28. Oktober 2009
Unterkühlungen des Körpers entstehen, wenn die Kerntemperatur unter 37 Grad Celsius absinkt. Verursacht wird eine Unterkühlung (Hypothermie) durch plötzliche Einwirkungen von starker Kälte.
Unterkühlungen (Hypothermien) entstehen durch extreme Einwirkung von Kälte auf den Körper, was zu einem Wärmeverlust und schließlich zu einem Absinken der Körpertemperatur unter 37 Grad Celsius führt. Besonders durch Unfälle im Wasser und im Schnee kommt es zu Hypothermien.
Durchschnittlich liegt die mittlere Körpertemperatur des Menschen bei 37 Grad Celsius, wobei es aber zu periodischen Tagesschwankungen kommt. Wärmeproduktion und Wärmeabgabe des Körpers werden von so genannten Temperaturrezeptoren geregelt, die die Körpertemperatur gleich bleibend halten. Diese Rezeptoren verteilen sich über den ganzen Körper, treten aber vor allem in der Haut auf. Besonders in kaltem Wasser kann es zu einer Abweichung von mehreren Graden kommen, da dem Körper im Wasser sehr viel schneller Wärme entzogen wird als an der Luft. In Folge davon kommt es schnell zu einer Unterkühlung, denn bereits nach einer Stunde sinkt die Körpertemperatur eines Menschen auf bis zu 25 Grad Celsius ab. An der Luft hingegen kann die Körpertemperatur rund vier Stunden lang stabil gehalten werden.
Eine Unterkühlung wird in drei Stadien unterteilt: Die milde Hypothermie, die mittelgradige Hypothermie und die schwere Hypothermie. Während dieser drei Stadien treten unterschiedliche Symptome auf. Bei einer milden Hypothermie liegt die Körpertemperatur zwischen 32 und 35 Grad Celsius. Dabei versucht der menschliche Körper die Kerntemperatur stabil zu halten. Es kommt zu automatisierten Muskelzittern, mit dem der Körper Wärme produziert. Die Durchblutung der äußeren Körperregionen wird verringert, was auch als Zentralisation bezeichnet wird. Dabei bleibt das kalte Blut in einer Schale und ein Wärmeaustausch mit dem Körperkern kommt kaum noch zustande. Typische Symptome dieses Stadiums sind ein beschleunigter Pulsschlag, tiefes, schnelles Atmen, ein erhöhter Blutdruck, Angstzustände sowie Schmerzen in Armen und Beinen. Kommt es zur einer mittelgradigen Hypothermie, fällt die Körpertemperatur auf 28 – 32 Grad Celsius. Die Folge können Bewusstseinstrübungen, das Entstehen einer Muskelstarre, ein Absinken der Atem- und Herzfrequenz, vermindertes Schmerzempfinden sowie ein Absinken des Blutdrucks sein. Sinkt die Körpertemperatur sogar auf unter 28 Grad ab, spricht man von einer schweren Hypothermie. Die Folgen sind Bewusstseinsverlust, ein abgeschwächter, unregelmäßiger Puls sowie Herz-Rhythmusstörungen, die schließlich zu einem Atem- und Kreislaufstillstand führen können. In diesem Stadium kann oftmals nicht eindeutig festgestellt werden, ob der Betroffene noch lebt oder bereits tot ist, was auch als Scheintod bezeichnet wird.
Die Diagnose einer Unterkühlung erfolgt aufgrund der geschilderten Symptome und des Unfallhergangs.
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