9. Dezember 2009
Körpergeruch kann völlig harmlos oder das Symptom einer Erkrankung sein. Dementsprechend unterscheiden sich die Behandlungs- und Linderungsmöglichkeiten.
Menschen, die aufgrund einer körperlichen Anstrengung stark schwitzen, riechen meist nach Schweiß. Dabei ist jedoch nur der Schweiß aus den Achseln für andere Menschen zu riechen. Menschen, die sich nur unzureichend hygienisch pflegen, neigen ebenfalls zu diesem unangenehmen Körpergeruch.
Aufgrund einiger Erkrankungen oder durch mangelnde Mundhygiene kann der Mensch auch aus dem Mund riechen. Je nach Art der Krankheit kann sich auch dieser Mundgeruch unterscheiden.
Zum Körpergeruch gehören auch die so genannten "Schweißfüße", die entstehen, wenn der Fuß im Schuh zu wenig belüftet wird.
Menschen, die mit der Nahrung größere Mengen an Knoblauch zu sich nehmen, riechen häufig am gesamten Körper, vor allem jedoch auch aus dem Mund, nach Knoblauch.
Nicht immer muss eine Behandlung erfolgen, wenn ein Körpergeruch festgestellt wird. Häufig hilft es bereits, sich zu duschen oder ein Fußbad zu nehmen.
Menschen, deren Zähne äußerst ungepflegt sind, müssen zum Zahnarzt gehen, um den Mundgeruch in den Griff zu bekommen. Erst wenn alle Zähne saniert sind, verschwindet auch der Mundgeruch wieder.
Mundgeruch kann jedoch auch auf einige Erkrankungen hinweisen. Dabei ist es von entscheidender Bedeutung, wonach der Patient riecht. Riecht er nach Azeton, kann ein Diabetes mellitus die Ursache sein. Um dies zu klären entnimmt der Arzt eine Blut- und Urinprobe des Patienten und untersucht diese auf den Zuckergehalt. Zusätzlich wird meist ein Tagesprofil hergestellt, bei dem der Patient mehrmals täglich vor und nach dem Essen zur Blutabnahme in die Arztpraxis kommen muss. Sind alle Werte deutlich erhöht, liegt eine Zuckerkrankheit vor. Je nach Alter des Patienten und Höhe der Werte muss der Patient Insulin spritzen oder Tabletten einnehmen, um den Glucosewert im Blut zu senken. Zusätzlich muss der Patient auch seine Ernährung umstellen.
Riecht ein Patient aus dem Mund nach Ammoniak, kann dies auf eine Erkrankung an der Leber schließen lassen. Im Rahmen seiner Diagnostik führt der Arzt eine körperliche Untersuchung sowie eine Untersuchung des Urins durch, entnimmt Blut und untersucht die Organe während einer Ultraschalluntersuchung. Zusätzlich wird je nach Befund teilweise auch eine Computer- oder Magnetresonanztomografie durchgeführt. Einige Lebererkrankungen werden auch nach einer Leberpunktion diagnostiziert, bei der eine Probe der Leber entnommen und unter dem Mikroskop untersucht wird. Je nach Art der Lebererkrankung werden Medikamente verordnet. In schweren Fällen kann es auch notwendig werden, Teile der Leber oder die gesamte Leber zu entfernen. Bei kompletter Entfernung benötigt der Patient ein Spenderorgan um weiterleben zu können.
Riecht die Atemluft nach Urin, steckt meist eine Erkrankung der Nieren dahinter. Um eine genaue Diagnose zu stellen, führt der Arzt auch hier eine körperliche Untersuchung durch und untersucht dabei auch den Urin per Schnelltest und unter dem Mikroskop. Bei einer Ultraschalluntersuchung werden u.a. die Nieren untersucht. Patienten, die nach Urin riechen, wenn sie ausatmen, haben meist eine schwere Nierenerkrankung, bei der die Nieren gar nicht mehr oder nur noch unzureichend arbeiten. Die Arbeit der Nieren muss dann von Maschinen übernommen werden. Man spricht hier von der so genannten Dialyse. Um die Patienten zu heilen, ist eine Nierentransplantation notwendig.
Riecht ein Patient süßlich aus dem Mund, steckt meist eine bakterielle Erkrankung dahinter. Der Arzt hört den Patienten ab und fertigt ggfs. eine Röntgenaufnahme an. Um die Bakterien zu bekämpfen, verordnet der Arzt ein Antibiotikum.
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