Produktives Arbeiten - Voraussetzungen, Tipps und Hindernisse

Kleine Schale mit Salat auf Schreibtisch vor Notebook

Nur wer konzentriert und motiviert bei der Arbeit ist, wird sich in dieser auch produktiv zeigen können - wir geben Ratschläge, worauf es dabei ankommt

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  • von Paradisi-Redaktion

Motivation am Arbeitsplatz ist alles. Kommt man morgens schon unmotiviert in die Arbeit, kann man seine Leistung nicht bringen. Für ein produktives Arbeiten bedarf es aber auch einem entsprechenden Maß an Konzentration. Bestenfalls gelingt die Arbeitsbewältigung wie von selbst - in diesem Fall hat man seinen "Flow" gefunden. Erfahren Sie, wie im Job mehr Leistung bringen und welche Tipps Sie beherzigen sollten, damit ein produktives Arbeiten problemlos möglich wird.

Produktives Arbeiten

Möglichst produktiv arbeiten, um entsprechend auch Leistung zu bringen; dies ist ein großer Wunsch zahlreicher Arbeitnehmer. Damit dies überhaupt möglich ist, sollte man als Arbeitnehmer wissen, welche Faktoren denn gegeben sein müssen. Dazu zählt:

  • Spaß bei der Arbeit haben: muss man sich für jede neue Aufgabenstellung neu überwinden, wird schlichtweg die Motivation fehlen.
  • nicht übertreiben: wer viel leisten möchte, muss viel arbeiten - diese Ansicht haben einige Arbeitnehmer. Allerdings verliert man dadurch einiges an Kraftreserven; auf Dauer wird sich die Leistung somit stark reduzieren
  • die Prioritäten im Blick behalten: wer viel zu tun hat, sollte dementsprechend ein Konzept haben und wissen, wo man anfängt, welche Schritte man als nächstes angeht; anderenfalls verliert man den Überblick über die vielen Aufgaben

Stehen diese Voraussetzungen, wird einem das Arbeiten deutlich leichter fallen...

Das Arbeiten im Flow

Sobald sich während des Arbeitens oder allgemein bei einer Tätigkeit ein Gefühl, die Arbeit würde quasi wie von selbst gelingen, einstellt, spricht man in der Psychologie vom "Flow". Dieser Begriff stammt vom Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi und hat heutzutage auch Einzug in die Arbeitswelt gefunden.

Schließlich handelt es sich hierbei um eine Möglichkeit, die Produktivität des Arbeitnehmers zu steigern und gleichzeitig noch auf dessen Gesundheit und Wohlbefinden zu achten. Um den Zustand Flow zu begreifen, muss man einerseits verstehen, wann dieser eintritt und andererseits noch wissen, inwiefern sich dieser genau äußert.

Eigene Kompetenzen kennen

Prinzipiell ist ein Flow-Erleben möglich, sobald die Schwere der Anforderungen der Ausprägung der Fähigkeiten entsprechen. Dabei ist allerdings noch zu beachten, dass sowohl die Anforderungen als auch die Fähigkeiten in der Regel relativ stark ausgebildet sein müssen, damit ein Flow-Erleben ermöglicht wird.

Sobald dieses Gleichgewicht nicht existiert und sich ein Arbeitnehmer unter- oder überfordert fühlt, ist ein Flow Erleben nahezu ausgeschlossen. Gleichzeitig sollten auch die Fähigkeiten im betreffenden Gebiet relativ stark ausgeprägt sein, weshalb ein Meister seines Fachs viel wahrscheinlicher in den Zustand des Flows gerät. Aus diesem Grund sollten Arbeitnehmer auch tendenziell nur die Tätigkeiten ausführen, in welchen sie hohe Kompetenzen besitzen.

Definierende Kriterien

Der Flow selbst ist durch eine Vielzahl an Kriterien definiert. So hat die Aktivität zunächst einmal klare Ziele, wobei die Ausführung der Tätigkeit selbst das Ziel ist. Sobald man sich also im Flow befindet, führt man die Tätigkeit um der Tätigkeit willen aus und nicht etwa, weil man auf eine Beförderung hofft.

Des Weiteren stellt sich automatisch ein hohes Maß an Konzentration ein, welche nicht erzwungen werden muss, sondern mühelos gelingt. Diese Konzentration geht einher mit einem Gefühl der Kontrolle, welches noch vom Empfinden von Mühelosigkeit begleitet wird.

Der Flow Zustand schafft damit Entspannung, Sicherheit und ermöglicht doch ein extrem produktives Arbeiten. Letztlich ist noch zu erwähnen, dass sich die Zeitabläufe verändern und das Handeln dem Wollen entspricht. Stunden mühsamer Arbeit können somit als nur eine kurze und leichte Tätigkeit wahrgenommen werden, da die Tätigkeit selbst dem entspricht, was das eigene Bewusstsein gerade machen will.

Insgesamt ist das Arbeiten im Flow demnach ein Wunschzustand für jeden Arbeitnehmer, welcher leider nicht erzwungen werden kann. Stattdessen können nur die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, welche das Eintreten des Flows erlauben.

Worauf sollte man verzichten?

Um die Produktivität beim Arbeiten zu steigern, ist es auch entscheidend zu wissen, worauf man diesbezüglich verzichten sollte. Hierbei muss in vielen Belangen auch der Arbeitgeber einschreiten.

So zum Beispiel in Sachen Meeting: während viele Zusammentreffen der Mitarbeiter sicherlich einen Nutzen haben, gibt es ebenso Meetings, die lediglich aus Routine heraus veranstaltet werden und sich im Endeffekt als Zeitverschwendung herausstellen, da es nichts gibt, was besprochen werden müsste, zumindest nichts, was man auch via Email hätte kundgeben können.

Produktives Arbeiten bedeutet auch, nicht ständig neue Aufgaben anzunehmen. Es gilt, auch mal "Nein" sagen zu können, um sich auf das, was Vorrang hat, konzentrieren zu können.

Des Weiteren gilt es, sich nicht mit Kleinkram aufzuhalten. Bestimmte Aufgaben, wie etwa Formatierungen, rauben eine Menge Zeit. Besser ist es, überall, wo es möglich ist, auf automatisierte Abläufe zu setzen; auf diese Weise lässt sich der Arbeisprozess beschleunigen.

Zudem ist es sinnvoll, größere Aufgaben im Team zu bewerkstelligen. Die Angst, Verantwortung abzugeben, wird im schlimmsten Fall dazu führen, dass man sich selbst zu sehr überfordert.

Und schließlich ist es wichtig, nicht alles immer perfekt erledigen zu wollen. Entscheidend ist, dass man seine Aufgaben nach bestem Gewissen und Wissen erfüllt - achtet man zu sehr auf Details, wird man viel Zeit einbüßen. Zudem verliert man auf diese Weise auch den Überblick über das große Ganze.

Mehr Effizienz im Job – 5 Tipps für einen produktiven Arbeitstag

Mit diesen Tipps und Tricks arbeiten Sie zufriedener und somit nachweisbar auch effektiver

Gestresster und überforderter Mann mit mehreren Telefonen und Ordnern
Depressed man at work © laurent hamels - www.fotolia.de

Das hätte ein erfolgreicher Tag sein können – wenn nicht die vielen Störungen gewesen wären. Nur selten schaffen wir im Job soviel, wie wir eigentlich könnten.

Ob Mails oder Anrufe, die lieben Kollegen oder das Chaos auf dem Schreibtisch, irgendwas bremst uns aus. Dabei helfen schon ein paar Tricks, um effizienter zu werden.

1. Übersicht schaffen

Die Grundlage für erfolgreiches Arbeiten ist ein aufgeräumter Schreibtisch. Darum raten Psychologen, in regelmäßigen Abständen Tabula rasa zu machen. Einfach alles vom Tisch räumen, gründlich abwischen – und dann nur die wirklich wichtigen Dinge wieder zurücklegen.

2. Nach Wichtigkeit sortieren

  • Einladungen,
  • Notizen,
  • Akten und
  • Dutzende Mails.

Längst nicht alles, was täglich auf uns einflutet, ist wichtig oder dringlich. Wer Anrufe, Aufgaben und Co. nach klaren Prioritäten sortiert, kommt besser voran. Zuerst die bedeutsame Terminsachen, dann folgt der Rest.

3. Grenzen ziehen

Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, ist hilfreich. Das betrifft aber nicht nur fachliche Aufgaben. Viele Beschäftigte müssen auch lernen, sich auf der persönlichen Ebene abzugrenzen.

Wer ständig mit Anfragen konfrontiert wird, die nicht zu seinem eigentlichen Tätigkeitsbereich gehören, sollte sich jedes Mal fragen: bin ich dafür wirklich verantwortlich?

4. Fokussieren

Man kann nicht alle Anrufe, Meetings und Aufgaben von sich fernhalten. Effizientes Arbeiten ist mit Multitasking jedoch unmöglich. Besser eine Sache konzentriert erledigen und dann zur nächsten übergehen.

5. Sich selbst belohnen

Sie haben eine unangenehme Aufgabe erledigt? Belohnen Sie sich! Die Aussicht auf etwas Schönes verhindert die übliche Aufschieberei. Und wer zufrieden ist, arbeitet nachweislich auch effektiver.

Zeig mir deinen Schreibtisch...Ordnung lässt auf Fähigkeiten schließen

Schreibtisch im Büro mit Laptop, Telefon, Notizblock, Kaffeebecher
Office desk © japolia - www.fotolia.de

Die meisten Führungskräfte schließen von der Ordnung auf dem Schreibtisch ihrer Untergebenen auf deren Fähigkeiten.

70 Prozent von 500 befragten Managern bevorzugen Mitarbeiter mit ordentlich aufgeräumten Arbeitsplätzen. 55 Prozent halten einen chaotischen Schreibtisch gar für den Ausdruck eines unzuverlässigen, unprofessionellen Mitarbeiters.

Dies hat der britische Professor für Arbeitsplatz- und Organisationspsychologie sowie Arbeitsmedizin Cary Cooper laut einem Bericht des Gesundheitsmagazins Apotheken Umschau bei einer europaweiten Studie mit insgesamt 2500 Beschäftigten herausgefunden.

Cooper hat unter den Befragten etwa ein Viertel Chaoten gefunden, bei denen er aber manche Stärke sieht. Er empfiehlt ihnen, sich zu fragen, in welchen Bereichen sie unstrukturiert sind. Die richtige Richtung könnte der Arbeitsplatz der Kreativen sein – sie pflegen eine lässige Unordnung. „Allerdings sieht man ihr an, dass dahinter eine persönliche Struktur steckt“, sagt Cooper.

Höhere Produktivität durch Pausen mit Surfen im Internet

Weibliche Hände tippen auf Computer Tastatur
A business lady's hands on the keys typing documents © pressmaster - www.fotolia.de

Normalerweise ist das Surfen im Internet während der Arbeitszeit in den meisten Unternehmen nicht erlaubt. Einer Studie zufolge vom Computerspielehersteller PopCap sollen aber gerade solche Pausen, die man auch E-Break nennt, zu einer höheren Arbeitsproduktivität führen, weil dadurch der Stress abgebaut würde und sich dann die Konzentration und automatisch die Produktivität erhöhe.

Laut dieser Studie soll in Großbritannien durch das Verbot der privaten Nutzung des Internets ein Produktivitätsverlust von jährlich 5 Milliarden Euro entstehen. Eine zehnminütige Pause steigere schon die Arbeitsfähigkeit, wie ein Psychologe dazu erläutert.

Meistens sind Spiele oder Puzzle in den "Pausen" beliebt, gefolgt von privaten E-Mails, Online-Shopping oder allgemeines Online-Surfen. Aber viele Firmenchefs sehen darin auch die Gefahr, dass die Mitarbeiter dadurch von ihrer Tätigkeit zu stark abgelenkt werden, doch würde eine Aufhebung des Verbots das Vertrauensverhältnis aufbessern und dadurch die Produktivität gesteigert werden.

Multitasking ist Zeitverschwendung und uneffektiv

Laut Professor Rainer Wieland von der Universität in Wuppertal können Menschen eigentlich nur eine Sache auf einmal machen. Diese Aussage stützt sich auf Ergebnisse einer durchgeführten wissenschaftlichen Studie, die besagt, dass der Zeitaufwand bei Multitasking deutlich höher ist, als wenn man seine Aufmerksamkeit nur einer Aufgabe alleine widmet.

