Wandergebiete - Unterschiede, Tipps zur Suche und lohnenswerte Ziele

Zeitschriften, Lifestylesendungen und selbst der eigene Hausarzt raten vielen Menschen zu mehr Bewegung im Alltag. Damit ist jedoch nicht stundenlanges Schwitzen im Fitnessstudio gemeint. Der Körper braucht einfach ein natürliches Maß an Bewegung, also weder völlige Faulheit noch notorische Sportbesessenheit. Gemütliches Wandern in passenden Wandergebieten ist daher die perfekte Möglichkeit, um Rückenschmerzen, Übergewicht und andere Wohlstandskrankheiten gar nicht erst aufkommen zu lassen. Lesen Sie über die Merkmale eines Wandergebiets und holen Sie sich Tipps für lohnenswerte Ziele.

Das passende Wandergebiet finden

Wandergebiete - Generelle Merkmale

Wandern zählt zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Es handelt sich um Touren, bei denen man über mehrere Stunden lang eine bestimmte Strecke - verschiedenste Wanderwege - geht. Diese wiederum befinden sich in der Regel den so genannten Wandergebieten.

Weltweit gibt es Regionen, die als solche ausgewiesen sind. Es handelt sich demnach um landschaftlich besonders reizvolle Gebiete, die mit zahlreichen Wanderwegen versehen sind. Dabei kann es unterschiedliche Routen für sämtliche Leistungsstufen geben, sodass das Wandern letztendlich der einfachen Erholung dient, aber auch zu einer sportlichen Herausforderung werden kann.

Wandergebiete weisen unterschiedliche Merkmale auf. So können die Routen durch diverse Landschaften verlaufen. Typisch sind beispielsweise

je nach Land und Region. Beliebt sind zudem Wandergebiete, die bestimmte Besonderheiten aufweisen, etwa

  • solche für Weinwanderungen
  • Schneewanderungen oder
  • solche, die zahlreiche Themenwanderwege aufweisen.

Es gibt Rundwanderwege oder auch solche, die bestimmte Ziele aufweisen. In anderen Wandergebieten sind wiederum vor allem Touren im Sommer besonders zu empfehlen. Die Regionen bieten immer etwas landschaftlich Besonderes, sei es

  • eine besondere Aussicht
  • ein bzw. mehrere Naturdenkmäler
  • wichtige Sehenswürdigkeiten
  • in der Region spezielle Pflanzen
  • Naturparks

und Co. Typisch sind auch die zahlreichen Wanderhütten, die sich auf mehreren Stationen des Wanderwegnetzes befinden. Ebenso kann man auf Wanderhotels treffen - hier werden nicht selten auch geführte Wandertouren angeboten.

In der Regel gibt es eine empfohlene Wandersaison, in der die Wege des jeweiligen Wandergebiets am besten begangen werden können. Für jede bekannte Region wird man Wanderkarten finden, in denen verschiedene Routen vorgeschlagen und wichtige Tipps zum Wandern gegeben werden.

Zwei Wanderer bei einer Rast am See
Zwei Wanderer bei einer Rast am See

Letztere haben auch wir für Sie zusammengestellt...

Tipps rund um das Wandern

Wer den Entschluss gefasst hat, mindestens einmal pro Woche einer Wandertour einzulegen, den kann man eigentlich nur beglückwünschen. Wandern tut nicht nur dem Körper gut, sondern eignet sich auch prima, um Stress abzubauen. Beim Laufen zwischen blühenden Wiesen und kühlen Wäldern fällt der Alltag schnell zurück und man findet bald wieder zu sich selbst.

Einzel- oder Gruppenwandern

Ob man dabei lieber allein oder in der Gruppe unterwegs ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Manche Wanderer brauchen die Einsamkeit, um einen klaren Kopf zu kriegen, andere wiederum schätzen besonders das Gemeinschaftsgefühl, das eine Wandergruppe dem Einzelnen vermitteln kann. Grundsätzlich gilt jedoch, dass ältere oder kranke Menschen nicht auf eigene Faust losziehen sollten.

