21. Januar 2010
Quaddeln können sich am gesamten Körper bilden. Sie können das Symptom einer Allergie sein.
Quaddeln sind meist hellrot und als leichte Erhöhung auf der Haut des Patienten zu spüren. Die Quaddeln sehen aus, als hätte man ein Blatt der Brennessel berührt. Selten erscheinen die Quaddeln weißlich. Meist klagt der Patient im Bereich der Quaddel auch über unterschiedlich starken Juckreiz.
Je nach Ursache der Quaddeln können diese nach kurzer Zeit wieder verschwinden oder auch einige Tage lang auf der Haut zu sehen und zu spüren sein.
Quaddeln können sich überall auf der Haut des Menschen bilden. Neben dem bereits genannten Juckreiz kann der Patient auch Fieber oder Erkältungssymptome haben.
Wenn ein Patient über Quaddeln klagt, fragt der Arzt, wo genau sich diese befinden. Des Weiteren ist für den Arzt wichtig, ob der Patient weitere Beschwerden hat und ob sich der Patient bei einer erkrankten Person angesteckt haben könnte. Wenn im Kindergarten beispielsweise eine Viruserkrankung grassiert, sollte dies dem Arzt mitgeteilt werden, damit er diese Information in seine Diagnostik mit einbeziehen kann.
Der Arzt untersucht den Patienten gründlich und untersucht die Quaddeln eingehend mit einer Lupe. Sofern der behandelnde Arzt dies als notwendig erachtet, kann auch ein Abstrich der Quaddeln oder eine Gewebeprobe des betroffenen Hautbereiches notwendig sein. In vielen Fällen wird ein Allergietest durchgeführt. Im Gespräch mit dem Patienten grenzt der Arzt bereits einige mögliche Allergien ein und tropft anschließend Lösungen dieser so genannten Allergene auf den Unterarm des Patienten. Mit Hilfe einer speziellen Lanzette werden diese Lösungen durch einen minimalen Hautschnitt in den Körper gebracht. Reagiert der Patient allergisch, so rötet sich die entsprechende Stelle bereits nach wenigen Minuten.
Konnte der Arzt eine Allergie feststellen, so können spezielle Medikamente gegen die Allergie verordnet werden (Antihistaminika). Bei einigen Allergien kann auch eine Hyposensibilisierungsbehandlung Erfolg bringen. Diese Behandlung dauert etwa drei Jahre. In dieser Zeit muss der Patient regelmäßig in die Praxis des Arztes und sich seinen Allergie auslösenden Stoff unter die Haut spritzen lassen. Begonnen wird mit einer äußerst geringen Dosis, die von Behandlung zu Behandlung langsam gesteigert wird. Nach einigen Jahren hat sich der Körper daran gewöhnt und reagiert nicht mehr mit allergischen Symptomen (wie den Quaddeln). Einige Allergien können auch vermieden werden, wenn man nicht mehr in Kontakt mit dem Allergen kommt. Wer z.B. allergisch auf bestimmte Schmuckstücke reagiert, sollte diese meiden.
Sind die Quaddeln das Symptom einer viralen Erkrankung wie z.B. der Masern, so kann der Arzt spezielle Puder gegen den Juckreiz verordnen. Hat der Patient hohes Fieber, so können Fieberzäpfchen helfen, das Fieber zu senken. Auch mit Hausmitteln wie z.B. Wadenwickeln kann die Temperatur gesenkt werden.
Grundsätzlich gibt es diverse Salben und Cremen, die bei Quaddeln angewendet werden können. Dabei ist jedoch immer entscheidend, im Rahmen welcher Erkrankung die Quaddeln auftreten. Bei einigen Krankheiten hilft auch Kortison, das in Form einer Injektion (Spritze) oder als Tablette verabreicht werden kann.
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