Somit gewinnen wir also nicht mehr Zeit, wenn wir mehrere Dinge zeitgleich erledigen wollen. Man muss sich vor Störungen schützen und diese abwehren, so kann man zum Beispiel im Berufsleben den Kollegen, der das Zimmer während eines Telefonats betritt, kurz anschauen, sollte ihm aber nicht zuhören, wenn er mit dem Sprechen beginnt.

Der persönliche Biorhythmus ist für den Alltag wichtig

Rückansicht Junge Frau sitzt am Schreibtisch vor Computer, streckt sich
business and work © diego cervo - www.fotolia.de

Jeder Mensch hat seinen eigenen Biorhythmus, der für eine unterschiedliche Leistung im Arbeitstag verantwortlich ist. Deshalb ist es oftmals wichtig, auch für den Arbeitgeber, sich auf den einzelnen Mitarbeiter, wenn es natürlich möglich ist, einzustellen, weil jeder Mensch seinen individuellen Biorhythmus hat, wobei sich Mittelwerte errechnen lassen.

Im Normalfall liegen die Hochphasen morgens gegen 10.00 Uhr und am späten Nachmittag, so dass die meisten gegen 14.00 Uhr ihren ersten Tiefpunkt erreichen und der zweite sich in die Nachthälfte bewegt. Wer seine Arbeitszeit einteilen kann, der sollte sich natürlich auf seinen persönlichen Rhythmus die Arbeitszeit einteilen, so legt man wichtige Termine in die Zeit des so genannten "Leistungs-Hochs", wobei die leichteren Arbeiten zu den anderen Zeiten abgewickelt werden sollten.

Auch regelmäßige Pausen, zwischen 5 bis 10 Minuten, sind wichtig, sowie Bewegung und frische Luft. In den Pausen sollte man eventuell eine kleine Zwischenmahlzeit, Müsli oder Obst, einnehmen.

Hitzefrei im Büro - Das große Thema des Hitzemonats Juli

Heizen sich Arbeitsräume auf mehr als 26 Grad auf, steht den Mitarbeitern Hitzefrei zu

Schreibtisch im Büro mit Laptop, Telefon, Notizblock, Kaffeebecher
Office desk © japolia - www.fotolia.de

Teilweise haben die Rekordtemperaturen des vergangenen Monats keinen Spaß gemacht. Wer bei über 35 Grad Celsius im Büro ausharren musste, hatte schlechte Karten. Nicht jedes Büro ist mit einer Klimaanlage versehen. Da konnte auch kein Fenster aufreißen helfen, denn es ging kein Lüftchen und schnell fühlte man sich wie in einem Backofen. Nicht wenigen kam da die Frage: Kann man auch Hitzefrei im Büro bekommen?

Die rechtliche Lage

Ja, kann man, das haben Gerichte in verschiedenen Prozessen beschlossen. Die Urteile basierten auf der Arbeitsstättenverordnung aus dem Jahr 2004. Dort ist festgesetzt, dass ein Arbeitgeber zu garantieren hat, dass der Arbeitnehmer kein gesundheitliches Risiko eingeht, wenn er sich in den Büroräumen aufhält.

Dabei gilt, dass eine Innenraumtemperatur von 26 Grad Celsius nicht zu überschreiten sind. Auf dieser rechtlichen Grundlage basierend, kann man vom Arbeitgeber also durchaus Hitzefrei einklagen, wenn dieser angebrachte Hitzeschutzmaßnahmen nicht gewährleisten kann.

So geschehen zum Beispiel 2003 in Bielefeld in einem Neubau mit großen Fensterfronten, die die Räume extrem aufheizten und keine Klimaanlage zur Abhilfe zu Verfügung stand. Ein ähnlicher Fall wurde 2007 in einer Spielhalle in Hamm verhandelt. Mitarbeiter hatten geklagt und auch hier wurde zu Gunsten der Mitarbeiter entschieden.

Mehr Arbeitsleistung durch schönere Arbeitsplätze

Junge Frau in olivfarbenem Shirt sitzt vor einem modernen Computer am Schreibtisch im Büro und guckt nach hinten
Portrait of student girl sitting in front of desktop © goodluz - www.fotolia.de

Büroangestellte verschönern gerne ihren Arbeitsplatz mit Postern oder Fotos, aber auch mit Pflanzen. Bevor aber Arbeitgeber dieses untersagen, sollten sie bedenken, dass durch die individuelle Arbeitsplatzgestaltung auch das Wohlbefinden der Angestellten verbessert wird, was sich im Endeffekt auch auf die Leistung auswirkt. Dies konnte eine aktuelle Studie in Großbritannien belegen.

Im Normalfall ist eigentlich heute der Trend vorhanden, alles schlicht und einfach zu gestalten, so dass ein einheitliches Firmenbild garantiert wird. Deshalb gibt es in vielen neuen modernen Büros auch sehr wenig Möglichkeiten diese individuell zu gestalten. Aber wie Craig Knight, ein Psychologe von der University of Exeter, sagt, sollte man dies vielleicht in Zukunft doch wieder überdenken. In Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Alex Haslam wurden drei Studien bezüglich der Arbeitsplatzgestaltung und der Leistungsproduktivität der Angestellten durchgeführt. An den Studien nahmen mehr als 2.000 Personen teil.

Arbeitsmedizin: Mehrere kurze Pausen senken die Fehlerquote

Jasminka Godnic-Cvar ist Direktorin des Instituts für Arbeitsmedizin an der Medizinischen Universität in Wien. Sie betont wie wichtig Pausen während der Arbeitszeit sind. Wer zu viel arbeite und zu wenig Pausen mache, habe ein deutlich gesteigertes Risiko für Schlafstörungen, Unfälle und fehlerhaftes Arbeiten.

Godnic-Cvar sagt, dass daran oft nicht einmal die Arbeitgeber oder Personalmangel Schuld sei, sondern die Arbeitnehmer selbst, die vor lauter Arbeitseifer gar nicht merkten, dass sie längst eine Pause nötig hätten.

Godnic-Cvar plädiert für mehrere kurze Pausen nach etwa zwei Stunden Arbeit. Die brächten mehr Entspannung als eine einzige lange Pause.

Multitasking führt zu mehr Fehlern und erzeugt Stress

Multitasking galt lange Zeit als Inbegriff den modernen, effizienten Arbeitens. Dass dem nicht so ist, haben viele schon am eigenen Leib gespürt - immer dann, wenn es an der nötigen Konzentration für eine Sache mangelt und Fehler passieren. Das sieht auch Dirk Windemuth vom Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Der Mensch sei einfach nicht für Multitasking geschaffen. Das gedankliche Neufokussieren zwischen zwei Aufgaben braucht mehr Zeit, als die Beschäftigung mit einer Aufgabe.

Für die Arbeitnehmer steigt das Stresslevel enorm. Es gilt immer mehr Arbeiten zu erledigen. Zusätzlich hat die Flut an Information und Kommunikation zugenommen. Man muss stets erreichbar sein. Das stört einen geregelten Arbeitsablauf.

Am besten sei es, so Windemuth beispielsweise E-Mails nicht sofort nach deren Eingang, sondern ein paar Mal am Tag en bloc zu lesen. Auch eine "Stille Stunde" ist sinnvoll. Dabei spricht man sich mit Kollegen ab, mit denen man im Wechsel das Telefon für eine festgesetzt Zeit übernimmt. In dieser Phase bleibt genug Konzentration, um sich einer umfangreicheren Aufgabe zu widmen.

Abkühlung bei tropischen Temperaturen - Hilfe im Büroalltag

Portrait einer jungen Frau mit langen dunkelbraunen Haaren und schwarzen Blazer im Büro
Business woman in her office © Minerva Studio - www.fotolia.de

Die letzten Tage haben uns mit einer regelrechten Tropenhitze überfallen. Selbst wenn man nicht in der direkten Sonne war, fiel das Atmen der heißen Luft schwer und nicht wenige bekamen Kreislaufprobleme. Was man als Kind in den Ferien oder als Erwachsener im Urlaub vielleicht für den Badbesuch richtig gut findet, das kann im Alltag zur quälenden Last werden. Doch wie soll man sich im Büro akklimatisieren?

Die oberste Regel lautet: Wasser trinken. Viele versuchen gerade bei hohen Temperaturen wenig zu trinken, damit sie kaum schwitzen, doch das kann fatal sein und bis zum Kollaps führen. Für den Körper ist das Schwitzen die einzige Möglichkeit, um die innere Temperatur zu regulieren. Wer also keine 1 1/2 bis zwei Liter am Tag trinkt, kann sich selbst schaden. Allerdings sollte wirklich am besten Mineralwasser auf dem Programm stehen und nicht kreislaufanregende Getränke wie Kaffee oder Tee. Selbst Limonade eignet sich weniger, da das Übermaß an Zucker beim Abkühlen kaum hilft.

Damit das Schwitzen nicht zu unangenehm wird, sollte man luftige Kleidung tragen. Alles, was direkt am Körper anliegt, wird bei 30 Grad Celsius und mehr als extrem unangenehm empfunden. Wer einem Dress-Code im Büro folgen muss, der sollte zumindest auf atmungsaktive Stoffe achten. Gut sind Materialien, die den Schweiß aufnehmen, das verhindert einen zu großen Schweißfilm direkt auf der Haut. Ein kleiner Tipp ist das Arbeiten mit Kühltüchern. Wer hier gezielt Stirn und Hals, den Puls an den Handgelenken und die Kniekehlen regelmäßig abkühlt, wird sich am gesamten Körper weniger überhitzt fühlen.

Schlechter Führungstil: Chefs sorgen für Stress am Arbeitsplatz

Nach dem "Stressreport 2012" leiden 43% der Arbeitnehmer in Deutschland unter Stress am Arbeitsplatz

Gestresster und überforderter Mann mit mehreren Telefonen und Ordnern
Depressed man at work © laurent hamels - www.fotolia.de

Wenn Arbeitnehmer im Büro unter Stress leiden, liegt es häufig am Chef. Dies glaubt zumindest die IG Metall, die "inkompetentes Führungsverhalten" als einen der Hauptlöser für Stress ausgemacht hat. Dazu gehört beispielsweise, die Untergebenen mit immer mehr Arbeit zu überschütten, wenn sie sich ohnehin schon überlastet fühlen. Auch fehlende Prioritäten stressen Angestellte, weil sie nicht wissen, was wirklich wichtig ist und was warten kann.

Ohne Rücksicht auf Verluste

Allerdings sind Chefs nicht nur Täter, sondern auch Opfer: Gerade die mittlere Führungsebene gibt vielfach nur den Druck weiter, den sie selbst von ganz oben bekommen. Schwierig ist die Lage auch, wenn der Chef arbeitssüchtig ist oder sich komplett über seine Arbeit identifiziert: Ein Chef, der 16 Stunden am Tag im Einsatz ist und selbst kein Privatleben hat, verlangt dies dann auch von seinen Untergebenen, ohne Rücksicht auf deren Privatleben.

Zeit- und Leiharbeit

Nach dem neuen "Stressreport 2012" leiden 43% der Arbeitnehmer in Deutschland unter zunehmendem Stress und Druck am Arbeitsplatz. Es sind jedoch nicht nur die Chefs und die Flut von Telefonanrufen und E-Mails, die die Arbeitnehmer belasten: Als Problem werden auch die immer weiter zunehmenden prekären Arbeitsverhältnisse empfunden: Gerade befristete Verträge und Leiharbeit sorgen für eine ständige Verunsicherung über die berufliche Zukunft.

Arbeitgeber müssen ihre Mitarbeiter vor Hitze schützen

Auf den Hochsommer und die heißen Temperaturen hat jeder gewartet, doch leider kann man nicht jeden Tag ins Schwimmbad oder an den Baggersee gehen, wenn man arbeiten muss. Dies fällt bei großer Hitze besonders schwer, da der Kreislauf oft schlapp macht, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme auftreten. Arbeitgeber sind da in der Pflicht, ihre Angestellten vor Hitze zu schützen, dies ist auch gesetzlich geregelt.

So soll die Temperatur in Arbeitsräumen maximal 26 Grad betragen, einen Rechtsanspruch darauf gibt es jedoch nicht. Elektrische Geräte wie Lampen, Drucker oder Computer geben zusätzlich Wärme ab und sollten nur in Betrieb genommen werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Auch muss der Arbeitgeber Sonnenschutzmaßnahmen treffen, wie Jalousien an den Fenstern oder Oberlichtern.

Mitarbeiter, denen aufgrund gesundheitlicher Probleme bei Hitze ein Attest ausgestellt wurde, haben an sehr heißen Tagen ein Recht auf Arbeitsfreistellung. Dies gilt auch für stillende Mütter und Schwangere. Liegen die Ozonwerte im Höchstbereich, so müssen Außenarbeiten auf ein Minimum begrenzt werden.