Auch das beste Handy kann im Notfall einmal nicht funktionieren oder schlichtweg kein Signal bekommen. Wanderer, die nicht in der Gruppe unterwegs sein möchten, sollten auch bei guter Gesundheit zumindest einer Person anvertrauen, welche Route sie genau nehmen werden und wann man spätestens mit ihrer Rückkehr rechnen darf. So stehen die Chancen gut, im Notfall schnell und zielsicher gefunden zu werden.

Neben dieser Frage steht jeder Wanderer auch vor der Entscheidung für ein bestimmtes Wandergebiet. Ob man nun im Tal oder am Berg wandert, hängt zum einen von der persönlichen Motivation und zum anderen von der eigenen Krankheitsgeschichte ab.

Wandern mit Vorerkrankungen

Wer beispielsweise über Knieschmerzen klagt, kann teilweise problemlos auch einen steilen Aufstieg schaffen. Kritisch wird es erst dann, wenn der Abstieg bevorsteht. Denn dann lastet plötzlich alles Gewicht auf den Gelenken.

Betroffene sollten daher nur solche Gipfelrouten wählen, an deren Ende sich eine Seilbahn befindet. So kann man den Abstieg umgehen.

Menschen mit Belastungsasthma oder Sehnenverletzungen wandern hingegen lieber auf ebener Erde im Tal. Hier wird der Körper nicht nur weniger belastet, es gibt auch öfter Dörfer und Ortschaften, in denen man rasten oder im Notfall auf ein öffentliches Verkehrsmittel umsteigen kann.

Wanderweg in den Bergen mit Aussicht auf das Matterhorn in den Alpen
Wanderweg in den Bergen mit Aussicht auf das Matterhorn in den Alpen

Das richtige Wandergebiet für Familien

Ein gemeinsames Hobby ist wichtig für den familiären Zusammenhalt. Dabei ist es unabdinglich, dass auch wirklich alle mitziehen und keiner nur deshalb mitmacht, weil er eben muss. Sonst wird der sonntägliche Ausflug schnell zum Spießrutenlauf. Von Familienidylle fehlt dann bald jede Spur.

Eine Sportart, die für alle Generationen bestens geeignet ist, stellt das Wandern dar. Während die Enkel auf Burgruinen und Waldspielplätzen ihren Spaß haben, können Eltern und Großeltern die unberührte Natur genießen.

Probleme mit Teenies

Bevor man sich jedoch begeistert eine Wanderkarte zulegt, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Teenager sich allerhand Besseres vorstellen können, als mit den nervigen Geschwistern und den Großeltern durch den Wald zu trotten. Zwingt man Kinder in diesem Alter zu für sie langweiligen Familienaktivitäten, macht man mehr kaputt, als dass man zusammenschweißt.

Teenies werden dankbar sein, wenn sie an einem Wandersonntag einfach einmal alleine zuhause bleiben dürfen. Für die Eltern-Kind-Bindung eignet sich in diesem Alter eher ein DVD-Abend oder eine Shopping-Tour.

Wandern mit Kleinkindern

Zwei Kinder mit Rucksäcken wandern auf einem mit Fußabdruck am Baum ausgeschilderten Barfußpfad
Zwei Kinder mit Rucksäcken wandern auf einem mit Fußabdruck am Baum ausgeschilderten Barfußpfad

Kleinere Kinder sind jedoch Feuer und Flamme für das Wandern, sofern man es ihnen nur richtig verkauft. Auch ein Sechsjähriger hat keine Lust an einem stundenlangen Waldlauf; stellt man ihm jedoch ein spannendes Felsenlabyrinth oder die Besichtigung einer Geisterburg in Aussicht, so wird er ohne zu meckern mit Eltern und Großeltern mitziehen. Man sollte deshalb bei der Wahl des richtigen Wandergebiets immer darauf achten, dass sich auf dem Weg etwas befindet, was den Kindern wirklich Freude bereitet.

