Die Anwendung von Pflegeprodukten, Make-up und Enzym-Masken bei Hautproblemen

Heilerde in weißer Schüssel

Mit Pflegeprodukten, die auf den Hauttyp abgestimmt sein müssen, lassen sich Hautprobleme schnell wieder in den Griff bekommen

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Haut spiegelt die Gesundheit des Menschen. Stress, Schlaf- und Bewegungsmangel, eine falsche Ernährung und diverse Erkrankungen verursachen Hautprobleme, die mit Schuppenbildung, Pickeln, Mitessern, Rötungen und Bindegewebsschwächen einhergehen. Mit den richtigen Pflegeprodukten lassen sich Hautprobleme schnell in den Griff bekommen. Die Enzym-Maske beispielsweise kann dazu beitragen, dass sich das Hautbild wieder normalisiert. Einige zusätzliche Tipps und Tricks verhelfen jeder Frau zu einem effektvollen Make-up, welches Hautprobleme unsichtbar machen.

Hautprobleme - wie Innen so Außen

Die Haut ist mit etwa 2qm das größte Organ des Menschen. Sie besitzt nicht nur eine Schutzfunktion vor äußeren Einflüssen, sie ist auch maßgeblich am Stoffwechsel sowie an der Aktivierung des Immunsystems beteiligt. Die Haut prägt das Erscheinungsbild des Menschen. Sie ist ein Kontakt- bzw. Sinnesorgan: durch sie werden

empfunden. Tagtäglich ist sie vielen Belastungen ausgesetzt. Die Rolle der Haut als Ausscheidungs- und Entgiftungsorgan wird häufig unterschätzt. Hautprobleme sind daher aus naturheilkundlicher Sicht nicht nur eine lokale Erscheinung, sondern Ausdruck einer Störung des gesamten Organismus.

Eine reine und glatte Haut wurde schon in der Antike als Zeichen der Anmut und der Jugend gewertet. Kein Wunder, dass die meisten Menschen sich ein ideales Hautbild wünschen.

Auf das Innere achten

Bei Hautproblemen sollte daher immer der gesamte Körper beachtet werden. So können beispielsweise auch Hormonstörungen für die unreine Haut verantwortlich sein. Häufig verursachen auch Störungen des Magen-Darm-Trakts Hautunreinheiten. Vor allem eine Überbesiedlung des Darms mit Pilzen (meistens Candida albicans) führt zu Hautproblemen, die sich allein mit einer Creme nicht lösen lassen.

Bei chronischen Hautproblemen sollte deshalb immer ein Arzt oder Heilpraktiker aufgesucht werden, der falls nötig, Magen- und Darm-Trakt sowie das Lymphsystem oder gegebenenfalls das Hormonsystem mitbehandeln kann.

Stress als häufiger Auslöser von Hautproblemen

Oberarm mit Nesselsucht-Ausschlag vor hellblauem Hintergrund
urticaria © tinglee1631 - www.fotolia.de

Stress löst stets das gleiche Anpassungssyndrom aus. Der verstärkte Einsatz von Hormonen der Nebenrinde des Gehirns und der Hirnhangdrüse werden aktiviert. Dadurch werden die Abwehrkräfte des Körpers reguliert. Bei einem Übermaß an Stress funktioniert die körpereigene Anpassung nur eingeschränkt oder gar nicht mehr. Erkrankungen haben ein leichtes Spiel. Chronischer Stress ist für zahlreiche Krankheiten verantwortlich.

Auch bei Hautproblemen spielt Stress eine Rolle. Die menschliche Haut ist ein extrem sensibles Organ, das auf seelische Dauerbelastungen entsprechend negativ reagiert. Millionen von Nervenzellen in der Oberhaut lösen bei stressbedingten Veränderungen Neurodermitis-Schübe aus. Stress beeinträchtigt auch die Funktion der Haut beim Stoffwechsel und schwächt das Schutzschild der Hautschicht. Die Folge können Allergien, Pickel und Entzündungen sein. Mehr Entspannung und weniger Stress und die entsprechende Pflege verhelfen zu einer schöneren und gesunden Haut.

