
von Klaus-Peter Brinkhoff und Hans-Gerhard Sack
Die Sportwissenschaft hat in der Vergangenheit vergleichsweise wenig Forschungsaktivitäten bezüglich Kindheit entwickelt. Neben einer Vielzahl von Arbeiten, die insbesondere in anthropologischer, entwicklungspsychologischer und psychomotorischer Perspektive die besondere Bedeutung von Spiel und Sport für die kindliche Welterfahrung und Entwicklung beschrieben haben, existieren kaum neuere sozialwissenschaftliche Arbeiten, die den Wandel von Spiel-, Sport- und Bewegungskultur in der Kindheit systematisch untersuchen und theoriegeleitet interpretieren. Die detaillierte empirische Analyse der Erscheinungsformen, Bedingungen und psychosozialen Effekte von Spiel, Sport und Bewegung im Alltag von Kindern steht weitgehend noch aus. Die vorliegende Studie schließt diese Lücke und trägt erste repräsentative Verbreitungsdaten über die Bedeutung von Spiel und Sport im Alltag von Kindern zusammen und erfasst ihren Gesundheitsstatus genauer.Dabei stehen folgende zentrale Fragestellungen im Mittelppunkt: Welche sportbezogenen Verhaltensweisen existieren im Kindesalter? Wie sind die Spiel- und Sportchancen der Kinder verteilt? Welche Funktionen hat ein Engagement im Sport für die erfolgreiche Bewältigung von Entwicklungsaufgaben? Welche moderierenden Potentiale gehen vom Sport für die erfolgreiche Bewältigung typischer Alltagsbelastungen im Kindesalter aus? Existiert ein Zusammenhang zwischen Sportengagement und Gesundheitsstatus im Kindesalter?
29.04.13 | |
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