25. August 2008
Von Andreas Hadel
Statistisch betrachtet bekommen mehr als 35 Prozent aller Trainierenden beim regelmäßigen Sporttreiben mittlere bis starke Kopfschmerzen. Wenn Sie dazu gehören, haben wir die richtigen Tipps für Sie, wie Sie das Schädelbrummen aus ihren Workouts vertreiben können.
Das britische Journal für Sportmedizin hat berichtet, dass Läufer am häufigsten über Kopfschmerzen klagen. Danach kommen Personen, die regelmäßig mit Gewichten und an Krafttrainingsmaschinen trainieren, dicht gefolgt von Schwimmern, Aerobic treibenden und Radfahrern.
Die Gründe für eine beim Training einsetzende Migräne können vielseitig sein. Zum Teil sind sie genetisch bedingt. Einige lassen sich jedoch auf Ursachen zurückführen, die wir beheben können.
Dehydrierung steht beispielsweise bei vielen Ausdauersportlern an oberste Stelle, wenn es darum geht, die Gründe für Kopfschmerzen zu finden. Gerade in den warmen und schwülen Sommermonaten unterschätzen selbst erfahrene Sportler den erhöhten Wasserverbrauch des Körpers, der überwiegend durch eine deutlich gesteigerte Schweißproduktion verursacht wird. Nehmen Sie deshalb tagsüber ausreichend Flüssigkeit zu sich und tragen Sie während der heißen Jahreszeit bei langen Belastungen kleine Trinkflaschen. Es gibt für diesen Zweck bereits 100 ml Behälter, die völlig ausreichen, um aufkommende Kopfschmerzen frühzeitig wirksam zu beseitigen.
Die zweite häufige Ursache für Trainingskopfschmerzen ist ein zu niedriger Blutzucker. Das kommt meistens öfter vor, wenn sich Sportler neben dem regelmäßigen Workouts auch einer Diät gegenüber sehen. Ein niedriger Blutzuckerspiegel kann aber ebenfalls relativ schnell behoben werden, indem Sie ihre Mahlzeiten auf sechs kleinere Portionen über den Tag verteilen. Sollte es im Training trotzdem zu einer Migräne kommen, können Sie dieser mit etwas Trockenobst effektiv entgegenwirken.
Neben diesen beiden Ursachen sehen Sportmediziner aber auch noch weitere. Aktivitäten, die einen besonderen Druck auf den Körper ausüben, wie es unter anderen beim Hanteltraining der Fall sein kann, führen zu einer spürbaren Erhöhung des Blutdruckes und des zerebralen Blutflusses. Das kann zu pulsierenden Kopfschmerzen führen, die fünf Minuten wieder abklingen können, aber manchmal auch bis zu 48 Stunden andauern.
Auch ohne Blutdruckerhöhung kann es zu Migräne beim Training kommen, wenn das Workout über einen sehr langen Zeitraum andauert. Meistens treten dann einseitige Kopfschmerzen auf, die relativ schnell nach Belastungsende wieder abklingen.
Eine einfache Yoga-Übung hat sich bei allen Arten von Kopfschmerzen bewährt. Bevor Sie sich an den Gang zum Medizinschrank gewöhnen, sollten Sie folgendes versuchen:
Stehen Sie aufrecht mit geschlossenen Füßen. Atmen Sie zuerst langsam tief ein. Während des Ausatmens senken Sie ihren gesamten Körper langsam ab, indem Sie in die Knie gehen und ihre Brust darauf ruhen lassen. Halten Sie ihren Nacken die ganze Zeit über entspannt und lassen Sie ihre Hände auf dem Boden ruhen. Die Daumen zeigen dabei nach oben. Halten Sie diese Stellung für 30 Sekunden und atmen Sie dabei tief und langsam weiter. Richten Sie sich dann behutsam wieder auf, indem Sie ihre Knie strecken und ihren Rücken Wirbel für Wirbel wieder aufrollen.
Wenn Sie wieder vollkommen aufrecht stehen, lassen Sie ihre Schultern fallen und schieben sie leicht nach hinten, um ihren Brustkorb zu heben. Strecken Sie nun ihre Hüfte nach vorn und verlagern Sie ihr Gewicht auf die Fersen. Legen Sie ihren Kopf nun soweit nach hinten, wie Sie es können, ohne dabei umzufallen. Halten Sie diese Stellung für fünf Sekunden bei normaler gleichmäßiger Atmung. Richten Sie sich dann wieder auf und wiederholen Sie die beiden Bewegungen weitere vier mal.
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