Fitnessgeräte für zu Hause - Arten, Nutzen und Auswahltipps

Nicht jeder Sportler kommt in den Genuss, in der näheren Umgebung ein Fitnessstudio besuchen zu können. Und nicht jeder Sportler ist für das Training im Fitnessstudio der Typ. Auf ein Krafttraining verzichten muss er trotzdem nicht, es gibt ein umfassendes Angebot an Kraftgeräten, die für den Heimgebrauch konzipiert wurden. Verschaffen Sie sich einen Überblick über effektive Fitnessgeräte für zu Hause.

Die beliebtesten Kraftgeräte für zu Hause

Fitnessgeräte für zu Hause: Nutzen und Vorzüge

Ein Fitness-Studio ist nicht jedermanns Sache. Abgesehen von den monatlichen Gebühren ist es nicht immer ein Leichtes, nach oder vor getaner Arbeit den Sporttempel anzusteuern.

Berufsverkehr und familiäre Verpflichtungen können die Fahrt zum Fitness-Studio zu einen unüberwindbaren Hindernis werden lassen. Aber deswegen muss man noch lange nicht die Hoffnung auf die ersehnte Traumfigur aufgeben.

Denn zu Hause lässt es sich auch sehr gut trainieren, und das sogar ziemlich preiswert, wenn man möchte. Es gibt einige Fitnessgeräte, mit denen man ein effektives Workout absolvieren kann.

Geschlechtspezifische Unterschiede

Grundsätzlich bestehen keine Unterschiede bei der Benutzung von Kraftgeräten zwischen männlichen und weiblichen Sportlern. Das heißt, eigentlich könnte jeder Kraftsportler jedes Gerät benutzen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen einmal außer Acht gelassen.

Trotzdem nutzen die wenigsten Frauen dieselben Kraftgeräte wie die Männer. Oder es variiert die Trainingsintensität an denselben. Das liegt daran, dass Frauen und Männer mit unterschiedlichen Vorstellungen an das Training herangehen.

Frauen möchten ihren Körper straffen und Gewicht abbauen. Auf den Muskelzuwachs legen sie weniger Wert. Männer hingegen richten ihr Augenmerk gerade auf diesen.

Dabei kommt es - abgesehen von hormonellen Einflüssen - lediglich auf das Trainingsprogramm an, ob der Körper mehr Kraft, mehr Kraftausdauer oder mehr Ausdauer trainiert.

Rückenansicht Mann beim Krafttraining mit nacktem Oberkörper
Rückenansicht Mann beim Krafttraining mit nacktem Oberkörper

Beliebte Geräte für das Training zuhause

Die Auswahl an Fitness- und Kraftgeräten für den Heimgebrauch ist riesig. Dabei werden bestimmte Geräte oftmals gerade von Frauen oder Männern gewählt bzw. gemieden. Spätestens aber, wenn zwei Trainingspartner unterschiedlichen Geschlechts darüber entscheiden müssen, welche Kraftgeräte sie sich für den Heimgebrauch anschaffen, wird sich zeigen, dass so große Unterschiede zwischen den Geschlechtern beim Krafttraining nicht existieren.

Hanteln

Schreiender Mann hebt Hanteln nach oben
Schreiender Mann hebt Hanteln nach oben

Das wohl wichtigste Sportgerät im Krafttraining ist die Hantel. Ob man sich für Kurz- oder Langhanteln entscheidet, hängt unter anderem vom Platzangebot ab, aber auch davon, welche Übungen durchgeführt werden sollen.

Besonders das Training mit der Langhantel erweist sich als äußerst effektiv, da sich mit dieser fast alle Muskelpartien des Körpers trainieren lassen. Doch wer sie sich nicht leisten kann oder möchte, kann natürlich auch die kurzen Varianten benutzen.

Um das Hanteltraining gezielter durchführen zu können, hat sich eine Hantelbank bewährt. Werden bestimmte Übungen auf ihr durchgeführt, lässt sich der Bewegungsablauf durch den Sportler besser kontrollieren.

Außerdem steigt die Übungsvielfalt. Hantelbänke sind in der Anschaffung nicht besonders teuer. Und da sich die meisten von ihnen platzsparend zusammenklappen lassen, kann man sie nach dem Training gut verstauen.

Ergometer

Auch der Ergometer zählt zu den klassischen Beispielen für ein Fitnessgerät, mit dem man zuhause effektiv trainieren kann. Bei diesem Workout setzt man auf Ausdauer.

Es handelt sich um Bewegungen, die dem Fahrradfahren ähneln. Hier geben wir einen umfassenden Überblick über dieses Trainingsgerät.