So klappt die Arbeit im Büro bei großer Hitze besser

Junge dunkelhaarige Frau mit Bluse in Büro zwischen Computer und Büchern mit Wasserglas, hält sich Kopf wg Kopfschmerzen
douleur et mal de tête © Charly - www.fotolia.de

Jeder hat sich zwar gesehnt nach den hochsommerlichen Temperaturen, aber viele Menschen leiden auch darunter. Vor allem, wenn man noch keinen Urlaub hat und die heiße Saison am Badesee verbringen kann, sondern im Büro sitzen muss. Besonders anstrengend ist dies, wenn am Arbeitsplatz keine Klimaanlage vorhanden ist.

Trotzdem muss man versuchen, sich zu konzentrieren, was mit ein paar Tipps der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin auch gelingen kann. Damit der Kreislauf wieder in Schwung kommt, sollte man sich immer wieder kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen und damit auch Gesicht und Nacken kühlen.

Natürlich ist oberstes Prinzip, bei großer Hitze viel zu trinken, am besten lauwarme Getränke. Alkohol und Eiskaltes rauben unserem Körper zu viel Energie. Das sogenannte Power-Napping ist eine Entspannungstechnik aus Fernost, die unserem Körper auch bei großer Hitze dienlich ist und uns schnell wieder fit macht.

Statt einer langen Pause sollten bei Hitze lieber immer wieder kurze Pausen verbracht werden, am besten an einem kühlen Ort. Auch kann man einmal mit dem Chef darüber reden, ob man die eventuell geltende Kleiderordnung lockern und auf die Krawatte und das Jackett verzichten könnte.

Lärm im Büro: Was Stress auslöst und wie man Störfaktoren beseitigt

Klappernde Tastaturen und ratternde Drucker können im Büro eine beachtliche Lärmkulisse aufbauen. Wenn dann noch das Telefon klingelt und der Kollege zu reden anfängt, ist es mit dem konzentrierten Arbeiten vorbei. Denn das Gehirn richtet seine Aufmerksamkeit automatisch auf die Sprechgeräusche und versucht ihren Sinn zu entschlüsseln.

Um sich auf die eigene Tätigkeit zu konzentrieren, muss das Gehirn immer mehr Energie aufwenden – bis es irgendwann erschöpft den Geist aufgibt. Stresshormone fluten den Körper, Blutdruck und Puls steigen. Dauert diese Situation an, geraten die Betroffenen in einen chronischen Erschöpfungszustand.

Störfaktoren reduzieren

Sowohl Arbeitnehmer als auch Vorgesetzte sollten daher ein Interesse haben, den Bürolärm einzudämmen. Bereits einfache Maßnahmen wie Trennwände, schallschluckende Teppiche oder das Auseinanderrücken der Schreibtische zeigen Wirkung. Um die Geräuschbelastung zu reduzieren, kann man auch bereits beim Kauf auf extra leise Computer und Drucker achten.

Weitere Entspannung bringt eine veränderte Arbeitsorganisation. Meetings nur im Konferenzraum. Private Gespräche nur im Flur. Abgeschirmte Arbeitsplätze für diejenigen, die konzentriert schreiben, rechnen oder programmieren müssen.

Zukunft braucht Erfahrung – Senioren geben ihr Fachwissen weiter

Bäcker bei der Arbeit, er knetet den Teig
bäcker handwerk 4 © leno2010 - www.fotolia.de

Das Alter ist keine Zeit des Rückzugs. Immer mehr Senioren entscheiden sich sogar, mit dem Eintritt in die Rente weiter zu arbeiten. Nur eben anders. Etwa beim Senior-Experten Service (SES), der ehrenamtlichen Fachkräften die Möglichkeit gibt, ihr Wissen in Entwicklungsprojekte einzubringen. Auch heimische Unternehmen nutzen mittlerweile die Erfahrung ihrer Pensionäre.

Ob Bäcker oder Metzger, Tischler oder Klempner - der SES entsendet Ruheständler in alle Welt. Den Aufenthalt von bis zu sechs Monaten zahlt in aller Regel der örtliche Auftraggeber, bei Bedarf springt auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein.

Rund 11.000 Experten sind bei der gemeinnützigen Organisation registriert, 1.600 Einsätze werden jährlich koordiniert. Gefragt sind vor allem Meister und Diplom-Ingenieure, aber auch Facharbeiter werden mit ihren Erfahrungen im Ausland gebraucht.

Was in Deutschland möglich ist, zeigt der Otto-Versand. Mit der "Senior Expert Consultancy" betreibt der Konzern eine eigene Pensionärsfirma, die ehemalige Beschäftigten über Beraterverträge bis zu 50 Tage pro Jahr sozialversicherungsfrei beschäftigt. Wenn Not am Mann ist, springen die Senioren ein und sorgen dafür, dass die Arbeitsprozesse lückenlos funktionieren.

Telefon, E-Mail, quatschende Kollegen – so meistern Sie Störungen im Job

Kleine Gruppe im Businesslook bei lockerem Meeting im Büro
good employee attitude © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Albert Einstein war ein kluger Mann – er duldete keine Störungen bei der Arbeit und verbannte sogar das Telefon aus seinem Haus. Wer mit dem Wissenschaftler sprechen wollte, musste beim Nachbarn anrufen.

Ganz so rigoros können wir heute nicht abschalten. Damit die Konzentration nicht unter E-Mail, Handy und quatschenden Kollegen leidet, gibt es aber ein paar Tipps.

Multitasking vermeiden

Laut Stressreport müssen 44 Prozent der Angestellten ihre Arbeit oft unterbrechen. Um dennoch die gewünschten Leistungen zu erbringen, versuchen 60 Prozent mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Multitasking führt aber nicht zu besseren Leistungen. Es strengt nur an.

Nicht verzetteln – Zettel schreiben

Wer sofort nach dem klingelnden Telefon greift, vergisst womöglich die geniale Idee, die er eben hatte. Bevor man den Gedanken aus dem Kopf verliert, sollte man ihn deshalb auf einen Notizzettel bannen. So lässt sich nach dem Telefonat schneller wieder an die ursprüngliche Aufgabe anschließen.

Absprachen mit Kollegen treffen

Manche Aufgaben verlangen volle Konzentration. Im Team sollten Kollegen deshalb Arbeitsphasen festlegen, in denen sie nicht gestört werden wollen. Dazu gehört auch eine Absprache über Gesprächs- und Telefonzeiten.

Rücksicht nehmen

Nicht nur am Telefon sondern auch im Gespräch sollten alle so leise wie möglich reden. Handy und akustische Signale am PC auf lautlos schalten.

Pausen einlegen

Pausen sind nicht nur im Sport wichtig. Auch im Beruf können kurze Auszeiten die Leistungsfähigkeit erhöhen. So lassen sich Unterbrechungen besser meistern.

Geruchsprobleme im Job – was tun, wenn der Kollege müffelt?

Mann mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte pustet durch und wischt sich mit der Hand über die Stirn
it's a hard job © bsilvia - www.fotolia.de

Körperausdünstungen sind gesund – auch im Büro. Beim Schwitzen regulieren wie unsere Temperatur und schützen uns so vor Hitzschlag. Die dabei entstehenden Gerüche können jedoch unangenehm sein, und mancher Kollege müffelt so streng, dass das soziale Miteinander erheblich belastet wird. Dann braucht es einen Mutigen, der den Schweißgeruch mit dem Betreffenden anspricht.

Wie sage ich's?

In einer Umfrage gaben mehr als 97 Prozent der Befragten an, dass sie auf Körpergeruch angesprochen werden möchten. Schließlich nimmt man die eigenen Düfte nicht wahr. Zugleich traute sich weniger als die Hälfte, selbst so ein heikles Gespräch zu führen. Tatsächlich braucht es Fingerspitzengefühl.

Nur unter vier Augen

Die klügste Haltung ist es, sich selbst zu fragen, wie man im Mief-Fall behandelt werden möchte. Die nackte Wahrheit wäre für jeden demütigend, noch dazu, wenn sie vor Publikum geäußert wird.

Deshalb raten Psychologen, das Gespräch nur unter vier Augen zu führen und vorwiegend Ich-Botschaften zu senden. "Ich schätze Dich als Kollegen und möchte, dass Du auch bei Kunden einen guten Eindruck machst". Solche Sätze zeigen die persönliche Wertschätzung. "Ich möchte es Dir sagen, bevor andere Kollegen anfangen, über Dich zu lästern". Solche Worte beruhigen und erhalten das Vertrauen.

Diskrete Hilfestellungen

Wenn das Deo des Kollegen versagt, kann man ihm zusätzlich ein Deo oder Erfrischungstücher anbieten – mit dem Hinweis, dass heute wirklich ein besonders schweißtreibender Tag ist. Das macht dem Stinker klar, dass sie ihn nicht persönlich ablehnen. Und er kann sein Gesicht wahren.

Im Folgenden gehen wir auf wichtige Faktoren ein, die das produktive Arbeiten möglich machen...

Tipps für mehr Konzentration am Arbeitsplatz

Heutzutage ist es oft der Fall, dass man in seinem Beruf oft am Schreibtisch oder in sitzender Position zubringt. Leider hat dies im Laufe der Zeit gesundheitliche Folgen zur Konsequenz. Einige Tipps können Ihnen dabei behilflich sein, sich während des Arbeitstages zu bewegen und nachhaltige positive Grundlagen für Ihre Gesundheit zu legen.

Ein üblicher Büroalltag sieht so aus, dass man morgens bis mittags am Schreibtisch arbeitet, zur Mittagspause aufsteht, so denn man sich nicht nur auf ein mitgebrachtes Pausenbrot beschränkt und nach dem Ende der Mittagspause bis zum Nachmittag wieder am Schreibtisch sitzt. Ab und an kommt man vom Körper die Signale sich anders hinzusetzen, sich zu recken oder der Kopf verlangsamt sich in der Denkleistung und die Konzentration nimmt ab.

Lüften, Strecken, Durchatmen

Das Beste ist, wenn es erst gar nicht zu derartigen Mangelerscheinungen kommt, sondern Sie rechtzeitig etwas für Ihren Körper und Ihren Kopf machen. Sorgen Sie über den Tag verteilt für ausreichende Frischluftzufuhr und halten Sie das Fenster, auch an kalten Tagen, wenigstens für 10 Minuten geöffnet, um die verbrauchte Luft durch Frischluft zu ersetzen.

Nehmen Sie sich jede Stunde einen Augenblick für sich und recken Sie Ihren Körper oder nehmen Sie sich eine kürzere Pause, um eine kleine Übung durchzuführen: Nehmen Sie zum Beispiel eine gerade Sitzhaltung ein, so dass die Beine rechtwinklig auf dem Boden stehen und Ihr Rücken gerade ist.

Atmen Sie nun tief in den Bauch und wieder aus. Bei dieser Übung versuchen Sie Ihre Gedanken von eben abzulegen. Machen Sie sich leicht und frisch für die nächste auf Sie zukommende Arbeitsstunde.

Auflockerungsübungen zwischendurch helfen die Konzentration aufrechtzuerhalten
Auflockerungsübungen zwischendurch helfen die Konzentration aufrechtzuerhalten

Übungen für Nacken, Schultern und Po

In einer anderen Übung können Sie Ihren Kopf langsam in den Nacken legen und kurz verweilen, dann legen Sie den Kopf seitlich auf die linke Schulter, verweilen ebenfalls, und legen den Kopf dann auf die rechte Schulter. Hier ist es wichtig, dass Sie tief in den Nacken fühlen und sich nicht überdehnen und damit verletzen.

Je nach Intensität des bisherigen Arbeitstages kann der Nacken entsprechend verspannt sein und sich dementsprechend wenig dehnen lassen. Gehen Sie nicht über Ihre Grenzen und halten Sie stets ein angenehmes Gefühl beim Ausführen der Übung.

Als weitere Übung können Sie sich mit Ihrem Po auf die vordere Sitzhälfte des Stuhls setzen. Hierbei empfiehlt sich ein Stuhl, bei dem Sie die Rollen festrasten können oder ein Stuhl ohne Rollen.

Halten Sie sich, wenn erforderlich am Schreibtischrand oder an der Sitzfläche des Stuhles fest und heben Sie erst das rechte, dann das linke Bein im Wechsel. Ziehen Sie die Oberschenkel in Richtung Ihres Bauches. Auch hierbei soll der Oberkörper in einer aufrechten Position sein.

