Mittwoch 15.02.2012 02:55

14. September 2007

Ohnmacht Artikel

Ohnmacht - Der kurzzeitige Verlust des Bewusstseins

Von Sibylle Fünfstück

Viele Menschen haben bereits einen Ohnmachtsanfall erlebt. Einige leben mit immer wiederkehrenden Ohnmachtsanfällen. Diese können ein Indiz für unterschiedliche Krankheiten sein. Sie gehen jedoch nicht nur mit einer körperlichen Gefährdung einher. Psychische Folgen wie Angstzustände und Depressionen sind keine Seltenheit.

Eine Ohnmacht (Synkope) ist eine kurzzeitige Bewusstseinsstörung, die auf eine unzureichende Sauerstoffversorgung des Gehirns zurückgeht. Nicht immer gibt es Vorboten für den nahenden Ohnmachtsanfall. Die Warnzeichen sind abhängig von der Ursache der Ohnmacht und können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Zu den Warnzeichen zählen starkes Schwitzen, Übelkeit und Herzflattern. Typisch ist eine Gesichtsblässe der Betroffenen.

Eine Ohnmacht ist als solches kein lebensgefährlicher Zustand. Hält sie jedoch länger als eine Minute an, spricht man von einer echten Bewusstlosigkeit. In diesem Fall muss umgehend ein Arzt konsultiert werden.

Die Untersuchung bei einem Arzt ist auch nötig, wenn es nicht bei einer einmaligen Ohnmacht bleibt. Tritt sie wiederholt auf, können zum Teil lebensbedrohliche Krankheiten hinter dem kurzzeitigen Bewusstseinsverlust stecken.

Ursachen

Die möglichen Ursachen lassen sich grob in vier Kategorien unterteilen. Zu den vaskulären Ursachen gehören Störungen des Kreislaufes. Ein zu niedriger Blutdruck kann ebenso eine Ohnmacht bedingen, wie großer Blutverlust oder starke Schmerzen. Auch Nervenkrankheiten können zu einem Verlust des Bewusstseins führen. Sehr gefährlich sind die kardinalen Ursachen. Hierzu zählen Herzrhythmusstörungen, Herzklappenfehler, Herzschwäche oder ein Herzinfarkt. Die zerebralen Ursachen umfassen neurologische Ausfallerscheinungen und epileptische Anfälle. Unter die vierte Kategorie zählen metabolische Ursachen, also Störungen des Stoffwechsels. So können einige Stoffwechselerkrankungen zu einer Ohnmacht führen.

Ein Patient, der sich wegen wiederholter Ohnmachtsanfälle bei einem Arzt meldet, wird zunächst ganzkörperlich untersucht. Ein großes Blutbild ist Bestandteil der Untersuchungen. Um kardinale Ursachen abzuklären, wird das Herz mittels EKG, Langzeit-EKG und einer so genannten elektrophysiologische Untersuchung kontrolliert.

Steht die Diagnose endlich fest, kann eine gezielte Therapie die Auslöser der Ohnmachtsanfälle mildern oder gänzlich beseitigen.

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LESERMEINUNGEN (1)

Ohnmacht

Eine ohnmacht also wenn man das bewusstsein verliert ist sehr wohl ein lebensgefährlicher Zustand, den man nicht einfach so auf die leichte Sc...

  • Lesermeinung von Sarah
  • 05.04.10 16:06

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