Crosstrainer

Mit dem Crosstrainer ist ein gelenkschonendes Cardiotraining möglich. Nebenbei zeigt es Wirkung, wenn man ein paar Pfunde verlieren möchte.

Anders als beim Ergometer ist hier auch Armarbeit gefragt. Lesen Sie hier über die Vorzüge des Crosstrainers.

Fuß im Sportschuh auf Crosstrainer
Fuß im Sportschuh auf Crosstrainer

Rudergerät

Frau mit blauer Sporthose und dunklem Top am Rudergerät im Fitness-Studio
Frau mit blauer Sporthose und dunklem Top am Rudergerät im Fitness-Studio

Herz-Kreislauf-Training und Kraftaufbau sind am Rudergerät möglich. Gestärkt werden

  • Rücken
  • Bauch
  • Schultern
  • Beine und
  • Arme.

Je nach Aufbau sind hierbei verschiedene Übungsvarianten möglich. Mehr Informationen zum Rudergerät erhalten Sie hier.

Laufband

Zu den typischen Fitnessgeräten für Zuhause gehört auch das Laufband. Laufen bei jedem Wetter, und dabei sogar auch die Lieblingsserie gucken - mit dem Laufband kein Problem.

Es gibt zahlreiche Ausführungen dieses Gerätes und ebenso bestehen große Preisunterschiede. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zum Thema.

Ausschnitt Füße in Sportschuhen laufen auf Laufband
Ausschnitt Füße in Sportschuhen laufen auf Laufband

Sprossenwand

Etwas altmodisch mag für den ein oder anderen die Sprossenwand sein. Allerdings verdient es dieses Trainingsgerät nicht, unterschätzt zu werden.

Besonders in Sachen Bodyweighttraining ist die Wand sehr zu empfehlen. Ebenso werden Koordination und Beweglichkeit geschult. Wie Sie die Sprossenwand für Ihr Training nutzen können, zeigen wir hier.

Gymnastikball

Drei Freundinnen halten rote Gymnastikbälle nach oben
Drei Freundinnen halten rote Gymnastikbälle nach oben

Fitnessgerät und Sitzgelegenheit: der Gymnastikball kommt mit einigen erwähnenswerten Vorzügen daher. Vor allem, um Beweglichkeit und Dehnung zu unterstützen, findet der Ball Anwendung.

Zudem gibt es viele Kraftübungen, die mithilfe dieses Helfers noch intensiviert werden können. Besonders im Bereich des Rückentrainings gibt es viele Möglichkeiten. Mehr Informationen zum Gymnastikball erhalten Sie hier.

Die Multistation

Wer etwas mehr investieren möchte, wählt eventuell eine Kraft- bzw. Multistation. Es handelt sich dabei um ein Kombigerät, das gleich mehrere Trainingsgeräte vereint.

Auch wenn die Kraftstation auf den ersten Blick sehr viel Platz einzunehmen scheint, in Anbetracht der Übungsvielfalt ist sie ein Raumspargerät. Doch auch der Kraftsportler wird nicht umhin kommen, ein gewisses Maß an Ausdauertraining durchzuführen, wenn er einen ganzheitlichen Trainingseffekt und einen wohlgeformten Körper erlangen will.

Da die Multistation zahlreiche Trainingsgeräte und -möglichkeiten miteinander vereint, gehen wir auf diese im Folgenden noch etwas genauer ein...

Für welches Training geeignet?

Multistationen gehören bei Kraftsportlern zu den beliebtesten Trainingsgeräten. Sie ermöglichen eine ganzheitliche Stärkung der Muskulatur, wobei ein gezieltes Augenmerk auf einzelne Muskelpartien gelegt werden kann.

Multistationen werden nicht nur von Kraftsportlern, sondern auch in der Rehabilitation und Physiotherapie verwendet, was ihren Erfolg beweist. Ursächlich für ihren Einsatz ist der positive Effekt, den das Training an der Multistation bereits innerhalb kürzester Zeit erzielt.

Ein ergonomischer Bewegungsablauf der Übungen unter gezielter Führung eines Trainingswiderstandes und das systematische Ansprechen bestimmter Muskelpartien durch die Verwendung unterschiedlicher Elemente ermöglichen deren Kräftigung und die Behebung von Dysbalancen. Im Grunde genommen kann eine Multistation bei entsprechender Ausstattung den Körper von Kopf bis Fuß stärken.

