25. Februar 2010
Erziehungsberatungsstellen sind sehr gefragt und hoch frequentiert. Immer mehr Eltern fühlen sich mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert und suchen Rat und Hilfe. Aber auch Kinder und Jugendliche selbst brauchen eine Unterstützung.
Erziehungsberatung wird von verschiedenen Institutionen angeboten. Konfessionelle Träger wie zum Beispiel Caritas oder die Diakonie haben in der Regel in allen größeren Städten auch Erziehungsberatungsstellen. Je nach Region werden auch Onlineberatungen und Telefongespräche angeboten. Städtische Einrichtungen helfen meist über die zuständigen Jugendämter, aber vermehrt bieten auch Schulen, Kindertagesstätten und Kindergärten eine Erziehungsberatung an. Erziehungsberatungsstellen können auch von Kindern und Jugendlichen in Anspruch genommen werden. Beratungen sind in der Regel freiwillig und kostenlos. Eine Erziehungsberatung möchte immer eine Hilfe in Konfliktsituationen anbieten. In den jeweiligen Einrichtungen arbeiten Fachkräfte, die ganz individuell auf die familiäre Problematik reagieren können. Vorhandene oder vermutete Entwicklungs-, Leistungs- und Verhaltensprobleme oder Störungen in der Eltern-Kind-Beziehung sollen behandelt werden. Stück für Stück sollen mit den Betroffenen Lösungsschritte erarbeitet werden. Problematische Situationen können in der Familie, in der Schule oder im sozialen Umfeld des Kindes auftauchen und die Eltern brauchen Hilfe. Kinder und Jugendliche können Probleme mit sich selbst, mit den Eltern, in der Schule oder mit Freunden haben und suchen deswegen Hilfe.
Viele Eltern und Kinder sind orientierungslos und wollen deshalb fachliche Kompetenz in Anspruch nehmen. Erziehungsberatungsstellen bieten professionelle und erfahrene Sozialpädagog/inn/en, Pädagog/inn/en und Psycholog/inn/en, welche die Familien unterstützen können. Es ist noch gar nicht so lange her, dass Sanktionen, auch körperliche Züchtigung, eine gängige Methode in der Erziehung der Kinder war. Eltern müssen umdenken und neue Wege finden, deshalb ist es ein guter und wichtiger Schritt Hilfe überhaupt anzunehmen. Es entspricht dem Zeitgeist, dass Themen in der Erziehung auftauchen, die es früher so gar nicht gab. Erziehungsberatung reagiert darauf und will Familien in Konfliktsituationen ein Stück weit an die Hand nehmen. In vielen Familien werden so genannte Familienhelfer installiert, die gefährdete Familien eine zeitlang begleiten. Für die Eltern ist es wichtig sich von der Schuldfrage zu lösen, auch wenn bereits Fehler gemacht wurden. Vielmehr ist es ein Fortschritt sich einzugestehen, dass man Hilfe in Anspruch nehmen muss. Dies ist der Boden für eine sinnvolle Erziehungsberatung.
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