Aqua-Fitness - Anwendungsgebiete, Durchführung und Trainingsgeräte

Rückansicht Frauen im Schwimmbecken machen Wassergymnastik

Die Aqua-Fitness wie z.B. Aquaerobic und Aqua-Step zur Steigerung der Ausdauer

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  • von Paradisi-Redaktion

Um Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit zu steigern oder um sich zu entspannen, kann Aqua-Fitness betrieben werden. Als Aqua-Fitness bezeichnet man Fitness- und Gymnastikübungen im Wasser. Diese können mit oder ohne Sportgeräte ausgeführt werden. Allerdings lassen sich dabei vielfältige Programme unterscheiden, um Fett abzubauen, die eigenen Muskeln zu stärken oder einfach nur zu entspannen. Informieren Sie sich über Anwendungsgebiete, Durchführung und Trainingsgeräte der Aqua-Fitness.

Aqua-Fitness: Eine Definition

Aqua-Fitness beinhaltet verschiedene Übungen aus

Im Vergleich zu Sportarten, die an Land durchgeführt werden, kann Aqua-Fitness sehr gelenkschonend praktiziert werden. Immerhin sorgt das Wasser für den Auftrieb des Körpers, so dass das eigene Gewicht gerade noch zehn Prozent des tatsächlichen Körpergewichts ausmacht. Dadurch werden die Gelenke beim sportlichen Training entlastet.

Dennoch bietet das Wasser dem Sportler einen eigenen Widerstand, so dass die Übungen recht anstrengend erscheinen können. Werden zusätzlich Aqua-Trainingsgeräte eingesetzt, lässt sich die Intensität der Übungen weiter verstärken.

Ziel und Zweck der Aqua-Fitness ist die Steigerung von Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft sowie Förderung der Entspannung. Dieses Ganzkörpertraining erfreut sich wachsender Beliebtheit und gilt als Fitness-Variante der klassischen Wassergymnastik.

Aqua-Fitness kann sowohl in flachem als auch in tiefem Wasser betrieben werden. Zusätzlich können Sportgeräte wie

  • Hanteln
  • Discs
  • Kick-Box-Handschuhe
  • Gürtel
  • Schwimmnudeln
  • Aqua-Bike

eingesetzt werden. Bei den verschiedenen Aqua-Fitnessübungen werden vor allem der Rumpf, die Arme, die Beine und das Gesäß trainiert, um Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft zu steigern.

Angebotsvielfalt

Zu den zahlreichen Aqua-Fitness-Angeboten zählen unter anderem:

Auf diese Weise lässt sich für jede Frau oder jeden Mann ein geeignetes Angebot finden. Unterschieden wird bei Aqua-Fitness zwischen Flachwassertraining, bei dem die optimale Wassertiefe zwischen 1,20 Meter und 1,30 Meter liegt, sowie dem Tiefwassertraining, bei dem kein Bodenkontakt mehr besteht.

Aqua-Fitness für mehr Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer
Aqua-Fitness für mehr Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer

Die Varianten Aquaerobic und Aqua-Step

In den letzten Jahrzehnten haben sich eingedenk des großen Spektrums an Bewegungsmöglichkeiten diverse eigenständige Übungsprogramme der Aqua-Fitness entwickelt. So kann hier selbst das Boxen oder Kickboxen ausgeführt werden.

Gebräuchlicher sind dagegen die Aqua-Aerobic sowie das Aqua-Step. Beide Formen

  • beziehen sich auf die allgemeine Fitness
  • schulen die Ausdauer und
  • unterstützen die Koordinationsfähigkeiten von Körper und Geist.

Oft wird darin ein sehr mildes Training gesehen, das eben doch alle Funktionen des Bewegungsapparats erreicht. Mag der Sport unter Wasser auch relativ mühelos aussehen, so zeitigt er dennoch seine Wirkung: der Abbau unliebsamer Fettpölsterchen gestaltet sich etwas schneller als bei vergleichbaren Übungen, die außerhalb des Beckens vorgenommen werden.