Zugeinrichtungen

Die meisten Multistationen verfügen über unterschiedliche Zugeinrichtungen, die Übungen wie

zulassen, so dass allein durch diese Schulter- und Rücken-, Arm- und Beinmuskulatur sowie die Bauchmuskulatur angesprochen werden.

Latissimusmuskeltraining

Im Alltag wird der Latissimusmuskel durch einseitige Bewegungsabläufe oft einseitig belastet. Nur durch regelmäßiges, gezieltes Training desselben lassen sich Dauerschäden vermeiden.

Der an Multistationen befindliche Latissimuszug ermöglicht eine kaum durch ein anderes Trainingsgerät zu ersetzende Kräftigung dieses Muskels. Die Übung wird im Sitzen ausgeführt, wobei der Sportler in doppelter Schulterbreite den Latissimuszug greift und diesen Richtung Brust nach unten zieht. Gleichzeitig zum Rückenmuskel wird der Oberarmbeuger trainiert.

Butterflyübungen

Diese ermöglichen eine Optimierung der Brustmuskulatur, die besonders in der Definitionsphase angezeigt ist. Das Bankdrücken ist eine Trainingsvariante, die Trizeps und Deltamuskel kräftigt.

Letzterer ist der größte Muskel innerhalb der Schultermuskulatur, der die Bewegungen der Arme koordiniert. Das Bankdrücken eignet sich hauptsächlich zum Muskelaufbau.

Beintraining

Übungen des Beinstreckens und -beugens stärken einzelne Muskelgruppen in den Beinen, aber auch die des Gesäßes. Der große Gesäßmuskel ist verantwortlich für die Stabilität des Körpers beim Stehen. Außerdem wirkt er teilweise bei der Außenrotation und Heranführung an das Hüftgelenk mit.

Fazit

Muskeln haben also nicht nur eine optische Bedeutung. Ihre gleichmäßige Ausbildung sorgt für die Stabilität und Beweglichkeit des Körpers; sie kann nur durch gezieltes Training erreicht werden.

Wer sich nicht zu einem regelmäßigen Besuch des Fitnessstudios entscheiden kann, sollte darüber nachdenken, sich eine Multistation für das eigene Heim zuzulegen. Mit ihrer Hilfe lässt sich der Körper ganzheitlich kräftigen.

Für wen lohnt sich der Kauf?

Multistationen haben zu Recht die Bezeichnung "kleines "Fitnessstudio" verdient. Sie nehmen wenig Platz in Anspruch und bieten dem Sportler dennoch ausreichend Möglichkeiten für ein umfangreiches Trainingsprogramm.

sind nur einige Übungen, die sich an einer Multistation durchführen lassen. Je nach Modell werden die Muskelpartien unterschiedlich stark in Anspruch genommen.

Neueinsteiger

Die meisten Kraftsportler werden den Gang ins wirkliche Fitnessstudio nicht missen wollen. Wo, wenn nicht dort könnten sie Gleichgesinnte treffen, mit denen es sich über Erfahrungen austauschen und sich das Trainingsprogramm stetig optimieren lässt? Und wer erst einmal Muskeln aufgebaut hat, wird sich kaum scheuen, seinen Körper anderen Sportlern zu zeigen.

Anders sieht es bei Neueinsteigern aus. Es kostet eine gewisse Überwindung, sich den Blicken der Profis ausgesetzt zu fühlen und dabei das eigene Trainingsprogramm gelassen zu absolvieren.

Und dennoch sollte die Motivation so hoch bleiben, dass der Sportler regelmäßig erscheint. So mancher Anfänger wird sich überlegen, dass eine Multistation für das eigene Heim eine gute Alternative wäre.

Fachwissen

Das ist sie auch, sofern der Sportler über ein gewisses Maß an Fachwissen verfügt. Die unsachgemäße Durchführung des Trainings kann nämlich leicht zu körperlichen Schädigungen führen und das genaue Gegenteil von dem bewirken, was es soll - der Gesundheit zuträglich sein. Es lohnt sich, vor dem Kauf einer eigenen Multistation das Fitnessstudio aufzusuchen, um sich diesbezüglich fachlich beraten zu lassen.

Ein vollgepackter Tag

Nur regelmäßiges Krafttraining ist ein effektives Training. Das wissen alle Sportler.

Doch wer sich nach der Arbeit erst durch den Feierabendverkehr nach Hause schiebt, überlegt sich, ob er noch einmal etliche Kilometer in Kauf nimmt, um ins Fitnessstudio zu gelangen. Es fehlt nicht an Motivation zum Training, sondern an Motivation, das Haus noch einmal zu verlassen.

