28. Oktober 2009
Während kleinere Verbrennungen von selbst ausheilen, bedürfen größere Verbrennungen unbedingt ärztlicher Behandlung.
Leichte Verbrennungen 1. Grades sollten vor ihrer weiteren Versorgung stets gekühlt werden. Dafür hält man die verbrannte Körperstelle solange unter kaltes, fließendes Wasser, bis die Schmerzen nachlassen. Kleine Verbrennungen ohne Blasenbildung können an der Luft heilen. Hilfreich ist auch die Versorgung der Wunde mit einem Wundheilgel und einem Verband. Bei großflächigen Verbrennungen muss umgehend ein Notarzt alarmiert werden, da die Gefahr eines Schocks besteht. Verbrannte Kleidung sollte am Körper belassen werden, da sonst die Gefahr von weiteren Hautverletzungen besteht. Die betroffenen Stellen sollten mit einer Wundauflage oder einer Mullbinde steril abgedeckt werden, damit die Brandwunden vor Verschmutzung geschützt werden.
Im Krankenhaus erfolgt eine ausreichende Schmerztherapie und die Zufuhr von Flüssigkeit. Außerdem muss ein Impfschutz gegen Tetanus gewährleistet werden, um Infektionen zu verhindern. Bei starken Verbrennungen, bei denen zehn Prozent der Körperoberfläche bei Kindern bzw. fünfzehn Prozent der Körperoberfläche bei Erwachsenen verbrannt sind, erfolgt eine Überweisung in ein Zentrum für Schwerbrandverletzte. Bei schweren Verletzungen können operative Eingriffe erforderlich sein, um eine Narbenbildung zu verhindern. In manchen Fällen kann auch ein künstliches Koma erforderlich sein. Um einen Wundverschluss zu gewährleisten, werden etappenweise Hautverpflanzungen vorgenommen. Dabei wird die Haut von dem Patienten entnommen und anschließend auf die geschädigte Stelle aufgetragen. Nach ca. zehn bis vierzehn Tagen heilt die operierte Stelle ab. Für den Fall, dass nicht genug Eigenhaut vorhanden ist, werden mit einem Spezialverfahren Hautzellen gezüchtet, was mindestens 18 bis 21 Tage in Anspruch nimmt. Zur Nachbehandlung muss oftmals nach einer Operation so genannte Kompressionswäsche getragen werden, damit die Bildung von Narben reduziert wird. Zudem ist es erforderlich transplantierte Haut täglich einzufetten.
Da häufig Kinder von Verbrennungen oder Verbrühungen betroffen sind, lassen sich mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen Brandunfälle vermeiden. So sollte bei Kleinkindern ein Sicherheitsgitter um den Herd angebracht werden, brennende Kerzen dürfen nie unbeaufsichtigt bleiben, Feuerzeuge und Streichhölzer müssen stets Kindersicher verwahrt werden. Ebenso sollten elektrische Kabel, wie von einem Wasserkocher oder einem Bügeleisen, für Kinder unerreichbar sein. Auch beim Grillen sollten Kinder Abstand zum Grill bewahren und stets beaufsichtigt werden. Zum Anzünden eines Grillfeuers sollte man keinesfalls Spiritus oder Benzin verwenden, da durch diese unberechenbare Stichflammen entstehen können.
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