Die Aqua-Gymnastik

Am bekanntesten unter allen Programmen dürfte jenes der Wassergymnastik sein. Hierbei werden die Muskeln des Körpers trainiert.

Ebenso soll die Fähigkeit der Arme und Beine geschult werden, sich schneller und kraftvoller zu bewegen. In die Übungen werden daher alle Gliedmaßen einbezogen.

Durch den Effekt des Wassers, welches einen stark erhöhten Widerstand für den Körper bildet, können selbst geringe Bewegungen eine kräftigende Wirkung erzielen. Bei der Aqua-Gymnastik wird daher vordergründig die Funktion des Leibes unterstrichen: seine Muskeln und Sehnen sollen optimal arbeiten.

Die Abläufe gestalten sich durchaus vielschichtig und bestehen aus komplexen Varianten. Hier kommt es nicht nur auf die kraftvolle, sondern vor allem auf die richtige Ausführung des Pensums an.

Heute gibts viele Abwandlungen von der einstigen Wassergymnastik
Heute gibts viele Abwandlungen von der einstigen Wassergymnastik
Die Aqua-Aerobic

Im Gegensatz zur Wassergymnastik stellt die Wasser-Aerobic vermehrt auf die Ausdauer der Sportler ab. Zwar wird auch hier ein Gleichgewicht zwischen Stärke und Kondition angestrebt, doch soll es dem Athleten gelingen, seine Kräfte möglichst lange beizubehalten.

Die Übungen bestehen aus festen Choreografien, die meist dem Tanz nachempfunden wurden. Da der Körper im Wasser etwa 80 bis 90 Prozent leichter als an Land wahrgenommen wird, lassen sich viele Trainingsinhalte auch deutlich einfacher und schneller umsetzen.

Die Wirkung setzt eher ein; Fette werden bereits nach wenigen Minuten verbrannt. Der Umsatz der Kalorien steigt. Zwar richtet sich diese Form des Sports vordergründig nicht an die Muskeln, doch setzt auch hier ein stärkender Effekt ein.

Das Aqua-Step

Verglichen mit den beiden vorgenannten Trainingsvarianten zielt das Aqua-Step auf die Stärkung der Beine ab. Zwar werden im Verlauf der Übungen auch die Arme und Schultern beansprucht, doch geschieht das eher beiläufig.

So kann unter Wasser ein kleiner Tritt oder eine sonstige Erhöhung angebracht werden, auf die der Sportler gemäß der Vorgaben des Trainers springt, steigt oder diese in hohem Tempo wieder verlässt. Auch derartige Übungen sind in hohem Maß für den Fettabbau geeignet. Oft wird darin zudem eine sehr schonende Option gesehen, nicht alleine die Beine zu trainieren, sondern auch den unteren Rücken sowie das Gesäß zu kräftigen.

Weitere Aqua-Fitness-Varianten

Aquabouncing: gelenkschonendes Hüpfen für Kreislauf und Kondition

Junge Frau und zwei Senioren bei der Wassergymnastik mit Schwimmnudeln
Leute bei Aquarobic Fitness im Wasser © Kzenon - www.fotolia.de

Die Steigerung von Aquagym heißt "Aquabouncing" und ist nach Angaben der Hamburger Fitnesstrainerin Carola Schlichting ebenso schonend für die Gelenke. Hinter dem exotischen Namen verbirgt sich schlichtes Trampolin-Springen - nur eben unter Wasser. Einen Aquafitness-Kurs sollte man schon vorher einmal besucht haben, denn die Übungen sind nichts für Unsportliche und verlangen einiges an Kondition. Die Sportler stehen bis zur Hüfte im Wasser und hüpfen auf einem speziellen Unterwasser-Trampolin, dem Chlor und Nässe nichts anhaben können.