Psychodermatologie - Ärzte erforschen das Zusammenspiel zwischen Kummer und Hautkrankheiten

Medizinforscher sind der Meinung, dass sich eine schlimme Kindheit negativ auf die Haut auswirken kann

Hautausschnitt mit Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris)
Psoriasis vulgaris is an disease that affects the skin © lipowski - www.fotolia.de

Viele Mediziner sind schon lange der Ansicht, dass Körper und Seele eng zusammengehören und daher das Leid der einen Seite sich auch auf der anderen wiederspiegeln kann. So können dauernder Stress oder Depression sich auf das Herz auswirken oder auch auf die Haut. Besonders bei der Neurodermitis vermutet man schon lange eine Wechselwirkung zwischen den akuten Entzündungsschüben und der aktuellen Stimmung des Patienten. Kann ein seelisches Leiden wirklich die schmerzhaften Entzündungen fördern?

Hautkrankheit nach schwerer Kindheit

Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigt sich die Psychodermatologie. Die Dermatologie, also die Lehre von der Haut und ihren Krankheiten, wird hier mit der Psychologie zusammen gebracht.

So hat man in einigen Studien schon den Zusammenhang zwischen akuten Schüben und Familienstress oder anstehenden Prüfungen bewiesen. Die Ärzte haben sogar erste Hinweise darauf, dass extremer Stress in der Kindheit die Wurzel der Hautkrankheit sein könnte. So hatten bei Befragungen besonders jene eine zum Teil sehr schwere Kindheit gehabt, die später an Neurodermitis oder an Schuppenflechte litten.

Überforderung des Immunsystems

Die Forscher vermuten ferner, dass der Stress der negativen Ereignisse bewirkt, dass wir unbewusst unser eigenen Immunsystem aus dem Gleichgewicht bringen. Die Hormone spielen verrückt und das Nerven- sowie das Immunsystem versuchen der stressigen Situation gerecht zu werden.

Besonders die Hormone Noradrenalin und Adrenalin lösen dabei Entzündungsprozesse im Körper aus. Später soll eigentlich Cortisol als Gegen-Hormon ausgeschüttet werden, damit dies wieder gestoppt wird, doch nicht bei jedem Menschen stellt sich dieses Gleichgewicht ein und dann können die Entzündungen bestehen bleiben.

Forscher präsentieren neue Erkenntnisse zu gängigen Hautproblemen

Kleiner trauriger Junge mit rotem Ausschlag auf Haut
Sick boy child © Stacy Barnett - www.fotolia.de

Als größtes Organ des menschlichen Körpers hat die Haut eine wichtige Funktion. Wie ein lebendiger Schutzmantel umgibt sie den gesamten Organismus und schafft so eine sinnvolle Barriere.

Diese Barriere ist aber keineswegs komplett abgedichtet, sondern lässt Stoffe hinein und andere Dinge hinaus.

Diese Komplexität macht die Haut allerdings auch anfällig für diverse Störungen. Sehr bekannt ist das Leiden der Schuppenflechte oder auch Hautkrebs. Wie genau die Fehler entstehen, damit beschäftigen sich Dermatologen und Forscher schon seit Jahrzehnten.

Nun ist es einem Wissenschaftsteam aus Köln gelungen, eine komplett neue Erkenntnis über die Haut zu gewinnen. In ihren Untersuchungen erkannten sie, wie Eiweiße mit den Andockstellen der Hautzellen und so direkt mit dem Zellkern zusammenarbeiten.

Bisher konnte man diese Wechselwirkung noch nicht eingehend studieren und kannte daher nicht die Unterschiede, die bei gesunder und bei kranker Haut zu beobachten sind.

Bei gesunden Menschen verfügt die Haut an ihrer Oberfläche über ältere Zellen, die regelmäßig absterben und durch neue aus einer unteren Hautschicht ersetzt werden. So glatt läuft das bei Hautkrankheiten nicht.

