Mobbing - Formen, Merkmale, Folgen, Gegenmaßnahmen

Frauen in schwarzen Oberteilen, 1 blickt in die Kamera, 2 stehen hinten, 1 flüstert der anderen ins Ohr

Wissenswerte Informationen rund um das Mobben

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  • von Paradisi-Redaktion

Zwischenmenschliche Probleme am Arbeitsplatz sind keine Seltenheit. In einigen Fällen kann daraus Mobbing entstehen; dabei wird eine Person von einer anderen - oder mehreren - einem regelrechten Psychoterror ausgesetzt, was mit ernsthaften Folgen einhergehen kann. Lesen Sie hier, welche Formen von Mobbing es gibt, wie es sich äußert und mit welchen Folgen man diesbezüglich rechnen muss. Erfahren Sie außerdem, welche Gegenmaßnahmen helfen können, um sich vor Mobbing zu schützen.

Mobbing - eine Definition

Unter Mobbing oder auch Mobben versteht man das ständige bzw. widerholte und regelmäßige Schikanieren, Quälten und seelische Verletzen einer anderen Person. Dabei kann es sich beispielsweise um Kritik, Drohnungen, Verbreitung falscher Tatsachen oder Spott handeln - eine typische Verhaltensweise gibt es nicht.

Mobbing beginnt in der Regel mit einem Konflikt. Wenn es hier keine Lösung zu geben scheint oder sich keine Seite um eine Einigung bemüht, kann das dem Psychoterror die Pforten aufstoßen.

Die Beteiligten versuchen der Person, die zur Zielscheibe geworden ist, durch Handlungen, feindselige Kommunikation und Gerüchte zu schaden. Innerhalb von wenigen Wochen kann so aus einer beispielsweise zuvor angesehenen Kollegin eine absolute Außenseiterin werden, die von jedem gemieden wird.

Formen

Mobbing kann sich in unterschiedlichen Bereichen abspielen. Im engeren Sinn wird das Mobben mit der Berufswelt in Verbindung gebracht; dabei kann das Mobbing am Arbeitsplatz sowohl von anderen Kollegen, als auch vom Chef in Form des Bossings erfolgen.

Im Prinzip jedoch kann es jede Altersgruppe in sämtlichen Situationen, in denen sich mehrere Personen auf engerem Raum befinden und miteinander auskommen müssen, treffen, ob nun an der Schule, im Sportverein oder im Altersheim. Und in allen Bereichen kann es zu schwerwiegenden Folgen kommen.

Sind Kinder betroffen, müssen Eltern und Lehrer handeln, und zwar möglichst schnell. Mit diesem Thema befassen wir uns hier.

Zudem gibt es eine besondere Form des Mobbings, und zwar das Cyber-Mobbing oder auch Internet-Mobbing. In diesem Fall nutzen die Mobbenden das Internet oder das Mobiltelefon für ihre Angriffe. Über die typischen Merkmale und mögliche Gegenmaßnahmen können Sie sich hier informieren.

In diesem Artikel widmen wir uns dem Mobbing am Arbeitsplatz.

Ursachen

Zweck des Mobbings ist es, das Opfer aus der Firma zu vertreiben, indem man es systematisch ausgrenzt. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Mögliche Auslöser können Konkurrenzangst oder Neid sein. Manchmal wird auch nur ein Sündenbock gebraucht.

Der eigentliche Auslöser kann dabei mit der Zeit völlig in den Hintergrund treten - längst ist aus der sachlichen Auseinandersetzung ein persönlicher Krieg geworden. In anderen Fällen kann Mobbing aus Langeweile oder Missgunst erwachsen - das Ziel bzw. der Zweck der offenen Feindschaft unterscheidet sich dabei nicht. Die Ausgrenzung oder Vertreibung des Opfers ist häufig Zweck der Angriffe.

Oftmals spielt aber auch das Betriebsklima der Firma eine Rolle. So ist Mobbing besonders in Unternehmen verbreitet, in denen starker Leistungsdruck und schlechte Organisation herrschen.

Detailliertere Informationen zu den möglichen Ursachen des Mobbings erhalten Sie hier. Damit man gegen Mobbing vorgehen kann, muss man zunächst einmal erkennen, dass man gemobbt wird.

Besonders Lehrlinge von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen

Zwei Lehrlinge neben ihrem Ausbilder an einer Maschine, alle tragen Schutzbrillen
Jugendliche und Meister bei der Berufsausbildung © industrieblick - www.fotolia.de

In Zeiten der Wirtschaftskrise werden nicht nur die Jobs rar, sondern auch die Ausbildungsplätze. In Krisezeiten kommt es an unzähligen Arbeitsplätzen immer häufiger zu Mobbing und vor allem Lehrlinge müssen unter den Schikanen anderer Mitarbeiter leiden, denn sie sind das offiziell schwächste Glied in der Kette.

Die höchste Mobbingquote findet sich mit 3,7 Prozent bei den unter 25-Jährigen, denn ältere Kollegen fühlen sich oft von der jüngeren Konkurrenz bedroht und greifen zu unsportlichen Methoden. Azubis sind in der Zwickmühle, sie haben oft keine andere Wahl, als die Schikanen zu ertragen, denn keiner möchte seinen Arbeitsplatz verlieren. So werden sie oft systematisch schlechtgemacht und ausgegrenzt. Mitarbeiter lassen sie gezielt auflaufen, um von ihren eigenen Unzulänglichkeiten ablenkend, in besserem Licht zu erscheinen. Doch auch unter den Azubis ist der Konkurrenzkampf groß und die Mobbingfälle sind zahlreich, da nicht jeder übernommen werden kann.

Mobbing gegen ältere Arbeitnehmer besonders häufig in Großbetrieben

Das immer höhere Renteneintrittsalter fördert Mobbing der Älteren in Großbetrieben

Älterer Mann sitzt vor Computer und macht mürrisches Gesicht
Old Guy at computer grimacing © Dave - www.fotolia.de

Wie soll das eigentlich weitergehen, Rente mit 67 oder gar 69, wenn schon heute die gemeinsame Arbeit zwischen Jung und Alt häufig zum Mobbing gegen die Alten führt? Besonders sind hier die Männer betroffen. Aber dies ist mehr in größeren Betrieben als in kleinen Unternehmen der Fall, wie eine Umfrage durch die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) im Jahr 2010 ergab.

An der Umfrage hatten sich 2.000 Personen aus verschieden großen Unternehmen beteiligt. Besonders jüngere männliche Mitarbeiter in der Altersgruppe zwischen zwanzig und vierzig Jahren haben die meisten Probleme mit den älteren Kollegen, bei den Frauen ist dies seltener der Fall. Hauptsächlich liegt das Problem jedoch bei den Abteilungsleitern, die für die gute Zusammenarbeit verantwortlich sind.

Unterschiedliche Stärken nutzen

Auch sollte man offen über die Veränderungen der Leistungsfähigkeit der älteren Mitarbeiter sprechen, so können vielleicht diese nicht ganz so schnell mit der Computer-Maus umgehen, wie eben die Jüngeren. Dafür besitzen sie jedoch meistens mehr Erfahrung bei der Lösung von betrieblichen Aufgaben. Auf keinen Fall darf es soweit kommen, dass Ältere diskriminiert werden, denn daraus können bei den Betroffenen gesundheitliche Probleme entstehen.

