18. März 2010
Wutausbrüche können als Teil einer Erkrankung oder auch während der kindlichen Entwicklung auftreten. Betroffen sind demnach sowohl Kinder als auch Erwachsene.
Im Rahmen der kindlichen Entwicklung treten bei sehr vielen Kindern in einem Alter von zwei bis drei Jahren regelmäßige Wutausbrüche auf. Die Kinder schreien und toben, wenn ihnen etwas verboten wird, etwas weggenommen wird oder etwas nicht so funktioniert, wie das Kind dies gerne hätte. Bei einem schweren Wutausbruch kann das Kind am Boden liegen und mit den Fäusten auf den Boden trommeln. Andere äußerst wütende Kinder wiederum beginnen auch zu schlagen oder zu treten.
Unabhängig von ihrer Entwicklung können Kinder neben den Wutausbrüchen auch unter einer inneren Unruhe in Verbindung mit Konzentrationsstörungen, Weinerlichkeit, Aggressivität usw. leiden. Im Babyalter gehören viele dieser Kinder zu den so genannten Schreibabys und schreien dann oft stundenlang ohne ersichtlichen Grund.
Auch Erwachsene können Wutausbrüche bekommen. Die Wut steigt dann innerlich immer weiter an, bis der Mensch sie nicht mehr unter Kontrolle hat und zu schreien beginnt. Patienten, die sich dann gar nicht mehr kontrollieren können, wenden in diesen Situationen auch körperliche Gewalt an. Erwachsene, die unter krankhaften Wutausbrüchen leiden, können im Rahmen ihrer psychischen Erkrankung auch dazu neigen, sich selbst zu verletzen. Zusätzlich haben die Patienten häufig auch große Angst, von lieben Menschen verlassen zu werden.
Tritt ein Wutausbruch einmalig bei einem sonst gesunden Erwachsenen auf, so genügt es meist, tief durchzuatmen und sich aus der Situation zu begeben. Beispiel: Platzt einer Mutter der Kragen, weil das Kind nicht folgen möchte, so sollte die Mutter das Zimmer verlassen und erst einmal tief durchatmen, bis die Wut wieder etwas entschärft ist.
Wutausbrüche, die bei kleinen Kindern in der Trotzphase auftreten, vergehen am schnellsten, wenn die Kinder ruhig angesprochen werden. Meist hilft es auch, wenn die Kinder in dieser Situation nicht beachtet werden. Sie verlieren dann oft schnell die Lust am "Trotzen".
Kinder, die neben den Wutausbrüchen an vielen weiteren Symptomen leiden, sollten einem Kinderarzt vorgestellt werden. Dieser untersucht das Kind körperlich und führt diverse Tests durch. Kinder, die unter ADS oder ADHS leiden, müssen nicht immer medikamentös behandelt werden. Nur wenn das Kind unter seinen Symptomen sehr leidet, kann der Arzt Medikamente verordnen. Häufig hilft auch eine Therapie bei einem Kinderpsychologen. In jedem Fall hilft es den Kindern auch, sich regelmäßig sportlich zu betätigen.
Erwachsene, die neben den Wutausbrüchen weitere Symptome wie Angst vor dem Verlassenwerden an sich bemerken, sollten sich von einem Psychologen behandeln lassen. Die Patienten werden von ihrem Therapeuten umfassend über die Erkrankung aufgeklärt. Patienten, die sich selbst absichtlich Verletzungen zufügen, erarbeiten Möglichkeiten, wie der innere Druck anders ausgeglichen werden kann und sich der Patient nicht mehr verletzen muss. Zusätzlich wird eine umfassende Gesprächstherapie durchgeführt. Ergänzend erhalten viele Patienten auch Medikamente.
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