11. September 2009
Als Ausscheidungs-Urographie bezeichnet man eine Röntgenuntersuchung des Harnsystems. Mit dieser können die Blase, die Harnleiter sowie die Nieren und das Nierenbecken erkennbar gemacht werden.
Ziel und Zweck einer Ausscheidungs-Urographie ist die Untersuchung des Harnsystems bzw. der ableitenden Harnwege. Dazu gehören die Blase, die Harnleiter, die Harnröhre, die Nieren sowie das Nierenbecken. Erkennbar gemacht werden die betreffenden Organe mit einem Röntgen-Kontrastmittel, das in eine periphere Vene injiziert wird. Dieses Kontrastmittel absorbiert die Röntgenstrahlung, sodass die Nieren und die Harnwege weiß auf dem Bildschirm erscheinen. Dadurch ist es dem untersuchenden Arzt möglich einen Kontrast zu erkennen. Dabei dienen Medikamente, die Jod enthalten, als Kontrastmittel. Dieses wird entweder als Infusions-Urographie gemeinsam mit 100 Millilitern NaCI verabreicht oder über eine Armvene injiziert. Anschließend wird das Kontrastmittel über die Nieren wieder ausgeschieden.
Verwendet wird die Ausscheidungs-Urographie für die Diagnose von Erkrankungen der Harnwege. Dazu gehören unter anderem Tumore in den Harnwegen oder Nieren, wiederholt auftretende Blasen- oder Nierenentzündungen, Nieren- oder Harnwegsteine sowie durch Verengungen entstandener Harnstau in den Harnwegen oder den Nieren.
Das Verfahren gehörte in früheren Jahren zu den am häufigsten in der Urologie verwendeten Methoden. Heute hingegen gelangt immer mehr die, für den Patienten verträglichere, Sonographie zum Einsatz.
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