieser Verwirrungsmethode ist eine Lockstofffalle, in die der männliche Apfelwickler im wahrsten sinne des Wortes hineintappt. Hier wird eine Schachtel aus Pappe oder Wellpappe mit Pheromonen besprüht und mit Klebstoff bestrichen.

Der durch den Duftstoff angelockte Apfelwickler nähert sich und klebt fest, vergleichbar mit dem klebrigen Fliegenfänger aus vergangenen Jahrzehnten. Auch hierdurch wird das Ziel erreicht, die Zahl der befruchteten weiblichen Falter, und somit den Nachwuchs von Apfelwicklern, zu reduzieren.

Biologische Schädlingsbekämpfung durch Fressfeinde

Jedes Tier hat natürliche Feinde. Zu denen des Apfelwicklers gehören der Ohrwurm, auch als Ohrenkneifer bekannt, oder die Schlupfwespen. Sie werden zur biologischen Schädlingsbekämpfung gezüchtet und sind im Fachhandel am Ort erhältlich.

Zu den natürlichen Feinden gehören auch Nematoden, eher als Fadenwürmer bekannt. Bei einem gezielten Einsatz haben Apfelwickler und Larven kaum eine Überlebenschance. Ab Anfang Oktober werden die Nematoden durch Streichen oder Sprühen auf den feuchten Obstbaum aufgetragen.

Die Außentemperatur sollte etwa fünf bis sechs Grad Celsius betragen. Die Nematoden spüren die Larven auf und vernichten sie.

Raupenleimringe, die um den Baumstamm gewickelt werden, sind für die verpuppten Larven ein unüberwindbares Hindernis auf ihrem Weg von der Baumrinde hin zu den Blättern und Früchten.

Raupenleimringe sind als Meterware in Gartencentern oder Baumärkten erhältlich. Sie müssen eng und stark überlappend angebracht werden, um ein Hindurchkriechen der Larven zu verhindern. Zum besseren Einfangen der Larven sind die Ringe mit Kuntharz behandelt.

Auf chemische Spritzmittel verzichten

Sicherlich gibt es noch das eine oder andere erprobte Mittel von erfahrenen Hobbygärtnern, um den Apfelwickler zu bekämpfen. Sie wissen, dass im privaten Bereich keine industriellen chemischen Spritzmittel benutzt werden dürfen. Umgekehrt sind Art und Vielfalt an biologischen Möglichkeiten so groß, dass auf den Einsatz von Chemikalien im privaten Bereich verzichtet werden kann.

Für die Population des Apfelwicklers gilt der Grundsatz: Je wirksamer vorgebeugt wird, umso nachhaltiger werden Vermehrung und Verbreitung unterbunden.

Modernste Mausefalle der Welt entwickelt

Frau hält voller Ekel eine tote Maus am Schwanz hoch
Woman with dead mouse in kitchen © LoloStock - www.fotolia.de

Die wohl modernste Mausefalle der Welt wurde gerade vom Unternehmen Rentikol entwickelt. Das sogenannte Rodent Activated Detection and Riddance Unit, kurz RADAR (zu Deutsch: Nagetier-Erkennungs- und Beseitigungs-System), setzt modernste Technik ein.

Zur Erkennung des Nagers hat das Gerät beispielsweise mehrere Laser- und Boden-Sensoren. Sobald ein Schädling in die Falle getappt ist, wird der Eingang verschlossen, Kohlenstoffdioxid ins Innere geleitet und innerhalb von 45 Sekunden ist der Nager tot. Der Besitzer kann anschließend per SMS über den Fang benachrichtigt werden. Die Installation muss von einem Techniker durchgeführt werden.

Rattenproblem durch die falsche Entsorgung von Essensresten

Derzeit gibt es in der Stadt Mildenau ein echtes Rattenproblem. Doch betroffen sind auch viele andere Städte in Deutschland. Schuld sind vor allem die Einwohner, die ihre Essensreste in den Toiletten entsorgen. Dadurch werden die Ratten in die Kanalisation gelockt und vermehren sich dort rasend schnell.

Die Stadt fordert nun die Mitbürger dazu auf keine Essensreste die Toilette runterzuspülen, sondern diese vorschriftsmäßig über den Hausmüll zu entsorgen, um die Plage so in den Griff zu bekommen und eine weitere Ausbreitung der Schädlinge zu verhindern.

Kröten töten in Australien

Der Nordosten Australiens wird seit Jahrzehnten von einer Krötenplage heimgesucht. Nun hat der Bürgermeister der Stadt Darwin im Norden des Kontinents einen etwas ungewöhnlich anmutenden Vorschlag gemacht. So sollen die Touristen in Australien helfen, die Kröten einzusammeln und zu töten - das sei schließlich ein "intensives Naturerlebnis". So wie zuvor schon im Staat Queensland könnten die Kröten eingesammelt und in Kühltruhen gesteckt werden. Pro Kröte gäbe es dann eine Sammelprämie, so ähnlich wie ein Dosenpfand.

