28. Februar 2011
Von Viola Reinhardt
Der Baum wurde bereits in der Geschichte bei Adam und Eva beim Namen genannt. Nicht, weil er sie vergiftet hätte, sondern sie zum verführerischen und gesunden Griff zum Apfel verleitet hat. Bäume faszinieren, können sich sehr beruhigend auf die Psyche auswirken und verleiten so manches verliebte Pärchen dazu ihre Namen in die Rinde zu kratzen. Bäume haben Bestand und vor allem Wirkstoffe, die bei vielen Erkrankungen und Beschwerden lindernde Wirkungen entfalten.
Die Flavonoide und Gerbstoffe, die im Ahorn zu finden sind, wirken beim Menschen abschwellend und lindern nicht nur ein Jucken nach Insektenstichen, sondern können auch bei müden Füßen und geschwollenen Augen hervorragend helfen. Ein Geheimnis, dass bereits die ägyptischen Priester bei vielen Beschwerden anwendeten. Wurde man unterwegs gestochen oder staut sich das Gewebewasser unter den Augen, dann kann man einige der Ahornblätter zwischen den Händen verreiben und über den Stich streichen bzw. die Blätter auf die geschlossenen Augen legen. Gegen die Müdigkeit der Füße helfen dagegen einige der Ahornblätter, wenn man diese in den Socken unter die Fußsohlen legt.

Die Birke kann bei Nieren- und Blasenbeschwerden äußerst effektiv eingesetzt werden. Durch die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe, sowie reichlich Mineralstoffe, werden die Nieren und die Blase zu einer verstärkten Aktivität angeregt, was sich beispielsweise sehr positiv bei angestautem Gewebewasser auswirkt. Besonders einfach in der Handhabung, aber stark in der Wirkung, ist es sich einen Tee aus Birkenblättern aufzubrühen. 2 Esslöffel der Birkenblätter mit kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und diesen Tee in kleinen Schlucken dreimal täglich trinken aktiviert nicht nur den Harndrang, sondern transportiert damit auch vorhandene Schlacken aus dem Gewebe.
Die Eiche beinhaltet Wirkstoffe, die sich bei einer Angina, geschwollenen Mandeln und auch Entzündungen innerhalb des Mundes als sehr hilfreich zeigen. Die besonders in der Rinde der Eiche enthaltenen Gerbstoffe verhelfen der Schleimhaut und der Haut dazu sich zu verdichten und bewirken durch diesen Effekt ein Zusammenziehen der Gefäße, was sich als entzündungshemmende Wirkung zeigt. Ein rasches Rezept: In der Apotheke sollte man sich getrocknete Eichenrinde holen. Davon werden etwa 2 Esslöffel mit 500 ml Wasser für zwanzig Minuten gekocht. Anschließend sollte man diesen Sud gut filtern und mehrmals am Tag damit den Hals gurgeln und den Mund ausspülen.
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