Kortison

Cortison ist ein umstrittener, aber hochwirksamer Wirkstoff bei zahlreichen Erkrankungen

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  • von Paradisi-Redaktion
Hände eines älteren Mannes, er drückt Tablette aus der Packung
Taking your daily Medication - Blister pack © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Kortison ist ein Steroidhormon, das in der Nebennierenrinde gefunden wurde. Das künstlich hergestellte Kortison, das Corticoid, wird in Form von Salben, Cremes, Infusionen, Tabletten, Spray oder Pulver verabreicht. Es gehört zu den wirksamsten Substanzen, die Entzündungen hemmen und abschwellen können. Vor allem bei Rheuma, Asthma, Morbus Crohn, Allergien, Ekzemen und zahlreichem mehr ist eine Kortisontherapie oft sehr erfolgreich.

Das im Körper natürlich vorkommende Kortison, das auch unter der Schreibweise Cortison bekannt ist, ist ein so genanntes Steroidhormon, das in der Nebennierenrinde des Menschen durch einen komplexen Oxydationsprozess produziert wird.

Beim gesunden Menschen ist das Vorkommen des Kortison im Körper in Balance. Zu therapeutischen Zwecken wird es vorwiegend kurzzeitig und in hohen Dosen verabreicht. Seine Wirkung ist teilweise umstritten, da die Anwendung stets mit gravierenden Nebenwirkungen, auch psychologischer und psychosomatischer Natur, verbunden ist.

Der Wirkstoff Kortison ist den meisten Menschen aus der Entzündungs- und teilweise auch aus der Schmerztherapie ein Begriff. Besonders schwerwiegende Erkrankungen und chronische Entzündungen werden häufig mit Kortisonpräparaten behandelt.

Das Kortison erfüllt dabei meist den Zweck, eine Entzündung oder Schwellung zu minimieren und abklingen zu lassen. Gleichzeitig hemmt das Kortison dabei aber den Heilungsprozess, so dass die Therapie möglichst nicht über einen längeren Zeitraum fortgeführt werden sollte.

In der Behandlung von Krebserkrankungen verhindert Kortison die Bildung von Ödemen und anderen Einlagerungen. Auch in der Behandlung von starken Allergien kann Kortison eingesetzt werden. Es mildert den Juckreiz und die Schwellung von allergisch bedingten Entzündungen und Irritationen. So enthalten auch manche Salben zur Behandlung von Insektenstichen minimale Spuren von Kortison.

Kortisonpräparate sind aber einer bestimmten Dosierung verschreibungspflichtig, in jedem Fall sollte der Anwender aber bewusst damit umgehen und sich der verbundenen Risiken bewusst sein. So schädigt das äußerlich angewendete Kortison bei dauerhafter Anwendung zum Beispiel nachhaltig die Haut.

Als Medikament eingenommen kann es süchtig machen, verursacht aber auch eine Aufschwemmung des Patienten und schädigt innere Organe wie Leber und Nieren.

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