Bereits seit 100 Jahren vermehren sich die Kröten ungebremst und besiedeln den ganzen nördlichen Kontinent. Im Northern Territory kommen auf einen Einwohner 418 Aga-Kröten, die mehr als 20 cm lang werden und mit ihrem Gift sogar Hunde töten können. Ursprünglich wurden sie aus Südamerika als Schädlingsbekämpfer eingeführt, bevor sie dann selbst zur Plage wurden.

Kröten helfen bei der Kakaoernte in Indonesien

Agrarwissenschaftler der Universitäten Göttingen und Adelaide in Australien fanden heraus, dass Kröten die indonesische Kakaoernte sichern. Grund dafür ist, dass sie die Schädlinge, vor allem eingeschleppte Ameisen, vertilgen. Die sogenannte Spinnerameise gilt als äußerst aggressiv. Somit wird der Kröte eine besondere Bedeutung zugesprochen. Immerhin ist Indonesien mittlerweile der drittgrößte Kakaoexporteur der Welt.

Durch das Vertilgen der Spinnerameise sorgt die Kröte dafür, dass andere Ameisenarten, die die Kakaopflanze vor Krankheiten bewahren konnten, ausgerottet werden. Des Weiteren schützt die Sulawesi-Kröte ganze Ökosysteme, die durch die aggressive Ameise ebenfalls bedroht sind. Insofern steuern die Kröten eine ökologisch wichtige Leistung zur Kakaoproduktion bei - und das kostenlos. Angesichts des weltweiten Reptilienrückgangs sei es ebenfalls von großer Bedeutung, dass die Sulawesi-Kröte von indonesischen Landwirten geschützt wird.

Ratten im Einsatz gegen Landminen und Tuberkulose

Spezielle Ausrüstung von "Spürratten" dauert neun Monate

Nahaufnahme Ratte am Käfiggitter beisst in Gitter
freedom! © Maxim Malevich - www.fotolia.de

Im Nordosten von Tansania werden Riesenratten eingesetzt um die Landminen aufzuspüren aber auch können diese Tiere mit ihrer empfindlichen Nase Tuberkuloseerreger riechen, wie die belgische Hilfsorganisation APOPO feststellte. Diese Ratten werden speziell ausgebildet und können den Sprengstoff TNT riechen, wobei die Ausbildung ungefähr neun Monate dauert.

Minensuche geht schneller voran

Durch die Mitarbeit der Tiere sind die Minensucher wesentlich schneller geworden, so benötigten sie mit zwei Mann im Einsatz etwa einen ganzen Tag um nur 200 Quadratmeter Minenfeld zu säubern. Durch die Mithilfe von zwei Ratten sind sie schon nach zwei Stunden fertig.

Das Suchen der gefährlichen Minen ist die längste und schwierigste, aber auch gefährlichste Arbeit. Doch durch das geringe Gewicht sind Ratten effektiver als Hunde. Im benachbarten Mosambik wurden bereits fast zwei Millionen Quadratmeter Land von Minen durch die Mithilfe der Tiere bereinigt.

Einsatz im Gesundheitswesen

Aber auch im Gesundheitswesen machen sich die Tiere nützlich, denn sie können den Tuberkuloseerreger riechen, so benötigt eine gut ausgebildete Ratte nur zehn Minuten für 70 Proben, so wird durch Früherkennung viele Leben gerettet, denn jeder nicht erkannte Betroffene ist in der Lage im Jahr 15 weitere Menschen infizieren.

Früher hatte man diese Lungenkrankheit auch als Schwindsucht bezeichnet. Aber auch in Tansania gelten die fleißigen Helfer immer noch hauptsächlich als Ungeziefer, das Krankheiten überträgt und auch die Ernten gefährdet.

Eulen statt Gift: Südafrika rückt Rattenplage mit gefiederten Jägern zu Leibe

Raufußkauz (Eule) sitzt auf einem Ast mit Blättern in Herbstfarben
boreal owl in autumn leaves © martinkubik - www.fotolia.de

Südafrika hat ein großes Problem mit Ratten, die sich in dem Staat an der südlichen Spitze von Afrika rasant ausbreiten. Bisher ging man gegen die Nager mit Rattengift vor, doch darunter hatten auch Menschen zu leiden. Rund 500 Schulkinder pro Jahr mussten mit entsprechenden Vergiftungen behandelt werden.

Jetzt hat die Naturschutzorganisation "FreeMe Wildlife Rehabilitation Center" über 50 Schulen in Gauteng Eulen zur Verfügung gestellt, die die Rattenplage eindämmen sollen. Sie werden von den Kindern an den Schulen gehalten und betreut und gehen gleichzeitig ihrer Pflicht als Jäger nach. Eine Sonderschule in Sebokeng erhielt als erstes drei Eulen.