Dabei werden viele Übungen aus der traditionellen Wasser-Gymnastik integriert, etwa der Kniehebelauf, Grätsch- und Scherensprung sowie bestimmte Übungen zur Koordination der Gliedmaßen. Der Aufbau von Kondition und Muskelkraft kann so um einiges intensiver betrieben werden als etwa beim Joggen. Durch die Balanceübungen werden insbesondere Rücken und Wirbelsäule gestärkt. Auch für diejenigen, die gerne schon mal den Winterspeck loswerden möchten, eignet sich der Sport.

Daneben bringen die Sprünge den Kreislauf ordentlich auf Trab. Meist dauert ein solches Training etwa 45 Minuten. Aquabouncing-Kurse werden in verschiedenen Städten in größeren Schwimmbädern angeboten. Die Sportart macht neben dem hohen Trainigseffekt eine ganze Menge Spaß und bietet sich in den kalten Wintermonaten als Alternative zum Joggen und Radfahren geradezu an.

Im Einzelfall entscheiden

Für welche der Möglichkeiten sich der Sportler entscheidet, sollte er zunächst gut abwägen. Die Frage, ob sich das Programm eher auf die allgemeine Fitness oder den Aufbau der Muskulatur richten soll, ist medizinisch nicht zuletzt für erkrankte oder unfallgeschädigte Personen bedeutsam.

Nicht selten wird im Wasser der Grundstein einer umfassenden Regeneration gesehen, die erst in den weiteren Schritten auf Sportgeräte und Gewichte abstellt. Ebenso können die Übungen im nassen Element als vorbeugende Maßnahmen gegen Verletzungen der Bänder und Sehnen oder gegen Brüche der Knochen und Gelenke angesehen werden.

Ob also mit medizinischem Hintergrund oder als Fitnessgelegenheit für freie Momente: Bewegungen im Wasser machen nicht nur Spaß, sondern stärken gleichzeitig den gesamten Körper.

Bewegung im Wasser stärkt den gesamten Körper
Bewegung im Wasser stärkt den gesamten Körper

Vorteile und Anwendungsgebiete

Die Übungen beanspruchen den gesamten Körper, statt lediglich einige Muskelgruppen isoliert zu betrachten. Somit kommen auch

auf ihre Kosten. Zur Verstärkung der Wirkung wird meist auf leichtes Sportgerät zurückgegriffen, welches sodann im Wasser gegen den Widerstand bewegt werden kann. Das Training gilt als sehr schonend und dürfte daher auch Schwangeren oder Kranken helfen.

Der Vorteil der Aqua-Fitness liegt in den günstigen physikalischen Gegebenheiten des Wassers wie

  • Widerstand,
  • Auftrieb,
  • Temperatur und
  • Druck.

Da der Körper im Wasser nur noch zehn bis zwanzig Prozent seines Eigengewichtes wiegt, können zum Beispiel die Gelenke entlastet werden.

Die erschwerte Balance kann für gezielte Trainings genutzt werden. Außerdem ist der Widerstand im Wasser bis zu fünfzehnmal höher als an Land, wodurch Ausdauer und Kraft optimal geschult werden können.

Durch eine bestimmte Dosierung von Fläche und Geschwindigkeit des Wassers lassen sich die Trainings zielgerichtet und individuell gestalten.

Aqua-Fitness ist für jede Altersklasse geeignet

Weiterhin kommt es durch Wasserdruck und Leitfähigkeit zu einer positiven Beeinflussung

Auch auf die Haut und das Bindegewebe hat der erhöhte Wasserdruck eine positive Wirkung, wodurch sich Wassertraining besonders für Frauen mit Cellulite oder schwachem Bindegewebe eignet.

Durch regelmäßiges Aqua-Fitness-Training können

  • die Herz-Kreislauffunktion verbessert werden
  • die Atemfunktion verbessert werden
  • die Ausdauer verbessert werden
  • die Muskelkraft gestärkt werden
  • Schmerzen reduziert werden
  • Beweglichkeit gesteigert werden
  • Balance gesteigert werden
  • Koordination gesteigert werden

Darüber hinaus eignet sich Aqua-Fitness auch zur Reduzierung von Gewicht und als Rehabilitationsmaßnahme nach Verletzungen.