Für diese Menschen ist eine eigene Multistation eine perfekte Alternative. Und auch, wer sein Training aus berufsbedingten oder privaten Gründen nicht den Öffnungszeiten des Fitnessstudios anpassen kann, ist mit einer Multistation im eigenen Heim bestens bedient.

Für Frauen besonders geeignete Kraftgeräte

Im Gegensatz zu Männern konzentrieren Frauen sich bei der Aufstellung ihres Trainingsplanes im Kraftsport auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kraft und Ausdauer. Sie wollen keinen maximalen Muskelwachstum erreichen, sondern ihren Körper festigen und nebenbei gezielt Fettdepots abbauen. Aus diesem Grunde nutzen Frauen Kraftgeräte anders als Männer.

Auch Frauen führen im Kraftsport ein gezieltes Hanteltraining durch. Nutzen sie die Hantel, greifen sie aufgrund ihres Körperbaus meist auf die kürzeren Modelle zurück. Kurzhanteln werden von Frauen als ideale Trainingsgeräte angesehen.

Selbst in Verbindung mit gymnastischen Übungen lässt sich das Kurzhanteltraining ausführen. Die Gewichtsbelastung dabei ist allerdings sehr gering. Für das regelmäßige Training werden Kurzhanteln zwischen 1 und 5 Kilogramm genutzt.

Der Bauchmuskeltrainer

Besonders wichtig ist Frauen ein straffer Bauch. Spezielle Bauchmuskeltrainer, die in den unterschiedlichsten Varianten angeboten werden, sind besonders beim weiblichen Geschlecht beliebt.

Mindestens so effektiv wie das Training mit einem Ab-Former ist ein gezieltes Training auf der Trainingsbank, die sich in ihrer Neigung verstellen lässt. Mit ihrer Hilfe lässt sich der Schwierigkeitsgrad einiger Übungen erhöhen. Besonders beim Sit-Up-Training kann dadurch ein noch größerer Trainingseffekt erzielt werden. Das Training auf der Trainingsbank lässt sich außerdem mit den unterschiedlichsten Geräten durchführen, so dass durch ihre Anschaffung zu deutlich mehr Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Multistation

Das Training an einer Multistation kann als eines der vielseitigsten bezeichnet werden. Durch diverse individuelle Einstellmöglichkeiten der Trainingswiderstände ist die Multibank auch bei Frauen ein beliebtes Kraftgerät.

Einige Modelle wurden speziell für den Heimgebrauch konzipiert. Sie sind kleiner als Studiogeräte und lassen sich in der Ausstattung auf den tatsächlichen Bedarf anpassen. Dies hat nicht nur Platzvorteile, sondern führt auch zu finanziellen Einsparungen.

Klimmzugstangen

Klimmzugstangen eignen sich auch für Frauen sehr gut, da durch das Klimmziehen nicht nur die Arm-, sondern auch die Rückenmuskulatur gestärkt wird. Besonders Modelle, die sich zwischen dem Türrahmen verschrauben lassen, so genannte Türrecks, erlauben eine individuelle Höheneinstellung. So ist es durchaus möglich, die Übungen auch in der Schräglage auszuführen und damit andere Muskelpartien anzusprechen als beim vertikalen Training.

Rückansicht Frau an Kraftmaschine
Rückansicht Frau an Kraftmaschine

Für Männer besonders geeignete Kraftgeräte

Spezielle "Männer-Kraftgeräte" gibt es nicht. Und dennoch wird der männliche Kraftsportler, der auf einen kurzfristigen Muskelzuwachs bedacht ist, auf das ein oder andere Gerät nicht verzichten können und wollen. Und er wird behaupten, dass dies als reines Kraftgerät für das starke Geschlecht konzipiert wurde.

Viele Männer leben nach dem Motto: Viel hilft viel. Weshalb sollte diese These nicht auch im Kraftsport gelten? Also werden sie sich möglichst viele Sportgeräte anschaffen, weil diese ein großes Übungsspektrum bieten.

Sie werden vermutlich mehr Geld beim Kauf derselben ausgeben als das weibliche Geschlecht. Und sie werden vermutlich viel Muskelmasse aufbauen.

Warum? Nicht, weil ihre Geräte besser sind. Sie sind darauf bedacht, Muskelaufbau und Kraft zu trainieren, während die meisten Frauen auf ein Kraftausdauertraining setzen.

Geräte fürs Hanteltraining

Auf die Hantel wird kein Kraftsportler verzichten. Männer wählen natürlich die längere Variante aus. Wenn schon, denn schon.

Und tatsächlich bietet die Langhantel mehr Übungsvarianten als die Kurzhantel. Zusammen mit der passenden Hantelbank wird das Hanteltraining perfekt.