So wird man Lebensmittelmotten los

Eine Motte kommt selten allein, daher sollten Sie diese Tipps zur Bekämpfung beherzigen

Nahaufnahme braune Motte auf weißem Hintergrund
moth-macro of small brown moth about 1 cm © lidian neeleman - www.fotolia.de

Öffnet man den Küchenschrank und kommt einam daraus eine Motte entgegen geflattert, hilft es nicht diese einfach zu töten, denn wo eine Lebensmittelmotte ist, befinden sich in der Regel noch mehr.

Hygiene und Larvenbekämpfung

Zunächst sollte man alle Lebensmittel in dem Schrank auf Mottennester, sogenannte Gespinste, absuchen und befallene Produkte entsorgen. Anschließend sollte der Schrank komplett ausgeräumt und gründlich ausgewaschen werden, wie Dirk Petersen von der Verbraucherzentrale in Hamburg rät. Motteneier, die sich in Ritzen oder anderen unzugänglichen Stellen befinden, können leicht mit der heißen Luft eines Föns abgetötet werden.

Schlumpfwespenlarven als natürlicher Gegner

Bei starkem Befall empfiehlt sich der Einsatz von Schlumpfwespenlarven. Schlumpfwespen sind natürliche Feinde der Motte und legen ihre Eier direkt in die Motteneier, die von den Larven der Schlupfwespe aufgefressen und so vernichtet werden. Sind alle Motteneier abgestorben, sterben auch die Schlupfwespen.

Pheromonfallen gegen die Vermehrung

Ebenfalls wirkungsvoll bei starkem Mottenbefall sind sogenannte Pheromonfallen, die die männlichen Motten mit einem Sexuallockstoff in die Falle locken. Sind keine männlichen Motten mehr da, können sich die Motten nicht mehr fortpflanzen und sterben mit der Zeit ebenfalls.

Hier fühlen sich die Schädlinge wohl

Ein Befall mit Lebensmittelmotten ist übrigens nicht auf mangelnde Hygiene im Haushalt zurückzuführen, wie Petersen weiß. Vielmehr werden die Mottenlarven über gekaufte Lebensmittel in den Haushalt eingeführt. Besonders wohl fühlen sich die Larven in

Tipps gegen Schädlinge in der Küche

Nahaufnahme einer Motte auf weißer Ecke
Motte, braun weiß in einer Nahaufnahme. Nach ihrem Flug gelandet © prophoto24 - www.fotolia.de

In der Küche ist das Risiko für verschiedene Schädlinge besonders hoch. Um diesen vorzubeugen oder sie zu entfernen, gilt es einige Tipps zu beachten.

Sind die Lebensmittel bereits von Schädlingen wie zum Beispiel Lebensmittelmotten befallen, müssen diese entsorgt werden, denn ansonsten wird man sie nicht los. Die Regale müssen anschließend gründlich mit Essigwasser gereinigt werden. Süße Speisen locken Wespen an, sie sollten also nicht offen stehen gelassen werden. Wer jedoch im Freien beim Essen nicht von ihnen gestört werden möchte, kann sie zum Beispiel mit süßen Getränken ablenken. Auch Fruchtfliegen werden von Süßem angezogen, besonders von überreifem Obst; dies gilt es also frühzeitig zu essen oder gegebenenfalls zu entsorgen.

Gegen Schädlinge im Garten sollte man deren natürlichen Feinde zu Hilfe holen

Roter Marienkäfer klettert auf einem Halm mit Blattläusen
Ladybug and aphids © Henrik Larsson - www.fotolia.de

Wer in seinem Garten irgendwelche Schädlinge, beispielsweise Schildläuse und Spinnmilben, bekämpfen will, ohne gleich zur Giftspritze greifen zu wollen, der sollte auf die Hilfe der natürlichen Feinde dieser Schädlinge setzen. So seien hier die Florfliegen und Schlupfwespen genannt, die man auch über das Internet bestellen und kaufen kann.

Die nur einen Millimeter großen Schlupfwespen helfen gegen die Weißen Fliegen (Mottenschildläuse), die häufig die Gurken- und Tomatenpflanzen befallen, indem sie die Puppen der Läuse auffressen und so die Vermehrung unterbinden.

Bei den Florfliegen handelt es sich um dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die sich von Blattläusen aber auch von Blütenpollen ernähren. Aber auch für andere Schädlinge sind die Florfliegen der natürliche Feind und somit universell einsetzbar.

Schädlinge in der Wohnung bekämpfen

Zwei Finger halten eine braune Kakerlake in die Luft
Hand holding brown cockroach over white background © mrkob - www.fotolia.de

Schädlinge in der Wohnung zu haben ist für die meisten Menschen sehr lästig, sie kommen jedoch auch in den saubersten Wohnungen vor und dies hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Ob Wanzen, Silberfische oder Kakerlaken, Ungeziefer kann sich in jeder Wohnung breit machen und man kann es auch ohne Chemie bekämpfen.