Gymnastik im Wasser sorgt für Fitness und schont die Gelenke

Älterer Mann mit grüner Schwimmnudel im Wasser
Man swimming in water of pool © Robert Kneschke - www.fotolia.de

Sport auszuüben ist in jeder Altersklasse für die eigene Fitness und Gesundheit notwendig. Er hält den menschlichen Körper und seinen Geist fit.

Soll mehr als nur ein Muskelaufbau stattfinden, eignet sich ein gut ausgewähltes Sportprogramm im Wasser hervorragend dazu. Mit Übungselementen von Pilates bei der Wassergymnastik, wird Haltung, Atmung und Körperspannung mittrainiert. Außerhalb des Wassers ist Pilates ideal geeignet, um den Rumpf durch Sport zu stabilisieren. Eine dreiviertel Stunde Wassergymnastik bei 32° - 35° ist hier meist die Regel.

Vor dem eigentlichen Training im Wasser muss eine Aufwärmphase stattfinden. Schwimmen oder kleine Übungen reichen hierfür vollkommen aus.

Sehr wichtig ist bei diesem Wassersport, dass der Trainer eine Ausbildung belegen kann. Nicht selten findet man hier Physiotherapeuten vor. Kann dies nämlich von dem Kursteilnehmer bei seiner Krankenkasse vorgelegt werden, leistet diese eventuell einen Zuschuss zu der Kursgebühr. Im Wasser ist Gymnastik sehr schonend für die Gelenke, was natürlich immer ein großer Vorteil ist.

Zielgruppe

Grundsätzlich ist Aqua-Fitness für jedermann gut geeignet, der sich wohl fühlt. Wer allerdings unter akuten inneren oder neurologischen Krankheiten leidet, sollte besser auf die Wasserübungen verzichten. Bei Herzbeschwerden oder Bluthochdruck sollte vor der Durchführung ein Arzt zu Rate gezogen werden, denn in diesem Fall ist Vorsicht angebracht.

Kein Problem hingegen sind

da die Gelenke bei Aqua-Fitness geschont werden. Kommt es jedoch zu Unwohlsein oder Schmerzen, sollte eine Übung stets abgebrochen werden.

Moderne Aquafitness ist gut für die Figur und dabei schonend für die Gelenke

Unterwasseraufnahme einer Frau bei der Wassergymnastik an einem Aquafitnessgerät
Frau in Wassergymnastik Therapie © Kzenon - www.fotolia.de

Wer bei Aquafitness nur an trübes Strampeln im Hallenbad denkt, der liegt mittlerweile falsch. Viele Schwimmbäder haben ihre Angebote deutlich erweitert und bieten mehr an als die normale Wassergymnastik mit Pool-Nudel. Fitnesstrainerin Gisela Kasnitz gibt in der Ostseetherme Scharbeutz Kurse und weiß, wie stark sich das Angebot erweitert hat.

Es gebe Aqua-Stepping, Aqua-Hanteltraining und sogar Aqua-Radeln. Kaum ein normaler Sport könne nicht auch unter Wasser betrieben werden. Unter Wasser sind diese sportliche Betätigungen sogar wirkungsvoller. Der Widerstand ist deutlich höher als an Land und gleichzeitig wiegt der Körper unter Wasser nur ein Zehntel seines eigentlichen Gewichts. Das bedeutet nicht nur, dass das Unter-Wasser-Training die Gelenke entlastet, sondern dass auch deutlich mehr Fett verbrannt wird.

Bisher kämen zwar vor allem Menschen mit Osteoporose oder Übergewicht in ihre Kurse, so Kasnitz, doch es gebe eine deutliche Entwicklung dahingehend, dass auch immer mehr gesunde Personen sich für Aqua-Fitness interessierten.

