Kater - Ursachen und Behandlung

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Die Entstehung eines Katers und wie man ihn behandeln und lindern kann

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  • von Paradisi-Redaktion

"Kater" ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Alkoholintoxikation. Neben der medizinischen Versorgung helfen in leichteren Fällen auch Hausmittel.

Ursachen

Alkohol entzieht dem Körper Wasser. Dies merkt man daran, dass nach einem Alkoholkonsum wesentlich mehr Harn ausgeschieden wird, als wenn man alkoholfreie Getränke zu sich nimmt. Je höher die Alkoholkonzentration im Getränk ist, desto harntreibender ist es.

Im Körper des Menschen herrscht demnach durch den getrunkenen Alkohol ein Flüssigkeitsmangel. Zudem scheidet der Mensch auch vermehrte Mengen an Salz aus, so dass auch hier ein Mangel entsteht. Durch diese Mangelversorgung des menschlichen Körpers entwickelt sich der "Kater".

Zusätzlich trägt auch noch die vermehrte Arbeit der Leber zum schlechten Befinden des Betroffenen am Tag nach dem Alkoholkonsum bei. Die Leber muss den Alkohol im Körper wieder abbauen.

Komplikationen

Ständiger Alkoholkonsum kann den Körper auf die Dauer schädigen. So erhöht sich das Risiko von

Außerdem wirkt sich der Alkohol negativ auf das Gehirn aus, was sich vor allem durch Gedächtnisprobleme oder Konzentrationsstörungen bemerkbar macht. Darüber hinaus besteht die Gefahr, vom Alkohol geistig und körperlich abhängig zu werden.

Wann zum Arzt?

Ein herkömmlicher Kater bedarf keiner ärztlichen Behandlung. Nach ungefähr einem Tag verschwinden die Katersymptome von selbst wieder. In manchen Fällen können Unwohlsein und Kopfschmerzen auch bis zu drei Tage lang andauern.

Ein Arzt muss erst dann aufgesucht werden, wenn Hinweise auf eine schwerwiegende Alkoholvergiftung bestehen. Das Gleiche gilt, wenn der Betroffene immer wieder unter einem Kater leidet, weil er ein dauerhaftes Alkoholproblem hat.

Medizinischer Notfall Alkoholvergiftung

Eine schwerwiegende Komplikation des reichhaltigen Alkoholkonsums ist eine Alkoholvergiftung, die ab ca. 3 Promille eintreten kann. Sie macht sich durch

bemerkbar. Im schlimmsten Fall ist sogar eine lebensgefährliche Atemlähmung möglich. Eine Alkoholvergiftung gilt als medizinischer Notfall, sodass sofort ein Notarzt zu Hilfe gerufen werden muss.

Falls erforderlich, sind am Betroffenen auch Erste-Hilfe-Maßnahmen wie eine Reanimation durchzuführen. Wichtig sind zudem eine stabile Seitenlage des Patienten sowie sein Schutz vor Auskühlung.

Behandlung

Wenn ein Mensch derart große Mengen Alkohol konsumiert hat, dass er bewusstlos ist, so erfolgt die Einweisung in ein Krankenhaus. Der Patient wird dort unter ärztlicher Aufsicht ausgenüchtert.

Um den Flüssigkeitshaushalt des Körpers auszugleichen, wird meist auch eine Infusion gelegt. Ist der Patient bereits Alkoholiker, folgt ein mehrtägiger Alkoholentzug. Um den Körper komplett vom Alkohol zu entwöhnen, ist jedoch eine langfristige Weiterbehandlung notwendig, die meist mehrere Monate lang in einer speziellen Fachklinik stattfindet.

Selbsttherapie

Gegen einen drohenden Kater sollte die betroffene Person so früh wie möglich vorgehen. Kündigt sich die Alkoholintoxikation bereits am Abend an, empfiehlt es sich, reichlich Wasser zu trinken und eine kleine Mahlzeit wie eine Hühnersuppe zu sich zu nehmen. So werden durch die Suppe sowohl der Salzspiegel als auch der Kaliumspiegel im Körper erhöht.

Hilfreich ist zudem das Trinken von Kaffee, denn durch das Koffein kommt es zur Verengung der Blutgefäße, was zur Linderung der Kopfschmerzen führt. Leidet man unter starker Übelkeit, ist es ratsam, sich zu erbrechen. Auf diese Weise können die Giftstoffe den Organismus wieder verlassen, was zu einer rascheren Besserung der Beschwerden führt.

Nimmt man Schmerzmittel ein, gilt es darauf zu achten, dass sich darunter kein Paracetamol befindet, weil die Leber dadurch geschädigt werden kann. Zu empfehlen sind dagegen Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (Aspirin).

Hausmittel

Gegen einen Kater werden zahlreiche Hausmittel empfohlen, wie beispielsweise das so genannte Katerfrühstück. Dabei führt man dem Körper viel Flüssigkeit zu und verzehrt Mahlzeiten, die reich an Eiweiß und Fett sind. Dazu gehört vor allem sauer eingelegter Fisch wie Rollmops oder Bismarckhering sowie Sauerkraut.

Durch diese Speisen steigert sich das Durstgefühl, wodurch wiederum mehr getrunken wird. Ebenfalls zu den Hausmitteln gehört das Trinken von Grapefruitsaft oder Orangensaft. Diese enthalten Fruktose, durch die der Alkoholabbau schneller vorangeht.

Als alternatives Heilmittel gilt der Verzehr eines Bananen-Honig-Milchshakes. Dazu wird eine Banane mit einem Teelöffel Honig und 200 Millilitern Milch püriert. Die Banane ist ein reichhaltiger Kaliumlieferant, während Honig für die Zufuhr von Fruktose sorgt.

Um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, sollte der Patient an die frische Luft gehen und sich dort mit Sauerstoff versorgen. Am besten ist ein Spaziergang durch den Wald.

Außerdem ist es wichtig, für ausreichend Erholung zu sorgen. Wer keine Medikamente einnehmen möchte, kann auch einen Tropfen Minzöl links und rechts auf die Schläfen geben. Auch dieses ätherische Öl lindert die Kopfschmerzen.

Homöopathische Mittel

Gegen einen Kater steht auch das homöopathische Arzneimittel Nux vomica zur Verfügung. Davon lässt der Verkaterte alle vier Stunden vier kleine Globuli auf seiner Zunge zergehen.

Vorbeugung

Das beste Mittel, einem Kater vorzubeugen ist, keinen Alkohol zu trinken. Wer dazu nicht in der Lage ist, kann durch bestimmte Verhaltensmaßnahmen die Folgen der Alkoholintoxikation zumindest abmildern.

Dazu gehört unter anderem der Genuss von fettreichem Essen. So sorgt das Fett im Magen für das Binden des Alkohols, wodurch dieser langsamer abgegeben wird. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass der Betroffene denkt, dass er ruhig noch mehr Alkohol trinken kann, wodurch wiederum das Risiko einer Alkoholvergiftung ansteigt.

Besser ist es also, die Spirituosen nur in Maßen zu genießen. Außerdem sollte neben alkoholischen Getränken auch Nichtalkoholisches wie zum Beispiel Mineralwasser konsumiert werden. Hochprozentiger Alkohol wie Wodka muss dagegen tabu sein.

Grundinformationen zum Kater

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Depression © Kzenon - www.fotolia.de

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