Wandern mit Senioren

So sehr der Nachwuchs auf Action steht, so sehr wünschen sich Oma und Opa meist einen geruhsamen Spaziergang vor einer schönen Naturkulisse. Das perfekte Familienwandergebiet liegt daher auch landschaftlich sehr schön und führt größtenteils über sonnige Hänge und Wiesen. Viele ältere Menschen haben Probleme mit dem nass-kalten Waldklima, weshalb man sich während des Ausflugs lieber nicht so lange auf derartigen Wanderwegen aufhalten sollte.

Das passende Relief

Zu guter Letzt ist es auch wichtig, auf das Relief des jeweiligen Wandergebiets zu achten. Sind während einer Wanderung zu viele Höhenmeter zu überwinden, so werden weder der Nachwuchs, noch die Großeltern auf ihre Kosten kommen. Oma und Opa werden dann unter Umständen von ihren Gelenken geplagt, wogegen die Kinder vor lauter Anstrengung bald das Interesse am eigentlichen Ziel verlieren. Als Erwachsener vergisst man schnell, dass die Kleinen zwei Schritte machen müssen, wenn man selbst nur einen zu machen braucht.

Ideale Wandergebiete für Wander-Neulinge

Wandern erfreut sich in den letzten Jahren immer stärkerer Beliebtheit. Nach einer Phase, während derer der Sport als absolut out betrachtet wurde, ist das Freizeitvergnügen heute wieder voll im Kommen.

Leider sind viele Interessierte der Ansicht, dass man Wandern mit einem extralangen Spaziergang vergleichen könnte. Wer sich mit dieser Einstellung auf den Weg macht, gefährdet nicht nur seine Freude am Wandern, sondern auch die eigene Gesundheit.

Wanderneulinge sollten sich darüber im Klaren sein, dass Wandern nicht unbedingt einfach ist, nur weil man dabei nicht von Null auf Hundert lospowert, wie zum Beispiel beim Joggen. Beim Wandern kommt es viel mehr auf Ausdauer und Kondition an, wobei aber auch Stressresistenz eine große Rolle spielt. Wer bereits nach einem Kilometer ohne Wegweiser die Nerven verliert, sollte vielleicht doch lieber beim Abendspaziergang im Park bleiben.

Wanderroute dem Leistungslevel anpassen

Das richtige Wandergebiete für Anfänger muss möglichst so beschaffen sein, dass es den Wanderer zwar an seine Grenzen treibt, ihn jedoch niemals überfordert. Ein zu leichter Weg lässt Langeweile aufkommen, während eine sehr komplizierte Route höchstwahrscheinlich dazu führt, dass die Wanderschuhe für immer im Keller verbannt werden.

Markierte Wege wählen

Als Neuling sucht man sich daher am besten ein Gebiet aus, dass sehr gut gepflegt ist. Das bedeutet nicht nur saubere und gut markierte Wege, sondern auch eine große Auswahl an verschiedenen Routen. So kann man mit einer mittleren Strecke beginnen und bei Bedarf auf eine kürzere Route ausweichen beziehungsweise bei entsprechenden Kraftreserven doch noch einen Bogen anhängen.

Abwechslungsreiche Strecke

Ein empfehlenswertes Wandergebiet hat aber auch landschaftlich viel zu bieten. Abwechslungsreiche Naturkulissen sorgen dafür, dass der Wanderneuling sich nicht langweilt und lernt, sich für den Aufenthalt an der frischen Luft zu begeistern.

Dazu gehört auch, dass ein deftiges Mittagessen nach einem langen Marsch um einiges besser schmeckt. Landgasthöfe gehören daher zu jedem guten Wandergebiet.