Gesundheitsstudie belegt: 20 Prozent aller Erwachsen sind Opfer psychischer Gewalt

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tritsch tratsch klatsch 2 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Schon längst ist es allgemein anerkannt, dass es nicht nur körperliche Gewalt gibt, sondern auch seelische Misshandlung. Diese psychische Gewalt hinterlässt bei den Opfern ebenso ihre Spuren, auch wenn man diese nicht auf dem Körper sehen kann. Doch genau dieser Fakt macht es häufig schwer, die Opfer überhaupt als solche zu erkennen, denn viele Schweigen unter der Gewalt und wollen sich nach außen hin nichts anmerken lassen.

Die Gesundheitsstudie DEGS wollte es daher einmal genauer wissen und führte eine Umfrage durch. Man konnte insgesamt auf die Mitarbeit von 5.939 Probanden bauen, die alle zwischen 18 Jahren und 64 Jahren alt waren. Es wurden sowohl Männer als auch Frauen befragt und man versicherte ihnen natürlich Anonymität zu. Auf die Frage, ob sie in den vergangenen zwölf Monaten psychische Gewalt gegen ihre Person erleben mussten, antworteten 20 Prozent mit einem Ja.

Das bedeutet, dass jeder Fünfte tatsächlich das Opfer von seelischem Missbrauch gewesen war. Allerdings gab auch jeder Zehnte an, dass er oder sie selbst mit dieser Gewalt gegen einen Mitmenschen vorgegangen war. Die Zahl der körperlichen Gewaltopfer war dagegen kleiner. Hier gab nur jeder 20ste Proband an, dass er physisch angegriffen worden war. Als Täter körperlicher Gewalt outete sich drei Prozent.

Die Forscher fragten auch nach dem Ort der seelischen Gewalt und dabei gaben neun Prozent der Männern und der Frauen an, dass sie diese am Arbeitsplatz durch Mitarbeiter oder leitenden Personen erfahren müssen. Zudem zeigte sich, dass die Zahl der Betroffenen vor allen Dingen in jungen Jahren höher ist. Je älter ein Proband war, desto seltener war er das Opfer von Gewalt gewesen.

Merkmale des Mobbings

In fast jeder Firma kommt es hin und wieder zu Streitigkeiten unter Arbeitskollegen oder mit dem Vorgesetzten. Problematisch wird es, wenn aus Streit Mobbing wird.

Mobbing am Arbeitsplatz stellt eine große Belastung für den Betroffenen und das gesamte Betriebsklima dar. Dabei können die Handlungsweisen des Mobbings viele Gesichter haben.

Zunächst einmal gibt es natürlich nicht den klassischen Verlauf, wie sich das Mobbing in Unternehmen abspielt. Stattdessen handelt es sich um zahlreiche Tätigkeiten, welche allerdings einiges gemeinsam haben.

Zum einen stellen diese eine Attacke auf den Gemobbten dar, welcher unter dieser leidet und in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wird. Darüber hinaus vollziehen sich diese Attacken mit einer gewissen Systematik und über einen längeren Zeitraum.

In diesem Zusammenhang unterscheidet man zwischen verschiedenen Handlungsfeldern, welche eine nähere Charakterisierung des Mobbings erlauben.

Um typisches Mobbing handelt es sich, wenn

  • man ignoriert wird
  • Gerüchte über Arbeit und Privatleben die Runde machen
  • Informationen vorenthalten werden
  • einem Fehler unterstellt werden, für die man nichts kann
  • man Arbeiten ausführen muss, die unmöglich zu bewältigen sind
  • Gesprächsversuche nicht beachtet werden, oder
  • man verbal angegriffen und sogar bedroht wird.

Auf lange Sicht hin verfolgen Mobber das Ziel, das Opfer aus dem Unternehmen herauszuekeln. Dabei werden die Betroffenen seelisch verletzt und gequält.

Typische Mobbinhandlungen

Als typische Mobbinghandlungen gelten

  • permanente Kritik an der Arbeit
  • das Zuteilen von sinnlosen Arbeitsaufgaben
  • soziale Isolierung
  • das Verbreiten von falschen Behauptungen und sogar
  • die Androhung von Gewalt.

Mobbing muss sich aber nicht zwangsläufig durch laute und auffällige Handlungen bemerkbar machen. Manchmal geht es auch ganz still und leise vor sich. Durch das Erkennen von bestimmten Merkmalen lässt sich feststellen, ob man zum Opfer einer Mobbing-Attacke wird.

Eine entscheidende Rolle beim Mobbing spielt die Dauer des Vorgangs. So werden Mobbing-Opfer nicht nur gelegentlich, sondern permanent und systematisch direkt oder indirekt attackiert. Wird man zum Beispiel einmal nicht von einem Kollegen gegrüßt, kann es sich dabei um Gedankenlosigkeit oder etwas Ähnliches handeln.

Anders sieht es jedoch aus, wenn dieser Kollege einen ständig ignoriert. Ein solches Verhalten weist auf Mobbing hin.

Im Gegensatz zu normalen Reibereien am Arbeitsplatz wird beim Mobbing stets dieselbe Person benachteiligt. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sämtliche Vorschläge, die man macht, vom Team abgelehnt oder sogar verhöhnt werden.

Kritik, Kontaktverweigerung, Drohungen

Ein typisches Mobbing am Arbeitsplatz kann sich einerseits durch Angriffe auszeichnen, welche den Gemobbten daran hindern, sich mitzuteilen und im Unternehmen einzubringen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die betroffene Person bei Gesprächen ständig unterbrochen oder kritisiert wird. Darüber hinaus können auch eine bloße Kontaktverweigerung oder Formen von Drohungen diese Form des Mobbings darstellen.

Lästern, Spott, Versetzungen

Eine weitere Handlungsform sind Angriffe auf soziale Beziehungen. Bei diesen werden nicht die Handlungsspielräume, sondern die Person selbst verbal attackiert.

Die Formen, wie sich derartige Attacken abspielen können, sind breit gestreut. Beispielsweise wird ständig über einen gelästert, Gerüchte verbreitet oder direkt über eine Schwäche gespottet.

Darüber hinaus kann sich Mobbing aber auch weitaus subtiler abspielen. Dann werden einem Mobbingopfer beispielsweise keine angenehmen oder erstrebenswerten Arbeiten zugeteilt oder Anweisungen hinter dem Rücken revidiert. Daneben kann sich Mobbing aber auch in lächerlichen Imitationen oder Versetzungen widerspiegeln, welche die eigene Person verletzen und sozial isolieren sollen.

Angriff auf die Gesundheit

Die schärfste Form des Mobbings sind zuletzt noch direkte Angriffe auf die Gesundheit. Unterschwellig wäre dies der Arbeitsauftrag, gesundheitsgefährdende Aufgaben zu bewältigen. Offener geht es hingegen schon bei sexuellen Übergriffen und körperlicher Misshandlung zu, welche eine ernstzunehmende Straftat darstellen.