Wer sich obendrein einen ausgewogenen Trainingsplan aufstellt, kann allein mit diesen Geräten fast den gesamten Körper trainieren. In Abwandlung zur Hantelstange nutzen viele Männer die Curlstange, weil diese noch mehr Griffpositionen bietet.

Je nach Anzahl und Größe der benutzten Gewichtsscheiben wird der Sportler vielleicht auf einen Hantelständer angewiesen sein. Er dient nicht nur als Aufbewahrungsstätte für die Gewichte, er erleichtert auch das Aufnehmen derselben.

Mit Unterstützung eines Hantelständers ist es möglich, mehr Gewicht aufzunehmen. Und gerade das dürfte im Interesse des männlichen Sportlers sein.

Die Kniebeugemaschine

Wer sich sicher ist, dass er im Kraftsport die für ihn passende Sportart gefunden hat, wird eventuell auch über die Anschaffung einer Kniebeugemaschine nachdenken, weil sich Übungen mit ihrer Hilfe gezielter ausführen lassen. Das Verletzungsrisiko beim Training mit Gewichten wird deutlich verringert.

Die Multistation

Nicht unerwähnt bleiben soll auch hier der Alleskönner unter den heimischen Kraftgeräten: Die Multistation. An einem so variablen Kraftgerät lassen sich natürlich unzählige Übungen durchführen. Und das, ohne dass es zu langen Umbauarbeiten während des Trainings kommt.

Die Anschaffung einer Multistation muss allerdings oft aus Platzgründen wohl durchdacht sein, damit sie die für das Training wichtigsten Geräte beinhaltet. Auch hier wird der männliche Kraftsportler andere Favoriten angeben als der weibliche.

Junger Mann im Fitnessstudio beim Gewichteheben
Junger Mann im Fitnessstudio beim Gewichteheben

Für den Einstieg: Tipps zur Herangehensweise und Auswahl

Das Aussuchen von Trainingsgeräten ist eine wichtige wie knifflige Angelegenheit. Den Komfort ein gutes Fitness-Vehikel in den eigenen vier Wänden zu haben, macht für viele Menschen den entscheidenden Unterschied, um erfolgreich gegen Reiterhosen und Bierbauch anzukämpfen.

Leider gehen die meisten Einkäufe dieser Art schief, weil oftmals schlicht das falsche Equipment erworben wird. Zu wenig Platz, falsche Zielstellung und andere Dinge degradierten deshalb unzählige Multi-Fitness-Stationen, Ergometer und Cross-Trainer zu "Kleiderständern" für die nicht selten 1.000 Euro und mehr ausgegeben wurde.

Der Schlüssel für die Wahl des für Sie wirklich passenden Trainingsgeräts ist die Kombination aus persönlicher Erfahrung und gründlicher Recherche. Auf diese Weise lässt sich beim Kauf Frust vermeiden sowie Zeit und Geld sparen.

Kaufen Sie nicht das erstbeste Gerät, das Sie in der Dauerwerbung sehen. Überlegen Sie sich, welche Fitness-Ziele Sie erreichen möchten und was Sie dafür brauchen.

Kalkulieren Sie einen Budgetrahmen und versuchen Sie innerhalb dieser Grenzen zu bleiben. So zwingen Sie sich, zweimal zu überlegen, bevor Sie einen super duper Bauchwegmacher kaufen, der dann doch nur als Staubfänger endet.

Machen Sie Inventur

Bevor Sie im Kaufrausch enden, sollten Sie zunächst einmal nachsehen, was Sie zu Hause schon so alles zu stehen haben. Gucken Sie im Keller, in der Garage und in der Waschküche nach brauchbaren Geräten, die eventuell eines Ihrer Familienmitglieder früher gekauft hat.

Es macht auch Sinn, den Blick zu weiten und nicht nur nach ausgewiesenen Sportgeräten Ausschau zu halten. Mit ein klein wenig Einfallsreichtum lassen sich zwei Eimer mit Eisenresten vom letzten Schlosserbesuch wunderbar als Hanteln benutzen. Und Wasserrohre an der Kellerdecke sind meistens so stabil angebracht, dass man sie als Klimmzugstange benutzen kann.

Halten Sie sich an die Grundlagen

Wenn es Ihnen auf Effizienz und Kostenersparnis ankommt, sollten Sie Ihre Zeit nicht damit verschwenden über den Kauf einer Hantelbank oder eines Kabelzugturms nachzudenken. Eine Langhantel und ein Kurzhantelset reichen vollkommen aus, um alle Muskelgruppen des Körpers intensiv zu trainieren. Ein Sprungseil ist die ideale wie günstige Alternative zu einem Laufband.