Wandern im Urlaub

Manche Menschen können sich besser für das Wandern begeistern, wenn sie im Urlaub damit anfangen. Hier hat man einfach mehr Ruhe und außerdem die Aussicht auf einen heißen Whirlpool bei der Rückkehr zum Hotel.

Tannheimertal und Kleinwalsertal in Tirol

In Tirol bietet sich zum Beispiel das Tannheimertal an. Hier gibt es nicht nur zahlreiche Wanderrouten, sondern auch allerhand andere Attraktionen, die einen Wanderurlaub erst so richtig perfekt machen. Auch das Kleinwalsertal oder das Gebiet um Saalbach-Hinterglemm herum bieten gute Möglichkeiten für Wanderneulinge.

Mittelgebirge in Deutschland

Wer nicht extra in den Urlaub fahren möchte, findet auch in den deutschen Mittelgebirgen jede Menge interessante Wandergebiete, die selbst für Anfänger gut zu schaffen sind.

Wanderschuh im Vordergrund, Wanderer auf Weg mit Bergpanorama im Hintergrund
Wanderschuh im Vordergrund, Wanderer auf Weg mit Bergpanorama im Hintergrund

Im Folgenden haben wir noch weitere schöne Wandergebiete für Sie zusammengestellt...

Lohnenswerte Wandergebiete

Deutschlandweit, aber natürlich auch darüber hinaus gibt es unzählige empfehlenswerte Wandergebiete. Es folgt eine kleine Auswahl.

Bezaubernde Wandergebiete in Bayern

Bayern nimmt seit jeher eine ganz besondere Stellung in Deutschland ein. Fragt man Touristen aus anderen Ländern, was sie mit der Bundesrepublik verbinden, so kommt häufig eine Antwort wie "Sauerkraut, Lederhosen und die Wiesn".

Dass das Größte aller Bundesländer auch zurecht so berühmt ist, kann man an vielerlei Dingen erkennen. Die wundervolle Natur mit den zahlreichen Wandermöglichkeiten ist nur eines davon.

Das Berchtesgadener Land

Rund um Berchtesgaden befindet sich ein Wandergebiet, dass für alle Altersklassen und Niveaus geeignet ist. Den Königssee entlang gibt es zahlreiche Spazierwege, die auch für ältere Wanderfans und Anfänger gut geeignet sind.

Wer hoch hinaus will, findet im Watzmann bestimmt eine Herausforderung. Der Aufstieg ist nur etwas für erfahrene und trainierte Wanderer, die viel Ausdauer und Können mitbringen.

Aufgrund seiner Beliebtheit als Urlaubsort ist das Berchtesgadener Land ein Paradebeispiel für ein gutes Wandergebiet. Die Wege sind nicht nur top in Schuss, sondern auch bestens ausgeschildert, so dass man nicht an jeder Abzweigung auf die Wanderkarte schauen muss.

Der große Nachteil an dieser großen Popularität ist jedoch, dass man in der Hochsaison so gut wie nie alleine auf den zahlreichen Wegen ist. Selbst die schwierigen Touren sind gut besucht, so dass Idylle und Einswerden mit der Natur ein wenig zu kurz kommen.

Die Zugspitzregion

Auch die Zugspitzregion besticht vor allem mit ihrer Vielseitigkeit. Wer sich hinauf auf den Gipfel wagt, sollte nicht vor der einen oder anderen Kletterpartie zurückschrecken und darüber hinaus auch gut ausgerüstet sein.

Wie man häufig im TV sehen kann, ist die Zugspitze prädestiniert für extreme Wetterlagen, so dass es keine Seltenheit ist, bei Sonnenschein im Tal loszugehen und auf dem Gipfel den ersten Schneeflocken zu begegnen. Rund um Garmisch-Patenkirchen gibt es jedoch auch genug Wanderwege, die zu gemütlichen Tagesausflügen einladen. Wer mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen unterwegs ist, erkundigt sich am besten beim Fremdenverkehrsamt, welche Wege für die entsprechenden Gefährte geeignet sind.