Gegen Motten im Kleiderschrank ist es hilfreich, diesen immer mal wieder auszumisten, denn die lange Lagerung von Kleidung zieht die Tiere an. Verstärkt haben viele Menschen im Moment mit den sogenannten Bettwanzen zu kämpfen. Diese reisen oft mit den Touristen aus andren Ländern ein und breiten sich rasend schnell aus. Da diese Schädlinge lange ohne Nahrung auskommen können, ist es auch relativ schwer, sie zu bekämpfen. Sie verursachen Stiche, die tagelang jucken und anschwellen können. Meist müssen sie mit Hilfe von Experten beseitigt werden.

Auch Motten in der Küche sind sehr unangenehm und schlecht wieder loszubringen. Sie nisten sich in Lebensmittelpackungen ein, wobei die Larven sogar durch eigentlich dichte Gefäße dringen können. Da hilft es nur, die angebrochenen Packungen in den Müll zu schmeißen. Sie wohnen oft schon in Lebensmittelpackungen im Supermarkt und werden beim Einkauf mit nach Hause geschleppt.

Auch Mäuse sind vor allem in diesem Jahr für viele ein Problem. Schädlingsbekämpfungsmittel beseitigen jedoch nicht die Ursache. wichtig ist es, den Lebensraum der Tiere zu zerstören und ihnen keine Lebensbedingungen mehr zu bieten.

Mit Süßstoff gegen Fliegen: Harmloser Zuckeralkohol mit tödlicher Wirkung

Rechte Hand eines Mannes befördert Süßstoff aus einer Dose in eine rote Kaffeetasse, mit weißem Hintergrund
diabetes sugar in coffee cup isolated on white background © atomicrooster - www.fotolia.de

Bislang mussten Menschen entweder aufwändig mit der Fliegenklatsche Jagd auf sommerliche Eindringlinge machen oder zur chemischen Keule greifen. Doch nun hat sich ein natürliches Süßmittel als ideale Waffe gegen Fliegen entpuppt:

Mit Truvia gegen Fliegen

Per Zufall entdeckte ein amerikanischer Biologe, dass Fruchtfliegen, die am Süßstoff Truvia naschten, innerhalb weniger Tage starben. Truvia ist ein in den USA weit verbreiteter natürlicher Süßstoff, der den Zuckeralkohol Erythrit aus der Stevia-Pflanze enthält.

Experimente zeigten, dass die Fruchtfliegen nach dem Genuss von Truvia oder dem reinen Inhaltstoff Erythrit innerhalb weniger Tage verstarben, während sie andere Süßstoffe problemlos vertrugen.

Paradox dabei: Selbst wenn die Fliegen die Wahl hatten zwischen dem giftigen Erythrit und einem harmlosen Zucker, entschieden sie sich trotzdem für die tödliche Mahlzeit, die scheinbar eine magnetische Wirkung auf sie ausübte.

Die Forscher hoffen nun, dass sich mit Hilfe ihrer Erkenntnisse neue Insektizide auf natürlicher Basis entwickeln lassen, mit denen lästige Eindringlinge im Haus bekämpft werden können. Zunächst soll jedoch in weiteren Experimenten die Wirkung von Erythrit auf andere Schädlinge wie Ameisen, Wanzen und Schaben getestet werden.

Motten und Käfer in Lebensmitteln – so rücken Sie den Schädlingen zu Leibe

Grafik tote Fliege liegt auf dem Rücken, davor Ausschnitt von Insekten Spray
insecticide © photlook - www.fotolia.de

Ob Mehl, Müsli oder Nüsse – pflanzliche Lebensmittel schmecken nicht nur Menschen. Auch Schädlinge bedienen sich gern an den Vorräten. Verhindern lässt sich der Befall nur durch richtige Lagerung und Pheromonfallen. Wer Brotkäfer, Mehlmotte und Co. wieder loswerden möchte, muss saugen und großzügig wegwerfen.

Schädlinge fernhalten

Da in der Gastronomie vielfach Großpackungen verwendet werden, schreibt die Hygieneverordnung strenge Regeln vor, wie offene Lebensmittel gelagert werden müssen. Um einen Befall mit Schädlingen zu verhindern, haben sich außerdem Fliegengitter an den Fenstern bewährt. In Privathaushalten wandern die Lästlinge meist unbemerkt in defekten Verpackungen ein.

Die Larven der Mehlmotte messen nur 0,2 Millimeter im Durchmesser. Klein genug, um durch beschädigte Schweißnähte in die Müsli-Tüte zu gelangen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kontrolliert deshalb schon beim Kauf, ob die Verpackungen intakt sind. Falls das Papier der Mehlpackung gerissen ist, füllt man das Lebensmittel besser in eine luftdichte Vorratsdose. Für Müsli und Gewürze eignen sich Schraubgläser.

Betroffene Lebensmittel wegschmeißen

Wenn sich eine Mottenfamilie im Getreide eingenistet hat, zieht sie dort auch ihren Nachwuchs groß. Während des Wachstums streifen die Larven ihre Haut ab – und können dadurch für empfindliche Personen zur Gesundheitsgefahr werden. Die Behaarung kann den Magen-Darm-Trakt reizen. Und auch der Kot der Tiere ruft häufig allergische Reaktionen hervor.