Insgesamt gibt es keine typische Form, wie das Mobbing verläuft. Man sollte aber auf frühe Warnzeichen und fragwürdige Entwicklungen achten. So kann man das Auftreten von Mobbing oftmals bereits im Vorfeld verhindern, wodurch vor allem dem Mobbing Opfer viel Leid erspart bleibt.

Mobbing beginnt zumeist recht klein und scheinbar harmlos

Seelische und Körperliche Folgen auf Dauer gravierend

Trauriger Junge lehnt an Wand, hinter ihm zeigt Junge mit Finger auf ihn und lacht Ärgern Hänseln Mobbing Spott
school bully © godfer - www.fotolia.de

Mobbing ist fies, Mobbing ist hinterhältig, zerstörerisch und beginnt immer ganz klein und harmlos. Tuschelnde Kollegen auf den Fluren und in den Büro- oder Geschäftsräumen, verstummende Gespräche, verschwundene Akten oder auch Gerüchte ohne jeglichen Wahrheitsgehalt, sind die ersten Anzeichen, dass man gemobbt wird.

Wahl des Mobbing-Opfers sehr willkürlich

Warum ausgerechnet eine bestimmte Person in das Kreuzfeuer des Mobbings gerät, ist oftmals kaum nachzuvollziehen, allerdings genügen Kleinigkeiten, um den einen oder anderen lieben Kollegen zum Täter werden zu lassen. So ist schon ein anderer Dialekt, die Hautfarbe, eine andere fachliche Meinung oder einfach ein hoher Beliebtheitsgrad Anlass genug, um bis auf das Blut gestrietzt und diffamiert zu werden.

Krankschreibung und Arbeitsplatzwechsel

Ist das Mobbing schon weit voran geschritten, liegen beim Opfer die Nerven blank und erhält selbiges kein Gehör bei oberen Stellen, bleibt eigentlich nur noch der Weg der Krankschreibung und der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Stillschweigend alles zu "schlucken", ist allerdings der schlechteste Weg, denn das macht auf Dauer nicht nur sehr unmotiviert und ängstlich, sondern seelisch und körperlich krank.

Wann liegt ein Fall von Mobbing vor?

Richter Hammer mit Sockel aus Holz auf weißem Hintergrund
gavel on white background © webdata - www.fotolia.de

Wie das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein jetzt entschieden hat, sind ständige Abmahnungen eines Chefs, auch wenn einige unbegründet sind, kein Fall von "Mobbing". Erst wenn hinter den Abmahnungen bestimmte verwerfliche Absichten stecken, dann wäre dies ein Beweis für "Mobbing", wie die Richter erklärten, doch war dies hierbei nicht der Fall. Doch was war eigentlich geschehen?

Der Chef hatte seinem Mitarbeiter wegen verschiedenen Vorwürfen innerhalb von vier Monaten neun Abmahnungen erteilt, so dass schließlich der Mitarbeiter vor Gericht zog. Doch die Richter stellten sich auf die Seite des Arbeitgebers, der seinen Arbeitnehmer zwar kritisch beobachtete, was ein berechtigtes Interesse darstellt, und dann die Abmahnungen erteilte, ohne dass sich dahinter bestimmte Absichten verbargen, was somit kein "Mobbing" ist.

Ein typischer Fall von Mobbing oder auch Psychoterror am Arbeitsplatz wäre, wenn der Mitarbeiter ständig schikaniert und gequält wird, damit er die Firma verlassen soll.

Mögliche Folgen

Die Betroffenen fühlen sich zunächst unrecht behandelt, reagieren mürrisch oder aggressiv; andere ziehen sich bald zurück und werden sehr still. Letztendlich führt der systematische Psychoterror bei einem Großteil der Opfer zu schwerwiegenden sozialen Störungen und zur totalen Abkapselung von selbst unbeteiligten Kollegen.

Zu den häufigsten psychologischen Beschwerden zählen

Mobbing kann schwere psychische und körperliche Folgen für das Mobbingopfer haben
Mobbing kann schwere psychische und körperliche Folgen für das Mobbingopfer haben

Die klassische Folge sind Krankheiten, welche in jedem fünften Fall mehr als sechs Wochen andauern. Bei den Einschränkungen handelt es sich dabei zumeist um Erkrankungen psychischer Natur.

Daneben dürfte es sich noch um eine Großzahl vorgetäuschter Erkrankungen handeln, welche nur dazu dienen sollen, dem Arbeitsumfeld zu entfliehen. Darüber hinaus drängen viele Betroffene noch auf einen Arbeitsplatzwechsel innerhalb des Betriebes, welcher in vielen Fällen überflüssig wäre.

Neben den persönlichen Folgen entstehen durch Fehlzeiten, Konzentrationsmängel und fehlender Teamgeist negative Folgen für den Betrieb. Aus dem Mitarbeiter ist Problemmitarbeiter geworden - arbeitsrechtliche Konsequenzen lassen nicht lange auf sich warten.

Häufig endet Mobbing mit einem Ausschluss aus dem Arbeitsleben, oder der Betroffene kündigt selbst. Jeder zehnte Gemobbte kündigt allerdings nicht selbst, sondern wird entlassen.

Dies dürfte dann auf die mangelnde Leistungsfähigkeit zurückzuführen sein, welche das Resultat des systematischen Mobbings war. In Extremfällen scheiden Mobbingopfer letztlich auch dauerhaft aus dem Arbeitsleben aus, wobei es zu einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit oder Frührente kommt.

Teilweise leiden sie so stark unter den psychologischen Folgen des Mobbing, dass ein Wiedereinstieg in das Berufsleben nicht möglich ist. Krankschreibungen auf Dauer bis hin zur Erwerbsunfähigkeitsrente sind keine Seltenheit.

Folgen für die Belegschaft

Neben dem Mobbingopfer leidet aber auch die gesamte Belegschaft unter einem solchen Verhalten. Viele Mitarbeiter werden einerseits nervös, da kein positives Arbeitsklima vorherrscht und die Angst besteht, bald selbst Opfer derartiger Attacken zu sein.

Andere Arbeitnehmer sehen sich hingegen wiederum im eigenen Wunsch bestärkt, persönlichen Aggressionen über ein solches Verhalten ein Ventil zu verleihen, weshalb es zu weiteren Übergriffen und Konflikten kommt.

Folgen für das Unternehmen

Letztlich leidet damit nicht nur die Belegschaft, sondern auch der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens unter derartigen Attacken. Dies ist schlicht auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter gesenkt wird und oftmals auch juristische Konflikte geführt werden müssen, welche ebenso eine monetäre Belastung darstellen.

Insgesamt ist Mobbing demnach kein harmloser Konflikt, welcher reinen Gewissens ignoriert werden kann. Stattdessen handelt es sich hierbei um einen Konflikt, welcher im Extremfall die Lebensqualität eines Menschen lebenslang einschränken kann.

Büro: Mobbing mit schlimmeren Auswirkungen auf die Opfer als bei Belästigung

Blonde Frau mit offenen Haaren zeigt drohend auf brünette Frau mit zurückgesteckten Haaren
streitgespräch © Kaarsten - www.fotolia.de

Mobbing am Arbeitsplatz gibt es mindestens genauso lange, wie es sexuelle Belästigung gibt. Doch dass das bewusste Ausgrenzen oder die reine Unhöflichkeit meistens schlimmere Folgen für die Opfer hat, als wenn sie sexuell belästigt werden, ist neu.