Das Fichtelgebirge

Wanderfreunde brauchen sich jedoch nicht auf Oberbayern zu beschränken. Auch im Norden Bayerns findet man schöne Wandergebiete, die immer einen Besuch wert sind.

Das Fichtelgebirge lockt beispielsweise mit zahlreichen niedrigeren Gipfeln, die auch für Kinder schon gut zu schaffen sind. Obwohl der Anspruch an die Fähigkeiten des Wanderers nicht besonders groß sind, kann das Fichtelgebirge mit seinen ganz besonderen Sehenswürdigkeiten glänzen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug in das Felsenlabyrinth bei Wunsiedel oder einer Partie Kartenspiel auf dem sagenumwobenen Teufelstisch auf dem Waldstein?

Wanderweg in den Bergen, Berg-Wander-Pfad
Wanderweg in den Bergen, Berg-Wander-Pfad

Wandern in den Allgäuer Alpen

Die Allgäuer Alpen sind attraktiv für Wanderer und Naturliebhaber. Das Grenzgebirge zwischen Deutschland und Österreich beeindruckt mit abwechslungsreichen Landschaften.

Die Allgäuer Alpen gehören zu den Nördlichen Kalkalpen. Die rund 600 Gipfel sind zwischen 1.063m und 2.657m hoch. Das markante Gebirge verläuft entlang der deutsch-österreichischen Grenze, wobei sich ein großer Teil der Region auf bayerischem Gebiet befindet.

Besonderheiten der Allgäuer Alpen

Zu den Besonderheiten der Allgäuer Alpen gehören die steilen Grasberge aus Liasgestein, die bis 2.000m Höhe erreichen und in keinem anderen Teil der europäischen Alpen so zahlreich vorhanden sind. Diese Berge sind durch ihre Neigung von bis zu 70 Prozent besonders markant.

Berühmt sind die zahlreichen, gut vernetzten Höhenwege, die Wanderer aus ganz Europa anziehen. Bei der Planung aller Touren sollten Wanderer die Tipps von erfahrenen Bergführern oder den örtlichen Informationsstellen beachten und die Etappen entsprechend der körperlichen Verfassung zusammenstellen.

Da es in den Allgäuer Alpen sehr häufig zu Wetterumschwüngen kommt und überdurchschnittlich viel Regen oder Schnee fällt, ist passende Wetterschutzkleidung wichtig. Auch Wasser und Proviant sollten als "Wandergewicht" in die Planung der Strecken mit aufgenommen werden.

Fernwanderwege und Pilgerstrecken

In den Allgäuer Alpen befinden sich einige beliebte Wandergebiete. Auch Fernstrecken, wie z.B. der europäische Fernwanderweg E4 und verschiedene Routen der Via Alpina durchqueren an unterschiedlichen Abschnitten das Massiv.

Wer die Allgäuer Alpen einmal ganz durchwandern möchte, kann dies auf 10 Tagesetappen tun. Ein sehr empfehlenswerter Wanderweg ist der "Oberallgäuer Rundwanderweg" im nördlichen Teil des Gebirges. Im Tiroler Teil der Allgäuer Alpen können Pilger auf drei Etappen des Jakobswegs über den

  • Fernpass
  • Gaichtpass und
  • Jochpass

wandern und dabei alte Pilger- und Handelswege wiederentdecken.

Alpinwandern

Ein besonderes Merkmal der Allgäuer Alpen sind die unterschiedlichen Höhenwanderwege, die mehrere Hütten miteinander verbinden. Wanderer können auf diesen gut markierten Wegenetzen bis zu 10 Tage lang gehen, ohne ins Tal herabsteigen zu müssen.