Als nächstes können Sie die rechte Hand zur linken Schulter führen und nicht auf, sondern an der Schulter von vorne anlegen. Nun dehnen Sie Ihre rechte Schulter. Auf diese Weise wird Ihre Schulter entspannt und zusätzlich Ihr Nackenbereich gedehnt. Wiederholen Sie dieselbe Übung dann für die andere Seite der Schulter.

Aus dem Sitzen heraus können Sie Ihre Beine rechtwinklig auf den Boden stellen und dann im Wechsel die Ferse heben und dabei die Waden anspannen. Analog können Sie den Fuß auf den Boden aufstellen und Ihre Zehen hochziehen.

Tägliche Rituale stärken das seelische Gleichgewicht

Blonde Frau in weißer Bluse macht Fitnessübungen am Arbeitsplatz im Büro, den linken Arm über den Kopf gestreckt
Business woman doing fitness exercise © fizkes - www.fotolia.de

Arbeitsbeginn stets in der gleichen Reihenfolge: Kaffee trinken, Blumen gießen, Familienbild gerade rücken, Schreibutensilien ausrichten – nur ein alberner Tick? Britische Forscher behaupten: nein.

Sie haben jetzt herausgefunden, dass solche kleinen Rituale für uns Menschen wichtig sind, berichtet die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau. Sie stärken nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern bereiten uns auch auf die Anforderungen und Aufgaben des Alltags vor. Danach werden wir anscheinend leistungsfähiger, können effektiver arbeiten und sind gegen Stress besser gefeit.

Power-Napping – Neue Argumente für den Mittagsschlaf am Arbeitsplatz

Rotblonde Frau liegt mit der Kopfrückseite auf dem Schreibtisch im Büro und schläft
frau schläft im büro © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Wer mittags ein Schlafbedürfnis spürt, soll dem nach Möglichkeit nachgeben und ein kurzes Nickerchen einlegen – auch am Arbeitsplatz. Dazu rät der Regensburger Schlafforscher Prof. Göran Hajak im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. "Nicht jeder Mensch hat jeden Tag so ein Schlafbedürfnis", betont Hajak. Wer es aber verspürt und ein Nickerchen einlegt, profitiert davon.

Neue Forschungen bestätigen, dass ein kurzer Mittagsschlaf die Leistungsfähigkeit in der Zeit danach verbessert. Bundesweit bekannt geworden ist das "Power-Napping", als die Angestellten der Kreisverwaltung im niedersächsischen Vechta täglich das Recht auf 20 Schlummerminuten bekamen.

Pech, dass Beamte die schlafenden Vorreiter waren – öffentliche Häme war die Folge. Schluss mit Lachen: "Es gibt kein einziges medizinische Argument gegen Power-Napping", versichert Professor Hajak, "aber viele dafür."

Neu entwickelter Schreibtischschlafsack erlaubt komfortables Nickerchen am Arbeitsplatz

Arbeit schlaucht, sodass viele ihre Mittagspause lieber schlafend im Bett verbringen würden, als auf der Arbeit. Doch wer will schon auf einem unbequemen Schreibtisch einschlafen? Die neueste Erfindung erlaubt es, auch am Arbeitsplatz ein gemütliches Nickerchen einzulegen - vorausgesetzt, der Chef ist damit einverstanden!

Dazu wurde jetzt ein automatischer Schlafsack erfunden. Der eigens für den Arbeitsplatz designte Schlafsack nennt sich "Hermit" und wird auf dem Schreibtisch platziert. Sobald jemand die Arme kreuzt und den Kopf ein wenig senkt, nimmt er die Passform der Person an und wird zum komfortablen Ersatzbett. "Hermit" stülpt sich automatisch über den Schlafenden und bietet ihm Komfort und Dunkelheit als optimale Schlafbedingungen.

Bei der Arbeit bewusst die Körperhaltung ändern

Seitenansicht Frau auf Bürostuhl macht Hohlkreuz, Rückenschmerzen
business woman back pain © fred goldstein - www.fotolia.de

Wer den gesamten Tag in einem Raum arbeiten muss, in dem wenig frische Luft vorhanden ist und vielleicht viel eher der Klimaanlage ausgesetzt ist, der sollte sich Auszeiten gönnen. Diese sollten dann an der frischen Luft verbracht werden. Gerade die Mittagspause eignet sich dafür hervorragend.

Dies beteuert auch der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) in Deutschland. Mit einem kleinen Spaziergang an der frischen Luft ist die Mittagspause nicht nur wunderbar geeignet die eigene Stimmung aufzuhellen, sondern auch das Immunsystem wieder in Schwung zu bringen.

Speziell im Büro haben viele Angestellte das Problem, dass sie in der immer gleichen Position verharren. Dies ist jedoch nicht nur in einem Büro der Fall, auch LKW-Fahrer, Friseure und andere Berufsgruppen sind von dieser Problematik betroffen. Durch die sehr einseitige und zeitgleich dauerhafte Belastung werden die Muskeln zu sehr beansprucht, während andere Muskeln beinahe verkümmern. Dies kann gerade dauerhaft dafür sorgen, dass Erkrankungen entstehen. Damit sich solche gesundheitlichen Probleme bereits im Voraus vermeiden lassen, empfiehlt der VDBW mehrmals täglich die Körperhaltung ganz bewusst zu verändern und den Kreislauf der immer selben Position zu durchbrechen.

Der Friseur, der seine Arbeit vor allem stehend verrichtet, kann beispielsweise mehrere Kunden am Tag im Sitzen bedienen und damit die Muskeln effektiv entlasten. Als Angestellter im Büro kann es sinnvoll sein, nicht das Auto für die Fahrt ins Büro zu nutzen. Viel sinnvoller ist es, auf das Fahrrad zu setzen. Dies könnten auch LKW-Fahrer effektiv als Gegenmaßnahme nutzen.

Generell ist es egal, wie man sich bewegt, laut Wahl-Wachendorf ist es nur wichtig, dass sich jeder Mensch am Ende des Arbeitstages auf unterschiedliche Art und Weise bewegt hat, damit die Muskeln möglichst gleichmäßig beansprucht werden und nicht stellenweise verkümmern.

Fitness am Arbeitsplatz - Viele Firmen stellen ihren Angestellten Laufbänder und Fahrräder ins Büro

Unterkörper einer Frau im roten Sportoutfit im Fitnessstudio auf Laufband
racetrack © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

Im Sommer, wenn den ganzen Tag die Sonne scheint und die warmen Temperaturen geradezu einladen nach draußen zu gehen, fällt vielen die regelmäßige sportliche Betätigung leichter, doch wenn die Temperaturen im Herbst wieder sinken und das Wetter eher dazu rät den ganzen Tag im Bett zu verbringen, siegt bei den meisten der innere Schweinehund.

Im Idealfall wird der Sport dann einfach nach drinnen verlegt. Doch wenn man den ganzen Tag arbeiten ist und abends dann verständlicherweise keine große Lust mehr hat sich ins Fitnessstudio zu zwingen, dann muss das Fitnessstudio eben ins Büro kommen. Das jedenfalls scheinen sich immer mehr große Firmen zu denken.

Unternehmen wie Procter & Gamble, Microsoft und Coca Cola schwören inzwischen darauf ihren Mitarbeitern im Büro Laufbänder und Fahrräder zur Verfügung zu stellen, auf denen sie sich in den Pausen oder auch während leichterer Tätigkeiten, wie E-Mails lesen oder Telefonieren, ein wenig sportlich betätigen können.

So richtig auspowern können sich die Mitarbeiter dabei zwar nicht, denn schließlich soll die Arbeit ja nicht darunter leiden, aber gemütliches Spazierengehen oder Radeln mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von zwei oder drei Stundenkilometern hält auf Dauer auch fit.

Grün macht Laune: Mehr Arbeitsleistung durch Zimmerpflanzen

Zwei schwarz gekleidete Frauen in Büro arbeiten am Laptop im Besprechungsraum, eine arbeitet an der Flipchart
schulung 1 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Das Büro ist zum Arbeiten da, nette Pflanzen hier und da sind für viele Zeitgenossen nur unnötiger Schnickschnack. Doch diese Annahme ist irrig, denn Forscher haben jetzt entdeckt, dass Zimmerpflanzen die Arbeitsleistung erhöhen können. Die Ergebnisse beweisen, dass Mitarbeiter, die von grüner Pflanzendekoration umgeben sind, um 15 Prozent effektiver arbeiten als die Kollegen in einem trostlosen Ambiente.

Pflanzen-Deko wirkt positiv auf Körper, Geist und Seele

Wissenschaftler der Universität Cardiff haben Tests in großräumigen Bürokomplexen durchgeführt und in einem Zeitraum vom mehreren Monaten Pflanzen an unterschiedlichen Stellen platziert und wieder weggenommen. Büromitarbeiter konnten so mindestens zwei Zimmerpflanzen vom Arbeitsplatz aus sehen.

Das Forscherteam analysierte die Produktivität der Angestellten und dokumentierte die Ergebnisse von Befragungen im Hinblick auf die individuelle Wahrnehmung. Die Auswertungen machten deutlich, dass Beschäftigte eine höhere Arbeitsleistung ablieferten, wenn die grünen Gewächse in Sicht waren und gaben an, sich besser konzentrieren zu können und sich allgemein wohler zu fühlen. Pflanzen-Deko also wirkt nachweislich positiv auf Körper, Geist und Seele.

Die Produktivität durch angenehme Büro-Atmosphäre erhöhen

Erstmals konnten Wissenschaftler den Beweis erbringen, dass Pflanzen nicht nur das Wohlbefinden steigern, sondern auch die Arbeitsleistung erhöhen. Clevere Chefs wissen um die positive Wirkung von Zimmerpflanzen und schaffen eine angenehme Büro-Atmosphäre – für zufriedene Mitarbeiter und wirtschaftlichen Erfolg.

Der grüne Arbeitsplatz liegt derzeit nicht gerade im Trend und wird durch hochmoderne Designs ersetzt. Doch nüchtern gestaltete Arbeitsbereiche sind nicht dafür prädestiniert, das Raum-Ambiente zu verbessern. Grünpflanzen dagegen sorgen für frische Energien und ein optimales Klima.

Studie belegt die Vorteile des aufrechten Sitzens

Ein älterer, indischer Mann in gelber Hose sitzt meditierend auf einer Mauer
meditation © pepe - www.fotolia.de

Kennen wir ihn nicht alle, die mahnenden Spruch: "Kind, sitz endlich aufrecht!"? Dass eine gesunde Körperhaltung nicht nur den gefürchteten Buckel verhindern hilft, sondern womöglich noch sehr viel mehr Vorteile mit sich bringt, das legt jetzt eine Studie aus Neuseeland nahe.

Wie die "Daily Mail" berichtete, wurde 74 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hierfür eine falsche Rahmenhandlung erzählt, so dass diese keinen Verdacht schöpften. Für die Untersuchung wurden sie nun aufgefordert, entweder eine aufrechte oder aber eine zusammen gekrümmte Körperhaltung im Sitzen einzunehmen. Diese wurde mit Physiotapes fixiert.

Mehr Selbstbewusstsein durch aufrechtes Sitzen

Anschließend sollten die Probanden Fragen beantworten. Die Antworten wurden nun von der Studienleitung ausgewertet und die Körperreaktionen wie Blutdruck und Puls hierfür gemessen. Dabei zeigte sich, dass Menschen in aufrechter Körperposition offenbar selbstbewusster und auch ausführlicher antworteten als jene der Vergleichsgruppe.

Offenbar waren aufrecht sitzende Menschen weniger auf sich selbst konzentriert und konnten offener auf ihre Mitmenschen reagieren. Die Stimmung war besser, und die Probanden zeigten weniger Ängste als jene in gekrümmter Sitzhaltung.

Das richtige Essen am Arbeitsplatz

Die Leistungsanforderungen am Arbeitsplatz werden immer größer. Dafür ist eine gute Konzentrationsfähigkeit unerlässlich. Die richtige Ernährung spielt dabei eine erhebliche Rolle.

Nahrungsmittel liefern wichtige Nährstoffe und damit Energie für physische und geistige Aktivitäten. Deshalb ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung so wichtig. Denaturierte Lebensmittel und eine einseitige Ernährung können sich ungünstig auf die Leistungsfähigkeit auswirken.

Ideal sind Lebensmittel, die leicht verdaulich und reich an wichtigen Mineralien und Vitaminen sind. Außerdem sollen sie Energie liefern, die länger anhält.