Bessere Lebensqualität durch Aquatraining bei Lungenerkrankungen

Anatomie - Grafik der Lunge mit Bronchien
lunge mit bronchien © sebastian kaulitzki - www.fotolia.de

Menschen, die unter einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) leiden, haben mit einem Aquatraining eine interessante Wahlmöglichkeit zum bisherigen Lungensport. Tatsächlich verspricht die Sportart mehr Ausdauer, Durchhaltevermögen und Lebensqualität als das normale Bewegungstraining. Vor allem für denjenigen, der zudem noch an Rückenschmerzen oder Übergewicht leidet, empfiehlt sich das Aquatraining.

Lungenärzte führten dazu eine Studie durch und stellten fest: wer dreimal pro Woche eine Stunde lang mit Aquatraining Sport machte, hatte nach zwei Monaten eine verbesserte Ausdauer und weniger Erdmüdungserscheinungen. Die Ergebnisse waren besser als die Vergleichsgruppe, die normal trainierte.

Die effektiveren Trainingsergebnisse werden dem Wasserauftrieb zugeschrieben. Dazu kommt, dass sich die Probanden nach dem Wassertraining weniger deprimiert fühlen, das Selbstwertgefühl steigt und die Fitness ebenfalls. Der Teufelskreis der Schonung durch die Atemnot kann dadurch durchbrochen werden. Die Beweglichkeit des Brustkorbs nimmt zu und die Überlebenschancen erhöhen sich.

Aqua-Fitness fördert die Durchblutung und verbraucht mehr Kalorien als Joggen

Junge Frau und ein älteres Paar bei der Wassergymnastik mit blauen Hanteln
Leute bei Wassergymnastik in Physiotherapie © Kzenon - www.fotolia.de

Wasser als Sportgerät – diese Erfindung ist nicht ganz neu. Die Vielzahl an Kursen im Bereich der Aqua-Fitness zeigt allerdings, dass die Bewegung im nassen Element aktuell boomt. Wenn man es richtig macht, ist das Training effektiver als klassischer Ausdauersport.

Auch die Muskeln werden durch den Wasserwiderstand stärker gefordert als an Land. Je nach Bewegungsform benötigt der Körper bis zu zwölfmal mehr Kraft. Die Gelenke werden dagegen entlastet. Durch den Auftrieb im Wasser müssen Knie und Hüfte nur rund zehn Prozent des üblichen Gewichts tragen.

Aqua-Fitness ist daher ideal für alle, die im Rahmen einer Diät mit Sport beginnen wollen. Im Wasser können sie gelenkschonend die Ausdauer trainieren und Muskeln aufbauen. Da der Körper sich im kühlen Nass kontinuierlich warm halten muss, verbraucht man zudem ein Drittel mehr Energie als bei "Trockenübungen".

Selbst Nichtschwimmer können an Aqua-Fitness teilnehmen, denn die Kurse finden in aller Regel in brusttiefem Wasser statt. Bunte Poolnudeln oder ein Schwimmgürtel verhindern, dass die Kursteilnehmer untergehen – etwa auch bei Senioren, die so im Wasser ihre Koordination trainieren können.

Ausstattung und verschiedene Übungen bei der Durchführung von Aqua-Fitness

Zur optimalen Ausstattung gehören neben bequemer Badebekleidung auch Aqua-Fitness-Schuhe, die eine gute Bodenhaftung gewährleisten. Ebenso sollte eine Trinkflasche bereit stehen, um den Flüssigkeitsverlust während des Trainings ausgleichen zu können.

Angeboten werden Aqua-Fitness-Kurse in Schwimmbädern und Fitness-Studios. Wer mit Aqua-Fitness beginnt, sollte sich in der ersten Stunde einen Platz suchen, an dem sich wohl fühlt und sich allmählich mit den Eigenschaften des Wassers vertraut machen.