Der Großteil der insgesamt 24 Berghütten ist nur über Wanderwege erreichbar. Neben bewirtschafteten Sommerhütten finden sich in diesem Areal viele ganzjährig geöffnete Hütten für Selbstversorger. Neben dem Netz aus anspruchsvollen Höhenwanderwegen befinden sich in anderen Regionen des Gebirges viele kürzere, gut ausgebaute alpine Wanderwege, auf denen auch Familien mit Kindern oder Senioren Tageswanderungen unternehmen können.

Vier Wanderer schwer bepackt in den Bergen, im Hintergrund graue Berggipfel
Vier Wanderer schwer bepackt in den Bergen, im Hintergrund graue Berggipfel

Talwandern

Die Täler in den Allgäuer Alpen beeindrucken durch

  • abwechslungsreiche Landschaften
  • gemütliche Spaziergänge und
  • leichte Wanderungen über Wiesen, durch lichte Wälder und entlang an Bächen.

Klare Badeseen laden zur Rast und zum Schwimmen ein. In den Tälern finden Wanderer gute gastronomische und kulturelle Angebote.

Auch Österreich bietet traumhafte Wandergebiete...

Wandern auf dem Salzburger Almenweg

Der Salzburger Almenweg gehört zu den schönsten Sommerwanderwegen in Österreich. Die gastliche Region überzeugt mit abwechslungsreichen Landschaften, intakter Natur und klassischen Spezialitäten.

Der Salzburger Almenweg zieht sich über 350 km durch die malerischen Pongauer Alpen. Entlang der Teilstrecken stehen rund 120 bewirtschaftete Almen, die das Wandern zum Genuss für Körper und Seele machen. Neben

  • Themenwegen
  • atemberaubenden Kletterwänden und
  • Mountainbike-Strecken

wird auf dem Salzburger Almenweg auch das so genannte "Seilbahnwandern" angeboten. Jede Region in dieser grandiosen Berg- und Tallandschaft überrascht mit ganz besonderen Strecken und Sehenswürdigkeiten.

Die Region Gastein

Die Wanderwege in der Region Gastein führen zu 40 bewirtschafteten Almen auf Höhen von 1.200 bis 1.800 Metern. Die gut ausgebauten Wege sind auch für Kinder und Senioren geeignet.

In den Almen werden Brotzeiten und Übernachtung angeboten. Eine Attraktion ist das "Schaukasen" der Sennerinnen.

Das Großarltal

Das weitläufige Großarltal liegt im Nationalpark "Hohe Tauern" im südlichen Bereich des Salzburger Landes. Besonders interessant sind die knapp 80km Mountainbike-Strecken, die auch hohen Ansprüchen genügen. Das "Tal der 40 Almen" bietet auf insgesamt 250km gut erschlossene Wanderwege - u.a. einen Kammwanderweg auf 1.800m Höhe - die mit dem "Wandertaxi" oder Bergbahnen gut erreichbar sind.

Das Wandergebiet "Hochkönig"

Die Region um Hochkönig (2.942 Meter), Hundstein (2.117 Meter) und Hochkeil (1.782 Meter) ist nicht nur bei Wintersportlern beliebt, sondern bietet mehr als 500km Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsgrade. Die historische "Via Ferrata" kreuzt das Gebiet ebenso wie der bekannte Weitwanderweg "Arnoweg".

Der Königsjodler gehört zu den anspruchsvollsten hochalpinen Klettersteigen Österreichs. Im Zentrum der Region Hochkönig liegen die malerischen Orte Mühlbach am Hochkönig und Bischofshofen.

Das Tennengebirge

Das Tennengebirge mit den Hauptgipfeln "Rauchegg" und "Bleikogel" erreicht Höhen bis 2.400 Meter und ist besonders bei Bergwanderern beliebt. Die Region schließt sich an das Wandergebiet "Hochkönig" an. Im südlichen Bereich befinden sich mehrere Klettersteige.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehören zahlreiche Höhlen, u.a.

  • die "Eisriesenwelt" bei Werfen
  • die Eiskoglhöhle und
  • das "Schneeloch" auf der Kuchelbergalm.