Darauf sollte verzichtet werden

Raffinierten Zucker und Produkte die ihn enthalten, sollten eher gemieden werden. Der Zucker setzt zwar sehr schnell Energiespitzen frei, lässt den Blutzuckerspiegel dann aber auch rasch wieder absinken. Das Resultat ist Müdigkeit und Konzentrationsmangel.

Nahrung, die schnell verbrannt wird, kann nicht für einen ausgeglichenen Energiepegel sorgen. Weiterhin sollte man auch auf Lebensmittel mit Farbstoffen, Konservierungsstoffen und anderen chemischen Zusätzen verzichten, auch Geschmacksverstärker wirken sich ungünstig aus.

Bei schwer verdaulichen Speisen konzentriert sich der Körper nach dem Essen vor allen Dingen auf die Verdauung und andere körperliche Prozesse und Abläufe fahren herunter. Dann ist nicht mehr die volle Kapazität für die Konzentrationsfähigkeit vorhanden. Nicht umsonst kennt man die Binsenwahrheit "ein voller Bauch studiert nicht gern".

Natürlich kann man am Arbeitsplatz eine warme Mahlzeit zu sich nehmen, aber sie sollte ernährungsphysiologisch wertvoll sein. Immer mehr Kantinen bieten auch leichte und nährstoffreiche Kost an.

Das ist zu empfehlen

ergeben eine gehaltvolle Mahlzeit. Sojaprodukte enthalten unter anderem viel Lecithin und verhindern damit eine Kalkablagerung an den Gefäßen des Gehirns.

Als Zwischenmahlzeit eignen sich Früchte und Nüsse. Nüsse sind reich an Vitaminen, Omega-Fettsäuren sowie Antioxidantien. Damit wirken sie sich günstig auf die Gehirnleistung aus. Nicht umsonst sind sie Bestandteil des so genannten Studentenfutters.

Auch Milchprodukte sind ideal für zwischendurch, sie sind sehr kalziumreich und verbessern damit die Funktion der Nerven. Gerade Joghurt enthält Stoffe die sich günstig auf die Biochemie des Gehirns auswirken und die Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit steigern.

Für eine optimale Gehirnleistung ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr notwendig. Zwei bis drei Liter Wasser am Tag sollten schon getrunken werden. Kaffee und schwarzen Tee sollte man nur in geringen Mengen genießen. Sie haben zwar eine anregende Wirkung, in großen Mengen machen sie aber nervös und wirken sich ungünstig auf die Konzentration aus.

Butterbrot und Kaffee am Computer: Die Ernährung in deutschen Büros lässt zu wünschen übrig

Schreibtisch mit PC, Terminkalender, Stiften und Becher Kaffee
scrivania © alessia montanari - www.fotolia.de

Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland verzichten auf eine echte Mittagspause und essen lieber kurz am eigenen Schreibtisch ein Butterbrot. Dazu wird den ganzen Tag über fast nur Kaffee getrunken.

Experten des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) weisen darauf hin, dass jedoch gerade am Arbeitsplatz echte Pausen wichtig sind, um dauerhaft die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Auch darf das Trinken -mindestens 1,5 Liter pro Tag - nicht vernachlässigt werden.

Die VDBW fordert die Arbeitgeber auf, mehr für die gesunde Ernährung ihres Personals zu tun. So sollten Kantinen über eine Salatbar verfügen und in Pausenräumen sollten zusätzliche Getränkeautomaten stehen, aus denen sich Mitarbeiter Kaltgetränke ziehen können. Dazu sollte das Personal nach ihren Wünschen zum Angebot in der Kantine befragt werden.

Die Arbeitnehmer sollten jedoch auch selbst darauf achten, sich gesund zu ernähren und vor allem Pausen einzulegen. Reicht die Zeit nicht für eine klassische einstündige Mittagspause, sollten zumindest mehrere kleine Pausen zum Essen und Trinken eingelegt werden. Auch sollte ab und zu der Arbeitsplatz verlassen werden um Abstand zu gewinnen. Ideal ist ein kurzer Aufenthalt an der frischen Luft.

Frisches Obst und Arbeit - Lebensstil hat positiven Einfluss auf Schwangerschaft

Ob eine Schwangerschaft unkompliziert verläuft, hängt auch vom Lebensstil ab. Eine internationale Forschergruppe hat 5.628 junge Frauen bis zur Geburt begleitet und dabei auch nach Ernährung und Alltagsaktivitäten gefragt. Frauen, die auf eine gesunde Ernährung achteten und zu Beginn der Schwangerschaft arbeiteten, hatten am seltensten Komplikationen.

Positive Wirkung von drei Faktoren

Bei der Ernährung zeigten vor allem drei Faktoren positive Wirkung: der Verzicht auf Alkohol, das Einschränken des Salzkonsums und viel Obst. Studienteilnehmerinnen, die sich gesund ernährten, nahmen im ersten Schwangerschaftsdrittel auch weniger zu – eine weitere Chance auf einen komplikationslosen Verlauf. Zwei von drei Teilnehmerinnen erlebten eine problemlose Schwangerschaft und Geburt.

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    Häufig mangelt es nicht nur an Konzentration, sondern auch an Motivation...

    Tipps für mehr Motivation am Arbeitsplatz

    Morgens, wenn der Wecker klingelt, würde man lieber im Bett bleiben. Auf der Arbeit warten Aktenberge, die Kollegen im Büro kann man nicht leiden, der Chef verlangt zu viel von einem und das Wetter ist auch noch viel zu schön für einen langen Bürotag.

    Kurz gesagt: Es fehlt die Motivation. Kommt man nur einmal motivationslos zur Arbeit, so sehen die Kollegen und der Chef sicher problemlos darüber hinweg. Doch wenn man ständig unmotiviert ist, wird man früher oder später seinen Job verlieren.

    Was ist wichtig, um motiviert zu bleiben?

    Wem es an Motivation mangelt, der sollte sich viel körperlich bewegen, und das Ganze am besten an der frischen Luft. So kann man beispielsweise morgens vor der Arbeit eine Runde joggen gehen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Bewegung lenkt ab und das Sonnenlicht macht uns glücklich.

    In der Arbeit sollte man bewusst die Leute grüßen und auch auf deren Begrüßung reagieren. Vielleicht ist es auch möglich, ein paar Minuten früher zur Arbeit zu kommen, um noch in Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken oder einen kleinen Plausch zu halten.

    Je nachdem, welche Art von Tätigkeit man ausübt, kann man sich die Arbeit vielleicht auch so einteilen, dass man unliebsame Arbeiten gleich in der Früh erledigt. So hat man den restlichen Tag nur noch angenehme Dinge zu tun und kann sich auf den Feierabend freuen. Vielen hilft aber auch der Gedanke ans Wochenende oder den nächsten Urlaub, auf den man sich freuen kann, um sich wieder für die Arbeit zu motivieren.

    Nur wer motiviert arbeitet, kann auch seine Leistung bringen. Dies sollte man sich immer wieder bewusst machen. Außerdem macht ein motiviertes Arbeiten doch deutlich mehr Spaß, als wenn man sich täglich morgens auf die Arbeit quälen muss.

    In jedem Fall motiviert es jeden Monat aufs Neue, wenn das Gehalt auf dem Konto eingeht. Dann weiß man, warum man sich jeden Tag ins Büro quält.

    Zurück aus dem Urlaub – so gelingt ein stressfreier Start in den Job

    Junge Frau am Schreibtisch hält Hände an Kopf, auf Tisch zwei riesige Stapel Akten
    overworked woman at the office desk © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de

    Der erste Arbeitstag nach den Ferien kann hart sein. Ein übervolles Postfach, Dutzende E-Mails und Nachrichten, alte Projekte und neue Aufgaben – wer nicht aufpasst, ist schon am Ende der Woche wieder urlaubsreif. Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich die Erholung jedoch noch eine Weile bewahren.

    Zeit für den Einstieg lassen

    Wenn absehbar ist, dass sich auf dem Schreibtisch die Arbeit türmt, ist es sinnvoll, schon zwei Tage vor Jobbeginn nach Hause zu kommen. Dann bleibt genug Zeit, um die Koffer auszupacken, Wäsche zu waschen und die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Für jede Urlaubswoche rechnet man einen Tag für die Wiedereingewöhnung – auch im Büro.

    Für positive Stimmung sorgen

    Manche Tipps aus der Trickkiste des positiven Denkens wirken albern, aber sie helfen. Wer so gar nicht zur Arbeit motiviert ist, kann zumindest seinen Körper in Aktivitätsmodus versetzen: aufrecht gehen, Spannung in den Körper bringen und Mundwinkel nach oben ziehen. Der psychische Elan kommt dann oft von allein.

    Damit das Urlaubsgefühl möglichst lange erhalten bleibt, kann es auch helfen, ein paar Erinnerungsstücke im Büro zu verteilen. Der Anblick weckt positive Emotionen. Auch Gespräche über die Ferien holen die Erlebnisse im Gefühl zurück. Wer vor den Kollegen in Urlaubserinnerungen schwelgt, erntet allerdings rasch Neid.

    Aufgaben sortieren

    Die erste Aufgabe für Ex-Urlauber ist es, die anfallenden Arbeiten und Mails zu sortieren. Was ist wichtig, was ist dringlich? Arbeitspsychologen empfehlen, die Aufgaben in vier Prioritätsstufen zu unterteilen, nur was in der A-Liste landet, sollte tatsächlich gleich erledigt werden. Für Aufgaben von der B-Liste setzt man sich feste Termine, die anderen werden delegiert oder nach hinten geschoben.

    Damit die Motivation nicht gleich in den Keller sinkt, sind gerade in der ersten Arbeitswoche nach den Ferien Pausen wichtig. Wer erledigte Aufgaben sichtbar von der Liste streicht, kann mitverfolgen, welche Leistungen er bereits erbracht hat. Nach jedem Strich darf man sich außerdem belohnen, etwa mit einem Kaffee, einem Spaziergang oder einem längeren Blick auf die Urlaubssouvenirs.

    Tipps, wie Sie die tägliche E-Mail-Flut richtig angehen

    Täglich bekommt jeder Angestellte durchschnittlich über 40 E-Mails am Arbeitsplatz, wodurch sich rund ein Drittel der Arbeitnehmer überfordert und ständig gestresst fühlen. Diese E-Mail-Flut ist damit ein Faktor, der die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden des Mitarbeiters negativ beeinflussen kann. Doch welche Tipps helfen dabei, diese E-Mail Flut zu reduzieren und die eingegangenen Nachrichten effektiv zu verarbeiten?

    Zunächst einmal sollte man als Arbeitnehmer die Art der E-Mails analysieren, welche täglich im eigenen Postfach landen. Vielfach dürfte man dann zum Ergebnis kommen, dass rund ein Drittel der E-Mails Spam-Mails sind.

    Ein weiterer Großteil der E-Mails betrifft einen persönlich dann häufig nicht. Übrig bleibt eine überschaubare Anzahl an E-Mails, welche man wirklich lesen sollte oder gar dringend muss.

    Spam effektiv filtern

    Um also die E-Mail-Flut unter Kontrolle zu bringen, sollten zunächst einmal Maßnahmen ergriffen werden, welche dafür sorgen, dass die Anzahl der irrelevanten E-Mails sinkt. Hierzu empfiehlt sich einerseits der Einsatz spezieller Spam-Filter, welche es auch in hochwertigen und kostenpflichtigen Varianten gibt. Zudem sollte überprüft werden, warum es zu einer so großen Anzahl an empfangenen E-Mails kommt, welche für einen eigentlich überhaupt keine Rolle spielen.

    Kommunikation innerhalb des Betriebs überprüfen

    Schuld daran sind häufig zu intensiv genutzte E-Mail Verteiler durch Kollegen oder Vorgesetzte. In diesem Fall wird eine Nachricht an eine gesamte Abteilung geschickt, obwohl diese eigentlich nur für wenige Mitarbeiter relevant ist. Auf den ersten Blick mag dies dem Absender und damit dem Unternehmen Arbeit sparen.

    Da aber alle Arbeitnehmer die E-Mail erst öffnen und erkennen müssen, dass sie deren Inhalt überhaupt nicht betrifft, geht insgesamt Zeit verloren. In einem solchen Fall sollte man die betriebsinternen Kommunikationsprozesse prüfen und gegebenenfalls optimieren, um solch überflüssige Nachrichten zu reduzieren.