Ins Zentrum ihrer Aufmerksamkeit stellten die Forscher ein Protein, das direkt im Zellkern der Hautzellen vorkommt. Man nannte es "p63". Es wirkt zusammen mit einer Andockstelle für das Hormon Insulin und für "IGF-1". Der Rezeptor wird aktiviert, wenn Insulin oder das Eiweiß IGF-1 an ihm andockt.

Das Protein p63 dient dabei als Steuerung und wird aktiv, sobald der Rezeptor belegt ist. Es reguliert dann, wie sich neue Zellen bilden. Die Kommunikation kann jedoch gestört werden und so entstehen unterschiedliche Hautleiden.

Dieses Wissen dürfte neue Therapien für diverse Krankheiten nach sich ziehen.

Typ-2-Diabetes und Hautkrankheiten treten oft gemeinsam auf

Hände eines Diabetikers, Bluttest in Fingerkuppe
Diabetic is doing a glucose level finger blood test. © evgenyb - www.fotolia.de

Mit zunehmenden Alter und vor allen Dingen bei chronischem Übergewicht entwickelt sich bei vielen Menschen Diabetes des Typ 2. Die Zuckerkrankheit hat viele Symptome und kann mit den Jahren zu einer großen Zahl an Folgeerkrankungen führen. Oft kommt es zu ernsten Gefäß- und Nervenleiden und die Sehkraft schwindet.

Ausprägungsformen von Dermatosen

Bisher weniger stark beachtet ist jedoch der Fakt, dass Diabetes auch Hautkrankheiten auslösen oder verstärken kann. Als Überbegriff für alle Leiden, die die Haut betreffen, spricht der Arzt von Dermatosen. Diese können sehr unterschiedlich aussehen und beispielsweise zu dunklen Flecken, zu Rötungen oder Ausschlag führen. Gerade übergewichtige Diabetiker haben oft Hautveränderungen im Gesicht und an den Extremitäten.

Zusammenhang zu Hautkrankheiten

Man hat in der Medizin daher schon versucht, die Dermatosen mit dem Blutzuckerspiegel in Verbindung zu bringen, doch so unmittelbar scheint der Zusammenhang dann doch nicht zu sein. Auch wenn durch Ernährung und Medikamente der Blutzucker ideal eingestellt ist, bleiben die Hautkrankheiten bestehen. Der statistische Zusammenhang ist jedoch nicht zu leugnen.

Leider verlaufen die Dermatosen bei Diabetikern in der Regel auch schwerwiegender als bei anderen Patienten. Auch hier bleibt die Frage im Raum, warum dies so ist. Sobald ein Diabetiker an einer Dermatose leidet, wird meist umgehend eine Therapie eingeleitet. Die Haut darf sich nämlich vor allen Dingen an den Füßen nicht durch die Krankheit entzünden.

Schneller Handlungsbedarf

Diabetiker haben ein hohes Risiko auf Amputationen, sobald eine Entzündung sich ausbreitet. Hautkrankheiten können daher schnell zur Katastrophe führen. Doch auch an anderen Körperstellen ist eine sofortige Therapie gefragt, da bei Diabetikern das Risiko auf eine Blutvergiftung größer ist. Eine solche Sepsis kann im ungünstigsten Fall tödlich enden.

Selbsthilfe

Doch natürlich gibt es auch Möglichkeiten seiner Haut zuhause zur Unterstützung etwas Gutes zu tun, um das Hautbild zu verbessern. Dazu zählt unter anderem eine Vollwerternährung mit wenig Weißmehl- und Zuckerprodukten. Auch sehr fetthaltige Produkte, insbesondere mit gesättigten Fettsäuren, sollten gemieden werden. Bei der Pflege von strapazierter Haut ist ein zuviel an Pflege eher kontraproduktiv.

  • Geeignet sind hautpflegende Öle wie Jojoba- oder Pfirsichkernöl.
  • Ätherische Öle wie Jasmin, Rose oder YlangYlang können den hautpflegenden Effekt noch verstärken.
  • Auf parfümierte Cremes und Lotionen sollte verzichtet werden.

