22. Juni 2011
Gerade Kindern bereiten Trampoline große Freude. Eltern betrachten das unschuldige Spiel jedoch mit großer Sorge und fürchten um die Gesundheit der Kleinen. Um diese Ängste zu reduzieren, haben Trampolinhersteller spezielle Sprunggeräte für Kinder entwickelt – dabei nahmen sie ausgerechnet im Zirkus Anleihen.
Das Trampolin begann seine Geschichte im 20. Jahrhundert im Zirkus. Hochseil-Artisten ließen sich nach der Show ins Sicherheitsnetz fallen und sprangen zur Freude des Publikums noch ein wenig auf dem Netz umher. Das Trampolin ersetzte wenige später das Netz, doch dieses hat seine Berechtigung auch im Zusammenspiel mit den Sprunggeräten nicht verloren. Gerade für Kinder sollte ein Trampolin ein Sicherheitsnetz aufweisen. Dieses wird an einer Stange hinter dem Trampolin gespannt und legt sich wie ein Käfig über das Sprunggerät. Das Trampolin hat dabei die verkleinerte Form des bekannten, runden Gymnastiktrampolins. Egal, ob das Kind aus dem Gleichgewicht gerät oder nicht, das Netz fängt es im Notfall auf. Dabei sollten aber auch die Ränder des Trampolins, an denen Sprungfedern und Sprungfläche zusammengeführt werden, gut gepolstert sein, um an dieser Stelle Verletzungen zu vermeiden.
Diese kleinen Gymnastiktrampoline fordern jedoch in der Regel ein Mindestgewicht des Kindes von 30 Kilogramm. Im Prinzip ist diese Regel sogar vorteilhaft für Eltern, hält es sie doch davon ab, einen möglicherweise fatalen Fehler zu begehen. Der Gleichgewichtssinn von Kindern ist erst im Alter von sechs Jahren soweit ausgereift, dass diese allein gefahrlos auf einem Trampolin springen können. Zuvor sollte dies nur unter Mithilfe der Eltern geschehen, die das Kind mit den Händen leiten und notfalls abstützen. Ein sechsjähriges Kind hat bei einem normalen Entwicklungsverlauf etwa in diesem Alter das vorgeschriebene Mindestgewicht erreicht.
Zuvor wird eine andere Art von Trampolin benötigt, bei dem die Eltern wie beschrieben ihr Kind unterstützen können. Dafür eignen sich vor allem Hüpfkissen. Diese haben eine spezielle Federung, die gefahrloses Springen in nicht allzu große Höhen ermöglicht. Der Unterboden ist rutschfest und diese Form des Trampolins verfügt über keine scharfen Kanten, so, dass das Kind gefahrlos springen kann, während die Eltern es überwachen. Diese Art des Trampolins ist pädagogisch sogar zu empfehlen, denn es unterstützt Kinder bei ihrer Entwicklung.
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