Suchen Sie sich professionelle Hilfe

Ein Vorteil einer Mitgliedschaft im Fitness-Studio ist ohne Zweifel, dass man in der Regel immer einen kompetenten Ansprechpartner findet, der bei Fragen zur Übungsausführung oder Trainingsplanung die richtigen Antworten parat hat. Das Internet und Workout-DVDs können diese Lücke schließen.

Mittlerweile sind die gängigen Workout-DVDs so gut gestaltet, dass sie mit der dürftigen Telegymnastik der 80er Jahre gar nichts mehr gemein haben. Damit Sie sich selbst beim Trainieren hinsichtlich der korrekten Übungsausführung überwachen können, raten wir zum Kauf eines größeren Spiegels.

Tipps zum Gerätekauf

Würden Sie sich ein Auto kaufen, ohne sich vorher genau zu informieren und beraten zu lassen oder gar ohne zu prüfen, ob es überhaupt zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt? - Sehen Sie, und genauso verhält es sich beim Kauf von Trainingsgeräten.

Zwar sind diese in der Anschaffung in der Regel nicht so teuer wie ein Auto. Aber beide Dinge haben eines gemeinsam: Sie können Ihr Leben grundlegend verändern.

Definieren Sie ihre Ziele

Bevor Sie ins Geschäft stürmen oder die Online-Shops durchstöbern, sollten Sie sich einen Moment Zeit nehmen, um über Ihre Ziele nachzudenken. Was möchten Sie erreichen?

  • Gewichtsreduktion
  • Muskelaufbau
  • Ausdauer und
  • allgemeine Agilität

sind mögliche Ziele, die jedoch alle ein anderes Trainingsgerät bedingen. Immerhin werden Sie das Gerät auch nur dann regelmäßig benutzen, wenn es Sie tatsächlich näher an Ihren Traumkörper bringt.

Überprüfen Sie Ihre Finanzen

Legen Sie ihr Budget fest und bewegen Sie sich bei der Suche in dieser Preisspanne. Das spart viel Zeit, weil sie eine Reihe von Geräten sofort ausschließen können. Stecken Sie aber dabei die Grenzen nicht zu eng ab, um bis zu einem gewissen Grad flexibel bleiben zu können.

Verfallen Sie nicht dem Irrglauben, dass Sie ein Vermögen ausgeben müssten, um in Form zu kommen. Es gibt viele effektive Trainingsmittel, die weit unter 100 Euro kosten. Balance-Bälle, Kurzhanteln und Springseile sind nur drei Beispiele von vielen Möglichkeiten.

Schaffen Sie Platz

Ermitteln Sie, wie viel Platz ihnen zu Hause zur Verfügung steht. Mittlerweile gibt es Lösungen für alle erdenklichen Wohnungsgrundrisse. So vermeiden Sie, dass Sie eventuell ein Gerät ins Auge fassen, das Sie nicht unter ihr Bett schieben können oder erst gar nicht durch die Tür bekommen.

Machen Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken, wo Sie das Sportgerät platzieren wollen. Berücksichtigen Sie, dass Ihr tägliches Training Spaß machen sowie motivierend sein soll und Sie deshalb in einem durchlüfteten und hellen Raum Sport treiben sollten. Vermessen Sie den Raum oder die Ecke, die Ihr neues Möbel beherbergen soll, um ganz sicher zu gehen, dass es auch wirklich von den Ausmaßen passt.

Überprüfen Sie Ihre körperlichen Möglichkeiten

Haben Sie vielleicht Verletzungen oder leiden Sie an Erkrankungen, die von Vornherein bestimmte Sportgeräte ausschließen? Bleiben Sie bei der Auswahl im Geschäft sachlich und schätzen Sie Ihre körperlichen Möglichkeiten realistisch ein.

Ihnen ist nicht damit geholfen, wenn Sie das Gerät nach wenigen Malen Training gefrustet verstauben lassen, weil es Ihnen außer Schmerzen nichts bringt. Wenn Sie beispielsweise Knieprobleme haben, sollten Sie einem Fahrradergometer oder Ellipsen-Trainer gegenüber einem Laufband den Vorzug geben.

Kaufen Sie im Fachgeschäft

Auch wenn in einem Sportfachgeschäft die Geräte in der Regel etwas teurer als im Supermarkt oder Kaufhaus sind, wird der Aufschlag mit einer kompetenten Beratung und einer größeren sowie auch deutlich höherwertigen Auswahl an Sportgeräten belohnt.