Zur Unterstützung der Haut eignen sich regelmäßige äußere Anwendungen mit hautpflegenden Pflanzen, wie zum Beispiel dem Stiefmütterchen. Beispielweise kann mit Stiefmütterchentee und Heilerde eine Maske zusammengerührt werden, die eine Wohltat für strapazierte und unreine Haut darstellt.

Studie belegt: Jeder vierte Bundesbürger hat eine Hautkrankheit

Medizinforscher deckt dermatologischen Handlungsbedarf bei einer Vielzahl der Deutschen auf

Gesicht einer Frau mit Akne, Pickeln
Acne skin © Ocskay Bence - www.fotolia.de

Der Dermatologe Professor Matthias Augustin von der Universität Hamburg berichtet im aktuellen "British Journal of Dermatology" von einer großangelegten Studie, die er mit seinem Team durchgeführt hat. Er analysierte die Daten von 90.880 Personen zwischen 16 und 70, die alle beim selben Arbeitgeber zwischen 2004 und 2009 an einem Hautkrebsscreening teilgenommen hatten. Augustin sagt, die Ergebnisse könne man als repräsentativ für Deutschlands Bevölkerung verstehen.

Dermatologischer Handlungsbedarf

Leider waren sie nicht so berauschend, denn

  • bei 30,7 Prozent der Männer und
  • bei 22,2 Prozent der Frauen

sieht der Forscher einen dermatologischen Handlungsbedarf, das heißt: Jeder vierte Deutsche ist hautkrank. Besonders hautkrank waren die untersuchten Männer über 60. 44,8 Prozent dieser älteren Männer hatten Hautkrankheiten. Auffällig war allerdings, dass die Über-60-jährigen nur zu 7,2 Prozent mehr als 40 Muttermale am Körper aufwiesen, aber 17 Prozent der Männer zwischen 31 und 40 Jahren waren so gesprenkelt.

Verteilung der Krankheiten

  • 11,2 Prozent aller Männer zeigten eine Pilzinfektion.
  • 3,9 Prozent aller Untersuchten hatten Akne,
  • 1,3 Prozent ein atopisches Ekzem,
  • 2 Prozent Psoriasis.

Es wurden aber noch viel mehr Hautkrankheiten gefunden, die ein Dermatologe behandeln könnte, wenn die Menschen ihre Praxis aufsuchen würden.

Hautkrankheiten: Arbeitnehmer suchen früher Hilfe

Im Vergleich zu früher trauen sich Arbeitnehmer viel häufiger, Hilfe für ihre Hautkrankheit in Anspruch zu nehmen

Person mit Schuppenflechte (Plaque Psoriasis) am Arm
Person with plaque psoriasis of the arm © Farina3000 - www.fotolia.de

Hautkrankheiten wie Ekzeme und Allergien kosten die deutsche Wirtschaft nach Angaben der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) fast 1,8 Milliarden Euro im Jahr, und zwar für

Größere Bereitschaft, der Versicherung die Hautkrankheit mitzuteilen

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Meldungen von beruflich bedingten Hauterkrankungen um über 25 Prozent, so die BGW. So lag sie im vergangenen Jahr bei 6686, während die Berufsgenossenschaft 2009 nur 5326 Fälle registrierte. Der Grund dafür liegt in der größeren Bereitschaft von Arbeitnehmern, solch eine Krankheit auch der gesetzlichen Unfallversicherung mitzuteilen.

So sei die Zahl im ersten Moment besorgniserregend, erklärt Dr. Verena Kagel von der BGW, doch das Gegenteil sei richtig. Es gebe immer weniger schwere Fälle von Hauterkrankungen, so die Ärztin. Sie begründet den Anstieg der Meldungen mit der niedrigeren Dunkelziffer.

Größere Sensibilität gegenüber Hautproblemen

Aus Scham oder Angst vor dem Verlust der Arbeitsstelle hätten Betroffene früher ihr Leiden verheimlicht. Heutzutage herrsche eine größere Sensibilität bei Hautproblemen, berichtet Dr. Kagel, selbst zahlreiche Ausbilder und Chefs würden ihren Berufsnachwuchs zur Berufsgenossenschaft schicken.

