Taufpaten Artikel
Wahl der Taufpaten eine Entscheidung für die Zukunft
Von Tanja Tasci
Taufpate zu sein bedeutet eine große Verantwortung und will gut überlegt werden. Doch auch für die Eltern ist es häufig schwierig sich für den richtigen Taufpaten zu entscheiden. Bei der Entscheidung für einen Taufpaten sollte einiges beachtet werden, denn häufig werden Taufpaten aus den falschen Gründen gewählt.
Die Frage, wer Taufpate beim eigenen Kind werden sollte, ist oft schwierig für junge Eltern. Leider gehen viel zu oft die Gedanken in die falsche Richtung, denn viele frisch gebackene Eltern wollen niemanden enttäuschen oder folgen irgendwelchen Familientraditionen. Ob die beste Freundin oder der beste Freund, der Bruder oder die Schwester oder vielleicht doch Cousin oder Cousine, die Auswahl scheint für viele junge Paare groß zu sein und doch ist sie im Grunde sehr klein, wenn nur die richtigen Fragen gestellt werden.
Um die richtigen Fragen zu stellen müssen sich Eltern erst einmal klar darüber werden, was die eigentliche Aufgabe des Taufpaten darstellt. Nein, hier geht es nicht darum, dass das Kind zu Weihnachten und Geburtstag schöne Geschenke bekommt, hier geht es darum, dass der Taufpate das Leben des Kindes begleitet. Der Taufpate ist sozusagen der Ersatzmann, wenn Eltern sich nicht mehr selbst um ihre Kinder kümmern können, dies kann durch Krankheit geschehen oder im schlimmsten Fall durch den Tod. Der Taufpate ist die Vorsorge für Unglücksfälle, denn er sollte in diesem Moment einspringen und das Kind versorgen und es auffangen. Bei der Wahl des Taufpaten sollte daher die Frage gestellt werden, wer aus dem Familien- und Freundeskreis wirklich diese Verantwortung übernehmen kann und sich dazu auch bereit fühlt.
Auch der potenzielle Taufpate sollte sich der Verantwortung im Klaren sein, denn ein Kind bis ins Erwachsenenalter zu begleiten ist nicht immer einfach. Selbst im Idealfall, wenn die Eltern das Kind selbst in die Selbstständigkeit führen können, sollte der Taufpate immer als Vertrauter und Ansprechpartner für das Kind zur Verfügung stehen und die Funktion einer Vertrauensperson einnehmen. Viel zu oft wird die Funktion des Taufpaten auf die Taufe selbst beschränkt und auch später gibt es häufig nur zu Festtagen ein kleines Geschenk, aber die Bereitschaft sich an der Erziehung des Kindes zu beteiligen ist häufig nicht vorhanden. Wer als Taufpate auserkoren wird, sollte im Zweifelsfall ablehnen, wenn er das Gefühl hat sich nicht entsprechend für das Kind einsetzen zu können oder zu wollen.
Wer Taufpaten wählt, weil es die Familie gerne hätte oder um eine Freundschaft zu festigen, der liegt meist mit seiner Wahl falsch. Die Wahl des Taufpaten sollte mit nüchternem Kopf getroffen werden und das wichtigste sollte nach wie vor sein, welcher Kandidat am Besten mit Kindern umgehen kann und wem junge Eltern das Vertrauen schenken möchten im Notfall in der Erziehung einzuspringen und elterliche Aufgaben wahrzunehmen. Wer dies beherzigt, kann sich sicher sein, dass der eigene Nachwuchs in allen Lebenssituationen gut versorgt ist und ihm Liebe geschenkt wird.