Sport hält Gehirn bei Seniorinnen fit

Ältere, lächelnde Frau im Schwimmbecken
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  • von Paradisi-Redaktion

Ein regelmäßiges Workout, das auf die Bedürfnisse der Trainierenden abgestimmt ist, verschafft ihr nicht nur ein adrettes Aussehen, weniger Rückenschmerzen und mehr Selbstsicherheit, sondern kann auch dazu beitragen, dass sich Alterserscheinungen am Gehirn verzögern.

Regelmäßiger Sport hält auch geistig länger fit
Regelmäßiger Sport hält auch geistig länger fit

Forscher von der kanadischen "Universität von Calgary" haben eine Studie im Journal für Neurobiologie publiziert, die aussagt, dass körperlich fitte Frauen auch ihre geistige Funktionskapazität im Alter länger aufrecht erhalten können.

Marc Poulin, der federführende Autor dieser Studie, sagt, dass Sport den Blutfluss im Gehirn unterstützt und verbessert. In der Konsequenz kann das zu größeren kognitiven Leistungen führen.

Die vaskulären Vorteile, die ein anstrengendes Training mit sich bringt, sind laut Poulins Erkenntnissen nicht allein auf Muskeln und das Herz beschränkt, sondern treffen auch auf das Gehirn zu.

Die Studie namens "Auswirkungen der Herz-Kreislauf-Fitness und des zerebralen Blutflusses auf die kognitive Leistung älterer Frauen" verglich zwei Gruppen miteinander, deren Teilnehmerinnen im Durchschnitt 65 Jahre alt waren. Insgesamt nahmen 42 Frauen an der Untersuchung teil. Die Probandinnen wurden zufällig eine der beiden Gruppen zugewiesen. Eine Gruppe nahm an einen Trainingsprogramm teil, das vornehmlich Ausdauereinheiten vorsah. Die andere Gruppe hatte keinen speziellen Trainingsplan und war den Testzeitraum über kaum körperlich aktiv.

Die Wissenschaftler ermittelten die Herzkreislauffunktion, den Blutfluss im Gehirn und die Leistungsreserve der Blutgefäße des Hirns sowie die kognitiven Funktionen in ihrer Gesamtheit.

Poulins Studie ist die erste dieser Art, die eindeutig nachweist, dass körperlich trainierte Menschen einen deutlich verbesserten zerebralen Blutfuss haben.

Im Wesentlichen haben die Forscher drei große Unterschiede zwischen der körperlich aktiven und der körperlich passiven Gruppe festgestellt.

  • Die aktiven Damen hatten einen um zehn Prozent geringeren Blutdruck sowohl beim Training, als auch während Ruhezeiten.
  • Die untrainierten Frauen hatten bei Belastungstests eine um fünf Prozent niedrigere Kreislaufreaktion im Gehirn als ihre fitteren Gegenstücke.
  • Und schließlich haben die Sportlerinnen eine im Durchschnitt um zehn Prozent höhere Punktzahl bei kognitiven Tests erzielt.

Die Forscher kamen zu den Schluss, dass ein regelmäßiges Fitnesstraining nicht nur jenen älteren Menschen angeraten werden sollte, die Übergewicht, Bluthochdruck oder andere kardio-vaskuläre Probleme haben, sondern allgemein ein fester Bestandteil im Alltag älterer Damen und Herren werden sollte, um möglichst lange eine körperliche wie geistige Selbstständigkeit bewahren zu können.

Poulin schreibt abschließend in seinem Bericht, dass auch jüngere Frauen in dieser Hinsicht vorbeugend trainieren sollten.

Ein Trainingsprogramm, das dreimal pro Woche eine Ausdauereinheit vorsieht und dazu ergänzend Kräftigungsübungen berücksichtigt, könnte demnach ein Rundum-Sorglos-Paket bilden, bei dem man sich um ein gesundes Älter werden keine Gedanken mehr machen muss.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Active senior © carmeta - www.fotolia.de
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Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom

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