Zu dieser Erkenntnis kamen nämlich Forscher der Universitäten von Ontario und Manitoba, die eine Studie zu diesem Thema ausgewertet haben. Sexuelle Entgleisungen würden heutzutage stärker verurteilt, daher seien Unternehmen auch immer mehr dazu bereit, den Opfern zu helfen, so die Forscher.

Mobbing hingegen sei nicht rechtswidrig, sodass nicht wirklich viel dagegen unternommen werden könne. Die Opfer müssen sich selber wehren.

Mobbing am Arbeitsplatz erhöht das Depressionsrisiko

Ein Fuß tritt einen Geschäftsmann mit Aktenkoffer, der weit nach hinten fliegt (Fotomontage)
Black shoe kicking small man © ra2 studio - www.fotolia.de

Innerhalb der EU sind über zwölf Millionen Menschen von Mobbing und Schikanen am Arbeits- oder Ausbildungsplatz betroffen.

Jetzt haben Wissenschaftler der Freien Universität Berlin nachgewiesen, dass das Risiko einer depressiven Erkrankung bei diesen Menschen um über 100 Prozent erhöht ist. Besonders Schlafstörungen, Magenbeschwerden und Niedergeschlagenheit bis hin zu Selbstmordgedanken sind die vorherrschenden Symptome bei Mobbing-Geschädigten.

Um Mobbing zu unterbinden oder gar nicht erst entstehen zu lassen, ist in erster Linie der Vorgesetzte des Opfers und der Täter gefragt. Ein demokratischer Führungsstil, der die Mitarbeiter in Entscheidungen einbindet, ist nach Auffassung der Forscher der wichtigste Faktor in der Mobbing-Prävention.

Mobbing am Arbeitsplatz - Es leidet nicht nur das Opfer

Junge Frau mit langen braunen Haaren und Jeanshemd fasst sich gekränkt an den Kopf, im Hintergrund lästern zwei Kollegen
Bullying victim being criticized at office © Antonioguillem - www.fotolia.de

Wird am Arbeitsplatz ein Kollege gemobbt, dann leidet nicht nur das Opfer, sondern auch das Umfeld. Eine Studie aus Kanada hat ergeben, dass nicht nur das direkt betroffene Opfer leidet, sondern alle in der Abteilung Beschäftigten.

Über die Hälfte der Befragten, die nicht direkt selbst Opfers einer Mobbingattacke waren, eine solche aber bei einem Kollegen miterleben mussten, dachten verstärkt über eine Kündigung nach. Arbeitgeber sollten daher solche Fälle durchaus ernst nehmen, wenn sie vermeiden wollen, dass unter einem Mobbing-Vorfall nicht das Klima und damit auch die Produktivität der Abteilung leidet.

Das Risiko für ernsthafte gesundheitliche Beschwerden wird durch Mobbing erhöht

Junge Frau mit dunkelblonden Haaren und Wollpulli steht vor einer Fensterscheibe voller Regentropfen und guckt traurig
Young girl looking out the window and feeling sad © Paolese - www.fotolia.de

Mobbing im Internet aber auch im realen Leben greift als Phänomen immer mehr um sich. Eine umfangreiche Studie des Crime Victims' Institute an der Sam Houston State University belegt jetzt, dass die Auswirkungen mitunter dramatisch sind. Menschen, die ein Opfer von Mobbing-Attacken werden, hätten neben der Traumatisierung auch langfristig mit einem deutlich verschlechterten Gesundheitszustand zu kämpfen, so Studienleiterin Leana Bouffard.

Untersucht wurden die Erfahrungen von 5000 Jungen und Mädchen, die das erste Mal im Jahr 1997 und dann nochmal 2001 befragt wurden. Sie waren im Alter zwischen 12 und 14 Jahren. Rund 19 Prozent der Befragten gaben in der ersten Runde an, Opfer von Mobbing geworden zu sein.

Später zeigte sich, dass diese Befragten deutlich häufiger mit psychischen aber auch physischen Beschwerden zu kämpfen hatten. Essstörungen, Alkoholmissbrauch, andere psychische Probleme sowie die Anfälligkeit für körperliche Gebrechen kamen deutlich häufiger bei den gemobbten Personen vor. Selbst Krebskrankheiten kamen bei diesen Menschen öfter vor.

Nicht nur Mobbing-Opfer leiden – Auch Täter können schwer zu knabbern haben

Man mag es kaum glauben, laut einer US-Studie leiden nicht nur die Opfer eines Mobbingmissbrauchs. In vielen Fällen sind auch die Täter selbst betroffen.

Das gilt insbesondere dann, wenn die Täter nur Mitläufer sind und aus Gründen der Zugehörigkeit zu den anderen beim Mobbing mitmachen. Solche Menschen leiden dann sehr darunter, wenn sie bemerken, dass es dem Opfer schlecht geht und es sich ausgegrenzt fühlt.

Auch dieses Problem gilt es zu berücksichtigen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen um dem Mobbing ein Ende zu setzen.

Mobbing triggert Herz-Kreislauf-Leiden

Studie über die gesundheitlichen Auswirkungen zeigt einmal mehr, wie gefährlich Mobbing tatsächlich werden kann

Streitgespräch am Schreibtisch im Büro zwischen älterer blonder Dame mit Perlenkette und junger Frau in blauer Bluse
Mobbing © Jeanette Dietl - www.fotolia.de

Für die Psyche ist es eine tägliche Qual, wenn am Arbeitsplatz Mobbing betrieben wird. Doch nicht nur die Seele leidet und das Risiko für Angststörungen und Depressionen steigt: Auch der Körper wird in Mitleidenschaft gezogen. Das belegt eine aktuelle Studie.

Die Untersuchung zum Thema Mobbing wertete die anonymisierten Daten von 7.374 Patientinnen und Patienten aus. Insgesamt waren 67 Prozent weiblich und alle durchschnittlich 38 Jahre alt. Die Betroffenen hatten sich zwischen 2005 und 2014 einem Arzt anvertraut und von Mobbing berichtet.

Gesundheitliche Gefahren durch Mobbing

Um zu vergleichen, wie ihr weiterer, gesundheitlicher Werdegang mit der Allgemeinbevölkerung vergleichbar ist, bildeten die Forscher eine Kontrollgruppe. Diese Männer und Frauen waren im gleichen Alter, hatten ähnliche Vordiagnosen (Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht etc.) und wurden ebenfalls für rund 3,4 Jahre nachbeobachtet. Es zeigte sich, dass Mobbingopfer deutlich häufiger ein Herz-Kreislauf-Leiden entwickelten:

  • Insgesamt hatten 2,9 Prozent ein solches Ereignis,
  • in der Kontrollgruppe lag die Quote mit 1,4 Prozent deutlich darunter.