Einen Besuch ist auch die historische Burg Hohenwerfen wert. Dort werden mittelalterliche Ritteressen und Schauvorführungen mit Greifvögeln veranstaltet.

Die Salzburger Sonnenterrasse

Einen malerischen Kontrast zu den Gebirgsstrecken auf dem Salzburger Almenweg bietet die Salzburger Sonnenterrasse. Sanfte Landschaften mit

  • Wiesen
  • Seen und
  • alten Wäldern

laden zum Radfahren, Nordic Walking oder langen Spaziergängen ein. Zwischen den kleinen Orten Goldegg, Schwarzach und St. Veit verkehrt regelmäßig ein Wanderbus. In dieser Region befinden sich auch gepflegte Golfplätze.

Die Landschaft der Wachau - eine der schönsten Weitwanderrouten Österreichs

Die Wachau gehört zu den schönsten Landschaften im Osten Österreichs. Das Donautal mit seinem reichen Kulturerbe und der abwechslungsreichen Landschaft lädt vor allem Genusswanderer ein.

Die Wachau ist eine Landschaft in Niederösterreich. Sie erstreckt sich auf einer Länge von rund 30 km zwischen den Ortschaften Melk und Krems. Im Norden wird die Wachau vom Waldviertel begrenzt und im Süden vom Mostviertel.

Die Hauptstadt Wien befindet sich nur rund 90 km östlich der Region, deshalb ist die Wachau ein beliebtes Ziel für Tagesgäste. Neben vielen lokalen Veranstaltungen in den Gemeinden der Wachau ziehen

  • der "Wachauer Weinfrühling"
  • die Weinlese
  • der "Marillenkirtag" und
  • der "Wachau Marathon"

viele Besucher an. Die faszinierende Naturlandschaft der Wachau ist von der Donau, dem 960m hohen Jauerling, sanften Hügeln und dichten Wäldern geprägt. Seit Jahrhunderten wird hier Wein- und Obstbau betrieben, sodass viele Wanderwege durch historische Weingärten, die so genannten "Kellergassen" - und zauberhafte Obstplantagen führen.

Genuss- und Kulturwanderungen in der Wachau

Unter dem Motto "Genusswandern an der Donau" können Besucher auf verschiedenen Etappen oder speziellen Themenwegen die Region kennenlernen: Schlösser, Klöster und die Gemeinden am Donau-Ufer laden zum Verweilen ein.

Zu den schönsten Naturpfaden gehört der "Wachauer Marillenweg", der auf einer Länge von 5km durch Marillenplantagen und Weingärten führt. Der Panoramaweg "Spitzer Graben" verläuft zwischen den Orten Spitz und Oberanna. Er bietet einen sehr schönen Ausblick auf das Hinterland der Donau und den Spitzerbach.

Weitwanderweg "Welterbesteig Wachau"

Die historische Kulturlandschaft der Wachau wurde im Jahr 2000 in die Listen des UNESCO-Weltkultur- und Naturerbes aufgenommen. Der Weitwanderweg führt auf einer Länge von 180km durch die gesamte Wachau Landschaft.

Auf 14 Etappen können die Wanderer die 13 Gemeinden der Region kennenlernen, den Naturpark Jauerling durchstreifen und rund 20 Schlösser, Burgruinen oder Klöster besuchen. Die sanfte Hügellandschaft bietet Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, sodass sowohl erfahrene Wanderer als auch Familien mit Kindern auf den Wegen wandern.

Die Wanderwege sind sowohl auf klassischen Wanderkarten als interaktiven Karten vermerkt. Durch moderne GPS Daten können während der Wanderung verschiedene Informationen über Sehenswürdigkeiten, Herbergen usw. abgerufen werden.

