28. Oktober 2009
Als Verbrennungen oder Brandverletzungen bezeichnet man Schädigungen von Haut und Schleimhaut durch übermäßige Einwirkung von Hitze. Dabei kommt es zu Rötungen, Schwellungen sowie Blasenbildung der Haut.
Verbrennungen oder Brandverletzungen entstehen durch übermäßige Einwirkung von Hitze auf die Haut, wie durch Feuer, Reibung, elektrischen Strom, Gase oder Dämpfe. Auch aufgrund übermäßiger Sonneneinstrahlung kann es zu Verbrennungen der Haut kommen, was man als Sonnenbrand bezeichnet. Bei Verbrennungen durch heiße Flüssigkeiten spricht man von einer Verbrühung. Bei Verbrennungen kommt es vor allem zu Schädigungen der Haut und der Schleimhaut. Eine Sonderform stellt die Kälteverbrennung dar, die zu einer Erfrierung gehört. Dabei entstehen Schäden, die mit einer Verbrennung durch Hitze vergleichbar sind.
Schwere Brandverletzungen, die ein bestimmtes Maß überschreiten, können schlimme Folgen für den Organismus haben. So kann es zu einer Blutvergiftung (Sepsis) oder zu einem Kreislaufschock kommen, was wiederum zu einem Ausfall von Organen führt, die von der Brandverletzung gar nicht betroffen waren. Solche systematischen Störungen werden auch Verbrennungskrankheit genannt. In Deutschland kommen jedes Jahr zwischen zehn- und fünfzehntausend Menschen durch Verbrennungen oder Verbrühungen zu Schaden und müssen deswegen in einem Krankenhaus behandelt werden.
Typische Symptome für Brandverletzungen sind starke Schmerzen, Rötungen, Bildung von Blasen und in manchen Fällen auch eine verkohlte Haut. Dabei werden Verbrennungen in vier verschiedene Schweregrade unterteilt. Bei Verbrennungen 1. Grades kommt es zu Schmerzen und Rötungen an der verbrannten Stelle. Auch die Bildung einer Schwellung ist möglich. Außerdem wird die Epidermis in Mitleidenschaft gezogen. Verbrennungen 1. Grades entstehen häufig durch einen Sonnenbrand. Bei Verbrennungen 2. Grades kommt es neben den Schmerzen, Rötungen und Schwellungen zusätzlich zur Bildung von Blasen. Diese entstehen durch eine Beschädigung der Wände von Blutgefäßen, wodurch es zu einem Flüssigkeitsaustritt kommt. Diese Flüssigkeit sammelt sich unterhalb der Epidermis und wird als Blase sichtbar. Verbrennungen 2. Grades werden wiederum in Grad 2a und Grad 2b eingeteilt, was von der Intensität und der Dauer der Hitzeeinwirkung abhängt. Kommt es zu einer Verbrennung 3. Grades wird die Haut völlig zerstört. Symptome sind eine trockene, lederartig verdickte Haut, die bei Berührung nicht schmerzt. Zudem kann es zu einer weißlich bis bräunlichen Hautverfärbung kommen. Bei Verbrennungen 4. Grades entstehen neben den Hautschäden auch Schäden an den darunterliegenden Sehnen, Muskeln, Gelenken und Knochen. Ein weiteres Symptom ist eine verkohlte, schwarze Haut.
Bei der Diagnose einer Verbrennung wird vor allem der Schweregrad der Brandverletzung eingeschätzt. Dazu wird eine körperliche Untersuchung vorgenommen. Weiteren Aufschluss geben auch die Atmung, das Herz-Kreislaufbefinden und die Bewusstseinslage des Betroffenen. Häufig lässt sich das ganze Ausmaß einer Brandverletzung erst nach zwei bis drei Tagen einschätzen.
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