29. März 2010
Hüftschmerzen können sowohl akut als auch chronisch sein. Der Facharzt für die Behandlung dieser Beschwerden ist der Orthopäde.
Die Hüfte befindet sich zwischen dem Bauch und den Oberschenkeln. Patienten, die über Hüftschmerzen klagen, haben demnach Beschwerden in diesem Bereich.
Patienten, die unter Hüftschmerzen leiden, können diese nur kurzzeitig verspüren oder auch über einen langen Zeitraum, so dass die Schmerzen bereits als "chronisch" bezeichnet werden.
Hüftschmerzen können bewegungsabhängig sein und nur dann auftreten, wenn der Patient bestimmte Bewegungen ausführt. Sie können jedoch auch in Ruhe bestehen. Einige Patienten bemerken die Schmerzen besonders morgens, andere spüren sie den ganzen Tag über. Häufig sind die Hüftschmerzen auch mit einer Bewegungseinschränkung verbunden, so dass sich der Patient beispielsweise nicht mehr richtig nach unten bücken kann. Die Schmerzen in der Hüfte können auch in die Beine ausstrahlen.
Wenn ein Patient unter Hüftschmerzen leidet, befragt ihn der Arzt, seit wann die Schmerzen bestehen, wann sie auftreten, ob der Patient einen Unfall oder eine Operation hatte, ob sich der Schmerz auf beiden Seiten der Hüfte befindet usw. Der Arzt untersucht anschließend den Patienten. Er begutachtet dabei die Wirbelsäule, wie sich der Patient bewegt und geht und testet anschließend die Reflexe. Zusätzlich kann auch eine Röntgenaufnahme oder eine Computertomografie notwendig werden. Je nachdem, welche Ursachen der Arzt vermutet, wird dem Patienten auch Blut abgenommen.
Wie die Hüftschmerzen behandelt werden, hängt von der Grunderkrankung ab. Gegen die Schmerzen kann der Arzt ein Schmerzmittel verordnen oder spritzen. Dieses behebt jedoch in der Regel die Ursache nicht. In vielen Fällen empfiehlt der Arzt dem Patienten auch Physiotherapie. Der Patient erlernt hier Übungen zur Entlastung oder richtigen Belastung der Hüfte. Die krankengymnastischen Übungen müssen vom Patienten auch zu Hause konsequent durchgeführt werden, um eine Besserung der Beschwerden zu erzeugen.
Konnte der Arzt eine Entzündung im Hüftgelenk feststellen, so muss sich der Patient in der Regel ruhig halten und schonen, bis die Entzündung zurückgegangen ist.
Hatte ein Patient einen Unfall und bestehen die Schmerzen im Bereich der Hüfte aufgrund einer Schwellung, so hilft es auch, wenn die Stelle gekühlt wird. Dies kann mit Eispackungen geschehen. In der Regel wird dies jedoch nur bei einer akuten Verletzung innerhalb der ersten Tage durchgeführt. Sind die Schmerzen bereits chronisch, so wird meist eine Wärmeanwendung durchgeführt. Die Muskeln werden dadurch gelockert, das Gewebe entspannt sich und der Patient kann sich wieder leichter bewegen.
Auch Behandlungsmethoden aus der Traditionellen Chinesischen Medizin wie die Akupunktur können zur Behandlung von Hüftschmerzen eingesetzt werden. Bei der Akupunktur werden dünne Nadeln in bestimmte Stellen des Körpers gestochen und so die körpereigene Energie angeregt. Neben der Akupunktur kann auch die Akupressur helfen, die Schmerzen zu lindern. Bei der Akupressur werden bestimmte Punkte am Körper mit den Fingern durch Druckmassage behandelt.
Auch eine Operation kann notwendig werden, um die Hüftschmerzen zu heilen. Einige Patienten benötigen ein künstliches Hüftgelenk. Dieses wird operativ eingesetzt und bereits nach kurzer Zeit kann der Patient mit Hilfe eines Physiotherapeuten bereits die ersten Gehübungen machen. Um wieder richtig laufen zu können, wird der Patient nach seinem Krankenhausaufenthalt in einer Rehabilitationsklinik weiterbehandelt.
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