Für die Durchführung eines Aqua-Fitness Trainings bieten sich zahlreiche Übungen an, wie:

  • die Bauchrolle
  • die Schere
  • das Wasserschaufeln
  • der Schuhplattler
  • der Hampelmann

Diese Übungen können im Flachwasser bei Bodenkontakt erfolgen. Bei Tiefwassertraining kann vor allem Aqua-Jogging vorgenommen werden.

Zudem lassen sich zusätzlich zahlreiche Aqua-Fitness-Sportgeräte einsetzen, wie:

  • Aqua-Hanteln
  • Aqua-Discs
  • Aqua Twins
  • Aqua-Jogging-Gürtel
  • Poolnudeln
  • Handschuhe
  • Beinschwimmer
  • Aqua-Stepper
  • Aqua-Bikes

Der Sinn der Trainingsgeräte

Als Trainingsgeräte für den Aqua-Fitness-Sport haben sich Hersteller inzwischen eine Menge unterschiedlicher Produkte einfallen lassen. Meist bestehen diese aus Neopren oder geschäumtem Kunststoff.

Entweder verbessern die Materialien die Gleitfähigkeit im Wasser oder sie verfügen über einen hohen Auftrieb. Beide Eigenschaften lassen sich je nach Übung und Sportart positiv ausnutzen.

So kann der Auftrieb des Trainingsgeräts dafür sorgen, dass der Sportler an der Wasserfläche gehalten wird oder er kann als Trainingswiderstand genutzt werden. Im Vergleich zum Luftwiderstand ist der Wasserwiderstand bis zu zwölf Mal höher.

Nachfolgend erfahren Sie mehr über die einzelnen Trainingshilfsmittel und -geräte im Speziellen...

Neopren-Handschuhe

Die besonderen Eigenschaften von Neopren

Neopren ist ein synthetisch hergestellter Kautschuk, welcher hervorragende physikalische und chemische Eigenschaften besitzt. Er ist äußerst witterungsbeständig, resistent gegen Ozonbestrahlung und die meisten Chemikalien; außerdem ist er sehr stabil und dennoch flexibel.

Je nach Art der Herstellung weist Neopren einen guten bis sehr guten isolierenden Effekt auf, so dass sich das Material bestens für den Einsatz verschiedener Sporttextilien eignet. Insbesondere werden sie in den Wassersportarten eingesetzt. Um das Material vor mechanischen Beschädigungen zu schützen, wird es zumeist beidseitig mit einem Textilgewebe bezogen.

Merkmale und Einsatzgebiete der Neopren-Handschuhe

Neopren-Handschuhe können einerseits als Bekleidung, andererseits als Trainingshilfe angesehen werden. Sie werden zum Schutz gegen Kälte getragen oder als Hilfsgerät beim Brustschwimmen, teilweise auch bei anderen Schwimmstilen oder beim Aqua-Jogging genutzt.

Hersteller bieten sie in unterschiedlichen Ausführungen und Größen an.

  • So können Modelle zum Einsatz kommen, die an den Fingerspitzen offen oder geschlossen sind.
  • Einige Neopren-Handschuhe besitzen die Form eines Fausthandschuhs,
  • andere die eines Fingerhandschuhs, bei welchem die Innenfläche bis zu den Fingerspitzen mit einer Beschichtung unterlegt ist. Diese vergrößert die Angriffsfläche des Wassers und damit dessen Widerstand.

Gleichzeitig verringert das Material die Oberflächenreibung zum Wasser. Für den Aqua-Sportler bedeutet dies einen höheren Trainingseffekt und eine Optimierung seiner Armkraft.

Wer beim Schwimmen Neopren-Handschuhe trägt, verbessert seine Schwimmtechnik und letztlich seine Leistung. Wichtig ist allerdings, dass der Handschuh perfekt sitzt.

Er sollte weder vom Handgelenk rutschen, noch in irgendeiner Weise einengen. Aufgrund der guten Isolationswirkung bewährt sich der Neopren-Handschuh bei niedrigen Wassertemperaturen im Innen- und Außenbereich.

