Dienstag 14.02.2012 21:58

Verhaltenstherapie

Hilfe zur Selbsthilfe

Verhaltenstherapie ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von Psychotherapien. Ziel einer Verhaltenstherapie ist es dem Patienten selbst zu ermöglichen mit seinen erkannten Problemen in Zukunft zurecht zu kommen. Heutzutage werden verhaltenstherapeutische Methoden bei vielen psychischen Störungen und psychosomatischen Erkrankungen eingesetzt. Formen der Verhaltenstherapie sind zum Beispiel die Paartherapie, die Familientherapie oder auch die Gemeindepsychologie.

Als Verhaltenstherapie (VT) bezeichnet man zahlreiche Formen der Psychotherapie, bei der die Hilfe zur Selbsthilfe für den Patienten im Vordergrund steht.

Dabei soll dem Betroffenen durch Anwendung bestimmter Methoden ermöglicht werden, besser mit seinen psychischen Problemen fertig zu werden. Bei zahlreichen psychischen Störungen oder psychosomatischen Krankheiten kommen Verhaltenstherapien zur Anwendung.

Ziel einer Verhaltenstherapie ist die Linderung von menschlichem Leiden und die Erweiterung der Handlungsfähigkeit des Patienten. Dazu gehören Veränderungen der sozialen Interaktion und der sozialen Umgebung. Außerdem sollen die Fähigkeiten des Betroffenen gefördert werden.

Eine Verhaltenstherapie muss sich an sozialpsychologischen und ethischen Prinzipien orientieren. In der Regel werden die Kosten für eine Verhaltenstherapie von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Begonnen wird eine Verhaltenstherapie in der Regel mit einer Verhaltensanalyse. Dabei werden die Probleme des Patienten gründlich untersucht.

Vorrangiges Ziel der Therapie ist es, dem Patienten zu ermöglichen wieder mit seinem Leben zurechtzukommen. Um dieses Ziel zu erreichen gibt es verschiedene Einzelmethoden, die im Rahmen einer Verhaltenstherapie angewandt werden. Dazu gehören z.B. Konfrontations- oder Expositionsverfahren.

Diese Methoden basieren auf der klassischen Konditionierung und wollen eine Gegenkonditionierung oder Extinktion hervorrufen. Angewendet werden Konfrontationsverfahren vor allem bei Zwangs- oder Angststörungen sowie bei Phobien.

Eine weitere Möglichkeit sind operante Verfahren, die auf der so genannten operanten Konditionierung basieren, bei der das Verhalten des Patienten durch Verstärkung seines Verhaltens oder durch Bestrafung modifiziert wird. Dabei werden positive und negative Reize angewendet, um ein bestimmtes Verhalten abzubauen.

Auch Rollenspiele, Entspannungstechniken oder Kommunikationstraining gehören dazu. Eine weitere Methode ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), bei der negatives Denken abgebaut und störende Verhaltensmuster durchbrochen werden sollen. Sie wird besonders bei Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen eingesetzt.

Weitere Formen der Verhaltenstherapie sind die Familientherapie, Paartherapie, Gruppentherapie sowie die Gemeindepsychologie und die Prävention.

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