Wer einen Befall seiner Lebensmittel entdeckt, sollte die betroffenen Verpackungen deshalb großzügig wegwerfen. Um verbliebene Insekten und Eier zu entfernen, sollte man den Vorratsschrank gründlich saugen. Vor allem die Ecken und Ritzen! Ob noch Tiere da sind, lässt sich mit Pheromonfallen prüfen.

Fiepen, angenagte Vorräte: Was tun, bei einer Maus in den Wohnräumen?

Ob Mäusefreund oder nicht - bei Schädlingsbefall gilt es, Haus oder Wohnung mauseunfreundlich zu gestalten

Eine Maus schaut unter Holzklötzen hervor
Little mouse under a log © Martina Osmy - www.fotolia.de

Für viele Menschen ist es eine Horrorvorstellung, doch es kommt immer wieder vor. Kleine Vierbeiner verschaffen sich selbst Zugang zu den Wohnräumen und sorgen für

  1. angeknabberte Lebensmittel,
  2. winzige Häufchen und
  3. nächtliches Fiepen.

Egal ob man Mäuse mag oder nicht, als ungebetene Gäste sind sie ein Problem der Hygiene. Doch wie geht man dagegen vor?

Ethisch zweifelhaft: die Schlagfalle

Schnell gekauft und aufgestellt sind Schlagfallen. Allerdings haben damit viele Menschen berechtigt ein ethisches Problem, denn die kleinen Tiere werden getötet. Trifft die Schlagfalle richtig, wird das Rückgrat gebrochen und der Tod tritt schnell ein. Sitzt die Maus beim Auslösen des Mechanismus aber falsch, kommt es zu

  • schweren Verletzungen ohne
  • direkte Todesfolge.

Oft wird dir Luft abgeschnürt und das Tier erstickt qualvoll. Es gibt auch Tötungsvorrichtungen, die das Mäuseleben bewusst qualvoll durch

  • Ertrinken,
  • Erwürgen oder durch
  • Leim

beenden. Rechtlich gesehen darf man zu diesen Mitteln greifen, denn die Hausmaus steht nicht (wie etwa der Maulwurf) unter Schutz.

Moralische Alternative: Lebendfallen

Als moralischere Alternative bieten sich aber Lebendfallen an, die den Nagern nicht weh tun und sie nur solange einsperren, bis man die Falle aus dem Haus gebracht hat und dem Tier seine Freiheit schenkt. Allerdings ist das oft nur eine kurzzeitige Lösung, denn viele Mäuse kommen zurück.

Das Haus "mauseunfreundlich" gestalten

Um sie dauerhaft aus der Wohnung zu verbannen, muss man das Haus für sie uninteressant machen. Das gelingt durch eine gute Abdeckung aller Schlupfmöglichkeiten, was einiges an Aufwand verlangt.

Noch besser ist es, dass Futterangebot zu reduzieren. Kommen Mäuse beispielsweise in den Keller und finden dort nur Spinnen vor, fressen sie diese und werden sich nicht stark vermehren. Die Nager zeugen Nachwuchs nämlich in Abhängigkeit vom Futterangebot.

Bietet man nichts an (keine Krümmel auf dem Boden etc.) wird sich der Mausbefall in Grenzen halten. Dann kommen die Tiere oft nur in den kalten Monaten, um etwas Wärme zu finden und gehen ihm Frühjahr von ganz allein.

Schädlingen vorbeugen

Ungeziefer im Garten und auf dem Balkon kann schnell zur Plage werden. Am besten sorgt man vorbeugend dafür, dass es erst gar nicht auftaucht.

Vor allen Dingen kranke und schwache Pflanzen werden bevorzugt von Ungeziefer befallen. Deshalb muss man dafür sorgen, dass die Pflanzen ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.

Bodenpflege und Licht

Die richtige Düngung stärkt das Pflanzenwachstum und sorgt für ein gutes Gedeihen. Die Pflanzen sollten auch nicht dicht gepflanzt werden, damit kein Lichtmangel entsteht. Eine gute Bodenpflege und der richtige Standort sind ebenfalls ausschlaggebend.

Schädlinge bevorzugen Monokulturen, wo sie sich stark vermehren können. Pflanzt man Mischkulturen an, kann man dem vorbeugen.

Bewahrung des biologischen Gleichgewichts

Viele Schädlinge haben natürliche Feinde, beispielsweise den Marienkäfer. Deshalb sollte man auf chemische Keulen verzichten; nur so werden die nützlichen Insekten geschützt. Damit fördert man die natürlichen Feinde, die dem Ungeziefer zu Leibe rücken.

Verschiedene Insekten und auch Vögel helfen dabei, die Schädlinge zu regulieren. Deshalb ist eine Artenvielfalt im Garten so wichtig. Bei einem gesunden biologischen Gleichgewicht halten sich die Schädlinge in Grenzen.

