4. Januar 2010
In den meisten Fällen ist Nasenbluten harmlos. Wenn es jedoch regelmäßig auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Von Nasenbluten spricht man, wenn Blut aus der Nase fließt. In Verbindung mit Schnupfen kann dabei auch nur eine Blutspur am Taschentuch zu sehen sein. Bei anderen Patienten wiederum fließt das Blut in Strömen aus der Nase und muss mit Taschentüchern aufgefangen werden. Das Blut kann heller oder dunkler sein und kann auch kleine Klümpchen enthalten.
Je nach Ursache des Nasenblutens tritt dieses nur hin und wieder auf oder auch sehr regelmäßig.
Wenn dieses Nasenbluten nur selten auftritt und dabei auch nur wenig Blut verloren wird, muss keine ärztliche Behandlung erfolgen. Hat ein Patient jedoch regelmäßig Nasenbluten und verliert dabei viel Blut, sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Der Mediziner spricht bei Nasenbluten von "Epistaxis". Der Arzt fragt den Patienten, wie häufig das Nasenbluten auftritt und wie viel Blut dabei verloren wird. Ferner ist für den Arzt von entscheidender Bedeutung, ob das Nasenbluten in Verbindung mit einem Schnupfen oder grippalen Infekt auftritt oder ob keine Ursache erkennbar ist.
Der Facharzt für die Untersuchung der Nase ist der HNO-Arzt. Dieser hat spezielle Instrumente, um die Nasenscheidewand in der Nase zu untersuchen. Teilweise ist auch eine Röntgenaufnahme für die Diagnostik notwendig.
Konnte eine Erkrankung aus dem HNO-Bereich ausgeschlossen werden, erfolgt die Behandlung bei einem Allgemeinarzt oder Internisten. Dieser misst den Blutdruck, führt eine körperliche Untersuchung durch und nimmt Blut ab.
Um das akute Nasenbluten zu stoppen, sollte der Patient einen nassen kalten Lappen in den Nacken legen und den Kopf nach vorne beugen. Der kalte Lappen lässt die Blutgefäße verengen und die Blutung stoppen. Das Neigen des Kopfes nach vorne bewirkt, dass das Blut nach außen abfließen kann und nicht wieder in den Körper gelangt. Zusätzlich sollte die Nase fest zugedrückt werden, damit die Blutgefäße abgedrückt werden. Noch Stunden nach dem Nasenbluten sollte man auf das Naseputzen verzichten, um nicht erneut Nasenbluten zu verursachen.
Kann die Blutung nicht selbst zum Stillstand gebracht werden, führt ein Arzt eine Tamponade in die Nase ein und bewirkt auf diesem Wege eine Besserung.
Ein HNO-Arzt hat auch die Möglichkeit, die winzigen Blutgefäße in der Nase im Rahmen einer Laserbehandlung zu veröden und so die Blutung zu stillen.
Um Nasenbluten bei einer Erkältung vorzubeugen, sollte man seine Nasenschleimhaut feucht halten. Dies erreicht man durch spezielle Nasensalben oder Inhalationen mit Meersalz. Zusätzlich sollte nur sanft geschnäuzt und nicht "trompetet" werden, da dies großen Druck auf die Blutgefäße bewirkt. Auch ein Befeuchten der Raumluft hilft wirksam gegen ein Austrocknen der Nasenschleimhäute.
Hat das Nasenbluten eine organische Ursache, so kann der Arzt Medikamente zur Senkung des Blutdrucks verordnen oder die Blutgerinnungswerte weiter beobachten und ggfs. mit Medikamenten therapieren.
Ist das Nasenbluten Symptom einer Krebserkrankung, erfolgt meist eine Chemo- oder Strahlentherapie. Auch eine Knochenmarkstransplantation kann dann notwendig sein, um den Patienten zu heilen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
28.01.12 | |
![]() | NASENBLUTEN |
17.01.12 | |
![]() | NASENBLUTEN |
12.12.11 | |
![]() | NASENBLUTEN |
07.11.11 | |
![]() | NASENBLUTEN |
17.10.11 | |
![]() | NASENBLUTEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Nasenbluten Forum


Von Daniel Richter das Buch Daniel Richter. 17 Jahre Nasenbluten.