Rechnet man die Gefahr um, steigt durch Mobbing das Risiko um insgesamt 69 Prozent. Noch deutlicher wird die Gefahr, wenn man nicht das Durchschnittsrisiko für alle Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrachtet, sondern nach einzelnen Ereignissen schaut:

  • Die Gefahr für einen Herzinfarkt steigt durch Mobbing am stärksten und zwar direkt um 203 Prozent.
  • Eine Angina Pectoris (schmerzendes Engegefühl in der Brust) kommt um 88 Prozent häufiger vor,
  • ein Schlaganfall um 56 Prozent.

Psyche und Körper aus dem Takt

Die Studie zeigt damit einmal mehr, dass Mobbing keineswegs ein harmloser Spaß ist. Wer einen anderen Menschen über Monate und gezielt durch Mobbing zusetzt, verletzt die Psyche und auf lange Zeit auch die körperliche Gesundheit der Opfer.

sind daher gefragt, Mobbingopfern zeitnah zu helfen.

Ob man das Unternehmen als Betroffener verlassen soll, stellt für viele eine schwierige Entscheidung dar...

Bleiben oder kündigen? - Entscheidungshilfen, um Kurzschlussreaktionen zu vermeiden

Mobbing am Arbeitsplatz ist für die Betroffenen ein riesiges Problem. Manchmal wird der Druck so groß, dass sie darüber nachdenken, ihren Job zu kündigen. Doch eine neue Stelle zu finden, ist in der heutigen Zeit nicht leicht. Daher ist es wichtig, sich darüber klar zu werden, was man tatsächlich will.

Hilfreich, um die richtige Entscheidung zu treffen, ist ein gegenseitiges Abwägen der Für- und Wider-Argumente. Was spricht dafür zu bleiben und was dagegen? Um dies zu ermitteln, listet man sämtliche Pro- und Contra-Punkte auf einem Blatt Papier auf.

Pro und Contra abwägen

Für einen Verbleib am Arbeitsplatz könnte zum Beispiel die Hoffnung sprechen, das Problem intern lösen zu können. Dagegen wiederum, dass man das üble Vorgehen der Kollegen oder Vorgesetzten nicht vergessen kann. Bei den Pro-Argumenten schreibt man zudem auf, warum man lieber an seinem alten Arbeitsplatz bleiben möchte.

Dazu kann gehören,

  • dass man mit anderen Kollegen klarkommt
  • dass man ohnehin in einigen Jahren in Rente geht
  • dass es schwierig ist, in diesem Beruf einen neuen Arbeitsplatz zu finden, oder
  • dass man Angst vor Veränderungen hat.

Für eine Kündigung könnte sprechen,

  • dass man gesundheitliche Probleme durch das Mobbing hat
  • dass der Mobber ein maßgeblicher Vorgesetzter ist
  • dass bereits eine neue Stelle in Aussicht ist oder
  • dass es keine Hoffnung mehr für eine Lösung des Problems gibt.

Bei der Auflistung sollte jedes Argument sorgfältig geprüft werden. Schließlich zählt man nach, welche Argumente überwiegen.

So schmerzlich Mobbing auch ist, sollte man sich dennoch nicht zu Kurzschlussreaktionen hinreißen lassen. Wenn man verzweifelt ist, neigt man oft dazu, etwas zu tun, was man später vielleicht bereut. Dazu zählt auch eine spontane Kündigung.

Darüber hinaus ist die finanzielle Seite des Problems zu bedenken. Kündigt man nämlich selbst, kann es zu einer drei Monate langen Sperre des Arbeitslosengeldes kommen.

Anstatt eine Kurzschlusshandlung zu begehen, ist es besser, mit einem Angehörigen oder einem guten Freund Kontakt aufzunehmen und mit diesem über das Problem zu sprechen.

Hat man eine Entscheidung getroffen, sollte man den eingeschlagenen Weg konsequent gehen. Das heißt, dass man interne Gespräche sucht, wenn man bleiben möchte, oder man seine Kündigung vorbereitet, wenn man lieber gehen will.

Wer wegen Mobbing kündigt, der sollte sich beim Arzt ein Attest holen

Hand wirft einen Brief mit der großen Aufschrift "Kündigung" in einen gelben Post-Briefkasten
Kündigung © VRD - www.fotolia.de

Wer seine Arbeitsstelle wegen Mobbing kündigt, weil der den psychischen Belastungen nicht mehr gewachsen ist, der sollte vorher sich bei seinem Arzt ein diesbezügliches Attest ausstellen lassen. Dieses kann nämlich den Anspruch auf sofortiges Arbeitslosengeld sichern, wie ein Fall in Rheinland-Pfalz zeigt.

Die zuständige Arbeitsagentur hatte der Frau, nach ihrer eigenen Kündigung, für die ersten zwölf Wochen das Arbeitslosengeld als Sperrzeit verweigert, aber dann als Überbrückung die beantragten Hartz-IV Beträge ausbezahlt. Doch später forderte die Agentur die ausbezahlten Gelder wieder zurück, weil die Frau ihre Arbeitslosigkeit durch die eigene Kündigung "ohne wichtigen Grund" selbst verschuldet habe.

Darauf kam es zur Klage beim Landessozialgerichts (LSG) Rheinland-Pfalz in Mainz, wo die Frau ihre Gründe der Kündigung durch das ständige Mobbing der Kollegen darlegen konnte. Daraufhin billigten die Richter der Frau die Hartz-IV-Zahlungen zu, denn für diese Leistungen gelten als "wichtiger Grund" für eine eigenen Kündigung andere Maßstäbe als beim Arbeitslosengeld.

Gegenmaßnahmen

Was alle Betroffene gemein haben, ist die Hilflosigkeit, da es scheinbar unmöglich ist, sich gegen die Diskriminierung zu wehren. Ein Gespräch mit den Tätern ist selten von Erfolg, da diese in der Regel keine Einsicht in die Tragweite ihres Verhaltens haben.

Eine andere Möglichkeit besteht in einer Vermittlung des Betriebsrats. Die Ausarbeitung eines "Belästigungsverbotes" soll dem Psychoterror Einhalt gebieten.

In Mobbing Selbsthilfegruppen wird dem Betroffenen mit Rat zur Seite gestanden und Lösungen aufgezeigt. Kontaktadressen können Sie über die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Selbsthilfegruppen e.V. einholen.

Mögliche Unterstützung durch einen Anwalt

Da Mobbing-Handlungen auch zu rechtlichen Konsequenzen führen können, hat das Opfer die Möglichkeit, sich Unterstützung bei einem Anwalt zu holen.

Vorteile der Beratung durch einen Anwalt

Viele Menschen, die von Mobbing betroffen sind, schrecken jedoch davor zurück, einen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen, da sie befürchten, dass sich die Situation für sie noch weiter verschlimmern könnte. Diese Angst ist allerdings meist übertrieben.

Muss man nämlich einen Anwalt einschalten, ist die Lage bereits ziemlich schlimm. Oft ist es sogar hilfreicher, wenn man schon frühzeitig Rat bei einem Anwalt sucht.

Außerdem muss die Beratung durch einen Rechtsbeistand nicht automatisch bedeuten, dass man anschließend prozessiert. Darüber hinaus arbeiten Anwälte vertraulich, sodass niemand von der Beratung erfährt, wenn man dies nicht möchte.