Die BGW ist für fast sieben Millionen Versicherte in 630 000 Unternehmen zuständig und damit die zweitgrößte Berufsgenossenschaft in Deutschland.

Mögliche Ursachen von Hautproblemen

Die Haut reagiert sehr empfindlich auf äußere Reize:

Sehr viele Menschen leiden an allergischen Reaktionen, deren Ursache erst einmal gefunden werden muss, um sie meiden zu können. Sehr weit verbreitet sind Hautprobleme in Verbindung mit:

Durchführung eines Allergietests

Wer häufig unter allergischen Reaktionen leidet sollte bei einem Dermatologen einen Allergietest durchführen lassen. Häufig sind mehrere Auslöser für die Hautveränderungen vorhanden.

Bei vielen und großen Pickeln und nässende sowie juckende Hautausschläge ist der Besuch beim Hautarzt ebenfalls unumgänglich. Hierbei sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden.

Die Auswahl passender Pflegeprodukte

Alle Pflegeprodukte sollten passend zum Hauttyp ausgewählt werden. Die Inhaltsstoffe der Produkte können sehr variieren, darum kann es zu Hautirritationen kommen, wenn ein neues Pflegeprodukt verwendet wird.

Bei Unverträglichkeiten sollte die betreffende Creme oder das Reinigungsprodukt nicht weiter genutzt werden. Häufig treten Probleme in Verbindung mit Sonnenstrahlen auf, da sich die chemische Verbindung der Wirkstoffe unter Einfluss von Sonnenstrahlen verändert.

  • Harmlose Hautveränderungen können mit passenden Pflegeprodukten behoben werden.
  • Ernste Hautkrankheiten sollten hingegen vom Dermatologen begutachtet werden.
Auf die richtigen Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten kommt es an
Auf die richtigen Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten kommt es an

Das Problem des Überangebots

Doch gerade in der heutigen Zeit ist es schwierig, das Hautbild positiv zu beeinflussen. Zwar bietet die Kosmetikindustrie Unmengen von Produkten an, welche die Haut reinigen und pflegen sollen. Doch genau dieses Überangebot kann die Ursache für Hautprobleme sein.

Manche Menschen - insbesondere Frauen - neigen dazu, ihre Haut zu überpflegen. Sie hoffen, dass die unterschiedlichsten Kosmetika bereits bestehende Hautprobleme beseitigen. Dabei wäre es falsch, die ohnehin strapazierte Haut unnötig vielen Pflegeprodukten auszusetzen. Vielmehr kommt es auf die gezielte Auswahl hochwertiger und zum Hauttyp passender Mittel an.

Vorteile und Anwendungsgebiete von Enzym-Masken gegen Hautprobleme

Viele Hautprobleme lassen sich durch die Anwendung von Enzym-Masken behandeln. Enzym-Masken beinhalten über dreihundert unterschiedliche pflanzliche Enzyme, die der Aktivierung des Stoffwechsels dienen und dem Körper dabei helfen, wieder ins Gleichgewicht zu gelangen. Man unterscheidet zwei Arten.

Oberflächlich wirkende Masken

Oberflächlich wirkende Enzym-Masken befreien die Haut von Verunreinigungen. Ihre Einwirkzeit beträgt etwa eine dreiviertel Stunde. Diverse pflanzliche Säuren lösen abgestorbene Hautpartikel und vermehrte Verhornungen.

Anschließend dringen hautidentische Enzyme in die oberen Hautschichten ein. Dabei nimmt die Haut eine Menge Feuchtigkeit auf. Dadurch werden erste Fältchen geglättet und das Bindegewebe gestrafft. Insbesondere wirken oberflächliche Enzymmasken gegen Akne und Pigmentstörungen.

Tiefer wirkende Masken

Tiefer wirkende Enzym-Masken dringen in untere Hautschichten ein. Sie versorgen die Haut mit hautidentischen Enzymen und regulieren die Stoffwechselaktivität. Gleichzeitig besitzen sie eine muskelaktivierende Wirkung. Die Haut gewinnt an Ausstrahlung und die Mimik verbessert sich.

