8. Oktober 2009
Als Balneotherapie oder Balneologie bezeichnet man eine Behandlung mit Heilwasser. Diese kommt häufig bei Rheuma oder Gelenkbeschwerden zur Anwendung.
Ziel und Zweck der Balneotherapie, die auch Bädertherapie genannt wird, ist die Behandlung von Krankheiten und Beschwerden mit Hilfe von aus Heilquellen stammendem Wasser. Diese Quellen enthalten gelöste Mineralstoffe wie Kohlensäure, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff sowie radioaktive Stoffe. Die Heilwasser haben, im Gegensatz zum herkömmlichen Leitungswasser, einen höheren Gehalt an diesen gelösten Stoffen. Eine Balneotherapie umfasst sowohl äußere Anwendungen wie medizinische Bäder als auch innere Anwendungen wie Inhalationen oder Trinkkuren. Ebenso gehören Schlamm- und Moorbäder zur Balneotherapie. In der Regel erfolgt eine Balneotherapie als Kur in einem Kurort. Als besonders geeignet gelten dabei Kurorte mit Meeresklima, die neben der Balneotherapie auch die Thalasso-Therapie, eine spezielle Form der Bädertherapie, anbieten. In den meisten Fällen werden medizinische Bäder ärztlich verordnet. Während das Heilwasser durch chemische und physikalische Zuflüsse von Zusätzen aus dem Heilmittelbereich seine Wirkung erzielt, findet durch die Bäder im Wasser eine Entlastung von Gelenken und Muskeln statt. Zudem hat das warme Wasser auch einen schmerzlindernden Effekt.
Zur Anwendung kommt eine Balneotherapie bei Krankheiten des vegetativen Nervensystems, Rheuma, Neurodermitis, zur Schmerzlinderung bei Gelenkerkrankungen, um das Immunsystem zu stärken oder zur Anregung des Stoffwechsels.
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