Rechte des Mobbing-Opfers

Bei einem Rechtsanwalt werden einem die arbeitsrechtlichen Möglichkeiten eines Mobbing-Opfers dargelegt. Dazu gehört zum Beispiel, dass der Anwalt erklärt, ob sich der Mobber möglicherweise strafbar gemacht hat und wie man sich im Falle einer Abmahnung verhält. Gegebenenfalls begleitet einen der Anwalt auch zu den kritischen Gesprächen in der Firma.

Entschließt man sich letztlich dazu, den Mobber zu verklagen, wird man vom Anwalt auch vor Gericht vertreten. In den meisten Fällen reicht es jedoch schon aus, in einem Schreiben mit rechtlichen Konsequenzen zu drohen, um den Mobber Einhalt zu gebieten.

Für den Anwalt ist es wichtig, genau zu wissen, von welcher Person das Mobbing ausgeht. Präzise Informationen sind erforderlich, um dem Rechtsanwalt seine Arbeit zu erleichtern. So gibt es zahlreiche Mobbinglinien, die eine Anzeige juristisch rechtfertigen. Da oft auch das Betriebsklima der Firma eine bedeutende Rolle spielt, setzt der Anwalt bei seinen Ermittlungen dort an.

Kostenpunkt und Voraussetzungen

Manche Mobbing-Opfer befürchten, tief in die Tasche greifen zu müssen, wenn sie einen Anwalt hinzuziehen. Um dies zu vermeiden, sollte man sich vorher erkundigen, wie viel eine Beratung sowie die einzelnen Leistungen des Anwalts kosten. Natürlich muss man auch den richtigen Rechtsanwalt finden.

Wichtige Kriterien sind, dass

  • es sich um einen Anwalt für Arbeitsrecht mit Erfahrung in Sachen Mobbing handelt
  • er einen nicht zu einem Prozess drängt
  • er sämtliche juristischen Schritte mit einem abspricht, und
  • er gegebenenfalls im Hintergrund bleibt.

Konfliktlösung durch Mediation

Mobbing ist ein zunehmendes Problem am Arbeitsplatz. Eine gute Möglichkeit, Mobbing-Konflikte zu lösen, ist die Mediation.

Der Begriff "Mediation" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "Vermittlung". Dabei handelt es sich um ein vermittelndes Gespräch, das auf freiwilliger Basis stattfindet, um einen Konflikt zu lösen. Im Laufe des Verfahrens versucht ein Mediator, ein Vermittler, zusammen mit den Konfliktparteien, eine Lösung zu finden, um den Streit beizulegen.

Unter Mobbing versteht man das systematische Diskriminieren, Anfeinden oder Schikanieren von Arbeitnehmern durch andere Arbeitnehmer oder Vorgesetzte. Die Betroffenen leiden häufig unter einer deutlichen Einschränkung ihrer Lebensqualität. Darüber hinaus kann es auch zu gesundheitlichen Problemen kommen.

Mithilfe einer Mobbingmediation sollen die Konflikte unter den Streitparteien gelöst werden. Um zu vermitteln, kann entweder ein kompetenter Mitarbeiter aus dem betreffenden Unternehmen oder ein externer Fachmann wie ein Psychologe eingesetzt werden.

Wie lange eine Mediation dauert, ist von Fall zu Fall verschieden.

  • Manchmal reicht ein einziges Treffen aus, um den Streit zu schlichten.
  • In anderen Fällen kann sich das Verfahren auch über einen längeren Zeitraum hinziehen.

Das Besondere an der Mediation ist, dass es weder einen Kläger noch einen Beklagten gibt. Grundvoraussetzung für den Erfolg des Vermittlungsgespräches ist allerdings der Wille aller Beteiligten, eine Einigung zu erzielen. Nur wenn die Konfliktparteien auch wirklich bereit sind, den Streit zu beenden, kann die Mediation funktionieren.

Viele große Unternehmen sind von den Vorzügen der Mobbingmediation so überzeugt, dass sie dieses Verfahren verstärkt zur Lösung von innerbetrieblichen Konflikten nutzen. Dagegen kommt sie in kleineren Unternehmen deutlich seltener zur Anwendung.

Vorteile der Mediation

Die Mediation hat gegenüber Entscheidungen von Vorgesetzten oder gar gerichtlichen Auseinandersetzungen einige Vorteile. Dazu gehört, dass am Ende des Verfahrens kein Urteil steht, durch das eine der beiden Parteien brüskiert wird. Stattdessen unterzeichnet man eine gemeinsame Erklärung.

In dieser Erklärung bekräftigt auch der Mobber seine Bereitschaft, zur Verbesserung der Situation beizutragen. Darüber hinaus erfährt man auch etwas über die Motive des Mobbers, wodurch möglicherweise sogar Verständnis für dessen Handeln entsteht.

Zu den Besonderheiten der Mobbingmediation gehört auch die Vorphase. Dabei werden Einzelgespräche mit den Konfliktparteien geführt, um das eigentliche Mediationsverfahren vorzubereiten.

In den Gesprächen klärt man, wie sich eine Situation schaffen lässt, die für alle Beteiligten erträglich ist. Außerdem wird vereinbart, dass weitere Mobbing-Handlungen unverzüglich unterbleiben.

Gründung eines Selbsthilfevereins für Mobbingopfer

Grafik eines Stuhlkreises aus neun bunten Stühlen
bunte Stühle im Kreis © fotomek - www.fotolia.de

In Deutschland gibt es am Arbeitsplatz, laut Untersuchungen, zirka 1,5 Millionen Mobbing-Opfer, aber man muss zwischen dem persönlichen Konflikt und dem systematischen Mobbing-Fall unterscheiden. Jetzt wurde als Hilfe für die Opfer ein Selbsthilfeverein gegründet.

Als wichtigste erste Maßnahme sei ein offenes Gespräch, aber auch ein sorgfältig geführtes Tagebuch über die einzelnen Vorgänge mit Zeugen. Der Verein wird stark in Anspruch genommen und bietet auch Unterstützung in der Vermittlung von spezialisierten Anwälten, Ärzten, Psychotherapeuten und Psychologen an.

Wer am Arbeitsplatz gemobbt wird, sollte unbedingt etwas dagegen tun

Mobbing am Arbeitsplatz - Aktiv werden und dagegen vorgehen

Frauen in schwarzen Oberteilen, 1 blickt in die Kamera, 2 stehen hinten, 1 flüstert der anderen ins Ohr
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Durch eine Vielzahl an Fehlzeiten sowie einer verfrühten Rente von Arbeitnehmern beläuft sich der volkswirtschaftliche Schaden auf etwa 50 Milliarden Euro. Eine der Ursachen dafür ist das Mobbing am Arbeitsplatz - es wird geschätzt, dass etwa 2 Millionen Deutsche davon betroffen sind.

Auch wenn es hierzulande ein Anti-Mobbing-Gesetz nicht gibt, so sollte man sich dennoch dagegen wehren, denn wer seinen Kollegen mobbt, macht sich strafbar und so kann man diesen Personen unter Umständen wegen übler Nachrede, Beleidigung oder Verleumdung nachgehen. Wer sich nicht sicher ist, ob es sich in seinem Fall wirklich um Mobbing handelt, hat heutzutage viele Anlaufstellen um dies zu prüfen und auch die entsprechende Fachliteratur kann Klarheit bringen.