Im Allgemeinen werden beide Arten von Enzym-Masken im Kosmetikstudio oder in der Heimanwendung im Wechsel benutzt.

Man unterscheidet 2 Arten von Enzym-Masken
Man unterscheidet 2 Arten von Enzym-Masken

Enzym-Masken selbst herstellen

Enzym-Masken lassen sich bei der Kosmetikerin, in der Drogerie oder im Internet als industriell hergestellte Produkte erwerben. Sie können auf natürlicher Basis aber auch selbst angefertigt werden. Dabei wird die Kombination von Fruchtsäuren und Enzymen aus unterschiedlichen Früchten genutzt.

  1. Hierzu werden ein Apfel und 2 Erdbeeren gewaschen und püriert.
  2. Anschließend wird das Fruchtmus mit 2 Esslöffeln Naturjoghurt und einem Teelöffel Honig vermengt.
  3. Dann werden 2 Teelöffel Heilerde unter die Masse gehoben.
  4. Diese Enzym-Maske wird für eine halbe Stunde auf die gereinigte Haut am Hals und im Gesicht aufgetragen.
  5. Mit handwarmem Wasser kann sie wieder entfernt werden.

Zwar wirkt die selbst angefertigte Enzym-Maske weniger gegen Pigmentstörungen und auch nicht muskelaktivierend, aber dennoch besitzt auch sie heilende sowie glättende Inhaltsstoffe und gleicht Feuchtigkeitsverluste aus.

Die Anwendung von Make-up bei Hautproblemen

Hautprobleme können oft weggeschminkt werden
Hautprobleme können oft weggeschminkt werden

Das morgendliche Schminken gehört für die meisten Frauen ebenso zum Tagesablauf, wie das erfrischende Duschen. Ein perfektes Make-up bringt das Gesicht zum Strahlen und hebt die Schönheit der Frau hervor.

Die kleinen Hauptprobleme werden einfach "weggeschminkt" und der Tag kann selbstbewusst und attraktiv beginnen. Für ein perfektes Abend-Make-up darf es auch ein wenig mehr Schminke sein.

Passend zum Hautton kaufen

Wer lediglich unter kleinen Unregelmäßigkeiten der Haut leidet, kommt mit einem leichten Make-up aus. Schon deutlich schwieriger ist das Schminken und Kaschieren der betroffenen Stellen bei

Um einen möglichst natürlichen Teint zu bekommen, es soll ja nicht wie eine Maske aussehen, muss das Make-up farblich auf den Hautton abgestimmt sein.

Auf Zusatzstoffe achten

Nicht nur Teenager leiden unter unreiner Haut, viele Erwachsene kämpfen häufig dauerhaft mit Entzündungsherden. Um den Zustand der Haut nicht weiter zu verschlimmern, müssen Farb- und Konservierungsstoffe vermieden werden.

Auch Paraffinöl, Lanolin und Hexylenglycol wirken sich eher negativ aus, sie verstopfen die Poren und unterstützten die Neubildung von Pickeln.

Ein völlig ölfreies und antiseptisch wirkendes Make-up ist die beste Wahl bei Hautproblemen. So sieht die Haut nicht nur makellos schön aus, sie wird gleichzeitig optimal gepflegt.

Problemstellen abdecken

Vor dem Auftragen empfiehlt es sich, die Problemstellen abzudecken. Hierzu eignen sich spezielle Cover-Make-up-Sticks, die mit ihrem hohen Anteil an Farbpigmenten die Hautunreinheiten stark abdecken.

Auch spezielle Abdeckstifte eignen sich durch ihren grünen Farbton für einzelne Hautstellen, grüne Abdeckcreme lässt großflächige Stellen verschwinden. Wenn alle Problemstellen abgedeckt sind kann das eigentliche Make-up aufgetragen werden.

