Krebstherapie - Anwendung, Ablauf und Behandlung

3D Grafik dunkelrote Krebszelle in Blutbahn mit Blutzellen

Die Durchführung und mögliche Komplikationen verschiedener Formen einer Krebstherapie zur Behandlung von bösartigen Tumoren

Als Krebstherapie bezeichnet man in der Medizin die Behandlung von bösartigen Tumorerkrankungen. Dabei kommen verschiedene Therapien zur Anwendung.

Ziel und Zweck einer Krebstherapie ist die Behandlung und Beseitigung von bösartigen Tumoren. Dafür kommen verschiedene Behandlungsmethoden in Betracht. Zu den häufigsten Therapieformen gehören:

Hintergründe

Krebskranke Frau mit Glatze
Zahlreiche unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Heilung von Krebserkrankungen

Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 436.000 Menschen an Krebs. Zudem sind Krebserkrankungen, nach Herz-Kreislauferkrankungen, die zweithäufigste Todesursache.

Häufigste Krebskrankheiten sind:

Krebserkrankungen haben in den letzten Jahren zugenommen, doch durch verbesserte Therapiemöglichkeiten sowie bessere Vorsorge- und Diagnosemaßnahmen konnte auch die Überlebensrate gesteigert werden, sodass Krebs nicht zwangsläufig ein Todesurteil für den Betroffenen ist.

Behandlungsmethoden

Für die Bekämpfung der tückischen Krankheit stehen mehrere, unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Verfügung. Welche bei einem Krebspatienten zum Einsatz kommt, ist von dem Ausmaß und der Art der Erkrankung abhängig.

Alternative Therapiemethoden

Neben den gängigen Methoden gibt es auch alternative Therapiemethoden, wie zum Beispiel die Misteltherapie oder die Thymustherapie, deren Wirkung jedoch wissenschaftlich nicht erwiesen ist.

Nach wie vor wird nach weiteren Therapiemöglichkeiten, wie zum Beispiel der Gentherapie, geforscht. In manchen Fällen können auch Krebstherapien miteinander kombiniert werden, wie zum Beispiel eine Chemotherapie nach einer Operation.

Früherkennung

Grundsätzlich gilt: Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto größer ist die Aussicht auf Heilung. Daher sollte regelmäßig eine Krebs-Vorsorgeuntersuchung erfolgen.

Welche Krebstherapie bei einem Patienten zur Anwendung kommt, hängt von der Art und dem Ausmaß der Tumorerkrankung ab. Zu den gängigsten Krebstherapien gehören:

Operation (Resektion)

Operationen (Resektionen) werden bei Krebserkrankungen durchgeführt, um eine möglichst vollständige, chirurgische Entfernung des von einem Tumor befallenen Gewebes zu erzielen.

  • Unter Umständen müssen dabei Organe oder Lymphknoten entfernt werden.
  • In manchen Fällen sind auch Amputationen notwendig.

Komplikationen

Je umfangreicher ein operativer Eingriff ausfällt, desto höher ist die Gefahr von Komplikationen.

In manchen Fällen sind nach einer Operation weitere Krebstherapien, wie eine Chemotherapie oder Strahlentherapie erforderlich.

Krebskrankes Mädchen
Starke Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Haarausfall bringen die meisten Methoden mit sich

Chemotherapie

Zu den häufigsten Krebstherapien gehört die Chemotherapie. Dabei werden bestimmte Medikamente, die Zytostatika genannt werden, zur Behandlung der Erkrankung eingesetzt.

Zytostatika

Als Zytostatika bezeichnet man Zellgifte, die Krebszellen angreifen. Da Zytostatika besonders bei sich teilenden Zellen wirken, zerstören sie bevorzugt Krebszellen, da es bei diesen häufig zu Teilungen kommt. Die Verabreichung der Zytostatika kann einzeln oder kombiniert erfolgen.

Meistens ist ein Krankenhausaufenthalt für die Durchführung einer Chemotherapie erforderlich, aber auch eine ambulante Anwendung ist möglich, was vom Zustand des Patienten und dem Ausmaß der Erkrankung abhängt.

Während einer Chemotherapie werden Pausen, die als Intervalle bezeichnet werden, eingelegt. Die Behandlungszeiträume werden Zyklen genannt.

Komplikationen

Nachteil der Chemotherapie sind ihre Nebenwirkungen, denn bei der Behandlung werden nicht nur die Krebszellen, sondern auch die gesunden Zellen von den Zellgiften angegriffen. So können zahlreiche Nebenwirkungen die Folge einer Chemotherapie sein, wie:

Diese Nebenwirkungen können jedoch durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten begrenzt werden.

Bei den meisten Krebserkrankungen erweist sich die Chemotherapie als wirksam, sodass zusammen mit operativen Maßnahmen gute Heilungsresultate erzielt werden können.

Strahlentherapie

Strahlentherapien werden häufig nach Operationen durchgeführt, damit das restliche Tumorgewebe, das bei einer Operation nicht entfernt werden konnte, zerstört wird. Dabei kommt eine speziell dosierte Röntgenstrahlung zur Anwendung, die Zellschäden verursacht, von denen sich gesunde Zellen erholen, während die anfälligeren Tumorzellen absterben.

Komplikationen

Ähnlich wie bei der Chemotherapie kommt es auch bei der Strahlentherapie zu Nebenwirkungen, da dabei auch gesundes Gewebe geschädigt wird. So entsteht oftmals ein so genannter Strahlenkater, bei dem unterschiedliche Symptome auftreten, wie:

In den meisten Fällen verschwinden diese Beschwerden jedoch rasch wieder.

Weitere Nebenwirkungen sind:

Besonders wirksam ist die Strahlentherapie bei Lymphomen.

Hormontherapie

Da manche Krebsformen von Hormonen abhängig sind, können diese durch die Verabreichung von bestimmten Hormonen bzw. Antihormonen bekämpft werden. Dies geschieht vor allem bei Prostatakrebs oder Brustkrebs. Tumore in der Brust behandelt man durch:

Komplikationen

Dabei kann es bei Frauen zu Nebenwirkungen kommen, wie:

Grundinformationen zur Krebstherapie

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: blutzellen und krebszelle © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Cancer survivor is concerning about her future © cleomiu - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Ill with cancer girl © Photographee.eu - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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