Mögliche Mobbing-Gründe

Die Gründe des Mobbings sind vielfältig; oftmals wird das Betriebsklima durch zu hohen Konkurrenz- und Leistungsdruck gestört und kann zu zwischenmenschlichen Problemen führen. Unternehmen sollte man auf jeden Fall etwas dagegen, denn auch in Zeiten, in denen viele Menschen unter Arbeitslosigkeit zu leiden haben, muss man sich aus Angst vor einer Kündigung von seinen Arbeitgebern nicht alles gefallen lassen.

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    Psychotherapeut rät: Bei Mobbing sofort aktiv werden

    Der Buchautor und Psychotherapeut Peter Teuschel aus München empfiehlt Menschen, die sich am Arbeitsplatz gemobbt fühlen, sofort aktiv zu werden. Warten wäre hier der falsche Ansatz, so Teuschel, da der Mobbende in der Regel erst dann Ruhe gibt, wenn er sein Ziel erreicht hat. Und das ist erst dann der Fall, wenn der Gemobbte den Arbeitsplatz verlassen oder verloren hat.

    Übrigens ist Mobbing in 80 Prozent der Fälle "erfolgreich". Dieses Aktivwerden beeinhaltet die Information des Vorgesetzten, des Betriebsrates oder der betriebsinternen Anti-Mobbing-Beratungsstelle. Es ist auch gut, Kollegen, denen man vertraut von dem Problem zu berichten. Man kann sich auch außerhalb der Firma an Beratungsstellen oder Anwälte wenden. Zur Prophylaxe könnte man auch Teuschels Buch zu dem Thema lesen.

    Mobbing in Schule und Beruf: So wehren sich Betroffene

    Jugendliche Schülerin in grauer Jacke mit gesenktem Kopf vor zwei Mitschülern, die sich über sie lustig machen
    Bullying victim being recorded by classmates © Antonioguillem - www.fotolia.de

    Das Wort "Mobbing" fand erst vor einigen Jahren Einzug in die deutsche Sprache, doch die Praxis gibt es schon viel länger: Kleine Gruppen, die sich am Arbeitsplatz oder in der Schule ein scheinbar schwaches Opfer herauspicken und dieses nach allen Regeln der Kunst drangsalieren und schikanieren. Für die Betroffenen eine Hölle, die oft jahrelang andauert und schwere psychische Schäden hinterlässt. Im schlimmsten Fall kann Mobbing zu lebenslangen Störungen oder sogar zu Selbstmord führen.

    Wer gemobbt wird, sollte den Mut aufbringen, sich Kollegen anzuvertrauen oder den Betriebsrat einzuschalten um den Mobbern das Handwerk zu legen. Auch Außenstehende sind gefordert: Bemerken sie, dass jemand gemobbt wird, sollten sie sich an Vertrauenspersonen in der Firma wenden und auf das Opfer zugehen, das einen Ansprechpartner dringend braucht. Mit den Tätern sollte ein offenes Wort gesprochen werden - gerade Jugendliche, die in der Schule mobben, ahnen gar nicht, welche Auswirkungen ihr Tun auf das Opfer hat.

    Allerdings gibt es auch eine Kehrseite: Nicht jeder dumme Spruch auf Kosten des Kollegen und nicht jeder flapsige Witz sollte gleich als Mobbing gewertet werden. In vielen Betrieben gibt es Witzbolde, die gerne Sprüche klopfen und dumme Streiche spielen. Erst wenn jemand gezielt immer wieder zum Opfer wird, kann wirklich von Mobbing die Rede sein.

    Mobbing am Arbeitsplatz: Was man dann tun sollte

    Büromitarbeiter streitet sich mit Chefin
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    Zum Selbstschutz ziehen sich Mobbing-Opfer meist zurück. Doch mit dieser Strategie geraten sie meist nur noch weiter in eine Isolation, sagt Sozialpädagogin Susanne Wegener-Tieben vom TÜV Rheinland.

    Reden Sie darüber!

    Es sei in solchen Situationen sehr wichtig, sich Menschen anzuvertrauen. Sobald man das erste Mal gemobbt wird, gilt es mit einer vertrauten Person darüber zu sprechen.

    Das kann ein guter Kollege sein, der Partner oder auch die Familie. Wer über seine Probleme spricht, entlastet seine Seele. Darüber hinaus haben Dritte meist eine andere Sichtweise auf das Geschehen und können womöglich Lösungsstrategien aufzeigen, auf die man selber gar nicht gekommen wäre.

    Die Selbstzweifel, die durch Mobbing entstehen, können über diese Gespräche gemindert werden.

    Der Gang zum Chef als letzter Ausweg

    Mobbing am Arbeitsplatz ist in der heutigen Zeit keine Seltenheit. Wer sich allerdings gar nicht mehr zu helfen weiß, sollte sich laut Susanne Wegener-Tieben an den Chef wenden. Ihm stehen andere Mittel zur Verfügung, dem Spuk ein Ende zu bereiten.

    Ein Machtwort oder gar eine Abmahnung hat so manchem Mobber den Wind aus den Segeln genommen. Auf das Gespräch mit dem Arbeitgeber sollte man sich allerdings sehr gut vorbereiten. Das Führen eines Mobbing-Tagebuches, als auch Beweisstücke in Form von Schriftstücken und E-Mail sind hilfreich, um die Vorfälle belegen und die Anschuldigungen untermauern zu können.

    In keinem Fall sollte man sich das Mobbing am Arbeitsplatz gefallen lassen. Das kann zu körperlichen Beschwerden führen. Oftmals beginnt es mit Kopfschmerzen und endet im schlimmsten Fall mit Angststörungen und Depressionen.

    Mobbing: Opfer müssen Schmerzensgeld zeitig einklagen

    Frauen in schwarzen Oberteilen, 1 blickt in die Kamera, 2 stehen hinten, 1 flüstert der anderen ins Ohr
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    Opfer von Mobbing müssen Schmerzensgeldansprüche zeitnah einfordern. Wer mit der Klage zwei Jahre wartet, hat seinen Anspruch verwirkt. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Nürnberg hervor.

    Im dem konkreten Fall hatte ein Personalfachberater geklagt, weil er sich vom Arbeitgeber aus dem Job gedrängt fühlte. Diesen Vorwurf erhob er allerdings erst rund zwei Jahre nach den Mobbing-Vorfällen. Um Schmerzensgeldansprüche geltend zu machen, sei das zu spät, entschieden die Richter. Den Interessen des Beschäftigten stehen hier die Interessen des Arbeitgebers gegenüber – und der dürfe nach so langer Zeit davon ausgehen, mit keinen Forderungen mehr konfrontiert zu werden.

    Auch aus psychologischer Sicht ist schnelles Handeln sinnvoll

    Nicht nur juristisch ist es sinnvoll, zügig aktiv zu werden. Psychologen empfehlen bei dem Verdacht auf Mobbing möglichst rasch das Gespräch mit den mobbenden Kollegen zu suchen. Am besten unter vier Augen, damit diese die Gelegenheit haben, ohne Gesichtsverlust einzulenken.

