12. Oktober 2011
Da eine Rauchvergiftung sehr schnell voranschreitet, ist eine rasche Behandlung sehr wichtig. Auch lebensrettende Notfallmaßnahmen können erforderlich sein.
Vor allem beim Einatmen von Cyanid muss so schnell wie möglich gehandelt werden. Da eine Cyanidvergiftung rasch eintritt, ist nicht genügend Zeit vorhanden, um festzustellen, wie viel von dem Brandgift inhaliert wurde. Beim Alarmieren eines Notarztes oder Rettungsdienstes darf also keine Zeit vergeudet werden. Zu den Notfallmaßnahmen der Rettungsdienste gehören vor allem das Freihalten der Atemwege und die Stabilisierung von Herz und Kreislauf. Außerdem verabreicht man dem Patienten Flüssigkeit und Sauerstoff und behandelt auftretende Krampfanfälle. Besteht der Verdacht auf Cyanidvergiftung, ist es möglich, dem Betroffenen ein Gegengift zu verabreichen, welches das Cyanid, das in den Organismus eingedrungen ist, neutralisiert. Zu diesem Zweck wird eine Infusion mit Hydroxocobalamin vorgenommen. Dieser Stoff ist in der Lage, sich direkt mit dem Cyanid zu verbinden. Auf diese Weise kann der Betroffene vor dem Erstickungstod gerettet werden. Sind bereits ein Kreislaufstillstand oder Atemstillstand eingetreten, erfolgt der Versuch einer Wiederbelebung durch eine Herz-Lungen-Massage oder eine Atemspende. Bei vielen Patienten ist eine künstliche Beatmung notwendig, die über eine Beatmungsmaschine erfolgt.
Um sich vor einer Rauchvergiftung, die in den meisten Fällen nachts im Schlaf auftritt, zu schützen, wird empfohlen, seine Wohnung mit Brandmeldern auszustatten. Diese lösen im Falle eines Feuers rechtzeitig Alarm aus.
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