    Emails mit System ordnen und lesen

    Des Weiteren sollte sich jeder Arbeitnehmer darum bemühen, die erhaltenen Nachrichten möglichst mit System zu ordnen und zu lesen. Hierzu ist es ratsam, eine Zeitspanne festzulegen, in der sich wirklich nur auf den E-Mail Verkehr beziehungsweise erhaltene Nachrichten konzentriert wird. So vermeidet man eine Bearbeitung der E-Mails parallel zu weiteren Tätigkeiten, was als besonders stressig empfunden wird.

    Darüber hinaus sollte man stets versuchen, E-Mails sofort zu beantworten oder darauf zu reagieren. Hierdurch ist sichergestellt, dass sich die Nachrichten nicht ansammeln und man muss sich auch keine Inhalte merken, welche später keine Rolle mehr spielen würden.

    Arbeitsplatz optimieren um gesund zu bleiben

    Junge Frau im Schlafzimmer sitzt vor ihrem Computer und tippt
    Determined girl typing on computer in bedroom © AVAVA - www.fotolia.de

    Immer mehr Menschen macht ihre Arbeit krank, so das Ergebnis einer Befragung von der Medizinerin Monika Rieger, kommissarische Leiterin des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin am Uniklinikum Tübingen.

    Die Befragten vermittelten den Eindruck das es vermehrt zu psychischen oder physischen Störungen durch Stress am Arbeitsplatz kommt.

    Nicht alle Krankheiten, wie zum Beispiel muskulös-skelettale Erkrankungen wie Rückenschmerzen oder Mausarme werden als Berufskrankheiten anerkannt. Rieger fordert Angestellte auf die Ergonomie des Arbeitsplatz zu optimieren, auf die ideale Einstellung von Maus, Licht und Schreibtisch sollte geachtet werden. Arbeit muss nicht immer krank machen sondern kann auch positive Auswirkungen haben.

    Auf richtige Lichtverhältnisse am Schreibtisch achten

    Junge Geschäftsfrau sitzt am Schreibtisch vor dem Computer, ein Kollege steht daneben und schaut mit auf den Monitor
    zwei mitarbeiter im büro schauen gemeinsam auf unternehmenszahlen © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

    Wer viel am Schreibtisch arbeitet, sei es normale Schreibtätigkeiten oder am Bildschirm, der sollte auf die richtigen Lichtverhältnisse achten. Dabei sollte ein Raum nicht zu dunkel sein, aber auch zu grelles Licht schadet den Augen.

    Am besten ist natürliches Tageslicht, doch sollte man auch, besonders wenn die Sonne eventuell aus beispielsweise südlicher Richtung in das Zimmer scheint, dass es nicht von vorne in den Augen blendet, beziehungsweise sich auf dem Bildschirm widerspiegelt. Sollte dies eventuell der Fall sein, so sind Vorhänge oder Jalousien nötig.

    Bei einem Bildschirm sollte man besonderes Augenmerk auf die Qualität legen, wobei Kontrast, Zeichengröße, Farbe und Helligkeit jeweils angepasst werden sollten. Der Bildschirm selber sollte auch nicht zu hoch stehen, so dass im Prinzip ein leichter Blickwinkel von etwa 30 Grad nach unten von den meisten Benutzern als optimal empfunden wird.

    Effizienz im Büroalltag: Mails und Meetings verschlingen zwei von fünf Arbeitstagen

    Junge Geschäftsfrau im Büro sitzt vor dem Computer
    Business woman portrait in an office © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

    Eine Studie zur Arbeitseffizienz im Büro meldet verblüffende Zahlen: nur drei Tage pro Woche wird produktiv gearbeitet. Die restliche Zeit verplempern wir mit unnötigen Mails und Besprechungen oder privaten Ablenkungen.

    Wer schon immer das Gefühl hatte, dass er zu wenig leistet, befindet sich also in guter Gesellschaft. Einen wesentlichen Grund für die geringe Produktivität sehen die Forscher von der AKAD Hochschule in Leipzig im steigenden Kommunikationsaufwand. Durchschnittlich einen Tag pro Woche verbringen wir mit Kundengesprächen, internen Absprachen, E-Mails und Teambesprechungen.

    Was dort beschlossen wird, landet danach häufig in der Warteschleife. Nur 60 Prozent der vereinbarten To-dos werde tatsächlich umgesetzt, so die Studienautoren. In großen Unternehmen sinkt die Rate durch ineffektive Strukturen sogar auf 30 bis 40 Prozent.

    Was der Einzelne tun kann? Schon ein aufgeräumter Schreibtisch erhöht die Arbeitseffizienz um mehr als 20 Prozent.

    Auch Unordnung kann ihren Sinn haben

    Ordnung wird meist als eine Tugend angesehen, Unordnung eher als eine negative Persönlichkeitseigenschaft, besonders wenn es um den Arbeitsplatz geht. Man ging lange davon aus, dass man nur vernünftig arbeiten könne, wenn der Platz strukturiert und ordentlich aufgeräumt ist. Hierbei kommt es aber auch auf die Persönlichkeit des Menschen an oder wie er erzogen wurde.

    US-Forscher untersuchten dies jetzt und stellten vorher die These auf, dass doch beides seinen Sinn haben müsste - Ordnung und Unordnung. In drei Experimenten ließen sie drei Gruppen mit Probanden in einem unordentlichen Büroraum und in einem sauber aufgeräumten Zimmer arbeiten.

    Sie stellten dabei fest, dass Ordnung eher in Verbindung gebracht wird mit konventionellen und konservative Eigenschaften. Bei der unordentlichen Gruppe konnten die Forscher aber auch etwas Gutes erkennen: Sie lag deutlich vorne, wenn es um das Entwickeln von kreativen Ideen ging. Scheinbar hilft Unordnung und Chaos am Arbeitsplatz, eher das Gewohnte hinter sich zu lassen und seine Fantasie und Kreativität spielen zu lassen.

    Fazit der Studie war, dass sich sowohl Ordnung als auch Unordnung am Arbeitsplatz positiv auswirken, nur in jeweils anderen Bereichen. Daher kommt es auch immer darauf an, was man für einem Beruf nachgeht.

    Home Office: An welche Regelungen Mitarbeiter denken sollten

    Frau tippt auf einem Laptop, daneben eine Kaffeetasse
    Woman hands typing in a laptop in a coffee shop © Antonioguillem - www.fotolia.de

    Ein Home Office verspricht viele Vorteile – man macht es sich gemütlich, passt die Arbeitszeiten den eigenen Bedürfnissen an und muss nicht mehr in Bus oder Stau stehen. Wenn der Betrieb nicht bereits feste Regeln für Heimarbeiter hat, sollte man aber selbst für klare Verhältnisse mit dem Chef sorgen.

    Wichtigster Punkt: die Arbeitszeiten. Hier sollten beide Parteien einig sein, wann und wie lange der Mitarbeiter für die Firma erreichbar ist. Der Daheimgebliebene muss außerdem Strukturen entwickeln, um seine Arbeit effektiv vom privaten Umfeld zu trennen.

    Eine entscheidende Frage betrifft zudem die Finanzen. In der Firma zahlt der Chef Büroeinrichtung, Strom und Internet. Zu Hause muss rein rechtlich allein der Arbeitnehmer für diese Kosten aufkommen. Es empfiehlt sich jedoch, eine Ausgleichsregelung zu treffen. Tipp: Falls das nicht klappt, lassen sich die Kosten für ein regelmäßig genutztes Arbeitszimmer von der Steuer absetzen.

    Und was, wenn zu Hause etwas passiert? Bei Unfällen im Home Office ist der Arbeitnehmer durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Das gilt aber nicht, wenn er zwischen zwei Telefonaten die Wäsche aufhängt. Falls der Hund die Firmenpost zerfleddert oder Nachbarskinder in vertraulichen Betriebsunterlagen stöbern, können schnelle teure Haftungsfragen auf den Tisch kommen.

    Die 60-30-10-Regel - In der Mittagspause neue Energie tanken

    Die Mittagspause ist für jeden Arbeitnehmer eine willkommene Phase der Abwechslung und Erholung. Die so genannte 60-30-10-Regel kann dabei helfen, diese Zielvorgaben zu erfüllen und wirklich gestärkt aus der Mittagspause zu kommen. Die einzelnen Ziffern dieser Regel sind als Prozentwerte aufzufassen, welche die gesamte Mittagspause in einzelne Abschnitte unterteilen.

    60 Prozent

    So sollten zunächst einmal 60 Prozent der Zeit damit verbracht werden, um in Ruhe das Mittagsessen zu sich zu nehmen. Dabei ist es jedoch nicht nur wichtig, sich mit dem Essen Zeit zu lassen um auf die 60 Prozent zu kommen, sondern auch die richtigen Nährstoffe zu sich zu nehmen.

    Schwere Mahlzeiten sorgen dafür, dass das Blut in die Verdauungsorgane umgeleitet wird und sich ein Gefühl der Müdigkeit einstellt, was sich in Form des Wunsches nach einem Mittagsschlaf äußert. Statt also eine deftige Mahlzeit zu verspeisen, sollte man eher auf leichte und gesunde Kost setzen.

    Dazu gehören beispielsweise

    • Fisch
    • Obst
    • Salate und
    • mageres Fleisch.

    Alternativ kann auch einfach ein gesund belegtes Brot verspeist werden, welches daheim zubereitet wurde.

    30 Prozent

    Die nächsten 30 Prozent der Pausenzeit sollten nun dazu genutzt werden,sich zu bewegen. Diese körperliche Betätigung stellt einerseits einen Ausgleich zum sonst relativ bewegungsarmen Alltag dar. Hierdurch kann Verspannungen und Fehlhaltungen vorgebeugt werden.

    Daneben regt Bewegung auch noch den Kreislauf an, was die Mittagsmüdigkeit vertreibt und dafür sorgt, dass in den Nachmittagsstunden wieder voll durchgestartet werden kann. Als Formen der Bewegung bieten sich

    • ein kleiner Mittagsspaziergang
    • Formen von Dehn- und Kräftigungsübungen sowie
    • Yoga

    an.

    10 Prozent

    Die letzten 10 Prozent der Zeit, also in der Regel weniger als zehn Minuten, sollten letztlich noch der Entspannung dienen. Hier wird dann sowohl dem Geist als auch dem Körper die Gelegenheit gegeben, noch einmal herunterzufahren und wieder zu einer konzentrierten Arbeitshaltung zu gelangen.

    Am besten eignet sich hierzu das so genannte Power Napping, also der kurze Entspannungsschlaf über fünf bis zehn Minuten. Sollte dies am eigenen Arbeitsplatz nicht möglich sein, können auch einfache Entspannungsübungen absolviert werden, bei welchen auf die Atmung und das Befinden geachtet wird.

    Insgesamt fällt es vielen Arbeitnehmern schwer, in der Mittagspause genügend Kraft zu tanken, um ausgeruht in den Nachmittag zu starten. Mit den genannten Tipps dürfte es aber kein Problem mehr sein, die nötige Energie zu sammeln, um weiterhin effektiv arbeiten zu können.

    Die Mittagspause perfekt nutzen

    Junge Frau im Büro an ihrem PC isst Salat
    Businesswoman in cubicle using laptop and eating salad © Monkey Business - www.fotolia.de

    Eine Mittagspause kann unterschiedlich genutzt werden - die einen essen schnell was in der Kantine, während die anderen am Arbeitsplatz sitzen bleiben, um sich schnell ein Brötchen zu gönnen. Abschalten und sich gesund ernähren tun die wenigsten. Doch dies ist besonders wichtig, um sich zu erholen und die restlichen Arbeitsstunden am Nachmittag konzentriert zu verbringen.

    Nach Angaben der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) ist es sinnvoll, die Mittagspause in drei Bereiche aufzuteilen: 60 Prozent gelten dabei dem Essen, 30 Prozent der Bewegung und die restlichen 10 Prozent der Entspannung.

    Als Mittagessen wird leichte Kost empfohlen, beispielsweise ein frischer Salat, auch fettarmes Fleisch, Vollkornnudeln oder Gemüse sind bestens geeignet. Auf Speisen, die schwer im Magen liegen, sollte verzichtet werden.

    Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft sollte bestenfalls nach dem Essen erfolgen und zum Abschluss sind zum Beispiel ein paar Entspannungsübungen möglich, zumindest ein ausgiebiges Strecken sollte drin sein. Auch kurze Tagträume können für den Geist und den Körper sehr erholsam sein.

