5. Oktober 2009
Als HIV-Schnelltest wird eine Untersuchungsmethode bezeichnet, mit der das HIV-Virus nachgewiesen werden kann. Im Unterschied zu einem herkömmlichen Test, liefert ein HIV-Schnelltest bereits nach 20 Minuten ein Ergebnis.
Ziel und Zweck eines AIDS- oder HIV-Schnelltests ist eine möglichst rasche Diagnose bei einem Verdacht auf eine Infektion mit dem Humanen Immundefizienz Virus (HIV). Seit dem Jahr 2006 ist der so genannte HIV-Schnelltest, mit dem AIDS oder HIV nachgewiesen werden kann, in den Staaten der Europäischen Union zugelassen. Mit Hilfe dieses Testverfahrens ist es möglich bereits nach etwa 20 Minuten ein Testergebnis zu erhalten, was eine langwierige Blutuntersuchung erspart. Ein solcher Schnelltest kann in bestimmten Fällen wichtig sein. Kommt es zum Beispiel während eines chirurgischen Eingriffes zu einem unbeabsichtigten Blutkontakt, etwa dadurch, dass sich ein Arzt an einer Nadel sticht und es ist nicht bekannt, ob der Patient an AIDS oder HIV erkrankt ist, kann ein solcher HIV-Schnelltest rasch für Aufklärung sorgen. Kann eine HIV-Infektion bereits innerhalb der ersten Stunden nach einem Blutkontakt festgestellt werden, wirkt sich dies möglicherweise positiv auf den Erfolg einer HIV-Postexpositionsprophylaxe aus. Schon nach kurzer Zeit ist ein Ergebnis erhältlich. Jedoch ist das Risiko auf ein falsch-positives Resultat höher als bei einem herkömmlichen HIV-Test. Aus diesem Grund müssen bei positiven oder grenzwertigen Resultaten stets weitere, aufwendigere Tests vorgenommen werden.
Eingeführt wurden die HIV-Schnelltests, um auch Ländern mit schlechter medizinischer Infrastruktur eine rasche Diagnose von AIDS oder HIV zu ermöglichen. So können in zahlreichen Ländern auch so genannte Heimtests durchgeführt werden, bei denen der HIV-Schnelltest zu Hause vorgenommen wird. In Deutschland und Österreich sind solche Heimtests nicht erlaubt. Allerdings befinden sich zahlreiche dieser Tests illegal im Umlauf.
Das Testprinzip beruht, wie bei einem herkömmlichen Test, auf einem Nachweis von Antikörpern. Sind im Organismus der Testperson Antikörper gegen das HI-Virus vorhanden, ist dies ein Hinweis auf eine mögliche Infektion mit Erreger.
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