    Falls die Gespräche erfolglos verlaufen, sollten Betroffene die einzelnen Mobbing-Details dokumentieren. Nur so können sie ihre Vorwürfe vor Gericht belegen.

    Bei Mobbing sofort und gezielt reagieren

    Wer sich am Arbeitsplatz gemobbt fühlt, sollte sich zeitnah rechtlichen Beistand suchen

    Junge Frau stützt traurig und betrübt ihren Kopf aufs Knie, Liebeskummer
    Liebeskummer © K.- P. Adler - www.fotolia.de

    Viele Frauen und Männer werden am Arbeitsplatz gemobbt. Die Gründe reichen vom

    • Alter (der Chef möchte den Arbeitsplatz frei haben und an eine/n Jüngere/n vergeben) über
    • Diskriminierung wegen sexueller Orientierung, bis hin zu
    • Rassismus und
    • religiöser Intoleranz.

    Die Opfer von Mobbing reagieren oft zu spät oder gar nicht und nutzen so ihre gesetzlichen Rechte nicht aus. Wichtig ist es nämlich, schnell und gezielt zu reagieren.

    Mobbing erkennen

    An erster Stelle steht immer das Erkennen des Mobbingfalls. Wer sich

    • ausgegrenzt,
    • unterdrückt, oder einfach
    • unwohl

    auf Arbeit fühlt, sollte in einer ruhigen Minute in sich gehen und die Probleme genau festhalten. Wie bei einem Mosaik trägt man die Steinchen zusammen, die einen beunruhigen.

    Oft sind es nur kleine Verhaltensweisen der Kollegen, die aber in der Summe zum Mobbing werden. Rein rechtlich gilt es im Übrigen als Mobbing, wenn Anfeindungen und Ausgrenzung mindestens sechs Monate anhalten.

    Sind der oder die Vorgesetzten Teil des Mobbings?

    Wichtig ist auch zu klären, ob der Vorgesetzte Teil des Mobbings ist. Wer hier Klarheit will, sollte das gezielte Gespräch suchen.

    Da der seelische Druck oft bereits sehr hoch ist, geht auch eine schriftliche Anfrage. Die hat den Vorteil, dass jede Antwort direkt dokumentiert ist. Bekommt man keine Antwort auf Mail/Brief, sollte man den nächsthöheren Vorgesetzten anschreiben. Bleibt die Funkstille, kann das vor Gericht verwendet werden.

    Eine Anzeige ist oft der beste Ausweg

    Das Thema "Anzeige" ist für fast alle Mobbingopfer nahezu mit einem Tabu belegt. Viele scheuen die Mühe, oder rechnen sich wenig Chancen aus. Juristische Mittel sind aber nicht nur das gute Recht der Mobbing-Opfer, sondern oft der beste Ausweg.

    Die Firma zu verlassen, zeichnet sich meist eh ab, doch wer den Mobbing-Fall vor Gericht gewinnt, bekommt wenigstens eine angemessene Entschädigung und hat bessere Argumente beim neuen Arbeitgeber. Rechtlicher Beistand sollte daher zeitnah gesucht werden.

    Den richtigen Anwalt auswählen und Beweise sammeln

    Wichtig ist die Wahl eines Anwalts, der mit Mobbing am Arbeitsplatz bereits Erfahrung hat und diese Bilanz zeigen kann. Um Erfolg vor Gericht zu haben, sollten von Anfang an klare Beweise gesammelt werden; genauer gesagt also Dinge wie

    • feindliche Mails,
    • Verzeichnisse/Maillisten, aus denen man plötzlich gelöscht wurde etc.

    Psychologische Hilfe suchen

    Neben der externen Hilfe durch einen Anwalt sollten Mobbing-Opfer sich auch Hilfe beim Psychologen suchen. In vielen Fällen entstehen aus lang erduldetem Mobbing psychische Störungen. Im Extremfall werden Betroffene sogar suizidal. Wer aus falschem Stolz auf Hilfe verzichtet, belastet sich unnötig noch mehr.

    Vorbeugung

    Wird durch Mobbing das gesamte Betriebsklima vergiftet, wirkt sich das negativ auf die Motivation der Angestellten und damit auch auf die Arbeitsproduktivität des Betriebes aus. Nach Schätzungen von Experten kommt es in Deutschland aufgrund von Mobbing Jahr für Jahr zu einem gesamtwirtschaftlichen Schaden von mehr als 20 Milliarden Euro. Umso wichtiger ist das Ergreifen von Präventionsmaßnahmen, zu denen auch eine Betriebsvereinbarung gehören kann.

    Ist in einem Unternehmen ein Betriebsrat vorhanden, hat dieser die Möglichkeit mit dem Arbeitgeber eine Mobbing-Betriebsvereinbarung abzuschließen. Solche Vereinbarungen werden zumeist unter dem Titel "Betriebsvereinbarung für ein partnerschaftliches und soziales Verhalten am Arbeitsplatz" geführt. Darin hält man die Punkte fest, die die Firma verfolgt, um Mobbing entgegenzuwirken.

    In der Regel wird eine Betriebsvereinbarung vom Betriebsrat gemeinsam mit einigen Mitarbeitern zusammengestellt. Die Inhalte dieser Vereinbarungen müssen vom Arbeitgeber nach dem Betriebsverfassungsgesetz angewendet werden. Kommt es tatsächlich einmal zu einem Fall von Mobbing, hat das Opfer die Möglichkeit, auf die Einhaltung der Vereinbarung zu pochen.

    Inhalte einer Betriebsvereinbarung

    Zu den Punkten, die in einer Betriebsvereinbarung geregelt werden, gehören beispielsweise

    • das Definieren von Mobbing
    • Maßnahmen, die man zur Verbesserung des Betriebsklimas trifft
    • Hilfe für Mobbing-Opfer
    • unerwünschte Handlungen innerhalb der Firma, sowie
    • die Bereiche, in denen die Vereinbarung gilt.

    In der Regel passt man die Inhalte der Betriebsvereinbarung an den Bedarf des jeweiligen Unternehmens an. Da jede Firma andere Bedürfnisse hat, macht es wenig Sinn, Betriebsvereinbarungen von anderen Unternehmen komplett zu übernehmen.

    Eine Form von Betriebsvereinbarung kann auch dann abgeschlossen werden, wenn es in einer Firma keinen Betriebsrat gibt. Allerdings muss das Engagement dann von einzelnen Mitarbeitern ausgehen.

    Mit einer Betriebsvereinbarung lässt sich Mobbing am Arbeitsplatz zwar nicht völlig verhindern, dennoch sorgt sie für einen verbindlichen Rahmen. So signalisiert das Unternehmen auf diese Weise, dass es den einzelnen Mitarbeiter schützen und für ein gutes Betriebsklima sorgen will.

    Was man außerdem tun kann, um Mobbing vorzubeugen, erfahren Sie hier in unserem separaten Artikel zum Thema.

    Grundinformationen und Hinweise zu Mobbing

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: tritsch tratsch klatsch 2 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de
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    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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