Nützlinge

Generell kann man sich die Nützlinge auch durch eine geschickte Auswahl der Pflanzen in den Garten oder auf den Balkon locken. Blühende Wildformen von Sträuchern und Blütenpflanzen, wie etwa

verführen die Nützlinge zum Landen, denn durch den Geruch werden sie fast schon widerstandslos. Der Vorteil: Man hat nicht nur eine bunte Insektenvielfalt in seiner Nähe, sondern vor allem auch Ruhe vor den Schädlingen, die einem den Garten durchaus verleiden lassen können. Dank der natürlichen Helfer jedoch, kann man auch diesen Sommer alles in voller Pracht genießen.

Biolandwirtschaft reduziert Zahl der Blattläuse

Durch Vielfalt der Pflanzen und weniger Insektizide existieren auf Öko-Flächen weniger Blattläuse

Blattläuse auf Pflanze im Sonnenlicht
plant-louse in ray of sun © Vladimir Gunko - www.fotolia.de

Blattläuse mögen offenbar keine ökologische Landwirtschaft. Nach einer Untersuchung der Universität Würzburg fanden sich auf Bio-Äckern fünfmal weniger der Schädlinge als in der konventionellen Landwirtschaft. Bei der Studie verglichen die Forscher 15 Öko- mit 15 konventionellen Flächen, auf denen Triticale - eine Mischung aus Weizen und Roggen - angebaut wurde.

Als Begründung wird die größere biologische Vielfalt auf Bioflächen genannt und damit auch eine dreifach höhere Menge an natürlichen Feinden der Blattläuse. Bei den konventionellen Flächen untersuchten die Biologen anschließend auch noch, wie sich das Giftspritzen auf die Zahl der Läuse auswirkt.

Vermehrung der Blattläuse durch Insektizide

Überraschendes Ergebnis: Kurzfristig verringert sich zwar die Zahl, langfristig steigt sie aber. Nach vier Wochen fanden sich auf den mit Insektiziden behandelten Flächen deutlich mehr Blattläuse als auf den nicht gespritzten.

Für dieses Phänomen haben die Wissenschaftler zwei Erklärungen. Zum einen könnten die Insektizide neben den Läusen auch deren natürliche Feinde vernichten, zum anderen das Absterben der Schädlinge diese dazu verleiten, sich ein anderes Feld zu suchen, wo noch genug Blattläuse als Nahrung vorhanden sind. Beides führt jedenfalls zu einer ungestörten Vermehrung der kleinen Plagegeister.

Mit Florfliegen gegen Blattläuse - Katzenminze ist das perfekte Lockmittel

Nahaufnahme Blattläuse auf Pflanze
blattläuse © FotoLyriX - www.fotolia.de

Blattläuse stürmen jedes Jahr die Gärten und richten erheblichen Schaden an. Gegen die lästigen Schädlinge setzten pfiffige Gartenbesitzer Florfliegen ein. Doch wie lassen sich die filigranen Insekten anlocken? Die Lösung ist Echte Katzenminze. Die hungrigen Larven der Florfliege sind ganz verrückt nach den blassblauen Lippenblütlern.

Chrysopidae ist der große Feind der Blattlaus

Blattläuse kommen wie ein Dieb in der Nacht und besiedeln schon bald zu Tausenden den heimischen Garten. Die Blattlaus ist ein Pflanzenschädling und saugt Blättern den Saft aus. Die Blätter kräuseln sich, werden trocken und sterben ab. Da Blattläuse auch den Winter überstehen, verlieren sie im Frühjahr keine Zeit. Wer seinen Garten natürlich gestaltet, lockt auch Nützlinge an, die dem Blattlaus-Befall ein Ende bereiten.

Die Florfliege mit dem lateinischen Namen Chrysopidae ist der große Feind der Blattlaus. Auffällig sind die schillernden Augen des Netzflüglers, dessen Larven sich ausschließlich von Blattläusen ernähren. Bis zur Verpuppung verspeisen Florfliegen-Larven hunderte der fiesen Pflanzenschädlinge. Blattlauslöwen, wie Florfliegen im Volksmund genannt werden, machen sich sofort nach dem Schlüpfen ans Werk und saugen die gemeine Blattlaus aus.

Florfliegen reagieren auf Duftstoffe in Katzenminze

Chrysopidae lässt sich am besten mit Katzenminze anlocken. US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sie Duftstoffe enthält, die Florfliegen an Pheromone erinnern. Pheromone sind Sexualduftstoffe, die zarte Netzflügler anziehen wie Motten das Licht. Katzenminze können Gartenbesitzer als Staude in Beete pflanzen. Am besten gedeihen die Lippenblütler an einem sonnigen oder halbschattigen Ort. Katzenminze ist robust und übersteht auch trockene Phasen. Dennoch ist eine regelmäßige Bewässerung nötig, ohne das Staunässe entsteht.