    Jeder fünfte Arbeitnehmer macht nicht richtig Pause

    Frau und Mann im Büro sitzend, die Hände hinter den Kopf verschränkt
    Bureau © diego cervo - www.fotolia.de

    Pause im Job machen – nicht immer einfach. Besonders dann, wenn der eigene Arbeitsplatz voll mit Arbeit ist, der Kollege ebenfalls Hilfe benötigt und das Telefon unaufhörlich klingelt. Platz für eine richtige Pause, in der man abschalten und neuen Schwung sammeln kann, ist da kaum möglich. Experten schlagen nun Alarm und finden diese Entwicklung „besorgniserregend“.

    Rund jeder Fünfte ist nicht in der Lage, seine volle Pausenzeit während der Arbeit auszuschöpfen. Jeder Zehnte ist sogar noch nicht mal in der Lage, überhaupt eine Pause einzulegen. Egal wie lange diese auch gehen mag. Dieses Ergebnis geht aus einer Umfrage hervor, welche von TNS Infratest kürzlich im Auftrag von Verdi durchgeführt wurde.

    Arbeitsunterbrechung bedeutet lediglich richtigen Einsatz der Ressourcen

    Verdi-Vorsitzender Bsirske findet dieses Ergebnis besorgniserregend und weist darauf hin, dass Pausen sehr wichtig sind, wenn man als Arbeitnehmer leistungsfähig und gesund bleiben möchte. Eine Unterbrechung der Arbeit ist kein mangelndes Engagement für die Arbeit, sondern lediglich der richtige Einsatz der eigenen Ressourcen.

    Mehr als die Hälfte der befragten Arbeitnehmer erklärten die fehlenden oder kurzen Pausen mit zu viel Arbeit. Andere wollen mit ihrer Mehrarbeit dafür sorgen, dass die Kollegen nicht überfordert sind. 13% der Befragten gaben sogar an, dass der Chef es nicht gerne sehe, wenn sie eine Pause machen.

    Verdi will nun aktiv werden und innerhalb einer Aktionswoche diese Missstand in den Betrieben ansprechen und zum Umdenken animieren.

    Kreativität ist in vielen Berufen gefragt - wie sich diese fördern lässt, zeigen wir im Folgenden...

    Kreatives Arbeiten - so kann es klappen

    In vielen Berufen ist heutzutage kreatives Arbeiten gefragt. Leider lässt sich Kreativität jedoch nicht erzwingen. Stattdessen lassen sich lediglich Bedingungen schaffen, welche die Entstehung von Kreativität begünstigen. Doch wie kann ein Arbeitsplatz gestaltet werden, damit kreatives und damit erfolgreiches Denken gefördert wird?

    Komfort und Persönlichkeit

    Zunächst einmal sollte der Arbeitsplatz komfortabel gestaltet sein. Dies schließt einerseits ein, dass ein bequemer Bürostuhl eingesetzt wird, auf welchem man sich wohl fühlt und welcher ein bewegtes Sitzen erlaubt.

    Darüber hinaus sollte die Arbeitsfläche ausreichend groß sein und ein effektives Arbeiten erlauben. Daneben sollte noch sicher gestellt sein, dass die Raumluft angenehm warm ist und die Luft nicht abgestanden erscheint - regelmäßiges Stoßlüften ist unvermeidbar.

    Des Weiteren ist darauf zu achten, dass der Arbeitsplatz individuell eingerichtet wird und als eigenes Territorium wahrgenommen werden kann. So ist es beispielsweise von Vorteil, Bilder von der eigenen Familie aufzustellen und die Unterlagen nach einem bestimmten Muster zu ordnen. Hierdurch kann sich am Arbeitsplatz heimisch gefühlt werden, was wiederum ein entspanntes und damit kreatives Denken begünstigt.

    Kunstvolle Umgebung und Ordnung

    Kreatives Denken kann allerdings auch gefördert werden, indem man sich mit kreativen Dingen umgibt. Hierbei kann es sich im Prinzip um alle erdenklichen Kunstformen handeln. In diesem Zusammenhang kommt es lediglich darauf an, dass die ausgewählte Kunstform ansprechend wirkt und positive Emotionen weckt.

    Folglich ist das Aufhängen eines Gemäldes ebenso denkbar wie das Verstauen eines Gedichtes im Schreibtischfach, welches dann in der Mittagspause gelesen wird. Dekorationsartikel sollten demnach nicht willkürlich gewählt werden, sondern können direkt als Inspirationsquellen dienen.

    Darüber hinaus ist es von Bedeutung, eine gewisse Grundordnung zu wahren. Viele kreative Naturen orientieren sich am Sprichwort, dass nur das Genie das Chaos beherrsche.

    Dies mag vielleicht richtig sein - allerdings hemmt Unordnung kreatives Denken, da dieses den Geist ablenkt und Geistesblitze unterbindet. Aus diesem Grund sollte der Arbeitsplatz regelmäßig aufgeräumt werden, um die eigene Kreativität zu fördern.

    Arbeitspausen und Notizen

    Daneben hilft es vielen Menschen, sich während kleiner Arbeitspausen mit kreativen Spielen oder Zeichnen zu beschäftigen. In einem solchen Fall ist es sinnvoll, entsprechende Utensilien bereitzuhalten, welche dann während einer Arbeitspause genutzt werden können.

    Letztlich ist es noch wichtig, dass ein möglicher Einfall sofort festgehalten und gegebenenfalls noch weiter ausgebaut werden kann. Aus diesem Grund sollte stets ein Diktiergerät oder Notizblock bereitliegen. So können kreative Ideen sofort festgehalten werden und gehen nicht zum Teil verloren, während man nach einem Medium zur Speicherung dieser sucht.

    Die optimale Work-Life-Balance - wie viele Arbeitsstunden sind gesund?

    Aufeinander gestapelte Aktenordner mit Aufschrift Arbeit, Stress, Belastung etc.
    Arbeit © Cmon - www.fotolia.de

    Vollzeitkräfte arbeiten rund 40 Stunden pro Woche und leisten zusätzlich Überstunden. Andere Jobber verbringen nur 30 oder 20 Stunden an ihrem Arbeitsplatz. Wer zu viel arbeitet, wird krank. Doch Studien belegen, dass auch zu wenig Arbeit schadet. Wie gelingt die optimale Work-Life-Balance? Wie viele Arbeitsstunden sind gesund, um eine Ausgewogenheit zwischen Job und Freizeit zu garantieren? Der aktuelle Kenntnisstand zusammengefasst:

    Burn-Out und Magenschmerzen bei langen Arbeitszeiten

    Viele Vollzeitkräfte fühlen sich überlastet und arbeiten oft mehr als 40 Stunden. Laut Stressreport von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin leiden Menschen, die eine Wochenarbeitszeit von rund 48 Stunden haben, häufiger an Burn-Out-Symptomen und Magenschmerzen.

    Ständige Erreichbarkeit, wechselnde Arbeitszeiten und Stress führen bei jedem Dritten zu gesundheitlichen Problemen. 53 Prozent der Jobber mit Arbeitszeiten von 48 Stunden und darüber klagen über Antriebslosigkeit und Müdigkeit. Auch Kreislaufbeschwerden und Hautirritationen nahmen zu.

    Gesundheitliche Einschränkungen trotz kürzerer Arbeitszeiten

    Auch, wer nur 20, 25 oder 30 Stunden an seinem Arbeitsplatz verbringt, lebt nicht unbedingt gesünder. Viele Menschen, die weniger arbeiten, machen sich Gedanken um ihre Zukunft. Zwar ist Freizeit für die meisten Jobber das höchste Gut, doch so mancher hat Schwierigkeiten, den Tag mit sinnvollen Aktivitäten auszufüllen. Oft hapert es am geringeren Einkommen.

    Studien zeigen, dass Menschen mit geringerer Arbeitszeit weniger Sport treiben und häufiger von seelischen oder körperlichen Beschwerden betroffen sind. Auch Arztbesuche sind seltener, weil viele Gesundheitsleistungen selbst bezahlt werden müssen.

    Kurze Breaks erhöhen den Erholungswert

    Ob 40 Stunden oder 20 Stunden pro Woche – die Arbeitszeit hat zwar einen Einfluss auf die Gesundheit, doch ist sie nicht entscheidend. Vielmehr spielt ein gute Arbeitsatmosphäre eine wichtige Rolle, genauso wie die Arbeitszeitverteilung und regelmäßige Pausen.

    Inzwischen ist sicher, dass eine lange Pause weniger Erholungswert hat als kurze Breaks. Oft reicht es schon, einfach die Tätigkeit für ein paar Minuten zu wechseln. Wer sich an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt und in seiner Freizeit Aktivitäten nachgeht, die Spaß machen, schafft beste Voraussetzungen für eine optimale Work-Life-Balance.

    Leiharbeit und Minijobs wirken sich negativ auf das Privatleben und die Familie aus

    Unverheiratete Paare trennen sich erkennbar häufiger, wenn ein Partner nicht Vollzeit arbeitet

    Junges Paar Rücken an Rücken, schwarz-weiß, Streit
    rücken an rücken © Doreen Salcher - www.fotolia.de

    Paare mit atypischen Beschäftigungsverhältnissen, wie etwa

    verfügen nicht nur über weniger Geld, sondern trennen sich auch häufiger. Das zeigt eine Studie des Münsteraner Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP) im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Demnach trennen sich nicht verheiratete Paare erkennbar häufiger, wenn ein Partner Leiharbeiter ist oder beide Partner atypischen Jobs nachgehen. Bei Verheirateten ließ sich dieser Effekt nicht feststellen.

    Abhängigkeit und Zusammenhalt

    Nach Ansicht der Autoren zeigt dies den höheren Institutionalisierungsgrad von Ehen, der einen stärkeren Zusammenhalt bei beruflichen Belastungen bewirke. Sie fanden heraus, dass Beschäftigte in der Regel lediglich aufgrund mangelnder Alternativen Leiharbeit oder befristete Verträge annähmen.

    Besonders Frauen würden Teilzeitstellen oder Minijobs oft bewusst aussuchen, um mehr Zeit für ihre Familie zu haben. Die Forscher wiesen darauf hin, dass Frauen daher stärker abhängig von ihrem Partner seien. Komme es zu einer Trennung, seien sie zudem im Alter schlechter abgesichert.

    Arbeitsverhältnis und Rollenverteilung

    Die Studie zeigt auch, dass in Partnerschaften, in denen ein Partner nicht Vollzeit arbeitet, gewöhnlich eine traditionelle Rollenverteilung herrscht. Frauen in einer Teilzeitbeschäftigung, die ein Kind unter drei Jahren haben, investieren zwischen sieben und elf Stunden pro Werktag in die Kinderbetreuung.

    Bei Vollzeitbeschäftigten sind es lediglich 2,7 Stunden. Je größer die Abweichung von einem Normalarbeitsverhältnis, desto seltener sind Arbeitnehmer Mitglieder einer Gewerkschaft oder eines Betriebsrates, heißt es in der Studie.

    Über psychische Probleme wird am Arbeitsplatz selten gesprochen

    Wie Susanne Wilhelmi vom BKK Bundesverband in Berlin berichtet, wird über die psychischen Probleme, die jemand erleidet, am Arbeitsplatz selten gesprochen. Oft geschieht es auch, wenn jemand wieder an den Arbeitsplatz zurückkehrt, dass keiner mit dem Betroffenen spricht, sondern mehr über diesen geredet wird.

    Deshalb ist es eigentlich wichtig, dass sich eine bestimmte Vertrauensperson um den Betroffenen kümmert. Im Prinzip bleibt es aber jedem Betroffenen selbst überlassen, inwieweit er seine Arbeitskollegen über seine Krankheit informiert, aber auf jeden Fall sollte der Abteilungsleiter informiert sein, der dann auch entscheiden kann, wie der Wiedereinstieg in den Job erleichtert werden kann.

    Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit, vorerst ein paar Stunden täglich zu arbeiten, bevor man wieder voll einsteigt. Psychische Probleme liegen mittlerweile an vierter Stelle für eine Arbeitsunfähigkeit.

    Boreout: Wie eine Langeweile am Arbeitsplatz auf Dauer krank machen kann

    Durch Unterforderung am Arbeitsplatz kann es zu Depressionen und Vernachlässigung des Jobs kommen

    Müder, abgeschlagener Geschäftsmann sitzt auf den Arm gestützt am Schreibtisch
    Tired middle aged businessman © Aurelio - www.fotolia.de

    Burnout, das Ausgebranntsein, ist inzwischen für viele Menschen ein Begriff und das nicht nur in Kreisen der Manager und Führungskräfte. Weitaus weniger bekannt hingegen ist Boreout, das das Gefühl eines Ausgelangweiltseins in sich birgt und sehr häufig einem Tabu unterliegt. Langeweile am Arbeitsplatz? Was für viele Menschen fast unwahrscheinlich klingt, erleben jedoch immer mehr Betroffene Tag für Tag hautnah.