Aqua-Hanteln

Aqua-Hanteln werden in der Wassergymnastik verwendet. Sie kommen als Langhantel oder als Einzelhanteln zum Einsatz. Letztere besitzen neben gepolsterten Griffstücken meist eine zusätzliche Handschlaufe, welche das Abrutschen der Hanteln aus den Händen verhindert.

Aqua-Hanteln werden in unterschiedlichen Größen und Gewichtsklassen angeboten, so dass der Trainingswiderstand verändert werden kann. Für einen besseren Auftrieb im Wasser sind die Gewichte mit einem druckbeständigen Schaumstoff versehen, der aus einem geschäumten Vulkanisat besteht.

Das Hanteltraining im Wasser ist ein Kraft- und Bewegungstraining zugleich, welches sehr gelenkschonend ausgeführt werden kann. Aus diesem Grunde eignet es sich für

Hantel-Training im Wasser fördert Kraft und Ausdauer
Hantel-Training im Wasser fördert Kraft und Ausdauer

Aqua-Disc

Die Aqua-Disc ist eine Scheibe mit einem Durchmesser von etwa 25 Zentimetern, die aus gehärtetem Schaumstoff besteht. Sie besitzt ergonomisch geformte Grifflöcher für die Finger und für den Daumen. Diese erleichtern es dem Benutzer, die Discs während der Übungen sicher in der Hand zu halten.

Das Material und die Größe der Aqua-Discs sind so beschaffen, dass die Geräte einen relativ hohen Auftrieb besitzen. Das bedeutet für den Benutzer einen recht großen Trainingswiderstand, den es im Wasser zu überwinden gilt.

Werden die Scheiben über Wasser benutzt, sind sie sehr leicht. Daher können sie nicht nur für das Konditions- und Krafttraining, sondern auch in der Gymnastik und in der Physiotherapie verwendet werden.

Viele Anwender von Aqua-Discs berichten, dass sie bereits nach kurzzeitigem, ergonomischen und regelmäßigen Training bestehende Rückenprobleme beheben konnten. Der Vorteil gegenüber dem Krafttraining "auf dem Trockenen" besteht in der gelenkschonenden Trainingsweise. Sehr beliebt ist der Einsatz von Aqua-Discs auch im Seniorensport.

Je nach Anbieter werden Aqua-Discs einzeln oder paarweise verkauft. Dies kann bei Neueinsteigern erst einmal zu Irritationen führen. Es empfiehlt sich, ein Set aus zwei gleichartigen Scheiben zu erwerben, da für die sachgemäße Ausführung aller Übungen beide Hände mit je einer Disc ausgestattet werden müssen. Eine Ausnahme kann der Bereich Wasserspiele bilden.

Aqua-Twins

Aqua-Twins sind eine Art Sandale, die im Wasser getragen wird. Statt einer Sohle besitzen Aqua-Twins eine große Auftrittsfläche, die aus einem gehärtetem Schaumstoff besteht.

Sie sorgt dafür, dass sich beim Gehen beziehungsweise Treten der Wasserwiderstand erhöht. Somit effektivieren Aqua-Twins die Übungen in der Wassergymnastik und beim Aqua-Jogging.

Damit die Aqua-Twins perfekt sitzen, können sie mittels eines Klettverschlusses der Fußgröße angepasst werden. Sie dürfen nämlich nicht einengen und auch nicht vom Fuß rutschen. Da nur das paarweise Benutzen der Aqua-Twins Sinn macht, bietet der Handel sie im Set an.

In Abweichung ihrer eigentlichen Funktion können Aqua-Twins auch zur Kräftigung der Arm- und Rückenmuskulatur verwendet werden. Sie werden dazu in den Händen gehalten.

Einige Modelle können durch das Entfernen der Kletthalterungen so umgerüstet werden, dass sie sich als Aqua-Discs und als Aqua-Twins eignen. Dies macht ein sehr vielseitiges Üben möglich.