Es empfiehlt sich ein flüssiges Produkt zu verwenden, das mit einem Einweg-Schwämmchen aufgetragen wird. Eine Verkeimung, wie sie bei Dauerschwämmchen entstehen kann, ist somit ausgeschlossen. Im Anschluss kann ein leichter Puder aufgetragen werden, er mattiert die Haut und lässt sie wunderbar gleichmäßig erscheinen.

Abendliches Abschminken

Und nicht vergessen: das Abschminken am Abend. Bei Problemhaut ist das Abschminken besonders wichtig, hierbei werden die Haut und Poren gereinigt. Im Anschluss sollten pflegende Nachtproduckte aufgetragen werden.

Hilfreiche Make-up-Tipps bei Problemhaut - auf die richtigen Produkte kommt es an

Junge, dunkelhaarige Frau mit Wattepad beim Abschminken
Face cleaning © Giorgio Gruizza - www.fotolia.de

Das tägliche Schminken gehört bei vielen Frauen zur morgendlichen Routine dazu. Doch ebenso viele leiden unter verschiedenen Hautproblemen, die sich durch dadurch noch verschlechtern. Und trotzdem – auf Make-up, Lidschatten und Co. möchte frau nicht verzichten und so kommt es nicht selten zu Beschwerden wie Juckreiz oder Hautrötungen. Besonders Frauen mit empfindlicher Haut, Neurodermitis, Allergien oder Akne sind davon betroffen.

Vorbereitung und vorheriger Verträglichkeitstest

Zunächst gilt es, die Haut entsprechend auf das Make-up vorzubereiten. Bei trockener Haut wählt man dabei eine feuchtigkeitsspendende Creme; für fettige Haut eignet sich ein mattierendes Produkt. Das anschließende Make-up sollte – mit Schwämmchen oder sauberen Fingern – erst aufgetragen ist, wenn die Creme eingezogen ist. Wer aufgrund seiner Hautprobleme medizinische Cremes verwendet, die beispielsweise Kortison enthalten, sollte das Schminkprodukt vor Auftragen in der Armbeuge testen, um Unverträglichkeiten zu vermeiden, denn Kortison und Co. können zu Wechselwirkungen führen.

Schminktipps für verschiedene Hauttypen

Generell gilt es, ein für den Hauttyp passendes Produkt zu wählen, um unangenehme Beschwerden zu verhindern. Frauen mit sehr trockener Haut sowie Erkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis sollten auf Kosmetika in Cremeform setzen, dazu zählen Foundation, Rouge und Concealer. Auf Puder sollte verzichtet werden; zum Fixieren des Make-ups kann stattdessen vorher ein Thermalspray aufgetragen werden.

Fettige und entzündete Haut, beispielsweise aufgrund von Akne, bedarf einer ganz anderen Pflege. Hier sollte man Schminkprodukte wählen, die übermäßigen Talg absorbieren. Auf zu viel Make-up sollte verzichtet werden. Dies überdeckt zwar zunächst Pickel und Co., aber auf Dauer wird das Hautbild durch verstopfte Poren weiter verschlechtert. Wer sich unsicher ist, welche Produkte zu welchem Hauttyp passen, sollte auf den fachmännischen Rat einer Kosmetikerin hören.

Richtig abschminken

Nicht nur beim Schminken gilt es, bestimmte Punkte zu beachten, auch das Entfernen des Make-ups will gelernt sein. Die Haut sollte gänzlich von den Produkten befreit werden, dabei muss die Hautreinigung sowohl gründlich als auch schonend erfolgen. Auf Seifen sollte verzichtet werden; milde Lotionen mit einem pH-Wert von fünf oder sechs sind die richtige Wahl. Das Abnehmen der Waschlotion sollte mit einem Kosmetiktuch erfolgen, damit die Haut nicht unnötig mit kalkhaltigem Wasser in Berührung kommt. Das zum Schluss aufgetragene Gesichtswasser enthält im Idealfall sehr wenig Alkohol.

Grundinformationen zu Hautproblemen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Heilerde © PhotoSG - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Acne therapy © Budimir Jevtic - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: spa © diego cervo - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: blond in bathroom © photoCD - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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