Die Bisoziation

Unter Bisoziation versteht man die kreative Verknüpfung von Begriffen, Vorstellungen oder Bildern. Auf diese Weise soll die Routine beim Denken durchbrochen werden.

Mädchen mit Brille, Stift und orangem Pullover grübelt über einer Aufgabe

Eingeführt wurde der Begriff Bisoziaton, der sich an das Wort Assoziation anlehnt, von dem Schriftsteller Arthur Koestler (1905-1983). In der heutigen Zeit zählt die Bisoziation zu den Grundbegriffen der Kreativitätsforschung.

Assoziation und Bisoziation

Der Mensch hat die Eigenschaft, in Assoziationen zu denken. Auf diese Weise entstehen Verknüpfungen von Gedanken und Ideen. Durch einen einzelnen Gedanken können wiederum zahlreiche weitere Gedanken entstehen. Jeder Mensch nimmt seine Umwelt auf eigene Weise wahr, was zu individuellen Assoziationen führt.

Beim Assoziieren verwendet man Begriffe, die bereits im Gedächtnis gespeichert und daher bekannt sind. Ganz anders ist dies bei der Bisoziation. Dabei entsteht ein neuer Gedankengang aus Begriffen, die so unterschiedlich sind, dass scheinbar kein Zusammenhang zwischen ihnen besteht. Dieses unkonventionelle Denken ermöglicht es, zu neuen Ideen zu gelangen.

Der Mensch hat häufig das Problem, immer nach dem gleichen Muster zu denken, obwohl es ihm durchaus möglich wäre, auch andere Denkweisen einzunehmen, was jedoch meist aus Bequemlichkeit oder Mangel an Wissen unterbleibt. Mithilfe der Bisoziation kann der Mensch aus seinen üblichen Gedankenmustern ausbrechen und dadurch zu neuen Einfällen gelangen.

Anwendung der Bisoziation

Angeregt durch Arthur Koestlers Gedankengänge hat die Kreativitätsforschung Vorschläge zur praktischen Anwendung der Bisoziation ausgearbeitet. Dabei bringt die Methode ganz gezielt Begriffe und Dinge zusammen, obwohl diese nach dem rationalen Denken überhaupt nicht zueinander passen.

Eine Möglichkeit, die Bisoziation anzuwenden, ist das Zusammenlegen von fünf Bildern, die mit der eigentlichen Thematik oder Problematik eigentlich gar nichts zu tun haben. Denkt man jedoch einige Zeit über mögliche Zusammenhänge oder Gemeinsamkeiten nach, kommt man schließlich zu neuen Ideen.

Eine weitere Möglichkeit ist das Aufschreiben von Schlüsselwörtern zu unterschiedlichen Themengebieten. Anschließend versucht man, die Begriffe mit dem eigentlichen Thema zu verbinden und auf diese Weise zu neuen Gedanken oder Ideen zu kommen.

Am Anfang mag diese Methode ungewohnt sein, doch je länger man sie anwendet, desto geübter wird man mit der Zeit.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: kind beim lernen © Ramona Heim - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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