Wer es eilig hat, kann im Zoo- oder Gartenfachhandel Florfliegen-Larven kaufen. Die Nützlinge werden dann einfach auf die von Blattläusen attackierten Pflanzen gesetzt. Die agilen Larven beginnen unmittelbar mit ihrem Job und freuen sich über einen reich gedeckten Tisch. Forscher entwickeln derzeit chemische Duftstoffe, die Pheromonen ähneln, um sie in der biologischen Landwirtschaft als unwiderstehliches Anziehungsmittel für Florfliegen einzusetzen.

Nützliche Insekten im Garten – Tipps zum Ansiedeln und Fördern

Nahaufnahme Biene am Weidenröschen
Biene und Weidenröschen © Heinz Waldukat - www.fotolia.de

Auf Schädlinge kann der Gärtner gern verzichten. Um sie zu vertreiben, greift er oft zur chemischen Keule. Wer sich selbst und der Umwelt einen Dienst erweisen möchte, siedelt jedoch eine ökologische Schutzpolizei in seinem Garten an: nützliche Insekten dezimieren die Schädlinge und bestäuben die Obstpflanzen.

Fleißige Helfer auf sechs Beinen

Ob Schlupfwespen oder Bienen, Raubwanzen oder Marienkäfer – mit etwas Geschick kann sich der Gärtner eine ganze Hilfsmannschaft aus Insekten heranzüchten. Marienkäfer, Gallmücken und der Larven der Florfliege fressen zum Beispiel bevorzugt Blattläuse. Flor- und Schwebfliegenlarven haben außerdem Spinnmilben und Blattsauger auf ihrem Speisezettel.

Natürlicher Schutz für Rosen

Im Rosengarten zeigen Raubwanzen ihre Qualitäten: die Insekten sehen zwar bedrohlich aus, im Laufe der Saison vertilgen sie jedoch große Mengen an Rosenzikaden. Auch Spinnen und Laufkäfer halten die edlen Blumen frei von schädlichem Geziefer.

Natürliche Bestäubung

Im Nutzgarten zeigen Bienen, Hummeln und Schwebfliegen sich von ihrer besten Seite. Da fast 80 Prozent aller Obstpflanzen auf äußerliche Bestäubung angewiesen sind, können die Insekten unmittelbar die Ernte fördern. Wer die Tiere in Frieden lässt, muss auch kaum Stiche fürchten.

Extrakost für Nützlinge

Flor- und Schwebfliegen sind im Larvenstadium effektive Schädlingsvertilger. Die erwachsenen Tiere leben jedoch rein vegetarisch. Damit sie sich das ganze Jahr wohl fühlen, sollten deshalb immer ausreichend Blütenpollen und Nektar zur Verfügung stehen. Im Frühjahr erleichtern Zwiebelblumen und blühende Stauden den Start in die Saison, Herbstblüher spenden den erforderlichen Nektar zum Überwintern.

Die richtige Behausung

Damit die Nützlinge sich dauerhaft ansiedeln, brauchen sie außerdem eine Behausung. Ideal sind Insektenhotels, für die man mittlerweile im Internet diverse Bauanleitungen findet. Als preiswerte Alternative kann man aber auch einfach ein paar Holzscheiben mit Löchern versehen oder Lochziegel aufstapeln. Vielen Nützlingen reichen auch Mauerritzen oder aufgehäufte Steine als Unterschlupf.

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    Natürliche Vorbeugung

    Der Bio-Gärtner kennt noch eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie man gegen das Ungeziefer vorgehen kann. So kann man beispielsweise eine Lauge mit Brennnesseln herstellen. Dafür gibt man einfach Brennnesseln in die Regentonne, lässt es ein paar Tage ziehen und gießt und spritzt damit die betroffenen Pflanzen. Das wirkt hauptsächlich bei Blattläusen sehr gut.

    Auch eine Schmierseifenlauge soll helfen, muss aber mehrmals gespritzt werden. Selbst einige Kräuter helfen gegen Ungeziefer.

    So soll man Lavendel im Rosenbeet pflanzen, das hilft gegen Ameisen und Blattläuse. Auch Kapuzinerkresse und Bohnenkraut haben eine abwehrende Wirkung und sollen an Bohnen oder Obstbäumen Läuse vertreiben.

    Sind Pflanzen jedoch schon stark befallen und haben sich die Schädlinge sehr vermehrt, kann man noch biologische Pflanzenschutzmittel verwenden, welches aber die natürlichen Feinde der Schädlinge nicht angreift. Dafür lässt man sich am besten im Fachhandel ausführlich beraten.

    Ein Maulwurf hält keinen Winterschlaf

    Maulwürfe machen keinen Winterschlaf, sondern graben den ganzen Winter lang. Sie wandern allerdings dann in tiefere Bodenregionen. Weil sich im Winter die meisten der Kleinlebewesen nur wenig bewegen, hat es der Maulwurf schwerer und er muss verstärkt nach ihnen suchen. So gräbt er neue Gänge und schiebt den Inhalt als Maulwurfshaufen nach draußen. Maulwürfe haben ständig Hunger und leben von kleinen Insekten und Regenwürmern.

