Gentest

Die DNA-Analyse als Mittel in der Forensik, Diagnostik und zur Privaten Genom-Analyse

Mit einer Analyse der eigenen DNS kann die Identität oder auch ein Verwandtschaftsverhältnis bestimmt werden. Eine DNA-Analyse wird häufig in Gerichtsfällen verwendet, um Täter eindeutig zuzuordnen. Aber auch in der Medizin kann die DNA viel über Gesundheitsrisiken und Vererbungsanlagen aussagen.

Mann mit offenem Mund bekommt DNA Probe abgenommen
police detective or forensic scientist takes dna sample swab © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Als Gentest werden molekularbiologische Verfahren bezeichnet, um zum Beispiel Rückschlüsse auf eventuelle bestehende Krankheiten ziehen zu können oder evtl. Identitäts- und Verwandtschaftsfragen abzuklären. Wichtig ist ein Gentest auch bei der Verbrechensaufklärung.

Aus unserem Sprachgebrauch ist das Wort Gentest schon fast nicht mehr wegzudenken. Wenn wir auch bei einem Vaterschaftstest oder bei einer Aufklärung eines Verbrechens von einem Gentest sprechen, dann ist diese Bezeichnung korrekterweise falsch.

Untersuchungsbestandteile

In beiden Fällen werden eigentlich keine Gene untersucht, sondern zwischen den Genen bestehende charakteristische Passagen untersucht. Für die Verbrechensbekämpfung ist es nicht erlaubt, über die Untersuchung von Genen Informationen über das Geschlecht, die Haarfarbe oder die Herkunft zu sammeln. Bei einer Risikoabschätzung, ob man an einer gewissen Krankheit erkranken kann, untersuchen Wissenschaftler auftretende Fehler bei bestimmten Genen.

Beispiel: Krebsrisiko

Mit Hilfe eins Gentestes kann man sich zum Beispiel über ein persönliches Krebsrisiko aufklären lassen, denn bei Krebs handelt es sich um eine Erkrankung der Gene. Ein erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken, kann vererbt werden. Aber deshalb muss es nicht zum Ausbruch kommen. Wenn jemand schon vorbelastet ist, dann kann er über eine humangenetische Beratungsstelle an einer Universität einen Test durchführen lassen.

Arten von Tests

Je nach Anwendungsgebiet und Intention stehen bei der DNA-Analyse verschiedene Methoden zur Auswahl:

Untersuchung von Krankheiten

  • DNA-Sequenzierung und
  • Chromosomen-Kartierung

Identitätsbestimmung

  • SNPs (single nucleotide polymorphisms)
  • STR-Analyse (short tandem repeats)
  • Amplified Ribosomal DNA Restriction Analysis
  • RFLP-Analyse (Restriktionsfragmentlängenpolymorphismus)
  • AFLP-Analyse (amplifizierter Fragmentlängenpolymorphismus) und
  • Genetischer-Fingerabdruck-Methoden (Fragmentlängenanalyse)

Bestimmung von Proben hohen Alters

  • aDNA-Forschung (ancient DNA)

Viele über das Internet angebotene Test sind nicht seriös. Bevor man sich zu einen Test entschließt, sollte man eine intensive Beratung in Betracht ziehen, um mit dem Ergebnis eines solchen Test richtig umgehen zu können.

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Zuletzt aktualisiert am
Erstellt am 19.03.2009
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