Weitwandertouren in der Steiermark

Die Steiermark an der Grenze zu Slowenien gilt als das südliche "Bergland" Österreichs. Sie beeindruckt mit einer abwechslungsreichen Landschaft, die in sieben Naturparks und einem Nationalpark sorgsam geschützt wird.

Im Norden, in der Obersteiermark, erheben sich unterschiedliche Gebirgsplateaus und Dachstein, Gesäuse oder Stuhleck lädt zu ausgedehnten Bergwanderungen ein. Im Osten erstreckt sich das oststeirische Hügelland mit vielen Wanderwegen für Familien und zahlreichen Thermen, deren Heilwasser für wohltuende Entspannung der Muskeln nach langen Wandertagen sorgt.

Im Süden liegt die Flusslandschaft der Murr. Alte Kultur- und Handelswege führen durch schattige Wälder und lichte Weinberge.

Die Vielzahl von unterschiedlichen Tagesetappen auf den "großen" Wegen ermöglicht den Urlaubern die Zusammenstellung der perfekten Route. Tourist-Informationen in den Gemeinden, virtuelle Wanderkarten oder Gastgeber vor Ort geben nützliche Tipps für Wanderer.

Internationale Weitwanderwege durch die Steiermark

Durch die Region führen mehrere europäische Weitwanderwege. Zu den bekanntesten und längsten Wanderwegen gehört die 5.000km lange "Via Alpina". Der historische Wanderweg von Triest nach Monaco führt in der Steiermark auf 221km Länge und in 11 Tagestappen von Soboth nach Spital am Pyhrn.

Der "Schladminger Tauern Höhenweg" ist ein beliebtes Teilstück auf dem Zentralalpenweg 02. Sieben Tagesetappen führen die Wanderer zu gastlichen Hütten, durch Wildbäche, Geröllfelder und zu Wasserfällen.

Der alpine Wanderweg "Alpannonia" führt - von Kärnten aus kommend - über eine Länge von 120km und regionale Rundwege bis in den ungarischen Ort KSZE. Die sechs Tagesetappen sind auch für Anfänger geeignet.

Regionale Weitwanderwege in der Steiermark

Rund um den Dachstein ziehen sich zahlreiche Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Der 177km lange "Dachstein Rundwanderweg" eignet sich für erfahrene Bergwanderer. Auf den acht Tagesetappen erleben die Wanderer das atemberaubende Panorama des Hochgebirges, das Salzkammergut und den Gosausee.

Ein empfehlenswerter Wanderweg für Bergsteiger und Kletterer ist der "Gesäuse Hüttenwanderweg". Dieser Alpenweg führt auf 2.000 Meter und über 120km durch die Enns-Salza-Region.

Der "Dachstein Panoramaweg 100" führt entlang der Enns-Ufer zu verschiedenen Bauernhöfen und über Hochwiesen. Der Rundweg hat eine Länge von 116km und eignet sich sehr gut für Familien, Senioren oder Genusswanderer. Viele Vermieter bieten einen Gepäcktransport-Service an.

Entlang der Grenze zu Kärnten verläuft der 75km lange "Koralun Kristall Trail", ein kulturhistorischer Wanderweg, der die Besucher mit der Tradition der Waldglashütten bekanntmacht. Auf den weitläufigen Weiden können Kühe und Lipizzaner beobachtete werden. Im August finden mehrere Almfeste entlang der Wanderrouten statt. Der Weg endet am Weinbaugebiet "Schilcher Land" nahe Soboth.

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Quellenangaben
  • steigerwald7 © WernerHilpert - www.fotolia.de
  • Rast am See © Konstanze Gruber - www.fotolia.de
  • Chaussure de marche © richard villalon - www.fotolia.de
  • Amazing view of touristic trail near the Matterhorn in the Alps © jahmaica - www.fotolia.de
  • path in mountains © kaycco - www.fotolia.de
  • hiking in the mountains © andreusK - www.fotolia.de
  • Barfuß auf dem Waldweg © lagom - www.fotolia.de

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