    Hat man Besuch von einem Maulwurf, ist das eigentlich ein gutes Zeichen. Denn nur in einem guten Gartenboden findet ein Maulwurf genügend Beute.

    Maulwürfe sind gemäß Bundesartenschutzverordnung geschützt. Sie dürfen weder gefangen, noch verletzt oder getötet werden.

    Will man Maulwürfe wieder loswerden, gibt es ganz einfache Tricks: Man gräbt Flaschen bis zum Hals in die Erde ein oder steckt Windmühlen in die Erde. Windgeräusche sind den Maulwürfen unangenehm. Eine Alternative aus dem Baumarkt sind Ultraschallgeräte, die für den Menschen nicht hörbar sind. Man kann aber auch gut Geruchsstoffe einsetzen, wie Öl mit Holunder- oder Knoblauchbrühe oder mit Buttermilch- oder Zitruszusätzen, welches man auf die Beete oder den Rasen gibt.

    Vorbeugung von Vorratsschädlingen

    Es krabbelt und fleucht in deutschen Schränken, dass es eine wahre Pracht ist. Gerade in der Sommerzeit vermehren sich die Vorratsschädlinge wie

    • Korn-
    • Mehl-
    • Dörrobst- oder auch
    • Getreidemotten und
    • Brotkäfer

    besonders stark. Oftmals bemerkt man diese Lebensmittelschädlinge lange Zeit nicht, was besonders dann zutrifft, wenn man bestimmte Lebensmittel nur sehr selten benutzt. Während die Insekten in vielen Lebensmitteln ihre Larven absetzen, zeigen sich diese anschließend als sehr gefräßig und halten sich an Gewürzen, Nüssen, Backwaren oder Getreide regelrecht schadlos.

    Präventionsarbeit

    Um einem Befall in der heimischen Küche zu entgehen, empfiehlt es sich, einige präventive Maßnahmen zum Einsatz zu bringen, was nicht nur der Gesundheit, sondern auch dem Geldbeutel zuträglicher ist, da man befallene Lebensmittel wegwerfen muss.

    So sollte eine Grundsatzregel lauten, bei bestimmten Lebensmitteln keine zu großen Vorräte anzulegen. Geöffnete und unbenutzte Packungen werden schnell mit den Schädlingen und deren Larven belegt und müssen durch die Verunreinigungen entsorgt werden.

    Vorratsdosen aus Plastik, Metall, Glas oder einem anderen Material bieten einen viel besseren Schutz vor den Vorratsschädlingen als es die handelsüblichen Papier- oder Kartonverpackungen tun können. Gekaufte Lebensmittel gleich umzufüllen und gut zu verschließen grenzt den Befall ebenso ein wie ein kühles und trockenes Lagern der Nahrungsmittel.

    Insektenpapier oder -strips helfen beim Einfangen der Plagegeister. Diese sollte man dann auslegen, wenn die Schränke zunächst ausgesaugt und feucht ausgewischt wurden und sich die einzelnen Fächer wieder als sauber und trocken erweisen.

    Fliegengitter an den Fenstern halten die Motten und Käfer recht gut ab und sollten möglichst nur äußerst selten entfernt werden. Pheromone, also Lockstoffe, können ebenfalls zum Einsatz gebracht werden, da diese die Männchen anlocken und den Weibchen somit die Chance zur Fortpflanzung nehmen.

    Mögliche Verstecke, wie etwa Spalten, sollten vermieden bzw. beseitigt werden. Ist die Mülltonne voll, sollte die Mülltüte sofort verschlossen und rausgebracht werden.

    Generell ist auf eine gute Durchlüftung zu sorgen, um Schimmelbildung zu vermeiden - dieser dient verschiedenen Schädlingen als Nahrungsquelle. Gleiches gilt für Nahrungsreste (Mehlstaub, Brotkrumen etc.) - diese gilt es, sofort zu entfernen.

    Auch Wegwerfen hilft

    Zu guter Letzt heißt es befallene Lebensmittel gleich außerhalb der Wohnung in der Mülltonne zu entsorgen. Lieber einmal mehr etwas weggeworfen als in der Folge übersehene Larven zum nächsten fröhlichen Fressen in den Schränken zu behalten.

    Je nach Ausmaß des Schädlingsbefalls benötigt man viel Geduld, um wieder Herr seiner eigenen Küche zu werden. Deshalb lohnt es sich, für Hygiene in der Küche und in den Schränken zu sorgen und in regelmäßigen Abständen alle offenen und haltbaren Lebensmittel auf einen Befall mit den Vorratsschädlingen zu kontrollieren.

    Tipps gegen Ungeziefer

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: symbiose entre fourmis et pucerons © M.A.T.T - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Hand holding mosquito spray on nature background © Africa Studio - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: lavender background © Natalia Bratslavsky - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Hand holding brown cockroach over white background © mrkob - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Feeding mosquito with human blood on finger © Dmitry Knorre - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Biological Pest Control © manfredxy - www.fotolia.de
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    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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