12. Februar 2009
Von K. Schumann
Entwöhnungsbehandlungen sind oft die letzte Chance, um Suchtmitteln wie Alkohol, Medikamenten oder anderen Drogen entsagen zu können. Die Entwöhnungstherapie kann ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt werden.
Oberstes Ziel einer Entwöhnungsbehandlung ist es, den Betroffenen eine Hilfestellung zur dauerhaften Abstinenz zu geben, so dass sie ohne Drogen, Medikamente oder Alkohol leben können.
Um eine Entwöhnungsbehandlung beanspruchen zu können, muss der Betroffene vorher in die Rentenkasse eingezahlt haben. Für Kinder und Jugendliche, die keine eigenen Beiträge bezahlen, kann deshalb keine Entwöhnungsbehandlung stattfinden.
Bevor die Betroffenen in die Entwöhnung gehen, liegt häufig schon ein Verlust der Selbstkontrolle vor oder das soziale bzw. berufliche Umfeld ist von der Sucht beeinträchtigt. Dies ist meist nötig, damit die Betroffenen den ersten Schritt machen und eine Entwöhnungsbehandlung bei ihrem Rentenversicherungsträger beantragen. Um diesen Antrag stellen zu können, wird ein aktueller Befundbericht inkl. verschiedener Laborbericht des behandelnden Arztes sowie ein Sozialbericht einer Suchtberatungsstelle benötigt.
Je nach Patient wird die Entwöhnung ambulant, teilstationär oder stationär durchgeführt. Dabei kommen verschiedene ganzheitlich ausgerichtete Maßnahmen zum Einsatz. Wichtige Elemente der Therapie stellen die Psychotherapie, die Ergotherapie, die Soziotherapie und natürlich auch die medizinisch-körperliche Therapie dar. Die Dauer variiert dabei je nach Schwere der Suchterkrankung. Eine stationäre Langzeittherapie kann bis zu 6 Monaten dauern, eine ambulante Entwöhnungsbehandlung sogar bis zu 1,5 Jahren.
In der Entwöhnungsbehandlung arbeiten Ärzte, Psychologen und Sozialarbeiter zusammen, um den Patienten bei der Entwöhnung zu unterstützen und ihm Wege aufzuzeigen, mit dem Suchtmittel nach der Therapie weitestgehend normal umgehen zu können. Ebenso wird an einer erfolgreichen Wiedereingliederung in das soziale und berufliche Umfeld gearbeitet. Auch die Angehörigen werden meist in die Therapie mit einbezogen.
Das Modell der teilstationären und der stationären Entwöhnungsbehandlung ist recht erfolgreich. So bleiben 60% der Behandelten auch nach der Therapie abstinent.
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