Verkäufer in einem Fachgeschäft nehmen sich die Zeit, um Ihre Ziele und Bedürfnisse zu verstehen und das geeignete Gerät nach Ihren Angaben zu finden. Sportfachgeschäfte helfen Ihnen außerdem weiter, wenn das Gerät einmal einen Defekt aufweisen sollte.

Achten Sie auf Alternativen

Sie müssen nicht unbedingt ein komplettes Home-Gym kaufen, das Kabelzug und Bank plus Beinstrecker aufweist. Wenn Sie dafür in Ihrer Wohnung keinen Platz haben oder schlicht nicht soviel Geld ausgeben wollen, können Kurzhanteln, Medizinbälle, Springseile und Gymnastikbänder die perfekte Alternative sein, die zum Teil sogar ein noch vielseitigeres Trainieren erlaubt.

Probieren Sie es aus

Sportgeräte und Wein haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Eines aber ganz sicher: dass man beides niemals kaufen sollte, ohne sie nicht vorher probiert zu haben.

Testen Sie in Fitness-Studios eine Reihe von Geräten aus, um ihre persönliche Vorliebe zu finden. Erstellen Sie sich anschließend eine Liste mit ihren fünf Lieblingsgeräten.

Achten Sie neben der allgemeinen Verarbeitung und Stabilität auf die Ergonomie und die netten Dinge, die das Trainingsleben einfacher gestalten. - Ist zum Beispiel genügend Ablageplatz für Getränke oder MP3-Player vorhanden?

Sind die Bedienelemente leicht zu erreichen? Diese und andere Fragen sollten Sie vor Ort im Geschäft ergründen und nicht erst im heimischen Wohnzimmer.

Lassen Sie sich Zeit

Tätigen Sie niemals einen Spontankauf. Hochwertige Fitnessgeräte sind in der Regel Anschaffungen, mit denen Sie über mehrere Jahre hinweg trainieren möchten.

Geben Sie sich also selbst genügend Zeit bei der Auswahl und dem Abwiegen der Vor- und Nachteile einzelner Geräte. Den drängenden Verkäufer können Sie dabei getrost ignorieren.

Kraftgeräte neu oder gebraucht kaufen?

Kraftgeräte werden in den unterschiedlichsten Preisklassen angeboten. Ob es unbedingt ein neues Gerät sein muss oder ob sich beim Kauf eines gebrauchten Kraftgerätes Geld sparen lässt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wer beim Kauf eines neuen Kraftgerätes Wert auf Sicherheit und Qualität legt und obendrein auch den Komfort nicht missen möchte, wird sich vermutlich nicht am unteren Preisbereich der Angebote orientieren. Erfahrungsgemäß ist es so, dass Hersteller hochwertiger Sportgeräte ihr Augenmerk auf die Qualität richten.

Unter anderem müssen Rahmenkonstruktionen so stabil sein, dass sie auch größere Lasten über einen längeren Zeitraum tragen können. Verschraubungen und andere Verbindungselemente sollen leichtgängig und solide sein.

Bei Sitzpolstern wurde weder am Material noch an der Verarbeitung gespart. Insgesamt spricht ein hochwertiges Sportgerät für eine längere Lebensdauer.

Tipps für den Gebraucht-Kauf

Doch nicht jeder Sportler verfügt über die finanziellen Mittel, sich ein solches Neugerät anschaffen zu können. Das muss er auch nicht.

Es spricht nichts gegen den Kauf eines gebrauchten Kraftgerätes, sofern dieses den Anforderungen des Sportlers gerecht wird.

  • Gebrauchsspuren sollten sich im Rahmen halten.
  • Aufgeplatzte Sitzpolster sind ebenso tabu wie Brüche an den Verbindungselementen.
  • Und der hygienische Eindruck sollte auf jeden Fall so sein, dass das Gerät zur Benutzung einlädt.

Doch Pflege- und Wartungszustand eines Kraftgerätes lassen sich meist schon auf den ersten Blick erkennen. Bereits aus diesem Grunde empfiehlt es sich, gebrauchte Geräte vor dem Kauf in Augenschein zu nehmen. Sich auf Internetbeschreibungen und -bilder zu verlassen, birgt immer ein Risiko.

Ergonomische Faktoren

Außerdem ist es wichtig, dass das Kraftgerät ergonomische Anforderungen erfüllt. Passt es größenmäßig nicht zum Sportler oder zu seinen Bewegungsabläufen, wird die Freude am Gerät nicht lange anhalten.