Beinschwimmer

Beinschwimmer sind Trainingsgeräte aus gehärtetem Schaumstoff, welcher durch Vulkanisation entstanden ist. Dieser hat eine robuste Struktur erhalten, in welcher viele winzige Gasbläschen eingeschlossen sind. Sie wirken isolierend und verändern die Eigenschaften des Materials.

Beinschwimmer werden im hinteren Fußbereich, im Knöchel- und Wadenbereich getragen. Sie lassen sich durch ein integriertes Klettband oder mehrere Klettverschlüsse fixieren. Für eine noch bessere Passform bieten Hersteller ihre Modelle in unterschiedlichen Größen an.

Wassersportler verwenden Beinschwimmer

  • beim Aqua-Jogging
  • in der Wassergymnastik und
  • beim Schwimmen.

Aufgrund ihres Materials wird ein höherer Auftrieb erreicht. Beim Bewegen der Beine unter Wasser muss sich der Sportler vermehrt anstrengen, so dass ein optimaler Trainingseffekt erreicht wird.

Allerdings ist nicht jedes Modell für jede Art von Aqua-Fitness geeignet. Höher gearbeitete Beinschwimmer garantieren zwar einen besseren Halt, da sie mehrere Klettverschlüsse bieten, allerdings können sie die Bewegungsfreiheit der Beine etwas einschränken, was insbesondere in der Wassergymnastik hinderlich sein kann. Es empfiehlt sich daher, vor dem Kauf unterschiedliche Modelle auszuprobieren.

Powersticks

Powersticks sind Trainigsgeräte, die aus einem geschäumten Kunststoff bestehen. Ihre Länge beträgt zwischen 50 und 100 Zentimetern.

Ihre Form ähnelt der Aqua-Nudel, welche auch im Bereich der Wasserspiele Anwendung findet. Im Gegensatz zur Aqua-Nudel besitzen Powersticks an beiden Enden jeweils einen Griff, der aus einem Silikon- oder Gummiband besteht. Dadurch lassen sie sich sicher halten und können bequem für die unterschiedlichsten Übungen verwendet werden.

Beispielsweise können die Silikonbänder auch an den Füßen befestigt werden. Im Seniorensport erleichtern die Bänder das Greifen und machen die Verwendung des Trainingsgeräts sicherer.

Powersticks sind vielseitig einsetzbar
Powersticks sind vielseitig einsetzbar

Ebenfalls können Powersticks in der Rehabilitation nach Unfällen, Operationen und zur Prävention von Muskelerkrankungen eingesetzt werden. Ihren Haupteinsatzbereich haben Powersticks in der Wassergymnastik.

Sie besitzen aufgrund ihres Materials einen hohen Auftrieb, der den Wasserwiderstand erhöht. Soll der Stick mit den Händen oder Füßen unter das Wasser befördert werden, kostet dies den Sportler eine gewisse Anstrengung. Insofern trainiert das Üben mit diesem Trainingsgerät spezielle Muskelgruppen. Je nach Übung werden

  • die Arme
  • die Beine
  • das Gesäß oder
  • der Rücken

beansprucht.

Grundinformationen zur Aqua-Fitness

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Wemen doing water aerobic in pool © Lars Christensen - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Aquagymnastik Trainer am Swimming Pool © Petair - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Alte und junge Leute bei Wassergymnastik © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Couple in pool doing aquabike training © goodluz - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Leute bei Aquarobic Fitness im Wasser © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Leute bei Wassergymnastik in Physiotherapie © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Man swimming in water of pool © Robert Kneschke - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: schwangere Frauen entspannen © kristall - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Alte Frau beim Schwimmen mit Schwimmbrett © Robert Kneschke - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: aquabiking © cynoclub - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Alte und junge Leute bei Wassergymnastik © Kzenon - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: aqua noodles dumbbells © Georgiy Pashin - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Wemen doing water aerobic in pool © Lars Christensen - www.fotolia.de

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