    Eine Unterforderung in der Tätigkeit selbst verursacht bei einem Boreout-Betroffenen sowohl Vermeidungs- und Verschleierungstaktiken als auch ein Hang zur Depressionen. Aufgaben werden unnötig in die Länge gezogen, um es zu vermeiden weitere und oft stupide Arbeit übernehmen zu müssen.

    Auf Dauer macht jedoch diese permanente Langeweile am Arbeitsplatz seelisch wie körperlich krank und ähnelt demzufolge dem Burnout-Syndrom, das sich dagegen durch eine dauerhafte Überforderung aufzeigt. Zumeist möchte der Betroffene eines Boreout-Syndroms mehr Arbeit die ihn auch fordert und folglich hat dieser krankmachende Zustand nur selten etwas mit einer Faulheit zutun.

    Auf die ausgewogene Work-Life-Balance kommt es an

    Eine letztjährig durchgeführte Umfrage ergab zu diesem weitverbreiteten Thema das Ergebnis, dass vier von zehn Managern sich in ihrem Tun als unterfordert fühlen. Um solch einem krankmachenden Zustand entgegenzutreten sollten besonders Vorgesetzte darauf achten, dass ihren Mitarbeiter eine ausgewogene Work-Life-Balance ermöglicht wird und weder davor zurückzuscheuen auch anspruchsvolle Aufgaben auf ihre Mitarbeiter zu delegieren als auch nicht an passender Stelle mit Lob zu sparen.

    Wer nun davon ausgeht, dass das nur den Mitarbeitern gut tut, wird sich getäuscht sehen, denn aufgrund eines anhaltenden Boreout-Syndroms wird die Produktivität ebenso reduziert als auch die Innovationsfähigkeit der Mitarbeiter. Schlussendlich Tatsachen, die einem Unternehmen durchaus Schaden können und somit am besten mit präventiven Maßnahmen erst gar nicht zur Entstehung gebracht werden sollten.

    Sicher und gesund auf der Arbeit

    Der größte Teil der Unternehmen nimmt die Gefährdungsbeurteilung regelmäßig vor

    Junger Geschäftsmann mit Kollegen im Hintergrund lächelt in Kamera
    Handsome business man standing in front with his colleagues © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

    Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Element im betrieblichen Arbeitsschutz. Sie ist die Grundlage für ein systematisches und erfolgreiches Sicherheits- und Gesundheitsmanagement. Ein aktueller Bericht der Bundesregierung über den Stand von "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit im Jahr 2009" zeigt, dass etwa 80 Prozent der Firmen in Deutschland die Gefährdungsbeurteilung anwenden.

    Ziel der Gefährdungsbeurteilung und mögliche Gründe

    Bei der Gefährdungsbeurteilung werden nicht aktuelle Gefahren, sondern potentielle Gefährdungen erfasst. Ziel ist es, die körperliche und geistige Unversehrtheit der Arbeitnehmer zu bewahren sowie Güter und Waren in einem Unternehmen zu schützen.

    Von 1.510 befragten Arbeitgebern, die Unternehmen mit mehr als zehn Angestellten führen, begründeten 54,5 Prozent diese Maßnahme mit einer Neuorganisation der internen Prozesse und Strukturen. Beschwerden der eigenen Angestellten nahmen 54,2 Prozent zum Anlass, die aktuelle Sicherheitslage am Arbeitsplatz zu überprüfen.

    Die größte Gruppe (60,9 Prozent) der befragten Unternehmer nehmen die Gefährdungsbeurteilung regelmäßig vor. Sie lassen zumeist Arbeitsplatzausstattung und -umfeld sowie Prozessabläufe (alternativ: Arbeitsabläufe) untersuchen.

    Wichtig sind den Arbeitgebern auch die Einhaltung von gesetzlichen Arbeitszeiten sowie die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Angestellten.

    Wer zuviel arbeitet, gefährdet seine Gesundheit

    Die Deutschen sind in Sachen Arbeit wahre Vorbilder. Pünktlichkeit, voller Arbeitseinsatz, Verlässlichkeit und Überstunden stehen quasi an der Tagesordnung. Andere Länder lassen es da meist etwas ruhiger angehen und das hat einen Grund, denn zuviel Arbeit schadet der Gesundheit.

    Wie die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin berichtet, können flexible Arbeitszeiten, Überstunden und Schichtarbeit zu Rückenschmerzen, Schlafstörungen und sogar Herzproblemen führen. Insgesamt 50.000 Arbeitnehmer wurden einer Befragung unterzogen.

    Es zeigte sich, dass jeder vierte Teilnehmer, der über 60 Stunden pro Woche arbeitet unter Schlafstörungen leidet. Bei normalen Vollzeitbeschäftigten mit rund 40 Wochenstunden war es jeder fünfte Teilnehmer, der über Schlafprobleme klagt und bei Teilzeitarbeitern immerhin noch jeder Zehnte.

    Kommen dazu noch flexible Arbeitszeiten, regelmäßige Überstunden oder Schichtarbeit waren die gesundheitlichen Probleme noch weitaus stärker vertreten.

    Wenn der Beruf zur Qual wird

    Graut es einem jedes Mal aufs neue vor dem Arbeitstag, ist eine Veränderung nötig

    Junge blonde Frau liegt auf Boden mit Textmarker auf Zeitung, Jobsuche, Arbeitslosigkeit, sucht Jobangebote in Inseraten
    searching for job © Marjan Veljanoski - www.fotolia.de

    Wenn jemand jeden Tag nur mit Widerwillen zu seiner Arbeitsstelle geht und sich auch den ganzen Tag quält, der sollte sich tatsächlich einmal fragen, ob er auch den richtigen Beruf gewählt hat und vielleicht einmal etwas anderes machen sollte. Dafür sollte man sich zuerst fragen, ob man diesen Job auch in ein paar Jahren noch machen will.

    Wann sollte man den entscheidenden Schritt zu einem Wechsel tun?

    Oft liegt es nur an der Arbeitsstelle, dem Chef oder auch an den Kollegen, mit denen man vielleicht nicht harmoniert, so dass manchmal schon ein Wechsel der Abteilung hilft bevor man die Arbeitsstelle wechselt, wie der Psychologe Tom Diesbrock sagt. Aber dies ist nicht immer einfach, besonders für Ältere, denn die monatlichen Kosten müssen weiterhin bezahlt werden.

    Viele scheuen sich aber auch davor, weil sie Zeit für die Veränderungen aufbringen müssten, aber die muss man sich nun einmal dafür nehmen. Aber wer sich verändern will, der muss auch Mut zum Risiko haben.

    Hier stellt sich als erstes die Frage, ob man mit dem neuen Job auch finanziell über die Runden kommt. So sollte jeder, der sich vielleicht selbständig machen will, nach ein bis zwei Jahren so viel verdienen, dass man auch davon leben kann.

    Arbeitsbelastung - Negative Auswirkungen auf das Herz

    Für die Gesundheit muss nicht nur das private Leben umgestellt werden, auch Arbeitsstress ist schädlich

    Junge dunkelhaarige Frau mit Bluse in Büro zwischen Computer und Büchern mit Wasserglas, hält sich Kopf wg Kopfschmerzen
    douleur et mal de tête © Charly - www.fotolia.de

    Nach einer aktuellen Studie der Universität in Helsinki wirkt sich eine hohe Arbeitsbelastung schlecht auf das Herz aus. Die Ergebnisse der Studie wurden auf der European Society of Cardiology vorgestellt, die noch bis zum 31.August 2011 in Paris läuft. Auf die Gesundheit haben lange Arbeitszeiten und Überstunden eine negative Wirkung.

    Die Folge können Herzkrankheiten, sinkende Lernfähigkeit und eine gestiegene Sterberate sein. Die Arbeitsumgebung und die stressreichen Stunden seien Dr. Tea Lalluka zufolge zentrale Faktoren bezogen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden in den Arbeitsumfeldern.

    Möglichkeiten für eine gesündere Lebensweise

    Der Stress und Überstunden würden immer gleich mit Fettleibigkeit, einer Gewichtssteigerung und einer ungesunden Lebensweise verbunden. Die Zusammenhänge seien Lalluka zufolge allerdings nicht stets klar erkennbar. Die heutige moderne Arbeitswelt sei durch eine hohe Arbeitsbelastung, Jobunsicherheit und weitere sogenannte psychosoziale Faktoren geprägt.

    Eine Intervention bei der Arbeitsplanung sei deshalb erforderlich. Als Beispiel nannte Dr. Tea Lalluka eine Rotation bei Schichtarbeiten und eine Herabsetzung der Überstunden. Im persönlichen Bereich sollten die Menschen ebenfalls den Gefahren einer Herzkrankheit entgegenwirken. Zum Beispiel sollte die Ernährung umgestellt und regelmäßig sportlich aktiv sein.

    Jeder siebte Deutsche neigt zur Arbeitssucht – wie Workaholics die Jobfixierung überwinden

    Aufeinander gestapelte Aktenordner mit Aufschrift Arbeit, Stress, Belastung etc.
    Arbeit © Cmon - www.fotolia.de

    Fixiert auf den Beruf? Rund 400.000 Deutsche sind arbeitssüchtig und denken auch in der Freizeit an ihren Job. Wenn sie nicht produktiv sein können, geraten sie in Stress. Aber auch die Arbeit selbst setzt den Workaholics zu. viele leiden unter Kopfschmerzen, Schlaf- und Verdauungsproblemen oder Schwindelanfällen. Betriebspsychologen raten zu gezielten Gegenmaßnahmen.

    Tipps

    Wer sich eingesteht, dass seine Fixierung auf den Job krankhaft ist, hat bereits einen wichtigen Schritt getan. Um Abstand zur Arbeit zu bekommen, empfehlen Psychologen zudem einen längeren Urlaub. Nach einigen Tagen voller Unruhe gelingt es Workaholics dann oft zum ersten Mal nach langer Zeit wieder eine Nacht durchzuschlafen. Auch die Muße bei den Mahlzeiten wirkt sich positiv auf den Organismus aus.

    Nach der Rückkehr heißt es: private und berufliche Termine in Balance bringen. Um nicht in alte Muster zurückzufallen, hat es sich etwa bewährt, Freizeitaktivitäten in der Gruppe zu machen. Das Team motiviert und sportlicher Ehrgeiz hilft, auch außerhalb des Berufs Erfolgserlebnisse zu haben.

    Unterstütung durch Freunde und Familie

    Wenn Freunde und Familie den Betroffenen unterstützen, lässt sich so die Jobfixierung überwinden. Manchmal kann es zusätzlich sinnvoll sein, die Treffen der Anonymen Arbeitssüchtigen zu besuchen (AAS).

    Stammtische, an denen Workaholics sich austauschen können, gibt es mittlerweile in vielen Städten.

    Arbeit im Großraumbüro macht krank – Männer aber anders als Frauen

    Junge Frau im Büro an ihrem PC isst Salat
    Businesswoman in cubicle using laptop and eating salad © Monkey Business - www.fotolia.de

    Eine schwedische Langzeitstudie entlarvt den Mythos vom ökonomischen Vorteil des Großraumbüros: Beschäftigte in beruflichen Ballungszonen fehlen doppelt so häufig wegen Krankheiten wie ihre Kollegen in kleinen Büros. Und es gibt geschlechtsspezifische Unterschiede.

    Hohe Anzahl an Krankheitsfällen durch Bazillenbelastung

    Enge, Lärm und launische Kollegen – wer in einem Großraumbüro arbeitet, hat nicht nur psychischen Stress. Auch die Bazillenbelastung in der Luft ist höher. Das alles ist geeignet, um den Krankenstand zu steigern. Die Wissenschaftler entdeckten dabei außerdem interessante Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

    Männliche Arbeitnehmer reagieren sensibler

    Männer kommen mit der Arbeit im Rudel insgesamt besser zurecht - solange sie ein eigenes Revier haben. Müssen sie sich jeden Tag einen neuen Schreibtisch suchen, steigen ihre Fehlzeiten um 100 Prozent. Ebenso empfindlich reagieren sie auf das Alleinsein. Männliche Arbeitnehmer in Einzelbüros melden sich signifikant häufiger krank als Mitglieder von Zweier- oder Dreier-Teams.

    Grundinformationen und Hinweise zum Arbeitsplatz

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    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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