Im Idealfall verfügt das Kraftgerät über so vielfältige Einstellungsmöglichkeiten, dass es an allen Elementen individuell angepasst werden kann. Ein unergonomisches Training bringt nämlich keinen positiven Trainingseffekt, im schlimmsten Fall treten gesundheitliche Schäden auf.

Studioauflösungen

Bei Kraftsportlern besonders beliebt sind Studioauflösungen. Kraftgeräte werden nach einer gewissen Zeit von den Fitnessstudios abgeschrieben; ausgedient haben sie deswegen noch lange nicht.

Diese Geräte können eine besonders gute Qualität vorweisen, sind sie doch für eine häufige Benutzung und für große Belastbarkeiten konzipiert. Allerdings sind diese Modelle meist größer als die für den Heimgebrauch hergestellten.

Auf die vielen Vorzüge der Multistation wurde bereits eingegangen - im Folgenden geben wir daher noch einige Ratschläge zum Kauf eines solchen Gerätes.

Die perfekte Multistation für zu Hause

Alle Multistationen sind Allround-Trainingsgeräte, die es dem Sportler erlauben, seinen Körper ganzheitlich zu trainieren. Und doch ist die Auswahl unter diesen Sportgeräten so groß, dass es nicht leicht fällt, sich für die richtige Multistation zu entscheiden. Vor der Anschaffung einer Multistation für das eigene Heim wird der Sportler nicht nur seine räumlichen und finanziellen Gegebenheiten prüfen, um das für ihn passende Trainingsgerät zu finden, obwohl diese beiden Faktoren die entscheidenden sind.

Nötiger Platzbedarf

Eine Multistation benötigt Platz. Auch wenn sie zu den Trainingsgeräten gehört, die auf engstem Raum eine große Trainingsvielfalt bieten, wird eine gewisse Fläche benötigt, um das Training ungehindert absolvieren zu können.

Entscheidend ist dabei nicht allein die Standfläche des Gerätes, sondern der tatsächliche Raum, den Körper und Multistation bei Ausführung der Übungen einnehmen. Arme, Beine, Ober- und Unterkörper müssen sich je nach Übung uneingeschränkt strecken, beugen oder drehen lassen.

Steht dieser Platz nicht zur Verfügung, wird der Sportler Kompromisse eingehen müssen. Er wird sein Augenmerk beim Training auf die für ihn wichtigsten Muskelgruppen richten und eine entprechende Ausstattung der Multistation wählen.

Ist das entscheidende Ziel des Trainings die Stärkung der Rückenmuskulatur, kann eventuell auf das Beincurling verzichtet werden. Das bedeutet nicht, dass so eine Basis-Multistation zu einem minderwertigen Trainingsgerät abgewertet werden muss.

Kostenfaktor

Eine Multistation ist eine recht kostenintensive Anschaffung. Zu Recht wird der Sportler sich fragen, welchen Betrag er für dieses Trainingsgerät auszugeben bereit ist. Besteht eine räumliche Einschränkung, wird die Multistation ohnehin nicht allzu großzügig ausfallen.

Eine einfache Ausstattung der Multistation spart natürlich Geld. Doch zu sehr sollte bei der Anschaffung einer Multistation nicht gehaushaltet werden, vor allem, wenn es um Sicherheit geht.

Hochwertige Qualität

Eine hochwertige Ausführung ist gefragt, damit die Multistation von langer Lebensdauer ist. Das Training wird mit großen Gewichten durchgeführt, so dass das Gerät hohen Belastungen ausgesetzt ist. Alle Bauteile sollten solide verarbeitet sein, Verbindungselemente und Polster eingeschlossen.

Entsprechende Prüfzertifikate von zugelassenen Stellen sollten bei der Auswahl der Multistation selbstverständlich sein. Sie gewährleisten Qualität, die das Unfallrisiko des Sportlers deutlich mindert. Auch wenn eine Multistation nicht billig ist, amortisiert sich ihre Anschaffung bereits innerhalb weniger Jahre, wenn man die Kosten mit denen für das Fitnessstudio vergleicht.

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Quellenangaben
  • health club © diego cervo - www.fotolia.de
  • Mann und Kraftmaschine © Kzenon - www.fotolia.de
  • Man Lifting Weights © Jason Stitt - www.fotolia.de
  • Crosstrainer 02 © negrobike - www.fotolia.de
  • rowing machine © Philip Date - www.fotolia.de
  • man running on treadmill © Ronald Hudson - www.fotolia.de
  • Fitness women © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de
  • Working out © Kzenon - www.fotolia.de
  • Gewichte heben © Kzenon - www.fotolia.de

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